Schlagwort: Einwanderung

  • Rückabwicklung auf Bewährung: Die USA beenden Bidens Sponsorenprogramm für legale Migration

    Rückabwicklung auf Bewährung: Die USA beenden Bidens Sponsorenprogramm für legale Migration

    Die US-Regierung unter Donald Trump macht Ernst mit der Neujustierung der amerikanischen Einwanderungspolitik. Am 25. März wird das Heimatschutzministerium (DHS) im Federal Register einen 35-seitigen Bescheid veröffentlichen, wonach das sogenannte CHNV-Parole-Programm für Migranten aus Kuba, Haiti, Nicaragua und Venezuela eingestellt wird. Die Betroffenen – rund 532’000 Personen – verlieren damit ab dem 24. April ihren legalen Aufenthaltsstatus in den USA. Das CHNV-Programm war eine der zentralen Massnahmen der Biden-Regierung zur Steuerung der Migration aus krisengeschüttelten Ländern Lateinamerikas. Es erlaubte bestimmten Migranten und ihren Familienangehörigen, mit Hilfe amerikanischer Sponsoren auf legalem Weg in die Vereinigten Staaten einzureisen und dort vorübergehend zu leben. Die Bewilligungen wurden jeweils für einen Zeitraum von zwei Jahren erteilt. Laut offiziellen Angaben erhielten zwischen Oktober 2022 und Januar 2025 etwa 214’000 Haitianer, 117’000 Venezolaner, 111’000 K…

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  • Frankreichs interministerieller Ausschuss zur Kontrolle der Migration: Ein Instrument zur Steuerung der Migrationspolitik

    Frankreichs interministerieller Ausschuss zur Kontrolle der Migration: Ein Instrument zur Steuerung der Migrationspolitik

    Am Mittwoch, dem 26. Februar 2025, versammelte Premierminister François Bayrou einen Teil seines Kabinetts, um im Rahmen des interministeriellen Ausschusses zur Kontrolle der Migration (CICI) über Maßnahmen zur besseren Steuerung der Migrationsströme zu beraten. Dieses Treffen findet vor dem Hintergrund erhöhter Spannungen mit Algerien statt, ausgelöst durch einen Anschlag in Mulhouse, bei dem der Hauptverdächtige ein 37-jähriger Algerier ohne legalen Aufenthaltsstatus ist. Die Wiederbelebung des CICI Der CICI wurde erstmals 2005 ins Leben gerufen und im Januar 2025 durch Innenminister Bruno Retailleau reaktiviert. Ziel dieser Maßnahme ist es, den Forderungen der französischen Bevölkerung nach einer strengeren Kontrolle der Migrationsströme gerecht zu werden. Der Ausschuss dient als Plattform für die Koordination zwischen verschiedenen Ministerien, um eine kohärente und effektive Migrationspolitik zu gewährleisten. Zusammensetzung und Schwerpunkte des Treffens An der Sitzung nahmen neb…

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  • Papst rügt Trump-Regierung wegen Abschiebungen und richtet sich offenbar direkt an Vance

    Papst rügt Trump-Regierung wegen Abschiebungen und richtet sich offenbar direkt an Vance

    Papst Franziskus hat am Dienstag eine deutliche Rüge an die Trump-Regierung gerichtet und deren Pläne für Massenabschiebungen von Migranten scharf kritisiert. Er warnte davor, dass die zwangsweise Entfernung von Menschen allein aufgrund ihres illegalen Status deren Würde verletze und „schlecht enden“ werde.

    Franziskus ging sogar so weit, sich in einem Schreiben an die US-amerikanischen Bischöfe direkt zur Verschärfung der Migrationspolitik zu äußern. Dabei nahm er offenbar gezielt Bezug auf Vizepräsident JD Vance, der das Abschiebungsprogramm mit theologischen Argumenten verteidigte.

    US-Grenzschutzchef Tom Homan reagierte umgehend und wies darauf hin, dass der Vatikan selbst eine von Mauern umgebene Stadt sei und Franziskus die Grenzsicherung den zuständigen Behörden überlassen solle.

    Als erster lateinamerikanischer Papst hat Franziskus sich stets für Migranten eingesetzt und dabei auf das biblische Gebot verwiesen, „den Fremden aufzunehmen“. Er fordert von Staaten, Flüchtlinge vor Konflikten, Armut und Klimakatastrophen zu schützen, zu fördern und zu integrieren – natürlich im Rahmen ihrer Kapazitäten.

    Franziskus und Präsident Donald Trump haben sich bereits seit Jahren über Migrationsfragen gestritten. Schon 2016 erklärte der Papst, dass jemand, der eine Mauer errichtet, um Migranten fernzuhalten, „kein Christ“ sei.

    In seinem Schreiben betonte Franziskus zwar das Recht von Nationen, sich zu schützen und ihre Gemeinschaften vor Kriminalität zu bewahren. Dennoch kritisierte er die Massenabschiebungen scharf: „Menschen abzuschieben, die ihr Land aus extremer Armut, Unsicherheit, Ausbeutung, Verfolgung oder Umweltzerstörung verlassen haben, verletzt die Würde vieler Männer und Frauen sowie ganzer Familien und macht sie besonders verletzlich und wehrlos.“

    Unter Berufung auf das Buch Exodus und das Leben Jesu verteidigte Franziskus das Recht der Menschen, Schutz in anderen Ländern zu suchen. Er beschrieb den Abschiebungsplan als „große Krise“, die sich in den USA abspiele.

    Er betonte zudem, dass ein echtes christliches Verständnis es nicht erlaube, illegale Migration mit Kriminalität gleichzusetzen. „Was auf Gewalt basiert und nicht auf der Wahrheit über die gleiche Würde jedes Menschen, beginnt schlecht und wird schlecht enden“, warnte er.

    Der Vorsitzende der US-Bischofskonferenz, Erzbischof Timothy Broglio, bedankte sich in einem Antwortschreiben beim Papst. „Mit Ihnen beten wir, dass die US-Regierung ihre Verpflichtungen gegenüber den Bedürftigsten einhält“, schrieb Broglio. „Kühn bitte ich um Ihre weiteren Gebete, damit wir als Nation den Mut finden, ein humaneres Einwanderungssystem aufzubauen, das unsere Gemeinschaften schützt und gleichzeitig die Würde aller wahrt.“

    Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte kürzlich, dass seit Trumps Amtsantritt am 20. Januar über 8.000 Menschen im Zuge von Einwanderungsmaßnahmen festgenommen worden seien. Einige seien bereits abgeschoben worden, andere würden in Bundesgefängnissen oder auf dem US-Marinestützpunkt Guantanamo Bay festgehalten.

    Vance, ein Konvertit zum Katholizismus, verteidigte den migrationspolitischen Kurs der Regierung mit einem mittelalterlichen theologischen Konzept namens „ordo amoris“. Dies besage, dass Menschen zuerst für ihre Familie, dann für ihre Nachbarn, ihre Gemeinschaft und ihre Mitbürger sorgen sollten – erst danach für Menschen in anderen Ländern.

    Franziskus widersprach dieser Interpretation deutlich. „Die christliche Liebe ist keine konzentrische Erweiterung von Interessen, die sich nach und nach auf andere Personen und Gruppen ausdehnt“, schrieb er. „Die wahre Ordnung der Liebe entdecken wir durch die ständige Betrachtung des Gleichnisses vom ‚Barmherzigen Samariter‘, also durch eine Liebe, die eine offene Brüderlichkeit für alle aufbaut – ohne Ausnahme.“

    David Gibson, Direktor des Zentrums für Religion und Kultur an der Fordham University, kommentierte in sozialen Medien, dass das Schreiben des Papstes „jedes einzelne absurde theologische Argument von JD Vance und seinen Verbündeten im konservativen Katholizismus“ ins Visier nehme.

    Vances Verweis auf den „ordo amoris“ fand dennoch Unterstützung bei katholischen Rechten in den USA. Die katholische Liga erklärte, Vance habe mit seiner Hierarchie der christlichen Liebe recht. In der katholischen Zeitschrift Crisis Magazine argumentierte Herausgeber Eric Sammons, dass Vance lediglich die Weisheit von Augustinus und Thomas von Aquin aufgreife, wonach jede Liebe – selbst die Nächstenliebe – unter der Liebe zu Gott angeordnet sein müsse.

    Homan, ebenfalls Katholik, kritisierte Franziskus und forderte ihn auf, sich um die Kirche zu kümmern, anstatt sich in die US-Grenzpolitik einzumischen. „Er will uns dafür angreifen, dass wir unsere Grenze sichern. Aber er hat selbst eine Mauer um den Vatikan, oder nicht?“, sagte Homan in einem Interview. „Er hat eine Mauer, die ihn und seine Leute schützt – aber wir dürfen keine Mauer um die Vereinigten Staaten haben?“

    Der Vatikan, tatsächlich eine ummauerte 44 Hektar große Stadt in Rom, hat kürzlich die Strafen für illegales Eindringen verschärft. Ein im Dezember verabschiedetes Gesetz sieht Gefängnisstrafen von bis zu vier Jahren und Geldbußen von bis zu 25.000 Euro vor, wenn Personen mit „Gewalt, Drohung oder Täuschung“ eindringen.

    Die US-Bischofskonferenz hatte bereits nach Trumps ersten Exekutivverordnungen eine ungewöhnlich scharfe Stellungnahme abgegeben. Sie kritisierte insbesondere Maßnahmen gegen Migranten und Flüchtlinge, Kürzungen der Entwicklungshilfe, die Ausweitung der Todesstrafe und Umweltauflagen. Die Bischöfe warnten, dass diese Entscheidungen „negative Folgen haben und besonders die Schwächsten unter uns schädigen werden“.

    Trotz dieser Kritik stehen viele konservative Katholiken in den USA hinter Trump. Bei der Wahl 2024 erhielt er 54 % der katholischen Stimmen – ein höherer Anteil als 2020, als er gegen den katholischen Amtsinhaber Joe Biden antrat.

    Kardinal Blase Cupich von Chicago, ein enger Vertrauter von Franziskus, lobte das Schreiben des Papstes. In einem Interview mit Vatican Media erklärte er, dass Franziskus „den Schutz und die Verteidigung der Würde von Migranten als die drängendste Priorität unserer Zeit“ betrachte.

    Migration ist jedoch nicht das einzige Spannungsfeld zwischen den USA und dem Vatikan. Am Montag warnte Caritas International, das größte karitative Hilfswerk der Kirche, dass Millionen Menschen durch die „rücksichtslose“ Entscheidung der USA, ihre Entwicklungshilfe einzustellen, sterben könnten. Caritas forderte Regierungen weltweit auf, Trump zur Umkehr zu bewegen.

    Autor: P. Tiko

  • Marine Le Pen fordert Referendum zur Abschaffung des Geburtsrechts in Frankreich

    Marine Le Pen fordert Referendum zur Abschaffung des Geburtsrechts in Frankreich

    Marine Le Pen fordert ein Referendum zur Abschaffung des Geburtsrechts. Seit Jahren ist die Debatte um das „droit du sol“, also das Recht auf die französische Staatsbürgerschaft durch Geburt auf französischem Boden, ein zentraler Streitpunkt in der französischen Politik. Nun bringt die Vorsitzende des Rassemblement National das Thema erneut auf die Tagesordnung. In ihrer gewohnt provokativen Manier fordert sie, die Diskussion zu beenden und stattdessen direkt das Volk abstimmen zu lassen. Die französische Staatsbürgerschaft basiert auf einem doppelten Prinzip: dem „droit du sang“, also der Abstammung, und dem „droit du sol“, das eine in Frankreich geborene Person unter bestimmten Voraussetzungen automatisch zu einem Staatsbürger macht. Dieses Prinzip hat eine lange Tradition und ist Ausdruck des republikanischen Gleichheitsgedankens. Doch in Zeiten zunehmender Migrationsbewegungen und gesellschaftlicher Spannungen gerät es immer wieder in den Fokus nationalistischer Strömungen, die es …

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  • Donald Trump: Illegale Einwanderer sollen in ein Internierungslager in Guantanamo

    Donald Trump: Illegale Einwanderer sollen in ein Internierungslager in Guantanamo

    Präsident Donald Trump hat am Mittwoch das Laken-Riley-Gesetz unterzeichnet und gleichzeitig angekündigt, Migranten, die sich illegal in den USA aufhalten und nicht in ihre Heimatländer abgeschoben werden können, in einem neu zu eröffnenden Internierungslager in Guantanamo Bay, Kuba, unterzubringen. Bis zu 30.000 Personen sollen dort festgehalten werden.

    Das Laken-Riley-Gesetz: Inhalt und Bedeutung

    Das neue Gesetz, benannt nach der im Februar 2024 ermordeten 22-jährigen Krankenpflegeschülerin Laken Riley, verpflichtet die US-Behörden, nicht autorisierte Migranten, die wegen Diebstahls oder Gewaltverbrechen angeklagt sind, in Haft zu nehmen und sie möglicherweise noch vor einer Verurteilung abzuschieben. Die Regelung wurde mit parteiübergreifender Unterstützung im Kongress verabschiedet und markiert eine deutliche Verschärfung der bisherigen Einwanderungspolitik.

    Während der Unterzeichnungszeremonie würdigte Trump die Familie Rileys und bezeichnete das Gesetz als „lebensrettend“. Er betonte, dass die Maßnahme notwendig sei, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und vergleichbare Tragödien in Zukunft zu verhindern.

    Guantanamo als neuer Ort für Migranten

    Eine der überraschendsten Ankündigungen des Tages war Trumps Plan, Guantanamo Bay zur Internierung von Migranten zu nutzen. Die Einrichtung ist international umstritten und wurde bisher vorrangig zur Inhaftierung von Terrorverdächtigen im Rahmen des US-Kriegs gegen den Terrorismus genutzt. Die Umwidmung der US-Militärbasis für die Einwanderungspolitik stellt einen Präzedenzfall dar, der rechtliche und ethische Fragen aufwirft.

    Trump erklärte, dass Migranten, die nicht abgeschoben werden können, dort untergebracht würden, um „die Sicherheit in den Vereinigten Staaten zu gewährleisten“. Weitere Details zu den rechtlichen Rahmenbedingungen oder den humanitären Standards der Internierung wurden nicht genannt.

    Kritik und politische Reaktionen

    Die Ankündigung löste umgehend Kritik von Menschenrechtsorganisationen und politischen Gegnern aus. Gegner der Maßnahme argumentieren, dass die Inhaftierung von Migranten auf einer Militärbasis die rechtlichen Verfahren untergrabe und gegen internationale Menschenrechtsstandards verstoßen könnte. Zudem wird befürchtet, dass eine solche Maßnahme zu einer weiteren Militarisierung der Einwanderungspolitik führen könnte.

    Vertreter der Republikanischen Partei verteidigten das Vorgehen als notwendige Maßnahme gegen illegale Migration und betonten, dass die nationale Sicherheit im Vordergrund stehe. Demokratische Abgeordnete hingegen warnten vor den weitreichenden Konsequenzen und forderten eine rechtliche Prüfung der Anordnung.

    Historische und rechtliche Implikationen

    Die Nutzung von Guantanamo Bay als Internierungslager für Migranten könnte weitreichende rechtliche Folgen haben. Bisher wurde die Basis vor allem zur Inhaftierung von Terrorverdächtigen genutzt, oft ohne klare rechtliche Grundlage und mit stark eingeschränkten Rechten für die Insassen.

    Die Umfunktionierung für die Einwanderungspolitik könnte einen neuen Präzedenzfall schaffen, der die Grenzen zwischen Strafverfolgung und Migrationskontrolle verwischt. Zudem stellt sich die Frage, inwiefern die Maßnahme mit bestehenden internationalen Abkommen vereinbar ist.

    Wirtschaftliche Auswirkungen

    Die Umsetzung des Laken-Riley-Gesetzes sowie der Betrieb eines Internierungslagers in Guantanamo Bay werden erhebliche finanzielle Ressourcen erfordern. Erste Schätzungen gehen von Kosten in Milliardenhöhe aus, insbesondere durch die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen und den logistischen Aufwand. Kritiker argumentieren, dass dieses Geld sinnvoller in Grenzsicherung und Integrationsprogramme investiert werden könnte.

    Eine neue Ära der Einwanderungspolitik

    Mit der Unterzeichnung des Laken-Riley-Gesetzes und der geplanten Nutzung von Guantanamo Bay für die Internierung von Migranten setzt die Trump-Regierung einen harten Kurs in der Einwanderungspolitik fort. Während die Regierung dies als notwendigen Schritt für die nationale Sicherheit betrachtet, werfen Kritiker menschenrechtliche und rechtliche Fragen auf. Die kommenden Monate dürften zeigen, inwiefern die Maßnahmen umgesetzt werden und welche politischen und gesellschaftlichen Folgen sie haben werden.

    Autor: P. Tiko

  • François Bayrou und die Eskalation der Migrationsdebatte

    François Bayrou und die Eskalation der Migrationsdebatte

    Die jüngsten Äußerungen von Premierminister François Bayrou zur Migration haben in Frankreich eine intensive Debatte ausgelöst und könnten erhebliche politische und gesellschaftliche Auswirkungen nach sich ziehen. In einem Interview äußerte Bayrou, dass Frankreich das Gefühl habe, von Migranten „überschwemmt“ zu werden. Er betonte, dass Beiträge von Ausländern positiv seien, solange sie in einem angemessenen Verhältnis stünden, warnte jedoch vor einer Ablehnung, sobald das Gefühl entstehe, das eigene Land nicht mehr wiederzuerkennen. Politische Reaktionen und mögliche Konsequenzen Diese Wortwahl stieß insbesondere bei linken Parteien auf scharfe Kritik. So warfen Oppositionspolitiker dem Premierminister einen fremdenfeindlichen Hintergrund vor, während andere die Äußerungen als äußerst schockierend und realitätsfern bezeichneten. Sie verwiesen darauf, dass Migranten lediglich einen kleinen Anteil der französischen Bevölkerung ausmachen und die Darstellung einer Überforderung daher verz…

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  • Frankreichs Premierminister François Bayrou entfacht Debatte über Migration: „Gefühl der Überflutung“

    Frankreichs Premierminister François Bayrou entfacht Debatte über Migration: „Gefühl der Überflutung“

    Mit seiner Aussage über ein „Gefühl der Überflutung“ durch Migration hat Frankreichs Premierminister François Bayrou eine hitzige Debatte entfacht. Seine Worte, die am Montagabend in einem Interview mit dem Fernsehsender LCI fielen, spalten nicht nur die französische Politiklandschaft, sondern werfen auch die Frage auf, wie Migration in Frankreich künftig gestaltet und debattiert werden soll. Während die Linke scharfe Kritik übt und von einer Anbiederung an die extreme Rechte spricht, begrüßen konservative und rechte Stimmen Bayrous Äußerungen als Fortschritt in der Migrationspolitik.

    „Gefühl der Überflutung“: Ein Signal an die politische Mitte oder an die Rechte? Bayrou betonte in seinem Interview, dass Migration grundsätzlich positiv für ein Land sei, solange sie in einem „proportionalen“ Rahmen bleibe. Jedoch warnte er vor einem „Gefühl der Überflutung“, bei dem Menschen das Gefühl hätten, ihr Land und ihre kulturelle Identität nicht mehr wiederzuerkennen. Besonders seine Wortwahl …

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  • Bruno Retailleau verschärft die Einwanderungspolitik: Ein Blick auf die neuen Regeln

    Bruno Retailleau verschärft die Einwanderungspolitik: Ein Blick auf die neuen Regeln

    Frankreichs Innenminister Bruno Retailleau hat ein deutliches Signal gesetzt: Mit einer neuen Direktive will er die Einwanderung strikter regeln und den Zugang zu Aufenthaltsgenehmigungen erheblich einschränken. Diese Maßnahmen stoßen auf heftige Debatten – sowohl politisch als auch gesellschaftlich.

    Die neue Linie: Weniger Regularisierungen Retailleaus Ziel ist klar: Er will die Einwanderung, insbesondere die illegale, verringern. Im Gespräch mit Europe 1-CNews betonte er: „Keine Regularisierungen en masse mehr.“ Konkret bedeutet das, dass die bisherige Praxis, Migranten ohne Aufenthaltsstatus unter bestimmten Bedingungen eine Ausnahmegenehmigung (AES) zu erteilen, deutlich eingeschränkt wird. Obwohl die Kriterien formal unverändert bleiben, wird der Handlungsspielraum der Präfekten drastisch beschnitten. Bisher konnten diese Einzelfälle großzügiger bewerten – etwa bei familiären, wirtschaftlichen oder studentischen Gründen. Doch die neue Direktive dreht an dieser Flexibilität und st…

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  • Strengere Regeln für die Legalisierung von Arbeitern ohne Papiere: Ein Kurswechsel in der französischen Migrationspolitik?

    Strengere Regeln für die Legalisierung von Arbeitern ohne Papiere: Ein Kurswechsel in der französischen Migrationspolitik?

    In Frankreich ist das Thema Migration ein Dauerbrenner – oft begleitet von hitzigen Debatten und politischen Spannungen. Bruno Retailleau, der aktuelle Innenminister, hat mit einer neuen, strengeren Linie für Schlagzeilen gesorgt. Die Botschaft ist klar: Die Legalisierung von Arbeitern ohne Papiere soll künftig nur noch in Ausnahmefällen möglich sein. Dies hat der Minister in einer neuen dreiseitigen Anweisung an die Präfekten festgehalten. Aber was steckt dahinter, und welche Konsequenzen könnten sich daraus ergeben? Eine klare Abkehr vom Valls-Circulaire Der sogenannte Circulaire Valls aus dem Jahr 2012 galt lange als Leitfaden für eine „ausgewogene und realitätsnahe“ Handhabung bei der Legalisierung von Migranten ohne gültige Aufenthaltsdokumente. Sie ermöglichte es Präfekten, unter Berücksichtigung menschlicher und sozialer Faktoren, Ausnahmen zu machen – oft zugunsten gut integrierter Personen, die in Frankreich arbeiten. Bruno Retailleau jedoch verfolgt einen deutlich restriktive…

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  • Italien und die neue Migrationsstrategie: Außenlager in Albanien

    Italien und die neue Migrationsstrategie: Außenlager in Albanien

    Italien steht seit Jahren an der Frontlinie der Migrationskrise in Europa, und unter der Führung von Giorgia Meloni wird nun eine neue, umstrittene Strategie verfolgt: die Auslagerung von Asylanträgen nach Albanien. Im Rahmen eines bahnbrechenden Abkommens sollen Migranten, die von den italienischen Küstenwachen im Mittelmeer abgefangen werden, nicht in Italien, sondern in Albanien aufgenommen und dort deren Asylanträge bearbeitet werden.

    Die Rolle Albaniens

    Ein kleines Hafenstädtchen im Norden Albaniens, Shengjin, soll bis zu 500 Migranten beherbergen – jedoch nur kurzfristig. Das Ziel dieser Strategie ist es, die Migranten nach der Rettung auf italienischen Schiffen zu sortieren: Frauen, Kinder und besonders gefährdete Personen dürfen nach Italien einreisen, während erwachsene Männer nach Albanien gebracht werden.

    In Albanien angekommen, sollen diese Migranten maximal 28 Tage in einem speziellen Zentrum bleiben, während ihre Asylanträge nach den EU-Vorgaben von italienischen Beamten bearbeitet werden. Die Bewohner in der Umgebung scheinen den Bau dieser Zentren positiv aufzunehmen, jedoch stellt diese Praxis ein Novum in der europäischen Migrationspolitik dar.

    Kritische Stimmen: Menschenrechte in Gefahr?

    Die Idee, Asylverfahren auszulagern, ist nicht neu, aber die Umsetzung in einem Nicht-EU-Land wirft viele rechtliche und ethische Fragen auf. Menschenrechtsorganisationen und die europäische Justiz haben Bedenken bezüglich des Schutzes der Menschenrechte der Migranten geäußert. Besonders problematisch ist, dass diese Praxis potenziell gegen internationale Abkommen verstoßen könnte, die den Zugang zu einem fairen Asylverfahren gewährleisten sollen.

    Giorgia Melonis Ziel

    Melonis Motivation hinter dieser Strategie ist klar: Sie möchte die Migrationsfrage aus Italien heraus verlagern und so den Druck auf das nationale Asylsystem verringern. Diese Politik spiegelt die zunehmende Härte wider, die viele europäische Länder in Bezug auf Migration zeigen. Doch die langfristigen Auswirkungen dieser Taktik, sowohl für die betroffenen Migranten als auch für die politischen Beziehungen innerhalb der EU, bleiben abzuwarten.

    Während Albanien als Partner auftritt, bleibt die Frage offen, ob dies ein Modell ist, dem andere europäische Länder folgen werden – und welche Kosten dies für die Menschenrechte mit sich bringt.