Schlagwort: EDF

  • Atomkraft: Eine Verstaatlichung der EDF „ist nicht ausgeschlossen“, laut Energie-Ministerin

    Atomkraft: Eine Verstaatlichung der EDF „ist nicht ausgeschlossen“, laut Energie-Ministerin

    Agnès Pannier-Runacher, die in der Regierung für den Energiewandel zuständig ist, schliesst eine Verstaatlichung des Stromversorgers EDF nicht aus, versichert aber, dass da noch nichts entschieden ist. Eine Verstaatlichung des Stromversorgers EDF, der derzeit mit zahlreichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, „ist nicht ausgeschlossen“, sagte die Ministerin für den Energiewandel, Agnès Pannier-Runacher, am Donnerstag, dem 2. Juni, auf Franceinfo. Aber, „es ist noch nicht entschieden“, fügte sie später hinzu. Bereits während des Präsidentschaftswahlkampfs hatte Emmanuel Macron eine Wiederverstaatlichung der EDF im Rahmen „einer umfassenderen Reform“ ins Gespräch gebracht. Am 7. April hielt der Staat fast 84% des Unternehmens.

    „Es wird massive Investitionen in die EDF geben, wir sind ein verantwortungsbewusster Aktionär, wir werden an seiner Seite stehen und tatsächlich müssen wir das Aktionärsschema wählen, das am solidesten ist, damit es seine Ziele langfristig und mit einer Sicht auf…

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  • Hitze: Französische Atomkraftwerke bekommen Probleme

    Hitze: Französische Atomkraftwerke bekommen Probleme

    Aufgrund der Hitze und des Wassermangels musste die EDF die Stromproduktion drosseln, da die Atomkraftwerke Wasser aus Flüssen zur Kühlung verwenden. Bei Temperaturen über 30 °C funktioniert diese Kühlung nicht mehr.

    Wird die globale Erwärmung die Arbeit der Atomkraftwerke beeinflussen? Aufgrund der steigenden Temperaturen musste ein französischer Atomreaktor am Montag, 9. Mai, heruntergefahren werden. Es handelte sich dabei um das Kraftwerk Blayais, das an der Mündung der Gironde liegt. Diese Entscheidung der EDF war prophylaktisch. Um seine Produktionseinheiten zu kühlen, pumpt das Kraftwerk Wasser aus dem Fluss Garonne und leitet es wieder ab. In den letzten Tagen war die Temperatur des Flusses jedoch gestiegen. Da die EDF kein Wasser mit einer Temperatur von über 30 °C einleiten kann, musste einer der Reaktoren heruntergefahren werden.

    Auswirkungen auf die biologische Vielfalt
    Solche Entscheidungen kennt amn aus dem Sommer, aber bisher musste niemals mitten im Mai ein Reaktor abgeschaltet werden. „Das hat Auswirkungen auf die Biodiversität. Sowohl natürlich auf die Fische, die in der Mündung leben, als auch auf das Algenwachstum“, meint Patrick Mautin von der Umweltorganisation Sepanso gegenüber France 2. Aufgrund der fortschreitenden globalen Erwärmung könnten bald etwa zehn französische Reaktoren von solchen Abschaltungen betroffen sein.

  • Energie: Neue Befürchtungen wegen Schäden in EDF-Kraftwerken

    Energie: Neue Befürchtungen wegen Schäden in EDF-Kraftwerken

    In mehreren EDF-Atomkraftwerken wurden Risse in den Rohrleitungen festgestellt.

    In der 23h-Sendung von Franceinfo am Donnerstag, dem 21. April, berichtet die Journalistin Aurélie Schiller, dass seit mehreren Monaten „Risse in den Rohrleitungen mehrerer Reaktoren“ des französischen Stromerzeugers EDF festgestellt worden seien. „Bei Kontrollen wurden bereits Risse an fünf Reaktoren festgestellt, mindestens vier weitere Reaktoren könnten betroffen sein. Das AKW Chooz (Ardennen) zum Beispiel ist mindestens bis Dezember abgeschaltet. Ein zusätzliches Gutachten soll die genaue Art der Defekte und ihre Schwere bestimmen“, berichtet die Journalistin.

    Lesen Sie auch: EDF muss drei weitere Atomreaktoren wegen Korrosionsverdachts abschalten

    „EDF will beruhigen“
    Die Journalistin befürchtet, dass „alle Anlagen des französischen Atomparks betroffen sein könnten und von den drei Reaktorfamilien sind es die 900-Megawatt-Reaktoren, die die EDF besonders beunruhigen“. Dies sind 32 der insgesamt 56 französischen Reaktoren. Die Journalistin Aurélie Schiller erinnert an den 4. April, als während des plötzlichen Temperatursturzes 25 Reaktoren wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet waren. Die EDF musste sich aus anderen Ländern mit Strom versorgen und forderte die Franzosen auf, ihren Verbrauch zu senken. „Heute gibt sich die EDF beruhigend. Das Problem sei unter Kontrolle und habe keine Auswirkungen auf die Energie-Sicherheit des Landes“, so die Journalistin.

    Lesen Sie auch: Regierung will mit über 2 Milliarden den Stromversorger EDF aus der Krise holen

  • EDF will in Europa führend bei kohlenstoffarmer Herstellung von Wasserstoff werden

    EDF will in Europa führend bei kohlenstoffarmer Herstellung von Wasserstoff werden

    Der französische Stromversorger plant, große Mittel in die Wasserstoffproduktion zu stecken und setzt sich als Ziel das Jahr 2030.

    In Zeiten der Energiewende ist das Fehlen von Wasserstoff im Portfolio eines Energieversorgers nicht mehr vorstellbar. Umso mehr, als EDF bereits über die notwendigen Anlagen verfügt, um mit seiner kohlenstoffarmen Stromerzeugung (Kernkraft und erneuerbare Energien) Wasserstoff durch die Elektrolyse von Wasser zu erzeugen. Hierfür hat der französische Stromversorger sogar eine spezielle Tochtergesellschaft namens Hynamics, die bereits vor drei Jahren gegründet wurde.

    Drei GW (Gigawatt) Strom sollen jedes Jahr 450.000 Tonnen Wasserstoff erzeugen und damit drei Millionen Tonnen Kohlenstoff einsparen. Zur Veranschaulichung: Drei Millionen Tonnen Kohlenstoff werden heute von der Hälfte des französischen internationalen Seeverkehrs freigesetzt. Wasserstoff, der durch Wasserelektrolyse hergestellt wird, soll eine große Rolle bei der Dekarbonisierung der sogenannten „schweren Mobilität“ spielen: Züge in nicht elektrifizierten Gebieten, LKWs, Busse, Müllwagen usw.

    Die Investition soll sich auf zwei bis drei Milliarden Euro belaufen, aber die Aufwendungen und Risiken werden mit Partnern geteilt, bei denen das staatliche Unternehmen kürzlich Kapital eingesammelt hat. Beispiel ist das französische Start-up-Unternehmen McPhy, das Elektrolysegeräte herstellt. Partnerschaften wurden auch mit Alstom geschlossen, das die Technologie der Wasserstoffzüge beherrscht, oder mit Boréalis für die Herstellung von Ammoniak, das wiederum für die Herstellung von Wasserstoff benötigt wird.

    Zwei bis drei Milliarden Euro an neuen Investitionen, ist das für einen staatlichen Konzern, dessen finanzielle Schwierigkeiten bekannt sind, angemessen? Die EDF muss sich zur Zeit mit verschiedenen Problemen auseinandersetzen: die Atomproduktion und die Wartung des Kraftwerks- und Reaktorparks; die Maßnahmen der Regierung zur Begrenzung des Anstiegs der Stromrechnungen belasten die Konten des Stromerzeugers stark; und dann die Schulden: Die EDF ist heute mit 43 Milliarden Euro verschuldet. Zwar gab es vor kurzem eine Kapitalerhöhung, an der sich der Staat beteiligt hat, ganz zu schweigen von staatlichen Subventionen, von denen aber auch die Konkurrenz profitieren kann. Engie, Air Liquide und TotalEnergies stehen ebenfalls in den Startlöchern.

  • Regierung will mit über 2 Milliarden den Stromversorger EDF aus der Krise holen

    Regierung will mit über 2 Milliarden den Stromversorger EDF aus der Krise holen

    Wirtschaftsminister Bruno Le Maire kündigte am Freitag an, dass sich der Staat mit 2,1 Milliarden Euro an der Rekapitalisierung der EDF beteiligen wird. Der Staat wird sich mit 2,1 Milliarden Euro an der Rekapitalisierung des Stromversorgers EDF beteiligen, kündigte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Freitag auf dem Sender RTL an. Diese Summe entspreche dem 83,9%igen Anteil des Staates an dem Stromversorger, der sein Kapital um 2,5 Milliarden erhöhen werde, erklärte der Minister. „Die EDF hat Schwierigkeiten, die mit der Nichtverfügbarkeit von Kernreaktoren zusammenhängen. Sie braucht die Unterstützung des Staates und wie immer steht der Staat an der Seite der EDF und den Beschäftigten“, betonte Bruno Le Maire. Der Minister bekräftigte, dass die langfristigen Aussichten weiterhin günstig für den Energiekonzern sei, der im Zentrum des von Emmanuel Macron angekündigten neuen Plans für die Kernenergie stehen werde – insbesondere durch den Bau von sechs neuen Reaktoren. Der Präsident ha…

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  • Wie Emmanuel Macron die Atomkraft stärken will

    Wie Emmanuel Macron die Atomkraft stärken will

    Für die Atomindustrie beginnt eine entscheidende Woche mit der Übernahme der Turbinensparte von General Electric und einer Rede von Emmanuel Macron, die am Donnerstag, den 10. Februar, in Belfort erwartet wird. Am Montag, dem 7. Februar, soll EDF das Turbinengeschäft für Atomkraftwerke von General Electric übernehmen. Die Fabrik für diese riesigen Teile, die zu den leistungsstärksten der Welt gehören, soll nach sieben Jahren im Besitz des US-Konzerns wieder unter französischer Flagge laufen. Im Jahr 2015 hatte Alstom sie an General Electric verkauft. Mit dieser Übernahme unterzeichnet die EDF (Électricité de France SA ) eine strategische Investition im Wert von 270 Millionen Dollar (240 Millionen Euro). Die Investition ist vor allem vom französischen Staat gewollt, der weiterhin Hauptaktionär der EDF ist. Es ist auch ein starkes Symbol für Emmanuel Macron, um den Verkauf an die Amerikaner rückgängig zu machen, den er selbst unterzeichnet hatte, als er noch Wirtschaftsminister war. Dies…

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  • Kernkraftwerk Tricastin: Manager prangert „Politik des Verschweigens“ an und erstattet Anzeige

    Kernkraftwerk Tricastin: Manager prangert „Politik des Verschweigens“ an und erstattet Anzeige

    Der Manager des Kernkraftwerks in der Drôme hat den Status des Whistleblowers beantragt, so seine Anwälte am Freitag gegenüber Franceinfo.

    Ein Manager des Kernkraftwerks Tricastin in der Region Drôme hat eine Klage gegen die EDF eingereicht, der er eine „Politik des Verschweigens“ von Zwischenfällen vorwirft. Das meldet Franceinfo am Freitag, 12. November, unter berufung auf die Anwälte des Mannes.

    Die Führungskraft behauptet, ein Whistleblower zu sein. Er reichte seine Anzeige am 5. Oktober bei der Pariser Staatsanwaltschaft ein. Er zeigte die Absicht des Betreibers, Vorfälle zu verheimlichen, um die Genehmigung für einen Betrieb über 40 Jahre hinaus zu erhalten, an.

    Dieser Mann in den Vierzigern ist jetzt krankgeschrieben, weil seine „Kritik zu einer Verschlechterung seiner Beziehungen zur Betriebsleitung“ geführt hat.

    „Weil er eine Politik der Vertuschung anprangerte und sich weigerte, Operationen zu unterstützen, die darauf abzielen, bestimmte Vorfälle zu verschleiern, wird er einer äußerst brutalen und ungerechtfertigten Ausgrenzung ausgesetzt“, so seine Anwälte William Bourdon und Vincent Brengarth gegenüber der Agentur AFP. Ihren Angaben zufolge war ihr Klient „Repressalien“ ausgesetzt, „in einem Klima eines sehr autoritären Managements, insbesondere in Verbindung mit Produktionszielen“.

    Geklagt wurde wegen Verstößen gegen die Vorschriften für kerntechnische Anlagen, das Umweltgesetz und das Arbeitsrecht, wegen Gefährdung des Lebens Dritter.

    Kein „Mangel an Transparenz“, sagt die EDF
    Auf Anfrage von Franceinfo wollte sich die EDF nicht „zur Beurteilung eines Mitarbeiters“ äußern. Darüber hinaus betonte das Unternehmen, dass „die Behörde für nukleare Sicherheit (ASN) zu keinem Zeitpunkt der Ansicht war, dass es EDF bei seinen Erklärungen zu Tricastin an Transparenz gefehlt hat“.

    Das Kernkraftwerk Tricastin, das 1980 und 1981 in Betrieb genommen wurde, ist eines der ältesten in Frankreich. Im Februar machte die ASN den Weg frei für den Weiterbetrieb der ältesten 40 bis 50 Jahre alten Reaktoren, darunter auch Tricastin, und verpflichtete den Betreiber EDF, Arbeiten zur Verbesserung ihrer Sicherheit durchzuführen.

  • Elektrizität: Die Preise könnten um weitere 10% steigen.

    Elektrizität: Die Preise könnten um weitere 10% steigen.

    Weil die Gas- und Ölpreise in den letzten Monaten erheblich gestiegen sind, ist UFC-Que Choisir besorgt über die Entwicklung der Strompreise Anfang 2022.

    Nach den Berechnungen von UFC-Que choisir könnten die Stromtarife um 10% steigen! Das könnte eine durchschnittliche Erhöhung der Stromtarife einschließlich Steuern zu Beginn des nächsten Jahres bringen.

    Der Verbraucherverband berechnete den Strompreis „auf der Grundlage der offiziellen Methodik zur Berechnung des regulierten Stromverkaufstarifs (TRVE)“. Die Tarifänderung soll im Januar 2022 angekündigt werden. UFC-Que choisir fügt hinzu, dass „zwei Hauptelemente das Ausmaß dieser Entwicklung bestimmen werden: der Grad der Abhängigkeit der TRVE von den Preisen auf den Großhandelsmärkten und das Niveau dieser Preise auf den Großhandelsmärkten bis zum Jahresende“.

    Ein Anstieg um 60% seit 2007
    Die letzte Erhöhung der Strompreise zum 1. August 2021 war mit rund 0,5% relativ moderat. Doch insgesamt sind die Strompreise seit der Öffnung für den Wettbewerb im Jahr 2007 explodiert: um mehr als 60%.