Schlagwort: CGT

  • Streik im Louvre: Kultur am Limit

    Streik im Louvre: Kultur am Limit

    Der Louvre, das meistbesuchte Museum der Welt, bleibt erneut geschlossen – nicht wegen eines Alarms, sondern wegen eines Warnsignals aus den eigenen Reihen. Am Montag, dem 12. Januar 2026, versammelten sich mehrere hundert Mitarbeitende in einer Generalversammlung und stimmten für die Wiederaufnahme…

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  • Grummeln im Land – aber kein Stillstand

    Grummeln im Land – aber kein Stillstand

    Warum die nationale Streikwelle in Frankreich diesmal kaum den Verkehr bremst – und dennoch viel Sprengkraft birgt Ein Streik, der kaum auffällt – und doch viel sagt über den Zustand eines Landes. Frankreich erlebt am 2. Dezember einen weiteren landesweiten Protesttag, aufgerufen von den Gewerkschaften CGT, FSU und Solidaires. Doch wer sich auf das gewohnte Ritual der blockierten Bahnhöfe und lahmgelegten Metros eingestellt hatte, staunt: Die Züge fahren. Die Busse rollen. Selbst in Paris bleibt der Berufsverkehr weitgehend ungestört. Das Anliegen der Streikenden ist indes nicht kleiner geworden – im Gegenteil. Es geht um nichts weniger als die Verteidigung des sozialen Modells Frankreichs gegen das, was viele als „kalte Rosskur“ des Haushalts 2026 empfinden. Pensionskürzungen, Stellenabbau im öffentlichen Dienst, fehlende Lohnerhöhungen: Die Regierung schnürt ein Sparpaket, das in Gewerkschaftskreisen als Frontalangriff empfunden wird. Doch der Protest bleibt – zumindest auf der Straß…

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  • Kultur für alle – aber nicht zum gleichen Preis

    Kultur für alle – aber nicht zum gleichen Preis

    Warum der Louvre künftig Besucher aus Nicht-EU-Staaten mehr zahlen lässt Es ist eine Entscheidung, die in Frankreich für Diskussionen sorgt – und darüber hinaus. Der Louvre, das meistbesuchte Museum der Welt, hebt ab dem 14. Januar 2026 den Eintrittspreis für Besucherinnen und Besucher aus Nicht-EU-…

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  • Kommentar: Wider besseres Wissen – sie fordern die Abschaffung der Rentenreform. Wer soll das bezahlen?

    Kommentar: Wider besseres Wissen – sie fordern die Abschaffung der Rentenreform. Wer soll das bezahlen?

    Man reibt sich die Augen. Da tobt eine Haushaltskrise. Da ächzt das Rentensystem unter dem Gewicht des demografischen Wandels. Und was macht die CGT? Sie fordert nicht weniger als die komplette Abschaffung der Rentenreform. Kein Innehalten, kein Dialog – nein: Rückabwicklung. Zurück auf Los. Ideologie vor Realität.

    Was bitte soll das?

    Es ist, als würde ein Kapitän auf stürmischer See nicht nur den Kurs wechseln, sondern das Steuer gleich ins Meer werfen. Die Reform von 2023 mag vielen missfallen – aber sie war notwendig. Sie war ehrlich. Und ja, sie war mutig. Denn wer heute den Menschen verspricht, mit 62 in Rente gehen zu können, ohne das System zu ruinieren, der belügt entweder sich selbst oder die Bevölkerung.

    Die Fakten liegen auf dem Tisch: Wir leben länger, die Beitragszahler werden weniger – und das Geld reicht nicht. Diese Gleichung löst sich nicht mit Streikplakaten auf.

    Natürlich klingt es populär, wenn Gewerkschaften „soziale Gerechtigkeit“ skandieren. Aber was ist gerecht daran, wenn die jungen Generationen die Zeche zahlen für ein System, das längst überholt ist? Was ist gerecht daran, wenn Beitragszahler:innen später bis weit über 67 hinaus schuften müssen, während andere heute den Rückweg ins „heile Früher“ fordern?

    Das ist nicht sozial – das ist asozial.

    Die Wahrheit ist unbequem: Eine Abrogation der Reform würde Milliarden kosten. Geld, das wir nicht haben. Geld, das wir uns leihen müssten – von den Märkten, von unseren Kindern, von der Zukunft. Wollen wir das wirklich?

    Und wer sind eigentlich „wir“?

    Die CGT spricht gern im Namen „der arbeitenden Bevölkerung“. Doch bei aller Lautstärke – sie spricht nicht für alle. Sie spricht für ein Weltbild, das sich der Realität verweigert. Für einen politischen Reflex, der reflexhaft Nein sagt – egal worum es geht.

    Wo bleibt der Gegenvorschlag?

    Wie soll ein stabiles, solidarisches Rentensystem aussehen, wenn es keine Reform geben darf? Wovon sollen die Renten bezahlt werden, wenn das Eintrittsalter niedrig und die Lebensdauer hoch bleibt? Woher soll die Gerechtigkeit kommen, wenn alle nur fordern, aber keiner aufzeigt, wo gekürzt werden kann?

    Die Wahrheit ist: Es gibt keine einfache Lösung. Aber es gibt Ehrlichkeit. Und die fehlt derzeit aufseiten derer, die am lautesten „Abschaffen!“ rufen.

    Ein Land regiert man nicht mit Parolen. Schon gar nicht in der Krise.

    Es braucht Mut, Verantwortung und einen Blick über die Wahlperioden hinaus. Die Reform war ein Schritt in diese Richtung. Vielleicht nicht perfekt, aber notwendig. Sie jetzt zu kippen wäre nicht nur ein Rückschritt – es wäre ein Verrat an der Generation von morgen.

    Ein Kommentar von Andreas M. Brucker

  • CGT fordert: Schluss mit halben Sachen – die Rentenreform muss weg

    CGT fordert: Schluss mit halben Sachen – die Rentenreform muss weg

    Während Frankreich politisch taumelt, verschärft sich an einer altbekannten Front die Tonlage. Die Gewerkschaft CGT fordert nicht länger nur ein Innehalten, sondern die vollständige Abkehr von der Rentenreform der ehemaligen Premierministerin Élisabeth Borne. Was einst als Kompromiss verkauft wurde, soll jetzt komplett vom Tisch. Von der Pause zur Palastrevolution Bis vor Kurzem war von einer „Aussetzung“ der Reform die Rede. Ein symbolischer Schritt, gewiss. Aber für die CGT reicht das nicht. Die Worte der Generalsekretärin Sophie Binet lassen keinen Spielraum: „Diese Reform ist ungerecht – sie muss komplett weg.“ Was sich wie ein rhetorisches Aufbäumen anhört, markiert in Wirklichkeit eine strategische Zäsur. Statt Verhandlungen über Ausnahmen oder Fristen fordert die CGT den Reset-Knopf. Kein Feinschliff mehr – sondern Rückbau. Die Botschaft ist klar: Wer sich mit einer Pause zufrieden gibt, akzeptiert das Fundament der Reform. Und genau dieses Fundament will die CGT nicht mehr trag…

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  • Frankreichs Generalstreik: Zwischen Symbolkraft und sinkender Mobilisierung

    Frankreichs Generalstreik: Zwischen Symbolkraft und sinkender Mobilisierung

    Am 2. Oktober hallen erneut die Sprechchöre durch französische Städte. Lehrerinnen, Lehrer und zahlreiche andere Beschäftigte des Bildungswesens legten ihre Arbeit nieder, während landesweit Demonstrationszüge die Straßen füllten. Doch die Zahlen erzählen eine Geschichte von Ambivalenz – einerseits breite Wut über die Regierungspolitik, andererseits ein sichtbarer Rückgang der Mobilisierung. Laut dem französischen Bildungsministerium beteiligten sich 6,42 % der Lehrkräfte an den Arbeitsniederlegungen. In den Grundschulen lag die Quote bei 6,95 %, in den weiterführenden Schulen bei 6,13 %. Das klingt nach wenig, zumal das mächtige Lehrergewerkschaftsbündnis Snes-FSU deutlich höhere Werte meldete: 27 % Streikbeteiligung in den collèges und lycées, wenn man neben Lehrkräften auch Psychologen, Schulassistenten und Begleitkräfte mitrechnet. Zwischen offizieller Statistik und gewerkschaftlichen Zahlen klafft also eine große Lücke – nicht untypisch bei französischen Streiktagen.

    Die politisc…

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  • Kommentar: Wacht auf, ihr Gewerkschaftler – Dauerstreit ist kein Fortschritt, sondern Stillstand!

    Kommentar: Wacht auf, ihr Gewerkschaftler – Dauerstreit ist kein Fortschritt, sondern Stillstand!

    Frankreich liebt den Aufstand. Kaum ein Land in Europa marschiert so regelmäßig auf die Straßen, blockiert so zuverlässig die Bahnhöfe, legt so selbstverständlich das öffentliche Leben lahm. Mal gegen Reformen, mal gegen Kürzungen, mal gegen alles. Die aktuelle Mobilisierung für den 2. Oktober ist da nur die neueste Episode einer endlosen Serie. Doch irgendwann muss man die Frage stellen: Wozu eigentlich?

    Wer glaubt, dass man mit Dauerstreit ein Land nach vorne bringt, der verwechselt Lärm mit Leistung. Frankreich hat die Reputation, sich selbst zu sabotieren. Statt Lösungen zu suchen, werden Pflastersteine geworfen. Statt Brücken zu bauen, graben Gewerkschaften immer tiefere Gräben. Das klingt nach Tradition – und ist in Wahrheit pure Selbstblockade.

    Natürlich haben Gewerkschaften eine wichtige Rolle. Sie sind Stimme der Arbeitenden, Korrektiv zur Macht. Aber was nützt diese Stimme, wenn sie nur noch brüllt? Wenn jeder Reformversuch sofort mit dem Schlagwort „sozialer Angriff“ quittiert wird? Frankreich wird so zum Land der Nein-Sager. Nein zur Rentenreform. Nein zur Haushaltsdisziplin. Nein zur Modernisierung des Arbeitsmarkts. Aber wo bleibt das Ja?

    Die Wahrheit ist unbequem: Ohne Kompromisse gibt es keinen Fortschritt. Wer nur fordert, ohne zu verhandeln, verliert am Ende alles – Glaubwürdigkeit, politische Partner, die Sympathie der Bürgerinnen und Bürger. Und genau das passiert gerade. Viele Menschen schauen längst genervt auf die ständigen Aufrufe zu „historischen Streiks“, die sich am Ende wie eine Endlosschleife anhören.

    Sébastien Lecornu mag schwach wirken, das stimmt. Aber die Gewerkschaften machen es sich zu einfach, wenn sie ihn allein für alles verantwortlich machen. Sie tragen selbst Verantwortung – für das Klima im Land, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, für die Frage, ob Kinder und Enkel in einem handlungsfähigen Frankreich leben oder in einem, das sich im Streit verschlissen hat.

    Die ewige Konfrontation mag heroisch klingen, sie hat etwas von Revolution und Barrikade. Doch im Jahr 2025 bedeutet sie vor allem eins: Stillstand. Und Stillstand ist das Gegenteil von Fortschritt.

    Darum, liebe Gewerkschaftler: Wacht endlich auf! Sucht die Debatte, nicht die Dauerdemonstration. Hört auf, jeden Kompromiss als Niederlage zu brandmarken. Frankreich braucht keine nächste große Blockade – es braucht endlich Luft zum Atmen.

    Ein Kommentar von Andreas M. Brucker

  • Der 2. Oktober als erneute Nagelprobe: Frankreichs Gewerkschaften setzen Lecornu unter Druck

    Der 2. Oktober als erneute Nagelprobe: Frankreichs Gewerkschaften setzen Lecornu unter Druck

    Es war ein Treffen, das als letzte Chance inszeniert wurde – und als Enttäuschung endete.Am Mittwoch kamen die Spitzen der französischen Gewerkschaften im Pariser Matignon-Palast mit Premierminister Sébastien Lecornu zusammen. Heraus gingen sie ernüchtert, manche sagen sogar frustriert: Keine klaren Antworten, keine greifbaren Zusagen, kein politischer Durchbruch. Stattdessen kündigte die Intersyndicale eine neue Mobilisierung an. Der 2. Oktober wird damit zur nächsten Etappe eines Konflikts, der sich immer stärker zuspitzt. Erwartungen, die ins Leere liefen Schon im Vorfeld war das Treffen mit hohen Erwartungen beladen. Nach der massiven Streikwelle am 18. September, als Hunderttausende Menschen durch die Straßen zogen, sollte die Regierung nun liefern.Marylise Léon von der CFDT beklagte, dass nicht einmal die geforderten Haushaltsunterlagen auf dem Tisch lagen. Sophie Binet von der CGT ging noch schärfer ins Gericht: Weder bei Steuerfragen, noch bei der Arbeitslosenversicherung, noch…

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  • Frankreich im Ausnahmezustand: Über eine Million Menschen demonstrieren gegen Sparpolitik

    Frankreich im Ausnahmezustand: Über eine Million Menschen demonstrieren gegen Sparpolitik

    Frankreich bebt. Wieder einmal. Am 18. September füllten sich Straßen und Plätze im ganzen Land mit Menschenmassen, die ihrem Unmut über die geplanten Haushaltskürzungen Luft machten. Die Gewerkschaft CGT spricht von mehr als einer Million Teilnehmenden, während das Innenministerium bis zum Nachmittag 282.000 Demonstrierende außerhalb von Paris gezählt hat. Zwei Versionen derselben Realität – und ein Zeichen dafür, wie hitzig die Stimmung im Land ist.

    Paris als Brennglas In der Hauptstadt setzte sich der große Protestzug am frühen Nachmittag von der Bastille in Bewegung. Fahnen, Plakate, Sprechchöre – ein buntes, lautes, aber auch angespanntes Bild. Die Demonstration verlief größtenteils friedlich, doch schon kurze Zeit später machten Meldungen über Zusammenstöße in anderen Städten Schlagzeilen.

    Gewalt, Tränengas, Bilder mit Sprengkraft In Lyon geriet die Lage früh au…

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  • Frankreichs heißer Herbst: Zwischen sozialer Mobilisierung und harter Sicherheitsdoktrin

    Frankreichs heißer Herbst: Zwischen sozialer Mobilisierung und harter Sicherheitsdoktrin

    Die Straßen Frankreichs sind am 18. September erneut zum Schauplatz massiver sozialer Mobilisierung geworden. Mehrere Hunderttausend Menschen folgten dem Aufruf der Gewerkschaften, gegen die geplanten Sparmaßnahmen der Regierung zu demonstrieren. Der Protest, getragen von Beschäftigten aus Schulen, Transportwesen, öffentlichem Dienst und Industrie, markiert einen neuen Höhepunkt in einer seit Monaten anschwellenden Welle der sozialen Unzufriedenheit. Während die Gewerkschaften einen friedlichen, festlichen Charakter der Kundgebungen betonen, prägt die massive Präsenz von Polizei und Gendarmerie die Wahrnehmung des Tages.

    Eskalation durch das Sicherheitsdispositiv Bereits in den frühen Morgenstunden kam es in mehreren Städten zu Zusammenstößen, nachdem Sicherheitskräfte Tränengas gegen Gruppen von Demonstrierenden eingesetzt hatten. Nach Darstellung der Gewerkschaft CGT handelte es sich um friedliche Teilnehmer, die durch eine „Strategie der Provokation“ in Konfrontationen gedrängt wor…

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