Schlagwort: Bretagne

  • Gefährdete Schönheit gerettet: François Pinault spendet 800.000 Euro für Barockjuwel der Bretagne

    Gefährdete Schönheit gerettet: François Pinault spendet 800.000 Euro für Barockjuwel der Bretagne

    Was lange währt, wird endlich restauriert – und das dank eines Mannes, dessen Name weltweit mit Kunst und Mäzenatentum verbunden ist: François Pinault. Der französische Milliardär greift tief in die Tasche, um ein in Vergessenheit geratenes Meisterwerk zu retten – das barocke Retabel der Kirche Saint-Derrien in Commana, mitten im Herzen der mystischen Monts d’Arrée. Das klingt nach einem typischen Fall von „reiche Leute tun gute Dinge“? Vielleicht. Doch wer die Geschichte dieses Retabels kennt, ahnt: Hier geht es um mehr als um Geld.

    Ein kunsthistorischer Schatz vor dem Verfall Im Jahr 1682 vollendet, steht das Retabel von Sainte-Anne wie ein stiller Zeuge über 340-jähriger Geschichte im Zentrum des sogenannten „enclos paroissial“ von Commana – einem dieser faszinierenden kirchlichen Ensembles, die in der Bretagne einzigartig sind. Holzschnitzereien, so fein, dass sie fast lebendig erscheinen – doch die Zeit hat Spuren hinte…

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  • Tragödie vor der Küste: Freizeitskipper bei Courseulles-sur-Mer spurlos verschwunden

    Tragödie vor der Küste: Freizeitskipper bei Courseulles-sur-Mer spurlos verschwunden

    Was als gewöhnlicher Angelausflug begann, endete in einer dramatischen Suchaktion auf offener See. Ein erfahrener Plaisancier verschwand am Freitagabend, dem 6. Juni 2025, vor der Küste von Courseulles-sur-Mer – und bis heute fehlt von ihm jede Spur. Ein Boot kehrt nicht zurück Es war früher Abend, als der Freizeitskipper in See stach, um wie gewohnt seine Hummerkörbe auszubringen. Routiniert, wie man ihn kannte – doch als die Dunkelheit hereinbrach und er nicht zurückkehrte, schlug ein Bekannter Alarm. Die Uhr tickte, der Ernst der Lage wurde schnell klar. Auf der ruhigen See begann ein Wettlauf gegen die Zeit. Großangelegte Suche mit allen Mitteln Sofort nach der Alarmierung durch einen besorgten Bekannten lief eine koordinierte Rettungsaktion an. Der CROSS Jobourg, das regionale Rettungs- und Überwachungszentrum, übernahm die Einsatzleitung. Unterstützt wurde die Aktion durch zahlreiche Kräfte: Die Seenotretter der SNSM von Courseulles-sur-Mer und Ouistreham, ein Überwachungsboot de…

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  • Moderne französische Küche mit Algen: Soupe de Pommes de Terre et Kombu Fumé

    Moderne französische Küche mit Algen: Soupe de Pommes de Terre et Kombu Fumé

    Eine rauchige Liaison von Land & Meer – raffiniert, überraschend und wohltuend.

    🇫🇷 Die neue Welle der Meeresküche In der Nouvelle Cuisine d’aujourd’hui vereinen sich Nachhaltigkeit, pflanzliches Umami und aromatische Tiefe zu einem neuen kulinarischen Selbstverständnis. Meeresalgen – lange Zeit…

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  • Moderne französische Küche mit Algen: Tartare de Saumon aux Algues et Citron Yuzu

    Moderne französische Küche mit Algen: Tartare de Saumon aux Algues et Citron Yuzu

    Ein erfrischend maritimes Rendezvous aus Eleganz und Umami.

    🥢 Wenn Bretagne auf Japan trifft In der modernen französischen Küche geht es nicht mehr nur um Butter und Sahne, sondern um Balance, Nachhaltigkeit und internationale Akzente. Algen, lange unterschätzte Zutat aus dem Meer, feiern derzeit …

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  • Meeresschätze auf dem Teller – Wie Algen die französische Gourmetküche erobern

    Meeresschätze auf dem Teller – Wie Algen die französische Gourmetküche erobern

    An der rauen Küste der Bretagne wächst ein stiller Trend heran, der dabei ist, die französische Spitzengastronomie von Grund auf zu verändern. Dabei handelt es sich weder um Trüffel noch um exotische Zutaten aus fernen Ländern – sondern um das, was jahrhundertelang unterschätzt oder gar verachtet wurde: Algen. Diese Meerespflanzen erleben aktuell ein beeindruckendes Comeback – dank leidenschaftlicher Sammler, die sich selbst als „Gärtner der Meere“ verstehen. Algenpflücker mit Michelin-Connection Jean-Marie und Valérie Pédron sind zwei dieser Algenliebhaber. Seit 2012 betreiben sie im französischen Küstenort Le Croisic ihre Meeresfarm Les Jardins de la Mer. Statt Maschinen setzen sie auf Muskelkraft, statt Massenproduktion auf Qualität. Über 250 Tage im Jahr durchkämmen sie bei Ebbe die Felsen und Wattlandschaften der Atlantikküste – mit Eimern, Messern und einem geschulten Blick für die besten Algen. Was sie finden, ist nicht nur gesund, sondern auch heiß begehrt: Spitzenköche wie Ann…

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  • Wenn das Meer Häuser verschlingt – Wie in Treffiagat ein ganzes Viertel verschwindet

    Wenn das Meer Häuser verschlingt – Wie in Treffiagat ein ganzes Viertel verschwindet

    In der Bretagne, wo das Meer nicht nur Sehnsuchtsort, sondern auch bedrohlicher Gegner ist, zeigt sich der Klimawandel von seiner erbarmungslosesten Seite. Die Gemeinde Treffiagat im Finistère steht derzeit vor einer drastischen Entscheidung: Sie lässt sieben Häuser abreißen – weil das Meer sie sich sonst holt.

    Ein Ort am Rand – wortwörtlich

    Treffiagat liegt idyllisch im südlichen Pays Bigouden. Doch Idylle allein schützt nicht vor Naturgewalten. Die Gemeinde ist mittlerweile als „rote Zone“ klassifiziert – das bedeutet: höchste Gefährdung durch Meeresüberschwemmungen. Und das ist keine abstrakte Gefahrenlage, sondern bitterer Alltag. Die Stürme Ciaran im November 2023 und Herminia im Januar 2024 haben brutal deutlich gemacht, wie wenig Land noch zwischen der Küste und dem Atlantik übrig ist.

    Was einmal ein Wohngebiet war, grenzt heute fast direkt ans Wasser. Die Fundamente bröckeln, die Dünen geben nach – und mit ihnen die Vorstellung, dass man der Natur dauerhaft etwas entreißen kann.

    Wenn die Entscheidung keine ist

    Was tun, wenn Häuser nicht mehr sicher sind, obwohl Menschen noch darin wohnen? Die Kommune entschied sich, die betroffenen Immobilien aufzukaufen und abzureißen. Ein Schritt, der nicht leichtfällt – aber überfällig ist. Stéphane Le Doaré, Präsident der lokalen Gebietskörperschaft, bringt es auf den Punkt: „Das Meer ist stärker als wir.“

    Ein nüchterner Satz, der gleichzeitig alles sagt. Es geht nicht mehr darum, mit Schutzmauern und Sandaufschüttungen zu retten, was längst verloren ist. Es geht darum, Leben zu schützen, nicht Gebäude.

    Kein Einzelfall, sondern Vorbote

    Treffiagat steht sinnbildlich für das, was in vielen französischen Küstenregionen droht – oder bereits Realität ist. Das Zentrum für Umweltstudien CEREMA warnt: Bis zum Jahr 2100 könnten durch Küstenerosion in Frankreich mehr als 500.000 Hektar Land betroffen sein. In diesen Gebieten leben heute rund 450.000 Menschen.

    Vor allem Korsika, das Departement Var und die Pyrenäen-Atlantiques sind stark gefährdet. Dort verschwinden Strände, ganze Dünenlandschaften und Häuserreihen. Manchmal sieht man das Fortschreiten mit bloßem Auge – von Jahr zu Jahr.

    Wohin mit der Hoffnung?

    Natürlich stellt sich die Frage: Kann man sich anpassen? Oder muss man irgendwann kapitulieren? Einfache Antworten gibt es nicht. Klar ist nur: Ohne ein Umdenken in der Raumplanung, ohne mutige Investitionen in nachhaltige Bauweisen und ohne breite Aufklärung wird die Zahl der verlorenen Häuser – und Schicksale – steigen.

    Treffiagat zeigt, wie entscheidend es ist, lokal und früh zu handeln. Was hier geschieht, sollte andernorts Warnung genug sein. Denn das Wasser wartet nicht auf politische Prozesse oder lange Gutachten – es kommt einfach.

    Und jetzt?

    Für die Menschen in Treffiagat ist der Verlust real. Ihre Häuser, ihre Erinnerungen, ihre Lebensgeschichten verschwinden. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Naturgewalten keine Rücksicht auf Besitz nehmen.

    Aber vielleicht auch: ein neuer Anfang. Ein Weg, das Zusammenleben mit der Natur neu zu denken – nicht gegen, sondern mit ihr.

    Denn am Ende fragt man sich: Wenn das Meer einmal das Land zurückgewinnt – was bleibt uns dann?

    Von Daniel Ivers

  • Hundeverbot auf Sommermärkten – Entscheidung in Saint-Quay-Portrieux sorgt für Zündstoff

    Hundeverbot auf Sommermärkten – Entscheidung in Saint-Quay-Portrieux sorgt für Zündstoff

    Wer diesen Sommer mit seinem Vierbeiner durch die Märkte von Saint-Quay-Portrieux schlendern möchte, schaut in die Röhre. Vom 1. Mai bis zum 31. August 2025 heißt es: „Hunde müssen draußen bleiben“. Die bretonische Küstenstadt zieht damit eine deutliche Grenze – und sorgt für hitzige Diskussionen.

    Sicherheit, Sauberkeit und Sommertrubel

    Der Bürgermeister Thierry Simelière stellt klar: Die Maßnahme dient der Sicherheit und Hygiene. In der Hochsaison drängen sich Einheimische und Touristen auf den Märkten der Côtes-d’Armor – da stören laut Rathaus zu viele Fellnasen das friedliche Treiben. Es habe vermehrt Zwischenfälle gegeben: Rangeleien zwischen Hunden, unschöne „Hinterlassenschaften“ auf Wegen und sogar ältere Menschen, die auf frischen Tretminen ausgerutscht seien. Ein unangenehmer Cocktail aus Chaos, Risiko und Ekel.

    Darum der klare Schnitt: Vierbeiner – mit Ausnahme von Assistenzhunden – müssen draußen bleiben. Die Polizei schaut genau hin. Wer sich nicht dran hält, muss mit einem Bußgeld rechnen.

    Zwischen Applaus und Empörung

    Nicht jeder zeigt Verständnis. Einige Marktbesucher sehen in der Regelung eine vernünftige Entscheidung – darunter eine Fischverkäuferin, die erleichtert aufatmet. Für sie bedeutet der Verzicht auf kläffende Besucher schlicht bessere Arbeitsbedingungen. „Kein Stress mehr mit Sabber, Geruch und Bellen direkt am Stand“, sagt sie.

    Doch es rumort. Hundebesitzer wie Bruce aus Saint-Gilles-les-Bois fühlen sich vor den Kopf gestoßen. „Ich führe meinen Hund an der Leine, er ist erzogen und ruhig. Warum soll ich jetzt draußen bleiben?“, fragt er verärgert. Auch langjährige Marktgänger zeigen sich besorgt – einige fürchten, dass gerade Touristen mit Hund Saint-Quay-Portrieux im Sommer meiden.

    Trend oder Ausnahme?

    Ein Einzelfall ist diese Regelung längst nicht mehr. Auch in anderen Badeorten der Bretagne ziehen die Ortsverwaltungen die Leine enger. Dinard und Carnac haben ähnliche Verbote bereits eingeführt. Der Trend geht Richtung Hundeverzicht – zumindest in hochfrequentierten öffentlichen Zonen.

    Doch nicht alle Orte gehen diesen Weg mit erhobenem Zeigefinger. Einige Tourismusbüros – etwa das der Falaises d’Armor – reagieren mit dem Gegenteil: Sie wollen Vierbeiner willkommen heißen. Mit Hundeguide, passenden Wanderwegen und dem Label „Toutourisme“ werben sie offensiv um Gäste mit Pfotenfreunden. Warum nicht gleich einen Hundefreundlichen Marktbereich einrichten? Wäre das nicht ein fairer Kompromiss?

    Bleibt es beim Sommerverbot?

    Noch gilt das Hundeverbot nur bis Ende August. Danach soll Bilanz gezogen werden. Wie stark ist die Akzeptanz? Wie verändert sich der Marktbesuch? Falls sich die Maßnahme bewährt, steht sogar eine dauerhafte Verlängerung im Raum. Kritiker wittern hier bereits eine schleichende Ausgrenzung.

    Fest steht: Die Entscheidung hat einen Nerv getroffen. Zwischen dem Wunsch nach Ordnung und dem Recht auf Teilhabe wird hitzig diskutiert. Die Sommermonate werden zeigen, ob der Markt ohne Hunde wirklich besser funktioniert – oder ob am Ende nur eine Gruppe ausgesperrt wurde, die eigentlich dazugehört.

    Ein kleines Detail am Rande: Auf Facebook und in lokalen Gruppen wird die Diskussion mit großer Leidenschaft geführt. Manche Posts werden hundertfach kommentiert, von „endlich!“ bis „das geht zu weit“ ist alles dabei. Die Bürgerbeteiligung? Sie lebt – zumindest online.

    Von C. Hatty

  • Verbeugung vor dem Wind: Spektakuläre Eröffnung der „Semaine du Golfe“ mit 700 Segelbooten

    Verbeugung vor dem Wind: Spektakuläre Eröffnung der „Semaine du Golfe“ mit 700 Segelbooten

    Wenn sich der Himmel über dem Golf von Morbihan mit tausenden bunten Segeln füllt, dann ist es wieder so weit: Die „Semaine du Golfe“ hat begonnen – und das mit einem gewaltigen Auftakt. Die 13. Ausgabe dieses einzigartigen maritimen Festivals wurde am Montag mit einer farbenprächtigen Parade eingeläutet, die Segelliebhaber aus aller Welt begeistert hat.

    Die Stimme, die das Meer liebt

    Gegen 15 Uhr knisterte es in den Funkgeräten der über 700 Boote, die sich am Eingang zum Golf versammelt hatten. Dann ertönte sie – die markante Stimme des französischen Schriftstellers Yann Quéffelec: „Sie betreten das schönste Segelrevier der Welt! Es lebe das Meer! Es lebe die Semaine du Golfe!“ Kein Zweifel, diese Eröffnungsworte hätten nicht kraftvoller ausfallen können. Quéffelec ist nicht nur Schriftsteller, sondern auch Schirmherr der diesjährigen Ausgabe – und ein leidenschaftlicher Segler mit einem Herz für die Bretagne.

    Von wegen „kleine“ Parade

    „Petite Parade“ nennt sich dieser erste Höhepunkt der Festwoche bescheiden. Doch klein? Eher nicht. Schon am ersten Tag waren mehr als 700 Segelboote dabei – vom majestätischen Großsegler bis zur wendigen kleinen Jolle. „Das ist schon eine ordentliche Zahl“, freut sich Veranstalter Bertrand Riguidel. Und am Samstag, zur großen Abschlussparade? Da sollen es mehr als 1.300 Boote und Schiffe sein. Ein gigantisches Spektakel auf dem Wasser, das man gesehen haben muss.

    Speed auf See – die schnellste Parade des Westens

    Trotz Montag – von wegen Wochenanfangsmüdigkeit. Die Häfen, Inselufer und Aussichtsplätze rund um den Golf waren gesäumt von Schaulustigen. Kein Wunder: Das Wetter spielte perfekt mit, der Wind pustete kräftig in die Segel und die Strömung zog durch den engen Zugang zum Golf. „Das ist der Pony-Express auf See“, witzelte Riguidel. „Das wird die schnellste Parade des Westens!“

    Ex-Gip-Chef Paul Bonnel, der als Experte für die Region gilt, erklärt: „Der Startschuss fällt drei Stunden nach Niedrigwasser – da strömt das Wasser mit voller Kraft in den Golf. Und mit dem Wind im Rücken wird das eine rasante Angelegenheit!“ Ein Ausflug für Anfänger? Wohl kaum. Bonnel zwinkert: „Kein Wunder, dass die besten Segler alle von hier kommen!“

    Ein Meer voller Geschichten

    Was dieses Festival so besonders macht, ist nicht nur die schiere Masse an Schiffen und Booten – es sind die Geschichten, die jedes einzelne Schiff mit sich bringt. Da segeln Legenden wie La Recouvrance, Le Français, L’Étoile du Roi, der niederländische Morgenster oder das russische Schulschiff Shtandart Seite an Seite mit traditionellen Thunfischbooten wie der Biche oder kleinen offenen Yolen und Guépards.

    Auf jedem dieser Boote sind Menschen, die nicht einfach nur segeln – sie leben für das, was sie tun. Ihre Boote sind keine bloßen Transportmittel, sondern schwimmende Zeitzeugen, sorgfältig restauriert und mit Liebe gepflegt. Viele dieser Schmuckstücke sind auch durch die Hände von Paul Bonnel und seinem Team gegangen – 35 Jahre lang leitete er die traditionsreichen Werften des Golfes. Für fast jedes dieser Boote kennt er eine Anekdote. Für manche gleich mehrere.

    Und jetzt?

    Der Startschuss ist gefallen – die Woche ist noch jung, die Segel sind gesetzt. Noch viele weitere Highlights stehen an: Konzerte, Ausstellungen, Treffen, kulinarische Entdeckungen und natürlich der große Showdown am Samstag mit der „Grande Parade“.

    Also – warum nicht mal runter vom Sofa und rauf auf ein Boot oder zumindest an die Ufer des Golfs? Wer weiß, vielleicht begegnet man dort einem alten Seemann, der eine Geschichte zu erzählen hat. Oder man lässt sich einfach nur von der Magie dieser maritimen Welt mitreißen.

    Denn, Hand aufs Herz: Wann sieht man schon mal über 700 Boote gemeinsam auf den Wellen tanzen?

    Von Andreas M. Brucker

  • Protest gegen rechtsgerichteten Medien-Chef Bolloré: Widerstand auf dem Wasser und an Land

    Protest gegen rechtsgerichteten Medien-Chef Bolloré: Widerstand auf dem Wasser und an Land

    Was als spektakuläre Protestaktion auf See geplant war, wurde zu einem lautstarken Aufstand am Strand. Trotz eines strikten Verbots durch die Präfektur haben am 24. Mai 2025 rund 300 Menschen in Fouesnant klargemacht: Der Einfluss von Vincent Bolloré, dem umstrittenen rechtsgerichteten Medienmogul, ist für sie ein Angriff auf die Demokratie – und sie wollen das nicht länger hinnehmen. Segel gegen die Medienmacht Eigentlich sollte es ein symbolträchtiger Protest im Archipel der Glénan werden. Ziel: Die Insel Loc’h, im Privatbesitz der Familie Bolloré. Doch die Behörden schoben dem einen Riegel vor – angeblich aus Sorge um Sicherheitsvorkehrungen und den Schutz des ökologisch sensiblen Gebiets, das unter dem Schutzprogramm Natura 2000 steht. Die Demonstranten ließen sich davon nicht beirren. Statt auf dem Wasser, verliehen sie ihrem Protest auf dem Strand Ausdruck. Am Cap-Coz in Fouesnant entstand ein buntes, lautstarkes Bild des Widerstands. Transparente flatterten im Wind, Sprechchöre …

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  • Goldfieber in der Bretagne: Zwischen Hoffnung und heftiger Kritik

    Goldfieber in der Bretagne: Zwischen Hoffnung und heftiger Kritik

    In der Bretagne bahnt sich etwas an, das fast an einen Westernfilm erinnert – Goldsuche. Doch was nach romantischer Schatzsuche klingt, sorgt vielerorts für Aufregung, Widerstand und ernste Debatten. Drei Anträge auf exklusive Schürfrechte durch die Firma Breizh Ressources lassen derzeit die Emotionen hochkochen. Die Rückkehr des Bergbaus – ausgerechnet in der Bretagne? Die Bretagne war schon früher Schauplatz intensiver Bergbautätigkeit. Nun nimmt die Region wieder eine Schlüsselrolle ein – diesmal in einer Zeit, in der der Bedarf an strategischen Metallen für Technologien der Zukunft massiv steigt. Die Firma Breizh Ressources, Tochter des kanadischen Unternehmens Aurania Resources, hat gleich drei sogenannte PER (Permis Exclusifs de Recherche) beantragt – mit den mythisch klingenden Namen EPONA, TARANIS und BÉLÉNOS. Insgesamt geht es um eine Fläche von über 850 Quadratkilometern in der Bretagne und im angrenzenden Pays de la Loire. Was steckt hinter diesen Namen?

    EPONA betrifft 51 k…

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