Schlagwort: Autobahn

  • Lozère: Starke Schneefälle blockieren Dutzende Autofahrer auf der A75

    Lozère: Starke Schneefälle blockieren Dutzende Autofahrer auf der A75

    Im Süden des Zentralmassivs bringen starke Schneefälle den Verkehr auf der Autobahn A75 zum erliegen.

    Meteo France hatte es angekündigt: Im Zentralmassiv sind am Sonntag erhebliche Schneefälle aufgetreten.

    Die Folge: Die Verkehrsbedingungen auf der A75, die Béziers mit Clermont-Ferrand verbindet, sind sehr schlecht. Mehrere Dutzend Autofahrer steckten zu Beginn des Nachmittags nördlich von Saint-Chély-d’Apcher, etwa 1 km von der Raststätte Lozère entfernt, fest. Auf einem anderen Teil der Autobahn ist der Verkehr nur auf einer Spur möglich.

    Die Webcams auf der Website inforoute48.fr zeigen, dass die Hauptverkehrsachsen des Departements schneebedeckt sind. Der Schnee hält sich auch am Boden. Die Bewohner des Departements Lozère sind es zwar gewohnt, auf Schnee zu fahren, dennoch ist grosse Vorsicht geboten.

    Ein Wolkengebiet, das vom Mittelmeer aufsteigt, hat den Osten des Languedoc, das untere Rhonetal und die Provence reichlich bewässert und 40 bis 80 mm, örtlich bis zu 100 mm Niederschlag gebracht. Im Departement Lozère wurde Schnee ab 800 m Höhe erwartet und eine Dicke von 20 bis 40 cm Pulverschnee in 1.000 m Höhe vorhergesagt.

    Das Niederschlagsgebiet wird in der Nacht von Sonntag auf Montag nach Korsika und Italien abziehen.

  • Mautgebühren: Die Tarife werden am 1. Februar auf französischen Autobahnen um durchschnittlich 4.75% steigen

    Mautgebühren: Die Tarife werden am 1. Februar auf französischen Autobahnen um durchschnittlich 4.75% steigen

    Die Mautgebühren, die jedes Jahr neu bewertet werden, waren bereits Anfang 2022 um 2% gestiegen.

    Die Mautgebühren für die wichtigsten Autobahnnetze werden am 1. Februar 2023 um durchschnittlich 4,75% steigen, wie das Verkehrsministerium am Freitag, dem 2. Dezember, bekannt gab. Die Mautgebühren werden jedes Jahr nach einer Neuberechnung angehoben, bei der mindestens 70% der Inflation (ohne Tabak) über zwölf Monate bis Oktober sowie eventuelle Erhöhungen aufgrund der von den verschiedenen Autobahnbetreibern geplanten Arbeiten berücksichtigt werden.

    Die für Anfang 2023 vorgesehene Erhöhung sei aber „deutlich geringer“ als die vom Statistikinstitut Insee bis Ende Oktober gemessene Inflation von 6,33%, betont das Ministerium. Anfang 2022 waren die Mautgebühren bereits um 2% gestiegen.

    Mehrere Autobahngesellschaften flankieren diese Tarifentwicklung mit kommerziellen Maßnahmen. Der Rabatt, der seit Anfang 2019 Autofahrern gewährt wird, die mindestens 10 Mal pro Monat auf derselben Strecke hin- und herfahren, wird von 30 auf 40% erhöht. Darüber hinaus erhalten Elektrofahrzeuge ein Jahr lang einen Rabatt von 5%, und zwar auf den Netzen von Sanef/SAPN (Société des autoroutes du Nord et de l’Est de la France) und APRR/AREA (Autoroutes Paris-Rhin-Rhône).

  • Autobahnen: Barrierefreie Mautstellen bald auch in Frankreich

    Autobahnen: Barrierefreie Mautstellen bald auch in Frankreich

    Es ist eine kleine Revolution, die sich am Freitag, dem 4. November, mit der Eröffnung von Free-Flow-Maut auf einem ersten Autobahnabschnitt im Departement Allier ankündigte. 

    Eine einfache Eisenbrücke, keine Schranken oder Kassen mehr. Die erste Mautstelle der Zukunft befindet sich auf der A79 im Departement Allier. Kameras scannen die Nummernschilder und erkennen alle Arten von Fahrzeugen. Ein Anhalten ist nicht mehr nötig. „Das kann tatsächlich etwas bringen“, sagt ein Autofahrer auf dem Sender France 2. Um die Maut zu entrichten, gibt es mehrere Möglichkeiten. Diejenigen, die eine elektronische Mautbox besitzen, werden automatisch belastet. Die anderen müssen die Zahlung im Internet über einen Computer oder ein Telefon oder an einem der entlang der Autobahn aufgestellten Terminals vornehmen.

    Die ersten Nutzer am Freitag, dem 4. November, empfanden das als kompliziert. Die Autofahrer haben nur drei Tage Zeit, um zu zahlen, ansonsten beträgt das Bußgeld 90 Euro. das neue System bedeute „weniger Kraftstoffverbrauch, weniger CO2-Emissionen und schließlich weniger Bodenüberbauung“, versichert Véronique Tallon, Kundenbetreuerin der Autobahngesellschaft APRR. Das System soll auf ganz Frankreich ausgeweitet werden. Dadurch können allerdings auch Daten abgerufen werden, zu denen die Autobahngesellschaften bisher keinen Zugang hatten.

  • Die erste Autobahn Frankreichs ohne Schranken – aber mit Mautgebühren

    Die erste Autobahn Frankreichs ohne Schranken – aber mit Mautgebühren

    Seit Freitag, dem 4. November, ist die Autobahn A79 im Departement Allier die erste Autobahn in Frankreich, die ohne Mautschranken auskommt, aber gebührenpflichtig ist. Das soll bald auf das ganze Land ausgeweitet werden.

    Im Ausland gibt es das schon lange, nun kommt es auch nach Frankreich. Wie die Zeitung SudOuest berichtet, werden gebührenpflichtige Autobahnen ohne Mautschranken in Frankreich nach und nach zur Norm werden. Die erste gibt es ab Freitag, dem 4. November. Es ist die A79 im Departement Allier. Zu den nächsten Strecken gehören die Autobahn in der Normandie oder die künftige A69 zwischen Toulouse und Castres.

    Die Nutzer können mit normaler Geschwindigkeit fahren, ohne zu verlangsamen oder anzuhalten. Portale mit Kameras und Sensoren identifizieren die Fahrzeuge.

    Wie wird die Mautgebühr bezahlt?
    Die Autofahrer haben dann mehrere Möglichkeiten zu bezahlen: über ein herkömmliches elektronisches Mautgerät, über die Website der Autobahn oder an einem der am Rand der Autobahn aufgestellten Automaten. Fahrer haben 72 Stunden Zeit, um ihre Fahrt zu bezahlen, andernfalls droht ein Bußgeld von 90 Euro, nach 60 Tagen sogar von 375 Euro.

    Fachleute sind der Meinung, dass die Abschaffung der Mautschranken die Zahl der Staus auf den Autobahnen verringern wird. Es soll auch dazu führen, dass grosse Flächen an die Natur zurückgegeben werden können. Beispielsweise soll durch die Einführung der neuen Regelung ab Mitte 2024 eine Fläche von 40 Fußballfeldern frei wird, die derzeit durch Mautstellen auf der A13 und der A14 zugebaut ist.

  • Porschefahrer wird auf der A62 mit 203 km/h geblitzt und muss sofort 1.750 Euro zahlen

    Porschefahrer wird auf der A62 mit 203 km/h geblitzt und muss sofort 1.750 Euro zahlen

    Der Osteuropäer, der in seinem Porsche auf dem Weg nach London war, musste auf der Stelle 1.750 Euro bezahlen, um mit seinem Fahrzeug weiterfahren zu können.

    Ein Autofahrer, der mit 203 km/h auf der A 62 in Höhe von Campsas (Tarn-et-Garonne) unterwegs war, wurde von der Gendarmerie der Verkehrssicherheitsstaffel des Departements Tarn-et-Garonne (EDSR) abgefangen.

    Der Mann aus einem osteuropäischen Land, der mit seinem Porsche den Kontinent durchquerte, um mit seiner Frau über Paris nach London zu reisen, musste eine hohe Geldstrafe zahlen, damit sein Auto nicht beschlagnahmt wurde. Da er kein EU-Bürger war, musste er bei der Gendarmerie eine Sofortzahlung in Höhe von 1.750 Euro leisten und erhielt darüber hinaus ein Fahrverbot für Frankreich.

    Nach der Zahlung des Bußgeldes setzte sich dann die Frau des Mannes ans Steuer und die Reise ging weiter… 

    Der Porsche wurde mit 203 km/h auf der A62 bei Campsas angehalten. (Photo: Gendarmerie)
  • Bald Tempolimit von 110 km/h auf französischen Autobahnen?

    Bald Tempolimit von 110 km/h auf französischen Autobahnen?

    Die Debatte um 110 km/h auf französischen Autobahnen ist in vollem Gang, nachdem mehrere Persönlichkeiten in einem am 30. Oktober im Journal du dimanche veröffentlichten Artikel dazu aufgerufen haben. Es geht dabei natürlich um den Klimaschutz, aber auch um den Geldbeutel der Autofahrer.

    Die Regierung erwägt, die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen von 130 auf 110 km/h zu senken. Diese Idee zur Begrenzung der Umweltverschmutzung spaltet die Meinungen der Franzosen. „130 ist schon gut. Wenn es also der Ökologie dient, warum nicht. Aber ich bin nicht dafür“, sagte ein Autofahrer am Montag, dem 31. Oktober zu dem Sender France 2. „Ich bin dafür, und ich mache es schon, wenn ich selbst fahre“, meint eine Frau. Die Umstellung auf 110 würde im Jahresdurchschnitt 125 Euro an Kraftstoffkosten einsparen.

    20 % weniger Kraftstoffverbrauch
    „Mit 110 km/h statt 130 km/h zu fahren, bedeutet 20% weniger Kraftstoffverbrauch und 20% Verringerung bei unseren Treibhausgasemissionen“, argumentieren die Verfasser eines Artikels für 110 km/h, der am 30. Oktober in der Wochenzeitung JDD veröffentlicht wurde. Auf einer Strecke von 250 Kilometern wird allerdings eine Beschränkung auf 110 km/h die Fahrt um 21 Minuten verlängern. Längere Fahrten könnten Autofahrer davon abhalten, die Autobahnen zu benutzen. „Wir werden die Autos näher an die Stadtzentren heranbringen und damit die Umweltverschmutzung in die Stadtzentren bringen. (…) Es scheint zwar eine gute Idee zu sein, aber wenn man sich die Praxis ansieht, ist es das nicht wirklich“, so Fabrice Godefroy, Mobilitäts- und Umweltexperte des Vereins „40 Millionen Autofahrern“.

    In Frankreich beträgt die tatsächlich gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Autobahn heute 118 km/h.

  • In der Nähe von Paris: Autofahrer zerren Umweltaktivisten von der Autobahn

    In der Nähe von Paris: Autofahrer zerren Umweltaktivisten von der Autobahn

    Umweltaktivisten beschlossen am Freitagabend, die Autobahn A6a südlich von Paris zu blockieren, indem sie sich auf den Asphalt legten. Die militante Aktion erregte den Unmut mehrerer Autofahrer.

    Im Schneidersitz mitten auf der Autobahn: Am Freitag, dem 28. Oktober, beschlossen Umweltaktivisten in orangefarbenen Westen, die Autobahn A6a im Süden von Paris zu blockieren. Die Aktivisten, die dem Kollektiv „Dernière Rénovation“ angehören, wollten mit dieser Protestaktion die Nutzung fossiler Energieträger anklagen.

    Diese Aktion der militanten Aktivisten führte zu zahlreichen Verzögerungen auf der Verkehrsachse, die in der Zeit der Schulferien besonders stark frequentiert wird. Sie erregte darüber hinaus den Zorn zahlreicher Autofahrer, die im Stau festsaßen. Schon bald kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Aktivisten und Autofahrern: Einige erboste Fahrer zögerten nicht, die auf dem Asphalt liegenden Demonstranten von der Strasse auf die Seite zu schleifen.

    „Ich muss in zehn Minuten ein Flugzeug erwischen“, rief eine Autofahrerin und zögerte nicht, selbst einzugreifen.

  • Nach Verfolgungsjagd: 47-jähriger Gendarm stirbt bei Massenkarambolage auf der Autobahn A13

    Nach Verfolgungsjagd: 47-jähriger Gendarm stirbt bei Massenkarambolage auf der Autobahn A13

    Ein Gendarm wurde am Dienstag, dem 25. Oktober, in den frühen Morgenstunden bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn A13 getötet. Er war zusammen mit seinen Kollegen an der Festnahme von Drogenkurieren beteiligt.

    In der Nacht von Montag auf Dienstag, den 25. Oktober, ereignete sich auf der Autobahn A13 ein schlimmer Unfall. Ein Gendarm wurde getötet. Außerdem wurden sieben Personen verletzt, darunter drei Angehörige der Gendarmerie. Die Tragödie ereignete sich im Departement Eure. Kurz vor 3 Uhr morgens fingen die Ordnungskräfte einen „go fast“ ab, ein Auto, das im Verdacht stand, Drogen zu transportieren. Die beiden Insassen wurden auf der Notfallspur festgenommen. Nachdem die Einsatzgruppe der Police Nationale abgezogen war, sicherten die Gendarmen der Fahndungsabteilung von Rennes zusammen mit einer Autobahnpatrouille und einem Abschleppwagen den Ort ab, als ein Lkw in die Gruppe krachte.

    Ein weiterer Gendarm schwer verletzt
    Der Lkw, der den laufenden Einsatz nicht bemerkte, fuhr auf die geparkten Fahrzeuge und die Gendarmen auf dem Seitenstreifen auf. Bei dem Zusammenstoß wurde ein 47-jähriger Adjutant aus Rennes und Vater von vier Kindern getötet. Ein weiterer Gendarm wurde lebensgefährlich verletzt und musste mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden.

  • Ferien und Benzinknappheit: Gibt es an Autobahntankstellen in Okzitanien genügend Treibstoff?

    Ferien und Benzinknappheit: Gibt es an Autobahntankstellen in Okzitanien genügend Treibstoff?

    Der Arbeitskonflikt in den Raffinerien ist noch nicht vollständig beendet, da beginnen bereits die Schulferien. Haben die Tankstellen an den Autobahnen im Südwesten genügend Treibstoff?

    Mit dem eigenen Auto in den Herbsturlaub fahren oder nicht? Bis zum letzten Moment hat diese Frage Millionen von französischen Familien verunsichert. Zu den traditionellen Fragen – reicht das Budget oder nicht, um sich einen Urlaub leisten zu können, Urlaubsort oder Wetter – kam ein neues großes Problem hinzu: die Treibstoffknappheit.

    Seit drei Wochen hat der Arbeitskampf in den Raffinerien von TotalEnergies und Esso ExxonMobil um höhere Löhne nach Angaben der Regierung bis zu einem Drittel der Tankstellen trockengelegt. Sind die Tankstellen im bei Urlaubern besonders beliebten Südwesten des Landes nun, da sich der Arbeitskonflikt seinem Ende nähert, geöffnet und haben sie genügend Treibstoff? Der Autobahnbetreiber Vinci Autoroutes versichert, dass 90% der Tankstellen in seinem Autobahnnetz uneingeschränkt betriebsbereit sind.

    Tatsächlich meldet die Zeitung la Dêpeche du Midi, dass am Samstag alle Tankstellen auf den Autobahnen im Südwesten angeben, sie seien mit allen Treibstoffen ausgestattet und geöffnet.

  • Geschwindigkeitsreduzierung von 130 auf 110 km/h auf Autobahnen: Debatte flammt wieder auf

    Geschwindigkeitsreduzierung von 130 auf 110 km/h auf Autobahnen: Debatte flammt wieder auf

    Die Befürworter von 110 km/h auf Autobahnen konnten dies aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht durchsetzen, werden sie es nun dank der Klimaerwärmung und der notwendigen Energieeinsparungen erreichen? Der Verein „40 millions d’automobilistes“ will mit einer Online-Petition Widerstand leisten.

    Was wäre, wenn die 150 Mitglieder des Bürgerkonvents für den Klimaschutz Recht behalten würden? Am 21. Juni 2020 hatten sie der Regierung 149 Vorschläge unterbreitet, um zur Verringerung der globalen Erwärmung beizutragen. Laut den damaligen Umfragen schien nur einer davon den Franzosen nicht zu gefallen: die Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf französischen Autobahnen auf 110 km/h. Eine Maßnahme, die auch Emmanuel Macron damals zurückgewiesen hatte.

    Doch der heiße Sommer, den Frankreich gerade erlebt hat, hat diese Idee wieder in den Focus der Diskussion gerückt. Das ehemalige Mitglied des IPCC, der Klimaforscher Jean Jouzel, forderte am 1. September die Regierung auf, angesichts der Dringlichkeit der Situation einen Rückzieher zu machen und die Empfehlung des Bürgerkonvents aus dem Jahr 2020 jetzt umzusetzen.

    63% der Befragten sind bereit, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren.
    Zur Erinnerung: Im Jahr 2020 erklärte die damalige Verkehrsministerin, die niemand anderes als Elisabeth Borne war, dass sie für 110 km/h auf Autobahnen sei – „aus persönlicher Überzeugung“. Vor einigen Tagen sagte Elisabeth Borne – jetzt Premierministerin, dass das Thema heikel sei und man Maßnahmen finden müsse, die auf breite Zustimmung stoßen. Das ist jedoch nicht einfach, wenn zwei so gegensätzliche Lobbys wie der Verband „40 millions d’automobilistes“ und der Verband „Agir pour l’environnement“ sich eine Medienschlacht liefern.

    Die Umweltorganisation „Agir pour l’environnement“ profitiert von der heißen Aktualität des vergangenen Sommers. Eine Ifop-Umfrage ergab, dass 63% der Befragten dazu bereit sind, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren. Die Autolobby bezeichnete die Umfrage als einseitig und kritisiert insbesondere die Frage: „Wären Sie persönlich bereit, Ihre Geschwindigkeit auf der Autobahn auf 110 km/h zu reduzieren, speziell um Kraftstoff zu sparen?“. Eine Frage, die angesichts der derzeitigen Inflation und Energiekrise jedoch durchaus legitim ist.

    Am 5. September 2022 startete die Auto-Lobby eine Petition, die in den sozialen Netzwerken weite Kreise zieht. „Wir rufen die Verkehrsteilnehmer auf, in ihrer Mobilisierung gegen das Projekt nicht nachzulassen und sich nicht zu beugen“, schreibt die Organisation „40 millions d’automobilistes“ und argumentiert: Für die Umweltschützer behaupten, dass die Senkung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen einen Gewinn von 25% bei den CO2-Emissionen bedeute – der Haken sei aber, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit auf Autobahnen bereits heute aufgrund von Baustellen oder Sommerstaus bei 118 km/h liegt. Diese Maßnahme würde also keinen signifikanten Gewinn bringen, versichern die Vielfahrer, die es eilig haben, so schnell wie möglich von A nach B zu gelangen.

    110 km/h auf Autobahnen könnte 125 €/Jahr und Haushalt einsparen.

    La Depeche du Midi hat einen Test zwischen Toulouse und Agen mit zwei Renault Clios durchgeführt. Die Zeitersparnis auf 112 km für das Fahrzeug, das 130 Km/h fuhr, betrug 7 Minuten. Da stellt sich in der Tat die Frage nach dem Nutzen und den Kosten der Beibehaltung der Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h auf Autobahnen.

    Ein Dutzend Länder in Europa haben sich bereits für eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit entschieden. Eine am 6. September von Asterès veröffentlichte Studie aus Frankreich zeigt, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 110 km/h auf Autobahnen zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch und zu jährlichen Einsparungen von 125 € pro Haushalt führen würde, wobei zu bedenken ist, dass die Franzosen im Durchschnitt 31% der mit dem Auto zurückgelegten Strecken auf Autobahnen zurücklegen.

    Die erste und grösste Hürde in dieser Frage scheint in der Tat eine gewisse Barriere in den Köpfen der Autofahrer zu sein, die es zu beseitigen gilt.