Schlagwort: Antisemitismus

  • Paris: Polizei verhaftet acht Minderjährige wegen antisemitischer Gesänge in der Metro

    Paris: Polizei verhaftet acht Minderjährige wegen antisemitischer Gesänge in der Metro

    Die Verdächtigen sollen zwischen 11 und 17 Jahre alt sein.

    Acht minderjährige Personen wurden festgenommen, die verdächtigt werden, in der Pariser Metro antisemitische Lieder gesungen zu haben, wie der Sender Franceinfo am Montag von der Pariser Staatsanwaltschaft erfuhr. Die acht Minderjährigen befinden sich in Polizeigewahrsam bei der für die Metro zuständigen Polizeibehörde, so die Staatsanwaltschaft. Laut Franceinfo sind die Verdächtigen zwischen 11 und 17 Jahre alt.

    Anfang November waren mehrere minderjährige Jugendliche dabei gefilmt worden, wie sie antisemitische Lieder sangen. Auf dem Video, das von einer Passagierin der Linie 3 der Pariser Metro gefilmt und auf X verbreitet wurde, sieht man eine Gruppe von Jugendlichen, die „Nique les Juifs et nique ta mère, vive la Palestine ouais ouais, nique les Juifs et les grands-mères, on est des nazis et fiers“ (Fick die Juden und fick deine Mutter, es lebe Palästina ja ja, fick die Juden und die Großmütter, wir sind Nazis und stolz) singen.

    Die Polizeipräfektur von Paris hatte daraufhin die Justiz eingeschaltet. „Schockierende, unzulässige, unwürdige Äußerungen: Der Polizeipräfekt hat sie der Pariser Staatsanwaltschaft gemeldet“, schrieb die Polizeipräfektur am 1. November auf X: „Wir werden nichts unversucht lassen. Alle Ermittlungsmittel werden eingesetzt, um die Täter schnell zu finden“. Die Pariser Staatsanwaltschaft hatte Ermittlungen wegen „Verherrlichung des Terrorismus“, „öffentlicher Beleidigung“ und „Aufruf zu Rassenhass, Gewalt oder Diskriminierung“ eingeleitet.

  • Märsche gegen Antisemitismus: Über 182.000 Menschen demonstrierten in ganz Frankreich

    Märsche gegen Antisemitismus: Über 182.000 Menschen demonstrierten in ganz Frankreich

    Alle Demonstrationen am Sonntag, dem 12. November, verliefen friedlich. Laut Innenministerium gab es „keine nennenswerten Zwischenfälle“. Tausende Franzosen gingen gegen den wachsenden Antisemitismus in Frankreich auf die Straße. Mehr als 182.000 Menschen marschierten am Sonntag, dem 12. November, gegen Antisemitismus im ganzen Land, 105.000 allein in den Straßen der Hauptstadt, wie aus Zahlen des Innenministeriums und der Polizeipräfektur hervorgeht. Bis 17:30 Uhr waren bei 110 Demonstrationen außerhalb von Paris insgesamt etwa 77.600 Personen auf den Strassen. Die größten Aktionen fanden in Marseille statt, wo 7.500 Demonstranten gezählt wurden, sowie in Straßburg (5.000 Personen), Grenoble (3.700 Personen) und Bordeaux (3.500 Personen). In den Städten Nizza und Lyon wurden jeweils 3.000 Demonstranten gezählt. In Nantes und La Rochelle marschierten etwa 2.000 Menschen gegen Antisemitismus. In der französischen Hauptstadt Paris gingen nach Angaben der Polizeipräfektur etwa 105.000 Dem…

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  • Marsch gegen Antisemitismus: Politiker an der Spitze des Pariser Demonstrationszuges singen die Marseillaise

    Marsch gegen Antisemitismus: Politiker an der Spitze des Pariser Demonstrationszuges singen die Marseillaise

    Die Präsidenten der beiden Parlamentskammern, Yaël Braun-Pivet und Gérard Larcher, sowie Elisabeth Borne und die ehemaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy und François Hollande standen am Sonntag in der ersten Reihe der Demonstration gegen Antisemitismus in Paris. Eine Marseillaise „für die Republik und gegen den Antisemitismus“. Der Zug des Pariser Marsches gegen Antisemitismus startete am Sonntag, dem 12. November, von der Esplanade des Invalidendoms, bevor er einen ersten Halt einlegte und die von Claude-Joseph Rouget de Lisle geschriebene französische Nationalhymne anstimmte. Auf das Singen der Marseillaise folgte tosender Applaus. Zu den Politikern, die den fast zweistündigen Marsch durch die Straßen der Hauptstadt eröffneten, gehörten die beiden Parlamentspräsidenten und Initiatoren der Kundgebung, Yaël Braun-Pivet (Nationalversammlung) und Gérard Larcher (Senat), sowie Premierministerin Elisabeth Borne, die Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy und François Hollande und der Präsident des …

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  • Antisemitismus: Emmanuel Macron empfängt am Montagmorgen Vertreter aller Religionen im Élysée-Palast

    Antisemitismus: Emmanuel Macron empfängt am Montagmorgen Vertreter aller Religionen im Élysée-Palast

    Der französische Präsident Emmanuel Macron empfängt am Montagmorgen Repräsentanten aller in Frankreich vertretenen Religionen im Élysée-Palast. Am Tag nach den landesweiten Demonstrationen gegen Antisemitismus empfängt Staatspräsident Emmanuel Macron am Montagmorgen Vertreter der verschiedenen in Frankreich vertretenen Religionen im Élysée-Palast. „Im Anschluss an seinen Aufruf zur Einheit der Nation und zur Brüderlichkeit in seinem Brief an die Franzosen wird der Präsident der Republik die Vertreter der Religionen heute (Montag) um 9.30 Uhr im Élysée-Palast empfangen“, hieß es in einer Erklärung. Mehr als 180.000 Menschen partizipierten am Sonntag in Paris und Zehntausende in ganz Frankreich am „großen Marsch“ gegen Antisemitismus, an dem auch ein Großteil der politischen Klasse teilnahm. Jedoch war weder Emmanuel Macron noch die radikale linke Opposition bei den Demonstrationen anwesend. In einem offenen Brief an die Franzosen, der am Samstagabend von der Zeitung Le Parisien veröffen…

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  • Gegen Antisemitismus: Tausende demonstrieren am Sonntagnachmittag in ganz Frankreich

    Gegen Antisemitismus: Tausende demonstrieren am Sonntagnachmittag in ganz Frankreich

    Der Pariser Demonstrationszug, zu dem viele prominente Politiker und Abgeordnete erwartet werden, wird sich ab 15 Uhr in Bewegung setzen. Auf Initiative der Präsidentin der Nationalversammlung Yaël Braun-Pivet und des Senatspräsidenten Gérard Larcher findet um 15 Uhr in Paris ein Marsch gegen Antisemitismus statt. Die beiden Politiker wünschten sich einen „Marsch der Bürger“.Emmanuel Macron hat sich entschieden, nicht an diesem Antisemitismus-Marsch teilzunehmen. Der Staatschef veröffentlichte statdessen am Samstagabend einen offenen Brief an die Franzosen. Darin ruft er die Franzosen und Französinnen dazu auf, sich gegen das „unerträgliche Wiederaufleben eines ungezügelten Antisemitismus“ zu wehren. In Pau haben sich bereits am Mittag über 1.000 Menschen in einem Protestmarsch gegen Antisemitismus versammelt.Die Kundgebung gegen Antisemitismus in Pau am späten Vormittag wurde von mehr als 1.000 Menschen besucht, berichtet der Sender France Bleu Béarn Bigorre . Der Bürgermeister von Pa…

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  • Macron verurteilt in Brief an die Franzosen das „unerträgliche Wiederaufleben des Antisemitismus“

    Macron verurteilt in Brief an die Franzosen das „unerträgliche Wiederaufleben des Antisemitismus“

    Die Stellungnahme des französischen Staatschefs erfolgte am Vorabend des großen Marsches in Paris gegen den Antisemitismus. In einem offenen Brief an die Franzosen, den die Zeitung Le Parisien am Samstag, dem 11. November veröffentlichte, prangerte Präsident Emmanuel Macron am Vorabend des großen Marsches in Paris gegen Antisemitismus das „unerträgliche Wiederaufleben eines ungezügelten Antisemitismus“ an. „Ob religiös, sozial, identitätsbezogen oder rassistisch, der Antisemitismus ist immer so, wie Émile Zola ihn dargestellt hat: abscheulich“, schrieb der Präsident der Republik. Der französische Staatschef versichert, dass „ein Frankreich, in dem unsere jüdischen Mitbürger Angst haben, nicht Frankreich ist. Ein Frankreich, in dem Franzosen aufgrund ihrer Religion oder ihrer Herkunft Angst haben, ist nicht Frankreich“. Er rief dazu auf, dass das Land „vereint hinter seinen Werten, seinem Universalismus, vereint um seiner selbst willen“ bleibe und sich für Frieden und Sicherheit für all…

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  • Davidsterne in Paris: Kam der Auftrag für die antisemitischen Schmierereien aus Russland?

    Davidsterne in Paris: Kam der Auftrag für die antisemitischen Schmierereien aus Russland?

    Ende Oktober wurden etwa 200 Davidsterne mit Hilfe von Schablonen an Hauswände in Paris gesprüht, was in ganz Frankreich für Aufregung und Besorgnis sorgte. Die nach der Verhaftung mehrerer moldawischer Sprayer eingeleiteten Ermittlungen führten auf eine Spur zu Anatoli Prizenko, einem pro-russischen moldawischen Geschäftsmann, der als Auftraggeber in Frage kommen könnte.

    Fast zwei Wochen nach Entdeckung der antisemitischen Tags, die den Davidstern auf den Mauern von Paris zeigen, schreiten die Ermittlungen voran und führen zu dem mutmaßlichen Auftraggeber: einem Geschäftsmann moldawischer Herkunft.

    Die Polizei konnte eine Verbindung zwischen den Sprayern, die verhaftet worden waren, weil sie blaue Davidsterne auf Pariser Gebäude gesprüht hatten, und Anatoli Prizenko, einem 50-jährigen moldawischen Geschäftsmann, herstellen, wie der Sender Europe 1 berichtete. Anatoli Prizenko ist ein ehemaliger enger Vertrauter der Partei der Sozialisten der Republik Moldau (PSRM), einer Organisation, die als euroskeptisch und pro-russisch gilt.

    Wie die Zeitung Libération berichtet, war es die Untersuchung der Telefonliste eines moldauischen Paares, eines Mannes und einer Frau im Alter von 29 und 33 Jahren, die es den Ermittlern, wie es eine Justizquelle ausdrückte, ermöglichte, eine „dritte Person mit Sitz im Ausland“ ausfindig zu machen. Laut einer mit den Ermittlungen vertrauten Quelle handele es sich hierbei um eine durchaus ernstzunehmende Spur.

    „Die Aktion war nicht darauf ausgerichtet, irgendjemanden zu beleidigen oder seine Gefühle negativ zu verletzen, und schon gar nicht, ihn zu ängstigen. Sie war friedlich. Außerdem wurden die Sterne mit einer speziellen, abwaschbaren Farbe gesprüht, was eine Beschädigung von Eigentum ausschließt. Vor dem Hintergrund der Terroranschläge und des Antisemitismus in Europa diente die Aktion einzig und allein dem Zweck, die Juden in Europa zu inspirieren und zu unterstützen und sie an die Geschichte des jüdischen Volkes zu erinnern. Und möge Gott sie immer beschützen!“, verteidigte sich Anatoli Prizenko gegenüber der Zeitung Libération, ohne jedoch zu erklären, warum er bis zu diesem Zeitpunkt geschwiegen hatte, während ganz Frankreich über die verborgenen Motive dieser Tags spekulierte. Bisher jedenfalls gibt es in den Aktivitäten des Geschäftsmannes aus Moldavien keinerlei Hinweise auf eine Unterstützung der jüdischen Gemeinden.

    Für Anatoli Prizenko liegt das Missverständnis bei den französischen Politikern, die „eine Welle der Angst und Panik in der Gesellschaft ausgelöst“ haben, indem sie die Situation „nicht „missverstanden haben“. Er rief die Juden dazu auf, keine Angst zu haben und „einen Akt des Glaubens“ zu vollziehen, indem sie selbst dieses Symbol an ihrem „Haus, ihrem Geschäft und ihrem Auto“ anbringen.

  • Antisemitismus: Rabbiner in der Pariser Metro angegriffen

    Antisemitismus: Rabbiner in der Pariser Metro angegriffen

    Ein Rabbiner wurde in einem Gang der Pariser U-Bahn angegriffen und mehrfach getreten. Der Angriff ereignete sich zwischen den Metro-Stationen La Chapelle und dem Gare du Nord. Ein Verdächtiger wurde festgenommen: Ein vermutlich in Syrien geborener 14 Jähriger.

    Ein Rabbiner wurde in der Pariser Metro Opfer eines Angriffs. Der jüdische Geistliche wurde am Mittwochmittag, dem 8. November, in einem Gang der Metro zwischen den Stationen La Chapelle und Gare du Nord zur Zielscheibe eines antisemitischen Angriffs, wie der Sender BFMTV berichtet.

    Seiner eigenen Schilderung zufolge ging der Rabbiner in Richtung des Bahnhofs, als ihn eine Person in arabischer Sprache ansprach, ihm heftig in den Rücken trat und anschließend flüchtete. Der Sicherheitsdienst der RATP wurde telefonisch alarmiert. Die Bilder des Videoüberwachung der SNCF bestätigten den Angriff, wie der Nachrichtensender BFMTV weiter berichtete.

    Der Angreifer wurde kurze Zeit später von der Schutzbrigade der Eisenbahn entdeckt und festgenommen. Er behauptet, 14 Jahre alt und in Syrien geboren zu sein. Der Minderjährige war den Behörden nicht als radikalisiert bekannt. Er wurde in Polizeigewahrsam genommen. Der Rabbiner will Anzeige erstatten.

  • Politik: Französische Parteien vor dem Marsch gegen Antisemitismus in Paris gespalten

    Politik: Französische Parteien vor dem Marsch gegen Antisemitismus in Paris gespalten

    Auf Aufruf der Präsidenten des Senats und der Nationalversammlung findet am Sonntag, den 12. November, in Paris ein Marsch gegen Antisemitismus statt. Die Teilnahme des extrem rechten Rassemblement National spaltet die Parteienlandschaft. Marine Le Pen und Jordan Bardella haben bekräftigt, dass sie am Sonntag, dem 12. November, an dem Marsch gegen Antisemitismus in Paris teilnehmen werden. Ihre Teilnahme sorgt für Polemik bis in die Reihen der Regierung. „Meiner Meinung nach hat das Rassemblement National keinen Platz in dieser Demonstration. Allerdings ist es eine öffentliche Demonstration, an der jeder nach seinem Gewissen frei teilnehmen kann oder nicht“, sagte zum Beispiel der Regierungssprecher Olivier Véran. Die linke Partei „La France insoumise“ will ihrerseits nicht an einem Marsch teilnehmen, bei dem auch das Rassemblement National von Marine Le Pen teilnimmt. Am Mittwoch, dem 8. November, verurteilte Emmanuel Macron das Verhalten der beiden Parteien. Das Rassemblement Nationa…

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  • Senat und Nationalversammlung rufen zu einem „großen Bürgermarsch“ gegen Antisemitismus in Paris auf

    Senat und Nationalversammlung rufen zu einem „großen Bürgermarsch“ gegen Antisemitismus in Paris auf

    Der Präsident des Senats Gérard Larcher und die Präsidentin der französischen Nationalversammlung Yaël Braun-Pivet äußern sich in einem am Dienstag von der Zeitung „Le Figaro“ veröffentlichten Gastbeitrag besorgt über den Anstieg antisemitischer Vorfälle in Frankreich. Der Präsident des Senats, Gérard Larcher, und die Präsidentin der Nationalversammlung, Yaël Braun-Pivet, haben am Dienstag, dem 7. November, Senatoren und Abgeordnete zu einer Versammlung gegen Antisemitismus am Sonntag aufgerufen, wie France Télévisions von einer parlamentarischen Quelle erfuhr. In einem von der Zeitung Le Figaro veröffentlichten Schreiben zeigten sie sich besorgt über den Anstieg des Antisemitismus in Frankreich und riefen „alle, die sich in den Werten unserer Republik wiedererkennen“ zu einer Versammlung am kommenden Sonntag zwischen dem Palais-Bourbon und dem Palais du Luxembourg in Paris auf. Dieser „große Bürgermarsch“ soll auf die von Innenminister Gérald Darmanin am vergangenen Sonntag im französ…

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