Schlagwort: Agrarpolitik

  • Frankreich droht seine Klimaziele zu verfehlen – Der alarmierende Appell des Haut Conseil pour le climat

    Frankreich droht seine Klimaziele zu verfehlen – Der alarmierende Appell des Haut Conseil pour le climat

    Frankreichs unabhängiger Klimarat schlägt Alarm: Die nationale Klimapolitik steuert auf eine Verfehlung ihrer Ziele zu. Der am 3. Juli 2025 veröffentlichte siebte Jahresbericht des Haut Conseil pour le climat (HCC) zeichnet ein ernüchterndes Bild und wirft die Frage auf, ob Frankreich seine Verpflichtungen gegenüber der EU und dem Pariser Abkommen noch einhalten kann.

    Die Kritik ist deutlich: Politische Rückschritte, unzureichende strukturelle Maßnahmen und ein drastisch verlangsamter Rückgang der Emissionen gefährden die Zielvorgaben für 2030 und 2050. Die Analyse des HCC wirkt wie ein Weckruf – an eine Regierung, die sich zunehmend mit sozialen Protesten und haushaltspolitischen Zwängen konfrontiert sieht.

    Ein spürbarer Einbruch beim Emissionsrückgang

    Besonders alarmierend ist das Tempo der Dekarbonisierung. Während die Treibhausgasemissionen Frankreichs zwischen 2022 und 2023 noch um 6,7 % sanken, betrug die Reduktion 2024 lediglich 1,8 %. Diese Verlangsamung fällt in eine Zeit, in der eigentlich jährliche Emissionsminderungen von rund 5 % notwendig wären, um die nationalen Klimaziele zu erreichen.

    Der Rückgang von 1,8 % ist zudem kaum politisch bedingt. Nach Analyse des HCC resultiert er vor allem aus günstigen Witterungsverhältnissen: einem milden Winter mit geringem Heizbedarf und einer regenreichen Saison, die die Stromproduktion aus Wasserkraft erhöhte. Politische Maßnahmen hingegen trugen nur marginal zur CO2-Reduzierung bei.

    Rückschritte bei zentralen Gesetzesvorhaben

    Der Klimarat kritisiert besonders zwei politische Entscheidungen der vergangenen Monate:

    1. Aufweichung des ZAN-Ziels (Zéro Artificialisation Nette): Das Prinzip, den Flächenverbrauch netto auf null zu bringen, wurde jüngst abgeschwächt. Damit wird ein Kernelement der Biodiversitäts- und Klimastrategie aufgeweicht.
    2. Infragestellung der ZFE-Zonen (Zones à Faibles Émissions): Diese Umweltzonen in Ballungsräumen sollten Emissionen durch Verkehrsbeschränkungen mindern. Politischer Widerstand führte jedoch zur Aufweichung ihrer Umsetzung.

    Diese Entscheidungen, so das HCC, untergraben die Glaubwürdigkeit und Kohärenz der nationalen Klimapolitik.

    Schlüsselbereiche mit strukturellem Reformbedarf

    Verkehr: Stagnierende Emissionen trotz Elektrifizierung

    Der Verkehrssektor bleibt der größte Problembereich. Trotz steigender Zulassungszahlen von Elektroautos stagnierten die Emissionen 2024. Der HCC empfiehlt eine konsequentere CO₂-Bepreisung bei Diesel und Benzin, eine stärkere Besteuerung von Schwerlasttransporten sowie Investitionen in den Schienengüterverkehr. Zudem müsse das Ziel, ab 2035 nur noch emissionsfreie Neufahrzeuge zuzulassen, strikt verfolgt werden.

    Landwirtschaft: Klimaschutz kollidiert mit Krisenpolitik

    Die Agrarpolitik wurde 2024 stark von den Bauernprotesten geprägt. Um die Krise zu entschärfen, lockerte die Regierung Umweltauflagen und verschob Transformationsziele. Der HCC warnt, dass diese Politik den notwendigen Umbau hin zu einer klimafreundlicheren, regenerativen Landwirtschaft blockiert.

    Gebäude: Teilsanierungen reichen nicht aus

    Im Gebäudesektor setzt Frankreich weiterhin auf partielle Sanierungen statt umfassender energetischer Renovationen. Der HCC kritisiert diese Strategie als ineffizient, da sie langfristig weder Energiekosten senkt noch die Dekarbonisierungsziele im Bauwesen sicherstellt.

    Fehlende strategische Orientierung

    Neben sektoralen Defiziten sieht der Klimarat ein strukturelles Problem: Die überfällige Veröffentlichung der neuen Programmation Pluriannuelle de l’Énergie (PPE) und der Stratégie Nationale Bas Carbone (SNBC) verschärft die Unsicherheit. Ohne diese strategischen Rahmenwerke fehlt es Unternehmen, Kommunen und Investoren an Orientierung.

    „Sursaut collectif“ – ein kollektives Aufwachen gefordert

    Jean-François Soussana, Präsident des HCC, rief angesichts dieser Bilanz zu einem „sursaut collectif“ auf – einem kollektiven Aufwachen. Er fordert:

    • Strukturreformen statt Einzelmaßnahmen
    • Stabile Governance-Strukturen, um Klimapolitik auch bei wechselnden politischen Mehrheiten umzusetzen
    • Klare, belastbare Ziele, die sich nicht nach kurzfristigen Krisenstimmungen richten

    Frankreichs Klimapolitik auf der Kippe

    Frankreichs Klimabilanz ist ein Menetekel. Die strukturellen Versäumnisse und politischen Rückschritte drohen die mühsam erarbeiteten Fortschritte der vergangenen Jahre zu entwerten. Bereits 2023 hatte der Conseil d’État, Frankreichs höchstes Verwaltungsgericht, die Regierung gemahnt, ihre Klimapolitik „ohne weitere Verzögerung“ an die selbst gesetzten Ziele anzupassen. Der aktuelle Bericht des HCC unterstreicht, dass diese Mahnung ungehört verhallte.

    Sollte Frankreich seine Klimaziele verfehlen, wäre dies nicht nur ein innenpolitisches Scheitern. Als zweitgrößte Volkswirtschaft der EU und diplomatischer Motor der Klimapolitik droht Paris an Glaubwürdigkeit zu verlieren – insbesondere im Hinblick auf die Verhandlungen zur globalen CO₂-Bepreisung und die EU-interne Lastenteilung. Ein nachhaltiger Kurswechsel wird umso dringlicher.

    Andreas M. Brucker

  • Gesetzgebung in Frankreich: zwischen „Befreiung“ der Agrarwirtschaft und ökologischer Rückabwicklung

    Gesetzgebung in Frankreich: zwischen „Befreiung“ der Agrarwirtschaft und ökologischer Rückabwicklung

    Am 2. Juli 2025 hat der französische Senat die sogenannte „Proposition de loi Duplomb“ verabschiedet. Der von Laurent Duplomb (Les Républicains) eingebrachte Gesetzentwurf soll nach Darstellung seiner Befürworter die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Landwirtschaft stärken, indem nationale Auflagen abgebaut und europäische Standards übernommen werden. Am 8. Juli wird die Nationalversammlung in letzter Lesung darüber entscheiden. Schon jetzt zeichnet sich ein Konflikt zwischen ökonomischen und ökologischen Interessen ab, der über Frankreich hinausweist. Ein Gesetz zur „Befreiung“ der Landwirtschaft Die Kernanliegen des Gesetzes orientieren sich an Forderungen des Berufsstands, der zunehmend unter Wettbewerbsdruck steht. Die wichtigsten Punkte:

    Wiedereinführung von Acetamiprid. Das Insektizid aus der Gruppe der Neonicotinoide ist in Frankreich seit 2018 verboten, auf EU-Ebene jedoch bis 2033 zugelassen. Es gilt als bienen- und umweltschädlich, wird aber von Befürwortern als unverzi…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Trockenalarm in der Bretagne: Ille-et-Vilaine rutscht in die Dürre

    Trockenalarm in der Bretagne: Ille-et-Vilaine rutscht in die Dürre

    Es knistert unter den Sohlen.

    Wer derzeit durch die Felder von Ille-et-Vilaine wandert, hört das Geräusch ausgedörrter Böden. Kein gutes Zeichen – weder für Spaziergänger noch für die, die vom Land leben. Denn während in Rennes der Sommer Einzug hält, schlägt die Trockenheit im Département ungebremst zu. Seit dem 13. Juni 2025 gilt offiziell: Vigilance sécheresse – Dürrewarnstufe Gelb.

    Ein trockenes Vorzeichen für einen schwierigen Sommer?

    Wenn der Regen ausbleibt

    Dabei hatte das Jahr noch vielversprechend begonnen. Der Januar – nass, voller Hoffnung. Doch was danach kam, war nichts als Trockenheit. Ein alarmierendes Defizit in der Niederschlagsbilanz: Zwischen 30 % im Zentrum und Süden des Départements, bis hin zu 70 % weniger Regen an der Küste.

    Die Konsequenzen spüren nicht nur die Meteorologen. Flüsse führen weniger Wasser, Stauseen verlieren frühzeitig ihre Reserven. Und unter den Füßen? Böden, die reißen wie alte Farbe. Was das bedeutet, wird spätestens beim Blick aufs Grundwasser klar – und auf die Landwirtschaft.

    Gerade für die Landwirte ist diese Entwicklung mehr als ein schlechtes Wetterphänomen. Es ist eine reale Bedrohung ihrer Existenz.

    Die Wiesen, auf denen sonst saftiges Futter für das Vieh wächst, wirken, als hätte jemand die Farbe herausgedreht. Statt sattem Grün: bräunliches Stroh. Maissaaten verkümmern, Gemüse vertrocknet – der Regen bleibt ein Phantom.

    Schon 2022 zeigte die damalige Trockenperiode, wie verletzlich die Landwirtschaft in Ille-et-Vilaine ist. Doch diesmal trifft es die Betriebe noch früher im Jahr. Und was passiert, wenn der Juni so beginnt – und der Juli brennt?

    Noch keine Verbote – aber klare Appelle

    Aktuell sind keine verpflichtenden Wasserbeschränkungen in Kraft. Doch die Präfektur richtet eindringliche Worte an alle, die Wasser nutzen – also: an alle. Ob private Haushalte, Unternehmen oder landwirtschaftliche Betriebe: Jeder Tropfen zählt.

    Ein paar Beispiele? Garten gießen lieber früh morgens oder spät abends. Keine Pools befüllen. Duschen statt baden – und das möglichst kurz. Klingt banal, hilft aber.

    Denn wer jetzt sorgsam handelt, könnte verhindern, dass aus der Warnstufe bald eine echte Krise wird.

    Landwirtschaft im Wandel – aber wie?

    Klar ist: So wie bisher kann es nicht weitergehen. Die wiederkehrenden Dürren sind kein Ausrutscher, sondern Teil eines neuen Klimakapitels. Die Landwirtschaft muss sich anpassen – und das schnell.

    Agroökologie, also Landwirtschaft im Einklang mit ökologischen Kreisläufen, ist ein vielversprechender Ansatz. Ebenso wie vielfältigere Fruchtfolgen oder sparsamere Bewässerungssysteme. Klingt vernünftig? Ist es auch.

    Aber solche Veränderungen kosten – Zeit, Wissen, Geld.

    Viele Betriebe brauchen technische Beratung, finanzielle Hilfe und politische Unterstützung. Sonst bleiben gute Ideen Wunschdenken.

    Noch ist die Lage nicht dramatisch. Aber sie ist ernst – und sie ist ein Weckruf. Für Ille-et-Vilaine, für die Bretagne, für ganz Frankreich.

    Die Zeichen stehen auf Veränderung. Für die Landwirte heißt das: mehr Resilienz, neue Wege, andere Routinen. Für alle anderen: mehr Bewusstsein, weniger Verschwendung.

    Denn wer das Wasser schützt, schützt das Leben.

    Und das fängt nicht erst bei der Dürre an – sondern beim nächsten Tropfen, den wir nicht verschwenden.

    Autor: C.H.

  • Unwetter-Drama in der Ardèche: Wie Hagel und Sturm die Landwirtschaft verwüsten

    Unwetter-Drama in der Ardèche: Wie Hagel und Sturm die Landwirtschaft verwüsten

    Am Sonntag, dem 15. Juni 2025, fegte ein mächtiger Gewittersturm über den Norden der Ardèche hinweg – und hinterließ ein Bild der Verwüstung. Es war kein gewöhnliches Unwetter. Es war eine sogenannte „Superzelle“, ein meteorologisches Monster, das in der Region Annonay tobte und alles mitriss, was ihm in den Weg kam.

    Was macht so ein Sturm mit einem Landstrich, in dem Landwirtschaft mehr als nur ein Beruf ist – nämlich Lebensinhalt, Familientradition und wirtschaftliches Rückgrat?

    Die Antwort: er trifft ins Herz.

    Schon die ersten Berichte ließen Schlimmes erahnen. Windböen peitschten mit unbändiger Wucht durch Felder und Höfe, während Hagelkörner, so groß wie Golfbälle, auf Reben, Obstbäume und Getreidefelder niederprasselten. In der Gegend zwischen Peaugres und Davézieux wurden Heuballen durch die Luft geschleudert – und zwar mitten auf die Schnellstraße.

    Ein Anblick, der sinnbildlich für die Gewalt dieses Sturms steht.

    Die Bilanz? Verheerend.

    Viele Bauern stehen vor dem Nichts. Zwischen 30 und 80 Prozent Ernteverlust – je nach Feld. Jean-François Laville aus Saint-Pons hat es besonders hart getroffen. Seine gesamte Ernte – zu 100 Prozent verloren. Null. Nada. Was bleibt, sind zerstörte Pflanzen, zerfetzte Netze, zerbeulte Gerätschaften und eine riesige Lücke auf dem Konto.

    Die Trauben sind hin – die Hoffnung vieler Winzer gleich mit.

    Doch es geht längst nicht nur um die aktuelle Saison. Viele Landwirte schlagen Alarm, weil sie sich in einem wiederkehrenden Albtraum gefangen fühlen. Schon 2014 und 2019 verwüsteten extreme Wetterlagen weite Teile der Ardèche. Damals wie heute sprachen viele von einer Natur, die aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die wahren Kosten? Spüren vor allem die, die jeden Tag draußen auf den Feldern stehen.

    Und genau diese Menschen melden sich jetzt zu Wort.

    Die Landwirtschaftsgewerkschaften FDSEA und Jeunes Agriculteurs fordern rasche Unterstützung. Die örtliche Behörde für Landnutzung, die Direction Départementale des Territoires (DDT), wurde beauftragt, die betroffenen Gebiete zu erfassen und eine offizielle Einstufung als „Naturkatastrophe“ zu prüfen. Nur so kann der nationale Solidaritätsfonds aktiviert werden, um finanzielle Verluste wenigstens teilweise aufzufangen.

    Aber Geld allein heilt keine kaputten Pflanzen.

    Daher gibt es auch andere Ansätze: In Windeseile wurden Spendenaktionen ins Leben gerufen. Online-Plattformen sammeln Gelder, Dorfgemeinschaften organisieren Hilfe, Nachbarn packen zusammen an. Diese Welle der Solidarität zeigt: Wenn die Natur wild wird, halten die Menschen zusammen.

    Aber – und das ist der Knackpunkt – wie oft soll das noch gutgehen?

    Viele Experten und Landwirte sehen sich durch die wiederholten Unwetter in ihrer Sorge bestätigt: Die Landwirtschaft muss sich dem Klimawandel endlich ernsthaft stellen. Es geht nicht nur um Notfallmaßnahmen – es geht um grundlegende Veränderungen.

    Schattenspender, widerstandsfähigere Sorten, neue Bewässerungssysteme, Versicherungen, agrarökologische Umbauten – die Liste der Möglichkeiten ist lang, aber der politische Wille und die wirtschaftlichen Mittel fehlen häufig. Der Klimawandel ist längst nicht mehr abstrakt – er pflügt sich wortwörtlich durch Frankreichs Ackerböden.

    Die Frage, die nun offen im Raum steht: Wie lange kann die Landwirtschaft der Ardèche noch durchhalten, wenn extreme Wetterereignisse zur Regel statt zur Ausnahme werden?

    Es braucht jetzt nicht nur schnelle Hilfe, sondern endlich einen Plan mit Weitsicht. Denn wenn die Menschen auf dem Land kapitulieren, bleibt mehr als nur ein leerer Marktstand – dann verliert ein ganzes Land einen Teil seiner Identität. Und wir alle unsere Ernährungssicherheit!

    Von Andreas M. Brucker

  • Hecken für die Zukunft: Frankreich investiert Millionen in grüne Lebensadern

    Hecken für die Zukunft: Frankreich investiert Millionen in grüne Lebensadern

    Mit dem „Pacte en faveur de la haie“ geht Frankreich neue Wege in Sachen Umweltschutz – und das mit voller Kraft voraus. Ganze 110 Millionen Euro stellt die Regierung seit dem Jahr 2024 bereit, um ein grünes Netzwerk durch das Land zu ziehen: 50.000 Kilometer neue Hecken sollen bis 2030 gepflanzt werden. Ein Vorhaben, das nicht nur ehrgeizig klingt, sondern auch weitreichende Folgen für Klima, Biodiversität und Landwirtschaft haben wird.


    Grüne Rückkehr der vergessenen Landschaftselemente

    Hecken – jahrzehntelang aus der Agrarlandschaft verdrängt – erleben jetzt ein echtes Comeback. Warum? Weil sie mehr können, als nur Felder einzurahmen oder Wind zu bremsen. Sie sind kleine Naturwunder am Wegesrand: Rückzugsorte für Vögel, Insekten und Kleinsäuger. Sie speichern Kohlenstoff, verhindern Erosion und verbessern das Mikroklima.

    Ganz nebenbei werten sie auch die Landschaft optisch auf. Wer einmal einen Spaziergang entlang einer blühenden Hecke gemacht hat, weiß, wie viel Charme diese natürlichen Grenzen ausstrahlen können.


    25 Maßnahmen – ein gemeinsames Ziel

    Im März 2024 stellte Agrarminister Marc Fesneau die 25 Maßnahmen vor, die den Kern des Pakts bilden. Sie sind in sechs große Handlungsfelder gegliedert und reichen von der Förderung nachhaltiger Pflanzmethoden bis hin zur Vereinfachung bürokratischer Hürden für die Heckenpflege.

    Besonders erwähnenswert: Ein nationales Hecken-Observatorium wird eingerichtet. Dieses soll die Entwicklung überwachen, Wissen bündeln und die Akteure vor Ort gezielt unterstützen. Auch für die Ausbildung und Beratung der beteiligten Landwirte und Gemeinden sind Mittel vorgesehen.


    Klimaschutz mit Wurzeln

    Die ökologische Bedeutung der Hecken steht außer Frage. Sie bilden Korridore für Wildtiere, verbessern die Bodenqualität und sind – ganz pragmatisch – ein natürlicher CO₂-Speicher. Ihre Funktion im Kampf gegen den Klimawandel ist nicht zu unterschätzen.

    Doch auch ökonomisch rechnet sich die Investition. Denn Hecken liefern nicht nur ökologische Dienstleistungen, sondern auch verwertbare Produkte: Holz für Energie, Früchte für Spezialitäten, Material für traditionelles Handwerk. Das eröffnet Landwirten neue Einnahmequellen.


    Großer Topf, große Pläne

    110 Millionen Euro – das ist nicht nur eine Zahl, sondern ein Signal. Frankreich meint es ernst mit dem „Pacte en faveur de la haie“. Gefördert werden nicht nur Pflanzungen, sondern auch die langfristige Pflege und der Aufbau regionaler Netzwerke. Diese sollen die Umsetzung vor Ort maßgeschneidert begleiten – denn jede Region hat ihre Besonderheiten.

    Regionale Projektaufrufe ermöglichen gezielte Förderung, angepasst an Klima, Boden und Kultur. Damit rückt das Ziel in greifbare Nähe: ein landesweites Hecken-Netz, das nicht einfach von oben verordnet, sondern von unten mitgetragen wird.


    Ein Gemeinschaftswerk für Generationen

    Die Wiederentdeckung der Hecken ist keine rein technische Angelegenheit. Es geht um ein neues Miteinander von Mensch und Natur. Gemeinden, Umweltverbände, Schulen, Bürgerinitiativen – sie alle sind aufgerufen, mitzumachen. Denn eines ist klar: Ohne kollektive Anstrengung bleibt der Pakt ein Papiertiger.

    Doch wie begeistert man Menschen für so etwas vermeintlich Altmodisches wie Hecken? Vielleicht mit der Vorstellung, dass jedes gepflanzte Sträuchlein ein Beitrag zum großen Ganzen ist – ein grüner Faden in einem neuen Gewebe, das unsere Landschaft wieder lebendig macht.


    Ein Modell für Europa?

    Frankreich wagt mit dem Hecken-Pakt etwas, das Schule machen könnte. Während viele Länder noch um umweltschonende Agrarpolitik ringen, zeigt Paris, dass es auch anders geht: pragmatisch, naturbasiert, gemeinschaftlich. Der Plan ist nicht perfekt – aber er ist ein Anfang.

    Und mal ehrlich: Wann war die letzte politische Maßnahme, bei der man sich auf den ersten Blick vorstellen konnte, wie sie aussieht, riecht, sich anfühlt? Hecken sind greifbar – im besten Sinne des Wortes.

    Von C. Hatty

  • Gesetzgebung – Warum die „Duplomb“-Initiative Frankreichs Agrarpolitik spaltet

    Gesetzgebung – Warum die „Duplomb“-Initiative Frankreichs Agrarpolitik spaltet

    Man nehme ein heiß diskutiertes Gesetz, würze es mit Umweltbedenken, politischen Grabenkämpfen und landwirtschaftlichen Interessenskonflikten – heraus kommt die „Duplomb“-Initiative, die aktuell Frankreichs Nationalversammlung aufheizt. Ein Vorhaben, das nicht nur den Alltag von Landwirten umkrempeln, sondern auch das ökologische Gleichgewicht des Landes auf die Probe stellen könnte. Ein Name, der polarisiert Der Name Laurent Duplomb ist in Frankreichs Politiklandschaft derzeit omnipräsent. Der konservative Senator aus der Haute-Loire will mit seinem Gesetzespaket – offiziell „Proposition de loi visant à lever les contraintes à l’exercice du métier d’agriculteur“ – den Landwirten das Leben erleichtern. Sein Versprechen: Weniger Bürokratie, mehr Wettbewerbsfähigkeit, größere Freiheit beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Klingt zunächst harmlos. Doch der Teufel steckt im Detail. Denn was Befürworter als „Befreiungsschlag“ für die Landwirtschaft feiern, sehen Umwelt- und Gesundheitsver…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Frankreichs Felder unter Eis: Wenn Hagel alles vernichtet

    Frankreichs Felder unter Eis: Wenn Hagel alles vernichtet

    Was passiert, wenn der Himmel zum Gegner wird? Wenn statt ersehnter Frühlingssonne apokalyptische Gewitter mit riesiegen Hagelkörnern über Felder und Dörfer fegen – und alles zerstören, was monatelange Arbeit hervorgebracht hat? Genau das erleben derzeit viele Landwirte in Frankreich. Das Frühjahr 2025 geht jetzt schon als eines der härtesten der jüngeren Geschichte in die Bücher ein.

    Die Natur schlägt zurück

    Am 19. Mai tobten schwere Unwetter über Südwestfrankreich. Besonders die Departements Tarn und Haute-Garonne wurden heftig getroffen. In Lautrec – eigentlich bekannt für sein zartes rosa Knoblauch-Aroma – herrschte plötzlich Stille und Verzweiflung. Keine Ernte, keine Hoffnung. „Die Hagelkörner haben alles zerfetzt. Manche Landwirte erleben 100 % Verlust“, sagt Gaël Bardou, Präsident des örtlichen Knoblauch-Verbandes.

    Ein paar Kilometer weiter, in Saint-Marcet im Comminges, sieht es ähnlich düster aus. Julien Boudou zählt auf, was alles verloren ist: Bohnen, Erbsen, Kartoffeln, Zwiebeln, Salat. Die Felder gleichen einer matschigen Wüste. Und als wäre das nicht schon genug, droht den Pflanzen durch die durchnässten Böden jetzt auch noch ein Anstieg von Krankheiten.

    Ernteausfälle – und zwar überall

    Nicht nur die Gemüsebauern sind betroffen. Auch in der Region Rhône schlugen die Gewitter erbarmungslos zu. Ein Landwirt bringt es auf den Punkt: „Dieses Jahr ist gelaufen.“ – Kein Getreide, keine Einnahmen, keine Perspektive.

    Besonders hart trifft es auch die Obstbauern. Apfel-, Pfirsich-, Kirsch- und Aprikosenbäume sind verwüstet, viele Früchte wurden heruntergeschlagen oder sind unbrauchbar. In einigen Fällen liegt der Verlust bei 80 %. Und die Winzer? Müssen mit nur der Hälfte ihrer Trauben auskommen – eine dramatische Einbuße, die sich sowohl im Keller als auch im Glas bemerkbar machen wird.

    Ein wirtschaftlicher Albtraum

    Die Bilanz ist verheerend. Hunderte Millionen Euro Verluste. Viele Betriebe stehen kurz vor dem Bankrott, weil sie nicht nur ihre Erträge verlieren, sondern auch für neue Aussaat, Reparaturen und Schutzmaßnahmen aufkommen müssen.

    In den Yvelines schildert Landwirt Christophe Robin die Lage: „Der Hagel hat den Weizen einfach abgerissen. Alles liegt jetzt auf dem Boden.“ Die Kassen sind leer, das Konto im Minus. Die Hoffnung liegt – wie so oft – auf dem Staat. Doch ob dieser schnell und angemessen hilft, bleibt ungewiss.

    Ein Klima, das aus dem Ruder läuft

    Zunehmende Unwetter, extreme Niederschläge, Temperaturschwankungen – das alles ist längst kein Zufall mehr. Der Klimawandel macht sich breit. Und die Landwirtschaft, die ohnehin ständig unter Wetterrisiken leidet, ist eines der ersten Opfer.

    Hagelstürme wie dieser zeigen schonungslos, wie verletzlich unsere Nahrungsproduktion ist. Zwar gibt es technische Schutzmaßnahmen – wie Hagelnetze oder spezielle Kanonen, die das Wetter manipulieren sollen –, doch ihre Wirkung ist umstritten und sie sind teuer.

    Staatliche Hilfen wie die „Indemnisation de Solidarité Nationale“ greifen oft nur teilweise. Was nützt eine Entschädigung, wenn sie den tatsächlichen Schaden nur zu einem Bruchteil deckt?

    Neue Wege – jetzt oder nie

    Was also tun? Einfach weitermachen wie bisher? Unmöglich. Frankreichs Agrarpolitik muss dringend neu gedacht werden. Mehr Unterstützung für Versicherungen gegen Klimarisiken, Investitionen in wetterfeste Infrastrukturen, Förderung nachhaltiger, widerstandsfähiger Anbaumethoden – das alles sind Schritte in die richtige Richtung.

    Was aber oft übersehen wird: Die Kraft der Gemeinschaft. In Aurignac helfen sich Landwirte gegenseitig – sie teilen Saatgut, Maschinen, Arbeitskraft. Solche Solidarität kann Leben retten – und Betriebe.

    Denn eines ist sicher: Die Landwirtschaft ist kein romantisches Idyll auf Instagram. Sie ist das Fundament unserer Ernährung. Und wenn sie fällt, fällt mehr als nur eine Branche.

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Wasserkrieg auf dem Acker – Wie Frankreichs Bauern ums Überleben kämpfen

    Wasserkrieg auf dem Acker – Wie Frankreichs Bauern ums Überleben kämpfen

    Frankreich, das Land des Weins, der Croissants und der weiten Felder, sieht sich einer Bedrohung gegenüber, die tief in die Erde greift: Wassermangel. Und nicht nur das. Der Klimawandel, längst keine ferne Theorie mehr, setzt den Landwirten zwischen Atlantik und Alpen doppelt zu. Dürre, Hitze, Wetterextreme – und mittendrin Menschen, die ihr Leben der Landwirtschaft verschrieben haben.

    Was passiert, wenn Regen ausbleibt, die Böden rissig werden und Felder verdorren?

    Willkommen in der Dürre-Realität

    Die Sommermonate sind mittlerweile keine Jahreszeit mehr – sie fühlen sich an wie ein Überlebenskampf. Der Sommer 2022 markierte einen traurigen Rekord: die heftigste Dürre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Mehr als 100 Gemeinden mussten ihr Trinkwasser per Lkw bekommen. Der Mais? Verbrannt. Der Weizen? Mager. Die Ernte? Teilweise um ein Drittel eingebrochen.

    In Regionen wie der Provence, Okzitanien oder dem Loire-Tal ist es besonders schlimm. Die Böden? Hart wie Beton. Die Hoffnung? Oft nur symbolisch – wie in Perpignan, wo Landwirte eine Regenprozession veranstalteten. Was verzweifelt klingt, war in Wahrheit ein stiller Aufschrei: Seht her, wir können nicht mehr.

    Kampf um jeden Tropfen

    Wasser ist Leben – aber eben auch Streitpunkt. Die Landwirtschaft nutzt etwa 58 Prozent der französischen Wasserressourcen. In Zeiten der Knappheit sorgt das für Spannungen: Städte, Umweltschützer und Bauern ringen um dasselbe Gut. Wer bekommt wie viel? Und wer entscheidet?

    Ein Reizthema sind die sogenannten „Mégabassines“ – künstliche Wasserreservoirs, die riesige Mengen Wasser speichern sollen. Die einen sehen darin eine Überlebensstrategie, die anderen eine ökologische Katastrophe. In Sainte-Soline gipfelte der Konflikt im Frühjahr 2023 in massiven Protesten. Wasser, so zeigt sich, kann politisch explosiver sein als Öl.

    Der Staat reagiert – aber reicht das?

    Die Regierung hat den Ernst der Lage erkannt. Im März 2023 präsentierte Präsident Macron einen „Plan Eau“ mit 53 Maßnahmen. Wasserleitungen sollen modernisiert, Grauwasser besser genutzt und ein spezieller „Wasserwetterbericht“ eingeführt werden. Eine gestaffelte Preisgestaltung soll den sparsamen Umgang fördern – wer viel nutzt, zahlt mehr.

    Doch mit Bürokratie allein wird kein Feld bewässert. Bis 2050 könnten bis zu 14 Prozent der französischen Wasserressourcen verloren gehen. Und das sind keine Prognosen für ferne Generationen – das betrifft uns jetzt.

    Technik rettet den Acker?

    Die französischen Landwirte sind nicht untätig. Immer mehr setzen auf Innovationen: Tröpfchenbewässerung statt Sprinkler, dürretolerante Pflanzen statt empfindlicher Sorten, digitale Sensoren statt Bauchgefühl. Smart Farming ist mehr als ein Modewort – es ist ein Rettungsanker.

    In Montpellier etwa wird Agroforstwirtschaft ausprobiert: Zwischen Obstbäumen, Sträuchern und Getreide entstehen Mikroklimata, die den Boden kühlen und die Verdunstung bremsen. Eine Rückkehr zur Natur mit technischem Feinschliff – klingt nach Zukunft, oder?

    Und trotzdem: Die meisten kleinen Betriebe stemmen solche Umstellungen kaum aus eigener Kraft. Wer fünf Kühe und zwei Traktoren hat, kann sich kein Hightech leisten. Viele Bauern fordern finanzielle Hilfen – nicht als Almosen, sondern als Investition in die Ernährungssicherheit Europas.

    Tradition trifft Transformation

    Die Landwirtschaft steckt in einem gigantischen Umbruch. Alte Gewissheiten bröckeln, neue Wege müssen gefunden werden. Doch das braucht mehr als Technik. Es braucht Mut zur Veränderung – und einen gesellschaftlichen Schulterschluss.

    Was, wenn nicht nur Bauern, sondern auch Konsumenten umdenken? Weniger Wasserverschwendung, andere Ernährungsgewohnheiten, bewusster Konsum – alles kleine Stellschrauben, die zusammen Großes bewirken können.

    Denn eines ist klar: Die Landwirtschaft ist keine isolierte Branche. Sie ist ein Spiegel unserer Lebensweise – und ein Frühwarnsystem für kommende Krisen.

    Wer trägt die Last?

    Ein Satz aus einem Interview mit einem Landwirt aus dem Limousin geht mir nicht mehr aus dem Kopf: „Wir schuften und verzweifeln, während andere sich über Gartenbewässerung streiten.“ Treffender kann man es kaum sagen.

    Die Klimakrise ist ungerecht – sie trifft jene zuerst und am härtesten, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Bäuerinnen und Bauern, deren Arbeit buchstäblich vom Wetter abhängt, stehen an der Frontlinie. Sie riskieren nicht nur ihre Existenz, sondern auch unsere Ernährung.

    Deshalb ist der Umbau der Landwirtschaft auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Wer sich nachhaltige Systeme wünscht, muss sie auch finanzieren. Und wer von der Vielfalt französischer Produkte profitiert, sollte bereit sein, dafür Verantwortung zu übernehmen.

    Wege aus der Krise

    Frankreichs Landwirtschaft steckt fest – zwischen Dürre und Flut, zwischen Tradition und Technik, zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und politischer Realität.

    Doch Stillstand ist keine Option.

    Was wäre, wenn wir diese Krise als Chance begreifen? Als Impuls für neue Solidarität, für echte Innovationen, für ein nachhaltiges Miteinander?

    Denn eines steht fest: Ohne Wasser wächst nichts. Und ohne Bauern auch nicht.

    Autor: Andreas M. Brucker