Ein heftiger Brand bedroht das Dorf Castelnou in den Pyrénées-Orientales, und die Bewohner mussten am Donnerstag, den 12. September, evakuiert werden. Rund 800 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen, die bereits 440 Hektar Vegetation vernichtet haben.
Die Situation wird durch die starken Winde der Tramontane, die mit bis zu 70 km/h wehen, verschärft. Der Brand verbreitet sich schnell, und eine erste Häuserreihe ist bereits in Flammen aufgegangen. Vor seiner Evakuierung verschloss ein 88-jähriger Dorfbewohner symbolisch die Kirche in Castelnou – in der Hoffnung, sie vor den Flammen zu schützen.
Massive Einsatzmittel gegen die Flammen
Um eine Ausweitung auf das gesamte Tal zu verhindern, wurden umfangreiche Mittel mobilisiert: Sieben Canadair-Löschflugzeuge, zwei Wasserbomben-Hubschrauber und fünf Dash-Löschflugzeuge sind im Dauereinsatz. Auch aus Korsika soll bald zusätzliche Luftunterstützung kommen.
Die Feuerwehr rechnet mit schwierigen Tagen, da der starke Wind voraussichtlich noch eine Zeitlang anhalten wird. Die Bevölkerung wird dringend gebeten, das betroffene Gebiet nicht zu betreten, um den Einsatzkräften freie Bahn zu lassen.
