Kategorie: Wirtschaft

  • Glucksmann will Lehrer besser bezahlen – doch die 10-Prozent-Zahl führt in die Irre

    Glucksmann will Lehrer besser bezahlen – doch die 10-Prozent-Zahl führt in die Irre

    Raphaël Glucksmann rückt die französischen Schulen ins Zentrum seiner Präsidentschaftskampagne. Der Kandidat verspricht höhere Gehälter für Lehrer, kleinere Klassen und eine umfassende Sanierung öffentlicher Schulen. Eine Zahl sorgt dabei allerdings für Verwirrung: Will Glucksmann tatsächlich die Gehälter sämtlicher Lehrkräfte pauschal um zehn Prozent erhöhen? So eindeutig ist die Sache nicht. Fest steht: Die bessere Bezahlung von Lehrerinnen und Lehrern gehört zu den Schwerpunkten seines bildungspolitischen Programms. Glucksmann beschreibt den Zustand des öffentlichen Schulsystems als eine der großen politischen Baustellen Frankreichs und stellt für den Fall eines Wahlsiegs einen auf fünf Jahre angelegten Rettungsplan in Aussicht. Dabei geht es nicht allein ums Geld. Neben höheren Lehrergehältern sieht sein Konzept eine Verringerung der Schülerzahlen pro Klasse vor. Besonders die Grundschulen sollen davon profitieren. Hinzu kommt die Renovierung von Schulgebäuden – ein Thema, das viel…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Die Bretagne entdeckt die Heidelbeere

    Die Bretagne entdeckt die Heidelbeere

    Wer im französischen Supermarkt nach Heidelbeeren greift, findet auf den kleinen Schalen häufig Herkunftsländer wie Peru, Chile, Marokko, Spanien oder Portugal. Das gehört längst zum Alltag. Doch ausgerechnet an der windigen Küste der Bretagne wächst eine Konkurrenz heran, mit der vor wenigen Jahren kaum jemand gerechnet hätte.

    Die bretonische Heidelbeere kommt.

    Und zwar ziemlich flott.

    Die Erzeugerorganisation Prince de Bretagne begann 2021 mit dem Aufbau einer eigenen Produktion. Geduld gehörte von Anfang an dazu, denn Heidelbeersträucher liefern nicht sofort nennenswerte Erträge. Erst 2023 kamen die ersten kommerziellen Mengen auf den Markt.

    Seitdem zeigt die Kurve steil nach oben: 2024 lag die Ernte bei acht Tonnen, 2025 bereits bei rund 30 Tonnen. Für 2026 rechnen die acht beteiligten Produzenten mit etwa 55 Tonnen. Bis 2030 sollen jährlich 120 bis 150 Tonnen zusammenkommen.

    Für französische Verhältnisse bleibt das überschaubar.

    Doch die Richtung stimmt.

    Frankreich bekommt Appetit auf Blau

    Der Grund für den bretonischen Vorstoß liegt direkt im Einkaufswagen der Verbraucher. Die Franzosen essen deutlich mehr Heidelbeeren als noch vor einigen Jahren. Innerhalb von fünf Jahren stieg der Konsum um ungefähr ein Fünftel, zusätzlich kamen rund eine Million neue Käufer hinzu.

    Die kleinen Beeren passen perfekt zu modernen Essgewohnheiten.

    Packung öffnen, kurz abspülen, fertig.

    Kein Schälen, kein Schneiden, kein Kochen. Heidelbeeren landen im Müsli, im Joghurt, im Smoothie oder direkt im Mund. Gerade jüngere Verbraucher mögen diese unkomplizierte Art des Obstessens.

    Traditionelle bretonische Kulturen wie Artischocken oder Blumenkohl besitzen dagegen ein kleines Imageproblem. Gesund? Ohne Frage. Aber als Snack für unterwegs taugt ein Blumenkohlkopf nun mal eher mäßig.

    Für Landwirte eröffnet die Heidelbeere deshalb eine interessante Möglichkeit, ihr Angebot zu erweitern.

    Regionalität als Verkaufsargument

    Frankreich produziert bislang nur einen kleinen Teil jener Heidelbeeren, die im Land gegessen werden. Der überwiegende Rest kommt aus dem Ausland.

    Genau dort liegt die Chance der Bretagne.

    Während Importware mitunter lange Transportwege zurücklegt, gelangen die regional geernteten Beeren sehr schnell in Kühlung und Handel. In Kerannou bei Saint Pol de Léon entstand dafür eine eigene Verpackungsinfrastruktur. Ein modernes optisches Sortiersystem prüft unter anderem Farbe und Festigkeit der Früchte.

    Doch am stärksten dürfte ein Argument wirken, das keine Maschine liefern muss: Nähe.

    Was spricht gegen eine bretonische Heidelbeere, wenn sie zur gleichen Zeit neben einer Frucht aus mehreren Tausend Kilometern Entfernung liegt?

    Für viele Kunden lautet die Antwort inzwischen: ziemlich wenig.

    Ganz ohne Tricks geht es nicht

    Dabei eignet sich die Bretagne nicht automatisch für Heidelbeerplantagen. Die Pflanzen bevorzugen saure Böden und stellen besondere Ansprüche an ihre Umgebung. Einige Produzenten kultivieren sie deshalb in Töpfen mit speziellem Substrat.

    Das klingt zunächst etwas ungewöhnlich, bringt aber Vorteile.

    Wasser und Nährstoffe lassen sich gezielt dosieren. Netze schützen die empfindlichen Pflanzen vor Vögeln, Hagel, starkem Wind und intensiver Sonne. Angesichts heißerer und trockenerer Sommer gewinnt diese Kontrolle zusätzlich an Bedeutung.

    Geduld bleibt trotzdem Pflicht.

    Bis zur ersten ordentlichen Ernte vergehen etwa drei Jahre, die volle Leistung erreichen die Pflanzen erst später. Ein Bauer, der heute Heidelbeeren setzt, investiert also in eine Zukunft, die nicht nächste Woche beginnt.

    Wer macht das schon, wenn der Markt nicht überzeugt?

    Offenbar genug Betriebe.

    Eine kleine Beere mit großer Idee

    Besonders clever erscheint die zeitliche Lage der bretonischen Saison. Größere Mengen kommen vor allem zwischen Mitte Juli und Anfang September auf den Markt. Damit ergänzt die Bretagne frühere französische Anbaugebiete und verlängert die Saison heimischer Ware.

    Selbst Beeren, die optisch nicht ins Frischeregal passen, landen nicht zwangsläufig im Abfall. Ein Teil fließt inzwischen in bretonische Heidelbeerkonfitüre.

    Aus zweiter Wahl entsteht neue Wertschöpfung.

    Klar, 55 Tonnen verändern den französischen Heidelbeermarkt noch nicht. Auch 150 Tonnen im Jahr 2030 ersetzen keine Importe aus Spanien, Marokko oder Südamerika.

    Trotzdem erzählt die Entwicklung eine spannende Geschichte über Frankreichs Landwirtschaft.

    Bauern suchen Kulturen mit wachsender Nachfrage. Verbraucher interessieren sich stärker für Herkunft und kurze Wege. Gleichzeitig verlangen Klimaveränderungen neue Produktionsmethoden und mehr Flexibilität.

    Und manchmal steckt die Antwort darauf eben nicht in einem großen politischen Programm, sondern in einer kleinen blauen Beere.

    Wenn im bretonischen Supermarkt künftig Heidelbeeren aus der Nachbarschaft neben weit gereister Importware liegen, bekommt der alte Satz „regional ist besser“ jedenfalls einen ziemlich leckeren Beweis.

    Ein Artikel von M. Legrand

  • Nur noch zwölf Monate Arbeitslosengeld?

    Nur noch zwölf Monate Arbeitslosengeld?

    Der französische Präsidentschaftswahlkampf 2027 bekommt ein Thema, das erfahrungsgemäß zuverlässig für Streit sorgt: das Arbeitslosengeld. Édouard Philippe, ehemaliger Premierminister und Kandidat für den Élysée, möchte die maximale Bezugsdauer für Arbeitslose unter 50 Jahren von derzeit 18 auf zwölf Monate verkürzen. Sein Vorbild liegt auf der anderen Rheinseite. „Wie Deutschland“, lautet im Kern Philippes Argument. Dort erhalten Arbeitslose unter 50 Jahren bei ausreichenden Beitragszeiten tatsächlich höchstens zwölf Monate Arbeitslosengeld. Für Philippe steckt dahinter eine klare politische Botschaft: Frankreich müsse Arbeit stärker fördern, die Rückkehr in Beschäftigung beschleunigen und gleichzeitig die Ausgaben der Arbeitslosenversicherung begrenzen. Das klingt einfach. Doch genau da beginnt die Debatte. Sechs Monate weniger Sicherheit Für einen Arbeitslosen unter 50 Jahren würde Philippes Modell die maximale Absicherung um ein Drittel verkürzen. Nach zwölf statt 18 Monaten wäre S…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Mélenchons Schuldenzauber hat einen Preis

    Mélenchons Schuldenzauber hat einen Preis

    Jean-Luc Mélenchon hat ein bemerkenswertes Talent dafür, komplizierte ökonomische Fragen auf eingängige politische Formeln zu reduzieren. Sein jüngster Vorschlag bildet keine Ausnahme. Einen Teil der französischen Staatsschulden, der von der Banque de France gehalten wird, möchte der Präsidentschaftskandidat gewissermassen «einfrieren» oder gleich streichen. Was nach technischer Buchhaltung klingt, berührt eine der Grundfragen der europäischen Währungsordnung: Kann sich ein hochverschuldeter Staat seiner Verpflichtungen entledigen, wenn sein Gläubiger die eigene Zentralbank ist? Frankreich hat allen Grund, über seine Schulden nachzudenken. Ende März 2026 beliefen sich diese auf 3,536 Billionen Euro oder 117,5 Prozent der Wirtschaftsleistung. Allein im ersten Quartal kamen 75,6 Milliarden Euro hinzu. Die Agence France Trésor plant für dieses Jahr Nettoemissionen mittel- und langfristiger Anleihen von 310 Milliarden Euro. Mélenchon verspricht einen Ausweg aus diesem Dilemma, ohne Ausgabe…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Nach dem Feuer: Was geschieht mit den verbrannten Wäldern?

    Nach dem Feuer: Was geschieht mit den verbrannten Wäldern?

    Schwarze Stämme, graue Erde, verkohlte Äste – nach einem Waldbrand sieht die Landschaft aus, als sei jedes Leben aus ihr gewichen. Doch der erste Eindruck täuscht. Ein verbrannter Wald ist nicht zwangsläufig ein verlorener Wald. Und selbst das geschwärzte Holz ist längst nicht immer wertlos.

    Was nach den Flammen geschieht, hängt von der Stärke des Feuers, dem Zustand der Bäume, dem wirtschaftlichen Wert des Holzes und nicht zuletzt von den ökologischen Zielen für die betroffene Fläche ab. Einfach alles fällen und abtransportieren? So läuft es heute meist nicht mehr.

    Ist lediglich die Rinde verkohlt, bleibt das Innere eines Stammes mitunter erstaunlich gut erhalten. Solches Holz muss allerdings rasch aus dem Wald. Innerhalb weniger Monate drohen holzfressende Insekten, allen voran Borkenkäfer, sowie Pilze die Qualität zu beeinträchtigen. Rechtzeitig geerntet, eignet sich das Material noch für Bauholz, Paletten oder Holzwerkstoffplatten.

    Bei stärker beschädigten Stämmen sieht die Sache anders aus. Sie landen beispielsweise in der Papier- und Spanplattenproduktion oder dienen als Brennstoff für Biomasseheizwerke. Doch hier lauert ein wirtschaftliches Problem: Brennen gleichzeitig riesige Waldflächen, gelangen enorme Holzmengen auf einen Markt, der dafür schlicht nicht ausgelegt ist.

    Genau diese Situation stellt Frankreich 2026 vor Schwierigkeiten. Mehr als 120.000 Hektar Wald gingen in Flammen auf. Damit drängen mehrere Millionen Tonnen Holz nahezu gleichzeitig auf den Markt. Französische Sägewerke besitzen kaum die Kapazitäten, solche Mengen binnen weniger Monate aufzunehmen. Wertvolles Material droht deshalb zum vergleichsweise günstigen Energieholz zu werden. Für Waldbesitzer bedeutet das erhebliche finanzielle Verluste.

    Doch nicht jeder tote Baum soll überhaupt verkauft werden.

    Die moderne Forstwirtschaft betrachtet abgestorbene Stämme längst nicht mehr bloß als Abfall, der möglichst schnell verschwinden muss. Totholz bietet Lebensraum für Insekten und Vögel, Pilze und unzählige Mikroorganismen. Während es langsam zerfällt, gelangen Nährstoffe zurück in den Boden. Gerade in geschützten Gebieten bleibt deshalb bewusst ein beträchtlicher Teil des verbrannten Holzes liegen. Was für Spaziergänger bisweilen nach Unordnung aussieht, erfüllt im Ökosystem eine ziemlich wichtige Aufgabe.

    Nach der Bergung und Sicherung beginnt die eigentliche Zukunftsarbeit: der Wiederaufbau des Waldes. Dabei stehen Förster vor einer grundsätzlichen Entscheidung. Wo junge Bäume von selbst aufkommen, erhält die natürliche Verjüngung häufig Vorrang. Andernorts muss gepflanzt werden.

    Dabei verändert sich die Strategie. Statt erneut große Flächen mit nur einer Baumart zu bestücken, setzen Forstleute zunehmend auf Vielfalt. Unterschiedliche Arten sollen Wälder widerstandsfähiger gegen Trockenheit, Hitze und künftige Brände machen. Salopp gesagt: Alles auf eine Baumkarte zu setzen, erscheint angesichts des Klimawandels ziemlich riskant.

    Wie aufwendig dieser Prozess ausfällt, zeigten bereits die großen Waldbrände in der Gironde im Jahr 2022. Dort dauerte allein die umfangreiche Bergung abgestorbener Bäume nahezu zwei Jahre. Inzwischen richtet sich der Blick stärker auf einen widerstandsfähigen Wiederaufbau, bei dem Artenvielfalt und natürliche Verjüngung eine größere Rolle spielen.

    Ohnehin besitzt die Natur erstaunliche Reparaturmechanismen. Besonders mediterrane Ökosysteme leben seit Jahrhunderten mit Feuer. Arten wie die Korkeiche oder die Aleppo-Kiefer zeigen ausgeprägte Anpassungen an Brände und erholen sich teilweise überraschend schnell.

    Doch diese Widerstandskraft besitzt Grenzen. Folgen Feuer in immer kürzeren Abständen aufeinander, fehlt jungen Bäumen die Zeit, sich zu entwickeln und fortzupflanzen. Steigende Temperaturen und häufigere Dürren verschärfen den Druck zusätzlich.

    Nach einem Brand entscheidet sich deshalb nicht nur, was mit Millionen verkohlter Stämme geschieht. Es entscheidet sich auch, wie der Wald von morgen aussehen soll. Zwischen Sägewerk, Totholz, natürlicher Verjüngung und gezielter Aufforstung entsteht eine neue Landschaft – im besten Fall vielfältiger und widerstandsfähiger als zuvor.

    Daniel Ivers

  • Frankreichs Budget 2027: Im Herbst schlägt die Stunde der Wahrheit

    Frankreichs Budget 2027: Im Herbst schlägt die Stunde der Wahrheit

    Frankreich kennt den Fahrplan für den Haushalt 2027. Was es nicht kennt, ist der politische Weg zu einer Mehrheit. Bis spätestens Anfang Oktober muss die Regierung ihren Entwurf für das kommende Haushaltsjahr der Nationalversammlung vorlegen. Danach beginnt ein parlamentarisches Verfahren, das auf dem Papier streng geregelt ist. Doch hinter den Fristen verbirgt sich eine weit grundsätzlichere Frage: Ist Frankreichs politisches System noch in der Lage, unter den Bedingungen eines fragmentierten Parlaments einen glaubwürdigen finanzpolitischen Kurs zu formulieren? Am 25. August ist der Projet de loi de finances pour 2027, kurz PLF 2027, noch nicht im Parlament eingebracht. Die entscheidenden Wochen beginnen erst im September. Aber schon jetzt zeichnet sich ab, dass dieser Haushalt weit mehr sein wird als eine Aufstellung von Einnahmen und Ausgaben. Er wird zum Belastungstest für Regierung, Parlament und letztlich für die Fähigkeit des französischen Staates, seine wachsenden finanziellen …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Rekordernte in Guérande: Die Salzbauern erleben einen außergewöhnlichen Sommer

    Rekordernte in Guérande: Die Salzbauern erleben einen außergewöhnlichen Sommer

    Die Salzgärten von Guérande erleben in diesem Sommer eine Saison, die vielen Salzbauern noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Nach Wochen mit außergewöhnlich viel Sonnenschein, hohen Temperaturen und kaum nennenswerten Niederschlägen zeichnet sich eine Ernte ab, die zu den besten der vergangenen Jahrzehnte zählen könnte. Die Erwartungen sind entsprechend groß – selbst wenn die endgültige Bilanz erst nach Abschluss der Saison feststeht.

    Bereits Mitte August hatten die Salzbauern mehr als 15.000 Tonnen Meersalz aus den traditionellen Salinen gewonnen. Doch damit dürfte das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht sein. Die Verantwortlichen der Genossenschaft „Le Guérandais“ rechnen damit, dass der zweite Erntezyklus mindestens weitere 10.000 Tonnen einbringen dürfte. Damit käme die Gesamtproduktion auf rund 35.000 Tonnen und läge nur knapp unter dem historischen Rekordjahr 2022.

    Der Grund für diese außergewöhnliche Entwicklung liegt buchstäblich am Himmel. Über Wochen hinweg herrschten nahezu ideale Bedingungen für die Salzgewinnung. Intensive Sonneneinstrahlung, anhaltend hohe Temperaturen und nur wenige Regentage sorgten dafür, dass das Meerwasser in den flachen Becken besonders schnell verdunstete. Je rascher das Wasser verschwindet, desto leichter kristallisiert das Salz aus – genau dieser natürliche Prozess bildet seit Jahrhunderten die Grundlage der traditionellen Salzproduktion in Guérande.

    Was für die Ernte ein Segen ist, verlangt den Menschen allerdings einiges ab. Die Salzbauern arbeiteten während der Hochsaison teilweise fast zwei Monate ohne echte Unterbrechung. Um der größten Hitze zu entgehen, begann der Arbeitstag vielerorts bereits gegen vier Uhr morgens. Andere Tätigkeiten verlagerten sich auf die Abendstunden, wenn die Temperaturen etwas erträglicher ausfielen. Trotz dieser Anpassungen beschreibt so mancher die Saison als körperlichen Kraftakt. Wer stundenlang unter der prallen Sonne Salz erntet, weiß am Abend ganz genau, was er geleistet hat.

    Zwischen den glänzend weißen Salzbergen und der beeindruckenden Landschaft der Salzgärten gerät leicht in Vergessenheit, wie stark dieses traditionelle Handwerk vom Wetter abhängt. Gerade deshalb fällt der Vergleich mit dem Jahr 2024 besonders deutlich aus. Damals sorgten anhaltende Regenfälle dafür, dass die Ernte von Grobsalz nahezu ausfiel. Viele Salzbauern blickten damals mit Sorge auf ihre Becken, in denen sich statt funkelnder Salzkristalle immer wieder Regenwasser sammelte.

    Diese enormen Unterschiede zwischen einzelnen Jahren zeigen, wie empfindlich die Salzproduktion auf Wetterveränderungen reagiert. Heiße und trockene Sommer fördern zwar kurzfristig die Erträge, gleichzeitig erschweren lang anhaltende Hitzewellen die körperliche Arbeit erheblich. Hinzu kommt die Unsicherheit, welche Auswirkungen der Klimawandel langfristig auf dieses jahrhundertealte Handwerk haben dürfte. Zwischen Rekordernte und Totalausfall liegen inzwischen oft nur wenige Wochen ungewöhnlicher Witterung.

    Noch bleibt bei aller Freude eine Portion Vorsicht. Die letzten Wochen der Saison spielen traditionell eine wichtige Rolle, denn selbst wenige Regentage können den weiteren Ernteverlauf beeinflussen. Erst nach Abschluss der Kampagne steht fest, ob tatsächlich nahezu das Rekordniveau von 2022 erreicht wurde.

    Schon jetzt deutet jedoch vieles darauf hin, dass 2026 als eines der erfolgreichsten Jahre in die Geschichte des Guérande-Salzes eingehen dürfte. Für die Salzbauern wäre das nicht nur ein wirtschaftlicher Erfolg, sondern auch die verdiente Belohnung für unzählige Stunden harter Arbeit unter der Sommersonne.

    Autor: C.H.

  • Frankreichs Staatsschulden werden zur wachsenden Belastung

    Frankreichs Staatsschulden werden zur wachsenden Belastung

    Jahrelang konnte Frankreich seine Haushaltsdefizite nahezu folgenlos ausweiten. Geld war günstig, die Zinsen befanden sich auf historischen Tiefstständen und die Kapitalmärkte stellten dem Staat bereitwillig immer neue Mittel zur Verfügung. Diese Phase ist vorbei. Mit einer Staatsverschuldung von mehr als 3,5 Billionen Euro und dauerhaft höheren Finanzierungskosten steht Paris vor einer neuen Realität: Nicht mehr allein die Höhe der Schulden bereitet Sorgen, sondern vor allem deren stetig steigende Kosten. Damit entwickelt sich die Staatsverschuldung zunehmend zu einer politischen und wirtschaftlichen Herausforderung. Die Verschuldung wächst weiter Im ersten Quartal 2026 erreichte die französische Staatsverschuldung nach Angaben des Statistikamtes Insee 3.536,1 Milliarden Euro. Das entspricht 117,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Ende 2024 hatte die Schuldenquote noch bei 112,6 Prozent gelegen. Allein zwischen Ende Dezember 2025 und Ende März 2026 nahm die Verschuldung um 75,6…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Provenzalische Antillen: Wie der Klimawandel die Landwirtschaft im Süden Frankreichs verändert

    Provenzalische Antillen: Wie der Klimawandel die Landwirtschaft im Süden Frankreichs verändert

    Was vor wenigen Jahrzehnten noch wie eine kühne Zukunftsvision geklungen hätte, prägt heute zunehmend den Alltag vieler Landwirte im Süden Frankreichs. Im Département Var gedeihen inzwischen Pflanzen, die bislang vor allem mit tropischen Regionen in Verbindung gebracht wurden. Der Wandel zeigt eindrucksvoll, wie stark sich das Klima im Mittelmeerraum verändert – und wie die Landwirtschaft gezwungen ist, neue Wege einzuschlagen.

    Eine Biolandwirtin aus dem Var bringt diese Entwicklung mit einem ungewöhnlichen Satz auf den Punkt: „Wir leben unter der Sonne der provenzalischen Antillen.“ Gemeint ist damit nicht nur das sonnige Wetter, sondern die Tatsache, dass die klimatischen Bedingungen inzwischen jenen in der Karibik immer näherkommen. Wo früher Olivenbäume, Weinreben oder Pfirsichplantagen das Landschaftsbild dominierten, wachsen heute zunehmend Mangos, Avocados, Bananen oder Maracujas.

    Der Grund liegt auf der Hand. Die Durchschnittstemperaturen steigen seit Jahren kontinuierlich an, während Regenfälle seltener und unregelmäßiger ausfallen. Lange Trockenphasen und immer häufigere Hitzewellen setzen den traditionellen mediterranen Kulturen erheblich zu. Viele Pflanzen, die über Generationen als typisch für die Provence galten, geraten dadurch unter Druck. Gleichzeitig eröffnen sich Chancen für Gewächse, die früher nur in tropischen oder subtropischen Klimazonen erfolgreich angebaut werden konnten.

    Für viele Betriebe ist diese Entwicklung Fluch und Segen zugleich. Einerseits zwingt das veränderte Klima zu kostspieligen Anpassungen und einer völligen Neubewertung bisheriger Anbaumethoden. Andererseits entstehen neue wirtschaftliche Perspektiven. Exotische Früchte aus regionalem Anbau treffen auf eine wachsende Nachfrage. Verbraucher schätzen kurze Transportwege und heimische Produkte – selbst dann, wenn es sich um Mangos oder Avocados handelt. Was früher aus Übersee importiert wurde, stammt heute in einigen Fällen direkt aus Südfrankreich.

    Ganz so einfach ist der Umstieg allerdings nicht. Tropische Pflanzen benötigen trotz ihrer Wärmeverträglichkeit oft eine zuverlässige Wasserversorgung. Genau hier liegt das große Dilemma. Der Mittelmeerraum leidet zunehmend unter Wasserknappheit. Niedrige Grundwasserstände und ausgetrocknete Böden stellen Landwirte vor enorme Herausforderungen. Moderne Bewässerungssysteme, eine sorgfältige Auswahl der Sorten und ein sparsamer Umgang mit den verfügbaren Ressourcen entscheiden immer häufiger über Erfolg oder Misserfolg einer Ernte.

    Hinzu kommt das steigende Risiko von Waldbränden, das in den Sommermonaten längst zur neuen Normalität geworden ist. Extreme Hitze, trockene Vegetation und kräftige Winde schaffen Bedingungen, unter denen sich Feuer rasend schnell ausbreiten. Landwirtschaftliche Betriebe müssen ihre Anbauflächen deshalb nicht nur gegen Trockenheit schützen, sondern auch gegen eine ständig wachsende Brandgefahr.

    Der Wandel im Var steht beispielhaft für eine Entwicklung, die weit über die Region hinausreicht. Der Mittelmeerraum zählt zu den Gebieten Europas, die sich besonders schnell erwärmen. Klimaforscher beobachten diesen Trend seit Jahren. Die Landwirtschaft reagiert darauf oft früher als andere Wirtschaftsbereiche, weil sie unmittelbar von Temperatur, Niederschlag und Bodenfeuchtigkeit abhängt. Felder und Obstgärten dienen damit gewissermaßen als Frühwarnsystem für die Veränderungen des Klimas.

    Der Begriff der „provenzalischen Antillen“ mag zunächst wie ein origineller Werbeslogan klingen. Tatsächlich beschreibt er jedoch eine tiefgreifende Realität. Die Landschaft verändert ihr Gesicht, traditionelle Kulturen verlieren an Bedeutung und neue Pflanzen erobern Regionen, in denen sie früher keine Überlebenschance gehabt hätten. Für viele Menschen wirkt das faszinierend – gleichzeitig erinnert dieser Wandel daran, dass hinter den neuen Möglichkeiten eine klimatische Entwicklung steht, deren Folgen weit über die Landwirtschaft hinausreichen.

    Südfrankreich erlebt damit eine stille Revolution auf seinen Feldern. Zwischen Olivenhainen und Weinbergen wachsen immer häufiger exotische Früchte, die bislang nur aus fernen Ländern bekannt waren. Die Natur passt sich an. Die Landwirtschaft ebenfalls. Doch der Preis dieser Anpassung zeigt sich in trockenen Böden, knappen Wasserreserven und einer Landschaft, die sich schneller verändert, als viele noch vor wenigen Jahren für möglich gehalten hätten.

    Autor: C.H.

  • Frankreichs Haushalt 2027: Lecornus schwierigste Baustelle vor der Präsidentschaftswahl

    Frankreichs Haushalt 2027: Lecornus schwierigste Baustelle vor der Präsidentschaftswahl

    Der französische Staatshaushalt war in den vergangenen Jahren weit mehr als eine Sammlung von Zahlenkolonnen. Er entwickelte sich zum Gradmesser der politischen Handlungsfähigkeit eines Landes, dessen Institutionen zunehmend unter Druck geraten. Mit dem Budget für 2027 erreicht diese Entwicklung ihren vorläufigen Höhepunkt. Premierminister Sébastien Lecornu muss nicht nur ein milliardenschweres Defizit eindämmen und die Finanzmärkte beruhigen, sondern zugleich ein Parlament ohne stabile Mehrheiten durch eine der sensibelsten Debatten der Legislaturperiode führen. Es ist der letzte Haushalt vor der Präsidentschaftswahl – und damit zugleich ein politischer Lackmustest für das Ende der Macron-Ära. Finanzielle Realität lässt kaum Spielraum In Paris wird die politische Sommerpause traditionell genutzt, um den Etat des kommenden Jahres vorzubereiten. Doch selten waren die Vorzeichen so schwierig wie diesmal. Während Waldbrände, Hitzewellen und die Folgen des Klimawandels die öffentliche Aufm…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…