Kategorie: Wirtschaft

  • Nationaler Streik bei der Post – Störungen in der Postzustellung sind zu erwarten

    Nationaler Streik bei der Post – Störungen in der Postzustellung sind zu erwarten

    Mehrere Gewerkschaften der Post haben für diesen Dienstag, den 18. Mai, einen Streikaufruf gestartet. Sie fordern eine „Aufwertung der Gehälter“ und „den Stopp von Stellenabbau und Büroschließungen“. Ein Streikaufruf, der fast überall in Frankreich befolgt werden wird.

    In ganz Frankreich sind an diesem Dienstag, 18. Mai, Störungen in der Postzustellung zu erwarten. Die Postangestellten fordern eine Lohnerhöhung sowie „einen Stopp von Stellenabbau und Büroschließungen“.

    In einer Pressemitteilung erklärt die Gewerkschaft CGT-FAPT, dass „die Nichtanerkennung der Arbeit der Postangestellten durch die Abschaffung der Gewinnbeteiligung und das Einfrieren der Gehälter, der Druck auf den Urlaub, die Kaskade von Umstrukturierungen (…) ein starkes Gefühl der sozialen Ungerechtigkeit genährt haben“.

    300 Euro Gehaltserhöhung gefordert
    Auf ihrer Website ruft auch die Gewerkschaft SUD-PTT zum Streik auf. In Paris ist eine „Demonstration und Kundgebung“ vor dem Hauptsitz von „La Poste“ geplant. Gefordert wird eine „300-Euro-Lohnerhöhung“ sowie „ein Stopp der Umstrukturierung“ und ein „massiver Einstellungsplan“.

    Was die Zahlen betrifft, so hat „La Poste“ für das Jahr 2020 einen Nettogewinn von 2,1 Milliarden Euro ausgewiesen, verglichen mit 822 Millionen im Jahr 2019.

  • Warum nicht alle Bars und Restaurants an diesem Mittwoch wieder öffnen

    Warum nicht alle Bars und Restaurants an diesem Mittwoch wieder öffnen

    Mit einer massiven Wiedereröffnung von Bars und Restaurants ist an diesem Mittwoch, 19. Mai, in Frankreich nicht zu rechnen. Nur Betriebe mit einer Terrasse werden wieder öffnen können, d.h. nur etwa 30% von ihnen.

    Bars und Restaurants, die sieben Monate lang geschlossen waren, können am Mittwoch, dem 19. Mai wieder öffnen. Aber das geht nur in den Betrieben, die über Terrassen verfügen. „In Frankreich werden ungefähr 70% der Bars und Restaurants geschlossen bleiben, weil sie keine Terrassen haben“, sagt Philippe Bélot, Vizepräsident der Union des métiers et des industries de l’hôtellerie (UMIH 31). Mit massiven Öffnungen ist also ab Mittwoch nicht zu rechnen.

    Überall in Frankreich wird geschätzt, dass etwa 30% der Betriebe das verordnete Sanitärprotokoll erfüllen können: 50% der möglichen Kundenzahl, 1 Meter Abstand zwischen den Stühlen. Nur die großen Terrassen werden daher mit einer um die Hälfte reduzierten Kapazität wieder öffnen.

    „Es wird sicherlich nicht profitabel sein“
    Auf den Empfang von Menschen auf der Terrasse ausgerichtete grosse Bars sind die Gewinner des 19. Mai. Aber für die anderen kleineren Betriebe sind die Schwierigkeiten zu groß. „Die Restaurants oder Bars, die 5 bis 6 kleine Tische im Freien betreiben, werden benachteiligt, weil es auch für sie bedeutet, dass sie ihre Kapazität um die Hälfte reduzieren müssen, und wir können uns kaum vorstellen, dass diese Restaurants für nur 2 oder 3 Tische wieder geöffnet werden“, fährt der Branchenvertreter Philippe Bélot fort. Für die kleinen Betriebe wird es sicherlich nicht profitabel werden. Diese Lockerung ist zwar ein erster Schritt, aber für viele einfach zu teuer…

    Einige Restaurantbesitzer haben bereits die Entscheidung getroffen, diesen Mittwoch nicht zu öffnen, da der Umsatz zu gering ausfallen wird. Auch wenn die Ausgangssperre ab Mittwoch erst um 21 Uhr beginnt, ist das abendliche Restaurantgeschäft unter den bestehenden Regeln noch nicht profitabel genug.

  • Covid-19: Disneyland Paris macht am 17. Juni wieder auf

    Covid-19: Disneyland Paris macht am 17. Juni wieder auf

    Disneyland Paris wird endlich wieder seine Pforten öffnen. Der in Marne-la-Vallée gelegene Themenpark wird ab dem 17. Juni wieder sein Publikum empfangen dürfen.

    Das beliebteste private Reiseziel in Europa, Disneyland Paris wird am 17. Juni nach mehr als sieben Monaten der Schließung wegen Covid endlich wieder öffnen. Mit Abstand in den Attraktionen und auch in den Warteschlangen, und das Tragen der Maske ist obligatorisch für alle Besucher ab dem Alter von sechs Jahren.

    „Wir haben alle von diesem Moment geträumt“, sagte Natacha Rafalski, die Präsidentin des Vergnügungsparks, in einer Pressemitteilung, in der die Öffnung der Parks Disneyland und Walt Disney Studios, des Disney’s Newport Bay Club Hotels und des Disney Village in Marne-la-Vallée bei Paris angekündigt wurde.

    Der Park, der rund 17.000 Mitarbeiter beschäftigt, hatte seinen Betrieb schon einmal zwischen dem 13. März und dem 15. Juli 2020 eingestellt, bevor er am 30. Oktober wieder geschlossen wurde. Die Covid-19-Epidemie hatten das Management gezwungen, die zuerst für den 13. Februar und dann für den 2. April geplanten Öffnungstermine zu verschieben.

    „Unsere Öffnung wird von angemessenen Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen begleitet werden“, hieß es auf der Website, ohne die Einzelheiten dieser Maßnahmen näher zu erläutern.

    Kinder über 6 Jahre müssen Maske tragen

    „Alle Besucher ab sechs Jahren sowie externe Dienstleister müssen zu jeder Tageszeit (außer während der Mahlzeiten) eine konforme Maske tragen“, heißt es auf der Website von Disneyland Paris.

    In Frankreich ist das Tragen einer Maske an geschlossenen öffentlichen Orten (Restaurants, Geschäfte, Museen) für Personen ab 11 Jahren vorgeschrieben. Sie ist aber auch in der Schule bereits für Kinder ab sechs Jahren Pflicht.
    Der Park – der seine Besucherzahlen seit 2015, als er 14,8 Millionen Menschen begrüßte, nicht mehr kommuniziert hat – bittet „die Besucher auch, sich vor jedem Besuch einem Selbsttest zu unterziehen“.

    Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen werden auf dem gesamten Gelände umgesetzt: „Warteschlangen, Geschäfte, Hotels, Restaurants und andere Einrichtungen werden davon betroffen sein. Sie werden auch in den Attraktionen verstärkt. Einige Shows oder Veranstaltungen werden bei der Wiedereröffnung nicht stattfinden oder können modifiziert werden, je nach Entwicklung der Richtlinien der französischen Gesundheitsbehörden.“

    Bei den Attraktionen wird die Konfiguration jedes Fahrzeugs sowie das Einsteigen an die notwendige räumliche Entfernung zwischen Gruppen oder Familien angepasst. Zu bestimmten Zeiten des Tages wird die Buchung eines „Passes“ über die offizielle mobile App des Parks notwendig sein, „um sich während eines bestimmten Zeitfensters in die Warteschlange der beliebtesten Attraktionen einzureihen“.

    Kinderspielbereiche sowie „traditionelle Begegnungen“ mit Disney-Figuren werden vorübergehend nicht verfügbar sein. Direkte Interaktionen und Umarmungen mit den Maskottchen werden vorübergehend ausgesetzt.

    Sowohl die Innen- als auch die Außenbereiche „werden so konfiguriert, dass ein ausreichender Abstand gewährleistet ist“, sagt der Park und weist auf eine erhöhte Frequenz der Reinigung hin, „mit besonderem Augenmerk auf Bereiche mit häufigem Kontakt.“

    Nach einem durch die Coronavirus-Pandemie belasteten Jahr 2020 setzt Disneyland Paris nun auf die Sommersaison 2021 und die Rückkehr französischer und ausländischer Touristen, um das Blatt wieder zum Guten zu wenden.

  • Wirtschaft: Bruno Le Maire kündigt für 2021 „eine der stärksten Wachstumsraten der letzten 50 Jahre“ an

    Wirtschaft: Bruno Le Maire kündigt für 2021 „eine der stärksten Wachstumsraten der letzten 50 Jahre“ an

    Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hat über das Wachstum des Landes gesprochen, während die Lockerungen greifen und Bars und Restaurants bald wieder öffnen. Ihm zufolge könnte das Jahr 2021 eines der stärksten Wachstumsjahre seit 50 Jahren werden. Wird 2021 wirklich ein Rekordjahr für das französische Wirtschaftswachstum? Laut Bruno Le Maire könnte dieses Jahr eines der stärksten Wachstumsjahre für die Wirtschaft des Landes seit 50 Jahren werden. Eingeladen von dem Sender LCI an diesem Montagmorgen, versicherte der Wirtschaftsminister, dass „wir die anderen europäischen Länder mit unserem Wachstum überraschen werden.“ Bruno Le Maire sagte weiter: „Frankreich hat eine solide Wirtschaft, der Aufschwung ist bereits da, es ist das stärkste Wachstum seit 50 Jahren. Die Investitionen sind da.“ Es war eine wichtige Aussage zwei Tage vor der Öffnung von Bars und Restaurants, und damit der Wiederbelebung eines der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes. Ein Schritt, den der Minister als beson…

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  • Restaurants, Kinos, Ausgangssperre… Frankreich am Beginn einer Woche neugewonnener Freiheiten

    Restaurants, Kinos, Ausgangssperre… Frankreich am Beginn einer Woche neugewonnener Freiheiten

    Wenige Tage nach den ersten Lockerungen der gesundheitlichen Einschränkungen und einer sichtbaren Abschwächung der Epidemie bereiten sich die Franzosen darauf vor, ab Mittwoch wieder etwas mehr Freiheit zu erlangen. Die Restaurantterrassen, Kinos, Theater, Museen werden mit reduzierter Kundenzahl wieder geöffnet, und die Sperrstunde wird von 19 auf 21 Uhr verschoben.

    Restaurants, Kinos, Theater, Museen… Obwohl noch mit reduzierten Kundenzahlen werden die Franzosen am Mittwoch doch ein wenig mehr Freiheit erfahren, zu einer Zeit, in der sich die Covid-19-Epidemie verlangsamt und die Impfkampagne die Zahl von 20 Millionen Erstimpfungen erreicht.

    Einige glückliche Franzosen konnten bereits zu Himmelfahrt das erste lange Wochenende seit der Aufhebung des Lockdowns und der Reisebeschränkungen Anfang Mai, nutzen, um sich auf dem Land oder am Meer zu erholen.

    Ab Mittwoch wird die Ausgangssperre von 19 Uhr auf 21 Uhr verlegt und viele Einrichtungen, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind, werden wieder öffnen, wenn auch nur mit reduzierten Kundenzahlen.

    Tische für maximal 6 Personen

    Die seit dem 30. Oktober geschlossenen Kinos werden mit einer Kapazität von 35% und maximal 800 Zuschauern wieder öffnen können. Auch Museen, Theater, Freilichtzoos, Bibliotheken und alle Geschäfte öffnen wieder mit reduzierter Kapazität.

    Was die Bars und Restaurants betrifft, so ist ab Mittwoch die Öffnung der Terrassen erlaubt, mit 50% der Kapazität und mit Tischen von maximal 6 Personen.

    Für manche Gastronomen sind die Regeln noch zu komplex, zumal das Wetter im Mai unsicher ist.

    Aber, wie manche kritiker der Lockerungsstrategie betonen: Nicht alle Restaurants können hiervon profitieren – kaum 40% der Restaurants in Frankreich haben eine Terrasse. Diese müssen daher die nächste Stufe der Lockerungen am 9. Juni abwarten.

    Ab Juni dann können Cafés und Restaurants wieder eine begrenzte Anzahl von Kunden innen in den Gasträumen bedienen, die Ausgangssperre wird auf 23 Uhr verschoben und die Begrenzungen für kulturelle Veranstaltungsorte werden weiter gelockert.

    Diese schrittweise Öffnungen werden durch die deutliche Verbesserung der epidemiologischen Situation und die Beschleunigung der Impfkampagne ermöglicht.

    Seit Samstag haben mehr als 20 Millionen Franzosen eine erste Injektion eines Impfstoffs und 8,8 Millionen beide Dosen erhalten (d. h. 13,1% der Gesamtbevölkerung und 16,8% der erwachsenen Bevölkerung). Das nächste Ziel der Regierung ist es, bis Mitte Juni 30 Millionen Menschen geimpft zu haben.

    Um das zu erreichen, ist die Impfung seit Mittwoch für alle über 18-Jährigen in einem „last minute“ Verfahren für Impfdosen möglich, für die von priorisierten menschen keine Reservierung vereinbart wurde.

    Alle Erwachsenen werden sich ohne weitere Bedingungen ab dem 15. Juni impfen lassen können.

    Hinsichtlich der Entwicklung der Epidemie sind die Anzeichen ebenfalls ermutigend: Die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen sinkt stetig (4.271 am Samstag, verglichen mit 5.005 eine Woche zuvor) und auch die Zahl der Ansteckungen geht stetig zurück.

    Sollte sich diese Entwicklung jedoch umkehren, warnte Emmanuel Macron, könnte in Departements, die eine Inzidenzrate von 400 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschreiten, die „Notbremse“ gezogen werden.

  • Frankreichs erstes faltbares Haus in Blotzheim installiert

    Frankreichs erstes faltbares Haus in Blotzheim installiert

    Es ist ein neues Konzept: In der Nähe von Mulhouse, im Haut-Rhin, wird das erste faltbare Haus Frankreichs installiert. Durchschnittspreis pro Quadratmeter: 1000 Euro.

    Es ist ein ganz besonderes Haus, das Valery Meyer in Blotzheim bauen lässt. Ein 75 m² großes Falthaus, das erste seiner Art, das in Frankreich installiert wurde. Gefertigt aus Akazienholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Österreich, kann es wie ein Baukasten zusammengesetzt werden. Die Struktur besteht aus Modulen, die bereits mit ihren Dächern ausgestattet sind und ausgeklappt werden können. Es dauert weniger als einen Monat, um die verschiedenen Elemente zusammenzusetzen.

    „Die Arbeiter montieren die Module nacheinander, sie setzen das erste auf, dann setzen sie das zweite auf und fügen sie so zusammen, dass es wasserdicht ist. Ein Verfahren, das an die Häuser vergangener Zeiten erinnert, insbesondere im Elsass. „Es war ja das Prinzip der Fachwerkhäuser, bei denen man den Putz entfernen, das Fachwerk wiederverwenden und an anderer Stelle wieder aufbauen konnte“, präzisiert Valery Meyer, der in wenigen Tagen sein neues Domizil beziehen wird.

    1000 Euro pro Quadratmeter
    Das Haus ruht auf riesigen, in den Boden geschraubten Pfählen. Eine ökologischere Lösung als der Einbau einer Betonplatte. Das Konzept stammt von einem italienischen Architekten. Er stellte sich Häuser vor, die im Bedarfsfall, zum Beispiel nach einem Erdbeben, zusammengeklappt werden können. Die Idee wurde von einem auf Holz spezialisierten Bauunternehmen aufgegriffen.

    Dies ist das erste Haus, das die Firma in Frankreich gebaut hat. Ein umweltbewusstes und wirtschaftliches Haus, das schon jetzt potenzielle Kunden anzieht. Einige von ihnen lassen sich vom Preis verführen, den sie für sehr attraktiv halten: „Wir liegen bei 1000 Euro pro Quadratmeter, das gibt es woanders nicht“, erklärt der Bauleiter.

  • Ist Frankreich nicht ausreichend auf das nukleare Risiko vorbereitet?

    Ist Frankreich nicht ausreichend auf das nukleare Risiko vorbereitet?

    Das jedenfalls ist das Ergebnis der jüngsten Untersuchung von Anccli, der Vereinigung der lokalen Informationskommissionen der Atomstandorte. Zum Beispiel haben 75% der Bewohner in der Nähe eines Kraftwerkes ihre Jodtabletten nicht abgeholt.

    Frankreich ist das am stärksten nuklearisierte Land der Welt. Das Bewusstsein des nuklearen Risikos ist bei den Franzosen jedoch nicht ausreichend entwickelt. Dies ist die Feststellung, die in einer heute veröffentlichten Untersuchung gemacht wurde. Derzeit leben alle Franzosen weniger als 200 km von einem Atomstandort entfernt, und laut einer Umfrage wissen 78% der Befragten nicht, was sie im Falle einer Industrie- oder Naturkatastrophe tun sollen.

    Es muss gesagt werden, dass Krisenübungen und Informationskampagnen darüber, was zu tun ist, nur etwas mehr als zwei Millionen Einwohner betreffen, die in einem Radius von 20 km um die Kraftwerke leben. Aber auch dort mangelt es an Vorbereitung. Als Beweis zeigt die Anccli in dieser Studie, dass nur ein Viertel der in diesen Gebieten lebenden Einwohner ihre Jodtabletten während der letzten Verteilungskampagne abgeholt hat. Dies ist eine Feststellung, die die Behörde für nukleare Sicherheit, ASN, bereits bei anderen Kampagnen gemacht hat.

    Die Jodtabletten müssen im Falle eines Atomunfalls sofort eingenommen werden. Es ist eine Möglichkeit, die Schilddrüse der Bewohner mit stabilem Jod zu sättigen, damit sich das eingeatmete oder aufgenommene radioaktive Jod nicht auf ihren Organen ablagert. Es ist ein Medikament, das nur auf Anweisung der Behörden eingenommen werden darf. Dies ist eine Lehre, die aus der Tschernobyl-Katastrophe vor 35 Jahren gezogen wurde, denn eine ihrer Folgen war die explosionsartige Zunahme von Schilddrüsenkrebsfällen in der Ukraine und Weißrussland.

    Seit 1997 werden regelmäßig Kampagnen zur Verteilung von Jodtabletten durchgeführt, damit Schulen, Altenheime, Unternehmen und Anwohner jederzeit über diese verfügen können. Aber 75% der betroffenen Einwohner sind während der letzten Kampagne nicht in die Apotheke gegangen, um sie zu holen. Eine Kampagne, die den Betreiber EDF immerhin 5 Millionen Euro gekostet hat – ohne die gewünschte Wirkung zu erzielen.

    Die Anccli will das Bewusstsein für das Risiko schärfen
    Wenn die Bewohner die Jodpastillen nicht abgeholt haben, liegt es laut Anccli auch daran, dass die Adressen nicht aktuell oder schlecht aufbereitet waren. Es fehlt aber offensichtlich manchmal auch an der Motivation der Bewohner, sich auf eine Krise vorzubereiten. Zum Beispiel stiegen 2011 in der Nähe des Kraftwerks Gravelines viele Menschen nicht in die Busse, um eine Evakuierung der Nachbarschaft zu simulieren. Oft versorgen die Gemeindeverwaltungen die Bürger selten mit Informationen darüber, wie man sich im Falle eines Unfalls verhalten sollte!

    Heute wenden sich die Autoren der Anccli-Untersuchung an den Staat, um ihn um regelmäßigere Übungen zu bitten, um die Einbeziehung der Rathäuser in die Verteilung von Jod, wie sie es in er Covid-Krise mit den Masken und den Impfstoffen tun.

    Für den Präsidenten der Anccli: Jean-Claude Delalonde, „sollte das nukleare Risiko kein Tabu sein. Anders als beim Coronavirus können wir nicht sagen, dass wir nicht vorher wussten, was zu tun ist„.

  • Airways College in Konkurs: ein Alptraum für Pilotenschüler und Lehrer

    Airways College in Konkurs: ein Alptraum für Pilotenschüler und Lehrer

    Das Leben von Hunderten von Studenten, die davon träumten, Airline-Piloten zu werden, ist zu einem Albtraum geworden. Sie gaben Zehntausende von Euro aus, um in die Privatschule Airways College aufgenommen zu werden, die in mehreren französischen Städten Standorte hat und nun in Konkurs gegangen ist.

    Das Airways College, eine renommierte private Flugpilotenschule, befindet sich in der Zwangsverwaltung. Die Ausbildung von Hunderten von Studenten ist zum Stillstand gekommen, und damit auch ihr Traum vom Fliegen. Die Eltern von Alecksandra Doan haben einen Kredit von 100.000 Euro aufgenommen, den sie über 12 Jahre zurückzahlen müssen. Dieser hohe Preis ist bei dieser Art von Training üblich. 217 Studenten befinden sich in der gleichen Situation.

    Wirtschaftsbedingte Entlassungen
    Nur der Flugsimulator funktioniert noch. Die Lehrer werden nicht mehr bezahlt. „Wir werden alle entlassen, Leute, die Kredite haben, Leute, die Familien haben, das ist wirklich dramatisch“, erklärt Philippe Blot, Leiter der Basis Paris-Villaroche gegenüber France 3. Das Unternehmen hat 17 Millionen Euro an Verlusten angehäuft. Nach Aussage der Mitarbeiter gönnte sich der Chef der Schule trotz hoher Schulden einen hohen Lebensstil. Er wollte vor der Kamera von France 3 nicht sprechen.

  • Geschäfte, Transport, Dienstleistungen: was ist offen, was ist geschlossen am 1. Mai

    Geschäfte, Transport, Dienstleistungen: was ist offen, was ist geschlossen am 1. Mai

    Diesen Samstag ist der 1. Mai. Viele Geschäfte und Dienstleistungen sind aufgrund des Internationalen Tags der Arbeit geschlossen. Einige Geschäfte sind jedoch geöffnet…

    Frankreich wird an diesem Samstag, dem 1. Mai, ruhiger sein. Der Tag der Arbeit ist der einzige Feiertag, der nach dem Arbeitsgesetzbuch frei genommen werden muss. Einige Berufe sind jedoch von der Regel ausgenommen, wenn „die Art ihrer Tätigkeit die Unterbrechung der Arbeit nicht zulässt“, auch wenn das Gesetz diese Berufe nicht im Einzelnen aufführt.

    Welche Geschäfte und Dienstleistungen sind heute geschlossen, welche sind geöffnet?

    Supermärkte
    Erledigen Sie Ihre Einkäufe normalerweise am Samstag? Keine Chance, Sie werden die Supermärkte an diesem Samstag geschlossen vorfinden. Der 1. Mai ist einer der seltenen Feiertage, an dem die Supermärkte ausnahmsweise geschlossen sind. Leclerc, Carrefour, Auchan, Géant: Die Hypermärkte und Supermärkte in ganz Frankreich sind heute geschlossen. Gleiche Situation für Intermarché, Super U, Casino, Lidl und Aldi und all diese Geschäfte. Die Supermärkte, die normalerweise sonntags geöffnet haben, werden auch an diesem Sonntag, dem 2. Mai, geöffnet sein.

    Die Bäckereien
    Bäckereien können diesen Samstag öffnen. Der Tarifvertrag des Berufsstandes sieht vor, dass es möglich ist, Mitarbeiter am 1. Mai arbeiten zu lassen. Sie können also Ihr Baguette kaufen, wenn Ihr Bäcker sich für die Öffnung entschieden hat.

    Kleine Lebensmittelgeschäfte
    Metzger, Fischhändler und Gemüsehändler begrüßen ihre Kunden auch an diesem 1. Mai.

    Floristen
    Floristen dürfen an diesem Samstag öffnen. Das ist ein Segen für den Berufsstand, denn der 1. Mai bringt den 14.000 französischen Floristen jedes Jahr rund 7 Millionen Euro ein.

    Tabakwaren
    Tabakläden und Kioske können am Samstag, dem 1. Mai, geöffnet sein. Aber wir müssen darauf hinzuweisen, dass heute keine regionale oder überregionale Tageszeitung herausgegeben wird – die Zeitungsregale bleiben also leer.

    Transport
    Warten Sie nicht auf Ihren gewohnten Bus: Er wird heute nicht fahren. Der öffentliche Nahverkehr funktioniert ausnahmslos nicht, es fahren den ganzen Tag über keine Busse, Straßenbahnen oder U-Bahnen.

    Bei der SNCF fahren die Züge. TGV-, TER- und Intercity-Züge fahren heute, aber in geringerem Umfang als an einem normalen Samstag. Der Verkehr, der während der Lockdowns reduziert war, kehrt aber nach diesem Samstag wieder zur Normalität zurück.

    Apotheken
    Die Apotheken sind an diesem Tag geschlossen. Allerdings gibt es diensthabende Apotheken auch an Sonn- und Feiertagen. Die Notdienste der Kliniken und Krankenhäuser bleiben ebenfalls geöffnet. Impfstellen werden auch am 1. Mai auch gegen Covid-19 impfen.

    Kulturstätten
    An dieser Stelle müssen wir Sie daran erinnern, dass Kinos, Theater, Opernhäuser, Museen und Kultureinrichtungen aus gesundheitlichen Gründen sowieso geschlossen sind. Sie werden erst ab dem 19. Mai wieder Publikum empfangen können, so der Zeitplan, den Emmanuel Macron am Donnerstag in einem Interview mit der regionalen Presse vorstellte.

  • Coca-Cola zieht gegen einen alten korsischen Wein, den Coca Mariani, in den Krieg

    Coca-Cola zieht gegen einen alten korsischen Wein, den Coca Mariani, in den Krieg

    Coca-Cola protestiert gegen den Namen eines korsischen Weins aus dem 19. Jahrhundert, Coca Mariani, der 2014 neu aufgelegt wurde. Das multinationale Unternehmen weist auf eine mögliche Verwechslungsgefahr hin. Der Krieg ist erklärt.

    Ist es möglich, Wein mit Coca-Cola zu verwechseln? Nein. Wäre es möglich, Coca-Cola mit Cola Mariani Wein zu verwechseln? Der amerikanische Riese sieht das so. Coca-Cola hat deshalb nun beschlossen, einen Kampf um geistiges Eigentum gegen einen kleinen korsischen Wein zu beginnen.

    Cola Mariani ist ein Wein-Mischgetränk, das 1863 von einem Apotheker aus Bastia, Angelo Mariani, erfunden wurde. Ursprünglich besteht er aus korsischem Weißwein und einem Extrakt aus Kokablättern aus Bolivien. Fünf Jahre später hatte der Wein grossen Erfolg bei Staatsmännern oder berühmten Schriftstellern wie Emile Zola, Jules Verne oder Colette. Im Jahr 1914 wurden in Frankreich zehn Millionen Flaschen pro Jahr verkauft.

    Im Jahr 2014 nun beschloss der korsische Gastronom Christophe Mariani, der selbst kein Nachkomme des Erfinders des Wein-Getränks ist, den Coca Mariani auf der Insel der Schönheit neu zu lancieren: Das Rezept enthält eine korsische Rebsorte, Vermantinu, Koka-Alkohol, entkokaint, der aus Bolivien stammt, Kolanuss-Extrakte, Kräuter und Myrtennoten. Der korsische Gastronom liess den Namen zunächst in Frankreich schützen. Im Jahr 2019 meldet er den Namen auch beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum an. Zu diesem Zeitpunkt wird die Coca-Cola Company auf ihn aufmerksam.

    Eine Ungerechtigkeit aus Sicht des Unternehmers
    Der Angriff von Coca-Cola sei „eine Ungerechtigkeit“, sagt Christophe Mariani. Er weist darauf hin, dass „das Kokablatt eine Pflanze ist, das Wort ist ein Gattungsbegriff“. Er glaubt sogar, dass der Mariani-Wein die älteren Rechte hat: „Wir waren 25 Jahre vor ihnen da. Im Jahr 1885 beschloss John Pemberton, ein amerikanischer Apotheker, den Mariani-Tonic-Wein zu kopieren, dann kam 1886 die Prohibition in Atlanta. Er war dann gezwungen, seine Formel zu ändern, den Wein zu entfernen und ein Getränk zu kreieren, das wir heute kennen und das Coca-Cola“ heißt. Der erste Name von Coca-Cola sei „Französische Wein-Cola“ gewesen.

    Für Christophe Mariani kommt es nicht in Frage, sich dem amerikanischen Riesen zu beugen. „Wie kann man heute von uns verlangen, dass wir das wichtigste Wort, Koka, von unseren Flaschen entfernen?“, fragt er.

    Coca-Cola hält dagegen: „Der Coca-Cola Company liegt es am Herzen, ihre geistigen Eigentumsrechte zu schützen, insbesondere wenn Dritte ihre Marken und deren Bekanntheit ausnutzen wollen“.

    Wer wird also die Schlacht gewinnen, Coca-Cola oder Coca Mariani? Die Entscheidung darüber obliegt dem Europäischen Amt für geistiges Eigentum.