Kategorie: Wirtschaft

  • Französische Staatsanwälte durchsuchen Buitoni-Pizzafabrik

    Französische Staatsanwälte durchsuchen Buitoni-Pizzafabrik

    Staatsanwälte durchsuchten am Mittwoch eine Buitoni-Tiefkühlpizza-Fabrik in Nordfrankreich, die als Quelle eines E.coli-Ausbruchs vermutet wird, der Dutzende von Kindern krank gemacht hat. Am 1. April wurde eine Untersuchung wegen fahrlässiger Tötung und betrügerischer Praktiken wurde eingeleitet, nachdem die Behörden von mehr als 70 Infektionen erfahren hatten, die zum Tod eines einjährigen Kindes und eines 18-Jährigen geführt haben könnten. Die Durchsuchung der Fabrik von Buitoni, das zum Schweizer Lebensmittelkonzern Nestle gehört, wurde von der Pariser Staatsanwaltschaft bestätigt, die die Ermittlungen leitet. Nestle kündigte am 18. März einen Rückruf der betroffenen Fraiche-Up-Pizzen an, und die Behörden ordneten am 6. April nach zwei Hygieneinspektionen einen Produktionsstopp in Caudry an. Die Inspektionen ergaben eine „Verschlechterung der Lebensmittelhygiene“, das Vorhandensein von „Nagetieren“ und unzureichende Maßnahmen, um zu verhindern, dass Schädlinge eine Lebensmittelprod…

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  • Bieten französische Werkstätten auch gebrauchte Ersatzteile an, wie es das Gesetz vorschreibt?

    Bieten französische Werkstätten auch gebrauchte Ersatzteile an, wie es das Gesetz vorschreibt?

    Wie kann man die Rechnung für die Wartung und Reparatur seines Autos in Frankreich senken? Ein Gesetz aus dem Jahr 2017 verpflichtet die Werkstätten zwar dazu, gebrauchte Ersatzteile anzubieten, aber es wird nicht immer eingehalten.

    Eine Reparatur durchführen oder ein Teil am Auto austauschen zu müssen, ist oft ein Albtraum für Autofahrer mit kleinem Budget. Um eine Stoßstange austauschen zu lassen, fährt ein Team von France Télévisions zu einem ersten Autohaus. Das Teil ist nicht verfügbar, aber die Werkstatt bietet auch kein gebrauchtes Teil an, wie sie es eigentlich sollte. „Man muss erstmal ein gebrauchtes Teil finden, und die liegen nicht auf der Straße. Und die, die man findet, sind in der Regel schon ziemlich beschädigt“, sagt der Werkstattleiter vor der Kamera.

    Gesetz wird nicht eingehalten
    Eine andere Werkstatt bietet zwar ein gebrauchtes Teil an, rät aber davon ab und druckt schließlich einen Kostenvoranschlag für eine neue Stoßstange aus, der rund 500 Euro beträgt. Die Verpflichtung, gebrauchte Teile anzubieten, wird also nicht eingehalten. Das Gesetz von 2017 ist nicht bindend und ist kompliziert umzusetzen. „Der Markt ist dafür nicht organisiert“, erklärt Yves Carra, Sprecher des Automobilclubs Association vor der Kamera von France 3. Das Team von France Télévisions fand schließlich auf einem Autofriedhof eine gebrauchte Stoßstange für weniger als 100 Euro. Warum wurde sie von den Werkstätten nicht angeboten? „Es ist alles gelistet, aber sie haben nicht gut genug gesucht“, vermutet Fabrice Henriot, Präsident von Allo casse auto.

    Autobesitzer, die ihr Fahrzeug in Frankreich reparieren lassen müssen oder wollen, sollten unbedingt auf einen Kostenvoranschlag mit gebrauchten Ersatzteilen bestehen. Die Reparatur-Beriebe sind dazu gesetzlich verpflichtet!

  • Die Banque de France senkt Wachstumsprognose für das erste Quartal 2022 auf 0.25%

    Die Banque de France senkt Wachstumsprognose für das erste Quartal 2022 auf 0.25%

    Die Banque de France rechnete ursprünglich mit einem Wachstum von 0,5 %. In einer neuen Prognose geht sie von einem Wachstum von nur noch 0,25% aus. Der Krieg in der Ukraine zeigt erste Auswirkungen auf die französische Wirtschaft.

    Die Banque de France senkte am Dienstag ihre Wachstumsprognose für die französische Wirtschaft im ersten Quartal von +0,5% auf +0,25%, was auf die ersten Auswirkungen des Krieges in der Ukraine zurückzuführen ist. „Nachdem das BIP (Bruttoinlandsprodukt) im dritten Quartal 2021 sein Vorcoronaniveau wieder erreicht hatte, früher als der EU-Durchschnitt, wird es auch weiterhin wachsen“, allerdings „aufgrund des internationalen Umfelds moderater“, so die Banque de France in ihrer monatlichen Konjunkturprognose.

    Im vierten Quartal 2021 war das BIP um 0,7% gewachsen. „Der Monat März war vom Krieg in der Ukraine geprägt, dessen erste Auswirkungen auf die französische Wirtschaft spürbar sind. Darüber hinaus hat China angesichts des Wiederaufflammens der Covid-19-Epidemie in einigen Regionen wieder Lockdownmaßnahmen eingeführt, was Lieferschwierigkeiten bei den Unternehmen verstärkt haben könnte“, betonte die französische Zentralbank.

    Mitte März bereits hatte die französische Statistikbehörde Insee mitgeteilt, dass sie für das erste Quartal mit einem Wachstum von 0,3% rechnete, wobei der Konsum der privaten Haushalte voraussichtlich um 0,5% zurückgging, da ihre Kaufkraft aufgrund der Inflation um 1,4% gesunken war. Die Wirtschaftstätigkeit nahm im ersten Quartal weiter zu, vor allem im Dienstleistungssektor, insbesondere im Hotel- und Gaststättengewerbe, das sich allmählich von den epidemiebedingten Einschränkungen erholt.

    In der Industrie alleerdings ist die Lage uneinheitlicher. Bereits im Februar überraschte die französische Industrieproduktion die Ökonomen mit einem Rückgang um 0,9%, wie aus den Daten des Insee hervorgeht, und im März soll sich die Lage noch weiter verschlechtert haben. Die Automobilbranche, deren Lieferketten inzwischen stark vom Konflikt in der Ukraine betroffen sind, verzeichnete einen Rückgang der Geschäftstätigkeit. Und jetzt gaben 89% der von der Banque de France befragten Unternehmen an, dass sie mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen haben. Das sind 10 Prozentpunkte mehr als im Februar.

    Die Nahrungsmittelindustrie ist vom Krieg in der Ukraine stark betroffen.
    Eine weitere Folge des Krieges in der Ukraine ist auch, dass die Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft unter Versorgungsproblemen leiden, da die Ukraine ein wichtiger Lieferant insbesondere von Sonnenblumenöl und Futtergetreide ist. Wie die Banque de France mitteilt, berichten nun 59% dieser Unternehmen von Schwierigkeiten, gegenüber 45% im Februar (+14 Punkte). Für den Monat April sieht die Zentralbank eine „starke Unsicherheit“, insbesondere in der Industrie, auch wenn die Unternehmen immer noch mit einem leichten Wachstum rechnen.

    Dienstleistungen sollen sich weiterhin gut entwickeln, während die Bauunternehmen mit einem „sehr leichten Rückgang“ ihrer Tätigkeit rechnen.

  • Airbus: Supervertrag über 80 A320neo

    Airbus: Supervertrag über 80 A320neo

    Am Montag, dem 11. April, gab Airbus die Bestellung von 80 Flugzeugen der A320neo-Familie bekannt. Das in Singapur ansässige Unternehmen BOC Aviation unterzeichnete einen festen Vertrag über zwanzig A320neo, fünfzig A321neo, die größere Version des erfolgreichen Single-Aisle-Flugzeugs von Airbus, und zehn Langstreckenflugzeuge vom Typ A321XLR.

    Laut der offiziellen Preisliste von Airbus hat der Vertrag einen Wert von 10 Milliarden US-Dollar. Auch wenn Experten wissen, dass diese Summe aufgrund der zahlreichen Rabatte des europäischen Flugzeugherstellers nicht erreicht wird, ist der Deal zwischen dem Flugzeughersteller und dem Leasingunternehmen BOC Aviation ein „außergewöhnlicher“ Auftrag.

    BOC Aviation, ein Großkunde von Airbus.
    „Die Auslieferung aller Flugzeuge ist zwischen 2027 und 2029 geplant“, betonte BOC Aviation in einer Pressemitteilung. Die Zahl der Airbus-Flugzeuge bei dem Unternehmen wird damit auf 546 Flugzeuge ansteigen. BOC wird so zu einem der größten Kunden von Airbus.

    Der in Toulouse ansässige Flugzeughersteller kann seinen Nettoauftragsbestand seit Anfang 2022 fast verdoppeln: Ende März lag er bei 83 Flugzeugen, so die jüngsten Zahlen von Airbus. 2022 will das Unternehmen 720 Flugzeuge ausliefern, gegenüber 611 im Vorjahr. 7.900 Exemplare des A320neo sind bisher bestellt. Mehr als 2.100 davon wurden seit der Indienststellung dieses Flugzeugtyps vor sechs Jahren ausgeliefert, so der europäische Konzern.

  • Präsidentschaftswahlen: Vorschläge von Emmanuel Macron und Marine Le Pen für die Kaufkraft

    Präsidentschaftswahlen: Vorschläge von Emmanuel Macron und Marine Le Pen für die Kaufkraft

    Die Kaufkraft wurde zum wichtigsten Thema des Wahlkampfs vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen. Kaufkraft und Inflation werden auch in der Debatte zwischen den beiden Wahlgängen eine zentrale Rolle spielen. Zwei Kandidaten und ein Thema: die Kaufkraft. Dieses Thema wurde seit Wochen von Marine Le Pen vereinnahmt, noch bevor es sich im Präsidentschaftswahlkampf durchsetzen konnte. „Ich will den Franzosen ihr Geld zurückgeben“, erklärte die Kandidatin des Rassemblement National am 19. Februar dieses Jahres. Sie will die Mehrwertsteuer auf eine Auswahl von 100 Grundnahrungsmitteln (Öl, Nudeln, Babywindeln…) abschaffen. Senkung der Mehrwertsteuer von 20 auf 5,5%.Emmanuel Macron seinerseits will angesichts der steigenden Lebensmittelpreise einen Lebensmittelscheck für die einkommensschwächsten Haushalte und die Mittelschicht einführen. In Bezug auf die Energie stellen die beiden Finalisten der ersten Runde konkrete Maßnahmen in den Vordergrund. So will die Kandidatin des Rassamb…

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  • Ukraine-Krieg: Société Générale stellt Bank- und Versicherungsgeschäfte in Russland ein

    Ukraine-Krieg: Société Générale stellt Bank- und Versicherungsgeschäfte in Russland ein

    Die Gruppe wird ihre gesamte Beteiligung an der Rosbank und ihren Versicherungstöchtern veräußern. Die französische Bank Société Générale kündigte am Montag, dem 11. April, an, ihre Aktivitäten in Russland einzustellen. Sie wird ihre gesamte Beteiligung an der russischen Bank Rosbank, einem Schwergewicht im russischen Bankensektor, sowie ihre Versicherungstöchter in dem Land verkaufen. Der Konzern betont in einer Pressemitteilung, dass die geplante Transaktion noch von der Zustimmung der zuständigen Regulierungs- und Wettbewerbsbehörden abhängt. „Der Abschluss dieser Transaktion wird voraussichtlich in den nächsten Wochen erfolgen“. Dies könnte zu einem Verlust der Société Générale in Höhe von 3,1 Milliarden Euro führen. „Mit dieser Vereinbarung, die nach mehreren Wochen intensiver Arbeit erzielt wurde, würde sich der Konzern effektiv und geordnet aus Russland zurückziehen und dabei Kontinuität für seine Mitarbeiter und Kunden gewährleisten“, hebt die Bank hervor. Nach der Ankündigung schnellte die Aktie der französischen Bank Société Générale am Montagmorgen um fast 5% nach oben. Die Gruppe hatte ihre Geschäfte in Russland seit dem Beginn der Invasion in der Ukraine am 24. Februar fortgesetzt. Die Bank mit dem rot-schwarzen Logo hatte in Russland einen Umsatz von 18,6 Milliarden Euro, wovon 15,4 Milliarden (83%) auf ihre Tochtergesellschaft Rosbank entfielen, realisiert. Im Jahr 2021 entfielen auf die Aktivitäten der Tochtergesellschaft Rosbank 2,8% des gesamten Nettobankergebnisses (entspricht dem Umsatz) und 2,7% des Nettogewinns. Die in Moskau ansässige Privatkundenbank gibt auf ihrer Website 5 Millionen Privatkunden, 78.000 Kunden unter Kleinstunternehmen (KKU) sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und 9.000 Kunden unter Großunternehmen an. Die Rosbank ist ein Schwergewicht auf dem russischen Bankenmarkt und wird von der russischen Zentralbank als systemrelevant eingestuft.
  • Salmonellen: Rohschinken in ganz Frankreich aus dem Handel zurückgerufen

    Salmonellen: Rohschinken in ganz Frankreich aus dem Handel zurückgerufen

    Nach den kontaminierten Pizzen von Buitoni, Käse und Kinder-Schokolade werden nun auch geräucherte Rohschinken aus dem Elsass zurückgerufen, nachdem Salmonellen nachgewiesen wurden. Dies teilte die Website der Regierung für Produktrückrufe, Rappel Conso, mit. Es nimmt einfach kein Ende. In dieser Woche wurden in Frankreich zahlreiche Lebensmittel, die mit Bakterien verseucht waren, von ihren Herstellern zurückgerufen. Nach kontaminierten Pizzen von Buitoni, Käse und Kinder-Schokolade von Ferrero wurde nun auch geräucherter Rohschinken aus dem Elsass zurückgerufen, nachdem Salmonellen nachgewiesen worden waren. Auf der Website der Regierung für Produktrückrufe, Rappel Conso, heißt es, dass es sich bei dem zurückgerufenen Produkt um den „Jambon cru cru fumé d’Alsace supérieur demi“ der Marke Maurer handelt, der zwischen dem 30. März und dem 7. April 2022 in ganz Frankreich vertrieben wurde. Lesen Sie auch: Kurz vor Ostern Kinder Schokolade wegen Salmonellen zurückgerufen – schon 15 Fälle…

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  • Lebensmittel: Deswegen gehen die Preise so stark in die Höhe

    Lebensmittel: Deswegen gehen die Preise so stark in die Höhe

    Nudeln, Kaffee, Senf, Mehl… Seit mehreren Monaten beobachten die französischen Verbraucher einen Anstieg der Lebensmittelpreise, der sich derzeit sogar noch zu beschleunigen scheint. Der Presianstieg, der seit einigen Monaten bei Lebensmitteln beobachtet wird, hängt hauptsächlich mit den Problemen…

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  • Listeria: Rückruf von 24.000 Käse-Produkten der Lactalis-Gruppe

    Listeria: Rückruf von 24.000 Käse-Produkten der Lactalis-Gruppe

    Die zur Lactalis-Gruppe gehörenden Fromageries de Normandie weiteten am Freitag ihre Rückrufkampagne für Rohmilchkäse aus, nachdem sie eine „wahrscheinliche Kontaminationsquelle“ identifiziert hatten. Lactalis hatte am Montag mit dem Rückruf seiner Graindorge-Käse begonnen, ging der Ursache des Problems auf den Grund und identifizierte die Quelle der Kontamination, die „durch Rohmilch aus einem der Partnerbetriebe“ verursacht wurde, wie der Konzern jetzt mitteilte. Die Fromageries de Normandie weiteten daher am Freitag ihre Rückrufkampagne für Rohmilchkäse aus, wie es in einer Erklärung hieß. Welche Käse sind betroffen? Die Fromageries de Normandie, die 2016 von Lactalis übernommen wurden, rufen „alle Rohmilchkäse zurück, die mit der Milch des betroffenen Erzeugers hergestellt wurden“, d.h. 24.000 Käse, wie ein Sprecher von Lactalis erklärte. Lesen Sie auch: Produktrückruf: Käse von Auchan, Leclerc oder Casino möglicherweise mit Listeria verseucht Die Marken Normanville, Bon Normand, P…

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  • Ukraine-Krieg: Die EU beschließt Embargo für russische Kohle

    Ukraine-Krieg: Die EU beschließt Embargo für russische Kohle

    CDiese neuen Maßnahmen wurden von der Europäischen Kommission vorgeschlagen, nachdem am vergangenen Wochenende in Butscha Dutzende Leichen von Zivilisten gefunden worden waren. Es ist das erste Mal, dass die Europäer mit ihren Sanktionen den russischen Energiesektor treffen wollen. Die Vertreter der EU-27 beschlossen am Donnerstag, dem 7. April, ein Embargo für russische Kohle und die Schließung europäischer Häfen für russische Schiffe als Teil einer fünften Runde von Sanktionen gegen Moskau, wie die französische EU-Ratspräsidentschaft bekannt gab. Gleichzeitig schlug die EU vor, die Mittel für Waffenlieferungen an die Ukraine um 500 Millionen Euro auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro seit Beginn der russischen Invasion am 24. Februar zu erhöhen, da der Westen mit einer russischen Offensive im Osten der Ukraine rechnet. Diese Summe dient der Bezahlung von Waffenlieferungen, die von den Mitgliedsstaaten aus ihren Beständen entnommen werden. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kouleba drän…

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