Kategorie: Wirtschaft

  • Wirtschaftsminister Le Maire ruft zu „kollektiven Anstrengungen zur Vermeidung von Stromausfällen“ auf

    Wirtschaftsminister Le Maire ruft zu „kollektiven Anstrengungen zur Vermeidung von Stromausfällen“ auf

    „Wir haben die EDF aufgefordert, alles Notwendige zu tun, damit die Atomreaktoren Anfang nächsten Jahres mit voller Leistung laufen“, sagt Bruno Le Maire. In der Zwischenzeit müsse „jeder“ seinen Energieverbrauch senken… „Wir werden alles tun, damit es in diesem Winter keine Stromausfälle gibt“, „das hängt von uns allen ab, kollektiv“, sagte Bruno Le Maire am Montag, dem 5. Dezember, im Sender France Inter. Der Wirtschaftsminister versicherte, dass „wir Stromausfälle vermeiden können“, dass „wir sie vermeiden müssen“, da sie „für die Haushalte, für die öffentlichen Dienste und für unsere Wirtschaft sehr belastend sind“. Er ruft zu einem „kollektiven Engagement“ auf. Es hänge von der Fähigkeit der Haushalte, Unternehmen und Verwaltungen, „von jedermann“, ab, den Strom- und Energieverbrauch zu senken. Bruno Le Maire gab sich aber auch beruhigend, was die Produktionskapazitäten des Stromversorgers EDF betrifft. „Wir haben den Präsidenten der EDF, Luc Rémont, gebeten, alles Notwendige zu…

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  • In Frankreich ist ab 1634 € monatlich ein gutes Leben möglich

    In Frankreich ist ab 1634 € monatlich ein gutes Leben möglich

    Laut dem Ökonomen Pierre Concialdi, Forscher am Institut für Wirtschafts- und Sozialforschung (Ires), kann eine alleinstehende Person in Frankreich ab einem Einkommen von 1.634 € „anständig“ leben.

    Ab welchem Gehalt kann man in Frankreich „anständig“ leben? Die Antwort ist schwer zu finden, da sie irgendwo zwischen einem Mindestwarenwert und einem sozialen Leben ohne Entbehrungen liegt. Der Ökonom Pierre Concialdi, Forscher am Institut für Wirtschafts- und Sozialforschung, hat sich in einem Artikel in der Zeitschrift „Alternatives économiques“ an diese Frage gewagt.

    Seiner Meinung nach belief sich das für ein menschenwürdiges Leben notwendige Mindesteinkommen im ersten Halbjahr 2022 auf 1.634 € für eine alleinstehende Person. Eine Schätzung, die die jüngsten Inflationsentwicklungen berücksichtigt, was erklärt, warum dieser Betrag im Vergleich zu 2014 um 195 € angehoben wurde. Laut Pierre Concialdi benötigt ein Paar mit zwei Kindern 3.744 € pro Monat, gegenüber 3.342 € im Jahr 2014.

    „Angemessener Mindestlebensstandard“
    Ein „angemessene Mindestlebensstandard“ definiert für den Forscher „eine Schwelle, oberhalb derer man vernünftigerweise davon ausgehen kann, dass ein Haushalt die Fähigkeit hat, effektiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, ohne Gefahr zu laufen, erhebliche Entbehrungen zu erfahren“. Nicht zu verwechseln mit der Armutsgrenze, die den „Schwellenwert für den sozialen Ausschluss definiert“.

    Auf der Grundlage der offiziellen Daten zu den Haushaltseinkommen in Frankreich schätzt der Wirtschaftswissenschaftler, dass etwas mehr als ein Drittel (zwischen 34 und 35%) der Haushalte nicht über ausreichende Lohnressourcen verfügt, um einen angemessenen Mindestlebensstandard zu erreichen. Dieser Anteil entspricht in etwa dem schon acht Jahre zuvor ermittelten Wert.

  • Frankreich: Fabrik im Département Aube produziert nachts, um Stromausfälle zu vermeiden

    Frankreich: Fabrik im Département Aube produziert nachts, um Stromausfälle zu vermeiden

    Die 240 Beschäftigten der Fabrik Accuride Wheels in La Chapelle-Saint-Luc in der Nähe von Troyes arbeiten neuerdings nachts, um den Stromverbrauch des Unternehmens zu senken. Durch diese Entscheidung der Unternehmensleitung können bis zu 19% Energie eingespart werden.

    Es war eine radikale Entscheidung, die die Geschäftsleitung der Radfabrik Accuride Wheels in La Chapelle-Saint-Luc, in der Nähe von Troyes im Département Aube, getroffen hat.

    Seit einem Monat arbeiten die Beschäftigten jetzt nachts, um den Stromverbrauch und das Risiko von Stromausfällen zu verringern. „Wir haben vorher bereits umweltbewusst gearbeitet“, erklärt Hugues Dugres, Generaldirektor des Unternehmens, „aber eine Mitte September veröffentlichte Studie der RTE (Réseau Transport Electricité) zeigte, dass der Stromverbrauch um 10% gesenkt werden muss, um den Winter zu überstehen, ohne dass es zu Stromausfällen kommt“.

    Es musste also schnell gehandelt werden, denn für das Unternehmen, das jährlich mehr als drei Millionen Stahlräder für Nutzfahrzeuge, Pkw und U-Bahnen herstellt, wäre ein solcher Stromausfall eine Katastrophe. „Wir haben es hier mit einer sehr schweren Industrie zu tun. Allein das Wiederanfahren der Fabrik unter normalen Betriebsbedingungen dauert sieben Stunden! Und wenn es mitten im Betrieb zu einem Stromausfall käme, würden wir mehrere Stunden oder sogar Tage feststecken. Das würde großen Schaden anrichten“, erklärte Hugues Dugres.

    Um ein solches Szenario zu vermeiden, änderten die 240 Beschäftigten ihre Arbeitszeiten. Normalerweise arbeiteten sie in Schichten von 5 Uhr morgens bis 13 Uhr und dann von 13 bis 21 Uhr. Von nun an ist Schluss mit dem Dienstbeginn am Morgen, denn „zwischen 8 und 12 Uhr und dann zwischen 18 und 20 Uhr ist es für den Stromlieferanten am kritischsten“, erläutert Hugues Dugres, „es löst möglicherweise viele Probleme, wenn man nicht in diesen Zeitspannen arbeitet“.

    Die Beschäftigten von Accuride Wheels arbeiten seit einem Monat von 13 bis 21 Uhr und von 21 bis 5 Uhr morgens. Dadurch kann der Energieverbrauch von 1.000 Haushalten während der Verbrauchsspitze am Morgen eingespart werden.

    Auch wenn die Hauptmotivation in diesem Fall nicht finanzieller Art ist, sind die Einsparungen, die durch die Entscheidung erzielt werden, nicht zu vernachlässigen. Strom ist nach Stahl und Löhnen der drittgrößte Kostenfaktor des Werks. Mit dem heutigen Rekordanstieg der Tarife stieg die Energierechnung von 1,8 Millionen Euro im Jahr 2021 auf über 4,4 Millionen Euro im Jahr 2022. Die Umstellung der Arbeitszeiten hat allein in der letzte Woche zu Einsparungen von fast 10.000 Euro geführt, auch wenn dieser Betrag zum Teil durch die Lohnzuschläge für Nachtarbeit wieder aufgezehrt wird.

    Das Unternehmen will sich auch weiterhin an die Energiesituation anpassen und schließt nicht aus, die Nachtarbeit im Januar und Februar zu wiederholen, falls dies nötig sein sollte. 

  • Energiekrise im Winter: Frankreichs Atompark immer mehr geschwächt

    Energiekrise im Winter: Frankreichs Atompark immer mehr geschwächt

    Frankreich rechnet während des Winters mit Stromausfällen. Dieser Mangel an Elektrizität ist die Folge einer andauernden Schwächung des französischen Atomparks.

    Die Wiederinbetriebnahme einer grossen Anzahl von Atomreaktoren der EDF braucht viel zuviel Zeit. Von den 56 Atomreaktoren in Frankreich sind 20 immer noch abgeschaltet, doppelt so viel als in dem Zeitplan vorgesehen, den die EDF im September aufgestellt hatte. Das ist einer der Gründe, warum es in Frankreich im kommenden Winter zu Strommangel kommen könnte. „Wir befinden uns in dieser angespannten Situation, weil der französische Kernkraftpark nicht seine volle Kapazität erreicht“, bedauert Xavier Piechaczyk, Vorstandsvorsitzender des Netzbetreibers RTE.

    Anhaltende Probleme mit den Reaktoren
    Diese Verzögerungen bei der Wiederinbetriebnahme der Reaktoren ist die Folge von anhaltenden Problemen, die an mehreren Reaktoren auftreten. Zu diesen Anomalien gehören insbesondere Risse in den Kühlkreisläufen der Reaktoren. „In den letzten 20 Jahren wurde zu wenig in die Kernenergie investiert“, stellt Phuc-Vinh Nguyen, Forscher im Bereich Energiepolitik, gegenüber dem Sender France 2 fest. Um diese Probleme zu kompensieren, muss Frankreich dringend Energie sparen und Strom aus dem Ausland – zum Beispiel aus Deutschland – importieren.

  • Weihnachten 2022: Wie steigende Preise die Feiertage in diesem Jahr beeinflussen

    Weihnachten 2022: Wie steigende Preise die Feiertage in diesem Jahr beeinflussen

    Zwei Jahre lang beeinflusste Covid-19 die Weihnachtsfeiertage. Dieses Jahr ist es die Inflation, die mit am Tisch sitzt. Die Verbraucherpreise sind um fast 6% gestiegen und der Verkauf von Speisen, die üblicherweise an den Weihnachtsfeiertagen auf den Tischen der Franzosen stehen – wie Schokolade od…

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  • Energiekrise: Emmanuel Macron spricht mit Joe Biden über Gaspreise

    Energiekrise: Emmanuel Macron spricht mit Joe Biden über Gaspreise

    Beim Treffen zwischen dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und seinem amerikanischen Amtskollegen Joe Biden am Donnerstag, dem 1. Dezember, ging es um den Preis, den die Europäer für aus den USA importiertes Gas zahlen müssen.

    Emmanuel Macron sprach mit Joe Biden über den Gaspreis. Die Verbraucher in den USA geben 7 Dollar für eine Gaseinheit aus, die Europäer 37 Dollar, also mehr als fünfmal so viel. Die USA, die viel Gas fördern, transportieren es über Pipelines in ihre Bundesstaaten. Für die Europäer kostet die Förderung und Produktion etwa 6 Dollar pro Einheit. An den Küsten angekommen, muss es für den Transport verflüssigt werden, und die Rechnung steigt auf 10 Dollar. Nach dem Seetransport und der erneuten Vergasung in französischen oder anderen europäischen Häfen steigen die Kosten auf 13,5 Dollar. Den Verbrauchern wird es jedoch für 37 Dollar verkauft, ein erheblicher Unterschied. Die Marge fließt in die Taschen der europäischen Gasversorger, die erklären, dass der de…

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  • USA: Emmanuel Macron besucht Joe Biden und verteidigt Europa

    USA: Emmanuel Macron besucht Joe Biden und verteidigt Europa

    Emmanuel Macron besucht die USA. Trotz der offen zur Schau gestellten Freundschaft mit Joe Biden gibt es hinter den Kulissen einige Reibereien, insbesondere über die amerikanische Industriepolitik, die als zu protektionistisch angesehen wird. Hinter dem Protokoll und den lächelnden Fotos steht die Diplomatie der Machtverhältnisse. Am Mittwoch, dem 30. November, äußerte sich Emmanuel Macron bei seinem Besuch in den USA zunächst zu dem amerikanischen Plan zur Bekämpfung der Inflation. Er sprach von „super aggressiven“ Maßnahmen. „Die getroffenen Entscheidungen, deren Ziele ich teile, sind Entscheidungen, die den Westen entzweien können“, kritisierte Emmanuel Macron. Das amerikanische Anti-Inflationsgesetz, das darauf abzielt, mit China um Energie-Know-how zu konkurrieren, bestraft nach Ansicht des französischen Staatschefs die europäischen Importe. Er prangerte eine protektionistische und unfaire Maßnahme an, die in einem bereits durch den Krieg geschwächten Europa schwer zu verkraften s…

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  • Wegen der Vogelgrippe: Weniger Foie Gras zu Weihnachten

    Wegen der Vogelgrippe: Weniger Foie Gras zu Weihnachten

    Die französischen Produzenten der traditionellen und weithin beliebten Stopfleber-Delikatesse sind besorgt, da die Vogelgrippe in den Zuchtbetrieben verheerende Schäden anrichtet. Die Produktion geht zurück.

    In dieser Stopfleberfabrik in Epaignes (Eure) wird die Produktion um 80% reduziert. Die Farm La Houssaye zahlt einen hohen Preis für die Vogelgrippe. „Es gab viele Betriebe, deren Bestand durch die Vogelgrippe dezimiert wurde, vor allem in der Vendée und in Maine-et-Loire. Das Problem heute ist, dass es keine Entenküken mehr gab. Keine kleinen Entchen, keine Ente, also keine Stopfleber sechs Monate später zum Jahresende“, bedauert Donatien Lavigne, Mitgeschäftsführer des Bauernhofs La Houssaye, auf dem Sender France 2.

    „In den Geschäften ist keine Stopfleber mehr zum Verkauf erhältlich“
    Normalerweise stehen ab Oktober 18.000 Enten auf dem Hof. In diesem Jahr sind es nur 2.500. Die Folge: Bei einigen Produkten kommt es zu Engpässen. „Im Laden gibt es keine Foie gras mehr zu kaufen, die einzigen Foie gras, die man hier sehen kann, ist bereits für Leute reserviert, die eine Bestellung aufgegeben haben“, erklärt Donatien Lavigne. Die Kunden sind gezwungen, auf andere Lebensmittel für die Feiertage am Jahresende auszuweichen.

  • Inflation: Auf dem Weg zu einer Beruhigung in der Eurozone?

    Inflation: Auf dem Weg zu einer Beruhigung in der Eurozone?

    Zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren ging die Inflation im November zurück. Der Rückgang ist hauptsächlich auf einen geringeren Anstieg der Energiepreise zurückzuführen.

    Nach vielen Monaten, in denen die Inflation stetig stieg, kam sie im November zum Stillstand. In diesem Monat betrug der Preisanstieg 10%, verglichen mit 10,6% im Oktober. Der Hauptgrund für diesen Rückgang ist der geringere Preisanstieg der Energiekosten und des Öls. In Frankreich ging die Inflation nicht wirklich zurück, aber der November war von einer Stabilisierung gekennzeichnet, nachdem die Preise 17 Monate lang ununterbrochen gestiegen sind.

    Die Preise für einige Produkte sind gesunken
    In Frankreich begründet sich der Rückgang der Inflation durch die Senkung einiger Produktpreise. So sind die Preise für Fernsehgeräte, Kühlschränke oder auch im Tourismus gesunken. Nach Ansicht von Wirtschaftswissenschaftlern wird die Inflation jedoch noch länger anhalten. „In Frankreich wird der Höhepunkt der Inflation in den ersten Monaten 2023 liegen, und zwar vor allem, weil wir eine Erhöhung der Stromtarife sehen werden“, meint Mathieu Plane, Ökonom und stellvertretender Direktor des OFCE auf dem Sender France 2.

    In den anderen Ländern der Eurozone wird eine Rückkehr zur Normalität für Ende 2023 erwartet.

  • Macron kritisiert Subventionen der US-Regierung als schädlich für französische Unternehmen

    Macron kritisiert Subventionen der US-Regierung als schädlich für französische Unternehmen

    Emmanuel Macron, der sich zu einem Staatsbesuch in Washington aufhält, kritisierte am Mittwoch die im großen Klimaplan von Joe Biden vorgesehenen Subventionen, die Produkte „Made in USA“ begünstigen, als sehr negativ für den Handel. „Das ist super aggressiv für unsere Unternehmen“, sagte Emmanuel Macron bei einem Mittagessen mit Abgeordneten des US-Kongresses. Der französische Präsident, der sich zu einem Staatsbesuch in den USA aufhält, bezog sich dabei auf die im großen Klimaplan von Joe Biden vorgesehenen Subventionen, die Produkte „Made in USA“ begünstigen, und bezeichnete dies als toxisch für den internationalen Handel. Emmanuel Macron bezog sich bei seiner Kritik auf das von Joe Biden angestrebte massive Programm zur Unterstützung der Energiewende, das den Namen Inflation Reduction Act (IRA) trägt und großzügige Subventionen für Elektrofahrzeuge, Batterien oder erneuerbare Energien gewährt, sofern diese in den USA hergestellt werden. „Versetzen Sie sich in meine Lage“, bat der fr…

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