Kategorie: Wirtschaft

  • Solidarität: Wenn Unternehmen nachts ihre Türen für Obdachlose öffnen

    Solidarität: Wenn Unternehmen nachts ihre Türen für Obdachlose öffnen

    Dank „Bureaux du Coeur“ werden obdachlose Menschen nachts in den Räumlichkeiten teilnehmender Unternehmen untergebracht. 

    Immer dann, wenn jeder nach Hause geht und sich die Büros leeren, öffnet Ibrahim die Tür zu einem Büro auf einer Baustelle. In diesem Konferenzraum ist er nun jeden Abend und an den Wochenenden zu Hause. Ein Unterschlupf für drei oder sechs Monate. „Ich schlafe nicht auf der Straße. Ich bin zufrieden, denn auf der Straße zu schlafen ist kompliziert“, sagt er auf dem Sender France 3. Eine Notunterkunft, die durch die Assoziation „Bureaux du Coeur“ ermöglicht wird. Die Idee besteht darin, Unternehmer zu bitten, ihre leeren Büros zur Verfügung zu stellen, um Männer und Frauen in prekären Situationen aufzunehmen. Derzeit sind in Lyon (Rhône) auf diese Weise zehn Personen untergebracht.

    Bedingungen, die eingehalten werden müssen
    Die Bedingungen für die Aufnahme sind jedoch streng. „Es müssen Personen sein, die sich in einer Wiedereingliederungssituation befinden und ein echtes Berufsprojekt haben. Sie müssen allein sein, weil es einfacher ist, sie im Unternehmen unterzubringen, sie dürfen nicht an einer Sucht leiden, das ist für die Unternehmen sicherer“, erklärt Florence Buyer, eine Freiwillige Helferin von „Bureaux du Coeur“. Ebenfalls in Lyon ist ein Architekturbüro schon seit sechs Monaten Zufluchtsort für einen anderen Mann. Wie Ibrahim kann er dort nicht nur schlafen, sondern hat auch eine Dusche, eine Küche und hier gibt es sogar ein kleines Ritual, nämlich den regelmäßigen Besuch einer der Architektinnen des Unternehmens.

  • Streik: Hunderte Züge fallen an Weihnachten aus – Regierung setzt SNCF unter Druck

    Streik: Hunderte Züge fallen an Weihnachten aus – Regierung setzt SNCF unter Druck

    Ein Streik der Zugbegleiter sorgt am Weihnachtswochenende für Panik in den französischen Bahnhöfen. Die Regierung erhöht den Druck auf die SNCF, um die Krise zu lösen und ein ähnliches Szenario für das Neujahrswochenende zu verhindern. Die Auswirkungen des Streiks der Zugbegleiter werden sich voraussichtlich am Samstag, 24. und Sonntag, 25. Dezember so zeigen: Einer von zwei TGVs soll auf den Nord- und Atlantik-Achsen fahren, drei von fünf TGVs auf den Südost- und Ost-Achsen. Zwei von drei Ouigo-Zügen sind geplant, so die SNCF in einer Pressemitteilung. Drei von vier Lyria- und Intercity-Zügen sollen verkehren. Am Freitag sollen zwei von drei TGVs auf der Atlantik- und Mittelmeerachse fahren, einer von zwei Zügen auf der Nordachse (Paris-Lille wird als fast normal gemeldet) und drei von vier TGVs im Osten. Jeder Reisende, dessen Zug im Rahmen des Streiks gestrichen wurde, erhält einen Gutschein in Höhe des doppelten Fahrkartenpreises, wie die SNCF am Mittwoch bekannt gab, auch wenn die…

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  • Olivier Véran: Streikt nicht und hört auf die legitimen Bitten der Franzosen!

    Olivier Véran: Streikt nicht und hört auf die legitimen Bitten der Franzosen!

    Die Franzosen müssen „unter guten Bedingungen zu ihren Familien fahren können“, fordert der Regierungssprecher. Weil zwei von fünf geplanten TGV-Zügen am Weihnachtswochenende ausfallen werden, schlägt die Exekutive am Donnerstag, dem 22. Dezember, mit der Faust auf den Tisch. Regierungssprecher Olivier Véran fordert „alle Personen, die angekündigt haben, streiken zu wollen, auf, dies zu unterlassen“. Er fordert sie auf, auf „die legitime Forderung der Franzosen zu hören, dass sie ihre Familien unter guten Bedingungen besuchen können“. Zuvor hatte schon Wirtschaftsminister Bruno Le Maire im Sud Radio gefordert, dass die SNCF „in den nächsten Stunden eine Lösung finden“ müsse. Das Neujahrswochenende ist auch bedroht. Der Generalsekretär der Gewerkschaft Unsa-Ferroviaire, die nicht zum Streik aufruft, meint auf Franceinfo, dass es auch am letzten Wochenende des Jahres „zwangsläufig“ zu Zugausfällen kommen wird. Jean-Pierre Farandou, Präsident der SNCF, hingegen versichert auf RTL, dass „e…

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  • Streik bei der SNCF: „Ein völliger Mangel an Empathie …“ Macron äussert Wut auf die Streikenden

    Streik bei der SNCF: „Ein völliger Mangel an Empathie …“ Macron äussert Wut auf die Streikenden

    Emmanuel Macron macht keinen Hehl aus seiner Wut über den Streik der SNCF-Kontrolleure, der hunderttausende von Franzosen daran hindern wird, Weihnachten mit ihrer Familie zu verbringen. Emmanuel Macron ist wütend. Der Staatschef ist empört über den Arbeitskampf der SNCF-Zugbegleiter, der über das Weihnachtswochenende stattfinden wird und viele Franzosen daran hindert, Weihnachten mit ihren Familien zu erleben. 200.000 Reisen mussten von der SNCF abgesagt werden. Der Staatspräsident ist der Ansicht, dass sich die Streikenden „einen völligen Mangel an Empathie, Solidarität und Brüderlichkeit“ zeigen, so eine dem Staatschef nahestehende Quelle, die von der Website Politico zitiert wird. Emmanuel Macron weiß, dass nach zwei durch den Covid-19 gestörten Weihnachten ein drittes Weihnachten, das durch einen Streik kompliziert oder gar unmöglich gemacht wird, bei den Franzosen sehr schlecht ankommt. Er habe „seine Minister aufgefordert, Initiativen zu ergreifen“ und „alles zu tun, um zu versu…

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  • Streik bei der SNCF: Die Reisenden haben die Nase voll

    Streik bei der SNCF: Die Reisenden haben die Nase voll

    Mehrere Gewerkschaften der SNCF, darunter ein sogenanntes „Kollektiv der Kontrolleure“, haben ihre Streikankündigung für das Weihnachtswochenende aufrechterhalten. France 2 berichtet am Mittwoch, dem 21. Dezember, live aus dem Pariser Bahnhof Gare Montparnasse.

    Mehrere Gewerkschaften der SNCF, darunter auch das sogenannte „Kollektiv der Kontrolleure“, haben ihre Streikankündigung für die Weihnachtsfeiertage aufrechterhalten. Die Journalistin Juliette Coulais berichtete am Mittwoch, dem 21. Dezember, für den Sender France 2 live aus dem Pariser Bahnhof Gare Montparnasse und berichtet, dass „unter den Reisenden, denen man heute Morgen begegnet ist, natürlich viel Müdigkeit herrscht“. „Sie konnten sich nicht vorstellen, dass dieser Streik so stark befolgt wird. Von den 800.000 Personen, die am Weihnachtswochenende verreisen wollten, werden 200.000 ihren Zug nicht nehmen können“.

    Die Schwierigkeit, eine Alternative zu finden
    Im Osten werden drei von vier TGVs fahren, im Norden einer von zwei TGVs und auf der Süd- und Atlantikachse zwei von drei TGVs. Die Situation ist für Reisende, deren Zug aufgrund der Streiks ausfällt, kompliziert, zumal „eine Alternative zu finden, drei Tage vor den Feiertagen nahezu unmöglich ist“, schließt Juliette Coulais.

  • Atomkraft: Noch immer sind in Frankreich 16 von 56 Reaktoren abgeschaltet

    Atomkraft: Noch immer sind in Frankreich 16 von 56 Reaktoren abgeschaltet

    Der Sender France 2 erklärt am Mittwoch, dem 21. Dezember, warum 16 der 56 französischen Atomreaktoren abgeschaltet sind.

    In Frankreich sind noch immer 16 der 56 im Land installierten Atomreaktoren abgeschaltet. „Es ist ein Serienfehler, den wir bei einer ganzen Generation von Kernkraftwerken festgestellt haben. (…) Man wollte ihre Leistung verbessern, indem man die Rohre verlängerte und sie Bögen machen ließ. Man hat erst kürzlich festgestellt, dass bei den hohen Temperaturen, die in den Reaktoren herrschen, bei dieser Reaktorgeneration Mikrorisse aufgetreten sind“, erklärt der Journalist Axel de Tarlé am Mittwoch, dem 21. Dezember, in der Sendung „8 Uhr“ auf France 2.

    Axel de Tarlé informiert darüber, dass man 16 Atomkraftwerke nach diesem neuen Modell gebaut habe. „Wir sind gerade dabei, sie zu reparieren, und es gibt sechs weitere, die wir im Jahr 2023 reparieren müssen.“ Allerdings handele es sich um Rohre, die weit in die Reaktoren hineinreichen und dadurch seien das grosse uns schwierige Baustellen. Man ist dabei gezwungen, das ganze Kraftwerk abzuschalten. 500 Techniker müssen anschliessend daran arbeiten, diese Rohre zu ersetzen und die Schweißnähte zu erneuern. „Das Problem ist, dass wir keine Schweißer mehr haben, wir haben nicht genügend Spezialisten“, erklärte Axel de Tarlé und wies darauf hin, dass jetzt sogar Schweißer aus Nordamerika geholt werden.

  • Raumfahrt: Vega-C-Rakete mit zwei Airbus-Satelliten an Bord nach dem Start verloren

    Raumfahrt: Vega-C-Rakete mit zwei Airbus-Satelliten an Bord nach dem Start verloren

    Der erste kommerzielle Flug der neuen europäischen Trägerrakete Vega-C ist ein Misserfolg. Die von Kourou in Französisch-Guayana gestartete Rakete ging nach dem Start verloren. An Bord befanden sich zwei Airbus-Satelliten.

    Die neue leichte europäische Trägerrakete Vega-C, die mit zwei Airbus-Satelliten an Bord zu ihrem ersten kommerziellen Flug startete, ging nach dem Start von Kourou am Dienstag verloren, was einen schweren Rückschlag für die sowieso schon geschwächte europäische Raumfahrt bedeutet. Zehn Minuten nach dem Start um 22.47 Uhr Ortszeit wich die Flugbahn der Trägerrakete von der geplanten ab, und dann kamen keine Daten mehr im Kontrollraum des Raumfahrtzentrums in Kourou, Französisch-Guayana, an.

    „Die Mission ist verloren“, erklärte der Präsident von Arianespace, Stéphane Israël, vom Raumfahrtzentrum in Französisch-Guayana. „Etwa 2 Minuten und 27 Sekunden nach dem Start trat bei der Zefiro 40“, der zweiten Stufe der Trägerrakete, eine Anomalie auf, „wodurch die Vega-C-Mission beendet wurde“, erklärte das für den Betrieb der Trägerrakete zuständige Unternehmen in einer kurzen Erklärung. „Derzeit werden Datenanalysen durchgeführt, um die Gründe für diesen Fehlschlag zu ermitteln“, fügte Arianespace hinzu. Für Mittwoch, 12.00 Uhr Ortszeit, ist eine Pressekonferenz in Kourou geplant. Arianespace bestätigt, dass es nach dem missglückten Start der europäischen Trägerrakete keinen Fallout von Trümmern gab.

  • Streik bei der SNCF: „Zu Weihnachten streikt man nicht – man hält Waffenstillstand“, fordert Olivier Véran

    Streik bei der SNCF: „Zu Weihnachten streikt man nicht – man hält Waffenstillstand“, fordert Olivier Véran

    Der Zugverkehr wird an diesem Wochenende kompliziert sein. Trotz der Weihnachtsfeiertage streiken die Zugbegleiter der SNCF. Ein Arbeitskampf, der von Regierungssprecher Olivier Véran auf France Inter am Mittwoch, dem 21. Dezember, scharf kritisiert wurde. „An Weihnachten streikt man nicht, man hält Waffenstillstand“, sagte Olivier Véran am Mittwoch, dem 21. Dezember, auf France Inter, als er zu den SNCF-Streiks der Zugbegleiter an diesem Wochenende befragt wurde. „Mal ehrlich, ist es unbedingt notwendig, an einem Weihnachtswochenende zu streiken? Die Antwort ist nein“, fügte er hinzu. Olivier Véran zufolge „ist es nicht der richtige Zeitpunkt, die Franzosen wegen Lohnforderungen als Geiseln zu nehmen“. Der Regierungssprecher erinnerte daran, dass es bereits „12% Lohnerhöhung für diejenigen, die jetzt streiken“ gegeben habe. Véran bestreitet jegliche Absicht, „Öl ins Feuer gießen“ zu wollen, und ruft zum Dialog auf und hofft immer noch, dass „die Verhandlungen erfolgreich sein können“….

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  • Streik bei der SNCF: 200% Erstattung des Fahrpreises für Kunden ohne Zug an Weihnachten

    Streik bei der SNCF: 200% Erstattung des Fahrpreises für Kunden ohne Zug an Weihnachten

    Die SNCF kündigt an, dass Kunden, die aufgrund des angekündigten Streiks am Weihnachtswochenende nicht mit dem Zug fahren können, ihre Fahrkarten zu 200% erstattet bekommen. Der Generaldirektor von SNCF Voyageurs spricht von einem „unzulässigen Streik“.

    Geld als Entschädigung. Die SNCF hat beschlossen, außergewöhnliche Rückerstattungsmaßnahmen für ihre Kunden anzubieten, die wegen des angekündigten Streiks der Zugbegleiter an diesem Wochenende nicht mit dem Zug fahren können.

    Erste Lösung: Die Kunden können ihr Abreisedatum ändern. Der Umtausch der Fahrkarte für einen anderen Zug an einem anderen Tag ist kostenlos und ohne Preisaufschlag möglich. 120.000 Plätze sind an diesem Mittwoch, dem 21. Dezember, und Donnerstag, dem 22. Dezember, noch verfügbar.

    Zweite Lösung: Im Fall, dass die Kunden ihr Abreisedatum nicht ändern können. Die SNCF wird „200% Rückerstattung“ für „Reisende, die nicht fahren können, weil deren Züge annulliert werden“ anbieten, wie der Generaldirektor von SNCF voyageurs, Christophe Fanichet, auf France Info ankündigte. Im Klartext: Die SNCF wird ihren Kunden das Doppelte des Fahrpreises erstatten.

    Nur etwa zwei von drei TGVs werden am Freitag auf der Atlantik- und Mittelmeerachse fahren, einer von zwei Zügen auf der Nordachse, drei von vier Zügen in Richtung Osten. Die TGVs zwischen den Bahnhöfen der Regionen dürften am stärksten betroffen sein. Ergebnis: Von 800.000 Kunden, die eine Fahrkarte gebucht haben, werden 200.000 nicht reisen können. Bei den Ouigo-Zügen werden drei von vier Zügen fahren. Die Intercity-Züge werden normal fahren.

    Die Einzelheiten für Samstag und Sonntag wurden noch nicht bekannt gegeben, aber das Programm der TGVs dürfte in etwa gleich ausfallen. Jeder Kunde, dessen Zug gestrichen wird, wird per SMS oder E-Mail benachrichtigt werden.

    Der Arbeitskampf der Zugbegleiter und Fahrdienstleiter während der Feiertage kommt bei der SNCF-Führung schlecht an. „In einer Zeit, zu Weihnachten, nicht reisen zu können, ist ehrlich gesagt inakzeptabel“, meint der Generaldirektor von SNCF voyageurs Christophe Fanichet. Er entschuldigt sich bei den Kunden der SNCF, die über die Feiertage keine Züge nutzen konnten.

    Trotz der grosszügigen Ausgleichsmaßnahmen kommt der Arbeitskampf auch bei der Regierung schlecht an. „Für diejenigen, die Weihnachten nicht mit ihrer Familie verbringen können, bin ich nicht sicher, ob das einen Ausgleich schafft“, sagte Regierungssprecher Olivier Véran im Sender France Inter. „Ich weiß nicht, ob 200% eines Zugtickets dafür entschädigen können, dass man an Heiligabend nicht bei Mama oder Papa ist“, meinte Olivia Grégoire, die beigeordnete Ministerin für KMU, Handel und Handwerk, auf France Info.

    Die Zugbegleiter bleiben hartnäckig
    Seit November hat die SNCF Mühe, mit dem sogenannten „Kollektiv der Kontrolleure“, das diesen Arbveitskampf ins Leben gerufen hat, einen konstruktiven Dialog zu finden. Das Kollektiv fordert eine bessere Anerkennung der Besonderheiten dieses Berufs. Nach einem Treffen mit dem Kollektiv und den Gewerkschaften am 8. Dezember schlug die Geschäftsleitung vor, die „Arbeitsprämie“ der Fahrdienstleiter um 600 € pro Jahr zu erhöhen, wobei ein Teil davon 2024 in das Gehalt einfließen soll, sowie eine zusätzliche Zulage von 600 € brutto pro Jahr zu zahlen. Weitere spezifische Maßnahmen bezüglich des beruflichen Aufstiegs wurden auf den Tisch gelegt, um die Karriereentwicklung der Fahrdienstleiter zu erleichtern.

  • Atomkraft: EDF verlängert Abschaltung von Reaktoren und kündigt neue Arbeiten für 2023 an

    Atomkraft: EDF verlängert Abschaltung von Reaktoren und kündigt neue Arbeiten für 2023 an

    Der Stromversorger begründet die Abschaltungen mit dem Austausch von Rohrleitungen bei einer bestimmten Reaktorkategorie, die einem besonderen Korrosionsrisiko ausgesetzt ist.

    Die EDF drückt weiterhin auf die Pausentaste. Das Unternehmen teilte am Montag, dem 19. Dezember, der Nachrichtenagentur AFP mit, dass zwei Reaktoren doch nicht vor Ende dieses Winters wieder in Betrieb genommen werden können und sechs weitere 2023 wegen Reparaturen im Zusammenhang mit Korrosionsproblemen abgeschaltet werden müssen. Der Stromversorger erklärt auf seiner Website, dass er sich dafür entschieden habe, die Rohrleitungen der Reaktorkategorie, die am stärksten von Korrosion bedroht ist, systematisch zu ersetzen. Die Probleme befinden sich insbesondere an den Notleitungen, die im Notfall zur Kühlung des Reaktors dienen. Die betroffenen Reaktoren müssen für die Dauer der Arbeiten vollständig abgeschaltet werden.

    Bei sechs Reaktoren mit einer Leistung von 1.300 Megawatt (MW) „gehen wir, da wir ziemlich sicher sind, dass wir etwas finden, direkt zu den Arbeiten über“, erklärte ein EDF-Sprecher am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Der Winter 2022-2023 wird voraussichtlich der angespannteste in Bezug auf die Stromversorgung in Frankreich sein, was sowohl auf Wartungsarbeiten als auch auf die bei einem immer größeren Teil der Kraftwerke entdeckten (oder vermuteten) Korrosionserscheinungen zurückzuführen ist.

    Die EDF hat noch nie in ihrer Geschichte so wenig Atomstrom produziert, was Frankreich dazu zwingt, Rekordmengen an Strom aus den Nachbarländern zu importieren. In den letzten Tagen hat sich die Verfügbarkeit der französischen Kernkraftwerke dennoch insgesamt verbessert. Am Montag waren in Frankreich wieder 40 Atomreaktoren in Betrieb.