Kategorie: Wirtschaft

  • Der reichste Mann und die reichste Frau der Welt sind Franzosen

    Der reichste Mann und die reichste Frau der Welt sind Franzosen

    Bernard Arnault und Françoise Bettencourt Meyers sind derzeit der reichste Mann und die reichste Frau der Welt. Mit einem geschätzten Vermögen von 211 Milliarden US-Dollar bzw. 80,5 Milliarden US-Dollar sind Bernard Arnault, Chef des LVMH-Konzerns, und Françoise Bettencourt Meyers, Erbin von L’Oréal, laut der Forbes-Rangliste 2023 der reichste Mann und die reichste Frau der Welt. In Frankreich zählt das Magazin 43 Milliardäre mit einem Gesamtvermögen, das seit 2022 deutlich gewachsen ist.

    Der reichste Mann und die reichste Frau der Welt kommen aus Frankreich. Bernard Arnault, CEO des weltgrößten Luxusgüterherstellers LVMH, und Françoise Bettencourt Meyers, Erbin von L’Oréal, stehen an der Spitze der jährlichen Forbes-Rangliste für 2023, die am Dienstag, den 4. April veröffentlicht wurde.

    Im Jahr 2022 hatte Bernard Arnault den dritten Platz in der jährlichen Rangliste belegt, die von Elon Musk, dem Chef von Tesla, Twitter und SpaceX, und Jeff Bezos, dem Gründer von Amazon, angeführt wurde.

    211 Milliarden Dollar
    Im Dezember letzten Jahres hatte der französische Milliardär die beiden Amerikaner jedoch von der Spitze verdrängt, als er unter Berücksichtigung des Vermögens seiner Familie zum reichsten Mann der Welt gekürt wurde. Dies geht aus der „Echtzeit“-Rangliste des Magazins hervor, die unter anderem auf Börsenkursen und Wechselkursen basiert.

    In der am Dienstag veröffentlichten Weltbestenliste 2023 wird sein Vermögen auf 211 Milliarden US-Dollar geschätzt – wobei Forbes angibt, „das Nettovermögen anhand der Aktienkurse und Wechselkurse von Freitag, dem 11. März 2023, berechnet“ zu haben.

    „Zum ersten Mal in der Geschichte der Rangliste sind der reichste Mann und die reichste Frau Frankreichs auch die reichsten der Welt. Eine doppelte Leistung, die von der Stärke der französischen Wirtschaft zeugt, trotz der aufeinanderfolgenden Krisen, die unser Land direkt oder indirekt durchläuft“, hebt Forbes Frankreich in seiner Pressemitteilung hervor.

    Elon Musk belegt mit einem geschätzten Vermögen von 180 Milliarden US-Dollar den zweiten Platz der Weltrangliste, vor Jeff Bezos (114 Milliarden US-Dollar), Larry Ellison, Mitbegründer des Softwareunternehmens Oracle (107 Milliarden US-Dollar), und Warren Buffett (106 Milliarden US-Dollar).

    43 französische Milliardäre
    Françoise Bettencourt Meyers (und ihre Familie) – mit 80,5 Milliarden US-Dollar elftreichste Person der Welt – ist das dritte Jahr in Folge die reichste Frau der Welt. Sie war es schon 2019 und trat damit die Nachfolge ihrer Mutter Liliane Bettencourt an, die 2016 und 2017 die erste Frau auf der Forbes-Rangliste war.

    In Frankreich nehmen die großen Vermögen zu. Forbes zählt insgesamt 43 Milliardäre, darunter aber nur sieben Frauen, „mit einem Gesamtvermögen, das seit 2022 um 20,6 % gestiegen ist“.

    Hinter Bernard Arnault und Françoise Bettencourt Meyers folgen François Pinault, Gründer des Luxusgüterkonzerns Kering, und die Brüder Alain und Gérard Wertheimer, Besitzer des Modehauses Chanel, auf den Plätzen vier und fünf.

    Auf dem sechsten Platz befindet sich „der erste Milliardär der Rangliste, der aus einem anderen Bereich“ als Luxus und Schönheit kommt, Emmanuel Besnier, Chef von Lactalis. Die Kinder von Jacques Saadé, dem Gründer des Schifffahrtsunternehmens CMA CGM, Rodolphe, Tanya und Jacques Jr. belegen die Plätze acht, neun und zehn.

  • Inflation: Auch Leclerc will jetzt Anti-Inflationswarenkorb mit über 1.000 Produkten anbieten

    Inflation: Auch Leclerc will jetzt Anti-Inflationswarenkorb mit über 1.000 Produkten anbieten

    Die Supermarktkette Leclerc wird bis Ende Juni einen Anti-Inflationswarenkorb mit über 1.000 Produkten anbieten, deren Preise blockiert sein werden.

    Im Gegensatz zu anderen großen Einzelhändlern hatte Leclerc bisher keinen Anti-Inflationswarenkorb eingeführt, aber die Zeitschrift Capital berichtet, dass die Leclerc-Gruppe nun doch beschlossen hat, die Preise von mehr als 1.000 Produkten einzufrieren.

    „Obwohl E.Leclerc bei günstigen Preisen weiterhin an erster Stelle steht, kündigt die Marke an, im zweiten Quartal 2023 noch eine zusätzliche Anstrengung zu unternehmen, um die Brieftaschen ihrer Kunden zu entlasten. Vom 3. April bis zum 30. Juni werden die Preise für jedes Produkt der Marke Eco+ auf der Grundlage eines am 1. April festgelegten Preisrahmens eingefroren“, so die Leclerc-Gruppe in einer Pressemitteilung.

    Bis zum 30. Juni wird Leclerc „1.000 Lebensmittelprodukte, aber auch Hygieneartikel, Haushalts-, Garten- und Autopflegeartikel, Schreibwaren und Tierbedarf“ zu besonders günstigen Preisen anbieten.

    Der Einzelhändler erklärt: „Wir haben beschlossen, sehr offensiv zu sein und ‚E.Leclerc‘ noch billiger anzubieten, indem wir Preiserhöhungen, die uns auferlegt werden, selbst absorbieren, anstatt sie an unsere Kunden weiterzugeben“.

    Michel-Édouard Leclerc hatte noch vor kurzem gesagt, dass sein Konzern keinen Anti-Inflationskorb einführen werde, insbesondere nach den Ankündigungen der Regierung zum sogenannten Anti-Inflationsquartal.

  • Kraftstoffe: Versorgungsprobleme an französischen Tankstellen

    Kraftstoffe: Versorgungsprobleme an französischen Tankstellen

    Am Dienstag fanden weitere Zwangsverpflichtungen von Arbeitern in der Raffinerie Gonfreville im Departement Seine-Maritime statt, um die Treibstoffknappheit wenige Tage vor dem Osterwochenende abzuschwächen. Der französische Verband der Erdölindustrie (UFIP) verspricht für das Wochenende eine „deutliche Verbesserung“, insbesondere in der Region Île-de-France.

    Seit Montag, dem 3. April, hat die Regierung die Mitarbeiter in der Raffinerie in Gonfreville im Département Seine-Maritime erneut zwangsverpflichtet. Anfang der Woche fehlte an jeder zehnten Tankstelle in Frankreich mindestens ein Kraftstoff. In den Departements Loiret und Cher war bei einem Viertel der Tankstellen der Kraftstoff knapp, in den Departements Indre-et-Loire und Île-de-France bei fast der Hälfte der Tankstellen.

    Wie kommt es zu diesen Kraftstoffengpässen?
    Die Ursachen für diese Knappheit sind auf verschiedenen Ebenen der Versorgungskette zu finden. Das größte Problem ist nach wie vor die Mobilisierung gegen die Rentenreform in den Raffinerien, die vor einem Monat begonnen hat. Nach Angaben der Gewerkschaft CGT ist die Auslieferung von Kraftstoffen in drei von sechs Raffinerien noch immer gestoppt: in Donges (Loire-Atlantique), Gonfreville und Gravenchon (Seine-Maritime). Die anderen drei französischen Raffinerien liefern zwar Treibstoff aus, aber natürlich insgesamt wesentlich weniger als in normalen Zeiten.

    Dieser Kraftstoff wird in Depots gelagert, und auch hier gab es einige Streiks, die das Befüllen der Lkw, die dann die Tankstellen beliefern, verlangsamten.

    Warum haben frühere Zwangsverpflichtungen die Situation nicht entschärft?
    Die Arbeitsverpflichtungen, die vor zehn Tagen in der Raffinerie Gonfreville durchgeführt wurden, dienten laut Gewerkschaften, vor allem dazu, die Pariser Flughäfen mit Kerosin zu versorgen. Die Raffinerien belieferten die Depots über Pipelines. Die Pipelines können mehrere Arten von Kraftstoffen liefern, aber immer nur nacheinander, also jeweils immer nur einen bestimmten Kraftstoff. Als Kerosin vorrangig zur Betankung von Flugzeugen geliefert wurde, trat Benzin und Diesel für die Tankstellen in den Hintergrund. Das ist auch der Grund, warum es in der Île-de-France und in Centre-Val-de-Loire einen größeren Treibstoffmangel gibt als in anderen Regionen.

    Wann werden die nächsten Lieferungen stattfinden?
    Die aktuellen neuen Personalrequirierungen sowie die Requirierungen der letzten Woche sollen bald dazu führen, dass die Treibstofflieferungen schneller erfolgen. Da sich bereits wieder Bleifrei in den Pipelines befindet, werden die Depots mit diesem Kraftstoff beliefert. Die Gewerkschaft UFIP verspricht für das Wochenende eine „deutliche Verbesserung“ der Lage in der Region Île-de-France. Aber es wird keine Rückkehr zur Normalität im Land geben, solange die Streiks gegen die Rentenreform anhalten. Vor allem nützt es nichts, Hamsterkäufe durchzuführen: Sehr oft ist es genau das, was zu Engpässen führt.

  • Rentenreform: Elisabeth Borne empfängt am Mittwoch die Gewerkschaften

    Rentenreform: Elisabeth Borne empfängt am Mittwoch die Gewerkschaften

    Élisabeth Borne empfängt am Mittwochmorgen die Chefs der Gewerkschaften. Die französische Premierministerin hofft, die Rentenkrise zu überwinden und mehrere Themen zum Thema Arbeit anzusprechen. Die Gewerkschaften allerdings werden von ihr die ersatzlose Rücknahme der Rntenreform fordern. Elisabeth Borne empfängt am Mittwoch die Gewerkschaften, um einen Ausweg aus der Rentenkrise zu finden. Die Gewerkschaften wollen jedoch nicht so schnell aufgeben und fordern gemeinsam die „Rücknahme“ der Rentenreform. Die Premierministerin versprach, dass sie „ein offenes Ohr für alle Themen“ haben werde, die die Gewerkschaften bei dem Treffen, das um 10.00 Uhr beginnt, ansprechen wollen, obwohl es „Meinungsverschiedenheiten“ über die Rentenreform gibt, insbesondere über die Erhöhung des Renteneintrittsalters von 62 auf 64 Jahre. Wenn die Exekutive sich weigert, über die 64 Jahre zu sprechen, „werden wir gehen“, warnte der Chef der Gewerkschaft CFDT Laurent Berger. „Das kann fünf Minuten dauern“, sch…

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  • Kaufkraft: Die Gemeinde Denain bietet allen Einwohnern eine Unterstützung von 50 Euro an

    Kaufkraft: Die Gemeinde Denain bietet allen Einwohnern eine Unterstützung von 50 Euro an

    In Denain im Norden Frankreichs bekommen alle Einwohner einen Zuschuss von 50 Euro, um den steigenden Preisen entgegenzuwirken. Die Gemeinde hatte dieses Experiment bereits im letzten Jahr durchgeführt, sehr zur Freude der Einwohner. Vor dem Rathaus von Denain (Nord) bildete sich schon lange vor der Öffnung der Türen eine Schlange. Die Einwohner haben es eilig, ihren Scheck zu erhalten. „Das tut gut, vor allem bei all dem, was im Moment teurer wird“, bekräftigt eine Frau auf dem Sender France 2. Die Gemeinde bietet 50 Euro pro Haushalt ohne Bedürftigkeitsprüfung, eine willkommene Anschubaktion in einer Stadt, in der 30 % der Bevölkerung arbeitslos sind. Die Aktion kostete die Gemeinde im letzten Jahr 400.000 Euro. Im letzten Jahr wurden 6.231 Schecks verteilt, was die Gemeinde insgesamt 400.000 Euro kostete, was immerhin 2 % des städtischen Haushalts entsprach. Die Stadtverwaltung hatte bei anderen Ausgaben gekürzt. „Wir machen es dieses Jahr wieder, weil die Leute es brauchen. Wenn di…

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  • Emmanuel Macron besucht China: Französische Unternehmen noch sehr vorsichtig

    Emmanuel Macron besucht China: Französische Unternehmen noch sehr vorsichtig

    Emmanuel Macron wird am Mittwoch bei seinem offiziellen Besuch in China auch mit französischen Unternehmern zusammentreffen, die China gegenüber weiterhin sehr misstrauisch sind, auch mehr als drei Monate nach der Aufhebung der Covid-19-Einschränkungen. Emmanuel Macron beginnt am Mittwoch, dem 5. April, einen Staatsbesuch in China. Es ist der erste Besuch seit 2019 und diesmal wird der Krieg in der Ukraine eines der wichtigen Themen sein, aber sicher nicht das einzige. Nach drei Jahren Covid-19 wollen Paris und Peking ihre Beziehungen wiederbeleben, insbesondere die Wirtschaftspartnerschaften. Das wird von den rund 2.000 französischen Unternehmen, die in China vertreten sind, sehnlichst erwartet. Es sind Unternehmer, die noch von drei Jahren „Null-Covid-Politik“ traumatisiert sind, die der Staatspräsident jetzt treffen wird. Bis heute hat sich die Geschäftstätigkeit in China wieder erholt, aber die französischen Unternehmen sind noch sehr vorsichtig und misstrauisch. Drei Jahre Gesundh…

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  • Inflation in Frankreich: Die südöstlichen Departements sind besonders betroffen

    Inflation in Frankreich: Die südöstlichen Departements sind besonders betroffen

    Die Inflation ist nicht überall in Frankreich gleich hoch. Die Höhe der Preise hängt auch davon ab, wo man lebt. Bouches-du-Rhône ist eines der Departements, in denen der Preisanstieg am stärksten ist.

    Bouches-du-Rhône, Var und Alpes-Maritimes sind die drei Departements, in denen das Leben teurer ist als in anderen Regionen Frankreichs. Laut einer NielseniQ-Studie sind die Inflationsraten in diesen Departements jetzt auf 8,4 % gestiegen und liegen damit über dem nationalen Durchschnitt. Auf einem Markt in La Ciotat spüren es auch die Kunden. „Es ist im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen“, sagt eine Frau auf dem Sender France 3. Ein Mann versichert, dass „es so nicht weitergehen kann“. Hier scheinen die Franzosen auf ihre Kaufkraft besonders zu achten.

    „Die Leute sind sehr vorsichtig“
    Einige Ladenbesitzer stellen einen Rückgang der Kundenzahlen fest. „Der Sonntag ist ein bisschen ein Ausnahmetag. […] An den anderen Tagen, an denen gearbeitet wird, sind die Leute sehr vorsichtig. Sie achten darauf, was sie kaufen“, sagt der Kaufmann Roland Chabriel. Die Händler sind gezwungen, ihre Preise zu erhöhen, und die Franzosen befinden sich in der Zwickmühle. Laut Banque de France soll die Inflation bis zum Ende des Jahres allmählich zurückgehen.

  • Rentenreform: Gewerkschaften von Premierministerin Borne zu Gesprächen eingeladen

    Rentenreform: Gewerkschaften von Premierministerin Borne zu Gesprächen eingeladen

    Premierministerin Elisabeth Borne lud die Gewerkschaften, aber auch die politischen Parteien, am Mittwoch, dem 5. April, zu Gesprächen ins Palais Matignon ein. Die Gewerkschaften nahmen die Einladung ein, auch wenn sie bei ihrer Ablehnung der Rentenreform hart bleiben. Die Parteien des Linksbündnisses Nupes hingegen lehnten die Einladung ab. Alle wichtigen Gewerkschaften Frankreichs werden sich am Mittwoch, dem 5. April, im Palais Matignon zu Gesprächen mit Premierministerin Elisabeth Borne treffen. Die neue Generalsekretärin der CGT, Sophie Binet, hat bereits den Ton vorgegeben: „Wir werden hingehen, die gesamte Gruppe der Gewerkschaften, vereint, um die Rücknahme dieser Reform zu fordern“, hatte sie schon am 31. März sofort nach ihrer Wahl erklärt. Das Treffen könnte schnell zu einem Dialog der Tauben werden, wenn die Frage des Renteneintrittsalters nicht angesprochen wird, wie der CFDT-Chef Laurent Berger angekündigt hat. Die Nupes-Parteien lehnen die Einladung ab.Seit dem letzten T…

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  • Rentenreform: Elisabeth Borne vervielfacht Kontaktaufnahmen – weitere Woche unter Hochspannung

    Rentenreform: Elisabeth Borne vervielfacht Kontaktaufnahmen – weitere Woche unter Hochspannung

    Um den Kontakt zu den politischen Gegnern wieder aufzunehmen und die Proteste der Gewerkschaften zu dämpfen, empfängt Elisabeth Borne in dieser Woche alle möglichen Gäste. Allerdings ohne echte Chance, die Gemüter zu beruhigen. Die neue Woche beginnt für Elisabeth Borne wie ein Kreuzweg: Die geplanten Konsultationen stehen unter keinem guten Stern, ein weiterer Aktionstag auf der Straße steht bevor und zu allem Überfluss befindet sich der Präsident der Republik ab Mittwoch im Ausland, um China einen Staatsbesuch abzustatten. Die Regierungschefin, die erneut in die erste Reihe gerückt ist, nachdem Emmanuel Macron ihr die Aufgabe übertragen hat, „die Mehrheit zu vergrößern“, bemüht sich darum, die Türen zu einem Dialog mit den Oppositionsparteien wieder zu öffnen und die Spannungen mit den Gewerkschaften zu entschärfen. Elisabeth Borne lädt von heute an bis nächste Woche alle Partei- und Fraktionsvorsitzenden ein. Wichtigste Aufgabe: Sie muss versuchen, in der Rechten Ruhe zu schaffen, n…

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  • Fast 90% der Pariser stimmen gegen die Selbstbedienungs-E-Tretroller in der Hauptstadt

    Fast 90% der Pariser stimmen gegen die Selbstbedienungs-E-Tretroller in der Hauptstadt

    Trotz einer sehr hohen Wahlenthaltung unter den rund 1,3 Millionen in Paris registrierten Wählern versprach die sozialistische Bürgermeisterin Anne Hidalgo am Sonntag erneut, „das Ergebnis“ dieser Bürgerbefragung „schlicht und einfach zu respektieren“.

    Die Pariser Bürger stimmten am Sonntag, dem 2. April, in einer in Paris noch nie dagewesenen „Bürgerabstimmung“ gegen die Verlängerung der Verträge, die es drei privaten Betreibern (Lime, Tier und Dott) erlauben, jeweils 5.000 elektrische Tretroller in der Hauptstadt anzubieten. Die Einwohner der Hauptstadt sprachen sich zu 89 % gegen diese Transportmittel aus, die auf den Strassen der Hauptstadt zur Miete angeboten werden. Nachdem Paris sie 2018 willkommen geheißen hatte, soll sie nun die einzige europäische Hauptstadt werden, die die Selbstbedienungs-E-Tretroller vollständig verbietet.

    Das Verbot wird nicht für private E-Tretroller gelten!

    Trotz der sehr hohen Wahlenthaltung (92%) unter den rund 1,3 Millionen registrierten Wählern versprach die sozialistische Bürgermeisterin Anne Hidalgo am Sonntag erneut, „das Ergebnis“ der Abstimmung „schlicht und ergreifend zu respektieren“. Sie selbst hatte sich für eine nAblehnung der E-Roller eingesetzt, nachdem sie bereits zahlreiche Maßnahmen zur Regulierung von Zweirädern ergriffen hatte.

    Die drei Betreiber hatten alles versucht, um einem Negativen Votum zu entgehen. Sie hatten insbesondere vergeblich eine elektronische Abstimmung gefordert und darauf hingewiesen, dass nur ein Drittel der 18- bis 24-Jährigen, ihrer Hauptklientel, von der Abstimmung überhaupt gehört hatte. Einige ihrer umstrittenen Methoden wurden kritisiert, wie z. B. das Angebot einer E-Roller-Gratisfahrt am Wahltag oder der Einsatz von Influencern in sozialen Netzwerken, um die junge Kundschaft zu mobilisieren.

    Kritiker werfen den Elektrorollern vor, dass sie überall im öffentlichen Raum abgestellt werden, mit hoher Geschwindigkeit an Fußgängern auf dem Bürgersteig vorbeifahren oder eine schlechte CO2-Bilanz haben.