Kategorie: Wirtschaft

  • Benzin: Kraftstoffpreise sinken jetzt auch in Frankreich langsam wieder

    Benzin: Kraftstoffpreise sinken jetzt auch in Frankreich langsam wieder

    Die Kraftstoffpreise, die noch vor wenigen Wochen ihren Höchststand erreicht hatten, gehen langsam wieder zurück. In Andorra, einem Land, in dem die Steuern viel niedriger sind als in Frankreich, sind die Preise für eine Tankfüllung nach wie vor äußerst konkurrenzfähig.

    Französische Autofahrer freuen sich beim Tanken: Die Kraftstoffpreise sind seit einigen Wochen leicht rückläufig. Die Durchschnittspreise in ganz Frankreich lagen am Donnerstag, dem 18. Mai 2023, laut den Informationen der Website Carbu.com bei 1,897 € für SP 98; 1,861 € für SP95; 1,844 € für SP 95-E10 und 1,685 € für Dieselkraftstoff.

    Im Fürstentum Andorra (Pyrenäen) sind die Preise an diesem Freitag noch weit günstiger: 1,460 € für SP98, 1,400 € für SP95-E5 und 1,266 € für Diesel an der Gasopas-Tankstelle in Pas-de-la-Case, der ersten nach dem Grenzübertritt mit ihren vierzig Zapfsäulen. Anfang der Woche wurde der Liter Diesel an einer Tankstelle in Andorra-la-Vielle sogar mit 1,199 € angegeben.

    Dieser Preisunterschied ist auf die hohen Steuern auf Benzin in Frankreich zurückzuführen. Sie machen ungefähr 60 % der Preise an der Zapfsäule aus, hauptsächlich wegen der Mehrwertsteuer und der TICPE (Taxe intérieure de consommation sur les produits énergétiques). In Andorra beträgt die Mehrwertsteuer, die als IGI bezeichnet wird, gerade einmal 4,5 %.

    Langsamer Preisrückgang nun auch in Frankreich
    Inzwischen hat der Preis für ein Barrel Öl wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Der Preis für Brent-Öl lag am Donnerstagabend bei 76,50 $, vor einem Jahr lag er noch bei über 120 $. Aus diesem Grund sinken die Preise für Benzin und Diesel in ganz Europa. In Frankreich sanken sie allerdings langsamer, weil sich die Raffinerieblockaden aufgrund der Proteste gegen die Rentenreform auf die Kosten ausgewirkt haben.

    Am 9. Mai forderte Ministerin Agnès Pannier-Runacher die Händler auf, die Kraftstoffpreise „schneller zu senken“ und den Rückgang der internationalen Ölpreise „so genau wie möglich“ widerzuspiegeln. Dies ist allerdings noch nicht der Fall…

  • Steuern: In Frankreich wird es immer schwieriger, Auskünfte vom Finanzamt zu erhalten

    Steuern: In Frankreich wird es immer schwieriger, Auskünfte vom Finanzamt zu erhalten

    In Frankreich bleiben nur noch wenige Tage, um die Steuererklärungen abzugeben. Aber es ist nicht immer einfach, sich zurechtzufinden, und die Wartezeit für Auskünfte vor Ort ist oft lang, wie in Straßburg im Departement Bas-Rhin.

    Die Türen des Finanzamts in Straßburg (Bas-Rhin) sind noch nicht geöffnet, aber die Schlange ist bereits sehr lang. Mehrere Dutzend Minuten Wartezeit, um die Antwort zu bekommen, die man benötigt, um seine Steuererklärung richtig auszufüllen. „Ich habe angerufen, aber niemanden erreicht. Ich habe eine E-Mail geschickt, aber ich bekomme keinen Termin“, berichtet ein Steuerpflichtiger gegenüber dem Sender France 3. „Das ist unser dritter und letzter Versuch“, erzählt eine andere Einwohnerin. Die Finanzbehörde bietet nur eine einzige Adresse für die gesamte Metropole Straßburg, die nur an vier Tagen in der Woche vormittags ohne Termin geöffnet ist.

    Letzter Tag für die Papiersteuererklärung im Elsass.
    Es gibt in diesem Jahr viele Fragen rund um die neue Meldepflicht für Hausbesitzer, was den üblichen Andrang noch verstärkt. Für viele Menschen ist die Online-Steuererklärung immer noch stressbehaftet. „Online-Behördengänge können manchmal ein wenig Angst machen“, erklärt Louise Heinrich, Beauftragte für digitale Begleitung. Mit dem langen Himmelfahrtswochenende bleibt den elsässischen Steuerzahlern nur noch ein Tag, um ihre Papiersteuererklärung auszufüllen. Online hat man noch bis zum 8. Juni Zeit.

  • Armut: Einer von sechs Franzosen hat nicht genug zu essen

    Armut: Einer von sechs Franzosen hat nicht genug zu essen

    Laut einer aktuellen Studie geben 16 % der Franzosen an, dass sie nicht genug zu essen haben.

    In Asnières-sur-Seine im Departement Hauts-de-Seine kann ein Rentner angesichts der steigenden Preise und mit einem Einkommen von 1.200 Euro netto im Monat nicht auf zusätzliche Einkäufe verzichten. „Wenn man sieht, dass eine Packung Eier, die ich vor zwei, drei Jahren gekauft habe, weniger als drei Euro kostete, und heute sind wir hier bei fast sieben Euro“, erzählt ein Mann auf dem Sender France 2.

    Preisunterschiede, die auch einer Mutter auffallen, die einen Nebenjob nach dem anderen hat und es sich trotzdem nicht leisten kann, in normalen Geschäften einzukaufen. „Früher war das nicht so, jetzt ist alles teuer geworden“. Ein Preisanstieg, der so hoch ist, dass die Mutter immer öfter auf bestimmte Produkte verzichten muss. Mit der Inflation und der Wirtschaftskrise ist die Zahl der notleidenden Menschen in Frankreich spürbar gestiegen. „Was die Anmeldungen betrifft, haben wir dieses Jahr schon 30 mehr als letztes Jahr zur gleichen Zeit, und es gibt jeden Tag neue Anmeldungen“, sagt Jacques Chabault, Leiter des Hilfszentrums Gennevilliers. Heute gibt laut einer Studie des Crédoc einer von sechs Franzosen an, nicht genug zu essen zu haben.

  • Wasserknappheit: Nestlé Waters wird bis Ende des Jahres 171 Stellen streichen

    Wasserknappheit: Nestlé Waters wird bis Ende des Jahres 171 Stellen streichen

    Nestlé wird 171 Arbeitsplätze streichen, was einem Viertel aller Arbeitsplätze am Standort Vittel in den Vogesen entspricht. Die  Unternehmensleitung verweist auf die Auswirkungen des Klimawandels.

    Nach der Ankündigung der Geschäftsleitung kommt die Angst für die Beschäftigten von Nestlé Waters in Vittel (Vogesen). Bis Ende 2023 sollen an dem Standort, an dem die Wasser Vittel, Contrex und Hépar hergestellt werden, 171 Stellen gestrichen werden. Noch unter Schock stehend, will kaum jemand offen sprechen. „Es wird hart werden. Wir wissen noch nicht, wen sie auswählen werden“, kommentiert ein Arbeitnehmer gegenüber dem Sender France 2. Die Gewerkschaften befürchten, dass es zu erzwungenen Kündigungen kommen wird. Die Geschäftsleitung hingegen rechtfertigt die Entscheidung mit einem Produktionsrückgang und verweist auf „die sich verschlechternden klimatischen Bedingungen“.

    Zwei Bohrlöcher bereits geschlossen
    Bereits Anfang des Monats hatte Nestlé angekündigt, zwei der sechs Bohrlöcher, die die Hépar-Quelle anzapfen, zu schließen. Lokalen Umweltorganisationen zufolge ist die Industrie selbst nicht unschuldig an der Wasserknappheit. „Es gibt eine echte klimatische Trockenheit, die auch anhalten wird. Aber Nestlé stört durch seine Entnahmen und den Export seines Wassers in dem Gebiet den Wasserkreislauf und verstärkt die Auswirkungen der Dürre“, kommentiert Bernard Schmitt vom Kollektiv Eau 88.

  • Globale Erwärmung: Stromerzeuger EDF muß seine Kraftwerke an große Hitze anpassen

    Globale Erwärmung: Stromerzeuger EDF muß seine Kraftwerke an große Hitze anpassen

    Nach dem „Plan für große Kälte“ muss der französische Stromerzeuger EDF nach dem schwierigen Sommer 2022 jetzt den „Plan für große Hitze“ in Angriff nehmen. Das Unternehmen will entsprechende Investitionen, insbesondere in die Kernenergie, beschleunigen.

    Der Stromerzeuger EDF wird vom Rechnungshof und der Behörde für nukleare Sicherheit aufgefordert, seine Pläne zur Anpassung an den Klimawandel und die hohen Temperaturen zu verstärken. Die Hitzerekorde im Jahr 2022 waren schwer zu verkraften, obwohl das Unternehmen über eine spezialisierte Klimaabteilung verfügt. Eine Abteilung, die an einem Plan zur Anpassung an den Klimawandel arbeitet, indem sie beispielsweise bei der Bauhöhe der EPR-2-Reaktoren am Meer über die IPCC-Prognosen hinausgeht, wie Hervé Cordier, Experte für Risikomanagement, erklärt: „Man berücksichtigt einen Anstieg des Meeresspiegels, der weit über dem liegt, was in den IPCC-Modellierungen vorhergesagt wird. Man fügt einen Meter Spielraum hinzu, um den möglichen Anstieg zum Ende des Jahrhunderts zu berücksichtigen. Was aber passiert, wenn der Pegel noch weiter steigt? Wir haben eigentlich genug Zeit, um den Trend kommen zu sehen, und dann könnten wir uns anpassen, um uns vor einer Überschwemmung zu schützen. Man kann zum Beispiel mit einer Mauer einem Anstieg des Meeresspiegels begegnen“.

    Die Behörde für nukleare Sicherheit in Frankreich fordert, für künftige EPR2-Kraftwerke Kühlsysteme vorzusehen, die weniger Wasser verbrauchen. Der Rechnungshof seinerseits möchte, dass die EDF vor 2025 zusätzliche Maßnahmen für den aktuellen Kraftwerkspark umsetzt, insbesondere die Vergrösserung der Speicher, die die Einleitung von zu warmem Wasser verhindern, wenn die Flüsse einen niedrigen Wasserstand haben. Ein finanziell sehr aufwendiges Programm, weist Cécile Laugier, Direktorin für Umwelt bei der Kernenergieerzeugung, hin, denn „der Klimawandel hat bereits zu erheblichen Investitionen geführt.“

    „Der Rechnungshof hat die bereits getätigten Investitionen auf rund eine Milliarde beziffert und die noch vor uns liegenden auf 600 Millionen. Man kann aber schon jetzt sagen, dass es mit Sicherheit mehr sein wird.“ (Cécile Laugier, Direktorin Umwelt bei der nuklearen Produktion gegenüber Franceinfo)

    Der Sommer 2022 setzte die Stromerzeugung spürbar unter Druck. Die französischen Staudämme erlebten einen beispiellosen Sommer und verloren ein Viertel der Wasserreserven. Zwar war 1960 das Jahr mit der geringsten Wassermenge, aber für die Zukunft muß man damit rechnen, dass sich das häufiger wiederholen wird.

    Für das Jahr 2023 ist der Wasserstand der EDF-Staudämme bislang zufriedenstellend, aber Météo France sagt einen weiteren überdurchschnittlich heißen Sommer voraus.

  • Werden Aufzüge in Frankreich zu schlecht gewartet?

    Werden Aufzüge in Frankreich zu schlecht gewartet?

    Ein 79-Jähriger starb vor einigen Tagen in Grigny (Essonne), als er mit dem Aufzug fahren wollte. Werden Aufzüge in Frankreich zu selten gewartet?

    In einem Mehrfamilien-Wohnhaus in Grigny (Essonne) stehen die Bewohner noch immer unter Schock. Vor einigen Tagen war ein 79-jähriger Rentner im Fahrstuhlschacht zu Tode gestürzt. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befand sich der Aufzug in der Wartung hätte sich garnicht öffnen dürfen. Die Bewohner sind sich einig, dass Probleme mit dem Aufzug in ihrem Haus fast alltäglich sind. Wiederkehrende Pannen und die Frage, inwieweit das Unternehmen OTIS dafür verantwortlich ist. Die Familie des Opfers hat eine Klage gegen das Unternehmen eingereicht.

    1,5 Millionen Pannen pro Jahr
    Das Drama lässt die Kritik an den veralteten Aufzügen in Arbeitervierteln wieder aufleben. In Frankreich werden jedes Jahr 1,5 Millionen Pannen gemeldet, und die Reparatur dauert oft sehr lange. Der Grund dafür ist ein eklatanter Mangel an Ersatzteilen. „Wenn man mit Geräten konfrontiert ist, die 40/50 Jahre alt sind, ist die Verfügbarkeit von Ersatzteilen oft ein Problem“, erklärt Philippe Boué, Präsident des Verbands der Aufzugsbranche auf dem Sender France 2. Die Probleme bei Wartungen und Aufzugsausfälle könnten Gegenstand eines neuen Gesetzentwurfs werden. Das wird von mehreren Abgeordneten gefordert, die einen entsprechenden Text im Senat eingereicht haben.

  • Emmanuel Macron kündigt bis 2030 16 neue Zentren für biomedizinische Forschung an

    Emmanuel Macron kündigt bis 2030 16 neue Zentren für biomedizinische Forschung an

    Der Staatschef stellte bei einem Besuch des Institut Curie die Investition von mehreren hundert Millionen Euro im Gesundheitssektor in Aussicht. Neues Geld für den französischen Gesundheitsbereich. Emmanuel Macron gab am Dienstag, dem 16. Mai, eine Liste von 16 neuen biomedizinischen Forschungszentren in Frankreich bekannt, die von öffentlichen und privaten Geldern kofinanziert werden sollen. Sie sind Teil von Macrons „Plan Innovation Gesundheit 2030“, mit dem die internationale Attraktivität Frankreichs in diesem Bereich gestärkt werden soll. „Der Zeitpunkt ist gekommen, an einer einheitlicheren, besser ausgestatteten biomedizinischen Forschung zu arbeiten“, betonte der Präsident der Republik bei einem Besuch des Institut Curie in Saint-Cloud. Emmanuel Macron kündigte die Gründung von 12 neuen Universitätsklinikinstituten (IHU) an, zusätzlich zu den sieben bereits bestehenden. Er kündigte außerdem vier neue große Forschungsstätten an, die öffentliche und private Forschung miteinander …

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  • Schauspieler Forest Whitaker bei der Einweihung eines Ausbildungszentrums in Seine-Saint-Denis

    Schauspieler Forest Whitaker bei der Einweihung eines Ausbildungszentrums in Seine-Saint-Denis

    Der amerikanische Schauspieler besuchte in Aubervilliers ein Ausbildungszentrum, das von seiner Stiftung Whitaker Peace & Development Initiative finanziert wird. Dort werden rund 60 Unternehmensgründer*innen kostenlos geschult und betreut. Der amerikanische Schauspieler Forest Whitaker, der für …

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  • Elisabeth Borne empfängt Gewerkschaften: „Einen friedlichen und konstruktiven Dialog wieder aufnehmen“

    Elisabeth Borne empfängt Gewerkschaften: „Einen friedlichen und konstruktiven Dialog wieder aufnehmen“

    Die französische Regierungschefin wird am Dienstag und Mittwoch mit den Vorsitzenden der fünf wichtigsten Gewerkschaftsorganisationen sprechen. Rückkehr an den Gesprächstisch. Elisabeth Borne wird am Dienstag, den 16. und Mittwoch, den 17. Mai mit den Vorsitzenden der fünf größten Gewerkschaften zu bilateralen Gesprächen zusammentreffen. Die Gewerkschaft FO wird um 18.15 Uhr empfangen, gefolgt von der CFDT um 19.30 Uhr. Am Mittwoch trifft sich die Premierministerin mit der CFE-CGC, der CFTC und der CGT. Die Exekutive möchte „einen beruhigten und konstruktiven Dialog wieder aufnehmen“, ohne den Sozialpartnern eine Tagesordnung vorzuschreiben. Die Gewerkschaften wollen ihrerseits den Druck gegen die Rentenreform aufrechterhalten. „Wir werden zuerst mit ihr über die Renten sprechen“, und dann „werden wir ihr sagen, dass wir reparieren müssen“, was „in der Arbeitswelt beschädigt“ wurde, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft CFDT, Laurent Berger, am Dienstag auf dem Sender France 2. Ein Ja…

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  • Emmanuel Macron will bis 2027 Steuersenkungen in Höhe von zwei Milliarden für „die Mittelschicht“

    Emmanuel Macron will bis 2027 Steuersenkungen in Höhe von zwei Milliarden für „die Mittelschicht“

    Der Präsident der Republik erklärte am Montagabend, er habe seine Regierung gebeten, Vorschläge zu diesem Thema zu machen. Präsident Emmanuel Macron will bis 2027 zwei Milliarden Euro an Steuersenkungen auf „die Mittelschicht“ „konzentrieren“, „wenn der Haushalt dies in diesem Fünfjahreszeitraum erlaubt“, wie er am Montag, dem 15. Mai, auf dem französischen Fernsehsender TF1 ankündigte. „Ich habe die Regierung gebeten, mir Vorschläge zu machen“. Der Staatschef ging nicht näher auf die geplanten Maßnahmen ein. „Ich habe die Regierung gebeten, daran zu arbeiten, aber ich will hier keine Türen schließen, weil es intelligente Dinge geben kann, die man bei einem Teil der Abgaben, die Sie zahlen, der Beiträge, die Sie zahlen, wenn Sie Arbeitnehmer sind, machen kann“, betonte Macron. „Einkommen zwischen 1.500 und 2.500 Euro“. Wann könnten die Steuersenkungen greifen? „Wenn der Staatshaushalt es in diesem Fünfjahreszeitraum, in dieser Amtszeit erlaubt“, antwortete Emmanuel Macron ohne weitere …

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