Kategorie: Wirtschaft

  • Französische Nationalversammlung beschließt 413 Milliarden Militärausgaben über sieben Jahre

    Französische Nationalversammlung beschließt 413 Milliarden Militärausgaben über sieben Jahre

    Die französische Nationalversammlung verabschiedete in erster Lesung eine 40%ige Erhöhung des für Militärausgaben vorgesehenen Budgets. Frankreich wird seinen Militärhaushalt deutlich aufstocken. Die Nationalversammlung stimmte am Mittwoch, dem 7. Juni, in erster Lesung dem Grundsatz zu, dass der neue Verteidigungshaushalt für die kommenden sieben Jahre 413 Milliarden Euro betragen soll. Ziel ist es, die Armeen besser auf den Verteidigungsfall vorzubereiten und zu modernisieren. Nach einer sicheren Abstimmung – 408 Ja- und 87 Nein-Stimmen – begrüßte Armeeminister Sébastien Lecornu das Votum auf Twitter.

    Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine bedeuten die 413,3 Milliarden des neuen Militärhaushalts eine Steigerung um 40% im Vergleich zum vorherigen Haushalt. Sie sollen insbesondere die Modernisierung der nuklearen Abschreckung ermöglichen. 30 Milliarden sollen dem Inflationsausgleich dienen. Die Mittel sollen auch die Unt…

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  • 39 etwa 3.000 Jahre alte Menhire wegen eines neuen Baumarktes in Carnac zerstört

    39 etwa 3.000 Jahre alte Menhire wegen eines neuen Baumarktes in Carnac zerstört

    Für eine archäologische Stätte in der Stadt Carnac wurde eine Baugenehmigung erteilt, obwohl dort keltische Monolithen stehen. Am Ortseingang von Carnac (Morbihan) wird eine neue Filiale einer Baumarktkette aus dem Boden gestampft. Diese Baustelle hat jedoch die Zerstörung von 39 historischen Menhir…

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  • Französischer Staat will bis 2027 8.6 Milliarden in den Regionalverkehr investieren

    Französischer Staat will bis 2027 8.6 Milliarden in den Regionalverkehr investieren

    Laut Verkehrsminister Clément Beaune stellt diese Summe eine Erhöhung „um 50 %“ im Vergleich zu den vorherigen Verträgen mit den regionalen Verwaltungen für den Zeitraum 2015-2022 dar. Der französische Staat will in den kommenden fünf Jahren 8,6 Milliarden Euro für den Regionalverkehr bereitstellen, wie der für Verkehr zuständige Minister am Dienstag, dem 6. Juni, bekannt gab. Laut Clément Beaune bedeutet diese Summe eine Erhöhung um „50 %“ im Vergleich zu den vorherigen Planverträgen, die für den Zeitraum von 2015 bis 2022 mit den regionalen Administrationen abgeschlossen wurden. „Wir beginnen die Diskussion mit den Regionen über die konkrete Umsetzung des Plans von 100 Milliarden Euro für den Schienenverkehr bis 2040“, den Premierministerin Elisabeth Borne versprochen hat, erklärte der Minister gegenüber der regionalen Tagespresse. Clément Beaune muss am Mittwoch formell noch grünes Licht vom Ministerrat erhalten, um auf dieser Grundlage die Verhandlungen mit den den Regionen und den…

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  • Produktrückruf: Rohschinken der Marke Carrefour möglicherweise mit Listeria-Bakterien kontaminiert

    Produktrückruf: Rohschinken der Marke Carrefour möglicherweise mit Listeria-Bakterien kontaminiert

    Der Rückruf betrifft Rohschinken „Forêt noire“ der Marke Carrefour, der möglicherweise mit Listerien kontaminiert ist und zwischen dem 16. Mai und dem 2. Juni in einer 100-Gramm-Packung verkauft wurde. Die staatliche Verbraucher-Plattform Rappel Conso hat eine neue Warnung zu einem Produkt veröffentlicht, das bei Aperitif- und Wurstliebhabern beliebt ist: Rohschinken „Forêt noire“ der Marke Carrefour. Der Rückruf wird seit Montag, dem 5. Juni, veröffentlicht. Der Rückruf betrifft Schinken, der möglicherweise mit Listerien kontaminiert ist und zwischen dem 16. Mai und dem 2. Juni in den Carrefour-Supermärkten in 100-Gramm-Packungen verkauft wurde. Die Behörden raten möglichen Käufern des Produkts, es nicht mehr zu verzehren, es wegzuwerfen oder es in das jeweilige Geschäft zurückzubringen, um eine Rückerstattung zu erhalten. Zum Arzt gehen, wenn das Produkt konsumiert wurde. „Personen, die die oben genannten Produkte konsumiert haben und Fieber, isoliert oder mit Kopfschmerzen, und Musk…

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  • Alpes-Maritimes: Roquefort-les-Pins erhält eine Erbschaft von 8 Millionen Euro von einer Einwohnerin

    Alpes-Maritimes: Roquefort-les-Pins erhält eine Erbschaft von 8 Millionen Euro von einer Einwohnerin

    Die Stadt Roquefort-les-Pins im Département Alpes-Maritimes hat gerade acht Millionen Euro erhalten. Dies ist die Spende einer Einwohnerin, die vor einigen Monaten verstorben ist und ihre Gemeinde in ihrem Testament bedacht hat. Die Stadtverwaltung von Roquefort-les-Pins (Alpes-Maritimes) hat das Erbe einer Einwohnerin der Stadt erhalten, die letztes Jahr im Alter von 100 Jahren verstorben ist. Die Summe beläuft sich auf sagenhafte acht Millionen Euro. „Das ist riesig (…) Ich weiß nicht, wie sie zu so viel Geld gekommen ist“, freut sich eine Anwohnerin auf dem Sender France 3. Romaine Carlès war ledig und kinderlos und besaß Grundstücke und mehrere Immobilien in der Gemeinde. In den Geschäften der kleinen Gemeinde wird die Nachricht mit Überraschung und Wohlwollen kommentiert. Das Budget eines JahresWofür wird das Geld verwendet werden? „Ich glaube, sie hat eine Reihe von Projekten festgelegt“, erklärt eine Anwohnerin. Die Stadtverwaltung ist die Universalerbin des Testaments, das vo…

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  • 🔴 Rentenreform: Starker Rückgang der Mobilisierung an diesem 14. Protesttag

    🔴 Rentenreform: Starker Rückgang der Mobilisierung an diesem 14. Protesttag

    Zwei Tage nach der Veröffentlichung der ersten Durchführungsdekrete der Rentenreform und nach sechs Monaten der Proteste organisierten die Gewerkschaften am heutigen Dienstag den 14. branchenübergreifenden Mobilisierungstag. Zwei Tage nach der Veröffentlichung der ersten Durchführungsdekrete der Rentenreform haben die Gewerkschaften heute zu einem 14. Mobilisierungstag aufgerufen. Die Behörden erwarten zwischen 400.000 und 600.000 Menschen an 250 Versammlungsorten, davon 40.000 bis 70.000 in der Hauptstadt Paris. Laut Polizeiquellen sind 11.000 Polizisten und Gendarmen im Einsatz, davon 4.000 allein in Paris. Es werden werden laut Polizeipräfektur rund 1.000 Radikale in Paris erwartet, darunter auch einige aus dem Ausland. „Die Schläger und die schwarzen Blöcke werden von uns erwartet und wir werden sie zerstreuen“, versicherte der Polizeipräfekt von Paris, Laurent Nunez, am Montagabend. Der SNCF-Verkehr wurde am Dienstag als „leicht gestört“ mit durchschnittlich „neun von zehn Zügen“ …

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  • Wasserknappheit: Bürgermeister von Grasse erhöht die Wassergebühren im Sommer

    Wasserknappheit: Bürgermeister von Grasse erhöht die Wassergebühren im Sommer

    Trotz der starken Regenfälle in Südfrankreich in den letzten Tagen ist das Wasser immer noch sehr knapp. Um dagegen anzukämpfen, hat jetzt der Bürgermeister von Grasse beschlossen, die Wasserpreise zu erhöhen, wenn im Sommer das Wasser knapp ist, und sie im Winter zu senken. In den Höhenlagen von Grasse (Alpes-Maritimes) verbringt manche Bewohner viel Zeit bei der Gartenpflege und dem Swimmingpool, der täglich gesäubert wird. Um den Trinkwasserverbrauch zu senken, hat die Stadt jetzt eine saisonabhängige Preisgestaltung eingeführt. Ein Paar mit zwei Kindern zahlte bislang das ganze Jahr über 80 Cent pro Kubikmeter. Von nun an zahlt die Familie von Juni bis September 1 Euro und von Oktober bis Mai 60 Cent. „Wir werden jeden einzelnen Einwohner sensibilisieren, um den Verbrauch in den entscheidenden und schwierigsten Zeiten senken zu können“, sagt Jérôme Viaud, Bürgermeister von Grasse, auf dem Sender France 2. Für Großverbraucher steigt die Rechnung im Sommer auf 1,70 Euro pro Kubikmete…

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  • Airbus kurz vor Rekordauftrag über 500 A320 für 50 Milliarden US-Dollar

    Airbus kurz vor Rekordauftrag über 500 A320 für 50 Milliarden US-Dollar

    Noch vor der Eröffnung der Paris Air Show am 19. Juni erwartet Airbus von der indischen Billigfluggesellschaft Indigo einen Megaauftrag über 500 Flugzeuge. Einer der volumenmäßig größten Aufträge in der Geschichte des Luftfahrtkonzerns aus Toulouse.

    Die indische Billigfluggesellschaft Indigo soll bei Airbus einen gigantischen Auftrag über den Kauf von 500 Flugzeugen der A320-Familie platziert haben.

    Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete aus industrienahen Quellen, dass der Flugzeughersteller aus Toulouse kurz vor dem Abschluss dieses Megaauftrags stehe. Es wäre der größte Einzelauftrag in der Geschichte von Airbus und würde die Dominanz von Airbus auf dem sich schnell entwickelnden indischen Markt bestätigen.

    Ein Vertrag im Wert von 50 Milliarden Dollar
    Nach dem Listenpreis könnte dieser Verkauf die 50-Milliarden-Dollar-Marke erreichen, auch wenn bei dieser Art von großen internationalen Verträgen die Rabatte erheblich sein können. Der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire war der Erste, der im Februar auf seiner Reise nach Indien bei einem Zwischenstopp in Neu Delhi auf dem Weg zu einem G20-Treffen in Bangalore bekannt gab, dass Indigo sich für Airbus als Lieferant von „mehreren hundert Flugzeugen“ entschieden habe.

    Indigo, ein Großkunde von Airbus
    In den letzten Jahren hatte Airbus bereits 830 Flugzeuge der A320-Familie bei Indigo platzieren können, wodurch die indische Fluggesellschaft zu einem ihrer größten Kunden wurde. Von den 830 Flugzeugen müssen derzeit noch 488 ausgeliefert werden. Der Billigflieger hat es sich zur Gewohnheit gemacht, bei Airbus in aufeinanderfolgenden Wellen zu bestellen, zuletzt 2019 mit 300 A320. Die starke Position von Airbus bei Indigo machten den europäischen Luftfahrtkonzern zum Favoriten auch für diesen neuen Vertrag gegenüber seinem amerikanischen Rivalen Boeing, der die 737 MAX anbietet. Indigo, das bislang vor allem innerindische Flüge anbietet, plant, künftig auch internationale Flüge anzubieten.

    Härterer Wettbewerb um Langstreckenflugzeuge
    Daher will Indigo auch mehrere Exemplare von Langstreckenflugzeugen in die Mega-Bestellung aufnehmen. Airbus bietet seinen A330 NEO in Konkurrenz zu dem Dreamliner von Boeing an. Indischen Analysten zufolge wird der Wettbewerb um diesen Teil des Auftrags, für den die Anzahl der Flugzeuge noch nicht bekannt gegeben wurde, gegenüber dem amerikanischen Rivalen enger ausfallen.

    Im Februar dieses Jahres hatte Air India, die der Tata-Gruppe gehört, 250 Flugzeuge bei Airbus bestellt: 140 A320 NEO und 70 A321 NEO sowie 34 Langstreckenflugzeuge vom Typ A350-1000 und sechs A350-900. Der Listenpreis für den Verkauf wurde auf 70 Milliarden US-Dollar geschätzt. Air India hatte zur gleichen Zeit 220 Boeing-Flugzeuge gekauft.

  • Böse Überraschung:  Hausbesitzer erhält Stromrechnung über eine Million Euro

    Böse Überraschung: Hausbesitzer erhält Stromrechnung über eine Million Euro

    Ein Belgier erhielt eine Stromrechnung über eine Million Euro. Sein Energieversorger forderte ihn auf, innerhalb einer Woche Einspruch zu erheben, da er sonst Gefahr liefe, dass die Rechnung abgebucht wird.

    Alexandre hat sich die Details seiner Stromrechnung, die er im April dieses Jahres erhalten hat, wahrscheinlich zweimal angesehen. Die Rechnung, die der Mann aus Herseaux (Belgien) erhielt, war ziemlich überraschend. Sein Stromversorger – Engie – verlangte nicht weniger als eine Million Euro, eine Summe, die weit über dem lag, was er normalerweise erwartete: „Ich habe dreimal überprüft, ob es ein echter Brief von Engie ist. Und dann musste ich dreimal nachlesen, um zu verstehen, dass ich nicht halluziniere“, kommentierte Alexandre gegenüber RTL Info. Engie verlangt von ihm genau 1 279 611,43 Euro.

    Alexandre kontaktierte schließlich den Kundenservice von Engie, und da teilt man ihm mit, dass er genau eine Woche Zeit hat, um Widerspruch einzulegen, bevor die Rechnung automatisch abgebucht wird. Am Telefon erklärte die Beraterin außerdem, dass sie im Moment nichts für ihn tun könne und dass sie sich an ihre Vorgesetzten wenden müsse.

    „Wenn ich diese Geschichte in meinem Bekanntenkreis erzähle, lachen die Leute oft. Aber wenn sie es wären, die eine Rechnung über eine Million Euro erhalten würden, würden sie wohl weniger lachen“, kommentiert der Belgier ziemlich genervt. Der Mann wartete ab. Auch nach mehreren Tagen gab es keine Neuigkeiten: „Ich habe sie erneut kontaktiert und ihnen gesagt, dass ich die Geschichte den Medien erzählen werde, wenn sie nichts unternehmen“, so Alexandre.

    Engie fand schließlich heraus, wo der Fehler lag: Die Solarpaneele des Belgiers waren schuld. Dem Stromversorger war nicht bekannt, dass diese an das Stromnetz angeschlossen waren. Sie zeigten 998.000 kW auf dem Zähler an: Dieser Energieverbrauch war tatsächlich auf die Rechnung aufgeschlagen worden, obwohl er von ihr hätte abgezogen werden müssen. Für Alexandre hat sich die Situation geklärt, aber der Belgier sagt, er habe jetzt kein Vertrauen mehr in seinen Stromversorger.

  • Klein und elektrisch: So wird das Auto von morgen aussehen

    Klein und elektrisch: So wird das Auto von morgen aussehen

    Der Dokumentarfilm „Automobile, la fin d’une ère? (Automobil, das Ende einer Ära)“ wird am Sonntag, dem 4. Juni um 20.55 Uhr auf dem Sender France 5 ausgestrahlt. Der Film dokumentiert die Wende, die die europäische Automobilindustrie vollzogen hat, um sich an die Herausforderungen der globalen Erwärmung anzupassen.

    „Das Auto von morgen ist ein Auto, das klein ist, das erschwinglich ist und das geteilt wird, also muss alles neu gedacht werden.“ So stellt sich die französische Grünen-Europaabgeordnete Karima Delli, Mitglied des Verkehrsausschusses im Europäischen Parlament, das Auto in einer immer näher rückenden Zukunft vor. Ein Fahrzeug, das künftig rein elektrisch und nicht mehr mit Verbrennungsmotoren betrieben wird, um der Notwendigkeit gerecht zu werden, den Ausstoß von Treibhausgasen, den treibenden Kräften der globalen Erwärmung, zu reduzieren. Eine Herausforderung für die europäischen Hersteller, die sich regelrecht neu erfinden müssen, um den Anforderungen des Europäischen Parlaments gerecht zu werden, das am 14. Februar für eine Verordnung gestimmt hat, die den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2035 verbieten soll.

    Eine ökologische Wende, die sich auf die Berichte des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) stützt und de facto ein Umdenken in Bezug auf das Auto von morgen erfordert. Der Dokumentarfilm Automobile, la fin d’une ère?, der am Sonntag, dem 4. Juni um 20.55 Uhr auf dem französischen Sender France 5 ausgestrahlt wird, beschäftigt sich mit der Berechtigung der anstehenden elektrischen Revolution. Er blickt zurück auf die Geschichte des Autos, dieses mittlerweile allseits beliebten Fortbewegungsmittels, auf die Gründe für den Rückstand der europäischen Hersteller bei der Elektrifizierung ihrer Fahrzeuge, auf die wirtschaftlichen Folgen dieser Veränderungen und auf das Aussehen der zukünftigen Modelle.

    Ein Jahrhundert ungebremste Expansion des Automobils revolutionierte die Wirtschaft der Herstellerländer und veränderte die Gesellschaften tiefgreifend. Die Gesundheit der Automobilbranche wurde zum Symbol für die Stärke der gesamten französischen Wirtschaft. Das Auto wurde ein Objekt der Begierde der Verbraucher und erreicht seinen Höhepunkt in den 1970er Jahren bis zur ersten Ölkrise. Es wurde zum Synonym für Freiheit, wurde im Alltag unverzichtbar und mit immer neuen technischen Errungenschaften ausgestattet.

    Ab den 1990er Jahren begann sich der Blickwinkel zu ändern, erzählt der Dokumentarfilm. Umweltverschmutzung, Treibhausgase, globale Erwärmung… Das Auto gilt als Schuldiger für die Umweltverschmutzung und wird in Frage gestellt. Ab 1998 werden auf europäischer Ebene Emissionsgrenzwerte festgelegt, die die Industrie zwingen, ihre Strategie zu ändern, aber die Anstrengungen der Hersteller erweisen sich angesichts eines Klimawandels, der sich von Jahr zu Jahr beschleunigt, als unzureichend.

    „Zurück zu den Bedürfnissen der Menschen“
    Seitdem versucht die Europäische Kommission, die von der wissenschaftlichen Gemeinschaft aufgescheucht wurde, die Automobilhersteller davon zu überzeugen, das Auto umweltfreundlicher zu gestalten, unter anderem mit der Schaffung des Grünen Pakts, auch „Green Deal“ genannt, im Jahr 2019. Dabei stößt sie jedoch auf heftigen Widerstand und den Gegendruck verschiedener Lobbys, die sich aus Angst vor Umsatzverlusten gegen die Idee sträuben, Autos sauberer zu machen. Im Jahr 2022 schlagen die europäischen Staats- und Regierungschefs und Politiker schärfere Töne an und schaffen es, auch die Unwilligsten Hersteller davon zu überzeugen, ihre Fahrzeuge umzurüsten und ihre Strategien zu überdenken. Das berichtet der Dokumentarfilm.

    „Wir müssen zu den Bedürfnissen der Menschen zurückkehren (…), die nicht unbedingt darin bestehen, ein sehr großes Auto zu haben, sondern eher ein kleines Auto, das viel weniger wiegt“, plädiert Diane Strauss, Leiterin der NGO Transport & Environment in Frankreich. Eine Entscheidung, die ihrer Meinung nach bedeutet, „zu einer Logik der Produktion von Autos zurückzukehren, die auf die Bedürfnisse der Menschen zugeschnitten sind und nicht nur auf Marketingangebote, um Gewinne zu machen“.

    „Dreihundert Kilo leichter als das heutige Auto“.
    Nachdem sich die chinesischen und amerikanischen Hersteller auf dem Gebiet der Elektroautos in die Pole-Position gebracht haben, versucht Frankreich jetzt, seinen Rückstand im Eiltempo aufzuholen. Mit staatlicher Unterstützung wetteifern die französischen Hersteller um die Gunst der französischen Verbraucher, die allerdings ihre Gewohnheiten nur schwer ändern können und tatsächlich immer größere Autos suchen.

    „Eigentlich sollte das künftige Auto im Durchschnitt 300 Kilogramm leichter sein als das heutige Auto (…). Es sollte eine mäßig große Batterie haben (…) ein aerodynamisches Auto sein, also kein SUV, (…) und ein vernünftig ausgestattetes Auto“, sagt Jacques Portalier, ehemaliger Motoreningenieur bei Peugeot.

    Aber das Konzept Auto neu zu überdenken oder gar zu vereinfachen, findet nicht wirklich Anklang bei den Herstellern, die immer neue und größere SUVs bauen. „Heute zeichnet sich ein Angebot von Elektrofahrzeugen ab, die wie Brüder den Verbrennungsmotoren von einst ähneln werden“, beklagt Bernard Jullien vom Forschungs- und Studienunternehmen Feria, das sich mit der Automobilindustrie und -dienstleistungen befasst. „Und nichts deutet in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Auto in den Gesellschaften von morgen weniger präsent sein wird als in der Gesellschaft von heute.“

    Der Dokumentarfilm Automobile, la fin d’une ère? unter der Regie von Thomas Lafarge wird am Sonntag, den 4. Juni, um 20.55 Uhr auf France 5 und auf france.tv ausgestrahlt.