Kategorie: Vermischtes

  • Zollbeamte beschlagnahmen 501 kg Cannabisharz an der Mautstelle Le Boulou auf der A9

    Zollbeamte beschlagnahmen 501 kg Cannabisharz an der Mautstelle Le Boulou auf der A9

    Zollbeamte beschlagnahmten 501 kg Cannabisharz in Le Boulou auf der A9 an der Grenze zwischen Frankreich und Spanien. Die Drogen waren in den Metallstrukturen versteckt. Der LKW ist in der Tschechischen Republik zugelassen.

    Es war ein grosser Fang, den die Zollbeamten von Le Perthus machten. Am Donnerstag, dem 9. Juni, kontrollierten sie am frühen Morgen auf der A9 an der Mautstelle Le Boulou an der Grenze zwischen Spanien und Frankreich einen in der Tschechischen Republik zugelassenen Sattelzug. Der Fahrer, der sich allein an Bord befand, gab an, nach Dänemark zu fahren, um 21 Tonnen Metallteile für industrielle Strukturen zu liefern.

    Die Zollbeamten bemerken ungewöhnliche Hohlräume in der Struktur des Anhängers. Paletten versperrten die Zugänge zu den Verstecken. Die Zollbeamten kriochen unter die Ladung und entdeckten einen Deckel über einem Hohlraum. Darin fanden sie durchsichtig verpackte Pakete.

    Foto: Französicher Zoll

    Die Zollbeamten beschließen daraufhin, den Schwerlastwagen auf einen Umschlagplatz zu fahren, um die Metallstrukturen mit einem Kran abladen zu lassen. Dabei fallen den Zöllnern 83 Pakete mit Cannabisharz in die Hände. Insgesamt stellen sie 501 kg Cannabisharz sicher. Marktwert der beschlagnahmten Drogen: Etwa 1 Million Euro.

    Der Fahrer wurde am Montag, dem 13. Juni in Perpignan in einem Eilverfahren vor Gericht gestellt. Er wurde zu vier Jahren Gefängnis ohne Bewährung, einer Zollstrafe von 1.002.000 EUR und einem zehnjährigen Verbot der Einreise in das französische Hoheitsgebiet verurteilt.

    Seit Anfang 2022 haben die Zollbeamten der regionalen Zolldirektion Perpignan bereits über 5 Tonnen Cannabiskraut und -harz beschlagnahmt.

  • Tragödie in Straßburg: Feuer tötet zwei Kinder und zwei Erwachsene

    Tragödie in Straßburg: Feuer tötet zwei Kinder und zwei Erwachsene

    Bei einem Wohnungsbrand in Straßburg kamen heute Nacht zwei Erwachsene und zwei Kinder ums Leben. In dem Gebäude sollten demnächst Bauarbeiten durchgeführt werden.

    Zwei Erwachsene und zwei Kinder starben bei dem Brand einer Wohnung in Straßburg am frühen Montagmorgen des 13. Juni.

    „Wir haben soeben eine Untersuchung eingeleitet, die dem Sicherheitsdienst des Departements anvertraut wurde, um die Ursachen des Brandes zu erforschen“, meldete die zuständige Staatsanwaltschaft. Die Identität der Opfer wurde bisher noch nicht bestätigt.

    Laut der Nachbarn soll die Familie aus Syrien stammen und die beiden Kinder etwa sieben oder acht Jahre alt sein. Am frühen Vormittag war das Feuer wieder gelöscht und die Feuerwehr konnte wieder abrücken.

    „Wir hörten die Mutter, den Vater und die Kinder schreien“
    Im dritten Stock des Gebäudes im Süden Straßburgs sind mehrere Fenster von den Flammen geschwärzt. „Wir haben Rauch gerochen, das hat uns geweckt, wir sind rausgegangen und haben die Mutter, den Vater und die Kinder schreien gehört“, wird eine Nachbarin aus dem Erdgeschoss von der Zeitung DDM zitiert. Die Nachbarin bestätigte, dass sie gegen 5 Uhr die Feuerwehr gerufen habe.

    Laut dem Träger der Sozialwohnung, der Organisiation Ophéa, werden alle Bewohner, deren Wohnungen durch den Brand beschädigt wurden, umquartiert. Das Gebäude sollte in Kürze in Rahmen eines Stadterneuerungsprogramms renoviert werden.

  • Val-d’Oise: Polizist schießt und verletzt einen Autofahrer nach Verfolgungsjagd

    Val-d’Oise: Polizist schießt und verletzt einen Autofahrer nach Verfolgungsjagd

    Der Fahrer wurde am Schulterblatt verletzt und musste vor Ort medizinisch versorgt werden. Die IGPN (Polizei der Polizei) wurde eingeschaltet und eine Untersuchung eingeleitet.

    Ein Polizist hat in der Nacht von Montag, den 6. Juni, auf Dienstag, den 7. Juni, in Argenteuil (Val-d’Oise) auf einen Autofahrer geschossen, nachdem dieser sich geweigert hatte, anzuhalten, wie Franceinfo unter Berufung auf Polizeiquellen meldet. Der 21-jährige Fahrer wurde am Schulterblatt verletzt. Die Generalinspektion der nationalen Polizei (IGPN) wurde eingeschaltet. Laut France Bleu Paris wurde eine weitere Untersuchung wegen versuchten Mordes an einem Polizeibeamten, gegen den Fahrer eingeleitet.

    Gegen 3.50 Uhr am Dienstagmorgen bemerkte eine Polizeistreife einen Renault Twingo, der mit hoher Geschwindigkeit durch das Stadtzentrum von Argenteuil fuhr. Als der Fahrer die Polizisten entdeckte, die inzwischen das Blaulicht eingeschaltet hatten, flüchtete er zunächst in Gegenrichtung in eine Einbahnstrasse und raste dann über mehrere Grünstreifen, bevor er gestoppt wurde.

    Fahrer war alkoholisiert
    Eine Polizistin versuchte daraufhin, den alkoholisierten Fahrer unter Kontrolle zu bringen, dieser fuhr wieder los und klemmte die Polizistin zwischen dem Twingo und dem Polizeiwagen ein. Ein anderer Polizist feuerte daraufhin seine Waffe ab und verletzte den Fahrer an der Schulter. Er wurde von Rettungskräften vor Ort medizinisch versorgt.

    In dem Fahrzeug wurden mehrere Flaschen Alkohol gefunden. Der junge Mann war stark alkoholisiert und hatte keinen Führerschein, meldet France Bleu Paris.

  • Paris: Polizisten nach Schüssen verhaftet

    Paris: Polizisten nach Schüssen verhaftet

    Ein Team von Fahrradpolizisten eröffnete am Samstag das Feuer auf Autofahrer, die sich weigerten, einer Aufforderung zu einer Verkehrskontrolle im 18. Arrondissement von Paris Folge zu leisten. Die drei Polizisten wurden am Sonntag von der Generalinspektion der nationalen Polizei verhaftet.

    Im Norden der Hauptstadt kam es zu einer Verfolgungsjagd zwischen einem Autofahrer, der sich weigerte, sich einer Ausweiskontrolle zu unterziehen, und einem Team von Polizisten auf Fahrrädern. Das Auto konnte aufgrund einer Verlangsamung des Verkehrs von den Fahrradpolizisten eingeholt werden. Der Fahrer habe anschliessend versucht, die Fahrradpolizisten zu überfahren – so jedenfalls die Schilderung der Beamten.

    Diese ‚“machten von ihren Waffen Gebrauch“ und verletzten den Fahrer des Wagens schwer am Kopf und einen Mitfahrer am Oberkörper. Beide Personen wurden in ein Krankenhaus eingeliefert und befinden sich derzeit noch in Lebensgefahr. „Einige der Insassen des Fahrzeugs sind den Behörden bekannt. Sie gaben an, Alkohol und Cannabis konsumiert zu haben“, so eine Polizeiquelle gegenüber der Zeitung Le Parisien.

    Infolge der Schüsse wurden drei Polizisten am Sonntag, dem 5. Juni, von der Generalinspektion der nationalen Polizei (IGPN) in Gewahrsam genommen. Gegen die Insassen des Wagens wurde von der Pariser Kriminalpolizei ebenfalls eine Untersuchung eingeleitet, wegen “versuchter Tötung von Personen, die Träger der öffentlichen Gewalt sind“.

  • 33 Jahre später gesteht ein Mann den Mord an seiner Frau

    33 Jahre später gesteht ein Mann den Mord an seiner Frau

    Es waren die Kinder, deren Mutter 1989 auf mysteriöse Weise verschwand, die den Fall wieder ins Rollen brachten.

    Im September 2021 melden sich zwei Personen bei der Gendarmerie von Bellême, einer Gemeinde mit 1.500 Einwohnern im Departement Orne. Es handelt sich um einen Bruder und eine Schwester, die das Verschwinden ihrer Mutter melden wollen.

    Die Besonderheit: Die Ereignisse liegen 32 Jahre zurück. Sie erzählen den Ermittlern, dass ihre Mutter 1989 auf mysteriöse Weise verschwand, als die Kinder gerade einmal sechs Monate und drei Jahre alt waren. Damals hatte ihr Vater ihnen erzählt, dass die Mutter aus freien Stücken die Familie verlassen habe.

    Angesichts des unerklärlichen Verschwindens leitete die Staatsanwaltschaft von Alençon im Oktober 2021 eine Voruntersuchung ein. Die ersten Elemente „weisen auf eine Reihe von Indizien hin, die darauf hindeuten, dass die junge Mutter damals nicht aus freien Stücken gegangen ist“, so eine Erklärung der Staatsanwaltschaft. Der Verdacht richtete sich auf ihren Mann, der heute 62 Jahre alt ist.

    Grabungen in der Region Perche
    Laut der Zeitung Ouest-France während ihrer Vernehmungen bei den Kindern Erinnerungen wieder hoch, in denen ihr Vater einege Male davon sprach, die Mutter getötet zu haben. Zum Zeitpunkt der Tat hatte der Ehepartner „jedem, der es hören wollte, erzählt“, dass seine Frau einen Liebhaber hatte und dass sie mit diesem abgehauen sei, so die Regionalzeitung.

    Am 30. Mai 2022 wurde der Mann nun festgenommen und in Polizeigewahrsam genommen. Bei seiner ersten Vernehmung gestand er die Tat und gab zu, seine Frau damals erwürgt zu haben, so die Staatsanwaltschaft. Bisher ist der Verbleib der Leiche jedoch noch unklar. In der vergangenen Woche begannen die Ermittler in der Gegend rund um die Orte Perche und Bêlleme Grabungen und Durchsuchungen, um die Leiche der Frau zu finden. Der 62-jährige Familienvater wurde 33 Jahre nach der Tat angeklagt.

  • Polizei vertreibt Passagiere in der Gare de l’Est in Paris nach einer Zugpanne mit Tränengas!

    Polizei vertreibt Passagiere in der Gare de l’Est in Paris nach einer Zugpanne mit Tränengas!

    Viele Passagiere eines liegengebliebenen Zuges wollten am Samstagabend am Gare de l’Est in Paris in Ersatzbusse steigen. Die Polizei trieb sie brutal mit Tränengas auseinander.

    Es ist eine Geschichte, die dem Image der französischen Polizei wieder einmal Schaden zufügt. Immer wieder steht die Polizei, insbesondere in Paris, wegen „Polizeigewalt“ in der Kritik. Die Ereignisse im Stade de France am Samstag, dem 28. Mai, während des Champions-League-Finales, wo Polizisten mit Einsatz von Tränengas die Fans zu bändigen versuchten, hatten zur Folge, dass die französische Polizei auch international ins Rampenlicht gerückt wurde.

    Am Samstagabend, dem 4. Juni, machten Bilder vom Pariser Gare de l’Est im Internet die Runde, auf denen zu sehen ist, wie Polizisten Tränengas in eine Menschenmenge sprühten, die in Busse einsteigen wollte.

    Laut dem Sender BFMTV war es eine Zugpanne, die das Problem auslöste. Anscheinend hatten zu viele Passagiere versucht, in die wartenden Ersatzbusse zu gelangen. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Passagiere zu zerstreuen.

  • Kriegswaffen, Sturmgewehre – das Arsenal elsässischer Neonazis

    Kriegswaffen, Sturmgewehre – das Arsenal elsässischer Neonazis

    Bei einer Razzia der Polizei im Elsass wurde bei vier Personen aus der ultrarechten Bewegung ein grosses Waffenlager gefunden.

    Bei einer Razzia im Elsass am Dienstag wurde bei vier Mitgliedern einer ultrarechten Bewegung eine grosse Menge an Waffen gefunden, darunter auch Kriegswaffen. Bislang gab es aber keine Anzeichen für eine geplante Tat, das erklärte die Staatsanwältin von Mulhouse (Haut-Rhin) am Freitag.

    Zwei der vier in diesem Fall festgenommenen Männer wurden wegen Waffenhandels angeklagt und inhaftiert, während die beiden anderen unter richterlicher Aufsicht auf freiem Fuß blieben. Ihnen droht eine Haftstrafe von zehn Jahren. Eine fünfte Person wurde auf freiem Fuß belassen.

    In den vier Wohnungen der Verdächtigen wurde eine „beeindruckende“ Menge an Waffen sichergestellt. Neben den Waffen selbst wurden mehr als 35 Kilogramm Schießpulver sowie drei Munitionspressen, eine große Anzahl von Magazinen für Kriegswaffen, ein Gerät zum Erhitzen von Patronenhülsen, eine Geldzählmaschine, vier Präzisionswaagen, mehr als 25.000 Euro und zwei Schalldämpfer gefunden.

    „Kriegswaffen“
    Oberstleutnant Yann Wanson, stellvertretender Kommandant der Straßburger Ermittlungsabteilung, betont, dass die Munitionsmengen „so enorm sind, dass wir eher vom Gewicht als von der Menge sprechen“. Es handelt sich um „mindestens 120.000 Schuss Munition aller Kaliber, auch für Kriegswaffen“, mit einem Gesamtgewicht von über einer Tonne.

    Im Einzelnen wurden 18 legale und 23 illegale Waffen sowie 167 Magazine, darunter 72 Kalaschnikow-Magazine, beschlagnahmt. Die Verdächtigen seien unauffällige Personen, die arbeiten, „ohne jegliche Schwierigkeiten“, „Bürger wie alle anderen“ im Alter von 45 bis 53 Jahren, so die Staatsanwältin von Mulhouse. Sie gehörten jedoch einer Neonazi-Gruppierung an, was sich durch die umfangreiche Literatur, die bei den Durchsuchungen gefunden wurde, bestätigt.

    Es wurden auch Computer beschlagnahmt, die jetzt untersucht werden sollen, um festzustellen, ob vielleicht doch ein Anschlag geplant war. Einer der Verdächtigen praktizierte in einem Schützenverein wohl das Schießen auf große Entfernungen mit Trainingseinheiten wie für Scharfschützen.

  • Verkehrssicherheit: 2.944 Todesopfer im Jahr 2021 – starker Anstieg bei Radfahrern

    Verkehrssicherheit: 2.944 Todesopfer im Jahr 2021 – starker Anstieg bei Radfahrern

    Die Zahl der Verkehrstoten ging im französischen Mutterland im Vergleich zu 2019 um 9% zurück, in Übersee stieg sie jedoch an (+8%). Bei den Radfahrern stieg die Todeszahl um 21%!

    Im Jahr 2021 starben insgesamt 2.944 Menschen auf den Straßen des Hexagons, so die endgültige Bilanz, die am Mittwoch, dem 1. Juni, von der Sécurité routière veröffentlicht wurde. Das sind drei Todesfälle weniger als die Ende Januar veröffentlichte vorläufige Bilanz (2.947). Die Zahl der Verkehrstoten in den französischen Überseegebieten ist jedoch um 8% gestiegen (275 Tote), so dass insgesamt 3.219 Menschen im Jahr 2021 auf französischen Straßen starben.

    Im Jahr 2021 ist die Sterblichkeit im Zusammenhang mit Unfällen im Straßenverkehr somit um 9% gegenüber 2019 zurückgegangen. Das Jahr 2021 war in der ersten Jahreshälfte noch von Reisebeschränkungen und der Schließung der Nachtclubs geprägt. Unter Autofahrern gab es 1.414 Todesfälle, bei motorisierten Zweirädern waren 668 Todesfälle und unter Fußgängern 414 Todesfälle zu beklagen.

    Mehr Todesfälle unter Rad- und Rollerfahrern
    Auffällig ist der Anstieg von tödlichen Unfällen unter Radfahrern, 227 von ihnen verloren ihr Leben, das ist ein Zuwachs von 21%. Laut dem Verband Vélos&Territoires stieg die Fahrradnutzung im Jahr 2021 insbesondere in ländlichen Gebieten um 14% und in städtischen Gebieten um 31% im Vergleich zu 2019.

    Die Zahl der Todesfälle unter den Nutzern von Elektrorollern hat sich sogar mehr als verdoppelt: 2021 wurden 24 Todesfälle gezählt, 2019 waren es gerade einmal 10.

    Frankreichs Strassenverkehr war 2021 deutlich tödlicher als 2020, als 2.550 Todesfälle beklagt wurden, was einem Anstieg von 16% entspricht. Im Covid-19-Jahr 2020 war die Zahl der Verkehrstoten auf den niedrigsten Stand der Nachkriegszeit gesunken, was auf Einschränkungen in der Gesundheitskrise und des dadurch verursachten Rückgangs des Verkehrsaufkommens zurückzuführen war.

  • Radfahrer wird von Lkw angefahren und vom Fahrer verprügelt – er hatte Todesangst (Video)

    Radfahrer wird von Lkw angefahren und vom Fahrer verprügelt – er hatte Todesangst (Video)

    Macht das Autofahren verrückt? Im Internet häufen sich die Videos von „Ausrastern“ am Steuer. Diese Aggressivität geht manchmal bis hin zu körperlicher Gewalt, insbesondere gegen Radfahrer. Ein junger Mann hat der Sendung „Envoyé spécial“ auf France 2 die Bilder eines brutalen Übergriffs geschickt, dessen Opfer er im Januar war. 

    Es war der 11. Januar 2022, während einer Fahrradtour durch Charente. Michaël (der Vorname wurde geändert) fuhr auf einer ihm gut bekannten Strasse, die normalerweise kaum befahren wird, als er einen Kipplaster sah, der sich mit hoher Geschwindigkeit näherte. Der junge Mann winkte, aber der Lastwagen wurde keineswegs langsamer, sondern zwang den Radfahrer, auszuweichen und ins Gras zu fahren. Als er ihn überholt, ruft ihm der Fahrer etwas „Unfreundliches“ zu, das man nicht verstehen kann. Michaël setzt seine Fahrt fort.

    Einige Minuten später hört er ein Motorengeräusch, das sich ihm von hinten nähert. Vorsorglich schaltet er die Kamera ein, die er an seiner Jacke trägt, ein. Auf den Bildern ist zu sehen, wie der Lkw auf seine Höhe kommt, ihn im Vorbeifahren erfasst und umwirft. Der Lkw stoppt und zwei wütende Männer steigen aus. „Was sollte das Winken vorhin?“, schreit der Fahrer, packt Michaël am Arm und fängt an, auf ihn einzuschlagen. „Ich mach dich fertig!“

    „Sie haben mir auf die Nase geschlagen, auf die Ohren…“
    „Er hat mir einen Schlag verpasst“, erzählt Michaël, „und der hat meine Kamera kaputt gemacht. Ich konnte nicht aufstehen, weil ich von meiner Jacke festgehalten wurde, und sie haben die Gelegenheit genutzt, um mir … die Fresse zu polieren. Sie haben mir auf die Nase geschlagen, auf die Ohren…“. Während der Attacke, die ihm „wie eine Ewigkeit“ vorkam, hatte Michaël nach eigenen Angaben Angst um sein Leben. Bevor er wegfuhr, soll der Fahrer zu ihm gesagt haben: „Das nächste Mal überfahre ich dich.“

    Die Angreifer wurden inzwischen identifiziert. Es handelt sich um einen 50-jährigen Unternehmer und seinen 17-jährigen Sohn, die in der Nähe wohnen. „Mein Vater wollte mit seinem Lastwagen Arbeiter abholen, diese Person auf dem Fahrrad hat uns den Stinkefinger gezeigt“: Das sind die einzigen „Erklärungen“, die die Journalisten von „Envoyé spécial“ vom Sohn des gewalttätigen Fahrers erhalten. Michaël hat mit Unterstützung eines Vereins Klage eingereicht.

    Ausschnitt aus „Macht das Auto uns verrückt?“, einer Reportage, die am 2. Juni 2022 in „Envoyé spécial“ auf dem Sender France 2 zu sehen ist.

  • Nizza: Mann tötet Lebensgefährtin unter den Augen des 9-jährigen Kindes

    Nizza: Mann tötet Lebensgefährtin unter den Augen des 9-jährigen Kindes

    Eine 35-jährige Mutter wurde am Mittwochmorgen in Nizza von ihrem Lebensgefährten getötet. Der kleine Sohn des Paares hatte den Streit beobachtet. Er war es auch, der die Polizei alarmierte.

    Erneut ein Frauenmord in Frankreich. Ein Mann wird verdächtigt, am Mittwoch, den 1. Juni, seine 35-jährige Lebensgefährtin, in einem Wohnhaus in Nizza mit einem Messer getötet zu haben. Der Mann, ein 52-jähriger Russe, konnte festgenommen werden. Die Polizei nahm ihn in den Gemeinschaftsräumen des Wohnhauses fest, wie die Zeitung Nice-Matin berichtet.

    Das Kind des Paares, ein neunjähriger Junge, hatte die Szene beobachtet. Es war dann auch das Kind, das die Rettungskräfte alarmierte, berichtet der Bürgermeister von Nizza, Christan Estrosi, auf Twitter. Der Politiker beklagt „ein schreckliches Drama, das mit äußerster Härte bestraft werden muss“.