Kategorie: Vermischtes

  • Fußgänger in Paris von Autofahrer auf der Flucht vor der Polizei getötet

    Fußgänger in Paris von Autofahrer auf der Flucht vor der Polizei getötet

    Die Tat ereignete sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 3. September. Der Autofahrer konnte später am Sonntag festgenommen werden.

    Ein Fußgänger wurde im 19. Arrondissement von Paris in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 3. September von einem Autofahrer, der vor einer Polizeikontrolle flüchtete, erfasst und tödlich verletzt, wie Franceinfo unter Berufung auf Polizeiquellen meldete.

    Gegen 3.30 Uhr morgens wollte eine Streife der Polizei den Fahrer eines BMW „mit gefährlichem Fahrverhalten“ in der Rue Edouard Vaillant in Pantin kontrollieren. Dieser weigerte sich aber anzuhalten und fuhr in Richtung Paris davon. Der flüchtende Autofahrer konnte die Polizei am Ausgang des Villette-Tunnels „auf Höhe der inneren Ringstraße“ zunächst abhängen.

    Kurz darauf wurde die Polizei zu einem Unfall gerufen, bei dem auf Höhe des Boulevard Macdonald Nr. 8 ein Fußgänger angefahren worden war. Trotz des raschen Einsatzes von Rettungskräften verstarb der 30-jährige Mann gegen 4.15 Uhr am Unfallort. Zeugen hatten beobachtet, wie der BMW des Flüchtigen das Opfer rammte. Das Fahrzeug wurde später geparkt in der Rue Frédéric Mourlon im 19. Arrondissement von Paris gefunden, jedoch ohne Insassen aber mit einer Aufprallspur an der Vorderseite. Der Fahrer war offensichtlich zu Fuß geflüchtet wurde schließlich im Verlauf des Sonntags festgenommen.

    Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung wegen fahrlässiger Tötung und Fahrerflucht ein.

  • Feminizide: Wie lässt sich die hohe Zahl der Frauenmorde in Frankreich erklären?

    Feminizide: Wie lässt sich die hohe Zahl der Frauenmorde in Frankreich erklären?

    Sollten sich die Fakten nach dem Mord an einer Frau durch ihren Ex-Partner in Savoyen bestätigen, wäre dies in diesem der 77. Frauenmord in Frankreich. Trotz zahlreicher Maßnahmen geht die Zahl der Morde nicht zurück.

    Eine Frau, die von ihrem ehemaligen Lebensgefährten in Savoyen auf der Straße getötet wurde, fiel dem 77. Frauenmord, der in Frankreich im Jahr 2023 begangen wurde, zum Opfer. Im Jahr 2022 wurden in Frankreich insgesamt 112 Feminizide bgangen. Es sind keine Anzeichen für einen Rückgang der erschreckend hohen Zahl zu erkennen. Im Jahr 2019 wurden zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, wie zum Beispiel eine bessere Betreuung der Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, in den Gendarmerien und Polizeipostemn. „Es werden mehr Anzeigen entgegengenommen (…) die Polizisten sind besser ausgebildet“, sagt die Rechtsanwältin Migueline Rosset gegenüber dem Sender France 3.

    Das größte Problem scheint zu sein, dass die Fälle von Gewalt gegen Frauen häufig nicht ernst genug verfolgt werden. Die Richter unterschätzen zu oft die Warnzeichen. „Man muss alle Gewalttaten berücksichtigen, die auftreten. Das kann auch Online-Belästigung sein (…) Frauen werden nicht ernst genug genommen, obwohl man, wenn es später eine Untersuchung gibt, feststellt, dass eine Gefahrensituation bestand“, erklärte die Generaldirektorin der Fédération Nationale Solidarités femmes, Françoise Brié.

  • Öffentliche Verkehrsmittel in Frankreich: 156 Frauen laut Pariser Polizeipräfektur jeden Tag sexuell belästigt

    Öffentliche Verkehrsmittel in Frankreich: 156 Frauen laut Pariser Polizeipräfektur jeden Tag sexuell belästigt

    Im Jahr 2020 wurden 57.000 Anzeigen wegen sexueller Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln erstattet. Jeden Tag sind es also 156 Frauen, die einen Übergriff erleiden. Dies enthüllte die Zeitung Le Parisien am Donnerstag, dem 31. August.

    Etwa 57.000 Frauen erstatteten im Jahr 2020 Anzeige wegen sexueller Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln. Das bedeutet, dass jeden Tag 156 Frauen eine Anzeige erstatteten, nachdem sie in öffentlichen Verkehrsmitteln belästigt wurden. Dies wurde durch eine Polizeimitteilung bekannt, die die Zeitung Le Parisien am Donnerstag, den 31. August, veröffentlichte.

    Das Dokument wurde 2022 erstellt und spricht von einer möglichen sehr hohen Dunkelziffer. Die berichteten Zahlen belegen einen zweieinhalbfachen Anstieg der sexuellen Übergriffe seit 2011. Das Dokument wurde von der Sûreté Régionale des Transports der Pariser Polizeipräfektur verfasst.

    Die veröffentlichten Zahlen sind sicherlich zu niedrig angesetzt, da eine Mehrheit der Opfer keine Anzeige erstattet. Das Dokument erklärt dieses Phänomen damit, dass es ihnen nicht klar ist, dass „die Übergriffe, denen sie ausgesetzt waren, strafbar sind“. Oftmals erachten die betroffenen Frauen eine Anzeige als „unnötig“ oder werden von „einem Gefühl der Scham“ davon abgehalten.

    Dem Dokument zufolge sind Minderjährige am häufigsten von sexuellen Übergriffen betroffen. Die meisten Anzeigen werden von Personen unter 18 Jahren erstattet, nur 11,6 % der Anzeigen wurden von Erwachsenen erstattet. Laut der Studie könnte die Tatsache, dass die anzeigenden Personen immer jünger werden, auf den Einfluss der MeToo-Bewegung zurückzuführen sein, die die jüngere Generation für diese Art von Themen besonders sensibilisiert.

    Die meisten Belästigungen fanden in der Region Ile-de-France statt. Das Profil der Täter umfasst ein breites Spektrum an Männern im Alter von 12 bis 72 Jahren. Sexuell motivierte Berührungen, sogenanntes Grabschen, machen 60% der Taten aus.

    Im Jahr 2023 gaben 87% der befragten französischen Frauen an, bereits Opfer von sexuellen Übergriffen, Belästigungen oder sogar Vergewaltigung in öffentlichen Verkehrsmitteln geworden zu sein.

  • Montpellier: Drei seit mehreren Tagen gefangene Frauen von Spezialeinheit der Polizei befreit

    Montpellier: Drei seit mehreren Tagen gefangene Frauen von Spezialeinheit der Polizei befreit

    Einer der Frauen gelang es, die Polizei zu verständigen. Sie geben an, dass sie zur Prostitution gezwungen wurden.

    Eine Spezialeinheit der Polizei hat drei junge Frauen in Montpellier (Hérault) befreit, die angaben, seit mehreren Tagen gefangen gehalten und zur Prostitution gezwungen worden zu sein, wie der Sender France Bleu Hérault berichtet. Zwei Personen wurden festgenommen.

    Drei Frauen, laut France Bleu Hérault im Alter zwischen 19 und 22 Jahren, wurden am Donnerstagmorgen von der Polizei im Stadtteil Écusson in Montpellier befreit. Sie gaben an, gegen ihren Willen in einer großen Wohnung im Stadtzentrum festgehalten worden zu sein. Sie gaben außerdem an, zur Prostitution gezwungen worden zu sein.

    Der Notruf stammte von einer der drei Frauen, die in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag mit einem Hund kurz nach draußen gehen durfte. Es gelang ihr, die Polizei zu rufen und die Entführung anzuzeigen.

    Zwei Personen wurden verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen. Es handelt sich um einen 27-jährigen Mann und seine 21-jährige Lebensgefährtin. In der Wohnung wurde eine Handfeuerwaffe gefunden.

  • Polizistin auf offener Straße getötet – es wird nach ihrem Ex-Mann gefahndet

    Polizistin auf offener Straße getötet – es wird nach ihrem Ex-Mann gefahndet

    Die Tat ereignete sich in La Croix-de-la-Rochette in der Region Savoyen. Die junge Frau wurde mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen, bei dem es sich möglicherweise um einen Baseballschläger handelte.

    Eine Polizeibeamtin, die zur Zeit der Tat nicht im Dienst war, wurde am Morgen des Donnerstags, dem 31. August, in La-Croix-de-la-Rochette in Savoyen auf offener Straße erschlagen, wie die Sender BFMTV und France Bleu meldeten.

    Die Tat ereignete sich kurz vor 9.30 Uhr in einem kleinen Dorf mit einigen hundert Einwohnern, das etwa 30 Kilometer südöstlich von Chambéry liegt, als das Opfer mit seinen Kindern auf der Straße unterwegs war. Nach ersten Erkenntnissen wurde die 40-jährige Polizistin mit einem stumpfen Gegenstand, bei dem es sich um einen Baseballschläger handeln könnte, erschlagen.

    Derzeit gehen die Ermittler der Gendarmerie von einem Feminizid aus. Zeugen, die die schreckliche Tat gesehen haben, führten die Ermittler auf die Spur ihres ehemaligen Ehemannes, mit dem das Opfer zwei Kinder im Alter von 14 und 16 Jahren hatte. Nach ersten Informationen ist der Mann 61 Jahre alt und von Beruf Pflegehelfer.

    Nach dem Mann wird zur Zeit fieberhaft gesucht. Laut BFMTV wird der Verdächtige als gefährlich und potenziell bewaffnet eingestuft.

    Allem Anschein nach, lebte das Opfer mittlerweile mit einem anderen Mann zusammen, der von Beruf auch Polizist ist.

  • Italien: Fünf Eisenbahner bei Zugunglück in der Nähe von Turin getötet

    Italien: Fünf Eisenbahner bei Zugunglück in der Nähe von Turin getötet

    Der Zug war auf der Strecke zwischen Mailand und Turin mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h unterwegs, als er auf ein Gleisarbeiter-Team auffuhr, das mit dem Austausch von Gleisteilen beschäftigt war.

    Ein Zug erfasste am frühen Donnerstag, dem 31. August, fünf Eisenbahner, die am Stadtrand von Turin in Norditalien nächtliche Wartungsarbeiten durchführten, und tötete sie, wie die Feuerwehr mitteilte.

    Der Zug, der Waggons auf der Strecke zwischen Mailand und Turin transportierte, war mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h unterwegs, als er in der Nähe von Brandizzo auf ein Team auffuhr, das mit dem Austausch von Gleisteilen beschäftigt war, wie die Nachrichtenagenturen AGI und Ansa berichteten. „Fünf Arbeiter wurden von dem Zug getötet, zwei weitere wurden verletzt“, fügte die Feuerwehr in einer kurzen Erklärung hinzu.

    Die Leichen der Eisenbahner sollen laut AGI mehrere hundert Meter weit mitgeschleift worden sein. Der Bürgermeister von Brandizzo, Paolo Bodoni, erzählte der Nachrichtenagentur AGI, dass ein Rettungshelfer ihm eine „erschreckende Szene mit menschlichen Überresten über 300 Meter“ beschrieben habe. „Es ist eine Tragödie“, sagte er.

    Dem Bürgermeister zufolge kann ein Kommunikationsfehler nicht ausgeschlossen werden. Eine Untersuchung ist im Gange. Der Zugführer steht unter Schock, blieb ansonsten aber unverletzt.

    Das Unternehmen RFI, das für die Verwaltung des italienischen Eisenbahnnetzes zuständig ist, drückte seine „tiefe Trauer“ aus und sprach „den Familien der getöteten Angestellten sein Beileid aus“, wie es in einer von den Nachrichtenagenturen veröffentlichten Erklärung hieß.

  • Schießerei mit schweren Waffen in Béziers: 21-Jähriger getötet

    Schießerei mit schweren Waffen in Béziers: 21-Jähriger getötet

    Ein 21-jähriger Mann wurde am Dienstagabend in Béziers im Stadtteil Devèze erschossen. Ein weiterer junger Mann wurde verletzt. Es handelte sich um eine Schießerei mit einer schweren Waffe. Am Tatort wurden zahlreiche Patronenhülsen gefunden.

    In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es in Béziers im Departement Hérault zu einer Schießerei, wie am 30. August im Sender France Bleu Hérault berichtet wurde.

    Kurz vor Mitternacht wurde ein 21-jähriger Marokkaner, der in Béziers wohnte, im Stadtteil Devèze von einer Kugel getroffen. Er starb im Krankenhaus von Béziers an den Folgen seiner schweren Brustverletzung. Der junge Mann war der Justiz bereits wegens Handel mit Betäubungsmitteln bekannt.

    Ein aus dem Fahrer und zwei Schützen bestehendes Kommando feuerte aus einem Fahrzeug auf die jungen Männer. Bei der Schießerei wurde ein zweiter junger Mann im Alter von 18 Jahren, der ebenfalls polizeibekannt ist, an der Wade verletzt. Er wurde von Zeugen zusammen mit dem jungen Marokkaner ins Krankenhaus gebracht, wo dieser seinen Verletzungen erlag.

    Ersten Ermittlungen zufolge feuerten die beiden bewaffneten Personen zehnmal auf das Fahrzeug des Opfers. Die Zahl der Todesopfer hätte weitaus höher sein können, da das Opfer nach Angaben der Zeugen wohl nicht speziell ins Visier genommen wurde: Die Schüsse waren vielmehr auf eine Gruppe junger Leute gerichtet, die sich vor einem Lebensmittelgeschäft in einem Bereich, der als Drogenumschlagplatz bekannt ist, unterhielten.

    Für Robert Ménard, den Bürgermeister von Béziers, steht diese Tat zweifellos im Zusammenhang mit dem Drogenhandel und er rief den Präfekten des Departements Hérault auf, die Polizeikräfte in Beziers zu verstärken.

    Die Staatsanwaltschaft von Béziers bestätigte, dass am Tatort etwa fünfzig auf dem Boden liegende Geschosshülsen der Kaliber 9 mm und 7,62 mm (typisch für ein Sturmgewahr der Marke Kalaschnikov) gefunden wurden.

    In demselben Viertel war im Sommer 2019 ein 27-jähriger Mann durch einen Schuss in den Kopf getötet worden. Ein Fall, der ebenfalls mit dem Drogenhandel in Zusammenhang gebracht wurde.

  • Unruhen nach dem Tod des jungen Nahel: Laut Justizminister wurden inzwischen 2.000 Personen verurteilt

    Unruhen nach dem Tod des jungen Nahel: Laut Justizminister wurden inzwischen 2.000 Personen verurteilt

    Der französische Justizminister Eric Dupond-Moretti versprach nach den Unruhen, die auf den Tod des 17-jährigen Nahel, der von einem Polizisten erschossen wurde, folgten, „schnell, entschlossen und systematisch“ strafrechtlich gegen die Rädelsführer der gewalttätigen Auseinandersetzungen vorzugehen.

    Mehr als 2.000 Personen wurden inzwischen im Zusammenhang mit den Unruhen nach dem Tod des 17-jährigen Nahel, der am 27. Juni bei einer Polizeikontrolle in Nanterre (Hauts-de-Seine) getötet wurde, vor Gericht gestellt, wie Justizminister Eric Dupond-Moretti am Dienstag, 29. August, auf dem Sender RTL mitteilte.

    Seit 1. August wurden „2.107 Personen vor Gericht gestellt, 1.989 verurteilt, davon 1.787 zu einer Haftstrafe“, so der Justizminister. Er zeigte sich erfreut, dass 90% der verurteilten Personen zu Haftstrafen verurteilt wurden.

    Nach Angaben des Innenministeriums wurden nach den acht Nächten gewalttätiger Unruhen, die auf den Tod des jungen Nahels folgten, fast 4.000 Personen festgenommen. In einem Rundschreiben an die Staatsanwaltschaften vom 30. Juni forderte Eric Dupond-Moretti auf, „schnell, entschlossen und systematisch“ strafrechtlich gegen die Urheber der städtischen Gewalt vorzugehen, auch gegen Minderjährige und ihre Eltern.

    Videos von Plünderungen, Bränden oder Beschädigungen wurden von Internetnutzern auf der Plattform „Pharos“ des Innenministeriums hochgeladen und zur Anzeige gebracht. Diese Meldungen ermöglichten die Festnahme möglicher weiterer Randalierer: 32 Personen wurden nach diesen Meldungen in den letzten Wochen festgenommen, von denen einige bereits zu Haftstrafen verurteilt wurden oder eine elektronischenFußfessel tragen müssen.

  • Busfahrer wird mit 52 km/h zu viel geblitzt – 55 Passagiere bleiben hilflos am Straßenrand zurück

    Busfahrer wird mit 52 km/h zu viel geblitzt – 55 Passagiere bleiben hilflos am Straßenrand zurück

    Am Samstag, dem 26. August, wurde ein spanischer Busfahrer auf der A40 von der Gendarmerie mit 122 km/h statt der dort erlaubten 70 km/h geblitzt. Sein Führerschein wurde sofort eingezogen, und die 55 Fahrgäste mussten mehrere Stunden am Straßenrand warten, bevor sie mit einem anderen Busfahrer weiterfahren konnten.

    Ein Missgeschick, an das sich die Passagiere eines Busses, der auf der A40 im Departement Ain unterwegs war, noch lange erinnern werden. Der Fahrer, ein Spanier, wurde wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung angehalten und sein Führerschein sofort eingezogen. Bus und Passagiere standen am Straßenrand und hatten keine Möglichkeit weiterzufahren.

    Die Gendarmen des Departements Ain haben am Samstag einen „guten Fang“ gemacht, wie der Sender France Live berichtet. Bei einer Verkehrskontrolle in Höhe der Gemeinde Saint-Martin-du-Fresne im Departement Ain blitzten sie einen Bus mit einer Geschwindigkeit von 122 km/h. Weit über der zulässigen Geschwindigkeit für diese Art von Fahrzeug mit einem Gewicht von über 7,5 Tonnen, das in der betreffenden Zone nicht schneller als 70 km/h fahren darf!

    Passagiere wurden auf der Autobahn „ausgesetzt“.
    Die Polizei nahm dem Fahrer daraufhin sofort den Führerschein ab. Die 55 Passagiere an Bord des Fahrzeugs standen plötzlich verlassen am Rande der Autobahn und hatten keine Möglichkeit mehr, weiterzufahren. Sie mussten mehrere Stunden auf der Autobahnraststätte Jasseron ausharren, bis ein neuer Fahrer ankam und das Fahrzeug übernahm.

  • Italien: Kind stürzt aus dem 5. Stock und wird von einem Passanten aufgefangen

    Italien: Kind stürzt aus dem 5. Stock und wird von einem Passanten aufgefangen

    Am vergangenen Samstag fiel eine Dreijährige aus dem fünften Stock ihres Wohnhauses in Turin, Italien. Das Kind wurde von einem Passanten aufgefangen und blieb wie durch ein Wunder unverletzt.

    Diese Geschichte hätte am Samstag in Turin tragisch enden können. Ein dreijähriges Mädchen, das von einem Balkon im fünften Stock eines Gebäudes gefallen war, konnte wie durch ein Wunder von einem Passanten aufgefangen werden, der den richtigen Reflex hatte.

    Am Samstag gegen 11 Uhr ging Mattia Aguzzi, ein 37-jähriger Bankangestellter aus Turin, mit seiner Freundin spazieren, wie der Sender CNN berichtet. „Ich ging mit meiner Freundin nach draußen, um Brot zu kaufen, und wir hörten Schreie aus einem Gebäude, die unsere Aufmerksamkeit erregten“, berichtet der Mann, der seitdem als Held gefeiert wird. Der Hilferuf kam aus den oberen Stockwerken eines Wohnhauses, wo ein Mann ein dreijähriges Mädchen davon abzuhalten versuchte, sich gefährlich über die Brüstung des Balkons zu lehnen. „Das kleine Mädchen beugte sich immer weiter vor und kletterte auf den Sims, sie hielt sich nur mit den Armen fest und ihre Beine waren in der Luft“, erzählt Mattia Aguzzi. Er versuchte zunächst, das Kind davon zu überzeugen, wieder zurück in die Wohnung zu gehen. Ohne Erfolg.

    Mattia Aguzzi merkt, dass das kleine Mädchen ihn nicht hören kann. Als er merkt, dass sie wahrscheinlich fallen wird, versucht er, sich in der Fallachse zu positionieren, um die Kleine aufzufangen: „Als ich sie fallen sah, stellte ich mich unter sie, schloss die Augen und hoffte, dass alles gut gehen würde, ich federte den Fall ab, und wir fielen beide zu Boden.“ Dann folgte ein Moment der Sorge: „Zuerst spürte ich kein Lebenszeichen, dann begann das Kind zu weinen und ich seufzte erleichtert auf“, schloss der junge Mann seine dramatische Erzählung.

    Die Eltern, die laut dem sender Italy24 zum Zeitpunkt des Unfalls Arbeiten in ihrer Wohnung durchführten, dachten, ihre kleine Tochter würde spielen, und bemerkten erst nach dem Vorfall, was passiert war.

    Das Mädchen und Mattia Aguzzi wurden in ein Krankenhaus gebracht. Dem Kind geht es gut, nur sein Retter leidet an einigen Prellungen.

    Der Bürgermeister von Turin, Stefano Lo Russo, lobte auf Facebook die „außergewöhnliche und heldenhafte Geste“ von Mattia Aguzzi, der gibt bescheiden an, dass er nicht anders habe handeln können.