Kategorie: Vermischtes

  • Auf einem Spaziergang erschnüffelt ihr Hund 400.000 € in einer Metalldose

    Auf einem Spaziergang erschnüffelt ihr Hund 400.000 € in einer Metalldose

    Spaziergänger entdeckten dank ihres Hundes eine Metallbox mit 400.000 Euro. Da kein Besitzer festgestellt werden konnte, dürfen sie sich nun über die Hälfte der Summe freuen.

    Zwei Paare, die mit ihren Hunden im Departement Var spazieren gingen, fanden einen wahren Schatz, wie die Zeitung Nice-Matin berichtet. Die Ereignisse gehen bereits auf Mai 2021 zurück. Als sie auf den Anhöhen von Valcros in La Londe spazieren gingen, begann einer der Hunde, einen halb vergrabenen Müllsack aus der Erde zu kratzen. Im Inneren des Sacks entdeckten die Spaziergänger eine Metalldose, in der sich 500 200-Euro-Scheine, also 400.000 Euro, befanden.

    Am nächsten meldeten die Spaziergänger ihren Fund bei der Gendarmerie. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, um die Herkunft des Geldes zu ermitteln. Zeugen wurden angehört, Räumlichkeiten von einer Hundestaffel durchsucht, Proben entnommen und so weiter. Ohne Erfolg. Zwei Jahre später wurden die Ermittlungen eingestellt. Der Fall wurde am 7. Juni dieses Jahres von der Staatsanwaltschaft Toulon zu den Akten gelegt.

    Nach dem Gesetz muss die gefundene Summe jetzt aufgeteilt werden. Artikel 716 des Zivilgesetzbuches besagt nämlich, dass 50 % der Summe an die Gruppe von Freunden und 50 % an den Eigentümer des Grundstücks, auf dem das Geld gefunden wurde, gehen müssen. Die Stadt La Londe erhält also eine Hälfte. Die restlichen 200.000 Euro werden dann zwischen den Findern aufgeteilt.

  • 27-Jähriger in Toulouse erschossen: Täter auf der Flucht

    27-Jähriger in Toulouse erschossen: Täter auf der Flucht

    Erneut tödliche Gewalt am Donnerstagabend im Stadtteil Empalot in Toulouse. Ein 27-jähriger Mann wurde gegen 22 Uhr durch Schüsse getötet. Jugendliche aus dem Viertel führten Wiederbelebungsmaßnahmen durch, während sie auf das Eintreffen der Rettungskräfte warteten. Die Polizei sucht nach dem Täter.

    „Wir hörten Schüsse und dann fiel ein Mann zu Boden“, berichtet ein Bewohner des Viertels. Am Donnerstagabend gegen 22 Uhr wurde in der Rue Menton 17 eine Person durch Schüsse schwer verletzt. „Ich glaube, er wurde in den Kopf und in den Bauch getroffen. Jugendliche leisteten ihr Erste Hilfe, während sie auf die Feuerwehr warteten“, berichtet der Anwohner. Das Opfer soll vor Ort eine Herzmassage erhalten haben. Der Mann starb kurz darauf an den Folgen seiner Verletzungen.

    Die Umstände der Tat sind derzeit noch unklar. Augenzeugen berichteten, dass eine vermummte Person in der Nähe eines bekannt Drogenhandelspunktes aufgetaucht sei und mit einer Handfeuerwaffe das Feuer eröffnet habe. Anschließend sei der Schütze zu Fuß geflüchtet.

    Seit Monaten hat ein Krieg unter Drogenhändlern zahlreiche Verletzte und Tote gefordert. Am Montag, dem 18. September, initiierte die Stadtverwaltung von Toulouse ein Treffen zwischen den Einwohnern und der Polizei. Im Laufe des Treffens kamen etwa 60 besorgte Einwohner zu Wort und stellten den Vertretern der Nationalpolizei, der Stadtpolizei und den Abgeordneten Fragen.

    An diesem Tag sprach auch die Mutter von Malik Lassel, der am 28. Mai in der gleichen Straße getötet worden war. „Meine Familie wird immer noch bedroht, ich werde bedroht, letzte Woche hat man eine Kalaschnikov auf mich gerichtet, mit einer solchen Waffe hat man auch meinen Sohn getötet. Wir fühlen uns nicht sicher, die Kinder sind in dieser Gegend gefährdet“, erklärte sie unter Tränen.

    Ebenfalls am Donnerstagabend wurde in Toulouse ein 30-jähriger Mann auf der Allée Jean-Jaurès mit einer Stichwaffe verletzt. Der Rettungsdienst der Feuerwehr konnte das Opfer stabilisieren. Der lebensgefährlich verletzte Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht.

  • Demonstrationen gegen Polizeigewalt – am Samstag mindestens 21.000 Teilnehmer erwartet

    Demonstrationen gegen Polizeigewalt – am Samstag mindestens 21.000 Teilnehmer erwartet

    Für Samstag sind Dutzende von Protestversammlungen in Paris und anderen französischen Großstädten geplant. 

    Am Samstag, dem 23. September, werden zwischen 21.000 und 26.000 Teilnehmer an Protestmärschen erwartet, die „gegen systemischen Rassismus und Polizeigewalt, für öffentliche und gewerkschaftliche Freiheiten und soziale Gerechtigkeit“ organisiert werden. Eine solche Zahl wäre für diese Art von Demonstration recht hoch und kann noch nicht endgültig so bestätigt werden.

    Der Aufruf zu den Protestmärschen, der nach dem Tod des 17-jährigen Nahel, der am 27. Juni von einem Polizisten erschossen wurde, veröffentlicht wurde, stammt von politischen Parteien wie La France insoumise (LFI) und Europe Ecologie-Les Verts (EELV), aber auch von rund 100 Vereinen, Gewerkschaften wie der CGT und verschiedenen Kollektiven oder Bewegungen wie Extinction Rebellion. Im Gegensatz dazu ruft die Kommunistische Partei nicht zur Teilnahme auf und auch die Sozialistische Partei hat angekündigt, dass sie nicht teilnehmen wird.

    Zwischen 70 und 100 lokale Märsche werden neben der Demonstration in Paris von den Sicherheitsbehörden erwartet, die „Risiken von Störungen der öffentlichen Ordnung“ in Angers (Maine-et-Loire), Caen (Calvados), Toulouse (Haute-Garonne), Grenoble (Isère), Bordeaux (Gironde), Saint-Étienne (Loire), Le Puy-en-Velay (Haute-Loire), Vandœuvre-lès-Nancy (Meurthe-et-Moselle) und Pau (Pyrénées-Atlantiques) ankündigen. Auch vor gewalttätigen Ausschreitungen wird gewarnt.

  • Eine vermutlich seit vier Jahren verstorbene Frau wurde jetzt in ihrer Wohnung in Lille entdeckt

    Eine vermutlich seit vier Jahren verstorbene Frau wurde jetzt in ihrer Wohnung in Lille entdeckt

    Feuerwehrleute und Polizisten entdeckten die Leiche einer Frau in ihrer Wohnung in Lille. Sie war wahrscheinlich schon seit vier Jahren tot. Der Alarm wurde von Gerichtsvollziehern nach einer Reihe von unbezahlten Rechnungen ausgelöst.

    Makaberer Fund in einer Wohnung in Lille. Die Polizei und die Feuerwehr entdeckten den skelettierten Körper einer Frau, der neben dem Bett auf dem Boden lag. Das Alter der Frau ist nicht bekannt. Die Frau soll bereits vor etwa 4 Jahren gestorben sein, ihr Tod soll auf das Jahr 2019 zurückgehen, berichtet die Zeitung La Voix du Nord.

    Unter den Nachbarn hatte sich offensichtlich niemand um das Schicksal der Toten gesorgt. Im Nachhinein hatte es einige Anzeichen gegebne, dass etwas nicht stimmt. Der Briefkasten war zum Bersten voll. Er war so voll mit Prospekten, dass die Polizei Schwierigkeiten hatte, ihn zu öffnen. Einem anderen Nachbarn kam es seltsam vor, dass ein Fenster zur Hofseite immer offen stand.

    Alles beschleunigte sich dank eines Schreibens eines Gerichtsvollziehers vor drei Wochen. Der Brief war für die Verstorbene bestimmt und landete im Briefkasten des Nachbarn. Er rief daraufhin die Kanzlei des Gerichtsvollziehers an, die ihm mitteilte, dass das Schreiben in andere Briefkästen im Gebäude gewandert sei, da die Nachbarin nichts von sich hören ließ. Die Gerichtsvollzieher versuchten, eine Reihe von unbezahlten Rechnungen einzutreiben.

    Am Mittwoch dann wurde die Polizei und die Feuerwehr alarmiert, um die Wohnung der Toten in der Rue des Stations in Lille zu öffnen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, um die Todesursache zu ermitteln.

    Im Jahr 2012 war in der Altstadt von Lille die Leiche eines Mannes entdeckt worden, der zum Zeitpunkt des Auffindens bereits seit etwa 15 Jahren tot war. Auch in diesem Fall hatte sich niemand um das Schicksal des Mannes spanischer Herkunft gekümmert.

  • Departement Seine-Maritime: 11 Schulen nach Attentatsdrohungen evakuiert

    Departement Seine-Maritime: 11 Schulen nach Attentatsdrohungen evakuiert

    Neun Gymnasien, ein Collège und eine Berufsschule (CFA) in der Metropolregion Rouen (Seine-Maritime) erhielten am 19. und 20. September Anschlagsdrohungen per E-Mail. Sie wurden daraufhin evakuiert. Eine Untersuchung wurde eingeleitet und ein 17-jähriger Jugendlicher wurde festgenommen.

    Am Mittwoch, dem 19. September und am darauffolgenden Tag erhielten neun Gymnasien, ein Collège und eine Berufsschule in der Metropole Rouen (Seine-Maritime) Anschlagsdrohungen per E-Mail. Sie wurden daraufhin evakuiert. In der E-Mail war zu lesen, dass ein Mann sich „mit einer Zeitbombe bis 11.30 Uhr in die Luft sprengen“ würde. Eine Gymnasiastin, die am Mittwochmorgen zum Zeitpunkt der Warnung im Unterricht war, sagte gegenüber France Télévisions: „Es ist sicher, dass es sich komisch anfühlt. Es hat geklingelt, also bin ich nach unten gegangen, um mit meinem Freund in die Kantine zu gehen. Dann haben wir bemerkt, dass viele Leute das Gymnasium verließen, bis wir einige Lehrer sahen, die uns rauswinkten und sagten: ‚Evakuieren Sie!’“, fuhr die Schülerin des Lycée M.Sembat in Sotteville-lès-Rouen (Seine-Maritime) fort. In jeder der betroffenen Schulen wurde eine Sicherheitsdurchsuchung durchgeführt, um alle Zweifel auszuräumen. Die Ermittler der Gebietsdirektion der Kriminalpolizei führten Untersuchungen im Rahmen einer von der Staatsanwaltschaft Rouen eingeleiteten Ermittlung durch. Inzwischen wurde ein 17-jähriger Jugendlicher festgenommen.

  • Universitätsprofessor getötet: Ehefrau von Patrice Charlemagne gesteht den Mord

    Universitätsprofessor getötet: Ehefrau von Patrice Charlemagne gesteht den Mord

    Die Ehefrau des Universitätsprofessors Patrice Charlemagne, der am Montag, dem 18. September 2023, in seinem Haus in der Nähe von Dünkirchen erstochen aufgefunden wurde, hat in am Mittwoch in der Untersuchungshaft gestanden, ihn getötet zu haben.

    Die Ehefrau von Patrice Charlemagne, der in der Nacht von Sonntag auf Montag, dem 18. September 2023 in seinem Haus in der Nähe von Dünkirchen erstochen aufgefunden wurde, hat im Polizeigewahrsams jetzt gestanden, den Professor getötet zu haben.

    Die 30-jährige Dozentin für Literaturwissenschaft, die wie der Verstorbene an der Université du Littoral Côte d’Opale lehrte, hatte zunächst die Polizei alarmiert und behauptete, ihr Mann sei Opfer von Einbrechern geworden. Am Montag wurde von der Kriminalpolizei eine Untersuchung wegen vorsätzlicher Tötung eingeleitet.

    Die Täterin und Ehefrau ist neben ihrer Lehrtätigkeit auch Stadträtin von Dünkirchen. Sie wurde 2020 auf der Liste des Bürgermeisters Patrice Vergriete gewählt, der inzwischen Minister für Wohnungsbau der Regierung von Elisabeth Borne ist. Sie wurde am Mittwoch in Polizeigewahrsam genommen, um „ihre Version der Ereignisse mit den in der Untersuchung gesammelten Elementen zu vergleichen“, wie die Staatsanwaltschaft erklärte.

    Es wurden mehrere verdächtige Beweisstücke gefunden, dazu gehörten „eine Spur an ihrer linken Hand, die mit einem am Tatort gefundenen Handschuh übereinstimmte“ und „die Analyse der Smartphones, die auf Spannungen in der Ehe schließen ließ“, sowie „Ungereimtheiten in der Schilderung der Ereignisse“.

    Der 50-jährige Patrice Charlemagne war in einem Zimmer im ersten Stock der ehelichen Wohnung am Quai aux Fleurs im Stadtteil Rosendaël am Stadtrand von Dünkirchen mit mehreren Messerstichen im Körper tot aufgefunden worden.

    Zwei blutige Messer, ein Paar Handschuhe, eine Taschenlampe und ein Laptop wurden in der Nähe des Hauses gefunden, wie eine Polizeiquelle berichtete.

    „Unsere Stadt wurde heute Nacht von einer schrecklichen Tragödie getroffen, die einem Mann aus Dünkirchen das Leben gekostet hat. Ich möchte meine tiefe Betroffenheit und meinen Schock zum Ausdruck bringen“, reagierte Wohnungsbauminister Patrice Vergriete am Montag auf Facebook und sprach den Angehörigen des Opfers sein „tiefstes Mitgefühl“ aus.

  • Mobbing in der Schule: Polizei verhaftet Schüler während des Unterrichts – war das legal?

    Mobbing in der Schule: Polizei verhaftet Schüler während des Unterrichts – war das legal?

    Die Festnahme eines 14-jährigen Jugendlichen am Montag, dem 18. September, in einem Collège in Alfortville (Val-de-Marne), während des Unterrichts, wirft Fragen auf. Der Schüler wird verdächtigt, eine transsexuelle Oberschülerin einer anderen Schule belästigt zu haben.

    Das Auftauchen der Polizei mitten im Unterricht hat die Schüler schockiert. Am Montag, dem 18. September, wurde ein 14-jähriger Jugendlicher während des Unterrichts im Collège Henri Barbusse in Alfortville (Val-de-Marne) festgenommen. Der Schüler, der vor seinen Mitschülern in Handschellen abgeführt wurde, wird verdächtigt, eine transgender Schülerin einer anderen Schule zum Selbstmord angestiftet zu haben, wie der Sender France Bleu Paris berichtete.

    Der Schock über die Festnahme eines Schülers mitten im Unterricht wurde von den Mitschülern, von Eltern, aber auch in der Lehrerschaft geteilt: „Man ist der Meinung, dass die Polizei nicht unbedingt ihren Platz in einer Schule hat“, reagierte Sophie Vénétitay, die Generalsekretärin der Snes-FSU, der größten Gewerkschaft im Sekundarbereich, am Dienstag, dem 19. September, auf Franceinfo.

    Die Rektorin des Schulbezirks Créteil, Julie Benetti, versicherte, „jeden Akt von Belästigung und Cybermobbing aufs Schärfste zu verurteilen“, meinte aber, sie könne nicht ganz „verstehen, unter welchen Bedingungen Polizisten dazu gebracht werden konnten, in einer Schule einzugreifen“.

    Die Staatsanwaltschaft Créteil gibt zwar an, nie verfügt zu haben, dass die Festnahme in der Klasse stattfindet, doch die Schulleiterin des Collège hatte sich der polizeilichen Maßnahme nicht widersetzt. Die Schulleiterin musste in diesem Fall die Ordnungskräfte bis zum Klassenzimmer begleiten, in dem sich der betroffene Schüler befindet. Mit anderen Worten: Ohne die Zustimmung der Schulleiterin hätten die Polizisten mit der Festnahme warten müssen, bis der Minderjährige die Schule verlassen hat. Generell kann man sagen: Es kann in Frankreich durchaus vorkommen, dass Ordnungskräfte eine Festnahme in einer Schule vornehmen. In Deutschland müssten in einem solchen Fall zunächst die Eltern des Minderjährigen benachrichtigt und hinzugezogen werden.

    Eine Vereinbarung zwischen dem französischen Bildungs- und dem Innenministerium vom Oktober 2004 sieht vor, dass „ein Schulleiter unter den im Rundschreiben vom 2. Oktober 1998 über die Bekämpfung von Gewalt im schulischen Umfeld und die Stärkung der Partnerschaften festgelegten Bedingungen die Unterstützung der Polizei oder der Gendarmerie anfordern kann, und zwar vor allem
    wenn Gefahrensituationen oder Störungen der öffentlichen Ordnung dies erfordern“.

    Regierungssprecher Olivier Véran bestätigte am Mittwoch, dem 20. September, dass die Festnahme in Alfortville „in Übereinstimmung und der Zustimmung der Staatsanwaltschaft“ und der Schulleitung erfolgt sei. Er betonte: „So werden wir die Geißel des Mobbings bekämpfen, so werden wir unsere Kinder schützen, indem wir solche sehr starken Botschaften senden“.

    Die Parteisekretärin von Europe Écologie – Les Verts, Marine Tondelier, reagierte am Mittwoch, dem 20. September, auf die Festnahme des Schülers. „Wir haben Jahre der Untätigkeit oder des Unverständnisses für das Thema Mobbing in der Schule erlebt, es wurde sogar rundweg geleugnet, und nun sind wir plötzlich im Walker-Texas-Ranger-Modus“, kritisierte die Abgeordnete aus der Region Hauts-de-France auf dem Sender France 2. Ihrer Meinung nach hätte die „muskulöse Verhaftung“ „bis zur Pause oder zum Ende des Unterrichts warten können“.

  • Immigration: verstärkte Grenzkontrollen in Menton und neue Kapazitäten zur Aufnahme von Migranten

    Immigration: verstärkte Grenzkontrollen in Menton und neue Kapazitäten zur Aufnahme von Migranten

    Immer mehr Migranten kommen in der Stadt Menton (Alpes-Maritimes) an. Vor Ort wurden die Polizeikräfte verstärkt und die Kontrollen nehmen deutlich zu. Parallel dazu richtet die Präfektur ein Grundstück nahe der Grenze ein, um eine vorübergehende Aufnahme der Flüchtlinge vor einer Rückführung nach Italien zu ermöglichen.

    An Bord eines Zuges aus Italien versuchten zahlreiche Migranten auch am Dienstag, dem 19. September, die Grenze nach Frankreich zu überqueren. Kaum waren sie jedoch auf der französischen Seite in Menton (Alpes-Maritimes) angekommen, wurden sie von den Ordnungskräften abgefangen. Einige werden zur Polizeistation gebracht, andere ziehen es vor, einfach nach Italien umzukehren. „Es kommen viele Leute an. Mein Bruder ist auf der Straße, er kommt auch aus Lampedusa“, sagt ein Migrant gegenüber dem Sender Franceinfo.

    Um diese zahlreichen Ankünfte zu bewältigen, werden 120 Soldaten der Operation Sentinelle die 200 Polizisten und Gendarmen unterstützen, die bereits in dem Grenzgebiet präsent sind. Parallel dazu richtet die Präfektur des Departments Alpes Maritimes am Ortseingang von Menton ein Gelände ein, auf dem die Migranten vorübergehend betreut werden sollen, bevor sie wieder nach Italien abgeschoben wrden. „Es ist gut, dass die Gemeinde ein Grundstück zur Verfügung stellt, um sie vorübergehend aufzunehmen“, sagt ein Passant, während andere sich über die aktuelle Situation große Sorgen machen.

  • Pressefreiheit in Frankreich: Investigativjournalistin nach Hausdurchsuchung in Polizeigewahrsam

    Pressefreiheit in Frankreich: Investigativjournalistin nach Hausdurchsuchung in Polizeigewahrsam

    Die investigative Redaktion „Disclose“ berichtete am Dienstagmorgen, dass bei der französischen Journalistin Ariane Lavrilleux Hausdurchsuchungen durchgeführt wurden und sie in Polizeigewahrsam genommen wurde. Sie war 2021 für Enthüllungen über mögliche Unregelmäßigkeiten französischer Geheimdienstoperationen in Ägypten verantwortlich.

    Es ist eine Festnahme, die viele empört. Das Medienunternehmen Disclose berichtete, dass die Journalistin Ariane Lavrilleux, die Ende 2021 über Unregelmäßigkeiten bei einer französischen Geheimdienstoperation in Ägypten berichtet hatte, am Dienstag, dem 19. September, nach einer Durchsuchung ihrer Wohnung in Polizeigewahrsam genommen wurde. Disclose hatte den Artikel damals veröffentlicht.

    „Polizisten der Generaldirektion für Innere Sicherheit (DGSI) haben unsere Journalistin in Polizeigewahrsam genommen. Ein weiterer unzulässiger Verstoß gegen den journalistischen Informantenschutz“, kritisierte Disclose auf Twitter. Eine mit dem Fall vertraute Quelle bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass eine Untersuchungsrichterin derzeit Ermittlungen durchführe, „unter Berücksichtigung ihres Status als Journalistin“.

    Die Durchsuchung und Verhaftung fanden im Rahmen eines seit Juli 2022 laufenden Ermittlungsverfahrens statt, das von der Pariser Staatsanwaltschaft wegen Gefährdung der nationalen Sicherheit und Offenlegung der Identität von Militärangehörigen eröffnet und dem Inlandsgeheimdienst DGSI übertragen wurde.

    „Ich bin entsetzt und besorgt über die Eskalation der Angriffe auf die Informationsfreiheit und die Zwangsmaßnahmen, die gegen die Journalistin von Disclose ergriffen wurden“, reagierte Virginie Marquet, Anwältin von Ariane Lavrilleux und Disclose. „Die Durchsuchung droht das Quellengeheimnis von Journalisten ernsthaft zu verletzen, von dem ich berechtigterweise befürchten muss, dass es heute völlig missachtet wurde. Disclose wird seine Journalistin schützen, die nichts anderes getan hat, als Informationen von öffentlichem Interesse aufzudecken“, so die Anwältin.

    Zahlreiche Medien und Journalisten, darunter mehrere Journalistenverbände und Reporter ohne Grenzen (ROG), zeigten sich in den sozialen Netzwerken empört und sprachen von einer „inakzeptablen Behinderung der Informationsfreiheit“ und einer „Verweigerung der Demokratie“.

    „Was für eine Idee, eine Journalistin in Polizeigewahrsam zu nehmen, weil sie ihrem Beruf nachgegangen ist, indem sie informiert hat? Eine Anhörung ist schon schlimm, aber eine Inhaftierung und Polizeigewahrsam ist reine Einschüchterung von Journalisten durch den Staat“, reagierte der Anwalt und Mitglied der Liga für Menschenrechte, Arié Halimi.

    Disclose hatte in einem im November 2021 veröffentlichten Artikel behauptet, dass die französische Geheimdienstmission „Sirli“, die im Februar 2016 im Namen der Terrorismusbekämpfung zugunsten Ägyptens durchgeführt wurde, vom ägyptischen Staat missbraucht worden sei, der die gesammelten Informationen für Luftangriffe auf Fahrzeuge mutmaßlicher Schmuggler an der ägyptisch-libyschen Grenze nutzte.

    Den von Disclose erhaltenen Dokumenten zufolge sollen „die französischen Streitkräfte zwischen 2016 und 2018 an mindestens 19 Bombenangriffen auf Zivilisten beteiligt gewesen sein“, die in diesem Gebiet stattfanden. Trotz der Bedenken und Warnungen einiger Beamter über die Auswüchse der Operation hätten die französischen Behörden die Mission nicht in Frage gestellt, so Disclose unter Berufung auf geheime Dokumente.

    Nach der Veröffentlichung hatte das französische Verteidigungsministerium Klage wegen „Verletzung von Geheimnissen der nationalen Verteidigung“ eingereicht. Im November 2021 wurde eine Voruntersuchung eingeleitet, bevor im Sommer 2022 eine Untersuchungsrichterin in der Sache ernannt wurde.

  • Gymnasium in den Hautes-Pyrénées wegen Bombendrohung evakuiert – Sprengstoffexperten im Einsatz

    Gymnasium in den Hautes-Pyrénées wegen Bombendrohung evakuiert – Sprengstoffexperten im Einsatz

    Das allgemeine und technische Gymnasium Marie Curie in Tarbes musste am Dienstag, dem 19. September, gegen 9.20 Uhr aufgrund einer Bombendrohung evakuiert werden. Es wurden Sprengstoffexperten eingesetzt und Schüler, Lehrer und Verwaltungspersonal im Stadion Maurice-Trélut der Stadt in Sicherheit gebracht.

    Am Dienstagmorgen, den 19. September, wurde das allgemeine und technologische Gymnasium Marie Curie in Tarbes aufgrund einer Bombendrohung evakuiert.

    Schlechter Scherz oder eine echte Bedrohung? Aus Sicherheitsgründen wurden alle Schüler und Lehrer heute Morgen gegen 9.20 Uhr aufgefordert, die Schule zu verlassen.

    Die Evakuierung verlief ruhig und geordnet. Schüler, Lehrer und Verwaltungspersonal wurden im nahe gelegenen Stadion Maurice-Trélut in Sicherheit gebracht, so der Schulleiter des Gymnasiums in Tarbes gegenüber der Presse.

    Die Polizeikräfte durchsuchen die Gebäude.

    Die Bombendrohung mobilisiert fast alle Ordnungskräfte in der Gegend. Sprengstoffexperten müssen sich nun vor Ort vergewissern, dass kein Sprengstoff im Inneren der Schule platziert wurde.