Kategorie: Vermischtes

  • Antisemitismus: Jüdische Frau in Lyon mit Messer angegriffen und Hakenkreuz auf ihre Tür geschmiert

    Antisemitismus: Jüdische Frau in Lyon mit Messer angegriffen und Hakenkreuz auf ihre Tür geschmiert

    Eine Frau in den Dreißigern wurde mit einem Messer angegriffen, als sie die Tür ihres Hauses in Lyon öffnete. Ein Angriff, der alle Anzeichen eines antisemitischen Verbrechens aufweist – auf ihre Tür wurde ein Hakenkreuz geschmiert.

    Am Samstag, dem 4. November, wurde in Lyon ein Angriff auf die jüdische Gemeinschaft verübt. Dies berichtete die Zeitung Le Progrès.

    Das Opfer, eine etwa 30 Jahre alte Frau, öffnete die Haustür, nachdem jemand bei ihr geklingelt hatte. Daraufhin wurde sie von einem Mann in schwarzer Kleidung und mit verdecktem Gesicht angegriffen, der flüchtete, nachdem er zweimal auf die Frau eingestochen hatte.

    Nach Angaben von Le Progrès befand sich das Opfer jedoch glücklicherweise nicht in Lebensgefahr. Die Frau konnte von der Polizei befragt werden, nachdem sie in ein Krankenhaus gebracht worden war.

    Gegenüber dem Sender BFMTV sprach ihr Anwalt Stéphane Drai von einem antisemitischen Angriff und stützte sich dabei auf „die Äußerungen“ des Angreifers und das Hakenkreuz, das an der Tür des Opfers gefunden wurde. Der Anwalt des Opfers sagte: „Als sie die Tür öffnete, wusste sie zu diesem Zeitpunkt nicht, dass man in Frankreich Opfer eines antisemitischen Angriffs werden könnte, der einem Mordversuch ähnelt“.

    Die Staatsanwaltschaft erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass eine Untersuchung wegen „versuchten Mordes“ eingeleitet worden sei und dass „die Tat aus einem antisemitischen Motiv heraus begangen worden sein könnte“. Bisher habe es noch keine Festnahmen gegeben.

  • Drei Tote nach Lebensmittelvergiftung in einem Altenheim in der Bretagne

    Drei Tote nach Lebensmittelvergiftung in einem Altenheim in der Bretagne

    Eine Lebensmittelvergiftung führte in einem Altenheim in der Bretagne zum Tod von drei Bewohnern. Einundvierzig Personen erkrankten. Bereits am Montag, dem 30. Oktober, kam es zu einer Lebensmittelvergiftung unter den Bewohnern des Altenheims Les Marais in Pleine-Fougères im Département Ille-et-Vilaine, wie die Zeitung Actu berichtet. Drei Bewohner starben. Eine Person wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Einundvierzig Personen waren krank. Bereits am Tag nach den Ereignissen wurde die örtliche Gesundheitsbehörde ARS über die Situation informiert. Es wurden Analysen durchgeführt, die die Diagnose einer „kollektiven Lebensmittelvergiftung“ (Toxi-Infection Alimentaire Collective, TIAC) ergaben. Außerdem wurden von der Direction Départementale de la Protection des Populations (DDPP) Proben aus der Küche sichergestellt. Die Ergebnisse werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. „Es gibt keine neuen Kranken und die erkrankten Bewohner befinden sichauf dem Weg der Besserung“, berichte…

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  • Franzose in Paris wegen mehrfacher Vergewaltigung und sexueller Übergriffe in Südostasien vor Gericht

    Franzose in Paris wegen mehrfacher Vergewaltigung und sexueller Übergriffe in Südostasien vor Gericht

    Ein mutmaßlicher Sexualstraftäter steht ab dem 3. November in Paris vor Gericht. Er wird verdächtigt, in mehreren Ländern Südostasiens Dutzende Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe auf Teenager begangen zu haben.

    Die Ermittlungen erstreckten sich über fast 30 Jahre und sind so umfangreich, dass der 50-Jährige zunächst nur für einen Teil der in Malaysia begangenen Taten an rund 20 Kindern und Jugendlichen vor Gericht gestellt werden soll.

    Die kriminelle Karriere des heute 55-jährigen Jean-Christophe Quénot endete vor vier Jahren in Bangkok, als thailändische Polizisten ihn mit zwei 14-jährigen Jungen in einem Hotelzimmer erwischten. Es gelingt ihm zunächst zu fliehen, doch als er nach Besançon zurückkehrt, wird er von der französischen Polizei festgenommen.

    In der Zwischenzeit hatte der 50-Jährige sich selbst ein Paket aus Südostasien mit 17 Festplatten mit den Beweisen seiner Taten geschickt: etwa 170.000 Fotos und Videos von sexuellem Missbrauch seit 1991, auf denen er zu sehen ist, aber auch schriftliche, „akribisch genaue“ Berichte über jeden Moment, den er mit den Jungen verbrachte – „für ein Taschengeld“, wie in seinen Berichten schrieb.

    Der Mann zeigt den Ermittlern zufolge „keine echten Schuldgefühle“, obwohl er sich „durchaus bewusst ist, dass er illegal handelt“. Trotz der Bilder behauptet er, dass er sich stets der Zustimmung der Kinder versichert hat, und erklärt, dass ihre Grimassen Grinsen ausdrücken, wie man es unter dem Einfluss von Lust erleben kann. Er beschreibt seine Opfer kühl als Jungen, die „gerne den Pornostar spielen“.

  • Video: Das „Taxi-Boot“ – neueste Technik von Migrantenschleusern im Ärmelkanal

    Video: Das „Taxi-Boot“ – neueste Technik von Migrantenschleusern im Ärmelkanal

    An der Polizei vorbei werden etwa fünfzig Migranten auf einem aufblasbaren Boot zusammengepfercht nach England fahren. Am Strand von Boulogne-sur-Mer beobachten Urlauber fassungslos die neue Technik der Schlepper, die diese Überfahrten organisieren: das „Taxi-Boot“.

    Boulogne-sur-Mer, Juli 2023. Am Strand, mitten im Sommer, sind etwa 50 Personen versammelt, voll bekleidet und knietief im Wasser stehend. Sie scheinen auf etwas zu warten. Es handelt sich augenscheinlich um Migranten, die die französische Polizei an den Strand zurückzubringen versucht.

    Plötzlich taucht ein Zodiac mit Männern an Bord auf, die gerade dabei sind, das Boot vollständig aufzupumpen. Der Sender France 2 ist live dabei, als die Schlepper ihre neueste Technik anwenden: das „Taxi-Boot“.

    Dass der Treffpunkt nicht wie bisher am Strand, sondern im Wasser liegt, ist darauf zurückzuführen, dass die französische Polizei angewiesen ist, dort nicht einzugreifen, um Ertrinken zu verhindern. Keiner der Migranten hat eine Schwimmweste dabei.

    „Es ist gefährlich für sie, sie können ertrinken“; „Man merkt, wie elend die Menschen sind. Man hört die Nachrichten, aber man hätte nicht gedacht, dass man das live erleben würde“; „Es ist unvorstellbar, ein Boot mit über 50 Personen! Ich bin hier geboren und habe so etwas noch nie gesehen“…. Die Urlauber trauen ihren Augen nicht und äussern ihre Gefühle auf dem Sender France 2.

    Olivier Ternisien, ein Freiwilliger der Migrantenhilfsorganisation Osmose 62, sagt mutlos: „Es gibt schwangere Frauen, dort gibt es Kinder! Warum muss es so weit kommen?“ Diese Menschen, die unter Lebensgefahr die Küste Nordfrankreichs erreicht haben, wollen nun erneut höchste Risiken auf sich nehmen, um bis nach England zu gelangen. Jeden Tag muss ein neues Drama befürchtet werden.

    Und um an Bord zu kommen, gilt das Gesetz des Stärkeren oder des Reichsten. Wenn der Platz knapp wird, werden diejenigen abgewiesen, die am wenigsten Geld für die Überfahrt gezahlt haben. Als das Boot wegfährt, bleibt ein halbes Dutzend Migranten im Wasser stehend zurück. Sie hoffen auf einen Platz im nächsten Taxi-Boot…

  • Olympiade Paris 2024: Dem mongolischen Olympia-Delegationsleiter wurden 600.000 Euro gestohlen

    Olympiade Paris 2024: Dem mongolischen Olympia-Delegationsleiter wurden 600.000 Euro gestohlen

    Drei Männer wurden vergangene Woche verhaftet, weil sie in Seine-Saint-Denis eine Tasche des Leiters der mongolischen Olympiadelegation gestohlen hatten, der am 11. Oktober zur Vorbereitung der Olympischen Spiele 2024 in Paris war. Der Wert des Diebesguts wird auf 600.000 Euro geschätzt.

    Bereits in der vergangenen Woche wurden drei Männer verhaftet, weil sie in Seine-Saint-Denis eine Tasche des Leiters der mongolischen Olympiadelegation, der sich zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2024 in Paris aufhielt, mit einem geschätzten Inhalt im Wert von 600.000 Euro gestohlen hatten. Sie wurden in Erwartung ihrer baldigen Gerichtsverhandlung in Untersuchungshaft genommen.

    Am Morgen des 11. Oktober wurden das Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees und seine Frau, die nach Frankreich gekommen waren, um an einem Sicherheitskomitee zur Vorbereitung der Olympischen Spiele teilzunehmen, mit einem Kleinbus vom Flughafen Roissy zu ihrem Hotel gefahren, als sie im Landy-Tunnel in Saint-Denis, am Fuße des Stade de France, ausgeraubt wurden, wie die Staatsanwaltschaft jetzt berichtete.

    Ein Motorroller mit zwei Personen an Bord näherte sich laut einer Polizeiquelle dem Auto. Einer der Diebe schlug eine Scheibe ein und ergriff eine Tasche mit wertvollem Schmuck, die auf der Rückbank lag.

    Der von dem mongolischen Paar angegebene Schaden beläuft sich auf 570.000 Euro. In der gestohlenen Tasche sollen sich neben anderem Schmuck zwei Ohrringe aus Gold und Diamanten mit einem Einzelwert von 165.000 Euro befunden haben, so die Staatsanwaltschaft. Laut der Website des IOC leitet das Opfer mehrere große Unternehmen in der Mongolei.

    Die mit den Ermittlungen betrauten Polizisten der Brigade de répression du banditisme (BRB) nahmen am 25. Oktober drei Männer im Alter zwischen 22 und 25 Jahren in einem Haus in Saint-Denis fest.

    „Es gibt ein Team, das wohlhabende Opfer am Flughafen Roissy ausfindig macht und die Nachricht an einen sogenannten Roller weitergibt, der dem Auto dann folgt. Der „Roller“ greift in einem günstigen Moment ein, wenn das Auto auf einer Fahrspur abgebremst wird“, erklärte die Staatsanwaltschaft von Bobigny gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Die Ermittler brachten einen Diebstahl von Schmuck und Lederwaren von zwei saudi-arabischen Reisenden nach demselben Muster am 2. Oktober mit einem geschätzten Schaden von 50.000 Euro mit demselben Team in Verbindung. Der Schmuck wurde bei den Hausdurchsuchungen nicht gefunden, aber auf den Handys der Verdächtigen wurden zahlreiche Fotos von Schmuckstücken entdeckt, so die Polizei.

    Die Angeklagten gaben lediglich zu, mit dem Weiterverkauf von Uhren 6.000 Euro verdient zu haben, schwiegen sich aber über den Verbleib des Schmucks des mongolischen Paares aus.

    Der Prozess gegen die mutmaßlichen Diebe findet bereits am 30. November im Gericht von Bobigny statt.

  • Wegen Mordes verurteilter deutscher Häftling nahe der französischen Grenze aus Haft entflohen

    Wegen Mordes verurteilter deutscher Häftling nahe der französischen Grenze aus Haft entflohen

    Aleksandr Perepelenko, der 2012 wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden war, entkam am Montag aus der Haft. Die Polizei sucht weiterhin nach dem Entflohenen.

    Aleksandr Perepelenko, ein 43-jähriger deutscher Häftling, der 2012 zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, ist bereits am Montag, dem 30. Oktober aus dem Gefängnis geflohen, berichtet die Zeitung Le Parisien unter Berufung auf eine Erklärung der örtlichen Behörden.

    Unseren Kollegen zufolge nutzte der Häftling einen Ausgang in der Nähe eines Sees, um seine beiden Wärter in einem Waldgebiet abzuschütteln. Seine elektronische Fußfessel wurde kurz nach seiner Flucht in Germersheim, einer deutschen Gemeinde etwa 30 km von der französischen Grenze entfernt, gefunden.

    Aleksandr Perepelenko ist 1,85 Meter groß, hat eine Glatze und ist von „athletischer Statur“, wie die Zeitung Dernières Nouvelles d’Alsace berichtet. Als er das letzte Mal gesehen wurde, trug er ein schwarzes T-Shirt, eine blaue Jeans und grau-rote Turnschuhe.

    „Wir werden alles tun, um seiner wieder habhaft zu werden“, versicherte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Pforzheim gegenüber dem Sender SWR, der von Le Parisien zitiert wurde.

    Wer über Informationen verfügt oder den Flüchtigen gesehen haben sollte, sollte sich an die Telefonnummer 110 oder an den Kriminaldauerdienst in Pforzheim unter + 49 7231 186-4444 wenden. Auf keinen Fall sollte man selbst versuchen, den gefährlichen Verbrecher zu stellen.

  • Justiz: Französischer Serientäter Nordahl Lelandais erneut vor Gericht

    Justiz: Französischer Serientäter Nordahl Lelandais erneut vor Gericht

    Nordahl Lelandais wird am 27. November in Charleville-Mézières wegen des sexuellen Missbrauchs seiner damals minderjährigen Großcousine erneut vor Gericht stehen.

    Nordahl Lelandais steht bald zum dritten Mal vor Gericht. Der 40-jährige Mann wird sich am 27. November vor dem Strafgericht von Charleville-Mézières (Ardennen) verantworten müssen. Ihm werden sexuelle Belästigung und Todesdrohungen gegen eine seiner Cousinen vorgeworfen. Die Taten sollen sich im Jahr 2017 ereignet haben. Das damals 14-jährige Opfer nahm an der Beerdigung seines Vaters teil, als sich im Nordahl Lelandais näherte. „Er hat mich in seine Arme genommen. Seine Hände wanderten meinen Rücken hinunter und dann auf mein Gesäß. Er berührte meine Brust. Ich habe ihn weggestoßen. Dann hat er mich gewarnt: ‚Wenn du etwas sagst, bringe ich dich um’“, sagte das Opfer 2019 aus.

    Der Ex-Militär wurde bereits wegen sexueller Übergriffe auf zwei kleine Cousinen verurteilt, ein Fall, der bei den Familien der Opfer großes Entsetzen ausgelöst hatte. „So etwas tut man einem Kind nicht an“, sagte damals die Mutter eines der Opfer. Der Fall wurde zusammen mit der Entführung, Freiheitsberaubung und Ermordung der kleinen Maëlys verhandelt, wofür Nordahl Lelandais zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde.

  • Tennisspieler Alexander Zverev wegen häuslicher Gewalt zu einer Geldstrafe von 450.000 Euro verurteilt

    Tennisspieler Alexander Zverev wegen häuslicher Gewalt zu einer Geldstrafe von 450.000 Euro verurteilt

    Im Januar hatte die ATP eine weitere Untersuchung wegen angeblicher häuslicher Gewalt eingestellt, nachdem seine Ex-Freundin Olga Sharypova Anschuldigungen gegen Zverev, der derzeit in Paris spielt, erhoben hatte.

    Das Amtsgericht Berlin verhängte Anfang Oktober 2023 gegen den Tennisspieler Alexander Zverev wegen häuslicher Gewalt eine Geldstrafe von 450.000 Euro. „Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im Mai 2020 in Berlin eine Frau im Rahmen eines Streits körperlich misshandelt und ihre Gesundheit geschädigt zu haben“, hieß es in einer Erklärung. Das Gericht nannte zunächst nicht den Namen der Klägerin. In einer separaten Erklärung reagierten die Verteidiger des Tennisspielers jedoch auf des Urteil des Gerichts und nannten den Namen von Brenda Patea, seiner ehemaligen Lebensgefährtin, als Klägerin.

    Alexander Zverev „bestreitet die Anklage und hat gegen den Beschluss des Gerichts Einspruch eingelegt“, erklärte das Gericht, was den Weg für einen Prozess mit persönlichem Erscheinen der Parteien vor Gericht ebnet. „Die zuständige Abteilung des Amtsgerichts Tiergarten wird zunächst die Parteien erneut anhören (…) und dann aller Voraussicht nach einen Termin für die Verhandlung ansetzen“, erklärte das Gericht. Die Anwaltskanzlei Schertz Bergmann, die den Spieler vertritt, behauptete in einem Statement auf X (ehemals Twitter), dass die Fakten, wie sie von seiner ehemaligen Lebensgefährtin beschrieben wurden, „und die allein dem Beschluss zugrunde liegen, bereits durch ein ärztliches Gutachten widerlegt wurden“.

    Im Januar hatte die ATP, der Verband, der die internationale Tennistour der Herren verwaltet, eine Untersuchung wegen angeblicher häuslicher Gewalt gegen Alexender Zverev eingestellt, die damals von eine Tennisspielerin ausgelöst worden war, da keine ausreichenden Beweise vorlagen. Die Untersuchung war eingeleitet worden, nachdem Olga Sharypova, ebenfalls eine ehemalige Lebensgefährtin Zverevs, Ende 2020 Gewaltvorwürfe gegen ihn erhoben hatte.

  • Eine Frau und ihr ehemaliger Lebensgefährte wurden in Paris tot aufgefunden

    Eine Frau und ihr ehemaliger Lebensgefährte wurden in Paris tot aufgefunden

    Bereits am vergangenen Sonntagnachmittag wurden in einer Wohnung in der Rue de Torcy im 18. Arrondissement von Paris zwei leblose Körper entdeckt. Es handelte sich um einen 52-jährigen Mann und eine 37-jährige Frau, die sich gerade in Trennung befanden.

    Am vergangenen Sonntag wurden in einer Wohnung in Paris die leblosen Körper einer Frau und eines Mannes entdeckt, die vermutlich durch Messerstiche getötet worden waren. Dies teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit.

    Die Tat ereignete sich in der Wohnung der Frau, die sich im 18. Arrondissement der französischen Hauptstadt befindet. Der Mann war 52 und die Frau 37 Jahre alt, so die Staatsanwaltschaft.

    Die Feuerwehr rückte am Sonntagnachmittag aus, nachdem sie von der Mutter der Frau alarmiert worden war, die seit Freitagabend nicht mehr auf ihre Anrufe reagiert hatte. Neben den beiden Leichen wurde ein blutbeflecktes Messer gefunden.

    Die Frau hatte wohl Freunden gegenüber angegeben, diese Beziehung beendet zu haben, erklärte die Staatsanwaltschaft. „Zwar war zwischen den beiden Personen kein Gerichtsverfahren anhängig, doch der Mann wurde bereits 2021 wegen häuslicher Gewalt gegen ein anderes Opfer zu einer zweimonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt“, so die Staatsanwaltschaft.

    Es wurde eine Untersuchung wegen Mordes durch den Ehepartner eingeleitet und dem 2. Bezirk der Pariser Kriminalpolizei übertragen. Die Mutter und der Bruder der Frau standen unter Schock und mußten von Rettungskräften versorgt werden.

  • Französische Gefängnisse sind mit 122,2% deutlich überbelegt – mit 74.342 Häftlingen am 1. Oktober

    Französische Gefängnisse sind mit 122,2% deutlich überbelegt – mit 74.342 Häftlingen am 1. Oktober

    Frankreich verfügt derzeit eigentlich nur über 60.850 Plätze in seinen Strafvollzugsanstalten.

    Die Zahl der Häftlinge in Frankreich ist wieder leicht angestiegen. Am 1. Oktober waren 74.342 Personen inhaftiert, gegenüber 73.693 im September, wie aus am Dienstag, dem 31. Oktober veröffentlichten Daten des Justizministeriums hervorgeht. Es ist das dritte Mal seit Jahresbeginn, dass die Zahl der Häftlinge die 74.000er-Marke überschreitet, obwohl die Zahl der Plätze in französischen Gefängnissen am 1. Oktober gerade mal bei 60.850 lag.

    Die Überbelegung der Gefängnisse lag damit bei 122,2 % gegenüber 119,2 % im Vorjahr. In den Haftanstalten, in denen Häftlinge, die auf ihr Urteil warten, also eigentlich noch als unschuldig gelten, und solche, die zu kurzen Strafen verurteilt wurden, inhaftiert sind, liegt die Belegungsrate sogar bei 146,3%. In zehn Anstalten erreicht oder übersteigt sie sogar die 200%. Von den inhaftierten Personen sind 19.909 Angeklagte, die bis zu ihrem Urteil in Haft genommen wurden. Sie machen wie im Vorjahr 26,8% der Gesamtzahl der Inhaftierten aus.

    Insgesamt sind derzeit 16.574 Inhaftierte im Vergleich zu den verfügbaren Plätzen in den französischen Gefängnissen überbelegt. Aufgrund dieser Überbelegung sind 2.480 Häftlinge gezwungen, auf einer Matratze auf dem Boden zu schlafen. Vor einem Jahr waren es 2.053.

    Insgesamt befanden sich am 1. Oktober 89.646 Personen in Haft. Davon waren 15.304 Personen nicht in einem Gefängnis sondern wurden mit einer elektronischen Fußfessel zu Hause oder außerhalb eines Gefängnisses untergebracht. Die Zahl der weiblichen Häftlinge blieb mit 3,7% der Gefängnisinsassen und der Minderjährigen mit 0,8% stabil.

    Angesichts der chronischen Überbelegung der Gefängnisse – wegen der Frankreich im Juli erneut vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt wurde – plant die Regierung bis 2027 15.000 neue Gefängnisplätze zu bauen.