Kategorie: Umwelt

  • Morgenfrost, besonders niedrige Temperaturen… Wie lange soll die Kälte in Frankreich anhalten?

    Morgenfrost, besonders niedrige Temperaturen… Wie lange soll die Kälte in Frankreich anhalten?

    Zu Beginn dieser Woche sind die Temperaturen in Frankreich besonders niedrig: Im ganzen Land liegt das Thermometer 4 bis 6°C unter den normalen Werten der Saison.

    Am Montag, dem 7. März, mussten viele Franzosen ihre Autoscheiben freikratzen: Nach einem besonders milden Winter sinken die Temperaturen in Frankreich derzeit für die Jahreszeit auf zu tiefe Werte.

    Warum sinken die Temperaturen?
    Seit dem Wochenende hat sich in Südschweden ein Hochdruckgebiet gebildet, das sich allmählich verstärkt und nach Südeuropa zieht.

    Und diese Hoch bringt besonders kalte Luft aus Russland mit sich. Das wird von den Meteorologen als „Paris-Moskau-Phänomen“ bezeichnet. Seit Sonntag, dem 6. März, liegt Frankreich unter dieser trockenen und kalten Luft.

    Welche Temperaturen sind zu erwarten?
    „Der Kontinent wird sich ab diesem Wochenende abkühlen, mit Temperaturen, die manchmal 8°C unter den Durchschnitt fallen, wie zum Beispiel in Deutschland“, meldet La Chaîne Météo.

    In Frankreich werden zu Beginn der Woche wahrscheinlich Temperaturen zwischen 4 und 6 Grad unter den für die Jahreszeit normalen Werten herrschen: „Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 6 und 10 Grad in der Nordhälfte, 10 bis 14 Grad in der Südhälfte“, fasst Météo France seine heutige Wettervorhersage zusammen. Zum Beispiel werden am Montag in Toulouse (Haute-Garonne) am Vormittag gerade mal 3 Grad Celsius gemessen.

    Wie lange wird das kalte Wetter anhalten?
    Laut den Meteorologen bleiben die Temperaturen bis zur Wochenmitte ungewöhnlich niedrig. „Die Kühle wird sich Mitte der Woche abbauen und einem milderen Wetter in einer Südwestströmung Platz machen“, erklärt der Wetterkanal.

    Ab Mittwoch könnten in Frankreich wieder Temperaturen gemessen werden, die näher an den für die Jahreszeit typischen Werten liegen.

  • Präsidentschaftswahlen: 8 von 10 Franzosen sorgen sich um die Umwelt und den Klimawandel

    Präsidentschaftswahlen: 8 von 10 Franzosen sorgen sich um die Umwelt und den Klimawandel

    Laut einer Umfrage von Ipsos-Sopra Steria für France Télévisions sind 80% der Franzosen „besorgt über den Schutz der Umwelt und den Klimawandel“. Die Umwelt- und Klimakrise beunruhigt die Franzosen. Dies zeigt eine Umfrage von Ipsos-Sopra Steria für France Télévisions, die am Donnerstag, dem 3. März veröffentlicht wurde. Auf die Frage „Würden Sie generell sagen, dass Sie über den Umweltschutz und den Klimawandel besorgt sind oder nicht?“ antworteten 80% der Befragten mit „Ja“. Von diesen gaben sogar 25% an, „sehr besorgt“ zu sein. Diese Sorge ist bei den Jüngeren am stärksten ausgeprägt (92% bei den unter 35-Jährigen). Trotz dieser Besorgnis hat die wirtschaftliche und soziale Lage häufig Vorrang vor der ökologischen Dringlichkeit. Der Umfrage zufolge unterstützen 55% der Franzosen die folgende Aussage: „Angesichts der wirtschaftlichen und sozialen Lage müssen schnelle und energische Maßnahmen ergriffen werden, auch wenn dies bedeutet, die Umweltfrage vorerst in den Hintergrund zu stel…

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  • Vercors: Bartgeierpaar gelang zum ersten Mal seit 100 Jahren wieder eine erfolgreiche Eiablage

    Vercors: Bartgeierpaar gelang zum ersten Mal seit 100 Jahren wieder eine erfolgreiche Eiablage

    Seit mehreren Jahren versucht der Naturpark Vercors die Wiederansiedlung dieser Art, indem er Vögel, die in Zoos oder Pflegezentren geboren wurden, ansiedelt, berichtet France Bleu Drôme.

    Für das Naturschutzgebiet Hauts Plateaux du Vercors ist dies ein grosses Ereignis, sagt Bruno Cuerva gegenüber France Bleu Drôme. Ein Bartgeierpaar hat ein Nest gebaut, in dem das Weibchen ein oder mehrere Eier gelegt hat.

    Es ist das erste Mal seit über einem Jahrhundert, dass diese Geierart sich in freier Natur wieder fortpflanzt.

    Spezialisten und Naturschützer beobachteten das Verhalten des Geierpaares genau. Ihrer Meinung nach besteht kein Zweifel an der erfolgreichen Eiablage. Wie France Bleu Drôme berichtet, wurde das Nest von den Geiern mit viel Geduld ausgearbeitet, und seit der Eiablage wechseln sich die beiden Bartgeier beim Ausbrüten der Eier ab.

    Laut Bruno Cuerva wird dadurch „eine Art wieder über den Vercors zurückkehren, die seit mindestens mehr als einem Jahrhundert von unserem Himmel verschwunden ist“.

  • Russisches Gas: Yannick Jadot fordert Europa auf, massiv in erneuerbare Energien zu investieren

    Russisches Gas: Yannick Jadot fordert Europa auf, massiv in erneuerbare Energien zu investieren

    Der grüne Präsidentschaftskandidat Yannick Jadot forderte einen europäischen „massiven Investitionsplan“ für Energieeinsparungen und betonte die Notwendigkeit, „aus der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen herauszukommen“. „Es werden Kosten auf unsere Wirtschaft zukommen, Kosten für die Franzosen und Französinnen“, bedauert Yannick Jadot, grüner Präsidentschaftskandidat, am Montag, 28. Februar, auf Franceinfo vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine. Seiner Meinung nach müsse man sich „darauf vorbereiten“, dass „Russland seine Gasexporte nach Europa beenden wird“. Jadot: „Wenn es einen Zeitpunkt gibt, an dem wir unser Modell überdenken müssen, dann ist es jetzt“. Yannick Jadot plädierte für die Einführung eines „Energieschecks“ in Höhe von 400 Euro für die 6 Millionen Familien in unteren Einkommensklassen und in Höhe von 100 Euro für die 15 Millionen Familien mit höheren Einkommen. Langfristig, „um wieder energiepolitisch souverän zu werden“, forderte der Kandidat der Grünen ei…

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  • IPCC-Klimabericht: „Irreversible Auswirkungen“ – alarmierende Bilanz der Wissenschaftler

    IPCC-Klimabericht: „Irreversible Auswirkungen“ – alarmierende Bilanz der Wissenschaftler

    „Die wissenschaftlichen Beweise sind eindeutig: Der Klimawandel ist eine Bedrohung für das menschliche Überleben und die Gesundheit des Planeten“, betont der neue IPCC-Bericht und unterstreicht die Notwendigkeit, sowohl zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen als auch zur Vorbereitung auf immer schlimmere Katastrophen zu handeln.

    Jede weitere Verzögerung im Kampf gegen den Klimawandel kann die kleine Chance verspielen, der Menschheit doch noch eine „lebenswerte Zukunft“ zu sichern, warnten die UN-Klimaexperten (IPCC) am Montag. Die globale Erwärmung hat bereits „großflächige negative Auswirkungen“ auf Mensch und Natur verursacht, von denen einige „irreversibel“ sind, so der neue Bericht der UN-Klimaexperten, der am Montag veröffentlicht wurde.

    „Die Zunahme von Wetter- und Klimaextremen hat zu irreversiblen Auswirkungen geführt, welche Mensch und Natur über ihre Anpassungsfähigkeit hinaus belasten können“, betont der IPCC und schätzt, dass selbst ein vorübergehendes Überschreiten der Schwelle von +1,5°C Erwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter weitere „irreversible“ Schäden an empfindlichen Ökosystemen wie den Polen, Küsten und Bergen verursachen könnte.

    UN-Generalsekretär Antonio Guterres beklagte am Montag den „kriminellen“ Führungsmangel der Weltpolitiker im Kampf gegen die Erderwärmung an und reagierte damit auf den wissenschaftlichen Bericht, der das „Leid“ der von Katastrophen heimgesuchten Menschheit beschreibt. Der am Montag veröffentlichte Bericht der UN-Klimaexperten (IPCC) „ist eine Sammlung menschlichen Leids und eine vernichtende Anklage gegen das Versagen der Staats- und Regierungschefs im Kampf gegen den Klimawandel“, sagte Guterres und beklagte einen regelrechten „kriminellen Verzicht auf Führung“.

    3,3 bis 3,6 Milliarden Menschen bereits „sehr gefährdet“ durch die Auswirkungen der globalen Erwärmung
    Zwischen 3,3 und 3,6 Milliarden Menschen, also fast die Hälfte aller Menschen auf der Erde, sind laut dem neuen Bericht bereits „sehr gefährdet“ durch die Auswirkungen der globalen Erwärmung. Und die regional und sogar innerhalb von Regionen unterschiedliche Anfälligkeit wird durch Unterschiede in der sozioökonomischen Entwicklung oder auch durch die nicht nachhaltige Nutzung von Land und Ozeanen gefördert, so der IPCC.

    Zwischen 3 und 14% der Arten an Land sind vom Aussterben bedroht
    Die durch den Klimawandel verursachten Schäden an der biologischen Vielfalt werden weiter zunehmen, zwischen 3 und 14% der Landarten werden vom Aussterben bedroht sein, selbst wenn die Erwärmung auf +1,5°C begrenzt wird, prognostizierten die UN-Klimaexperten. Unter Hinweis auf die „fundamentale“ Bedeutung von Ökosystemen, um eine „resiliente“ Entwicklung gegenüber der Erwärmung zu ermöglichen, fordert der Bericht, „etwa 30 bis 50% der Oberfläche“ des Planeten zu schützen, auf dem Land, in den Ozeanen und in Süßwassergebieten.

    1 Milliarde Menschen leben bis 2050 in bedrohten Küstengebieten
    Etwa eine Milliarde Menschen könnten bis 2050 in Küstengebieten leben, die durch steigende Meeresspiegel und Überflutung bei Stürmen bedroht sind, so der neue Bericht der UN-Klimaexperten.

    Aufgrund von Bevölkerungsbewegungen, die zu Konzentrationen an den Küsten führen, insbesondere in großen Megastädten, die knapp über dem Meeresspiegel liegen, „könnten mittelfristig und unter allen Szenarien“ der Treibhausgasemissionen „etwa eine Milliarde Menschen von küstennahen Klimagefahren bedroht sein“, stellt der IPCC fest. 2020 lebten 896 Millionen Menschen, d.h. 11% der Bevölkerung, in niedrigen Küstengebieten.

  • Klima: UN-Experten schlagen erneut Alarm

    Klima: UN-Experten schlagen erneut Alarm

    Der IPCC wird am Montag einen neuen Klimabericht vorlegen, in dem er erneut vor den verheerenden Folgen des Klimawandels warnt.

    Die UN-Klimaexperten (IPCC) werden am Montag in ihrem neuen Bericht ein wahrscheinlich kataklysmisches Bild der Auswirkungen des sich beschleunigenden Klimawandels auf die Menschheit zeichnen, trotz wiederholter Aufrufe, die Treibhausgasemissionen schnell zu reduzieren.

    Nach zwei Wochen Online-Verhandlungen und Verhandlungen hinter verschlossenen Türen, die mehr als einen Tag überzogen, enthüllt das IPCC um 11.00 Uhr GMT die „Zusammenfassung für Entscheidungsträger“, eine Art politisch brisante Zusammenfassung der Tausenden von Seiten des neuesten wissenschaftlichen Klimaberichts, der von 270 Forschern aus 67 Ländern erstellt wurde.

    „Der Einsatz war noch nie so hoch“
    Und obwohl die Veröffentlichung von der russischen Invasion in der Ukraine überschattet werden könnte, „muss der Bericht mehr leisten, als nur Schlagzeilen zu machen“, betonte Stephen Cornelius, Beobachter des WWF, gegenüber der Agentur AFP.

    „Er wird die internationale und nationale Politik für die nächsten sechs oder sieben Jahre untermauern“, bis zum nächsten IPCC-Bewertungszyklus, sagt Cornelius. „Seine Schlussfolgerungen werden für Entscheidungsträger auf der ganzen Welt von größter Bedeutung sein“, hatte bereits der IPCC-Vorsitzende Hoesung Lee Mitte Februar hinsichtlich der wichtigkeit des IPCC-Berichts betont: „Der Bedarf war noch nie größer, weil noch nie so viel auf dem Spiel stand“.

    „Die Zukunft ist jetzt“, betonte Alexandre Magnan, einer der Autoren des Berichts.

  • Krieg in der Ukraine: Wie gefährlich ist Eroberung des Kraftwerks von Tschernobyl durch die Russen?

    Krieg in der Ukraine: Wie gefährlich ist Eroberung des Kraftwerks von Tschernobyl durch die Russen?

    Russland, das am Donnerstag eine Invasion in der Ukraine begonnen hat, hat die Kontrolle über das Kraftwerk Tschernobyl, den Ort des schlimmsten Atomunfalls der Geschichte im Jahr 1986, übernommen, wie die ukrainische Präsidentschaft mitteilte.

    „Nach erbitterten Kämpfen haben wir die Kontrolle über das Gelände von Tschernobyl verloren“, sagte Michailo Podoljak, ein Berater des ukrainischen Präsidenten. Kiew hatte am Donnerstag von Zusammenstößen in der Nähe des Atommülllagers der Anlage berichtet. Die Russen übernahmen schließlich die Kontrolle über das berühmt-berüchtigte Kraftwerk, den Ort des Atomunfalls von 1986, das seitdem zu einer Touristenattraktion geworden ist.

    Nach dem Verlust der Kontrolle über das hochgradig kontaminierte Gebiet sei „der Zustand der Anlagen“ des Kraftwerks, der Kappe, die den havarierten Reaktor isoliert, und eines Lagers für Kernbrennstoffe „unbekannt“ und „es ist unmöglich zu sagen, ob das Kraftwerk sicher ist“, fügte der ukrainische Beamte hinzu.

    „Provokationen“ der Russen?
    „Dies ist eine der größten Bedrohungen für Europa“, fügte Michailo Podoljak hinzu und warnte, dass die Russen „Provokationen“ an diesem Standort organisieren könnten, und die Verantwortung dafür anschliessend auf die Ukraine abwälzen.

    Wie der Sender BFMTV berichtete, erklärte ein Berater des ukrainischen Innenministeriums, Anton Geraschtschenko, dass „wenn das Atommülllager durch Artillerieschläge des Gegners zerstört würde, der radioaktive Staub die Ukraine, Weißrussland und die EU-Länder bedecken würde„.

    Fast 350.000 Menschen mussten bei der Katastrophe im Jahr 1986 aus einem Umkreis von 30 Kilometern um das Kraftwerk evakuiert werden. Die Zahl der Opfer ist nach wie vor umstritten.

  • Klima: Warum werden französische Milliardäre von Greenpeace und Oxfam besonders kritisiert?

    Klima: Warum werden französische Milliardäre von Greenpeace und Oxfam besonders kritisiert?

    63 französische Milliardäre stoßen genauso viele Treibhausgase aus wie 50% der französischen Bevölkerung, so eine Berechnung der beiden NGOs Greenpeace und Oxfam. Die NGOs fordern von den Präsidentschaftskandidaten Instrumente und Massnahmen, um dieser Problematik zu begegnen.

    Der am Mittwoch, dem 23. Februar, veröffentlichte Bericht der Nichtregierungsorganisationen Oxfam und Greenpeace prangert die hohen Treibhausgasemissionen an, die durch das Finanzvermögen der reichsten Franzosen verursacht werden. „Das Finanzvermögen von 63 französischen Milliardären emittiert genauso viele Treibhausgase wie etwa 50% der französischen Haushalte, (…) d.h. mindestens 152 Millionen Tonnen CO2 Emissionen in einem Jahr,“, kritisiert der 33-seitige Bericht. „Die vier umweltschädlichsten Unternehmen des französischen Börsenindex CAC 40 haben jeweils einen Fußabdruck, der größer ist als das gesamte französische Staatsgebiet“.

    In diesem Bericht haben Oxfam und Greenpeace die Investitionen dieser Milliardäre untersucht. Die NGOs weisen auf „ihr Finanzvermögen und ihre Beteiligung an umweltschädlichen Unternehmen hin, was den größten Posten in ihrem gesamten CO2-Fußabdruck darstellt“. Drei Milliardäre werden in dem Bericht besonders erwähnt: Gérard Mulliez, Gründer und CEO von Auchan, Rodolphe Saadé, Geschäftsführer des Schifffahrtsunternehmens CMA-CGM, und Emmanuel Besnier, Eigentümer des Lebensmittelkonzerns Lactalis. allein diese drei – und bei den ersten beiden mit ihrer Familie – stoßen sie so viel CO2 aus wie das Finanzvermögen von 23,4 % der französischen Haushalte.

    „Je mehr Vermögenswerte ein Milliardär in umweltschädlichen Unternehmen besitzt, desto höher sind die ihm zugeschriebenen Emissionen. An der Spitze der Rangliste stehen daher Milliardäre, die Unternehmen in diesem Sektor besitzen, etwa im Einzelhandel, in der Lebensmittelindustrie oder in der Schifffahrt.“

    Oxfam und Greenpeace wünschen sich radikale Maßnahmen, um diese Situation zu bekämpfen. Sie schlagen daher, wie die Präsidentschaftskandidaten Yannick Jadot, Jean-Luc Mélenchon und Anne Hidalgo, eine Klima-IFR (Prudential supervision of investment firms (IFR)) vor, bei der die Größe des Vermögens und dessen Auswirkungen auf das Klima berücksichtigt werden.

  • A380 mit Wasserstoffantrieb: Airbus enthüllt Pläne für einen emissionsfreien Luftverkehr

    A380 mit Wasserstoffantrieb: Airbus enthüllt Pläne für einen emissionsfreien Luftverkehr

    Der Flugzeughersteller Airbus und der französisch-amerikanische Triebwerkshersteller CFM International haben sich zusammengeschlossen, um ein Wasserstoffantriebssystem in einem A380 zu testen. Ziel: ein umweltfreundlicherer Luftverkehr für die Zukunft.

    Ein Flugzeug mit Wasserstoffantrieb: Das ist die große Aufgabe auf dem Weg zu einer emissionsfreien Luftfahrt. Ein solches Antriebssystem gehört zu den großen Projekten für das kommende Jahrzehnt. Am 22. Februar 2022 enthüllte Airbus seine Pläne für die Zukunft und einen Zeitplan für die geplanten Tests am A380.

    Der Flugzeughersteller hat eine Partnerschaft mit CFM International (einem 50/50-Gemeinschaftsunternehmen von Safran Aircraft Engines und GE) geschlossen, um ein flugtaugliches Wasserstoffantriebssystem zu entwickeln.

    Die Demonstration wird an einem A380-Testflugzeug durchgeführt, das mit Flüssigwasserstofftanks ausgestattet ist, die von den Airbus-Standorten in Frankreich und Deutschland vorbereitet wurden.

    Airbus beaufsichtigt die Tests, CFM kümmert sich um das Triebwerk.
    Bei diesem Projekt wird Airbus folgende Aufgaben haben: „Festlegung der Spezifikationen des Wasserstoffantriebssystems, Überwachung der Flugtests und Bereitstellung des A380-Teststandes, auf dem das Wasserstofftriebwerk in der Reiseflugphase getestet werden kann. CFM International wird sich auf die Modifizierung der Brennkammer, des Treibstoffsystems und des Steuersystems eines GE Passport-Triebwerks konzentrieren, damit es mit Wasserstoff betrieben werden kann“, so Airbus in einer Pressemitteilung.

    Im Jahr 2020 hatte Airbus angekündigt, sich für die Dekarbonisierung der Luftfahrt einzusetzen. Der Konzern sieht in den jetzt vorgestellten Plänen die Konkretisierung seiner Ankündigungen.

    Ein emissionsfreies Flugzeug bis 2035.
    Die ersten Bodentests sollen 2023 und die ersten Flugtests 2026 beginnen. Ziel ist, dass bis 2035 ein emissionsfreies Flugzeug in Betrieb genommen werden kann. Dessen Serienfertigung steht jedoch noch nicht fest. „Dieses Projekt ist eine Demonstration. Wir werden zunächst zeigen, dass ein Flugzeug, das mit Wasserstoff fliegt, möglich ist, und dann entscheiden, ob wir das Flugzeug in Zukunft einsetzen werden“, erklärt die Kommunikationsabteilung von Airbus.

    CFM und Airbus wollen der Verpflichtung nachkommen, die beide Unternehmen bei der Unterzeichnung der Ziele der Air Transport Action Group im Oktober 2021 eingegangen sind. Nämlich bis 2050 eine CO2-neutrale Luftfahrt zu ermöglichen, indem sie neue Technologien entwickeln und testen, die für emissionsfreie Flugzeuge erforderlich sind.

    Laut einer im Januar 2022 veröffentlichten Studie der NGO International Council on Clean Transportation würde die Einführung von wasserstoffbetriebenen Flugzeugen ab 2035 zwar die CO2-Emissionen begrenzen, aber allein nicht ausreichen, den CO2-Fußabdruck der Luftfahrtindustrie ausreichend zu verringern. Der Wasserstoffantrieb stößt weder Schadstoffe noch Treibhausgase aus, er erzeugt nur Wasserdampf. CO2-Neutralität setzt jedoch voraus, dass der Wasserstoff selbst „sauber“ ist, d. h. unter Verwendung von Strom aus erneuerbaren Quellen hergestellt wird.

  • Auch die Preise für Kleidung werden in diesem Jahr steigen

    Auch die Preise für Kleidung werden in diesem Jahr steigen

    Wie viele andere Produkte könnte auch Kleidung in den kommenden Wochen und Monaten spürbar teurer werden. Die Baumwollpreise sind nämlich um 45% gestiegen und erreichten im Februar sogar eine Höhe, die man seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hat.

    Zuletzt war es der exponentielle Anstieg der Benzin- und Dieselpreise, der sich in den Köpfen der Menschen festgesetzt hat. Zuvor, im Laufe des Jahres 2021, stiegen aufgrund der weltweiten Pandemie auch die Kosten für Baurohstoffe sowie für bestimmte Lebensmittel.

    Laut einer im Dezember 2021 veröffentlichten Studie des französischen Statistikamts Insee stieg der Verbraucherpreisindex innerhalb eines Jahres um 2,8%. Der spektakulärste Anstieg, den viele Franzosen an ihren Energierechnungen bemerkten, betraf die Energie mit +18,5% im Jahr 2021. Das Insee stellt auch einen Preisanstieg bei den Sachgütern fest (3,3%).

    Nach Energie, Lebensmitteln und Baurohstoffen könnten nun auch andere Güter teurer werden: Kleidung. Das Insee hatte bereits einen Anstieg der Verbraucherpreise für Bekleidung und Schuhe um 3% für das Jahr 2021 festgestellt. Und es sieht nicht so aus, als würde sich dieser Trend bald umkehren.

    Ähnlich wie die Rohstoffe im Baugewerbe sind auch die Rohstoffe für die Herstellung von Kleidung in letzter Zeit stark angestiegen. Viele Kleidungsstücke werden aus Stoffen wie Polyester und Nylon hergestellt, bei denen es sich um Erdölderivate handelt, deren Preis in letzter Zeit stark gestiegen ist.

    Aber auch bei einem anderen wichtigen Textilrohstoff sind die Kosten in die Höhe geschnellt: Die Preise für Baumwolle sind 2021 um 45% gestiegen und erreichten im Februar mit 1,29 USD pro Pfund einen Preis, den es seit zehn Jahren nicht mehr gegeben hat. Und auch die Bio-Baumwollbranche bleibt von diesem Anstieg nicht verschont. In Indien, das neben China einer der größten Produzenten von Bio-Baumwolle ist, sind die Preise laut Branchendaten innerhalb eines Jahres um 90% gestiegen.

    Nun legen die Bekleidungshersteller angesichts dieser seit mehreren Monaten anhaltenden Preissteigerungen Vorräte an, um nicht den vollen Preis zahlen zu müssen. Doch diese höhere Nachfrage führt wiederum zu höheren Preisen. Ein Teufelskreis, aus dem es schwer sein wird, auszubrechen, zumal die Preisspitzen zu einem Zeitpunkt auftreten, an dem die Produktions- und Transportkosten ebenfalls Rekordhöhen erreicht haben, was wiederum auf die Energiekosten zurückzuführen ist, da die Textilindustrie einen hohen Verbrauch von Gas und Strom für die Herstellung von Kleidung sowie von Öl und anderen Energieträgern für den Transport hat.

    Es bleibt jetzt abzuwarten, wie die Bekleidungsunternehmen mit dieser Situation umgehen werden und wie sie sich auf die Verkaufspreise auswirken könnte. Denn je nach Marge werden einige Unternehmen wahrscheinlich ihre Preise erhöhen müssen. Umgekehrt versichern einige große Konzerne wie das schwedische Unternehmen H&M, dass sich die höheren Rohstoff- und Produktionskosten nicht auf die Preise ihrer Kleidung auswirken werden.

    Wie dem auch sei, all das könnte dem Second-Hand-Verkauf, der in letzter Zeit immer mehr Anhänger findet, einen weiteren Schub verleihen. Viele Verbraucher kaufen gebrauchte Kleidung und Schuhe, sei es aus Kostengründen oder aus Umweltbewusstsein. Schliesslich ist die Bekleidungsindustrie eine der umweltschädlichsten Industrien überhaupt.