Kategorie: Umwelt

  • Wetter: Eine Hitzekuppel wird sich nächste Woche über Frankreich legen

    Wetter: Eine Hitzekuppel wird sich nächste Woche über Frankreich legen

    In der kommenden Woche wird das Thermometer in Frankreich wahrscheinlich hoch steigen, mit Temperaturen von bis zu 32 °C in Toulouse. Grund dafür ist eine sogenannte Hitzekuppel, die sich im Südwesten besonders stark auswirkt.

    In Indien und Pakistan herrschten auch am Freitag, dem 13. Mai, ungewöhnlich hohe Temperaturen, die in einigen Teilen Pakistans die 50°C-Marke erreicht haben. In den kommenden Tagen droht nun auch in Frankreich eine Hitzewelle.

    Ab Sonntag, dem 15. Mai, baut sich eine Hitzekuppel über ganz Frankreich und insbesondere über dem Südwesten des Landes auf.

    Am Dienstag, dem 17. Mai, werden in der Haute-Garonne auf bis zu 32 Grad erwartet. Damit werden die monatlichen Hitzerekorde zur des Monats Mai gebrochen. Die Temperaturen sollen 8 bis 10° C über dem saisonalen Durchschnitt liegen, sagt Météo France voraus. Außerdem könnte die erwartete hohe Luftfeuchtigkeit die gefühlte Temperatur auf bis zu 40 °C ansteigen lassen.

    Vorhersage von Météo France für die Woche ab dem 15. Mai.

    Bis zu 35° C im Südwesten
    Und es geht noch weiter: Diese Hitze könnte sich Mitte der Woche noch verstärken und in fast ganz Frankreich könnte die 30° C-Marke überschritten werden. Im Südwesten werden Werte erwartet, die örtlich sogar bis zu 35 °C betragen können.

    In den Nächten könnten die Temperaturen in den Großstädten bei 19 °C liegen. Für eine Abkühlung muss man bis Freitag, den 20. Mai warten. Frühestens ab dann könnten die Temperaturen wieder sinken.

  • Tigermücke: Wegen der großen Hitze herrscht in 67 Departements Alarmstufe Rot

    Tigermücke: Wegen der großen Hitze herrscht in 67 Departements Alarmstufe Rot

    In 67 Departements herrscht höchste Alarmstufe wegen der Tigermücke. Mit der großen Hitze kehrt die Tigermücke zurück und „es sind nun 67% des Landes“, in dem die Art als „offiziell etabliert und aktiv“ erklärt wird, wie die Website Vigilance Moustiques meldet. In 67 Departements herrscht also Alarmstufe Rot, was bedeutet, dass die Tigermücke in diesen Gebieten „etabliert und aktiv“ ist. Und in weiteren sechs Departements herrscht Alarmstufe Orange, d. h. die Tigermücke wurde dort „in den letzten fünf Jahren punktuell nachgewiesen“, stellt Vigilance Moustiques fest. Es handelt sich um die Departements Allier, Loir et Cher, Haute Loire, Oise, Yonne und Val d’Oise. Insgesamt gelten 70 Departements als besiedelt oder stehen kurz davor, das sind fast 67% des Territoriums Frankreichs. Vigilance Moustiques weist darauf hin, dass „die Departements, die sich in der Alarmstufe Orange befinden, früher oder später in die Alarmstufe Rot übergehen“ werden. Zur Erinnerung: Der Stich der Aèdes albopi…

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  • Dürre: Feuerwehrleute im Departement Côte-d’Or befürchten große Waldbrände

    Dürre: Feuerwehrleute im Departement Côte-d’Or befürchten große Waldbrände

    Aufgrund der Trockenheit holen die Feuerwehren der Côte-d’Or bereits jetzt ihre Ausrüstung heraus, um sich auf Waldbrände vorzubereiten. Sie befürchten, dass es zu außergewöhnlichen Bränden kommen wird.

    Die Feuerwehr des Departements hat seit einem Jahr zwei Löschfahrzeuge CCF 13.000, die jeweils 13.000 Liter Wasser transportieren. „Noch vor fünf oder gar zehn Jahren hätten wir nie daran gedacht, ein solches Fahrzeug in der Côte-d’Or anzuschaffen“, sagt Régis Deza, Leiter des Rettungszentrums von Dijon gegenüber Franceinfo.

    Derzeit sind 14 französische Departements von Wasserknappheit betroffen und natürlich auch von den sehr hohen Temperaturen dieser Woche. Die Dürre ist weit verbreitet und dadurch das Brandrisiko hoch und im Departement Côte-d’Or befinden sich die Feuerwehrleute wegen der schweren Brandgefahr, die durch den Klimawandel noch verstärkt wird, in dauerhafter Alambereitschaft. Sie bereiten sich auf außergewöhnliche Waldbrände vor.

    Im Departement wurden die ersten Anzeichen des Klimawandels durch die Brände im Jahr 2015 deutlich. „Wir hatten es mit einem Waldbrand zu tun, der extrem groß war, etwa 100 Hektar, vor den Toren von Dijon“, erinnert sich der Oberstleutnant. Damals war die Feuerwehr gezwungen, Strategien der Brandbekämpfung zu befolgen, die man vorher nur bei großen Bränden in Südfrankreich anwenden musste.

    In Dijon bereiten sich die Feuerwehrleute jetzt darauf vor, zu erleben, was ihre Kollegen bisher nur im Süden erlebten. „Die heiße Zone und damit das Waldbrandgebiet wandern immer weiter nach Norden“, hat Régis Deza beobachtet.

    „Es wird geschätzt, dass wir in 10, 15 oder 20 Jahren ein Klima haben werden, das dem der Region Ardèche entspricht.“

    Zusätzlich zu den neuen Löschwagen hat die Feuerwehr der Côte-d’Or drei Drohnen mit Wärmebildkameras angeschafft. Damit sollen kleine Brände und Hotspots schneller ausfindig gemacht und die Fuerwehr schneller vor Ort gebracht werden. Der Kampf gegen diese neue Feuergefahr erfordert aber auch die Sensibilisierung der Landwirte, die manchmal für den Ausbruch von Bränden verantwortlich sind, und der Waldbesitzer, die die neue Gefahr bei der Pflege ihrer Wälder nicht ausreichend berücksichtigen.

    Bei Risikobetrachtungen für die Zukunft muss die globale Erwärmung berücksichtigt und eine Analyse des Waldes unter Berücksichtigung der Wasserressourcen sowie der verschiedenen Baumarten, die anfälliger für Brände sind, durchgeführt werden. Waldspezialisten wurden aufgefordert, eine Analyse der Waldgebiete zu erstellen, die am gefährdetsten sind.

    Das Departement Côte-d’Or besteht zu einem Drittel aus Wald. Die Brandperiode reicht inzwischen von April bis Oktober, früher konzentrierte sie sich traditionell auf die Sommermonate Juli und August.

  • Hitze: Französische Atomkraftwerke bekommen Probleme

    Hitze: Französische Atomkraftwerke bekommen Probleme

    Aufgrund der Hitze und des Wassermangels musste die EDF die Stromproduktion drosseln, da die Atomkraftwerke Wasser aus Flüssen zur Kühlung verwenden. Bei Temperaturen über 30 °C funktioniert diese Kühlung nicht mehr.

    Wird die globale Erwärmung die Arbeit der Atomkraftwerke beeinflussen? Aufgrund der steigenden Temperaturen musste ein französischer Atomreaktor am Montag, 9. Mai, heruntergefahren werden. Es handelte sich dabei um das Kraftwerk Blayais, das an der Mündung der Gironde liegt. Diese Entscheidung der EDF war prophylaktisch. Um seine Produktionseinheiten zu kühlen, pumpt das Kraftwerk Wasser aus dem Fluss Garonne und leitet es wieder ab. In den letzten Tagen war die Temperatur des Flusses jedoch gestiegen. Da die EDF kein Wasser mit einer Temperatur von über 30 °C einleiten kann, musste einer der Reaktoren heruntergefahren werden.

    Auswirkungen auf die biologische Vielfalt
    Solche Entscheidungen kennt amn aus dem Sommer, aber bisher musste niemals mitten im Mai ein Reaktor abgeschaltet werden. „Das hat Auswirkungen auf die Biodiversität. Sowohl natürlich auf die Fische, die in der Mündung leben, als auch auf das Algenwachstum“, meint Patrick Mautin von der Umweltorganisation Sepanso gegenüber France 2. Aufgrund der fortschreitenden globalen Erwärmung könnten bald etwa zehn französische Reaktoren von solchen Abschaltungen betroffen sein.

  • Hitze: 30.8°C im Südwesten am Mittwochnachmittag

    Hitze: 30.8°C im Südwesten am Mittwochnachmittag

    Die Höchsttemperaturen stiegen am Mittwochnachmittag zum ersten Mal im Jahr 2022 in Okzitanien über 30°C.

    Sommerwetter schon zwei Monate vor den großen Ferien. Wie von Météo France vorhergesagt, stiegen die Höchsttemperaturen in Okzitanien am Mittwochnachmittag zum ersten Mal im Jahr 2022 auf über 30°C.

    In Auch wurden 31,7°C, in Albi 30,2°C und in Montauban 30°C gemessen. In Agen – in der benachbarten Region Nouvelle-Aquitaine – wurde es laut den Aufzeichnungen von MétéoCiel sogar bis zu 32,4°C heiß. Anderswo in Okzitanien waren es 30,1°C in Gourdon, 30°C in Tarbes, 29,3°C in Luchon, 29,3°C in Saint-Girons oder 29°C in Toulouse-Blagnac mit einem warmen Autan-Wind. Etwas erträglicher war die Hitze in Carcassonne mit 26,2°C, Rodez mit 26°C und Millau mit 24°C. In Montpellier waren es zur gleichen Zeit nur 20,6°C.

    Auch am Wochenende bleibt es heiß
    Der Mittwoch war der heißeste Tag der Woche. Am Donnerstag wird die Sonne weiterhin scheinen, aber der Himmel wird einen Teil des Tages verschleiert sein und die Temperaturen werden sinken. Es werden zwischen 24°C in Rodez und Foix und 27°C in Albi erwartet. Am Freitag wird das Wetter im Wesentlichen gleich bleiben.

    Am Wochenende steigen die Temperaturen wieder an und können in Südwestfrankreich erneut mehr als 30°C erreichen.

  • Australien: 91% des Great Barrier Reefs bleichen aus

    Australien: 91% des Great Barrier Reefs bleichen aus

    Ein in Australien veröffentlichter Regierungsbericht besagt, dass 91% des Great Barrier Reefs aufgrund der Hitzewelle, die das Land im Sommer erlebte, „eine Bleiche“ erlitten haben. Dies sei eine der Folgen des Klimawandels.

    Etwa 91% des Great Barrier Reef in Australien haben aufgrund einer lang anhaltenden Hitzewelle im Sommer eine „Bleiche“ erlitten, wie aus einem neuen Regierungsbericht hervorgeht, der am Dienstagabend veröffentlicht wurde. Von den 719 untersuchten Riffen wiesen 654, also 91%, ein beunruhigendes Maß an Korallenbleiche auf. Es ist das erste Mal, dass das größte Korallenriff der Welt während des Klimaphänomens La Niña, das normalerweise durch ungewöhnlich niedrige Wassertemperaturen gekennzeichnet ist, von einer solchen Bleiche betroffen ist.

    „Der Klimawandel nimmt zu und das Riff leidet bereits unter den Folgen“, warnt der Überwachungsbericht und weist darauf hin, dass es sich bereits um die vierte Welle von Korallenbleiche handelt, die das Riff seit 2016 trifft. Zwischen September 2021 und März 2022 führte die Meeresbehörde für das Great Barrier Reef, die die Studie veröffentlichte, umfassende Messungen an dem Riff durch, das zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Sie stellte fest, dass sich das Wasser Ende Dezember zu erwärmen begann und dass die drei Hauptgebiete, in denen sich das Riff befindet, von dieser erwärmung betroffen waren, was sich in einer Verfärbung zeigt, weil die Algen, die den Korallen ihre leuchtende Farbe verleihen, sterben.

    Gebleichte Korallen bleiben am Leben und können sich erholen, wenn sich die Bedingungen verbessern, aber „stark gebleichte Korallen weisen höhere Sterblichkeitsraten auf“, heißt es in dem Bericht, dessen erste Version im März veröffentlicht wurde.

    Der Bericht wurde zehn Tage vor den australischen Bundeswahlen am 21. Mai veröffentlicht, bei denen die Regierungspolitik in Bezug auf den Klimawandel im Mittelpunkt stehen wird. Premierminister Scott Morrison hält trotz der immer lauteren Forderungen nach mehr Klima-Ehrgeiz an seinem Ziel fest, erst bis 2030 CO2-neutral zu werden, und hat sich ausserdem dafür ausgesprochen, Kohle zu exportieren, solange Nachfrage dafür besteht. Allerdings spricht auch die oppositionelle Labour Party nicht von einem sofortigen Ausstieg aus der Kohle.

    „Auch wenn die Bleiche immer häufiger auftritt, ist sie nicht normal und wir dürfen sie nicht als gegeben hinnehmen“, warnt Lissa Schindler, Aktivistin bei der Australian Marine Conservation Society. „Die beiden großen Parteien müssen sich darüber im Klaren sein, dass ihre Klimaziele für das Riff nicht ausreichend sind“.

    Die von dem Philanthropen Simon Holmes finanzierte Bewegung Climate 200, die sich für eine aktivere Klimapolitik einsetzt, hat rund 20 Kandidaten für die Wahlen aufgestellt. Einige von ihnen könnten die Wiederwahl amtierender konservativer Abgeordneter, wie den Finanzminister Josh Frydenberg, durchaus gefährden.

    Im Juni wird die UNESCO über eine mögliche Aufnahme des Great Barrier Reef in die Liste der „gefährdeten“ Stätten entscheiden. Australien hat den milliardenschweren Schutzplan „Reef 2050“ ins Leben gerufen, nachdem die Vereinten Nationen 2015 mit einer Herabstufung des Gebietes gedroht hatten.

  • Trockenheit: Frankreich befindet sich in einer „kritischen Phase“ der Klimakrise

    Trockenheit: Frankreich befindet sich in einer „kritischen Phase“ der Klimakrise

    In Frankreich droht eine grosse Dürre. Bereits vor Beginn des Sommers gelten in fünfzehn Departements Wasserbeschränkungen. Die Landwirte sind sich bereits jetzt sicher, dass sich die aktuelle Trockenheits-Periode auf ihre Ernten auswirken wird.

    Derzeit will noch niemand von einer Katastrophe sprechen. Aber alle Anzeichen für eine Rekordtrockenheit sind vorhanden. Die FNSEA, die größte landwirtschaftliche Gewerkschaft, veröffentlichte am Dienstag, dem 10. Mai, eine alarmierende warnung: „Keine Region ist verschont geblieben. Mit jedem Tag, der vergeht, sehen wir, dass die Böden Risse bekommen. Gestern war ich bei einem Landwirt im Departement Puy-de-Dôme, der seinen Weizen bewässern muss. Wenn es so weitergeht, werden diejenigen, die die Möglichkeit haben zu bewässern, davonkommen, die anderen werden dramatische Ertragseinbußen haben“, warnte Christiane Lambert, FNSEA-Präsidentin, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. „Seit Oktober/November gibt es enorme Dürren in Portugal und Spanien, die sich über Okzitanien und die Provence entlang des Rhonetals fortsetzen. Ungewöhnlich für diese Jahreszeit ist, dass die Trockenheit auch Regionen nördlich der Loire betrifft“, fuhr sie fort.

    Lesen Sie auch: Wetter: Frühe Dürre beunruhigt in grossen Gebieten Frankreichs

    Die gleiche Notlage stellt auch das Landwirtschaftsministerium fest. „Bei Kulturen wie Weizen oder Gerste, die sich heute in der Entwicklungsphase befinden, treten allmählich Situationen auf, die die Erträge beeinträchtigen werden“, heißt es aus dem Ministerium. Das trockene und warme Wetter Ende April und Anfang Mai könnte, wenn es anhält, auch Frühjahrskulturen wie Sonnenblumen, Rüben und Mais und damit für die Ernährung von Nutztieren unerlässlichen Futtermittel beeinträchtigen.

    Die Risiken gehen aber weit über Verluste in der Landwirtschaft hinaus. „Neben der Landwirtschaft hat die Dürre auch erhebliche Auswirkungen auf viele andere Bereiche, z. B. auf Gebäude“, erklärt die Hydrologin Emma Haziza. Immer mehr Häuser werden durch ausgetrocknete Böden, die sich unkontrolliert verändern, beschädigt und sind vom Einsturz bedroht. Das ist ein neues Phänomen in Frankreich und diese art von Schäden können auf Dauer viel teurer als Überschwemmungen sein und langfristig erhebliche wirtschaftliche Folgen haben. Darüber hinaus hat die Dürre auch gefährliche Auswirkungen auf die Energieproduktion: Kernkraftwerke benötigen durchgehend große Mengen an Wasser, um die Reaktoren zu kühlen.

    Dürre ist die erste sichtbare Folge des Klimawandels
    Schuld an den oben beschriebenen Problemen sind die höheren Temperaturen, die im Frühjahr gemessen wurden, und ein April mit einem Niederschlagsdefizit von 25%. Für Météo-France ist diese „Hitzeepisode“ „bemerkenswert aufgrund ihrer Frühzeitigkeit, ihrer Dauer und ihrer geografischen Ausdehnung. Die Trockenheit lässt sich jedoch vor allem durch die sehr geringen Niederschläge im vergangenen Winter erklären. An sich ist eine solche Trockenheitsepisode zwar außergewöhnlich, aber nicht wirklich neu. Neu ist jedoch, dass es in allen vier Wintermonaten zu wenig geregnet hat. In Kombination mit den für die Jahreszeit hohen Temperaturen konnten sich die Grundwasserspeicher nicht füllen. Dies führt sehr schnell zu einer kritischen Phase, wenn man bedenkt, dass der Sommer noch vor uns liegt.

    Hydrologen sind sich einig: Der Regenmangel steht in direktem Zusammenhang mit dem Klimawandel, daran gibt es keinen Zweifel mehr. Die Dürre ist eine der ersten sichtbaren Folgen. Man stellt heute fest, dass die Folgen der Klimakrise immer schneller kommen und jedes Jahr größere Ausmaße annehmen. 2022 ist das erste Jahr, in dem Frankreich mit einer „Blitzdürre“ konfrontiert ist, einem Phänomen, das bisher nur in traditionell warmen Ländern beobachtet wurde und das den Boden und die Ernten in nur fünf Tagen austrocknet.

    Nicht alle Regionen jedoch sind diesem Phänomen gleichermaßen ausgesetzt. Die Grundwasserspeicher sind in einigen Gebieten reaktiver und schaffen es leichter, sich zu füllen, während sie sich in anderen gebieten nicht füllen. So sind etwa die Regionen Provence-Alpes-Côte d’Azur, der Mittelmeerraum, der Grand-Est sowie die gesamte Region Poitou-Charentes besonders stark vom Wassermangel betroffen. Aber Wissenschaftler warnen davor, dass selbst Regionen, wie Nordfrankreich, Belgien oder Nordeuropa, die sich von der Dürre verschont glaubten, beginnen, die Auswirkungen der Erwärmung und der Trockenheit zu spüren.

    Um dem Notstand entgegen zu wirken, wurden in 15 Departements bereits spezielle Regeln von den Präfekturen erlassen. Diese reichen von der Aufforderung zum Wassersparen (Wachsamkeitsstufe) über ein Verbot der Bewässerung von Gärten oder Feldern zu bestimmten Zeiten (Alarmstufe), bis zur Reduzierung der Wasserentnahme für landwirtschaftliche Zwecke um 50% oder zum vollständigen Verbot der Wasserentnahme für die Autowäsche oder die Bewässerung von Grünflächen (verstärkte Alarmstufe) gehen können.

    Nach Treffen mit Wasserbehörden und Vertretern der Landwirtschaft kündigte das Landwirtschaftsministerium außerdem an, dass das im April gestartete Programm, das Landwirte bei der Bewältigung des Klimawandels unterstützen soll und ursprünglich mit 20 Millionen Euro ausgestattet war, um weitere 20 Millionen Euro aufgestockt und damit verdoppelt werden soll.

    Ende April hatte die Regierung außerdem angekündigt, dass die Wasserbehörden zusätzliche 100 Millionen Euro ausgeben dürfen, um die landwirtschaftlichen Bereiche bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen, zum Beispiel durch das Anlegen von Wasserrückhaltebecken.

    Es ist allerdings durchaus nicht sicher, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Folgen des Klimawandels einzudämmen. Wissenschaftler stellen fest, dass wir sind inzwischen mitten im Klimawandel und seinen Folgen angekommen sind. Wir müssen unsere langfristigen Modelle überdenken, die Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen neu gestalten und aus dem produktorientirten Denken der Vergangenheit aussteigen, das unter anderem zur Entwaldung und Denaturierung grosser Flächen geführt hat.

  • Ungewöhnlich starkes Erdbeben zwischen dem Puy-de-Dôme und Allier

    Ungewöhnlich starkes Erdbeben zwischen dem Puy-de-Dôme und Allier

    Am Montag, dem 9. Mai, wurde ein Erdbeben mit einer Stärke von 4,5 gemessen. In den Combrailles an der Grenze zwischen dem Puy-de-Dôme und Allier bebte am frühen Nachmittag die Erde. Das Beben war für die Region ungewöhnlich stark.

    Am frühen Montagnachmittag, dem 9. Mai, bebte die Erde in der Auvergne an der Grenze zwischen den Departements Puy-de-Dôme und Allier nördlich von Ars-les-Favets. Ein Erdbeben mit einer geschätzten Stärke von 4,5 wurde gemessen und einige Bewohner wunderten sich: „Dumpfer Lärm aus dem Boden und wie ein großer Knall, der das Haus zum Vibrieren gebracht hat…“.

    Tatsächlich, bestätigt das seismologischen Netzwerk der Auvergne, wurde ein Erdbeben registriert, das heftiger war als die in dieser Region üblicherweise festgestellten Erschütterungen: Es sieht so aus, dass es tatsächlich ein Erdbeben der Stärke 4,5 gegeben hat, was für die Auvergne ziemlich stark ist. Es ereignete sich zwischen Montaigut und La Celle en Combrailles. Das ist ein Gebiet, das für die seismischen Aktivitäten bekannt ist. Normalerweise sind es aber eher kleine Erdbeben, die von der Bevölkerung nicht gespürt werden.

    Aber das Beben war trotz seiner außergewöhnlichen Stärke nicht gefährlich und hat keine Schäden angerichtet.

    In der Auvergne gibt es mehrere Erdbebenzonen, darunter besonders die Combrailles. Alle Informationen zu dem Ereignis findet man auf der BCSF Renass-Website, der nationalen Informationsseite zur Seismizität in Frankreich.

  • Dürre in Frankreich – 10 Departements in Alarmbereitschaft

    Dürre in Frankreich – 10 Departements in Alarmbereitschaft

    Wie viele weitere Länder auf der ganzen Welt leidet auch Frankreich unter Wassermangel. Das Niederschlagsdefizit betrug im April 25%. Die Dürre betrifft bereits 10 Departements und die für diese Woche vorhergesagten sommerlichen Temperaturen könnten die Lage noch verschlimmern.

    Trockene Böden und schlechte Ernten, in Frankreich fehlt es an Regen. In Joucques, einem kleinen Dorf im Departement Bouches-du-Rhône, hat es seit Jahresbeginn nur dreimal geregnet und die Einwohner beobachten mit Sorge den Wasserstand des Flusses, der durch die Gemeinde fließt. Ein Einwohner sagt gegenüber France Televisions, dass er besorgt ist und glaubt, dass „das, was heute passiert, sich wiederholen wird“. In Frankreich regnete es im Jahr 2022 35% weniger als im Vorjahr.

    Ein Problem, das den ganzen Planeten betrifft
    Wegen des Mangels an Regenwasser musste die Wassernutzung in der Gemeinde seit einem Monat eingeschränkt werden, ebenso wie in 10 weiteren französischen Departements. Die frühe Hitzewelle in 2022 bringt den ganzen Planeten in Probleme. Alle Kontinente sind betroffen, und in Ostafrika sind mindestens 20 Millionen Menschen von einer Hungersnot bedroht. „Diese Dürre ist ganz anders als die vorherigen, wir haben noch nie so gelitten“, bezeugt eine Frau aus Äthiopien.

  • Hitzewelle: Das erwartet Frankreich ab Montag

    Hitzewelle: Das erwartet Frankreich ab Montag

    Ab Sonntag, dem 8. Mai, und die ganze nächste Woche hindurch werden in weiten Teilen Frankreichs hochsommerliche Temperaturen erwartet. Eine Hitzeperiode kurz vor den Eisheiligen, einer entscheidenden Zeit für Landwirte und Gärtner.

    Laut Météo-France werden die Temperaturen in den nächsten Tagen in Frankreich allmählich ansteigen und könnten in einigen Regionen die 30°C-Marke sogar überschreiten. Eine solche Hitzewelle, die durch antizyklonale Bedingungen geprägt ist, ist zwar nicht neu, kommt diese mal aber bemerkenswert früh im Jahr, teilt Météo-France mit.

    Im Süden wird die 30°C-Marke erreicht
    Nach Angaben des Wetterkanals wird in der Woche vom 9. bis 15. Mai 2022 in der Nordhälfte die 25°C-Marke überschritten und im Süden die 30°C-Marke erreicht werden. Der Meteorologe Régis Crépet kündigt die Ankunft der „ersten Hitzewelle des Jahres“ an, d. h. einer längeren Episode mit ungewöhnlich hohen Temperaturen, die in der Regel 3 bis 5 °C über der monatlichen Durchschnittstemperatur liegen.

    „Ab morgen, Montag, werden die Temperaturen nördlich der Loire zwischen 22 und 25°C liegen, im Süden zwischen 25 und 30°C, wo die ersten 30°C des Jahres erreicht werden. Die heißesten Tage dürften Dienstag und Mittwoch sein, aber in der Südhälfte könnte die Hitze noch länger anhalten“, erklärt der Wetterkanal la Chaîne Météo.

    Mit der Luft subtropischen Ursprungs wird diese Hitze drückend sein, mit lauen Abenden, die zu Grillpartys und späten Abendessen auf der Terrasse einladen. Die gefühlte Temperatur kann in Paris bei 29°C und im Südwesten, wo der Wind schwach sein wird, bei 35°C liegen.

    Diese Hitze ist laut Experten nicht gänzlich überraschend: Die Monate Mai 2011, 2017 und 2020 waren besonders heiß, mit Temperaturen von bis zu 30°C in Paris und 35°C im Süden. Diese Werte werden wir in der nächsten Woche nicht ganz erreichen.

    Sonne und Gewitter in Okzitanien
    An diesem Sonntag, dem 8. Mai, wie auch in der nächsten Woche, wird in der gesamten Region Okzitanien die Sonne scheinen. Laut Vorhersage von Météo-France werden am Donnerstag und Freitag gewittrige Schauer erwartet. In Toulouse könnten die Höchsttemperaturen am Mittwoch, dem 11. Mai, tagsüber auf 30°C steigen und während des Rests der Woche um die 24-28°C liegen.

    In Cahors im Departement Lot, wie auch in Auch im Departement Gers, werden für den Mittwoch fast 31°C erwartet.

    Steht uns ein heißer Sommer bevor?
    Auch wenn die Frostgefahr für die Eisheiligen gebannt ist, ist es schwierig, zu diesem Zeitpunkt schon einen heißen Sommer vorherzusagen. Eine Hitzeperiode im Mai reicht nicht aus, um eine Prognose für den kommenden Sommer zu erstellen.

    Wir müssen noch einige Wochen abwarten, um zu erfahren, ob der Sommer in diesem Jahr besonders trocken und heiß sein wird oder nicht.