Kategorie: Umwelt

  • Hitze und Trockenheit: Von Besteigungen des Mont-Blanc wird dringend abgeraten – Bergführer setzen ihre Touren aus

    Hitze und Trockenheit: Von Besteigungen des Mont-Blanc wird dringend abgeraten – Bergführer setzen ihre Touren aus

    Von der Besteigung des Mont-Blanc i. diesen Tagen wird dringend abgeraten. Aufgrund der Trockenheit ist die Hauptroute sehr gefährlich geworden, und die Bergführer haben die Aktivitäten eingestellt.

    Während der Sommersaison überrascht diese Ankündigung nicht mehr wirklich. In den letzten Jahren hatte die Präfektur von Hochsavoyen bereits mehrmals Mitteilungen herausgegeben, in denen aufgrund außergewöhnlicher Wetterbedingungen von der Besteigung des Mont-Blanc über die normale Route abgeraten wurde. Aber: „Heute sind die Bedingungen besonders schlecht. Es kommt den ganzen Tag und die ganze Nacht über zu Steinschlägen. Und diese Steinschläge stürzen aus dem Goûter-Korridor, dem Aufstiegskorridor zum Mont-Blanc, herab“, stellt Bertrand Host, Gendarmerie-Kommandant, gegenüber dem Sender France 3 fest.

    Über 10°C am 18. Juni, ein Rekord.
    Steinschlag in den Bergen ist keine Seltenheit. Am 22. Juni bereits ist ein Bergsteiger unter dem Goûter-Couloir ums Leben gekommen. Neu ist, dass das Phänomen zu jeder Tages- und Nachtzeit und einen Monat im Voraus auftritt. Die Bergführer von Saint-Gervais und Chamonix (Haute-Savoie) haben daher beschlossen, die Besteigungen über die Normalroute einzustellen. Am Samstag, dem 18. Juni, maß die italienische Wetterstation, die einige Meter unter dem Gipfel des Montblanc installiert ist, über 10°C. Nie zuvor war eine solche Temperatur auf 4.800 m Höhe gemessen worden.

  • Brände im Südwesten: Seit Dienstag sind etwa 10.000 Hektar in Rauch aufgegangen

    Brände im Südwesten: Seit Dienstag sind etwa 10.000 Hektar in Rauch aufgegangen

    Mehr als 12.000 Menschen wurden bisher evakuiert. Die Brände sind laut Präfektur noch nicht unter Kontrolle.

    Der Südwesten Frankreichs wird seit 5 Tagen von Flammen heimgesucht. Seit Dienstag, dem 12. Juli, haben zwei Brände, die durch die extreme Hitze angefacht wurden, etwa 10.000 Hektar Land zerstört, wie die Präfektur des Departements Gironde berichtete. Der eine Brand, bei dem mittlerweile Brandstiftung vermutet wird, wütet südlich von Bordeaux, der andere in einem Wald, der an die touristisch sehr beliebte Düne von Pilat im Becken von Arcachon angrenzt. Die Feuer, die von rund 1.000 Feuerwehrleuten bekämpft werden, haben seit Dienstag zur Evakuierung von 12.200 Menschen geführt und sind immer noch nicht unter Kontrolle.

    Die Brände in Bildern: Link auf eine Seite von Franceinfo mit Bildern verschiedener Presseagenturen

    Auch Portugal ist betroffen. Die portugiesischen Rettungsdienste zählten am Freitagabend ein Dutzend aktive Brände, bei denen mehr als 900 Feuerwehrleute im Einsatz sind. Nach Angaben des Zivilschutzes forderten die Brände bisher zwei Todesopfer, darunter den Piloten eines Löschflugzeugs, das am frühen Freitagabend abgestürzt war.

    Sechzehn Departements unter orangefarbener Hitzewarnung. Meteo France setzte 16 Departements und das Fürstentum Andorra wegen der derzeit herrschenden Hitzewelle auf Alarmstufe Orange. Betroffen sind die Départements Gers, Landes, Lot, Pyrnées-Atlantiques und Hautes-Pyrénées, Alpes-de-Haute-Provence, Ardèche, Drôme, Gard, Gironde, Haute-Garonne, Lot-et-Garonne, Pyrénées-Orientales, Tarn, Tarn-et-Garonne und Vaucluse.

    Hitzespitze am Montag erwartet. Meteo France rechnet für Montag, den 18. Juli, mit einer Hitzespitze „mit extremen Temperaturen auf dem Atlantikbogen“. Temperaturen zwischen 40°C und 42°C werden von den Pyrenäen-Atlantik bis zum Morbihan erwartet. Im Südwesten werden örtlich Temperaturen von über 42°C erwartet.

  • Beeindruckende Videos und Fotos von den Bränden in der Gironde

    Beeindruckende Videos und Fotos von den Bränden in der Gironde

    Die Brände, die in den Gemeinden La Teste de Buch und Landiras ausgebrochen sind, richten seit Dienstag, dem 12. Juli, erhebliche Schäden in den Kiefernwäldern an. Einsatzkräfte, lokale Behörden und Reporter vor Ort berichten mit eindrücklichen Bildern.

    Wir zeigen hier eine Reihe beeindruckender Beiträge aus Facebook, Twitter und Instagram:

    Das Departement Gironde wurde von zwei Bränden, die am 12. Juli 2022 ausbrachen, schwer getroffen.

    Der Präsident des Departementsrats flog über die beiden Katastrophengebiete.

    Anhand von Satellitenbildern kann man sich das Ausmaß der Waldbrände besser klar machen.

    https://twitter.com/WxNB_/status/1547098145233985536

    Die Rauchfahne des Feuers in der Gemeinde La Teste de Buch, nahe der Dune du Pilat, ist von der Halbinsel Cap Ferret aus zu sehen, wie dieses Foto des Sängers Pascal Obispo, der regelmäßig in der Region zu Gast ist, beweist.

    Urlauber filmen die Rauchfahne vom Camping des Flots Bleus in der Nähe der Dune du Pilat, kurz bevor sie evakuiert werden.

    Zahlreiche Hilfskräfte sind vor Ort im Einsatz, wie das Video diese Canadair-Löschflugzeugs zeigt, die versuchen, das Fortschreiten der Flammen zu verlangsamen und den Brand einzudämmen.

    Die Behörden veröffentlichen beeindruckende Fotos von den laufenden Löscharbeiten, wie zum Beispiel dieses Bild, das von einem Hubschrauber aus über dem Wald aufgenommen wurde.

    Zahlreiche Augenzeugenberichte zeugen von der Heftigkeit des Feuers. Die Menschen posten Bilder in sozialen Netzwerken, wie diese Internetnutzerin, die die Flammen von den Hängen des Entre-Deux-Mers aus beobachtete.

    https://twitter.com/_Ratapon/status/1546979296098586625

    Abschliessend noch ein Video einer Mondlandschaft nach dem Durchzug der Flammen. Der Wald ist nur noch eine riesige Fläche der Verwüstung in der Gemeinde Guillos.

  • Brände in der Gironde: Inzwischen sind fast 7500 Hektar verbrannt und mehr als 11.000 Menschen evakuiert.

    Brände in der Gironde: Inzwischen sind fast 7500 Hektar verbrannt und mehr als 11.000 Menschen evakuiert.

    Fast 1.000 Feuerwehrleute kämpfen am Freitag immer noch gegen zwei Waldbrände in La Teste-de-Buch und Landiras.

    Die Flammen sind im Departement Gironde immer noch auf dem Vormarsch. Die beiden Brände haben fast 7.500 Hektar Land zerstört und mehr als 11.000 Menschen mussten evakuiert werden, wie die Präfektur am Freitag, dem 15. Juli, mitteilte. In La Teste-de-Buch, in der Nähe von Arcachon, gingen 3.150 Hektar in Flammen auf. In der Gegend von Landiras und Guillos wurden 4.200 Hektar vernichtet. An den Löscharbeiten der beiden Brände sind etwa 1.000 Feuerwehrleute, drei Canadair- und ein Dash-Flugzeug beteiligt.

    Feuer in den Bouches-du-Rhône eingedämmt. Der Brand, der 1.000 Hektar im Montagnette-Massiv an der Grenze zwischen den Departements Vaucluse und Bouches-du-Rhône zerstörte, ist nun eingedämmt, wie die Feuerwehr des Departements am Freitag, dem 15. Juli, bekannt gab. Mehr als tausend Feuerwehrmänner waren auch am Freitagmorgen noch im Einsatz. Die Flammen verbrannten rund 1.000 Hektar Land, so die Präfektur.

    Elf Departements unter Hitzewarnung Orange. In seinem letzten Bulletin, das am Freitag gegen 6 Uhr veröffentlicht wurde, hielt Meteo France die Hitzewarnung in den Regionen Alpes-de-Haute-Provence, Ardèche, Drôme, Gard, Gironde, Haute-Garonne, Lot-et-Garonne, Pyrénées-Orientales, Tarn, Tarn-et-Garonne und Vaucluse aufrecht.

    Erneut starke Hitze. Die Hitzewelle setzt sich am Freitag im Süden fort, während im Norden Frankreichs die Temperaturen zeitweise leicht zurückgehen werden. Die Höchstwerte liegen zwischen 25 °C und 31 °C in der Nordhälfte, zwischen 30 °C und 35 °C von der Charentes bis zum Zentrum, dem Zentralmassiv und den Alpen, und zwischen 35 °C und 38 °C weiter südlich, mit Spitzenwerten von 39 °C oder 40 °C im Südwesten und in der Provence.

  • Hitzewelle: Dieser Montag könnte in Frankreich der „heißeste Tag seit Beginn der Aufzeichnungen“ werden

    Hitzewelle: Dieser Montag könnte in Frankreich der „heißeste Tag seit Beginn der Aufzeichnungen“ werden

    Die Wettervorhersagen lassen für Montag, den 18. Juli, einen besonders heißen Tag erwarten, so heiß, dass er alle Rekorde brechen könnte.

    Kommt am Montag der „heißeste Tag, der je in Frankreich gemessen wurde“? Das jedenfalls lassen die jüngsten Vorhersagen von Météo France vermuten, die eine Hitzewelle ankündigen, „die zwischen Sonntag und Dienstag nächster Woche intensiv wird“.

    Am Montag „werden die monatlichen Temperaturrekorde auf dem Höhepunkt der Hitzewelle (…) im Südwesten, im westlichen Zentrum und im unteren Rhonetal erreicht oder sogar überschritten werden“, warnt der französische Wetterdienst und schätzt, dass „dieser Tag einer der wärmsten sein könnte, die jemals in Frankreich gemessen wurden“.

    Die hohen Temperaturen erschweren die Arbeit der Feuerwehrleute, die seit Dienstag in der Gironde zwei grosse Waldbrände bekämpfen, bei denen bereits über 7.200 Hektar Land verbrannt sind.

  • Brände in der Gironde: Verzweiflung unter evakuierten Urlaubern

    Brände in der Gironde: Verzweiflung unter evakuierten Urlaubern

    In La Teste-de-Buch, Gironde, haben viele Touristen ihren Urlaub wegen der Brände abbrechen müssen und wissen nicht, ob sie ihn wieder aufnehmen können. Einige Familien beherbergen evakuierte Camper bei sich zu Hause.

    In La Teste-de-Buch (Gironde) verbringen seit Dienstag, dem 12. Juli, evakuierte Camper schon mehrere Nächte in einem Hangar der Stadt. Beim Frühstück am Donnerstagmorgen versuchten einige, die Situation zu vergessen. „Das Schlimmste ist, dass wir (…) dieses Jahr nur eine Woche geplant hatten. Wir sind am Samstag angekommen, am Dienstag war es vorbei (…) Sobald wir unsere Sachen holen können, geht es wieder nach Hause“, bedauerte ein Mann gegenüber France 2.

    Während die evakuierten Urlauber darauf warten, auf den Campingplatz zurückkehren zu können, um ihre Habseligkeiten zu bergen, verbringen einige ihre Zeit mit Lesen, andere zeichnen. Eine Familie aus Lyon bereitet sich darauf vor, den Hangar zu verlassen, um die Nacht in einem richtigen Bett zu verbringen. Sie fahren nach Arcachon (Gironde), wo sich ein Ehepaar bei der Stadtverwaltung gemeldet hat, um evakuierte Camper aufzunehmen. Eine unverhoffte Geste der Solidarität für die Urlauber. „Das ist toll, wir werden von den Menschen aufgenommen, da wird einem warm ums Herz, wir werden uns wie zu Hause fühlen“, freut sich die Frau. „Wenn ich in der gleichen Situation wäre, würde auch ich mir wünschen, dass es Menschen gibt, die mir die Hand reichen“, kommentiert der Gastgeber seinerseits.

  • Gironde: Über 7.200 Hektar verbrannt – Wohnhäuser brennen in La Teste-de-Buch

    Gironde: Über 7.200 Hektar verbrannt – Wohnhäuser brennen in La Teste-de-Buch

    Das Feuer zerstörte ein Haus und ein Restaurant in Cazaux, in der Region La Teste-de-Buch. 

    Die beiden Brände in der Gironde haben jetzt insgesamt mehr als 7.200 Hektar Land zerstört, berichtet France Bleu Gironde am Freitag, dem 15. Juli. Der Brand wurde von der Feuerwehr noch nicht unter Kontrolle gebracht. Auch Wohnhäuser wurden in Mitleidenschaft gezogen.

    Die Feuerwehr kämpft noch immer gegen zwei heftige Waldbrände in der Gironde: in La Teste-de-Buch, in der Nähe von Arcachon, wo 3.000 Hektar in Rauch aufgingen, und im Süden des Departements in der Gegend von Landiras und Guillos, wo 4.200 Hektar zerstört wurden.

    Der grösste Brand wütet in La Teste-de-Buch. Die Flammen zerstörten ein Haus und ein Restaurant in der Ortschaft Cazaux. Auch der Hafen der Gemeinde wurde in Mitleidenschaft gezogen. Bisher wurden laut Feuerwehr keine Boote durch das Feuer zerstört. Die Behörden führten am Donnerstagnachmittag eine vorsorgliche Evakuierung der Bewohner der Gemeinde Cazaux durch. Die 4.000 Einwohner wurden zum Messegelände in La Teste-de-Buch gebracht, wo ein Auffanglager eingerichtet wurde.

    Weiter südlich blieben die Häuser in der Gegend um Landiras und Guillos bisher unberührt, berichtet France Bleu Gironde. Die Behörden haben am Donnerstag jedoch mit der Evakuierung der Bewohner begonnen. Bisher sind keine Opfer zu beklagen.

    Die Canadair-Flugzeuge setzte ihre Löschflüge bis zum Einbruch der Dunkelheit am Donnerstagabend fort. Fabienne Buccio, Präfektin des Departements Gironde, rief alle Bürger zu äußerster Vorsicht auf. Die Gefahrenstufe ist im gesamten Departement extrem hoch. Gestern Nachmittag wurden im Norden des Departements drei weitere Brandausbrüche unter Kontrolle gebracht.

  • Hitzewelle: 38 bis 40°C im Südwesten am  14. Juli – 7 Departements in Alarmstufe Orange

    Hitzewelle: 38 bis 40°C im Südwesten am 14. Juli – 7 Departements in Alarmstufe Orange

    Die grosse Hitze setzt sich auch am Donnerstag, dem 14. Juli, fort. Die Temperaturen sollen im Südwesten erneut weit über 35°C steigen. 7 Departements wurden in Hitzealarm versetzt.

    An diesem 14. Juli bleibt das Wetter in ganz Frankreich sommerlich und heiß. In keiner Region werden die Temperaturen unter 30 °C fallen. Am heißesten wird es wieder einmal im Südwesten mit Höchstwerten zwischen 38°C und 40°C im Garonne-Tal.

    Lesen Sie auch: Hitzewelle: Météo-France: Die Hitzewelle wird mindestens acht bis zehn Tage andauern

    Die Nacht war sehr mild mit Tiefsttemperaturen von über 20 °C. 

    Am Himmel scheint heute in allen Departements Okzitaniens die Sonne, abgesehen von einigen Wolken am Rande des Golfs von Lion. Der gesamte Südwesten wird den ganzen Tag unter einer brennenden Sonne liegen. Kein Regenschauer wird die Feiern zum 14. Juli stören. In sieben Departements herrscht weiterhin Alarmstufe Orange wegen sehr großer Hitze: Haute-Garonne, Tarn, Tarn-et-Garonne, Lot-et-Garonne, Gironde, Drôme und Ardèche.

    Meteo France erwartet Höchsttemperaturen von 31°C in Narbonne, 34°C in Rodez, 35°C in Tarbes, 36°C in Pau, 37°C in Castres und Foix, 38°C in Toulouse, Albi und Agen, 39°C in Montauban, Auch und Carcassonne und 40°C in Cahors.

    Am Freitag, dem 15. Juli, werden die Temperaturen nördlich einer Linie Bordeaux-Lyon etwas nachlassen, aber im Süden bleiben sie mit 38°C bis 40°C sehr hoch. Die Hitze wird sich am Sonntag und vor allem am Montag noch verstärken.

  • Brände in der Gironde: Die Gemeinde Landiras wird von Flammen verwüstet

    Brände in der Gironde: Die Gemeinde Landiras wird von Flammen verwüstet

    Am Mittwoch, dem 13. Juli, mussten in Landiras 500 Menschen aus ihren Häusern evakuiert werden. 

    Am Mittwoch kam es zu mehreren Brandausbrüchen in der Gironde und eines der heftigsten Feuer ereignete sich in Landiras. Seit dem Ausbruch der Flammen sind bereits tausende Hektar Land verbrannt. Die Wetterbedingungen verschärfen die Situation, der Wind sowie die Hitzewelle fachen die Glut an. „Bei den derzeitigen Wasserverhältnissen leiden die Pflanzen (…) und es braucht nicht viel, um sie in Brand zu setzen“, warnt ein Helfer auf dem Sender France 2.

    Um die Flammen zu bekämpfen und den Schaden zu begrenzen, sind hunderte Feuerwehrleute im Einsatz. Auch die Bewohner sind wachsam und haben ihre Sachen für den Fall gepackt, dass die Behörden sie auffordern, ihre Häuser zu verlassen. Am Dienstag, dem 12. Juli, mussten bereits 500 Menschen evakuiert werden, weil das Feuer eine Gefahr für ihre Häuser darstellte. Diese Anwohner werden nun schon eine zweite Nacht in einer Notunterkunft verbringen müssen.

  • 14-Juli: Der Präsident der französischen Feuerwehr ruft dazu auf, alle Feuerwerke abzusagen

    14-Juli: Der Präsident der französischen Feuerwehr ruft dazu auf, alle Feuerwerke abzusagen

    Grégory Allione ruft zu höchster Wachsamkeit auf und plädiert für die Aktivierung von freiwilligen Feuerwehrleuten.

    „Verantwortlich wäre es, das Feuerwerk abzusagen“, sagt Oberst Grégory Allione, Präsident des nationalen Feuerwehrverbands Frankreichs, am Donnerstag auf franceinfo, da die Feierlichkeiten zum 14. Juli stattfinden werden, während tausende Feuerwehrleute unter trockenen und heißen Bedingungen schon mehrere grosse Brände bekämpfen müssen.

    Bei seinem Besuch in der Gironde rief Innenminister Gérald Darmanin die Franzosen zur Wachsamkeit angesichts der Brandgefahr auf.

    Grégory Allione mahnt: „Wir sollten uns die Worte des Ministers nur zu eigen machen“. Seit Jahren mahnt die Feuerwehr, dass es eine echte Präventionspolitik in Frankreich geben müsse, denn die Bevölkerung ist ein potenzieller Brandstifter. Es wurde ein auffälliger Zusammenhang zwischen Bevölkerungsdichte, der Frequentierung der Straßen und dem Ausbruch von Bränden festgestellt. Das bedeutet, dass prinzipiell jeder zu einem potenziellen Brandstifter werden kann. Vor allem aber, warnt Allione, dass diese Brände zum Tod von Menschen führen können. Die Zerstörung menschlichen Lebens ist die „wirklich gefürchtete Folge“.

    Und jetzt, am 14. Juli erlebt Frankreich Bedingungen, die eher an Mitte August erinnern. Die Trockenheit und der Klimawandel führen dazu, dass es sehr viele Brandausbrüche gibt. Und die Bevölkerung ist leider kaum darauf eingestellt, sich an die derzeit sehr gefährliche Situation anzupassen.

    Der Klimawandel findet nicht erst im Jahr 2030 statt, sondern bereits jetzt. Deshalb fordert der Präsident des nationalen Feuerwehrverbands Frankreichs zusätzliche Mittel, um mehr Feuerwehrleute einzustellen.

    Die Berufsfeuerwehr müsse gestärkt werden, da sie das Rückgrat des französischen Modells der zivilen Sicherheit darstellt. Und vor allem fordert Allione mehr Ehrgeiz, was die Rekrutierung, Verteidigung und Anerkennung von freiwilligen Feuerwehrleuten angeht. Derzeit gibt es 198.000 Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr in Frankreich. Allione will diese Zahl bis 2027 auf 250.000 freiwillige Feuerwehrleute anheben.

    Für den 14. Juli haben einige Gemeinden wie Nîmes oder Saint-Rémy-de-Provence ihre Feuerwerke abgesagt. Andere halten an ihnen fest.

    Verantwortlich wäre es für Grégory Allione, alle Feuerwerke abzusagen, weil sich das Land in einer Dürre- und Hitzeperiode befindet. Ein besonderes Problem stellen Feuerwerkskörper dar, die am Abend und in der Nacht von Privatpersonen abgefeuert werden. Wenn die öffentliche Gewalt keine Feuerwerke abschießt, könnte das vielleicht ein Beispiel für die Bevölkerung sein, auch privat keine Feuerwerkskörper abzuschießen.