Kategorie: Umwelt

  • Brände in der Gironde: Auch die Tiere aus dem Zoo müssen evakuiert werden

    Brände in der Gironde: Auch die Tiere aus dem Zoo müssen evakuiert werden

    Angesichts der heftigen Brände, die seit dem 12. Juli in der Gironde wüten, mussten etwa 30.000 tausend Menschen evakuiert werden. Die Pferderennbahn in La Teste-de-Buch und der Zoo im Becken von Arcachon wurden am Montag, den 18. Juli, ebenfalls evakuiert.

    Die heftigen Brände, die seit dem 12. Juli in der Gironde wüteten, führten zur Evakuierung Tausender Bewohner. Allein am Montag, dem 18. Juli, wurden im Gebiet um La Teste-de-Buch etwa 3.000 Menschen evakuiert.

    Lesen Sie auch: Brände in der Gironde: Bewohner retten Tiere vor den Flammen

    Aber auch die Tiere sind betroffen. Angesichts der Entwicklung der Lage wurden die Pferde von der Pferderennbahn Le Béquet in der Gegend von La Teste-de-Buch evakuiert. Transporter brachten die Tiere aus der Gefahrenzone.

    Nach Angaben der Zeitung Sud-Ouest sind etwa 450 Pferde und 100 Personen betroffen.

    Der Zoo im Becken von Arcachon ist ebenfalls Gegenstand einer Evakuierung. Nach Angaben des französischen Zoo-Verbands wurden am Montagnachmittag mehr als 1.000 Tiere evakuiert. „Nach den entsprechenden Empfehlungen der Behörden werden wir alles tun, um alle Tiere aus dem Zoo von Bassin d’Arcachon zu evakuieren. Das Einpacken in Kisten für den Transport hat begonnen“, sagte die Direktorin des französischen Zooparkverbands AFdPZ (Association française des parcs zoologiques), Cécile Erny.

    „Tierärzte und Tierpfleger kommen aus mehreren Zoos des Landes mit Fahrzeugen, Transportkisten und veterinärmedizinischer Ausrüstung, um bei der Evakuierung der Tiere zu helfen und für ihre Sicherheit und ihr Wohlergehen zu sorgen“.

    Wie eine Arche Noah werden die Tiere, von denen zum Beispiel die Primaten empfindlich auf Rauchgase reagieren, auf den Parkplatz des Zoos von Pessac am Stadtrand von Bordeaux gebracht, „bis die Rauchwolke vorbeigezogen ist“, sagte sie. „Das ist eine einzigartige Operation“.

    Kurz vor 18 Uhr luden etwa ein Dutzend LKWs kleine Kisten mit Tieren auf und verließen den Zoo, wie eine AFP-Journalistin meldete. Ein weiterer Konvoi machte sich unter anderem mit einem Orang-Utan an Bord auf den Weg.

    Laut einer Erklärung des AFdPZ erfolgte die Evakuierung der Tiere „in Partnerschaft mit den Behörden und der Feuerwehr“. Der Zoo von La Teste-de-Buch, in dem sich im Übrigen die Einsatzleitstelle (Poste de Commandement Opérationnel, PCO) der Feuerwehr befindet, wurde bisher vom Feuer nicht bedroht.

    Rund 8.000 Personen hatten am Montag laut Präfektur etwa die Hälfte der weitläufigen Gemeinde vorsorglich evakuiert. „La Teste ist nicht von den Flammen bedroht. Aber manche Wohnviertel liegen unter dem Rauch“, erklärte Arnaud Mendousse, Oberstleutnant des Sdis 33, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    In einer Pressemitteilung äußerte sich die Stiftung „30 Millionen Freunde“ besorgt über das Schicksal der Wildtiere, die in die Brände geraten sind, die seit Dienstag in der Region Gironde mehr als 15.000 Hektar ihres Lebensraums vernichtet haben. „Zahlreiche Wildtiere sind bereits den Bränden zum Opfer gefallen. Von den Überlebenden irren einige auf den Straßen herum, desorientiert und erschöpft“, schrieb die Stiftung in einer Erklärung und appellierte „an die Wachsamkeit und Verantwortung eines jeden, um die Wildnis wiederherzustellen“.

  • Brände in der Gironde: Welche Folgen haben sie für die Umwelt und den Tourismus?

    Brände in der Gironde: Welche Folgen haben sie für die Umwelt und den Tourismus?

    Die Brände in der Gironde sind eine ökologische Katastrophe. Bereits jetzt werden Fragen gestellt, in wie weit die Rückstände der Feuer die Umwelt schädigen werden. Seit fast einer Woche schon hängt Rauch über der Gironde und der Geruch der Feuer beeinträchtigt die Bewohner der Region spürbar. In Biscarrosse (Landes) wurden die Strandbesucher von Rückständen des schwarzen Rauchs überrascht, die sich über den Sand legten. „Die Winde haben Asche auf die Strände geweht (…) Sie liegt überall herum“, beschreibt es eine Frau auf France 2. Bisher und trotz der Brände, die sich den Stränden nähern, wurde das Baden nicht verboten. Einbußen für den lokalen Tourismus Angesichts der Flammen fragen sich die Touristen, wie es mit ihrem Urlaub weitergehen soll. In einem Hotel wurde die Hälfte der Buchungen storniert. „Jeden Tag sitze ich hier und habe Stornierungen. (…) Es ist zum Heulen, weil man sich fragt, wie es enden wird“, beklagt sich Nicole Charlotteaux, Besitzerin eines Hotels auf dem Se…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Brände in der Gironde: Weitere 3.500 Menschen sollen im Laufe des Tages evakuiert werden und etwa 14.000 Hektar sind verbrannt

    Brände in der Gironde: Weitere 3.500 Menschen sollen im Laufe des Tages evakuiert werden und etwa 14.000 Hektar sind verbrannt

    Inzwischen sind mehr als 1.700 Feuerwehrleute im Einsatz und versuchen, die beiden Brände in der Gironde unter Kontrolle zu bringen. Die beiden massiven Brände, die seit mehreren Tagen in der Gironde wüten, sind immer noch nicht unter Kontrolle. Mindestens 14.000 Hektar (4.200 in La Teste-de-Buch und 9.800 in Landiras) sind abgebrannt, wie die Präfektur der Regionen Nouvelle-Aquitaine und Gironde am Montag, 18. Juli, auf Twitter mitteilte. „Umfangreiche Mittel zu Land und aus der Luft“ seien „im Einsatz“, erklärte die Präfektur und betonte, dass „1.700 Feuerwehrleute“ sowie „Canadairs und Dash-Flugzeuge“ mobilisiert worden seien. Im Laufe des Tages müssen nochmal fast 3.500 Personen evakuiert werden. „Das ist der schlimmste aller Tage“. Das sagte Bruno Lafon, Präsident von Défense des forêts contre les incendies (DFCI) in der Region Gironde, am Montagmorgen im Radiosender France Bleu Gironde. „Am Sonntag sah es nach einem halbwegs ruhigen Tag aus, aber leider waren 2.000 Hektar in fast anderthalb Stunden weg. Das Wiederaufflammen des Feuers war in La Teste schrecklich. Am heutigen Montag befürchten wir wegen der Temperaturen und Windgeschwindigkeiten von 50-60 km/h das Schlimmste„. Die „Situation verschlechtert sich“ in La Teste-de-Buch. „Das Feuer hat das Meer erreicht und bewegt sich in Richtung Süden“, so ein Tweet der Präfektur, die die manschen dazu aufrief, „extrem vorsichtig“ zu sein. In den sozialen Netzwerken veröffentlichten Internetnutzer Fotos und Videos, die vom Meer aus aufgenommen wurden. Sie zeigen ein riesiges, „30 Meter hohes“ flammendes Inferno, das auf den Strand der Lagune südlich der Pilat-Düne zu rollt.
  • Energie: Supermärkte einigen sich auf Plan zur Energieeinsparung

    Energie: Supermärkte einigen sich auf Plan zur Energieeinsparung

    Die großen französischen Einzelhandelsunternehmen, von E.Leclerc über Picard bis hin zu Carrefour und Casino, haben sich auf einen Plan zur „Energieeinsparung“ geeinigt, der im Herbst umgesetzt werden soll.

    „Angesichts des von der Regierung für diesen Winter angekündigten Risikos von Stromversorgungsengpässen“ hat der Einzelhandelsverband Perifem „gemeinsame und konkrete Maßnahmen“ festgelegt, um auf Energie- oder Umweltthemen einzuwirken und den Energieverbrauch der Geschäfte ab dem 15. Oktober zu senken, so eine am Montag, dem 18. Juli, veröffentlichte Erklärung.

    Vorgesehen ist, die Leuchtreklamen „bei Ladenschluss“ auszuschalten – derzeit ist dies in der Regel erst eine Stunde nach Ladenschluss der Fall – und „die Lichtintensität systematisch zu senken“, indem die Beleuchtung der Verkaufsfläche vor dem Eintreffen des Publikums um die Hälfte und in „kritischen Verbrauchsperioden“ um 30% reduziert wird.

    Die Franzosen sehen sich mit steigenden Energiekosten konfrontiert.
    Vorgesehen sind auch „andere Maßnahmen“ wie z. B. „die Abschaltung der Klimaanlagen in der Nacht, die Einschränkung der Eisproduktion“ und Notfallmaßnahmen, die u. a. die Senkung der Temperatur in den Verkaufsstellen auf 17 Grad vorsehen, falls eine Regulierungsbehörde dies verlangt.

    Emmanuel Macron erklärte in seinem TV-Interview am 14. Juli, dass der Staat einen „Sparplan“ für Energie vorbereite, um der Gefahr von Engpässen aufgrund des Krieges in der Ukraine zu begegnen, und rief dazu auf, „kollektiv in eine Logik der Sparsamkeit einzutreten“.

    Lesen Sie auch: Interview mit Emmanuel Macron anlässlich des Nationalfeiertags zum 14-Juli

    Die Maßnahmen, die von E. Leclerc, Carrefour, Système U, Les Mousquetaires, Intermarché, Auchan, Casino, Franprix, Monoprix, Lidl und Picard beschlossen wurden, sind natürlich auch Sparmaßnahmen für die Einzelhändler, die wie alle Franzosen mit steigenden Energiekosten konfrontiert sind.

    „Dies wird unsere Konsumgewohnheiten grundlegend verändern“.
    Die Stromrechnung macht bis zu 30% des Nettoergebnisses der Einzelhändler aus. Daher ist es „wesentlich, die Energierechnung zu senken und sich gemeinsam zu mobilisieren, um eine zu starke Auswirkung auf die Preise für die Verbraucher zu vermeiden“, erklärt der Verband. Das Gesetz „Élan“ sieht außerdem eine Senkung des Energieverbrauchs der Geschäfte um mindestens 40% bis 2030 vor.

    „Die Zeit ist reif für einen sparsamen Umgang mit Energie, das wird unsere Konsumgewohnheiten grundlegend verändern“, meint der Präsident des Verbands, Thierry Cotillard, in der Pressemitteilung von Perifem.

  • Brände in der Gironde: Beeindruckende Bilder der riesigen Flammen in den Dünen des Bassin d’Arcachon

    Brände in der Gironde: Beeindruckende Bilder der riesigen Flammen in den Dünen des Bassin d’Arcachon

    Die Lage in der Gironde verbessert sich nicht, insbesondere in dem von dem Brand betroffenen Gebiet in der Nähe von La Teste-de-Buche, wo die Flammen immer weiter voranschreiten.

    Eine Flammenwand, die die Dünen überragt. Das ist der atemberaubende Anblick, dem sich einige Segler am Sonntag an den Ufern des Strandes La Lagune, einige hundert Meter südlich der weltberühmten Düne von Pilat, gegenübersehen.

    Das Feuer, das die Wälder im Süden des Bassin d’Arcachon an der Grenze zum Departement Les Landes verwüstet, hört nicht auf, alles auf seinem Weg zu vernichten, obwohl die Feuerwehr seit nunmehr fast einer Woche im Einsatz ist und mit allen Mitteln versucht, die Flammen einzudämmen.

    Während die Rettungskräfte in einer Operation mehrere Dutzend Tiere retteten, die in Cazaux – auf der anderen Seite der Landenge – nach der Evakuierung der Bewohner zurückgelassen worden waren, breiteten sich die Flammen in Richtung Ozean aus und erreichten am Sonntagnachmittag den Strand der Lagune.

    Nach den letzten Bilanzen vom Sonntag Abend, gingen in diesem Gebiet über 3.400 Hektar Wald in Flammen auf, das ist aber nur halb so viel wie der Schaden, der Dutzende Kilometer entfernt in der Gemeinde Landiras festgestellt wurde. Laut dem Ingenieur für Computerdatenverarbeitung, Guillaume Rozier, entspricht die Gesamtfläche, die durch die beiden Brände in Rauch aufgegangen ist, „der Fläche von Paris“.

    Die Befürchtungen der Behörden sind umso größer, als der Montag aufgrund der Hitzewelle als besonders gefährlich gilt. „Wir erwarten schwierige Wetterbedingungen, am Montag 41-42 Grad am Nachmittag und einen Wind, der auch stärker werden könnte (…)“, erklärte der Unterpräfekt von Langon, Vincent Ferrier, am Sonntag.

    An beiden Feuerfronten sind mindestens 1.200 Feuerwehrleute im Einsatz, die von Löschflugzeugen (3 Canadair und 2 Dash) unterstützt werden.

  • Globale Erwärmung: Laut Klimaforschern sind 50 Grad Hitze in einigen Jahren durchaus möglich

    Globale Erwärmung: Laut Klimaforschern sind 50 Grad Hitze in einigen Jahren durchaus möglich

    „Seit ein paar Tagen höre ich: ‚Wir haben die Hitzewellen im Sommer 1976 und 1983 erlebt‘, aber wenn diese Sommer von 1976 und 1983 heute stattfinden würden, wären sie völlig banal. Die Temperatur dieser Sommer entspricht der durchschnittlichen Temperatur unserer Sommer zwischen 2011 und 2020. Was damals außergewöhnlich war, ist heute die Norm“, sagt die Klimatologin Françoise Vimeux.

    Am heutigen Montag bereitet sich Frankreich auf den Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle vor, die seit einer Woche über das Hexagon hereingebrochen ist. Die Klimaforscherin Françoise Vimeux, die von France Inter interviewt wurde, meint: „Das Außergewöhnliche ist, dass wir Departements auf Alarmstufe Rot haben, die nicht an so hohe Temperaturen gewöhnt sind. Man erwartet, dass in Brest der Rekord von 1949 übertroffen wird, der damals bei 35,2 Grad lag“.

    Die Forschungsdirektorin des Instituts für Entwicklungsforschung warnt davor, dass „Extremereignisse (Hitzewellen, sintflutartige Regenfälle und Dürren) immer häufiger und intensiver auftreten werden. Die Hitzewellen werden mit Sicherheit länger dauern und früher einsetzen, wie Anfang Juni“.

    Die Klimatologin erklärt, dass seit 1947 45 Hitzewellen gemessen wurden. Die aussagekräftigste Zahl ist jedoch, dass von diesen 45 Hitzewellen 21 erst nach 2010 aufgetreten sind. „Wenn Sie die Anzahl der Hitzewellen seit 2006 auf dem Gebiet von Frankreich zählen, haben Sie so viele wie in den 60 Jahren vor 2006“.

    Françoise Vimeux stellt eine Verbindung zwischen diesen Beobachtungen und dem bereits stattfindenden Klimawandel in Europa her: „Wir beobachten seine Auswirkungen auf extreme Ereignisse und sehen, dass 100% des Klimawandels, den wir derzeit erleben, auf unsere Treibhausgasemissionen zurückzuführen ist.“

    „Die 50 Grad, ja, das ist möglich“
    „Im Juni 2019 wurde der bisherige absolute Rekord in Frankreich gebrochen, mit mehr als 46 Grad, im Schatten unter Schutzdächern. Die 50 Grad, ja, das ist möglich, in nur einigen Jahren“, warnt die Klimaforscherin.

    Für Françoise Vimeux sind „die Städte ein echtes Problem. Eine Anpassung an Hitzewellen in den Städten ist absolut notwendig: Begrünung, Wärmedämmung bestimmter Gebäude, Entsiegelung von Böden, Entfernung von Asphalt etc. Es gibt eine ganze Reihe von Lösungen, die im IPCC-Bericht auf den Tisch gelegt werden, und das ist absolut notwendig“.

    Sie betont auch, dass es einer „nationalen Organisation bedarf, um strukturelle Veränderungen bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu erreichen“. „Es gibt sehr viel Aktivität auf lokaler Ebene, aber das bleibt sehr bruchstückhaft, es gibt nicht unbedingt eine Organisation auf globaler Ebene und das ist es, was wir brauchen“.

  • Brände in der Gironde: Bewohner retten Tiere vor den Flammen

    Brände in der Gironde: Bewohner retten Tiere vor den Flammen

    Mehrere Dörfer mussten in den vergangenen Tagen in der Gironde evakuiert werden. Einige Bewohner waren gezwungen, ihre Tiere zurückzulassen. Eine Welle der Solidarität entstand, um sie nun in Sicherheit zu bringen.

    Das Feuer bedroht auch die Tiere in der Gegend von Landiras (Gironde), wo am Sonntag, 17. Juli, immer die Flammen wüteten. Seit Mittwoch wurden Dutzende von Tieren vor dem sicheren Tod gerettet. „Hier haben wir einen Ziegenbock. (…) Dort sind Ziegen, Esel, Ponys, Pferde. Wir warten auf Adressen, wo es Leute gibt, die ihre Tiere evakuieren wollen. Wir stehen zur Verfügung“, erklärt eine Frau auf dem Sender France 3.

    Lesen Sie auch: Brände im Südwesten: Feuer noch nicht unter Kontrolle aber Rettung der Haustiere wird organisiert

    Die Magie der sozialen Netzwerke
    Der Ziegenbock kommt zu einer Gruppe anderer geretteter Tiere. Das Reitzentrum in Cabanac-et-Villagrains (Gironde) zentralisiert einen Teil der Rettungsanfragen. „Das geht mit den sozialen Netzwerken, das ist toll. Ich habe einen Aufruf gestartet, und alle antworten ‚ich habe Platz‘, ‚ich kann transportieren’“, freut sich Ludivine Guichon, Besitzerin des Ponyclubs „La Voile“. der Notruf einer Ziegenzüchterin wurde in nur 24 Stunden mehr als 6.000 Mal geteilt.

  • Hitzealarm: Rekordhitze am Montag in ganz Frankreich erwartet

    Hitzealarm: Rekordhitze am Montag in ganz Frankreich erwartet

    Die heißen Temperaturen schreiten in ganz Frankreich voran und erreichen am heutigen Montag Spitzenwerte. Die gesamte Westküste ist betroffen. In 15 Departements herrscht Alarmstufe Rot und es werden Rekordtemperaturen erwartet.

    Wird dieser Montag, der 18. Juli, wirklich der heißeste Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Frankreich? Die Vorhersage-Karte hat sich in weiten Teilen der Atlantikküste eine scharlachrote Farbe angenommen. In 15 Departements herrscht Hitzewarnung Rot, darunter auch in der Gironde, wo die Feuer am Sonntagabend wieder an Intensität zugenommen haben. Die Höchsttemperaturen werden überall über 30°C liegen und in der westlichen Hälfte Frankreichs, vom Atlantik bis zum Rhonetal, zwischen 38 und 40°C.

    Der Höhepunkt der seit 1947 45. Hitzewelle in Frankreich wird auf der Westseite des Landes erwartet, insbesondere in der Bretagne, die bislang von der grossen Hitze verschont blieb. Gestern Nachmittag, am Sonntag, wurden bereits in den Departements Landes, Gironde, Gers, Haute-Garonne, Lot und Pyrénées-Atlantiques Spitzenwerte von über 40°C gemessen.

    Der Höhepunkt wird im Laufe des Tages erwartet.
    Gegen 5 Uhr am Montagmorgen wurden von der Mittelmeerregion bis zur Atlantikküste meist mehr als 20°C gemessen. In Dourgne im Departement Tarn ist das Thermometer auch in der Nacht nicht unter 30°C gesunken!

    Der Montag markiert den Höhepunkt dieser Hitzewelle auf der Westseite des Landes mit extremen Werten: Die 40-Grad-Marke soll in den Departements mit Warnstufe Rot häufig erreicht oder überschritten werden. Gleichzeitig gewinnt die große Hitze in Richtung Norden und Osten des Landes an Fahrt, während sie im Südosten anhält.

    Die Temperaturen sind hoch: 33°C in Lille, 39°C in Nantes, 32°C in Marseille, 37°C in Toulouse und Biarritz.

    Es werden einige Temperaturrekorde gebrochen. In Brest wurde der absolute Rekord von 35,2°C vom Juli 1949 (im August 2003 wurden 35,1°C gemessen) bereits am gestrigen Sonntagnachmittag erreicht. Er soll am heutigen Montagnachmittag überschritten werden. In der Bretagne ist ein solches Hitzenniveau absolut außergewöhnlich.

    Alarmstufe Rot ab Dienstagmorgen aufgehoben
    Die am Sonntag ausgegebene „rote“ Warnung, die den Bewohnern der betroffenen Gebiete empfiehlt, angesichts „gefährlicher Phänomene von außergewöhnlicher Intensität“ „absolute Wachsamkeit“ walten zu lassen, gilt für die folgenden Departements: Charente, Charente-Maritime, Côtes-d’Armor, Dordogne, Finistère, Gers, Gironde, Ille-et-Vilaine, Landes, Loire-Atlantique, Lot-et-Garonne, Maine-et-Loire, Morbihan, Deux-Sèvres und Vendée.

    Einundfünfzig Departements sind außerdem auf der Warnstufe Orange (was so viel bedeutet wie „Seien Sie sehr wachsam“) und der Rest Frankreichs – mit Ausnahme von Corse-du-Sud – auf Gelb („Seien Sie aufmerksam“).

    Zu beachten ist eine teilweise ausgeprägte Gewitterentwicklung heute Nachmittag auf der Alpensüdseite (gelbe Wachsamkeit „Gewitter“): Schauer, die in kurzer Zeit zu starken Niederschlägen führen können.

    Die rote Hitzewarnung wird aller Voraussicht nach Dienstag ab 6 Uhr aufgehoben werden können. Am Mittwoch „werden die starken Hitzewellen nur noch das südöstliche Viertel betreffen, mit weiterhin sehr warmen Nächten“, so Météo France.

    Ganz Europa betroffen
    Die Zunahme solcher extremen Wetterphänomene ist laut Wissenschaftlern eine direkte Folge der globalen Erwärmung, da der Ausstoß von Treibhausgasen sowohl die Intensität als auch die Dauer und Häufigkeit dieser Phänomene erhöht.

    Die große Hitze facht die Brände an, die sich in den letzten Tagen insbesondere in den Wäldern der Gironde und in Bouches-du-Rhône vervielfacht haben.

    Die Hitzewelle betrifft ganz Westeuropa und hat auch in Spanien und Portugal zu Waldbränden geführt. Im Vereinigten Königreich gab die Wetterbehörde die erste „rote Warnung für extreme Hitze“ in der Geschichte des Landes heraus.

  • Brände in der Gironde: Das bedeutet eine Fläche von 11.000 Hektar in Paris, Lyon und Marseille

    Brände in der Gironde: Das bedeutet eine Fläche von 11.000 Hektar in Paris, Lyon und Marseille

    Sechs Tage nach Beginn der Feuer haben die beiden gigantischen Waldbrände in der Gironde am 17. Juli etwa 11.000 Hektar Vegetation verwüstet und sind immer noch nicht unter Kontrolle, so die letzte Bilanz der Präfektur am Sonntagmittag, dem 17. Juli.

    Die Flammen haben über 3.400 Hektar in der Gegend von La Teste-de-Buch und über 7.200 Hektar in der Gegend von Landiras vernichtet.
    Da es schwierig ist, sich solche Flächen vorzustellen, hat Franceinfo sie über die Karten der drei größten französischen Städte Paris, Marseille  und Lyon gelegt.

    Das Resultat ist erschütternd – die drei grössten Städte Frankreichs wären durch Brände eines solchen Ausmasses vollständig zerstört:

    Im Vergleich zur Grösse der Stadt Paris

    Im Vergleich zur Grösse der Stadt Marseille

    Im Vergleich zur Grösse der Stadt Lyon und ihrer Umgebung

    Rauchfahnen aus dem Weltraum gesehen
    Diese Brände setzen aufgrund ihres Ausmaßes eine Rauchfahne frei, die von Satelliten beobachtet werden kann, wie das folgende animierte Bild zeigt, das aus Aufnahmen zwischen dem 12. und 17. Juli zusammengesetzt ist.

    Die Brände in La Teste-de-Buch und Landiras aus der Satellitenperspektive (SENTINEL HUB)

    In der Gegend von Landiras hatte das Feuer am Sonntag immer noch einen Umfang von 9 bis 12 km, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. „Es ist eine richtige Krake. Es gibt nicht nur einen Feuerkopf. Es gibt mehrere Feuerköpfe“, erklärte der Bürgermeister von Biganos, Bruno Lafon, gegenüber Franceinfo. Die Feuerfront in Landiras ist 43 Kilometer lang. Sie sehen ein wenig die Aufgabe, die auf die Rettungskräfte zu bewältigen haben“.

  • Brände in der Gironde: Eine Nacht bei den Feuerwehrleuten (Video)

    Brände in der Gironde: Eine Nacht bei den Feuerwehrleuten (Video)

    Mehr als 10.600 Hektar brannten bis Sonntag, dem 17. Juli, in der Gironde ab. In Landiras und La Teste-de-Buch sind die Feuerwehrleute noch immer im Einsatz. Ein Team von France 2 verbrachte die Nacht bei den Löschmannschaften.

    Die Feuerwehr hatte in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 17. Juli, stellenweise mit immer stärker werdenden Bränden zu kämpfen. Der Kampf um Landiras (Gironde) wird unermüdlich ohne Unterlass geführt. Sobald die Feuerwehren mit einem Brandherd fertig sind, müssen sie einen weiteren bekämpfen. Und in der Nacht ist alles noch komplizierter. „Es ist schwieriger, weil man natürlich weniger vom Gelände sieht, man muss auf Löcher im Boden und Äste achten und darf sich nicht darin verfangen“, erklärt Nicolas Lesgourgues vom Brand- und Rettungsdienst des Departements Gironde gegenüber France 2.

    10.600 Hektar sind inzwischen verbrannt.
    Angesichts der Flammen muss der Kampf gegen das Feuer Meter für Meter geführt werden. Nach mehreren Stunden endlich ein erste Sieg. „Wir wurden eingesetzt, um das Feuer einzudämmen, damit es nicht über die Straße springt und auf die andere Seite der Piste gelangt. Die Aktion wurde mit einem Schlauch durchgeführt, das war effektiv“, erzählt Robin Thomas, Teamleiter des Feuerwehr- und Rettungsdienstes des Departements Gironde. Auch in La Teste-de-Buch (Gironde) sind die Feuerwehrleute noch im Einsatz. Seit Beginn der Brände sind insgesamt bereits 10.600 Hektar verbrannt.