Kategorie: Umwelt

  • Trockenheit: Eine beispiellose Aktion zur Rettung der Garonne

    Trockenheit: Eine beispiellose Aktion zur Rettung der Garonne

    Am Dienstag, 18. April, wurde eine Operation gestartet, bei der Wasser aus einem Kanal umgeleitet wurde, um den Fluss Garonne aufzufüllen. Das Experiment kostet 1.850.000 Euro.

    Die Garonne versorgt 1,4 Millionen Menschen mit Trinkwasser und hält ein ganzes Ökosystem am Leben. Angesichts der Trockenheit und Dürre wird es immer wichtiger, Lösungen zu finden, um die Wasserführung des Flusses im Sommer zu unterstützen, zumal seine Reserven flussaufwärts sehr gering sind und es in den Pyrenäen kaum noch Schnee gibt. Eine Lösung könnten die Gräben sein, die am Morgen des 18. April versuchsweise gefüllt wurden, um den Grundwasserspiegel wieder aufzufüllen. „Das sind Böden, die besonders durchlässig sind, so dass das Wasser, wenn es abfließt, am Boden und an den Seiten versickert und nach und nach das Grundwasser erreicht“, erklärt Anne-Valérie Hau-Barras, Regionaldirektorin des BRGM (Bureau de recherches géologiques et minières).

    Das Experiment wird vier Jahre lang beobachtet.
    Das Wasser kommt aus einem anderen Kanal, 60 km südlich von Toulouse (Haute-Garonne). Unterirdisch wird sich das Wasser täglich um einige Meter vorwärts bewegen. Es wird den Fluss Garonne im Sommer erreichen, wenn es am dringendsten gebraucht wird. das System könnte sich als sehr effizient erweisen. Das Experiment kostet etwa 1.850.000 Euro. 

    Das Experiment wird vier Jahre lang beobachtet und dabei soll überprüft werden, ob die Qualität des Grundwassers durch das Oberflächenwasser beeinträchtigt wird.

  • Frankreich: Die Wölfe sind vor den Toren der Städte angekommen

    Frankreich: Die Wölfe sind vor den Toren der Städte angekommen

    Im Departement Rhône wurde erneut ein Wolf in der Nähe eines Wohngebiets in Genas gefilmt, wo bereits zehn Schafe getötet worden waren. Wölfe sind mittlerweile fast überall in Frankreich anzutreffen, zunehmend auch in der Nähe von Städten.

    Innerhalb weniger Sekunden war das Schicksal des Lamms besiegelt. Der Wolf hatte die ganze Herde belauert und dann angegriffen. In Genas (Rhône) herrschte Fassungslosigkeit. Der Wolf kam drei Tage später zurück, hat aber keine Beute mehr gefunden. In der Haute-Savoie werden Wölfe inzwischen regelmäßig in Städten gefilmt. Überraschender war die Anwesenheit eines Wolfes im Wald von Fontainebleau (Seine-et-Marne). Andere Tiere wurden in der Vendée und im Finistère gesichtet.

    Seit der ersten Sichtung im Jahr 1992 hat sich das Gebiet der Wölfe in Frankreich immer weiter ausgedehnt, auch in Richtung der Städte. Seine Ausbreitung wird vom französischen Amt für Biodiversität genau überwacht, insbesondere in der Region Rhône. „Es ist überhaupt nicht erstaunlich, Wölfe an dieser Stelle zu sehen, aus dem einfachen Grund, dass die Region Rhône schon sehr urbanisiert ist, und es überall Straßen und Wege gibt. Zweitens ist zu dieser Jahreszeit die Zeit, in der sich die Jungtiere ausbreiten. Die Brutstätten sind in den Alpen und dann versuchen sie, sich ein neues Gebiet zu suchen“, erklärt die Umweltinspektorin Amélie Chantereau auf dem Sender France 2.

  • Brände: Die Gironde bleibt in Alarmbereitschaft

    Brände: Die Gironde bleibt in Alarmbereitschaft

    Wie kann man angesichts einer im ganzen Land besonders früh einsetzenden Dürre der Gefahr von Bränden vorbeugen? Besonders in Erinnerung geblieben sind die Mega-Feuer im letzten Sommer in der Gironde. Vor Ort ist man bereits mit den Vorbereitungen und der Prävention für den kommenden Sommer beschäftigt.

    Feuerwehrleute an der Brandfront mit einem Wasserschlauch in der Hand. Es ist nur eine Simulation, und doch geben diese Männer und Frauen ihr Bestes. Seit mehreren Wochen trainieren die Feuerwehrleute in der Gironde. Alle haben noch die Monsterbrände des letzten Sommers im Kopf. „Man verliert sehr schnell die Praxis, wenn man diese Schulungen nicht macht“, sagt Sergente Harmony von der Feuerwehr Gironde – SDIS 33. Eine Vorbereitung für die Menschen, aber auch für das Material.

    Die größte Anzahl an Brandausbrüchen
    In einer Werkstatt in Bordeaux (Gironde) arbeiten Feuerwehrleute und Mechaniker seit mehr als acht Monaten unermüdlich daran, alle von den Flammen der Brände des Vorjahres beschädigten Lastwagen zu reparieren. 10 % der Fahrzeuge sind immer noch außer Betrieb. In der Gironde mobilisieren sich auch die Einwohner. Maxime Douillac lebt am Waldrand in Biganos. Es ist das erste Mal, dass er um sein Haus herum Buschwerk entfernt. Die Brände im letzten Jahr haben ihm Angst gemacht. „Wir mussten alles abschneiden, aufräumen, damit wir einen Durchgang, einen Zugang für die Feuerwehr schaffen konnten“, erklärt er. Die Gironde ist das französische Departement, das jedes Jahr die meisten Brandausbrüche verzeichnet.

  • Finnland nimmt einen EPR-Reaktor französischer Bauart in Betrieb – nach 18 Jahren Bauzeit

    Finnland nimmt einen EPR-Reaktor französischer Bauart in Betrieb – nach 18 Jahren Bauzeit

    Der Atomreaktor wurde von dem französischen Konzern Areva und dem deutschen Konzern Siemens gebaut und ist der dritte sogenannte EPR, der weltweit in Betrieb ist.

    Es war eine der symbolischen Baustellen für die Schwierigkeiten des EPR, des von Frankreich entwickelten Atomreaktors der neuen Generation. Der Reaktor Olkiluoto 3 in Finnland wurde am Sonntag, dem 16. April, in Betrieb genommen. Er ist nun voll funktionsfähig, wie sein Betreiber TVO mitteilt.

    Der Reaktor ist der dritte EPR, der weltweit in Betrieb genommen wird, die beiden anderen befinden sich in China. Er wird der leistungsstärkste Reaktor, der in Europa in Betrieb ist. Das an der Südwestküste Finnlands gelegene Kraftwerk mit insgesamt drei Reaktoren erzeugt 30 % des Stroms des Landes. Eigentlich war der Atomreaktor bereits im Dezember 2021 in Betrieb genommen worden, befand sich jedoch vor seiner jetzt erfolgten tatsächlichen Inbetriebnahme in einer Testphase.

    Enorme Mehrkosten
    Dies ist das Ende einer 2005 begonnenen Riesen-Baustelle, die von dem deutschen Siemens-Konzern und dem französischen Areva-Konzern geleitet wurde. Enorme Mehrkosten waren einer der Hauptgründe für die Zerschlagung des Areva-Konzerns, der durch Verluste in Höhe von mehreren Milliarden Euro belastet war. Es gibt zwar noch eine Struktur, deren Hauptaufgabe darin besteht, den Bau von Olkiluoto abzuschließen, aber der Großteil des Konzerns ist in den Besitz des französischen Kernkraftbetreibers  EDF übergegangen.

    In Frankreich wurde der 2007 begonnene Bau des EPR in Flamanville ebenfalls durch massive Verzögerungen beeinträchtigt, die vor allem auf Anomalien im Stahldeckel und im Reaktordruckbehälter zurückzuführen sind. Emmanuel Macron möchte baldmöglichst den Bau von sechs weiteren EPR der zweiten Generation in Frankreich in Angriff nehmen. Diese Technologie wurde auch für ein Kraftwerk mit zwei Reaktoren in Hinkley Point im Südwesten Englands ausgewählt. Der Beginn der Stromerzeugung dort ist derzeit für Mitte 2027 geplant, statt ursprünglich für 2025.

    Der Europäische Druckreaktor oder EPR (Evolutionary power reactor) ist ein Kernreaktor, der zur Gruppe der Druckwasserreaktoren gehört. Er ist ein Reaktor der Generation III nach der internationalen Klassifizierung.

    Es handelt sich um einen Hochleistungsreaktor (~1.600 MWe), der in den 1990er Jahren von dem deutsch-französischen Joint Venture NPI (Nuclear Power International) entwickelt wurde, das zu gleichen Teilen von Framatome SA und Siemens KWU gehalten wird. Seit 2011 wird der EPR von den Franzosen EDF und Framatome (ehemals Areva NP) entwickelt, nachdem sich Siemens KWU zurückgezogen hat.

    Im April 2023 sind drei EPR in Betrieb: zwei im Kernkraftwerk Taishan in China (Taishan 1 und 2, die 2018 bzw. 2019 den kommerziellen Betrieb aufgenommen haben) und ein dritter im Kernkraftwerk Olkiluoto in Finnland, der im März 2022 an das Netz angeschlossen und am 16. April 2023 in den kommerziellen Betrieb überführt wurde. Drei weitere EPR befinden sich im Bau: einer in Frankreich im Kernkraftwerk Flamanville und zwei im Vereinigten Königreich im Kernkraftwerk Hinkley Point. Acht weitere EPR sind in Planung: zwei im Kernkraftwerk Sizewell im Vereinigten Königreich und sechs im Kernkraftwerk Jaitapur in Indien.

    Eine verbesserte Version befindet sich in der Entwicklung, der EPR 2, von dem in Frankreich sechs bis vierzehn Reaktoren geplant sind.

  • Trockenheit in Frankreich: zu wenig Regen und zu niedrige Grundwasserspiegel

    Trockenheit in Frankreich: zu wenig Regen und zu niedrige Grundwasserspiegel

    Die Dürre gibt in Frankreich weiterhin Anlass zu grosser Sorge. Aufgrund fehlender Niederschläge ist der Grundwasserspiegel extrem niedrig. Grund genug, für diesen Sommer pessimistisch zu sein.

    Mit dem Frühling und den ersten Knospen ist die Saison des Auffüllens der Grundwasser-Reservoirs vorbei. Wenn es jetzt regnet, profitiert die Oberflächen-Vegetation davon, nicht aber Grundwasser in der Tiefe. Im März 2022 war der Grundwasserspiegel bei mehr als der Hälfte der Grundwasser-Reservoirs in Frankreich zu niedrig. Ein Jahr später befinden sich drei Viertel von ihnen im Defizit. Schuld daran ist der Mangel an Regen, der im Oktober ausblieb, und vor allem während eines historisch trockenen Monats zwischen Januar und Februar .

    Pessimistische Szenarien
    Im März kehrte der Regen er ein wenig zurück, aber die Temperaturen begünstigen zunehmend die Verdunstung des Wassers. Daher variieren die Szenarien für den Sommer von besorgniserregend bis hin zu ausgesprochen pessimistisch. Auf einer Karte, die das Dürrerisiko für diesen Sommer in Frankreich anzeigt, sind überall deutlich zu niedrige Grundwasservorkommen zu sehen. Weniger Regen und mehr Hitze im Frühjahr bedeuten mehr notwendige Bewässerung und damit eine Überbeanspruchung des Grundwassers. Die Zeit der Einschränkungen beim Wasserverbrauch begann daher in diesem Jahr schon lange vor dem Sommer.

  • Calvados: Bunker fällt wegen der Erosion von einer Klippe

    Calvados: Bunker fällt wegen der Erosion von einer Klippe

    Ein Stück Geschichte wurde gerade von der Erosion zerstört. An den D-Day-Stränden in Grandcamp-Maisy ist ein Bunker von den Klippen gestürzt. Eine direkte Folge der globalen Erwärmung und des unaufhaltsamen Vorrückens des Meeres.

    Es war eine Festung, ein Stück des Atlantikwalls, hart wie Fels. Eines Tages im März kippte der Bunker in Grandcamp-Maisy (Calvados) von der klippe. Das Schauspiel ist für die Spaziergänger atemberaubend. „Da kann man sie nicht mehr leugnen, die Erosion“, sagt eine Frau auf dem Sender France 3. „Man sieht, dass es ein Ort war, den man besuchen konnte, weil dort oben ein Geländer ist“, bemerkt ein Mann.

    „Das Meer ist da, es greift an“
    Der kleine Bunker war für die Unterbringung eines Soldaten und eines Maschinengewehrs vorgesehen. Seit einigen Jahren bröckelt die aus Erde bestehende Klippe aufgrund der kombinierten Wirkung von Wasserabfluss und Meeresströmungen. Heute hat der atemberaubende Blick auf die Skyline etwas Bedrohliches an sich. „Das Meer ist da, es greift an. In 3-4 Jahren ist so viel passiert wie in vielleicht 20 oder 30 Jahren vorher“, stellt Eric Poissonnière, der Bürgermeister von Grandcamp-Maisy, fest. Das Meer hat inzwischen auch die letzten Überreste der Strandverteidigung, die in der Normandie noch zu sehen sind, aus den Angeln gehoben.

  • Waldbrand in den östlichen Pyrenäen: „Es war ein apokalyptischer Tag“ – sagt der Bürgermeister von Cerbère

    Waldbrand in den östlichen Pyrenäen: „Es war ein apokalyptischer Tag“ – sagt der Bürgermeister von Cerbère

    Der Bürgermeister hatte nicht damit gerechnet, in diesem Jahr zu den „Ersten zu gehören, die eine so heftige Katastrophe erleben“. Das Feuer hat seit Sonntagmorgen in den östlichen Pyrenäen fast 1.000 Hektar Vegetation vernichtet.

    „Es war ein apokalyptischer Tag, ein Tag, auf den man nie vorbereitet ist“, sagte Christian Grau, Bürgermeister der Gemeinde Cerbère (Pyrénées-Orientales), am Montag, dem 17. April, gegenüber Franceinfo. Der Ort war von einem Feuer betroffen, das sich auf fast 1.000 Hektar ausgebreitet hat. Das Feuer, das am Sonntag zwischen Banyuls-sur-Mer und Cerbère ausgebrochen war, ist mittlerweile unter Kontrolle, wird aber weiterhin von der Feuerwehr „streng überwacht“.

    Bürgermeister Christian Grau wusste, dass die „Waldbrandsaison kompliziert“ sein würde, konnte sich jedoch nicht vorstellen, dass er und die Bewohner von Cerbère „die ersten sein würden, die eine so heftige Katastrophe“ so früh im Jahr erleben würden. „Wir hatten einen etwa 50 Jahre alten Kiefernwald, der innerhalb von zwei Stunden in Flammen aufgegangen ist“.

    Christian Grau beschreibt ein Feuer, das sich „in alle Richtungen“ ausbreitete, „mit hoher Geschwindigkeit“, „auf einem Bergrücken, mit begrenzten Handlungsmöglichkeiten“ für die Rettungskräfte und bei starken Windböen. „Alle Faktoren waren vereint, um ein großes und schweres Feuer zu verursachen“, erzählt der Bürgermeister der Gemeinde. Am Montagmorgen habe der Tramontana-Wind glücklicherweise ein wenig nachgelassen.

    „Zum Glück gab es keine Opfer oder Verletzten, nur einige beschädigte Häuser, aber keine zerstörten“, sagt Christian Grau und lobt den Einsatz der Feuerwehr, die vorrangig Eigentum und Personen geschützt hat.

    Die Schäden an der Natur sind jedoch beträchtlich. „In Cerbère sind 90 % unserer natürlichen Umgebung betroffen“, bedauert Christian Grau. „Es ist eine Umwelt-, eine ökologische und auch eine wirtschaftliche Katastrophe, da die verwüsteten Orte für Wanderer, die hierher kommen, um sowohl die Wald- als auch die Meeresumgebung zu genießen, weniger interessant sein werden“, so der Bürgermeister. „Wir alle sind Opfer des Klimawandels und seiner Dürreproblematik“.

  • Frankreich: Erster Großbrand des Jahres in den östlichen Pyrenäen – fast 1.000 Hektar verbrannt

    Frankreich: Erster Großbrand des Jahres in den östlichen Pyrenäen – fast 1.000 Hektar verbrannt

    Die Präfektur des Departements Pyrénées-Orientales gab bekannt, dass ein Feuer fast 1.000 Hektar Fläche vernichtet hat. Der Brand konnte in der Nacht unter Kontrolle gebracht werden. Es handelte sich um das größte Feuer seit Jahresbeginn. Innenminister Gérald Darmanin wird sich am Montag vor Ort begeben. Nach einem besonders virulenten Sommer 2022 hat das erste große Feuer des Jahres 2023 in Frankreich am Sonntag, dem 16. April, in den östlichen Pyrenäen fast 1.000 Hektar Vegetation vernichtet. Die letzten Flammen wurden in der Nacht gelöscht. „Das Feuer hat sich über 930 Hektar ausgebreitet und die Grenze zu Spanien überschritten“, betonte die Präfektur in einer am Abend verbreiteten Erklärung. Die 300 Personen, die am Nachmittag evakuiert worden waren, „konnten größtenteils wieder in ihre Häuser zurückkehren“, erklärte die Präfektur. 500 Feuerwehrleute wurden mobilisiert.Das Feuer war am Sonntagvormittag zwischen den beiden Gemeinden Cerbère und Banyuls-sur-Mer ausgebrochen. 500 Feue…

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  • Feuer in den Pyrénées-Orientales: 550 Hektar und ein Haus zerstört – Bewohner flüchten an einen Strand

    Feuer in den Pyrénées-Orientales: 550 Hektar und ein Haus zerstört – Bewohner flüchten an einen Strand

    Seit etwa 9.30 Uhr am heutigen Sonntag wütet in der Region Pyrénées-Orientales ein großer Vegetationsbrand. Gegen 16 Uhr waren bereits 550 Hektar von den Flammen zerstört, die von Windgeschwindigkeiten von fast 100 km/h angeheizt werden. 360 Feuerwehrleute sind inzwischen vor Ort.

    Über 300 Feuerwehrleute un Löschflugzeuge wurden mobilisiert, um zu versuchen, ein heftiges Feuer unter Kontrolle zu bringen, das seit Sonntagmorgen, dem 16. April, in den östlichen Pyrenäen zwischen Cerbère und Banyuls wütet. Vier Canadair- und zwei Dash-Flugzeuge kreisen um den Brandherd und werfen Löschmittel ab. Die Ursache des Feuers ist derzeit noch nicht bekannt. #

    16h40:
    Der Tramontana-Wind weht immer noch sehr stark.
    Um 16 Uhr verzeichnete Météo Ciel eine Windböe von 126 km/h am Cap Béar (Pyrénées-Orientales) 101 km/h in Leucate oder 83 km/h in Perpignan.

    Dieser Wind erschwert den Einsatz der Feuerwehren. Der Tramontane wird laut Météo France auch am Montag weiter wehen.

    16h30:
    550 Hektar von den Flammen erfasst und 360 Feuerwehrleute im Einsatz.
    Das Feuer ist an der Côte Vermeille zwischen Banyuls und Cerbère weiter auf dem Vormarsch. Kurz nach 16 Uhr teilte die Präfektur des Departements Pyrénées-Orientales mit, dass bereits 550 Hektar von den Flammen erfasst wurden, die 360 Feuerwehrleute bisher vergeblich unter Kontrolle zu bringen versuchen.

    16h20:
    Die Departementsstraße 914 und die Eisenbahnstrecke wurden für den Verkehr gesperrt.
    Die Landstraße RD914, die Banyuls-sur-mer mit Cerbère verbindet, wurde laut der Zeitung L’Indépendant von Gendarmen gesperrt. Für Fahrzeuge ist der Verkehr ab der Bucht von Paulilles unterbrochen. Der Verkehr auf der Bahnstrecke zwischen Frankreich und Spanien entlang der Küste ist ebenfalls unterbrochen.

    16h15:
    Dürre: Ein Departement wird als rot eingestuft.
    „Das Departement Pyrénées-Orientales befindet sich auf einem extremen Dürrestand“, beklagte Leutnant Christophe Ménigon vom Feuerwehr- und Rettungsdienst des Departements Pyrénées-Orientales (Sdis 66) am Freitag, den 14. April, auf Franceinfo. Er sagte, dass „einige Pflanzen bereits unter Wasserstress stehen, als ob es Ende Juli oder Anfang August wäre“.

    Die Feuerwehr des Departments Sdis 66 befürchtet, dass es möglicherweise nicht genügend Wasser geben wird, um „die Brände in diesem Sommer bekämpfen zu können“. „Wir haben große Angst vor diesem Sommer“, sagte Leutnant Christophe Ménigon gegenüber Franceinfo und sagte voraus, dass die Brandgefahr sehr, sehr hoch sein wird.

    16h00:
    Weitere Feuerwehrleute sind zur Verstärkung eingetroffen.
    Mehr als 300 Feuerwehrleute sind an der Brandbekämpfung beteiligt, darunter Feuerwehrleute aus den östlichen Pyrenäen, aber auch Feuerwehrleute, die zur Verstärkung aus den Departements Aude, Ariège, Hérault und dem spanischen Katalonien eingetroffen sind. Das Feuer befindet sich etwa 3 km von der Grenze zu Spanien entfernt.

    15h40:
    In Cerbère wird ein Wohnviertel evakuiert und Bewohner flüchten sich an den Strand.
    In Cerbère wurde das Bahnhofsviertel evakuiert und die Bewohner flüchten an den Strand, berichtet die Zeitung L’Indépendant. Im Wohnviertel Mas Nadal soll ein Haus abgebrannt sein.

    15h05:

    Innenminister Darmanin schreibt auf Twitter:

    „Großer Waldbrand in den Pyrénées-Orientales. Mehr als 300 Hektar sind bereits verbrannt.
    Volle Unterstützung für die 300 Feuerwehrleute, die vor Ort eingesetzt sind.
    4 Canadairs und 2 Dash werden zur Unterstützung geschickt.“

  • Isère: eine seit Donnerstag im Haut-Bréda-Tal vermisste Skifahrerin wurde gefunden

    Isère: eine seit Donnerstag im Haut-Bréda-Tal vermisste Skifahrerin wurde gefunden

    Die Skifahrerin, die am Mittwoch, den 12. April, zu einer dreitägigen Skiwanderung aufgebrochen war, hatte seit Donnerstag nichts mehr von sich hören lassen. Die Wetterbedingungen hatten sich in der Region deutlich verschlechtert.

    Die seit Donnerstag, dem 13. April, vermisste Skiwanderin wurde nach Informationen des Senders France Bleu Isère am Sonntagmorgen von der Bergwacht Grenoble gefunden. Sie hatte sich in eine vom Schnee zugedeckte Hütte geflüchtet.

    Aurélie Dutertre, eine 46-jährige Skifahrerin aus der Region Grenoble, war am Mittwoch allein zu einer dreitägigen Skiwanderung aufgebrochen. Vom Fond de France aus erreichte sie am Mittwochabend die Sept-Laux-Hütte, von wo aus sie ihre letzten Nachrichten übermittelte. Anschließend wollte sie über den Col de Mouchillon zur Combe-Madame-Hütte gelangen, bevor sie im Laufe des Freitags wieder absteigen wollte. Nach Mittwochabend hatte die Skifahrerin jedoch nichts mehr von sich hören lassen.

    Die Wetterbedingungen erschwerten die von der Bergwacht durchgeführte Suchaktion stark. Nachdem die Retter wegen des Wetters nicht weiterkamen, fanden sie die Skifahrerin am Sonntag gegen 9.30 Uhr in einer verschütteten Berghütte. Wahrscheinlich müssen die Frau und die Rettungskräfte noch eine Weile an Ort und Stelle ausharren, bis das Wetter es zulässt, die Frau mit dem Hubschrauber zu bergen.