Kategorie: Umwelt

  • Die englische Atomanlage Sellafield stellt eine Bedrohung für ganz Europa dar

    Die englische Atomanlage Sellafield stellt eine Bedrohung für ganz Europa dar

    Nach Recherchen, die etwa ein Jahr dauerten, behaupten Journalisten des Guardian nun, dass die britische Atomanlage Sellafield für die Europäer gefährlich werden könnte. Die Anlage weist Lecks auf, aus denen Radioaktivität austritt und die Anlage war berits mehrfach Ziel von Cyberangriffen. Die hochsensible Atomanlage Sellafield – die als die gefährlichste in ganz Europa gilt – steht heute im Mittelpunkt des Interesses nicht nur der britischen Behörden, sondern auch der europäischen Entscheidungsträger. Es war eine einjährige Untersuchung, die von unseren Kollegen des Guardian durchgeführt wurde, die das Feuer entfachte. Die Journalisten kamen zu dem Schluss, dass die Anlage, die an der Irischen See liegt, eine nicht zu unterschätzende Bedrohung für Europa darstellt. Auf dem 6 km² großen Gelände der Anlage befindet sich unter anderem das älteste Kernkraftwerk der Welt mit 400 Gebäuden und 10.000 Angestellten. Sellafield beherbergt außerdem das größte Plutoniumlager der Welt. Hier stell…

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  • Verbot von „Puffs“: Die Nationalversammlung stoppt den Verkauf von Einweg-E-Zigaretten

    Verbot von „Puffs“: Die Nationalversammlung stoppt den Verkauf von Einweg-E-Zigaretten

    Am Montag, dem 4. Dezember, stimmte die französische Nationalversammlung einstimmig für einen Gesetzestext, um „Puffs“, elektronische Einwegzigaretten für ein junges Publikum, aus dem Verkauf zu nehmen. Die Nationalversammlung nahm am Montag, dem 4. Dezember, einstimmig ein neues Gesetz an, um „Puffs“ aus dem Verkauf zu nehmen. 104 Abgeordnete stimmten für diese Maßnahme. Diese elektronischen Einwegzigaretten, die 2020 auf dem französischen Markt erschienen, sind besonders beim jungen Publikum sehr beliebt. Eine im Oktober 2022 von der Alliance contre le tabac durchgeführte Umfrage ergab, dass 13% der 13- bis 16-Jährigen bereits „Puffs“ getestet und 9% von ihnen bereits eine solche elektronische Einwegzigarette gekauft haben. Puffs als Einstieg in den TabakkonsumMediziner sind über den Gebrauch dieser elektronischen Einwegzigaretten besorgt. Sie sind der Ansicht, dass diese Produkte ein Einstieg zum Rauchen darstellen. „Man bringt Nikotin mit sehr jungen Gehirnen in Kontakt, was zu ein…

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  • Umwelt: Ein Unternehmen in Nizza bietet umweltfreundliche Lieferdienste an

    Umwelt: Ein Unternehmen in Nizza bietet umweltfreundliche Lieferdienste an

    Ein Unternehmen in Nizza versucht, die CO2-Emissionen bei Zustellungen in der Stadt zu reduzieren. Die Pakete werden mit Elektro-LKWs in kleine Lagerhäuser im Stadtzentrum gebracht. Anschließend werden sie mit Cargo-Fahrrädern ausgeliefert.

    In Nizza (Departement Alpes-Maritimes) hat ein Logistikunternehmen eine neue und nachhaltige Lösung für die umweltfreundliche Auslieferung von Waren eingeführt. Zunächst kommen die Pakete wie überall mit LKWs an. Danach aber wurde die Logistik neu gestaltet, während die Lieferungen auf mehrere Schultern verteilt werden. „Wir hatten die Idee, zunächst alle Pakete für die Kunden in einem Viertel in einem einzigen Fahrzeug zusammenzufassen“, sagt Franck Cannata, Geschäftsführer des Transportunternehmens, auf dem Sender France 2.

    Eine Organisation, die es ermöglicht, auf hunderte Lieferwagen zu verzichten.
    Für die Lieferungen in Nizza ersetzen vier LKWs 100 Kleintransporter und reduzieren die Anzahl der gefahrenen Kilometer drastisch. Diese Lkw sind elektrisch betrieben und ersetzen die bisherigen Dieselfahrzeuge. Die neuen Fahrzeuge deponieren ihre Ladung in kleinen Lagerhäusern im Stadtzentrum. Die Waren werden dann in für Lieferungen geeigneten Lastenfahrrädern zu den Kunden transportiert. 40 solcher Lastenfahrräder sind derzeit in Nizza bereits für Lieferungen im Einsatz.

  • Indre-et-Loire: Wildschwein greift Rentnerin in ihrem Garten an und verletzt sie schwer

    Indre-et-Loire: Wildschwein greift Rentnerin in ihrem Garten an und verletzt sie schwer

    Eine Rentnerin wurde in ihrem Garten in Veigné im Département Indre-et-Loire von einem Wildschwein schwer verletzt. Dem Opfer wurde fast die Hälfte des Körpers in Gips gelegt. Das Tier war vermutlich vor Jägern und ihren Hunden geflohen.

    Am Samstagmorgen wollte eine Rentnerin aus Veigné, südlich von Tours, in Ruhe in ihrem Garten arbeiten. Doch die Gartenarbeit endete abrupt. Ein Wildschwein sprang auf ihr Grundstück und griff sie von hinten an.

    Es waren Nachbarn, die Alarm schlugen. Die 70-Jährige wurde von der Feuerwehr ins Trousseau-Krankenhaus in Chambray-lès-Tours gebracht. „Sie ist vom Becken bis zum Hals eingegipst“, berichtete ein Angehöriger der Zeitung La Nouvelle République. Die Rentnerin ist schwer verletzt und leidet an mehreren Brüchen. Am Mittwoch befand sie sich noch im Krankenhaus.

    Zu dem Zeitpunkt, als die Rentnerin von dem Tier angegriffen wurde, fand auf dem Gebiet der Gemeinde eine Jagd statt. Wollte das Wildschwein den Jägern und ihren Hunden entkommen? Auf seiner Flucht griff das Wildschwein auch einen Rottweiler an. Der Hund wurde von den Stosszähnen des Wildschweins auf einer Länge von etwa 15 cm aufgeschlitzt.

    Die 70-Jährige Rentnerin lebt in einem Wohngebiet am Rande eines Waldes. Die Gärten, in denen das Wildschwein erst den Hund und dann die Rentnerin angriff, befinden sich am Waldrand. „In der Gemeinde gibt es viele Naturgebiete und Waldgrundstücke. Das ist ein Zufluchtsort für Wildschweine“, sagt Bürgermeister Patrick Michaud gegenüber der Zeitung La Nouvelle République.

    Der örtliche Jagdverein hat die Tierarztkosten für den Hund übernommen und will nach der Entlassung der Rentnerin aus dem Krankenhaus auch mit ihr in Kontakt treten.

  • Hautes-Pyrénées: Erfolgreicher Erstflug für das hybrid-elektrische Flugzeug EcoPulse

    Hautes-Pyrénées: Erfolgreicher Erstflug für das hybrid-elektrische Flugzeug EcoPulse

    EcoPulse, ein Flugzeug mit hybrid-elektrischem Antrieb, hat seinen ersten erfolgreichen Flugtest über dem Departement Hautes-Pyrénées absolviert. Ein großer Erfolg für das Projekt, das von Daher, Safran und Airbus getragen wird. Das Flugzeug wird heute und morgen auf dem Flughafen Pau im Rahmen der Green Aero Days zu sehen sein, die vom Zentrum Areospace Vallée organisiert werden, das sich der Dekarbonisierung der Leichtluftfahrt widmet.

    Höher, weiter, sauberer und leiser. Das ist die Wette, die EcoPulse, das von Daher, Safran und Aribus entwickelte Flugzeug mit hybrid-elektrischem Antrieb, gewinnen will. Der Prototyp dieser neuen Antriebsart hat seinen ersten Testflug am 29. November im Himmel über den Hautes-Pyrénées erfolgreich absolviert.

    Das hybridelektrische Flugzeug, das auf der Basis einer TBM 910 aufgebaut wurde, hob dank seines Verbrennungsmotors problemlos ab. Das elektrische Antriebssystem wurde erst während des Fluges aktiviert. Die Piloten und die technischen Teams hatten die Gelegenheit, „die ordnungsgemäße Funktion des Flugsteuerungscomputers, der Hochspannungsbatterie, des verteilten elektrischen Antriebs und des hybriden elektrischen Turbogenerators des Prototyps zu überprüfen“, so Daher. Das Flugzeug flog 100 Minuten lang, bevor es wieder sicher auf dem Boden der Pyräneen landete.

    Das Programm profitiert von der Infrastruktur und den industriellen Kapazitäten des Daher-Werks in den Pyrenäen, z. B. der Abteilung für schnelle Prototypenherstellung, den Werkstätten und der Start- und Landebahn des Flughafens Tarbes-Lourdes Pyrénées.

    Das Flugzeug ist mit einem herkömmlichen Verbrennungsmotor ausgestattet ist, der durch sechs Elektromotoren ergänzt wird, die entlang der Flügel verteilt sind. Diese ePropeller (geliefert von Safran) werden auf zwei verschiedene Arten mit Strom versorgt: durch einen Turbogenerator (von einer Gasturbine angetriebener elektrischer Generator, geliefert von Safran) und eine 800-Volt-Batterie von Airbus, die eine Leistung von 350 Kilowatt liefern kann.

    Diese Antriebsarchitektur ermöglicht es einer einzigen unabhängigen Stromquelle, mehrere im Flugzeug verteilte Motoren anzutreiben. Der jetzt vorgestellte Prototyp soll die betrieblichen Vorteile der Integration eines verteilten hybrid-elektrischen Antriebs aufzeigen, mit besonderem Schwerpunkt auf CO2-Emissionen und Lärmreduzierung.

    Zuvor hatte das Flugzeug eine Reihe von Bodentests und 10 Stunden Flugtests absolviert. Bemerkenswert ist auch, dass der Verbrennungsmotor mit einem umweltfreundlicheren Treibstoff betrieben wurde.

    Sabine Klauke, CTO von Airbus, sagte nach dem Flug: „Dies ist ein wichtiger Meilenstein für unsere Branche und wir sind stolz darauf, den ersten Flug des EcoPulse-Demonstrators mit unseren neuen Batteriesystemen angetrieben zu haben. Batterien mit hoher Energiedichte werden notwendig sein, um die Kohlenstoffemissionen der Luftfahrt zu senken, egal ob es sich um Leichtflugzeuge oder große Hybrid-Elektroflugzeuge handelt. Projekte wie EcoPulse sind entscheidend für die Beschleunigung der Fortschritte im Bereich des Elektro- und Hybridflugs und bilden den Eckpfeiler unseres Ziels, die gesamte Luftfahrtindustrie zu dekarbonisieren.“

    Die Firma Daher arbeite parallel an verschiedenen Programmen für kohlenstofffreie Flugzeuge. Der Hersteller kündigte auf der letzten Paris Air Show im Juni 2023 an, dass er seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung innerhalb von fünf Jahren für die Dekarbonisierung der Privatfliegerei vervierfachen werde.

    Der EcoPulse-Prototyp wird diesen Mittwoch und Donnerstag auf dem Flughafen Pau anlässlich der Green Aero Days zu sehen sein, die vom Cluster Aerospace Valley organisiert werden und einer nachhaltigen Leichtluftfahrt gewidmet sind. „Die Green Aero Days bringen Flugzeughersteller, Ausrüster, Experten, Flughafenbetreiber, Energieversorger, Investoren, regionale, nationale und internationale Instanzen zusammen, die heute am Aufbau der kohlenstofffreien Leichtluftfahrt von morgen arbeiten.“

  • Frankreich: Verkauf von Holzöfen „explodiert“ regelrecht

    Frankreich: Verkauf von Holzöfen „explodiert“ regelrecht

    „Innerhalb von zwei Jahren haben wir die Zahl der verkauften Holzöfen verdreifacht“, freut sich der Geschäftsführer eines Ofen-Geschäftes.

    Vor einigen Jahren war Charles Moralès technischer Leiter einer dänischen Fabrik, die Holzöfen der Marke Scan Line auf dem französischen Markt verkaufte. Dann beschloss er, das Geschäft eines Kunden zu übernehmen. Seit etwa 2 Jahren hat sich das Geschäft weitgehend zugunsten von Brennholz, das halb so teuer wie Heizöl und dreimal so preiswert wie Strom ist, verändert. Zwei Energiequellen, die vor allem aufgrund des Krieges in der Ukraine einen historischen Höhenflug erlebt haben. Innerhalb weniger Jahre ist die Scan Line Pyrénées-Gruppe erheblich gewachsen und verfügt heute über fünf Geschäfte in den Pyrénées-Atlantiques und den Hautes-Pyrénées sowie ein Unternehmen, das sich auf den Kundenservice spezialisiert hat.

    „Innerhalb von zwei Jahren haben wir die Zahl der verkauften Holzöfen verdreifacht“, freut sich der Geschäftsführer der Gruppe. „Der Markt ist in den Hautes-Pyrénées besonders interessant, da es hier eine ländliche Kundschaft gibt, die gerne zu dieser Art des Heizens zurückkehren möchte, vor allem dank der Weiterentwicklung der Technologien und der besseren Effizienz der Geräte. Die Franzosen wussten nicht viel über das System des skandinavischen Holzofens, der etwa dreimal weniger Holz verbraucht als ein Kamin oder eine offene Feuerstelle und das ganze Haus durch Konvektion heizen kann. Jetzt nutzen unsere Kunden diesen Ofen als Hauptheizung und nicht mehr als Zusatzheizung“, sagt Gerschäftsführer Charles Moralès.

    Um der explosionsartigen Nachfrage in einem sich rasch entwickelnden Sektor gerecht zu werden und die Kunden innerhalb von etwa fünf Wochen beliefern zu können, haben sie vorausschauend etwa 600 Geräte eingelagert und die Teams sehr deutlich verstärkt. „Wir wollten den Fehler einiger unserer Konkurrenten vermeiden, die aufgrund des starken Nachfragedrucks vor allem in Deutschland mit enormen Lieferproblemen konfrontiert waren“.

  • Unwetter im Departement Hautes-Alpes: Der Ferienort Risoul war von der Außenwelt abgeschnitten

    Unwetter im Departement Hautes-Alpes: Der Ferienort Risoul war von der Außenwelt abgeschnitten

    Der französische Winterferienort Risoul im Departement Hautes-Alpes war nach den Unwettern der vergangenen Tage von der Außenwelt abgeschnitten. Die Feuerwehr musste Evakuierungen durchführen.

    Diese Touristen sind die ersten, die den Wintersportort Risoul (Departement Hautes-Alpes) wieder verlassen können. „Ich fahre seit dreißig Jahren nach Risoul und habe so etwas noch nie erlebt“, sagt eine Touristin gegenüber dem Sender France 2. Die Feuerwehr ist mobilisiert, um Hilfe zu leisten. Einige Touristen und Anwohner sind schockiert und fragen sich, wie es weitergehen soll, während andere nur erleichtert sind, weil die Straße wieder passierbar ist. Eine mehrere Meter lange Spalte hatte die Straße in Richtung des Ferienortes und seiner umliegenden Weiler unterbrochen.

    Risoul war 48 Stunden lang von der Außenwelt abgeschnitten

    48 Stunden lang war der Ferienort Risoul komplett von der Außenwelt abgeschnitten, nachdem das Departement am Freitag und Samstag von heftigen Regenfällen heimgesucht wurde. Die Schäden waren aus der Luft betrachtet beeindruckend. Einige Haushalte waren bis vor wenigen Stunden noch ohne Strom. Die Einwohner sind wenige Tage vor der Eröffnung des Skigebiets sehr beunruhigt und befürchten, dass der Eröffnungstermin für die Wintersaison verschoben werden muss.

  • Unwetter: Auf Korsika verursacht starker Sturm ein großes Feuer

    Unwetter: Auf Korsika verursacht starker Sturm ein großes Feuer

    60 Hektar Land wurden am Samstag, dem 2. Dezember, in der Nähe von Bastia (Haute-Corse) ein Raub der Flammen. Die Brände wurden durch die starken Winde, die über die Insel hinwegfegten, angefacht. Tausende Haushalte sind ohne Strom.

    Die Flammen kamen den Häusern in Brando (Departement Haute-Corse) am Samstag, dem 2. Dezember, gefährlich nahe. Das Feuer wurde durch starke Winde mit Geschwindigkeiten von über 150 km/h angefacht. Ein Stromkabel soll von einer Windböe abgerissen worden sein, was zu dem Brandausbruch führte. Dutzende Feuerwehrleute waren im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen, das in der Gemeinde in der Nähe von Bastia (Haute-Corse) etwa 60 Hektar Land verwüstet hat.

    3.500 Haushalte ohne Strom
    Der Sturm begann am Samstag mit Böen von bis zu 190 km/h, die auf dem Cap Corse gemessen wurden. Die Schiffsverbindungen zwischen Korsika und dem Festland wurden um mehrere Stunden verschoben. Die Winde führten auch zu zahlreichen umgestürzten Bäumen. Etwa 3.500 Haushalte waren am Sonntagmorgen noch ohne Strom. Für Korsika galt bis Samstagabend 22 Uhr die Warnstufe Orange.

  • Unwetter: Schwere Schäden im Departement Hautes-Alpes

    Unwetter: Schwere Schäden im Departement Hautes-Alpes

    Die Unwetter waren am Samstag, dem 2. Dezember, im Südosten Frankreichs besonders stark. Hunderte von Haushalten sind noch immer ohne Strom.

    Unter einer dicken Schlammschicht liegen kiloweise Lebensmittel: Der Besitzer eines Supermarkts klagt über die zahlreichen Schäden. „Alle Möbel un die Kasse sind kaputt“, klagt Julien Gonsolin, Besitzer eines Supermarkts in den Hautes-Alpes.

    Innerhalb weniger Stunden gingen 150 Liter / m2 Niederschlag nieder. Auch in dem Nachbardorf Risoul gab es zahlreiche Schäden. „Wir hätten nie gedacht, dass wir so etwas in Risoul ereleben würden, es ist dramatisch, es gibt keine Straßen mehr, wir sind völlig von der Welt abgeschnitten, es gibt keinen Strom, keine Heizung, kein Internet, kein Telefon“, zählt ein Einwohner gegenüber dem Sender Franceinfo auf.

    Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten
    Innerhalb von 48 Stunden fielen in Risoul (Hautes-Alpes) die Niederschläge von zwei Monaten. Seit dem Samstagmorgen ist ein Teil des Dorfes völlig von der Außenwelt abgeschnitten. „Es gibt völlig isolierte Bewohner, wir wissen nicht, wann wir wieder Zugang haben werden“, erklärt Maxime Guillou von der technischen Abteilung des Rathauses. Mehr als 400 Haushalte sind auch am Sonntag noch immer ohne Strom.

  • 2023 wird laut Météo-France nach 2022 das zweitwärmste je gemessene Jahr in Frankreich sein

    2023 wird laut Météo-France nach 2022 das zweitwärmste je gemessene Jahr in Frankreich sein

    Das Jahr 2023 wird nach 2022 das zweitwärmste Jahr sein, das jemals in Frankreich gemessen wurde. „Alle Warnlampen stehen auf Rot“, sagt Météo-France, während am Donnerstag, dem 30. November, die Weltklimakonferenz COP28 in Dubai eröffnet wird.

    Das Jahr ist noch nicht zu Ende, aber die Meteorologen von Météo-France sind sich schon jetzt sicher: 2023 wird nach 2022 das zweitwärmste Jahr sein, das jemals in Frankreich registriert wurde, mit einer Durchschnittstemperatur von 14,2°C. Das sind +1,3°C mehr im Vergleich zu den Normalwerten der drei vorangegangenen Jahrzehnte (1991-2020).

    Jährliche Durchschnittstemperatur in Frankreich. (Quelle: Météo France)

    „In den Projektionen ist zu beobachten, dass 2023 ein ‚klassisches‘ Jahr in der Mitte dieses Jahrhunderts sein könnte, d. h. mit noch höheren Hitzewerten und Sommern, die sich von Juni bis Ende Oktober verlängern“, stellt Matthieu Sorel, Klimatologe bei Météo-France, fest. „Es ist wirklich ein emblematisches Jahr für das, was uns erwartet“.

    Unter den Highlights der letzten Monate erinnern sich manche an einen glühend heißen Sommer, den viertwärmsten seit dem Jahr 1900, insbesondere mit der längsten und intensivsten Hitzewelle, die in Frankreich nach einem 15. August je beobachtet wurde. In Toulouse wurde beispielsweise am 23. August eine Temperatur von 42,4°C gemessen, womit der bisherige Höchstwert von 40,7°C, gemessen im August 2023, regelrecht pulverisiert wurde. Virginie Schwarz, CEO von Météo-France, wies darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es in einer vorindustriellen Welt (vor 1850) zu einem solchen Ereignis kommt, nach den Prognosen von Météo-France um ein Hundertfaches geringer gewesen wäre. Mit anderen Worten: in einer Welt, die nicht mit der menschengemachten globalen Erwärmung konfrontiert ist.

    Rekord der Rekorde
    Mit dem wärmsten September seit Beginn des 19. Jahrhunderts in Frankreich und einem außergewöhnlich warmen Spätherbst, der vom 27. September bis zum 13. Oktober im gesamten Land festgestellt wurde, steuert Frankreich auf den wärmsten Herbst zu, der jemals gemessen wurde, obwohl der Monat Oktober hinter dem Oktober des Jahres 2022 „nur“ den zweiten Platz belegt. Alle Warnlampen stehen auf Rot, nicht nur in Frankreich, sondern auch auf dem gesamten Planeten, da seit Anfang November bekannt ist, dass dieses Jahr das wärmste sein wird, das jemals weltweit aufgezeichnet wurde, warnen die Wissenschaftler von Météo France.

    Um den festgestellten Trend, der langsam zur Norm wird, noch zu unterstreichen, weist Météo-France darauf hin, dass neun der zehn wärmsten Jahre nach 2010 stattfanden.

    Aber die Rekorde betreffen nicht nur die Temperaturen. Im vergangenen Winter gab es in Frankreich zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar 32 aufeinanderfolgende Tage ohne jeglichen Niederschlag. Das war seit 1959 in keiner Jahreszeit mehr der Fall. Umgekehrt regnete es dieses Jahr vom 18. Oktober bis zum 18. November 32 Tage lang ununterbrochen. „Nie zuvor wurden solche Regenmengen (243 Liter / m2) in 30 aufeinanderfolgenden Tagen landesweit gemessen“, betont Météo-France.

    In diesem Kontext einer Vielzahl an alarmierenden Informationen, die von Experten veröffentlicht werden, wird das Außergewöhnliche banalisiert. Es besteht die Gefahr, dass die Öffentlichkeit nicht mehr auf all diese Rekorde achtet, die sich selbst übertreffen. Die Meteorologen stehen vor der schwierigen Aufgabe, das Bewusstsein wach zu halten.

    Es gibt immer mehr Rekorde, und wir brechen sie jedes Jahr erneut.