Kategorie: Umwelt

  • Winterwetter: 10 Departements unter Alarmstufe Orange am Dienstag – Probleme auf den Straßen im Norden

    Winterwetter: 10 Departements unter Alarmstufe Orange am Dienstag – Probleme auf den Straßen im Norden

    Meteo France hat 10 Departements wegen der Gefahr von Schnee und Glatteis auf die Warnstufe Orange gesetzt. Der Verkehr ist am Dienstagmorgen in Teilen Frankreichs stark beeinträchtigt, insbesondere in der Region Ile-de-France: Zwei Autobahnachsen – die A12 und die A13 – wurden gesperrt. Zwei weitere Departements wurden wegen Hochwassergefahr erneut auf die Warnstufe Orange gesetzt: Nord und Pas-de-Calais.

    Die Kälte nimmt am Dienstag, den 9. Januar, im Nordosten Frankreichs und im Zentralmassiv zu. Sechs Departements im Nordwesten wurden auf die Warnstufe Orange gesetzt. Der heutige Tag soll der kälteste dieser Woche in Frankreich werden.

    Metéo France gab in seinem neuen Wetterbericht am Dienstag bekannt, dass die Departements Manche, Essonne, Eure-et-Loir, Isère, Savoie und Haute-Savoie zu den Departements Yvelines, Essonne, Calvados, Orne und Eure hinzukommen, die seit Dienstagmorgen auf die Warnstufe Orange Schnee / Glatteis gesetzt wurden. In den Departements Nord und Pas-de-Calais herrscht aufgrund der Hochwassergefahr erneut die Warnstufe Orange.

    Am Dienstag werden gefühlte Temperaturen zwischen -5°C und -10°C in einem großen nordöstlichen Drittel Frankreichs erwartet, verbunden mit Hochwassergefahr in den Regionen Nord und Pas-de-Calais.

    „Eine Schneeachse erstreckt sich von der Pariser Region bis zur Basse-Normandie. Die gefallenen Schneemengen werden höher sein als ursprünglich erwartet. Es bildet sich auch Straßenglätteplatte“, so Météo France. „Der Schnee erreicht heute Nacht die Ile-de-France. Alle Streu- und Schneemaschinen der Straßendirektion sind mobilisiert. Höchste Wachsamkeit ist geboten“, warnte Verkehrsminister Clément Beaune auf X.

    „Der Verkehr ist sehr schwierig, insbesondere auf der N118, der A12 und der A13, die zwischen Orgeval und Rocquencourt in beiden Richtungen gesperrt ist“, maldete die Präfektur der Region Ile-de-France.

    Um 05:30 Uhr wurden 5 cm Schnee in Caen-Carpiquet, 3 cm in Toussus-le-Noble und Evreux, 2 cm in Paris-Montsouris und Trappes gemessen, berichtet Météo-France. „Die erwarteten Schneemengen in der Basse-Normandie liegen in der Größenordnung von 5 bis 8 cm, könnten aber punktuell 10 cm erreichen“.

    „Im Norden des Landes verstärkt der sich ausbreitende Nordostwind die Kälte. Die Nachttemperaturen sind frostig“. In den Regionen Hauts-de-France, Grand Est, Bretagne, Auvergne und Limousin wird es -7°C bis -4°C Grad geben, im Rest des Landes -5°C bis -2°C Grad, so die Prognose des Wetterdienstes. Am Dienstagmorgen werden nur an der Côte d’Azur und auf Korsika positive Temperaturen verzeichnet, mit Tiefstwerten zwischen 3 und 7 Grad und Höchstwerten von 8 bis 14 Grad. In den Departements Drôme, Isère, Ain und Jura wird Schnee fallen. Achtundvierzig Departements auf der Warnstufe Gelb für „große Kälte“ (zweite von vier Stufen) und in den Departements Nord und Pas-de-Calais gilt weiterhin die orangefarbene Warnstufe „Hochwasser“.

    In Blendecques (Pas-de-Calais), einer der Gemeinden, die letzte Woche schwer von Überschwemmungen betroffen waren, hat der Frost den Schlamm in den Straßen festgefroren.

  • Kältewelle: Notfallplan für große Kälte in Paris ab Montag aktiviert

    Kältewelle: Notfallplan für große Kälte in Paris ab Montag aktiviert

    Angesichts des starken Temperatursturzes hat der Präfekt von Paris beschlossen, ab Montag, dem 8. Januar, den Notfallplan für große Kälte in Paris zu aktivieren. Ein Plan, der die Öffnung zusätzlicher Plätze in Notunterkünften für obdachlose ermöglichen wird.

    Angesichts der großen Kälte zieht die Präfektur der Region Île-de-France alle Register, um Menschen, die auf der Straße leben, in Sicherheit zu bringen. Die Präfektur gab am Sonntag, dem 7. Januar, bekannt, dass Marc Guillaume, Präfekt von Paris, beschlossen hat, ab Montag den Notfallplan für große Kälte in Paris zu aktivieren. Im Laufe der Woche werden 274 zusätzliche Plätze in Notunterkünften zur Verfügung gestellt. Ab Sonntagabend werden „50 Plätze für Familien oder alleinstehende Frauen und 50 Plätze für alleinstehende Männer geöffnet“, so die Präfektur.

    Der Notfallplan für große Kälte wird aktiviert, um auf den starken Temperaturabfall in den kommenden Tagen zu reagieren. Ein Plan, der bereits in 39 Departements, in Ostfrankreich oder auch im Cantal umgesetzt wurde, um die am meisten gefährdeten Menschen zu schützen. Parallel zu den Kälteplänen haben auch mehrere Vereinigungen, darunter der Malteserorden, beschlossen, ihre Streifenfahrten zu intensivieren, da die Zahl der Menschen, die in der Hauptstadt auf der Straße leben und schlafen, im Vergleich zu 2022 um 16 % gestiegen ist.

  • Ist Kälte gut für die Gesundheit?

    Ist Kälte gut für die Gesundheit?

    Jeden Winter beeinflussen die Temperaturen die Gesundheit und die Kälte wird von vielen Menschen gefürchtet. Sie ist gleichbedeutend mit Erkältungen und Krankheiten. Aber die Kälte wird in Wirklichkeit viel zu oft falsch beurteilt. Was, wenn die Kälte zu Unrecht verurteilt wird? Jeden Winter bedeutet für viele von uns der Temperatursturz Erkältungen, kalte Fingerspitzen und Kleidung mit vielen Schichten. Wenn Sie dann nur noch ins Warme wollen, sollten Sie wissen, dass die Kälte Ihrem Körper mehr Vorteile bringen kann, als Sie denken. Sie ist gut für den SchlafKälte sorgt dafür, dass Sie schneller einschlafen und besser durchschlafen. In der Tat wird häufig empfohlen, das Schlafzimmer zwischen 16 und 19 Grad Celsius zu halten. Manche meinen, die ideale Temperatur wäre 18 Grad, um schneller einschlafen zu können. Aus diesem Grund ist es im Sommer manchmal schwieriger, Schlaf zu finden, und es ist garnicht ratsam, im Winter in einem überheizten Raum zu schlafen. Außerdem sollen sich nied…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Olympische Winterspiele 2030 in Frankreich: In den Alpen formiert sich Protest gegen die Spiele

    Olympische Winterspiele 2030 in Frankreich: In den Alpen formiert sich Protest gegen die Spiele

    In mehreren Städten in den französischen Alpen versammelten sich Demonstranten, um die ökologischen Folgen einer Ausrichtung der Olympischen Winterspiele in Frankreich im Jahr 2030 anzuprangern. Unter anderem wird wohl sehr viel Kunstschnee benötigt werden. Am Samstag, dem 6. Januar, versammelten sich in Grenoble (Departement Isère) Demonstranten, um gegen die Austragung der Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen zu protestieren. Auf Initiative des Kollektivs „NO JO“ protestierten die Aktivisten der Bewegung „Soulèvements de la Terre“ in friedlicher Weise. Sie kritisieren einen falschen Weg für das Klima. „Man plant immerhin, im Jahr 2030 Schneesportarten auszurichten, obwohl dafür Kunstschnee benötigt wird und die Wasserressourcen angespannt sind“, beklagte eine Frau auf dem Sender Franceinfo. „Nachhaltige Spiele wird es nicht geben“Ähnliche Kundgebungen fanden in mehreren Städten in den Alpen statt. In Chambéry (Departement Savoyen) waren es über 200 Personen. Einig…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Regenschauer und Schnee in den Bergen – das erwartet Frankreich in den nächsten Tagen

    Regenschauer und Schnee in den Bergen – das erwartet Frankreich in den nächsten Tagen

    Ab dem heutigen Freitag ist unruhiges Wetter angesagt mit Regenschauern, zum Teil starkem Schneefall in den Bergen und sinkenden Temperaturen.

    Nachdem das Jahr 2024 mit mildem Wetter begann – über 20°C etwa im Roussillon am Donnerstagnachmittag – ist ab Freitag, dem 5. Januar, ein radikaler Wetterwechsel angekündigt. Das kalte Wetter wird sich über Frankreich legen und voraussichtlich eine Weile anhalten. Betroffen sind die südlichen Regionen Frankreichs, während für den Norden des Landes milderes und helleres Wetter angekündigt ist. Am Vormittag wird der Wind an den Küsten des Ärmelkanals noch recht stark wehen.

    Am Freitagmorgen sagt Météo France graues und regnerisches Wetter von den Pyrenäen, dem Zentralmassiv bis zu den östlichen Grenzen und dem Mittelmeer voraus. In der südlichen Aquitaine werden den ganzen Tag über Schauer erwartet, die manchmal gewittrig sind. Im Baskenland kann es zu starken Regenfällen kommen. Rund um den Golf von Lion sind die Regenfälle geringer. In den Regionen PACA und Rhône-Alpes werden die Regenfälle jedoch relativ stark ausfallen, da ein Tiefdruckgebiet von den Balearen nach Korsika ziehen wird.

    Starke Schneefälle
    Dieses Wetter wird zu Schneefällen in den Bergen führen. Schnee wird ab 1.000 m Höhe in den Pyrenäen und im Zentralmassiv, 1.200 m auf der Alpennordseite und 1.400 m in den Südalpen vorhergesagt. Laut Météo Pyrénées werden am Freitag etwa 5 cm auf 1.500 m und etwa 10 cm auf 2.000 m Höhe fallen. Am Samstag wird die Regen-Schnee-Grenze tagsüber bei 800/900 m liegen, am Samstagabend bei 600 bis 700 m und in der Nacht von Samstag auf Sonntag sogar auf 400 bis 500 m sinken. Am Sonntag lassen die Schneefälle nach, aber im Gebirge herrscht klirrende Kälte.

    Der Wetterkanal warnt vor schwerem und klebrigem Schnee und sagt für alle Bergmassive zwischen Freitag und Samstag 20 bis 50 cm Neuschnee in Höhen von 1.500 Metern voraus.

    Die Kälte wird in der nächsten Woche anhalten. Es wird keine Kältewelle geben, aber eine „ausgeprägte Kälteepisode“, warnt La Chaîne Météo. Im Nordosten Frankreichs wird die Kälte in der kommenden Woche am stärksten sein, mit Temperaturen, die in einigen Talböden auf zwischen -10°C und -15°C sinken können. Im Elsass und der Region Rhône-Alpes sind mehrere Tage mit Frost angekündigt. Auch zwischen den Hauts-de-France und dem Limousin wird es mit Tiefstwerten zwischen -5°C und 0°C sehr kalt werden. Die südlichen Regionen werden weniger betroffen sein, aber die feuchte Luft im Mittelmeerraum könnte auch in tiefen Lagen im Hinterland von Nizza zu Schneefällen führen.

    Kälterekorde in Skandinavien
    Am Donnerstag wurden in Skandinavien Kälterekorde gebrochen, zum Beispiel mit einer Temperatur von -43,8°C in Naimakka, Schweden. Diese extreme Kälte brachte mehrere alte Rekorde zu Fall. In Finnland wurden – 43,5°C auf dem Flughafen Enontekio im Nordwesten des Landes gemessen. So kalt war es dort seit 2006 nicht mehr.

  • Frost und Schnee – die Kälte kehrt am Wochenende nach Frankreich zurück

    Frost und Schnee – die Kälte kehrt am Wochenende nach Frankreich zurück

    Nach einem sehr milden Jahresende 2023 und sonnigen Neujahrstagen wird der Winter ab dem Wochenende des 6. und 7. Januar 2024 in Frankreich etwas dauerhafter Einzug halten. Es werden Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sowie Schneefall bis ins Flachland angekündigt.

    „Die Verstärkung der antizyklonalen Bedingungen begünstigt einen Kälteeinbruch in Frankreich mit deutlich sinkenden Temperaturen, die einige Grad unter den jahreszeitlichen Normalwerten liegen werden“, kündigt Météo France für die Woche vom 8. bis 14. Januar an. Die Abkühlung wird bereits am Wochenende eintreten und die Temperaturen landesweit durchschnittlich. Am Sonntagmorgen werden zum Beispiel in Bourg-Saint-Maurice in Savoyen -2 °C erwartet. Die Temperaturen werden im Südwesten nicht über 5 °C steigen. In Nizza und auf Korsika wird es maximal 10 °C warm. Ab Sonntag werden die Temperaturen landesweit unter den normalen Werten für die Jahreszeit liegen.

    Météo France kündigt an, dass ab dem 7. Januar verbreitet Morgenfröste auftreten werden. „Sie könnten nächste Woche fast das ganze Land betreffen und vom Zentralmassiv bis zu den Ostgrenzen einen guten Teil der Woche sogar Tiefsttemperaturen von -5°C oder weniger erreichen“, heißt es in dem neuesten Wetter-Bulletin.

    „Der nationale Thermoindikator könnte zu Beginn der nächsten Woche unter 0 °C fallen, was seit fast 6 Jahren – Februar 2018 – nicht mehr vorgekommen ist“, so Météo France.

    In Gap, im Département Hautes-Alpes, ist für Dienstag, den 9. Januar, Schnee angekündigt. Der Tag wird in Frankreich sehr kalt werden. „Im Osten können wir morgens in der Ebene -5 °C erleben und in den Bergen könnten die Temperaturen sogar unter -10 °C fallen“, wie Stéven Tual, ein Meteorologe von Météo Bretagne, auf Anfrage von Ouest France bestätigte.

  • Ein Toter und Hunderte von Evakuierten bei Überschwemmungen im Nordosten Frankreichs

    Ein Toter und Hunderte von Evakuierten bei Überschwemmungen im Nordosten Frankreichs

    Mehr als 300 Menschen mussten im Departement Pas-de-Calais evakuiert werden. Neue Überschwemmungen betrafen in der Region mehrere Gemeinden. In der Region Loire-Atlantique wurde ein 73-jähriger Mann tot in seinem Auto aufgefunden und im Departement Nord waren mehr als 10.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten.

    Eine regelrechte Sintflut, zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate. Mehr als 300 Menschen mussten im Departement Pas-de-Calais evakuiert werden, wo das Wasser stellenweise alle vorherigen Pegelstände übertraf. Am Mittwoch, dem 3. Januar, gab es ein Todesopfer aufgrund der Überschwemmungen im Departement Loire-Atlantique zu beklagen. Das Hochwasser betrifft sechs weitere Departements im Nordosten Frankreichs, für die die Warnstufe Orange gilt.

    Im Departement Loire-Atlantique wurde am Mittwochnachmittag ein 73-jähriger Mann tot in seinem teilweise unter Wasser stehenden Auto entdeckt, nachdem er offenbar auf eine Straße gefahren war, die aufgrund von Überschwemmungen eigentlich für den Verkehr gesperrt war, wie die Staatsanwaltschaft von Nantes mitteilte. Der Körper des Toten wurde von Tauchern der Gendarmerie entdeckt, erklärte der Staatsanwalt und fügte hinzu, dass „alles darauf hindeutet, dass er auf diese Straße gefahren ist, obwohl sie für den Verkehr gesperrt war“.

    Im Pas-de-Calais ist der Fluss Aa, für den bereits seit Dienstag die Warnstufe Rot gilt, „im Großen und Ganzen auf demselben Niveau wie im November“, als er seinen historischen Höchststand erreicht hatte, so die Webseite Vigicrues. Die Pegel könnten noch weiter ansteigen, aber „man kann davon ausgehen, dass wir uns auf dem Höhepunkt der Flut befinden“.

    „Es ist eine Katastrophe“, sagte Rachid Ben Amor, Bürgermeister von Blendecques, einer Gemeinde, durch die der Fluss Aa fließt und in der viele Häuser überschwemmt wurden. Emmanuel Macron, mit dem er am Dienstag telefoniert habe, habe ihm „gesagt, dass er alles veranlassen würde, was nötig ist“. Aber wann? Fragt sich der Bürgermeister und sagte, er erwarte mehr Mittel vom Staat.

    Bertrand Rose, ein Allgemeinmediziner in Blendecques, ist besorgt: „Ich habe Patienten, die in einem schrecklichen physischen und vor allem psychischen Zustand sind, weil es in letzter Zeit immer wieder zu Hochwasser kommt“.

    „Alles steht unter Wasser“, klagte die 59-jährige Michelle Coste, die ihr Haus nicht betreten kann. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass es so schnell wieder losgeht.“

    In der 5.000-Einwohner-Gemeinde werden die Betroffenen, die in Stiefeln mit ein paar Sachen in Einkaufstaschen und manchmal auch mit ihren Haustieren ankommen, in einer Sporthalle untergebracht, in der Feldbetten aufgestellt wurden.

    Nach Angaben der Präfektur des Departements Pas-de-Calais mussten seit Beginn der neuen Hochwasserwelle 371 Personen evakuiert werden, 115 davon seit 6 Uhr am Mittwoch.

    Christophe Béchu, Minister für den ökologischen Übergang, und Olivier Véran, Regierungssprecher, sollen am Donnerstag in mehrere Gemeinden im Pas-de-Calais reisen, um sich mit Bürgermeistern und Geschädigten zu treffen.

    12 Flüsse unter Warnstufe Rot oder Orange
    Neben der Aa, die als rot eingestuft wurde, wurden 11 Flüsse im nordöstlichen Viertel Frankreichs als orange eingestuft, in den Departements Pas-de-Calais, aber auch in den Departements Nord, Aisne, Ardennen, Maas, Mosel und Meurthe-et-Moselle. Überall in der Region Hauts-de-France ist Hochwasser, Dutzende Straßenabschnitte mussten gesperrt werden.

    Derzeit wird Wasser in Flaschen verteilt, da etwa 2.100 Einwohner am Mittwochabend ohne Trinkwasser waren, gab die Präfektur bekannt.

    Nachdem am Mittwoch in den Departements Nord und Pas-de-Calais mehr als 10.000 Haushalte ohne Strom waren, konnten 95 % von ihnen bereits am Ende des Tages wieder mit Strom versorgt werden, wie der Stromnetzbetreiber Enedis mitteilte.

    Luftaufnahmen von Esquerdes, in der Nähe von Blendecques, zeigen ganze Häuserblocks unter Wasser und in Éperlecques, einer Gemeinde im Großraum Saint-Omer, ist das Stadtzentrum überflutet, berichtet die Präfektur.

    Weiter östlich, im Departement Meurthe-et-Moselle, stieg das Wasser im Fluss Orne stark an. Laut Vorhersagen könnte das Hochwasser den historischen Höchststand von 2016 in Kürze überschreiten, so die Präfektur.

  • Unwetter: Das Pas-de-Calais wird zum achten Mal in zwei Monaten auf Alarmstufe Rot für Hochwasser gesetzt

    Unwetter: Das Pas-de-Calais wird zum achten Mal in zwei Monaten auf Alarmstufe Rot für Hochwasser gesetzt

    Für das Departement Pas-de-Calais wurde am Dienstag, dem 2. Januar, die Hochwasserwarnstufe Rot ausgerufen. In den Departements Nord, Finistère und Meurthe-et-Moselle herrscht Alarmstufe Orange. Es ist das achte Mal in zwei Monaten, dass das Pas-de-Calais unter Alarmstufe Rot gesetzt.

    Mit letzter Kraft verlässt eine Bewohnerin ihr Haus, bevor sie in der Falle sitzt. Das Wasser ist überall, die Fließgeschwindigkeit ist gewaltig. Das Stadtzentrum von Bourthes (Departement Pas-de-Calais) ist schon wieder überschwemmt. Für andere Bewohner ist es bereits zu spät, um die Häuser zu verlassen: Sie werden die Nacht in ihren Häusern mit der Angst verbringen, dass das Wasser weiter und weiter steigt. „Die Situation ist sehr kritisch. Hinter unserem Haus beginnen die Weiden überschwemmt zu werden, das Zentrum des Ortes ist völlig überflutet. Wir können nicht mehr aus dem Haus gehen“, klagt eine Bewohnerin gegenüber dem Sender France 2.

    Der Fluß Aa fließt durch einen großen Teil des Departements Pas-de-Calais. Viele Gemeinden waren am Dienstagabend, dem 2. Januar, gefährdet. Weiter flussabwärts, in Arques, pumpt ein Restaurantbesitzer das Wasser aus seinem Keller. Mitten das Interview mit ihm kommt von Météo France die Ausrufung der Alarmstufe Rot. Für den Restaurantbesitzer wiederholt sich ein Albtraum. In der Nachbargemeinde Blandec beginnt das Wasser, die Häuser eines Wohnviertels zu erreichen. Eine Bewohnerin war bereits im November letzten Jahres von der Katastrophe betroffen. „Wir sind demoralisiert, weil wir unsere Häuser nicht trocknen können“, erklärt sie. Es wird erwartet, dass der Fluss in den nächsten Stunden einen außergewöhnlich hohen Pegelstand erreicht. 120 zusätzliche Feuerwehrleute sollen zur Verstärkung im Departement eintreffen.

  • Wetter: 10 Departements auf Warnstufe Orange wegen Starkregens und  Überschwemmungen

    Wetter: 10 Departements auf Warnstufe Orange wegen Starkregens und Überschwemmungen

    Im Departement Pas-de-Calais herrschte zeitweilig Warnstufe Orange wegen „Starkregen-Überschwemmung“ und „Hochwasser“.

    Die Wetterwarnungen werden ausgeweitet, da die Regenfälle weiter zunehmen. In der am Montag, dem 1. Januar um 22 Uhr veröffentlichten Vorhersage verhängt Météo-France ab Mitternacht in zehn Departements die Warnstufe Orange. Das Departement Nord wurde nun auch auf die Warnstufe Orange „Hochwasser“ gesetzt und schließt sich damit dem Pas-de-Calais an. Auf der Warnstufe Orange für Regen und Überschwemmungen befinden sich die Departements Manche, Orne, Mayenne, Sarthe, Loire-Atlantique, Vendée, Morbihan und Finistère, die teilweise bereits am Montag in Alarmbereitschaft versetzt wurden.

    „Ein Regengebiet erreicht die Atlantikküste Frankreichs. Der Regen wird die ganze Nacht von Montag auf Dienstag sowie einen großen Teil des Dienstags anhalten, mit anhaltenden Regenfällen, die große Niederschlagsmengen verursachen“, warnt Météo-France. „Innerhalb von 24 Stunden werden Niederschlagsmengen zwischen 40 und 60 Liter / m2 erwartet. Es ist möglich, dass lokal die 60 Liter überschritten werden, insbesondere in Richtung des Finistère. Diese Niederschläge fallen außerdem auf bereits gesättigte Böden“, so die Warnmeldung weiter.

  • Überschwemmungen: Das Departement Pas-de-Calais erneut unter Wasser

    Überschwemmungen: Das Departement Pas-de-Calais erneut unter Wasser

    In der Region Pas-de-Calais gilt immer noch die Warnstufe Orange für Hochwasser. Im Laufe des Tages werden weitere Regenfälle erwartet, die die nach den Überschwemmungen im November noch sehr nassen Böden wieder überlasten könnten.

    In den letzten Stunden stieg in Blendecques (Departement Pas-de-Calais) aufgrund der Regenfälle der Pegel des Flusses Aa unaufhörlich an und mit ihm die Angst der Bewohner der Gemeinde. Nur zwei Monate nach dem letzten Hochwasser wurden die Straßen erneut von Wassermassen überflutet. Erschöpft zogen es einige Bewohner vor, ihre Häuser in der Nacht zu verlassen. Die gleiche Situation herrschte etwa 30 km entfernt in der Gemeinde Bourthes, die ebenfalls vom Fluss Aa durchquert wird.

    An manchen Stellen bis zu 40 Liter Regen.
    Die zu Hause gebliebenen Bewohner versuchten, sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu schützen. Einige Sandsäcke erschienen angesichts des immer weiter ansteigenden Flusses regelrecht lächerlich. Seit gestern steht das Dorf unter Wasser. Ein Katastrophenszenario, das sich noch weiter verschlimmern könnte. Die Bewohner des Departements Pas-de-Calais erwartet in den nächsten Stunden eine anstrengende und gefährliche Zeit. Im Departement könnten die Regenmengen stellenweise über 40 Liter / m2 betragen.