Kategorie: Klimawandel

  • Gewitterchaos in Frankreich: Tausende Haushalte ohne Strom – ganze Ortschaften schwer getroffen

    Gewitterchaos in Frankreich: Tausende Haushalte ohne Strom – ganze Ortschaften schwer getroffen

    Als der Himmel sich über Süd- und Zentralfrankreich zusammenzog, ahnte niemand, wie heftig der Sturm wirklich werden würde. Am Mittwochabend zogen heftige Gewitter über mehrere Départements – mit drastischen Folgen: Über 12.000 Haushalte saßen am Donnerstagmorgen im Dunkeln. Bäume knickten wie Streichhölzer, Dächer wurden abgedeckt, Stromleitungen zerstört. Besonders schwer traf es kleine Gemeinden wie Précy im Berry – dort spricht man von einem wahren Unwetter-Desaster. Die Zahlen sind alarmierend. Noch am Morgen nach dem Unwetter meldete der Stromversorger Enedis rund 10.000 betroffene Haushalte – betroffen waren unter anderem der Tarn, das Tarn-et-Garonne, die Nièvre, die Yonne und der Cher. In den Départements Tarn und Tarn-et-Garonne waren allein 7.000 Haushalte betroffen, 4.000 in der Nièvre und der Yonne, 1.300 im Cher. Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren, doch das ganze Ausmaß des Sturms wird sich wohl erst in den kommenden Tagen zeigen. Feuerwehren im Dauereinsatz: Bäume…

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  • Hitzehammer zum Feiertagswochenende: Der Süden Frankreichs schwitzt – und wie!

    Hitzehammer zum Feiertagswochenende: Der Süden Frankreichs schwitzt – und wie!

    Wer gehofft hatte, das verlängerte Wochenende rund um Mariä Himmelfahrt mit einer leichten Brise und moderaten Temperaturen zu verbringen, wird enttäuscht. Frankreich rutscht direkt in den nächsten Hitzeschub – mit Temperaturen bis zu 40 Grad im Südwesten. Und das nicht nur für einen Tag.

    Die gute Nachricht? Es gibt keine rote Hitzewarnung mehr. Die schlechte: Die nächste steht quasi schon vor der Tür.

    Ein kurzer Hauch von Abkühlung, dann kommt der Rückschlag. Am Donnerstag, dem 14. August, sorgt eine kleine Gewitterfront zwar für etwas Linderung, doch laut Météo-France ist das nur die Ruhe vor dem nächsten Sturm – oder besser gesagt: vor dem nächsten „dôme de chaleur“, dem berüchtigten Hitzedom. Dieses meteorologische Phänomen, bei dem ein stationäres Hochdruckgebiet die heiße Luft wie unter einer Glasglocke gefangen hält, schickt das Thermometer erneut auf Rekordjagd.

    Freitag: Glutofen Südwesten

    Schon am Freitag ist das ganze Ausmaß der Hitzewelle zu spüren. Während in Brest an der Atlantikküste noch angenehme 20 Grad herrschen, starten Städte wie Montpellier mit 34 Grad direkt in den Tag – am Vormittag, wohlgemerkt. Am Nachmittag klettern die Werte dann auf bis zu 40 Grad in Bordeaux, 38 in Toulouse und Biarritz und 37 in Montpellier.

    Wolken? Fehlanzeige. Der Himmel bleibt über weiten Teilen Frankreichs strahlend blau. Nur auf Korsika und in den Alpen könnten vereinzelte Gewitter für eine willkommene Unterbrechung sorgen.

    Und die Nächte? Auch die bieten kaum Erholung. In Perpignan, Marseille und Bordeaux sinken die Temperaturen nachts nicht unter 27 Grad. Tropennächte deluxe – aber leider ohne Strandcocktail.

    Samstag: Die Sonne brennt weiter

    Auch der Samstag bringt keine Erleichterung. Im Gegenteil: Die Sonne bleibt allgegenwärtig, die Luft steht. In Montpellier und Bordeaux werden bis zu 39 Grad erwartet. Städte wie Nantes, Tarbes, Limoges oder Montélimar steuern auf Höchstwerte um die 35 Grad zu.

    Ein paar harmlose Wolken könnten den Osten des Landes streifen, aber wirklich spürbare Abkühlung bringen sie nicht. Wer kann, sucht sich ein schattiges Plätzchen – oder flüchtet ins nächste klimatisierte Einkaufszentrum.

    Sonntag: Ein Hauch von Milderung

    Am Sonntag dann ein zarter Hoffnungsschimmer. Ein leichter Wind aus Nordosten kündigt an, dass die Hitzewelle zumindest einen Gang zurückschaltet. Die Temperaturen sinken ein wenig – aber eben nur ein wenig. Mit über 30 Grad bleibt es in fast ganz Frankreich brütend heiß, einzig im äußersten Norden und Osten sind leichte Rückgänge zu verzeichnen.

    Doch der große Durchbruch bleibt aus. Von echter Erfrischung fehlt weiterhin jede Spur.

    Ein Sommer der Extreme

    Wer glaubt, es handele sich nur um ein weiteres heißes Wochenende, der irrt. Dieses Hitzeereignis ist Teil eines ungewöhnlich intensiven Sommers. Bereits Anfang der Woche purzelten mehrere Temperaturrekorde. Nun setzt sich die Gluthitze fort – und das möglicherweise bis zum 20. August.

    Zwei Wochen Dauerhitze, unterbrochen nur durch kurze Gewitterphasen, könnten nicht nur für empfindliche Menschen zur Belastung werden. Besonders ältere Personen, Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen sind gefährdet. Météo-France ruft daher zur Wachsamkeit auf: Viel trinken, körperliche Anstrengung vermeiden, Innenräume abdunkeln und – wenn möglich – den Ventilator auf Dauerbetrieb schalten.

    Was steckt hinter dem Hitzedom?

    Meteorologisch gesehen ist der „dôme de chaleur“ kein Unbekannter. Diese Art von stabiler Hochdrucklage führt dazu, dass warme Luftmassen aus Nordafrika oder dem Mittelmeerraum über Tage hinweg über einer Region verharren. Regen? Keine Chance. Abkühlung? Fehlanzeige.

    Solche Wetterlagen werden durch den Klimawandel nicht nur häufiger, sondern auch intensiver. Die Temperaturspitzen klettern höher, die Dauer dieser Phasen nimmt zu, und die Nächte bieten kaum noch Erholung. Was früher als Ausnahmesituation galt, wird zunehmend zum neuen Sommeralltag.

    Was bedeutet das für die kommenden Wochen?

    Météo-France schätzt, dass sich die aktuelle Hitzewelle erst gegen Ende der nächsten Woche abschwächen wird. Bis dahin bleibt Frankreich im Hitzeklammergriff. Und mit jedem Tag wächst die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Regionen erneut auf die höchste Warnstufe gehoben werden müssen.

    Rhetorische Frage gefällig? Wie viele Eis muss man essen, um bei 40 Grad noch halbwegs kühl zu bleiben?

    Eine genaue Antwort gibt es nicht. Aber eines ist sicher: Der Sommer 2025 gehört schon jetzt zu den heißesten – und das Wochenende rund um Mariä Himmelfahrt dürfte uns noch lange in Erinnerung bleiben.

    Autor: C.H.

  • Quallen-Alarm an der französischen Nordseeküste – ein Sommer, der in Erinnerung bleibt

    Quallen-Alarm an der französischen Nordseeküste – ein Sommer, der in Erinnerung bleibt

    Der Sommer 2025 zeigt sich an der Nordseeküste von einer seltsam glitschigen Seite.In den Hauts-de-France stapeln sich am Strand Hunderte, teils riesige Exemplare der Rhizostoma octopus.Sie treiben wie durchsichtige Ufos im Wasser oder liegen als zähe, gallertartige Klumpen im Sand.Was sonst nur ein saisonales Ärgernis ist, nimmt in diesem Jahr ungeahnte Ausmaße an – mit Folgen für Natur, Wirtschaft und sogar kritische Infrastruktur.

    Wenn die See zur Quallenbrutstätte wird Dass Quallen plötzlich in Massen auftauchen, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer verhängnisvollen Verkettung.Das Meer wird wärmer – und genau das mögen Quallen. Schon im Frühjahr, wenn sich das Wasser schneller als früher erwärmt, legen sie richtig los.Dazu kommt die Überfischung: Weniger Thunfische und Meeresschildkröten bedeuten weniger natürliche Fressfeinde.Und als wäre das nicht genug, treiben Strömungen, die von Küstenwinden beeinflusst werden, die Quallenschwärme gezielt in Richtung Land.Ergebnis: Ein…

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  • Lyon: 42 Grad und kein Lüftchen – eine Stadt im Ausnahmezustand

    Lyon: 42 Grad und kein Lüftchen – eine Stadt im Ausnahmezustand

    Am 13. August 2025 hat Lyon einen Tag erlebt, der in die Klimageschichte eingeht.42 Grad Celsius, mitten in einer Großstadt, in der die Hitze zwischen Beton und Asphalt wie in einem Backofen steht. Dreizehn Grad über dem, was hier um diese Jahreszeit üblich ist – und Météo-France rief Alarmstufe Rot aus. Eine Maßnahme, die nur in extremen Ausnahmefällen verhängt wird. Schon am Morgen war klar, dass dieser Tag kein normaler Sommertag wird. Im Parc Blandan zeigte das Thermometer um 8 Uhr bereits 23 Grad. Die Luft stand still, die Sonne brannte ohne Unterlass. Am Nachmittag dann der Hitzerekord – 42 Grad, offiziell bestätigt. Und als die Sonne unterging, brachte das kaum Erleichterung: die Temperaturen sanken nicht unter 26 Grad. Eine tropische Nacht, wie sie Lyon selten erlebt. Gesundheit am LimitFür ältere Menschen, Kleinkinder und alle mit Vorerkrankungen ist diese Hitze nicht nur unangenehm – sie kann lebensgefährlich werden. Krankenhäuser und Notdienste sind in Bereitschaft, denn bei…

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  • Frankreich schwitzt seit 7 Tagen! Der Sommer zeigt seine härteste Seite

    Frankreich schwitzt seit 7 Tagen! Der Sommer zeigt seine härteste Seite

    Sieben Tage am Stück über 40 Grad, Nächte, die kaum Abkühlung bringen, und ein Himmel, der sich eher nach Wüstenhitze als nach Augustferien anfühlt – Frankreich steckt mitten in einer historischen Hitzewelle. Zwar kündigt sich eine kurze Verschnaufpause an, doch von echter Erleichterung kann keine Rede sein. Ein Atemzug in der GlutAm Donnerstag, 14. August, meldete Météo-France immerhin einen leichten Temperaturrückgang, vor allem im Zentrum und Osten des Landes. Doch selbst diese „Abkühlung“ bewegt sich auf tropischem Niveau. In manchen Regionen klettern die Werte erneut auf über 40 Grad. Die höchste Alarmstufe, Rot, ist zwar vorerst passé – doch 75 Départements blieben am Donnerstag in Alarmstufe Orange, am Freitag könnten es sogar 80 werden. Rekorde purzeln – und die Wälder brennenIm Südwesten fielen in den vergangenen Tagen Temperaturmarken, die bislang als unantastbar galten. Bordeaux, Angoulême und andere Städte erlebten Spitzenwerte bis zu 12 Grad über dem langjährigen Mittel. G…

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  • Blitz, Sturm, Blackout: Wie eine Gewitternacht das Departement Cher in die Knie zwang

    Blitz, Sturm, Blackout: Wie eine Gewitternacht das Departement Cher in die Knie zwang

    Es war ein Mittwochabend, der eigentlich nur mit etwas Regen enden sollte – und dann verwandelte sich der Himmel über dem Département Cher in ein tobendes Unwetter. Blitze zuckten, der Wind peitschte mit bis zu 90 km/h über Felder und Dörfer, und am Ende dieses Szenarios waren 2.200 Haushalte ohne Strom. Die Bilanz der Feuerwehr? 110 Einsätze in wenigen Stunden. Dächer wurden notdürftig mit Planen abgedeckt, Straßen von umgestürzten Bäumen befreit, Stromleitungen gesichert. Vor allem in den Sektoren Sancergue, Nérondes und Jouet-sur-l’Aubois war die Lage angespannt. Rund 60 Feuerwehrleute aus dem gesamten Département waren im Dauereinsatz.

    Von 6.000 auf 2.200 – aber der Weg zur Normalität ist noch weitWährend des Höhepunkts des Unwetters waren rund 6.000 Haushalte ohne Strom. Als die Nacht hereinbrach, lag die Zahl noch immer bei 2.200 – nicht wenig, wenn man bedenkt, dass Stromausfälle auf dem Land nicht selten tagelang spü…

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  • Frankreich: Fünf Départements unter Warnstufe Rot – Hitze und drohende Gewitter

    Frankreich: Fünf Départements unter Warnstufe Rot – Hitze und drohende Gewitter

    Frankreich schwitzt, und das nicht zu knapp. Während die Atlantikküste etwas aufatmet, brennt sich die Hitze nun tief in den Südosten und Nordosten des Landes. Am Mittwoch, 13. August, stehen fünf Départements unter der seltenen roten Hitzewarnung: das Aude und vier Regionen entlang der Rhône – Drôme, Isère, Rhône und Ardèche. Erst Donnerstagfrüh werden sie auf Orange zurückgestuft.

    Doch auch außerhalb dieser Hotspots herrscht Alarmstimmung: 68 Départements stehen unter oranger Warnstufe wegen extremer Temperaturen. Lediglich ein Viertel des Nordwestens bleibt von diesem Hitzefeld weitgehend verschont. Für Millionen Menschen bedeutet das: Schwitzen, Vorsicht und ein wachsamer Blick auf den Himmel.


    Gewitter als Stimmungskiller – oder doch als Erlösung?

    Zwölf Départements im Landesinneren und Südosten müssen sich am selben Tag auf kräftige Gewitter einstellen – von Loiret über Allier bis zu den Hautes-Alpes. Das Perfide: Viele dieser Gebiete stehen gleichzeitig unter Hitzewarnung. Das heißt, ein Tag beginnt mit sengender Sonne und könnte am Nachmittag in Blitz und Donner münden.

    Diese Wetterlage erfordert doppelte Aufmerksamkeit: Hitzeerschöpfung am Vormittag, Sturzregen und Sturmböen am Nachmittag. Wer glaubt, der Regen bringe sofortige Abkühlung, irrt oft – die Luft bleibt schwül und drückend heiss.


    Rekorde fallen wie Dominosteine

    Schon am Montag und Dienstag purzelten Temperaturrekorde. 42,9 °C in Saint-Laurent-du-Pape (Ardèche) und Saint-Côme-d’Olt (Aveyron) – Werte, die eher an den Hochsommer in der Sahara erinnern. Besonders bemerkenswert: Im Bergdorf Les Sauvages (Rhône), 831 Meter über dem Meeresspiegel, kletterte das Thermometer erstmals überhaupt auf 37,2 °C.

    Solche Zahlen sind nicht nur meteorologische Kuriositäten, sie sind Alarmsignale. Der August 2025 schreibt sich mit dicken Hitzeschriftzügen in die Klimageschichte ein.


    Eine Welle, die fast ganz Frankreich erfasst

    Mit fast 70 Départements in orange und fünf in rot liegt Frankreich in einer Hitzeglocke, die nur den äußersten Nordwesten verschont. Viele Regionen erleben seit Tagen kaum Abkühlung in der Nacht, was besonders für ältere Menschen, chronisch Kranke und Arbeitende im Freien zur Belastung wird.

    Neun Départements im Südwesten, die seit Wochenbeginn rot markiert waren, wurden am Mittwochmorgen auf orange zurückgestuft – ein kleiner Hoffnungsschimmer, aber noch weit entfernt von echter Entspannung.


    Der lange Schatten des Klimawandels

    Laut der Météo-France-Klimatologin Lauriane Batté sind diese Extremtemperaturen nicht nur Folge einer außergewöhnlich heißen Luftmasse, sondern auch Ausdruck einer tieferen Entwicklung: des menschengemachten Klimawandels. Die Luft ist heute im Schnitt deutlich wärmer als vor einigen Jahrzehnten – ein Trend, der Hitzewellen häufiger und intensiver macht.

    Das bedeutet: Was heute als Ausnahme gilt, könnte in baldiger Zukunft zum „normalen“ Sommer gehören. Eine Aussicht, die alles andere als beruhigend ist.


    Tipps, die Leben retten können

    Frankreichs Gesundheitsbehörden erinnern daran, dass extreme Hitze gefährlich ist – selbst für Menschen, die sich fit fühlen. Der kostenlose „Canicule Info Service“ ist unter der Nummer 0 800 06 66 66 täglich zwischen 9 und 19 Uhr erreichbar. Auf der Website des Gesundheitsministeriums finden sich zudem praxisnahe Ratschläge:

    • Viel trinken, auch ohne Durstgefühl.
    • Direkte Sonne meiden, besonders zur Mittagszeit.
    • Körperliche Anstrengung reduzieren.
    • Auf gefährdete Personen im Umfeld achten – Nachbarn, Familie, Kolleg:innen.

    All das klingt banal, doch jedes Jahr sterben Menschen in Frankreich an den Folgen von Hitzewellen, weil diese Regeln ignoriert werden.


    Blick nach vorn

    Der Mittwoch wird ein Wechselbad aus Glut und Gewitter, aus flirrender Hitze und plötzlichem Temperatursturz. Die große Frage: Bringt der Regen tatsächlich Abkühlung – oder nur eine kurze, drückende Atempause, bevor das Thermometer erneut durch die Decke geht?

    Die kommenden Tage werden zeigen, ob diese zweite große Hitzewelle des Sommers langsam ausläuft – oder ob der August noch einen weiteren Hitzerekord im Ärmel hat.

    Autor: C.H.

  • Hitze über Frankreich – Die Temperaturrekorde fallen

    Hitze über Frankreich – Die Temperaturrekorde fallen

    Frankreich ächzt. Seit Tagen legt sich eine bleierne Hitze über das Land, schwer wie ein Tuch, das sich nicht abschütteln lässt. Besonders das Centre-Est und der Süden mit dem Département Aude stecken mitten in einer Hitzewelle, die nicht nur Rekorde bricht, sondern auch Leben und Landschaften bedroht. Am 13. August stehen fünf Départements auf der höchsten Alarmstufe – Rot. Météo-France spricht von einer Situation, die nur selten so dramatisch war. Wer in diesen Tagen im Schatten steht, steht im Ofen. Carcassonne meldet 42,4 °C, Romans-sur-Isère sogar 42,6 °C – Werte, die selbst für den südfranzösischen Hochsommer absolut extrem sind. Städte wie Saint-Laurent-du-Pape oder Saint-Côme-d’Olt reißen ebenfalls die 42-Grad-Marke. Und die Nächte? Keine Erleichterung. In Menton sinkt das Thermometer nicht unter 29 °C, in Nizza nicht unter 27,6 °C. Diese „tropischen Nächte“ wirken wie eine Verlängerung der Tageshitze, lassen den Körper nicht zur Ruhe kommen und erhöhen das Risiko für Kreislauf…

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  • Wenn die Sonne zu viel wird – Reisen in Zeiten der Hitzewellen

    Wenn die Sonne zu viel wird – Reisen in Zeiten der Hitzewellen

    Der Sommer 2025 hat Frankreich wieder mächtig ins Schwitzen gebracht. Kein laues Lüftchen, kein sanftes Sommerwetter – nein, wir sprechen von Tagen, an denen das Thermometer nicht mehr nur klettert, sondern regelrecht sprintet. Und das bleibt nicht ohne Folgen für alle, die gern unterwegs sind. Das Land, einst ein Synonym für Sommerfreuden, sieht sich einer […]

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  • Europa im Hitzeklammergriff: Der Sommer, der alles sprengt

    Europa im Hitzeklammergriff: Der Sommer, der alles sprengt

    Die Sonne brennt erbarmungslos vom Himmel. Der Asphalt flimmert, der Körper rebelliert. Wer in diesen Augusttagen durch Bordeaux oder Toulouse schlendert, fühlt sich eher wie in einem Wüstenstaat denn wie in Südfrankreich. Die Hitzewelle 2025 hat Europa im Würgegriff – und sie schreibt Geschichte.

    Ein Sommer, der sich nicht an Spielregeln hält.

    Temperaturen jenseits der Vorstellungskraft

    Was sich seit Anfang August über den Kontinent legt, ist mehr als nur ein heißer Sommer. Es ist ein flammendes Fanal des Klimawandels. In Bordeaux stieg das Thermometer auf atemraubende 43 °C – satte zwölf Grad über dem langjährigen Durchschnitt. Toulouse knackte fast die 41 °C, Paris schwitzte mehrere Tage in Folge bei weit über 34 °C. Die Folge: Alarmstufe Rot in zwölf französischen Départements, Orange in 41 weiteren.

    Doch Frankreich steht nicht allein da. Spanien und Portugal glühen unter Temperaturen jenseits der 40 °C. In der kroatischen Küstenstadt Šibenik wurden 39,5 °C gemessen – begleitet von Waldbränden, die bis an die Touristenstrände heranreichen. Und selbst im traditionell gemäßigten Großbritannien wird geschwitzt: 34 °C, ein Jahresrekord.

    Brennende Wälder, brennende Nerven

    Mit der Gluthitze kommt das Feuer. In Frankreich loderten Flammen in der Region Aude, Spanien kämpft in Castille-et-León und Galicien gegen zerstörerische Brände. In Portugal sind über 700 Feuerwehrleute in Trancoso im Dauereinsatz – ein Flächenbrand von unkontrollierbarem Ausmaß.

    Besonders dramatisch ist die Lage in der Türkei: In Çanakkale mussten 2.000 Menschen evakuiert werden. Der Boden ist trocken wie Zunder, ein Funke genügt – und schon steht ein ganzer Landstrich in Flammen.

    Die Bilanz ist verheerend: Mehr als 400.000 Hektar Natur sind 2025 bereits den Flammen zum Opfer gefallen. Das sind 87 % mehr als der Durchschnitt der letzten zwanzig Jahre. Eine Zahl, die erschüttert.

    Wenn die Hitze krank macht

    Und dann ist da noch die stille Bedrohung – die gesundheitlichen Folgen der Extremtemperaturen. Senioren, Kinder, Menschen mit chronischen Erkrankungen: Für sie wird die Hitzewelle schnell zur tödlichen Falle.

    In Italien starb ein vierjähriger Junge an einem Hitzschlag. Kliniken melden eine Zunahme von Notfällen durch Dehydrierung, Kreislaufkollaps, Hitzekrämpfe. Die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden sind klar: trinken, ruhen, kühlen – und vor allem: aufeinander achten.

    Denn der Sommer 2025 ist kein Wetterphänomen. Er ist ein Warnschuss.

    Der Klimawandel zeigt sein brutales Gesicht

    Wissenschaftler schlagen seit Jahren Alarm – nun zeigt sich, wie recht sie hatten. Hitzewellen wie diese seien keine Ausnahme mehr, sondern die neue Normalität, sagt die renommierte Klimaforscherin Sonia Seneviratne vom Weltklimarat (IPCC). Europa erwärmt sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Was früher „Jahrhundertsommer“ hieß, ist heute einfach Sommer.

    „Wir müssen Abschied nehmen vom Klima unserer Kindheit“, so Seneviratne. Ein Satz wie ein Donnerschlag – und eine Realität, die Politik und Gesellschaft noch nicht wirklich verdaut haben.

    Wie oft muss das Thermometer noch durch die Decke gehen, bis gehandelt wird?

    Städte im Wandel – oder im Stillstand?

    Es gibt sie – die Ansätze, die Hoffnung machen. In Sevilla zum Beispiel: Dort werden Hitzewellen inzwischen benannt, wie einst Stürme – als Erinnerung daran, dass sie tödlich sein können. Andere Städte pflanzen neue Grünflächen, bauen ihre Infrastruktur hitzefest um, statten öffentliche Räume mit Kühlzonen aus.

    Aber das reicht nicht.

    Es braucht nicht nur Anpassung, sondern Transformation. Wärmedämmung in jedem Wohnhaus. Frühwarnsysteme. Neue Arbeitsmodelle. Und vor allem: eine drastische Reduktion der Treibhausgasemissionen.

    Denn was 2025 passiert, ist kein Zufall. Es ist ein Echo der jahrzehntelangen Versäumnisse.

    Ein Sommer als Mahnmal

    Die Hitzewelle dieses Jahres wird in die Geschichtsbücher eingehen – nicht nur wegen ihrer Rekorde, sondern wegen ihrer Wucht. Sie verändert, wie wir leben, wie wir reisen, wie wir bauen. Und sie zeigt: Die Klimakrise ist keine ferne Zukunft. Sie ist da. Spürbar. Atemraubend. Schmerzhaft.

    Es liegt an uns, ob wir den nächsten Sommer bloß überstehen – oder gestalten.

    Von C. Hatty