Der „One Ocean Summit“ wurde am Mittwoch, dem 9. Februar, in Brest eröffnet. Drei Tage lang treffen sich dort Wissenschaftler, Politiker und NGOs, um Staaten zu mobilisieren und wichtige Themen rund um den Schutz der Meere zu besprechen, mit dem Ziel, „unsere Ozeane zu retten“. Die Weltmeere spielen eine wichtige Rolle im Kampf gegen die globale Erwärmung, sind aber stark vom Menschen gefährdet.
„Das Niveau der Ambitionen der internationalen Gemeinschaft bei maritimen Themen anheben und unsere gemeinsame Verantwortung für den Ozean in konkrete Maßnahmen umsetzen.“ So steht es auf der Homepage des One Ocean Summit. Vom 9. bis 11. Februar kommen Wissenschaftler, NGOs und politische Persönlichkeiten in Brest zusammen, um verschiedene maritime Projekte zu ermöglichen und damit dieses ebenso riesige wie empfindliche Ökosystem zu schützen. „Der Ozean macht 70% der Erdoberfläche aus“, erinnert François Galgani, Ozeanologe am Institut Français de la Recherche pour l’exploitation de la Mer (Ifremer), gegenüber La Dépêche. „In sehr tiefen Gewässern sind die Reproduktionszyklen länger. Wenn also viel gefischt wird, besteht die Gefahr, dass eine Art ausstirbt.“
Mehr Kohlenstoff absorbiert als der Amazonas-Regenwald
Die Hauptsorgen des Gipfels betreffen den Temperaturanstieg und den Anstieg des Meeresspiegels. „Die Zahlen können je nach Projektion variieren. Die optimistischsten sagen einen Anstieg von 1°C voraus, die pessimistischsten 4°C“, stellt Laurent Seuront, Forschungsdirektor am CNRS, fest. Aber wie dem auch sei, die wissenschaftliche Gemeinschaft ist sich einig, dass etwas getan werden muss, und zwar schnell.
Die globale Erwärmung hat auch Folgen für die Meeresbewohner. so haben Ozeanologen festgestellt, dass bereits einige Fischarten aus dem Mittelmeerraum nach Norden gewandert sind. Im Meer wird das gleiche Verhalten wie bei einigen Arten an Land beobachtet, die sich durch Abwanderung an das veränderte Klima anpassen. Auch wenn diese Wanderungen keine sofortigen dramatischen Folgen haben, können sie längerfristig zu einem Rückgang der Artenvielfalt führen.
Der Ozean spielt eine große Rolle bei der Regulierung der globalen Erwärmung. Plankton zum Beispiel ist ein wahres Kohlenstoffgrab. Plankton absorbiert mindestens soviel CO2 wie der Amazonas-Regenwald, vielleicht sogar noch mehr. Je nach Studie wird von Plankton und Algen zwischen einem Viertel und einem Drittel des vom Menschen produzierten CO2 assimiliert.
Plastik, der Feind des Ozeans
Die menschliche Umweltverschmutzung wirkt sich in den Meeren immer gefährlicher aus, hauptsächlich durch Plastik, das Mikropartikel erzeugt. Die winzigen Krebstiere im Plankton werden durch die mikroskopisch kleinen Plastikteilchen in ihrer Vermehrung gestört und etwa 80% der Meeresschildkröten haben Plastik in ihrem Magen. Die Ökosysteme werden durcheinander gebracht und es entstehen tote Zonen mit sehr wenig Leben, befürchten Meeresbiologen.
Andere Verschmutzungen können zu einem Phänomen führen, das Eutrophierung genannt wird. Eutrophierung bedeutet, dass ein Nährstoff in zu großer Menge vorhanden ist und dadurch das Wasser nicht mehr im Gleichgewicht ist. In der Bretagne zum Beispiel findet man wegen der Schweinefarmen zu viel Nitrat im Wasser. Das ist auch in der Ostsee oder in den Lagunen des Languedoc der Fall. Das kann zum Aussterben von Meerestieren führen oder das Verhalten von Plankton verändern.
Obwohl die Plastikverschmutzung verschiedene Ursachen hat, wie zum Beispiel Abfälle von Touristen am Strand im Sommer oder die Schiffahrt, wird die Industrie als Hauptverursacher angesehen. Zunächst einmal wegen der intensiven Fischerei, denn viele Fischereischiffe verlieren ihre Netze, die auf dem Meeresgrund landen und dort weiter töten. Dadurch gibt es auf Dauer weniger Fische zu fangen…
Grosse Gefahren gehen für die Meere bekanntermassen vom kommerziellen Schiffsverkehr aus: Frachtschiffe transportieren regelmäßig Container mit Plastikkugeln, die als Rohstoff zur Herstellung von Verpackungen verwendet werden. Sie werden wegen ihres geringeren Gewichts oft ganz oben auf den Containerstapeln transportiert und gehen im Falle von Havarien meist als erste über Bord.
Der One Ocean Summit hat sich zum Ziel gesetzt, künftige Industrieprojekte wie den Tiefseebergbau insbesondere den Abbau von seltenen Metallen, die zum Beispiel für die Herstellung von Batterien verwendet werden, mit der Erhaltung der Ökosysteme in Einklang zu bringen. Ohne eine internationale Koordination wird es keinen Schutz der Meere geben.
Sie können Menschen und Tiere ernähren, Plastik ersetzen, als Medizin dienen und gleichzeitig die globale Erwärmung eindämmen… Meeresalgen bieten ein riesiges Innovationsfeld, um unserem Planeten und damit auch uns selbst zu helfen.
Vom 9. bis 11. Februar findet in Brest in der Bretagne der erste internationale Gipfel zur Erhaltung der Ozeane, der sogenannte One Ocean Summit, statt. Rund 20 Staatsoberhäupter werden dort mit Umwelt-NGOs und Wissenschaftlern zusammentreffen. Auf dem Programm stehen eine Bestandsaufnahme der Lage der Meeresgebiete, die Suche nach konkreten Lösungen zum Schutz der Meere, aber auch Überlegungen, wie man sie besser nutzen kann.
Philippe Potin, Meeresbiologe und Forschungsdirektor am CNRS, und Vincent Doumeizel, Ozeanberater beim Global Compact der Vereinten Nationen, werden dort sprechen, um eine Lösung zu präsentieren. „Man muss auf Meeresalgen setzen!“, sagen beide. „Oft hat man, wenn man von Algen spricht, dieses negative Bild von grünen oder braunen Klumpen, die an den Stränden in der Bretagne oder auf den Antillen angespült werden. Das ist sehr schade“, bedauert Philippe Potin. „Wenn man sie an den Stränden findet, dann weil sie aufgrund von Umweltverschmutzung oder industriellen Aktivitäten aus ihrem Sockel gerissen wurden. Sie sind nicht das Problem, sondern eine Folge davon“.
„Die Realität ist, dass diese Pflanzen eine entscheidende Rolle für unseren Planeten spielen“, betont der Forscher gegenüber France 24. Algen sind für die Meeresgebiete das, was die Wälder für die Landflächen sind. „Auch sie sind die Lungen des Planeten. Durch ihre Photosynthese nehmen sie CO2 auf und geben Sauerstoff ab“, erklärt Philippe Potin, der sich in der biologischen Station Roscoff in der Bretagne auf dieses Thema spezialisiert hat. „Allein sie sind für die Hälfte der Sauerstofferneuerung auf der Erde verantwortlich. Damit leisten sie dem Klima einen großen Dienst.“
„Sie sind auch für das Leben im Ozean unverzichtbar, da sie besondere Lebensräume für Tausende von Fisch- und Muschelarten schaffen“, betont der Wissenschaftler. „Durch den Rückkopplungseffekt ist es zum Teil ihnen zu verdanken, dass wir an den Küsten eine große Vielfalt an Fischarten haben können.“
Insgesamt sind etwa 10.000 mit bloßem Auge sichtbare Algenarten über den ganzen Planeten verstreut – von Laminaria an den Küsten der Bretagne über Kelp in Tasmanien bis hin zu Wakame in Japan.
„Die am wenigsten genutzte Ressource der Welt“. Neben ihrer Rolle für das Klima und die Biodiversität könnten diese Pflanzen in einer Vielzahl von Bereichen eingesetzt werden, von der Nahrungsmittelindustrie über die Medizin bis hin zur Industrie. „Heute ist sie eine der am wenigsten genutzten Ressourcen der Welt“, betont Vincent Doumeizel, Autor des Buches „La Révolution des algues“ (Équateurs Verlag).
„Unser Planet besteht zu 70% aus Wasser und dennoch werden unsere Meere und Ozeane nur zu 3% für unsere Ernährung genutzt. Das ist absurd“, fährt er fort. Diese Feststellung hat den ehemaligen Angestellten in der Lebensmittelbranche übrigens dazu gebracht, sich für Wasserpflanzen zu interessieren. „Wir wissen, dass eine der großen Herausforderungen dieses Jahrhunderts darin besteht, dass wir in Bezug auf unsere Nahrungsmittelsysteme an unsere irdischen Grenzen gestoßen sind. Wir haben zu wenig Land, unsere intensive Landwirtschaft ist besonders schädlich für den Planeten … Es ist eindeutig an der Zeit, über neue Verwendungsmöglichkeiten nachzudenken.“
Algen scheinen tatsächlich das Zeug zu einer magischen Zutat zu haben. In Asien werden sie bereits täglich verzehrt und von Ernährungswissenschaftlern hoch gelobt: Sie sind vollgepackt mit Proteinen, Vitaminen und Ballaststoffen und haben nur einen geringen Fettgehalt. Laut einer Studie der Wageningen University in den Niederlanden könnte der Proteinbedarf des gesamten Planeten gedeckt werden, wenn 2% der Ozeane für den Anbau und die damit verbundenen Ökosysteme – Fische und Muscheln – genutzt würden.
Und sie können nicht nur die Menschen ernähren. „Man könnte sie auch als Futter für Tiere verwenden, insbesondere für Rinder. Das würde ihr Immunsystem verbessern“, versichert Vincent Doumeizel. In der Landwirtschaft gibt es in Frankreich bereits mehrere Dörfer, vor allem in der Bretagne, die Algen als Dünger für ihre Felder verwenden.
Auch im medizinischen Bereich tauchen Algen immer häufiger auf, vor allem in antimykotischen oder entzündungshemmenden Cremes. So ist die Alge Fucale dafür bekannt, Sodbrennen zu lindern. Ein weiteres Beispiel: Vor kurzem wurde ein Patent für eine Creme und ein Gel auf der Basis von Skeletonema marinoi zur Bekämpfung von Akne angemeldet.
Was die industrielle Nutzung angeht, so gibt es in Europa etwa zehn Unternehmen, die sich mit der Herstellung von biologisch abbaubaren Verpackungen aus Algen als Ersatz für Plastik beschäftigen. Andere denken darüber nach, sie für die Herstellung von Kleidung zu verwenden. In den Niederlanden gibt es ein Start-up-Unternehmen, das sich mit Hygieneprodukten aus Algen beschäftigt.
Im Energiebereich allerdings erweist sich die Nutzung von Algen leider als schwieriger. Man hatte eine Zeit lang erwogen, aus Algen einen Agrotreibstoff zu machen, aber die erforderlichen Mengen erwiesen sich als viel zu groß.
Asien als Pionier, der Rest der Welt hinkt hinterher „In Wirklichkeit ist das alles nichts Neues. Algen werden schon seit Hunderten von Jahren gegessen. Schon die Urmenschen haben sie gegessen, ebenso wie indigene Völker auf der ganzen Welt“, erklärt Vincent Doumeizel. „Die Praxis verschwand einfach fast überall in der griechisch-römischen Zeit, außer in Asien.“
Heute konzentriert sich 99% der Weltproduktion auf Asien, das Pionier in der Algokultur, d. h. der Kultivierung von Algen in künstlichen Teichen, ist. Im Jahr 2015 lag China mit 13 Millionen Tonnen weit vorne, gefolgt von Indonesien mit 9 Millionen Tonnen.
In Europa sind es Frankreich und Norwegen, die die noch sehr begrenzte Produktion dominieren. Im Gegensatz zu Asien steckt die Algenzucht hier noch in den Kinderschuhen. Laut dem Bericht der Europäischen Kommission für eine blaue Wirtschaft 2021 werden in Europa nur 32% der Algen aus Algenzucht gewonnen. Die restlichen 68% stammen aus so genannter Wildsammlung, d. h. aus der Rodung dieser Pflanzen direkt in ihrer natürlichen Umgebung.
Der Weltmarkt wächst jedoch rasant. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat sich die Produktion zwischen 2000 und 2018 verdreifacht. Es ist „der Sektor der Nahrungsmittelproduktion, der weltweit am schnellsten wächst“, stellt die Institution fest.
Ein Gleichgewicht zwischen Ausbeutung und Schutz finden.
Philippe Potin und Vincent Doumeizel rufen dazu auf, die Algenzucht zu beschleunigen. „Neben dem wirtschaftlichen Potenzial ist die Algenzucht umso wichtiger, weil viele Algen heute aufgrund der Erwärmung der Ozeane im Zusammenhang mit dem Klimawandel massiv verschwinden“, erklärt Philippe Potin und nennt als Beispiel die Küste Kaliforniens, wo ein Algenwald in den letzten Jahren um 80% zurückgegangen ist. „Durch die Entwicklung der Algenzucht können Ökosysteme wiederhergestellt werden“, meint der Wissenschaftler.
„Aber natürlich muss dies auf sehr vernünftige und vorsichtige Weise geschehen“, fährt er fort. „Es geht nicht an, unsere Ozeane noch mehr zu schädigen, indem wir alles tun, um um jeden Preis Algen zu züchten.“ In Asien zeigt die Algenzucht in der Tat einige Grenzen auf. Wie die herkömmliche intensive Landwirtschaft steht sie regelmäßig in der Kritik, da sie oft andere Aktivitäten, die mit dem Meer zu tun haben, verdrängt. Außerdem werden häufig Düngemittel eingesetzt, um die Produktion zu beschleunigen. „Und dabei handelt es sich oft um Monokulturen, die andere Arten de facto verdrängen“, beklagt Philippe Potin.
In Europa gibt es zudem eine weitere große Schwierigkeit: „Von den Tausenden existierenden Algenarten sind wir heute nur in der Lage, ein Dutzend zu kultivieren, und das sind vor allem asiatische Arten“, erklärt der Biologe. „Wir müssen daher die Forschungsarbeit an unseren europäischen Arten verstärken. Wir wollen vermeiden, exotische Algen zu importieren, die die lokalen Ökosysteme stören könnten.“
Philippe Potin und Vincent Doumeizel haben die Leitung der Safe Seaweed Coalition übernommen. Diese neue Organisation wird von den Vereinten Nationen, dem CNRS und der Lloyd’s Register Foundation getragen. Ihr Ziel: Industrie, Wissenschaftler und Produzenten zusammenzubringen, um die Nutzung von Algen zu strukturieren und eine Gesetzgebung auf internationaler Ebene einzuführen.
Auf dem One Ocean Summit wird Vincent Doumeizel ein Gespräch mit Barbara Pompili, der Ministerin für den ökologischen Übergang, führen. „Frankreich hat ein enormes Potenzial. Wir haben in der Bretagne eine Algenzone, die weltweit einzigartig ist. Die Regierung muss sich dessen bewusst werden“.
Immer mehr Industrieunternehmen versuchen, den durch ihre Tätigkeit verursachten CO2-Fußabdruck zu reduzieren, so auch die alteingesessenen Fabriken von ArcelorMittal in Dünkirchen (Nordfrankreich).
Als Jean Castex am Freitag, dem 4. Februar, einen Standort von ArcelorMittal in Dünkirchen (Nord) besuchte, kündigte er einen Investitionsplan für die nächsten fünf Jahre in Höhe von 5,6 Milliarden Euro an, „um unsere Industrie zu dekarbonisieren“. Fünf Milliarden Euro sollen für Innovationen an Industriestandorten bereitgestellt werden. Die restlichen 600 Millionen Euro sollen für die Suche nach neuen, umweltfreundlicheren Technologien verwendet werden.
Die drei wichtigsten Sektoren, die von diesem Investitionsplan betroffen sind, sind die Chemie, die Metallurgie und die Herstellung von Werkstoffen. Sie sind für 72% der Treibhausgasemissionen verantwortlich. ArcelorMittal will den Investitionsplan nutzen, um aus der Kohle auszusteigen und auf Wasserstoff umzustellen. …
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In einem am Dienstag, dem 1. Februar 2022 veröffentlichten offenen Brief bedauern fast 1.400 Forscher, dass Fragen zu Klima, Ozean, Biodiversität oder Umweltverschmutzung im Präsidentschaftswahlkampf nicht stärker thematisiert werden.
Fast 1.400 Forscher sind besorgt über das „Fehlen einer demokratischen Debatte“ über Klima und Biodiversität im Präsidentschaftswahlkampf und drängen die Kandidaten, sich zu diesen wichtigen Themen zu äußern. Dies fordern sie in einem Beitrag, der am 1. Februar auf der Website von franceinfo veröffentlicht wurde.
Obwohl die Programme der meisten wichtigen Präsidentschaftskandidaten, von Jean-Luc Mélenchon bis Marine Le Pen, mehr oder weniger detaillierte Vorschläge im Zusammenhang mit der Klima- und Umweltkrise enthalten, hat das Thema Mühe, sich in den Debatten durchzusetzen, die bisher fast ausschliesslich von Fragen zur Kaufkraft oder der Einwanderung dominiert werden.
„Wir stellen mit Besorgnis fest, dass es im Präsidentschaftswahlkampf keine demokrat…
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ARM Engineering, einem Unternehmen aus dem Tarn, ist es gelungen, einen neuen grünen Kraftstoff zu entwickeln, der auf Methanolbasis hergestellt wird. Er funktioniert sowohl bei Verbrennungsmotoren als auch bei Elektromotoren mit Brennstoffzellen.
In Kürze könnte auf der Rennstrecke von Albi ein Rekord von weltweiter Bedeutung aufgestellt werden. Ein Rekord, der die Automobilindustrie verändern könnte. Das Unternehmen ARM Engineering aus dem Departement Tarn wird versuchen, mit einem umgebauten Elektro-Zoé 1.500 km zurückzulegen. Auf diese Weise soll der von einem Toyota gehaltene Streckenrekord für ein Elektrofahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb von 1.360 km gebrochen werden.
Um dies zu erreichen, verfügt das Unternehmen aus dem Tarn über eine revolutionäre Waffe: G-H3, ein grüner Kraftstoff der zweiten Generation auf Methanolbasis. Er wird aus 100% erneuerbaren Materialien wie Dung und Pflanzenresten hergestellt.
ARM Engineering mit Sitz in Montans ist ein Forschungs- und Entwicklungsunternehmen, das innovative Lösungen für den Transportmarkt anbieten soll. ARM ist insbesondere auf die Umrüstung von Autos auf Superethanol spezialisiert. Die Firmenchefs Marc Lambec und Fabien Julian wollten aber noch einen Schritt weiter gehen.
Hier kommt G-H3 ins Spiel. Früher wurde Methanol auf Benzinbasis hergestellt, heute ist es 100% grün, warum sollte es nicht auch für normale Fahrzeuge geeignet sein? Und es funktioniert! Sowohl für Verbrennungsmotoren als auch für Elektromotoren mit Brennstoffzellen, wobei G-H3 den Wasserstoff ersetzt.
Und die CO2-Bilanz ist wesentlich günstiger: halb so hoch wie bei Ethanol und 80% niedriger als bei einem normalen Benzinfahrzeug. Die Kraftstoffkosten sind wesentlich geringer. Da G-H3 flüssig ist, kann es an der Zapfsäule wie herkömmliches Benzin abgegeben werden. Und mit G-H3 kommen viel weniger Feinstaub und Stickstoffdioxin aus dem Auspuff.
Bei Autos mit Verbrennungsmotor kann das Unternehmen bereits jetzt eine Umstellung auf G-H3 durchführen. Die Kosten dafür schätzt ARM auf 1.800 bis 2.500 Euro.
Für den Elektroantrieb funktioniert das Verfahren auch, aber einige Teile müssen noch miniaturisiert und die Brennstoffzelle verkleinert werden. Die Umstellung wird also wesentlich teurer. „Wir sind kein Industrieunternehmen. Ideal wäre es, unser Patent zu verkaufen oder zu lizenzieren“, meint Firmenchef Marc Lambec.
Der große für Besitzer von Elektro-Fahrzeugen wäre, dass das Auto deutlich an Reichweite gewinnt. Die ARM-Tüftler haben bereits einen ersten Test mit mit einer Reichweite von 800 km durchgeführt.
Aber all das ist nur mit dem G-H3-Treibstoff möglich. Und bislang wird der nur von einem dänischen Unternehmen hergestellt. Damit das Unternehmen den G-H3-Kraftstoff in größerem Umfang vertreiben kann, muss er vom Staat freigegeben und es auf die Liste der erlaubten Kraftstoffe schaffen. Danach müssen noch die Händler und Tankstellen mitspielen. Der Weg zum Endkunden könnte also noch lang sein.
„Auf dem Papier sieht es gut aus, aber es wird wahrscheinlich viele Widerstände geben“, befürchtet Marc Lambec.
„In der Tat, wenn man will, kann man die Umweltverschmutzung leicht reduzieren, ohne durch die Gesetzgebung zu gehen. Ich bin sehr stolz darauf, das zu zeigen. Ich hätte nie gedacht, dass ich das jemals in meinem Leben machen würde“, gesteht der leidenschaftliche Autofahrer und Tüftler, der nach eigenen Aussagen ürsprünglich eigentlich überhaupt nicht umweltbewusst war, dem aber bewusst geworden ist, dass es lebenswichtig für uns alle geworden ist, den CO2-Ausstoss so schnell wie möglich zu verringern.
Mit ihrer Erfindung wollen Lambec und sein Partner das Made in France bei grüner Technologie in den Vordergrund stellen. Seiner Meinung nach könnte man die Herstellung des G-H3-Treibstoffs mit Hilfe von Landwirten weitgehend lokalisieren. Derzeit kommt G-H3 aus Dänemark, aber wenn es lokal hergestellt würde, wäre die CO2-Bilanz noch besser.
Im Rahmen der Bemühungen um energieeffizienteren Wohnraum verbietet Frankreich Gasheizkessel in Wohngebäuden.
Aufgrund der französischen Umweltvorschriften ist es ab Anfang 2022 faktisch unmöglich, in einem neu gebauten Haus einen Gasheizkessel zu installieren. Diese Regelung gilt für alle, die ab dem 1. Januar 2022 eine Baugenehmigung beantragt haben. Vorerst gilt diese Regelung nur für Neubauten, nicht aber für Renovierungsprojekte oder den Austausch bestehender Heizungsanlagen.
Ziel dieser Regelung ist es, die Treibhausgasemissionen zu verringern.
Das Gesetz setzt die maximalen CO2-Emissionen von Haushaltsheizungen auf 4 kg pro Jahr fest – ein Grenzwert, der von jedem Gaskessel schnell überschritten würde. In Gebieten jedoch, in denen eine neue Gasversorgung vor Januar 2022 genehmigt wurde, können diejenigen, die vor Ende 2023 einen Antrag auf Baugenehmigung stellen, weiterhin auch Gaskessel installieren. Für neu errichtete Kollektivwohnungen – z. B. Wohnblocks – werden schrittweise…
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Brüssel plant, Gas und Atomenergie mit dem Label „grüne Energie“ zu versehen, was Investitionen in diese Energien fördern und die schnellere Erreichung der CO2-Neutralität ermöglichen könnte.
Sind Gas- und Atomkraftwerke gut für das Klima? Das ist eine sehr umstrittene Entscheidung, die die Europäische Kommission nun zur Abstimmung stellen will. Die Kommission schlägt vor, Gas- und Atomkraftwerke als Energieträger einzustufen, die zum Klimaschutz beitragen, eine Position, die von Frankreich vertreten wird. Pascal Canfin, Vorsitzender des Umweltausschusses im Europäischen Parlament, sagte: „Wir brauchen alle kohlenstofffreien Energien, um die globale Erwärmung zu bekämpfen“.
Anti-Atomkraft-Länder lehnen sich gegen den Vorschlag auf. Mithilfe dieses Labels würden Investoren ermutigt, ihr Geld in Gas und Atomkraft zu investieren. Doch einige Anti-Atomkraft-Länder wie Deutschland, Österreich und Luxemburg kritisieren den Vorschlag Brüssels als „Provokation“. „Wir können nicht sagen, dass Atomkraft eine nachhaltige Energie ist. Wir sollten kein Geld für neue nukleare Verrücktheiten investieren“, stellt der Europaabgeordnete Damien Carème fest. Um die Maßnahme zu stoppen, müssten sich 20 EU-Mitgliedsländer dagegen aussprechen.
Das Jahr 2021 war nicht so warm wie die letzten Jahre, aber es gab dennoch Extremereignisse, von denen einige die Handschrift der globalen Erwärmung tragen.
2021 ist nicht das wärmste Jahr, das jemals weltweit gemessen wurde. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) geht davon aus, dass das Jahr 2021 den fünften oder siebten Platz belegen wird (nur wenige Zehntelgrade von den Jahren 2016, 2020, 2019, 2018, 2017 und 2015 entfernt).
Das verhinderte jedoch keine spektakulären Extremereignisse wie die „Hitzekuppel“ im Juni im Nordwesten Nordamerikas oder die Überschwemmungen in Deutschland, die mit der globalen Erwärmung in Verbindung gebracht werden. „Die Temperatur der Erde steigt weiter an, weit über die normalen Schwankung hinaus. Wir leiden unter dem Energiezuwachs in der Atmosphäre, der sich auf die eine oder andere Weise bemerkbar macht“, analysiert Robert Vautard, Klimatologe und Direktor des Instituts Pierre-Simon Laplace.
Die Spätfrost-Episode in Frankreich. Sie erinnern sich bestimmt an die beeindruckenden Bilder von Weinbergen, in denen Feuer entfacht wurden, um sie gegen die Kälte zu schützen. Anfang April wurde Frankreich von mehrtägigem Frost heimgesucht, der laut dem Landwirtschaftsminister die „größte agronomische Katastrophe des Jahrhunderts“ auslöste. Durch einen besonders milden März, hatten viele Pflanzen, wie die Weinreben, begonnen, sich zu entwickeln, als wäre der Frühling bereits da. Un dann kam der Frost und zertsörte viele frühen Knospen und bedrohte die zukünftige Ernte.
Feuer in den Weinbergen sollten drohende Frostschäden eingrenzen.
Solche katastrophalen Temperaturschwankungen tragen die Handschrift der globalen Erwärmung, die durch den Verbrauch fossiler Energieträger (Kohle, Öl, Gas) verursacht wird. In einer Studie kamen Wissenschaftler zu dem Schluss, dass der Klimawandel solche Ereignisse um 20% bis 120% wahrscheinlicher gemacht hat.
Die „Hitzekuppel“ in Kanada und den USA 49,6°C. Mit dieser Temperatur, die am 30. Juni erreicht wurde, brach das Dorf Lytton (British Columbia) den Rekord für Kanada und alle Regionen, die jenseits des 50. nördlichen Breitengrades liegen. Hinter dieser spektakulären Zahl verbirgt sich eine tagelange Hitzewelle im Westen Kanadas und dem Nordwesten der USA, ein zusammengebrochenes Stromnetz in Portland (Oregon, USA), Straßensperrungen wegen geschmolzenen Bitumens in Seattle (Washington State, USA), für gefährdete Bevölkerungsgruppen eingerichtete „Kühlzentren“ und plötzliche Todesfälle. Das kanadische Dorf Lytton wurde einige Tage später von den Flammen zerstört und die Region wurde dann im November von heftigen Überschwemmungen heimgesucht.
Verursacht wurde die „Hitzekuppel“ durch eine sehr warme Luftmasse, die aus Mexiko kam und im Norden von einem Hochdruckgebiet eingeschlossen wurde. Wissenschaftler bestätigen, dass die gemessenen Temperaturen etwa 2°C höher waren, als sie gewesen wären, wenn dieses extreme Hitzeereignis stattgefunden hätte, bevor der Mensch damit begann, Treibhausgase in die Atmosphäre zu pumpen. „Ein Ereignis wie dieses, das bisher einmal alle 1.000 Jahre auftritt, wird in einer zukünftigen Welt mit 2°C Erwärmung etwa alle 5 oder 10 Jahre stattfinden“, schlussfolgern sie. Zur Erinnerung: Wenn sich nichts ändert, werden wir diese 2°C mehr um das Jahr 2050 herum erreichen, und wir haben bereits die Hälfte des Weges zurückgelegt, da die globalen Durchschnittstemperaturen im Jahr 2021 bereits mehr als 1°C über denen der vorindustriellen Zeit liegen.
Tödliche Überschwemmungen in Deutschland und Belgien. Deutschland und Belgien unter Wasser. Zwischen dem 12. und 15. Juli gingen in beiden Ländern sintflutartige Regenfälle, die durch ein Kaltluftphänomen ausgelöst wurden, nieder und führten zu tödlichen Überschwemmungen und Erdrutschen. „Das sind Überschwemmungen, die unsere Vorstellungskraft übersteigen, wenn man die Auswirkungen vor Ort sieht“, erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel damals. Die Bilanz war dramatisch: Mindestens 184 Tote in Deutschland und 38 Tote in Belgien.
Laut einer IPCC-Studie ist auch diese Katastrophe mit dem Klimawandel verbunden, der so ein Ereignis neunmal wahrscheinlicher gemacht hat. Der Klimawandel hat auch „die Regenmenge an einem Tag zwischen 3 und 19 Prozent ansteigen lassen“. Der Klimatologe Jean-Pascal Van Ypersele sagte auf dem Sender RTBF: „Man kann nicht sagen, dass wir nicht gewarnt wurden. Der Weltklimarat und die Wissenschaftler schlagen schon so lange Alarm und werden so wenig gehört!“
Das größte Feuer in der Geschichte Kaliforniens Es war der schlimmste Brand in einer Region, die es gewohnt ist, regelmässig von den Flammen heimgesucht zu werden. Das Dixie-Feuer, das am 13. Juli in den Bergen nördlich von Sacramento ausgebrochen war, wurde erst 103 Tage später, am 25. Oktober, unter Kontrolle gebracht und verwüstete 389.837 Hektar. „Vor fünfzehn Jahren wäre ein Brand von 40.000 Hektar das größte Feuer unserer Karriere gewesen. Heute haben wir Brände von fast 400.000 Hektar“, stellte der Feuerwehrmann Kristen Allison in der New York Times fest.
In seinem jüngsten Bericht vom August 2020 stellt der Weltklimarat (IPCC) fest, dass „die klimatischen Bedingungen für Brände in Mexiko, im Westen und Nordwesten Nordamerikas zugenommen haben, hauptsächlich aufgrund der steigenden Temperaturen“, die Böden und Pflanzen austrocknen. Und das ist erst der Anfang, wie von dieser Expertengruppe vorausgesagt wird.
Tödliche Überschwemmungen in China Vom 17. bis 21. Juli kam es in der chinesischen Provinz Henan zu extremen Niederschlägen. Laut WMO „fielen am 20. Juli in Zhengzhou 201,9 Liter Regen pro m2 in einer Stunde, ein Rekord für das Land“. Das Wasser drang in die U-Bahn ein und tötete 14 Menschen, die in einem Zug eingeschlossen waren. Weitere Personen wurden in Parkhäusern oder Tunneln eingeschlossen. Insgesamt starben 302 Menschen.
Sibirien in Flammen Es ist eine Katastrophe, die sich fernab von unseren Blicken abspielt. In den unbewohnten Weiten des russischen Sibiriens brennen die Wälder aus. Insbesondere im Nordosten der Region, in der Republik Sacha, war die Brandsaison aufgrund ihrer Größe und der seit Anfang Juni anhaltenden Brände „ungewöhnlich“, wie der europäische Erdbeobachtungsdienst Copernicus feststellte.
Der IPCC erwartet, dass „die Dauer und Häufigkeit der Brandsaison zunehmen wird, mit starken Auswirkungen in Indien, China und Russland“. Wie in Nordamerika sind diese Brände groß genug, um die globale Erwärmung zu verstärken. Laut der Copernicus-Beobachtungsstelle verzeichnete der Juli mit 1.258 Megatonnen CO2-Emissionen, von denen mehr als die Hälfte auf die Brände in Nordamerika und Sibirien zurückzuführen ist, einen Weltrekord seit Beginn der satellitengestützten Messungen.
Dürre und Hungersnot in Madagaskar Seit 2019 wird der südliche Teil der Insel Madagaskar von einer beispiellosen Dürre heimgesucht, die mehr als eine Million Menschen in eine akute Hungersnot versetzt hat.
Im Juni bezeichnete das Welternährungsprogramm (WFP) die Krise als erste Hungersnot, die auf die durch menschliche Aktivitäten verursachte globale Erwärmung zurückzuführen ist. In seinem jüngsten Bericht schätzt der IPCC mit mittlerer Sicherheit, dass Dürren in Madagaskar ab einer globalen Erwärmung von 2°C weiter zunehmen werden.
Brände rund um das Mittelmeer Das Mittelmeer brennt. Den ganzen August über gab es in mehreren Ländern der Mittelmeerregion große Brände. In Griechenland wüteten im Juli und August Waldbrände auf den Inseln Euböa und Rhodos sowie im Großraum Athen und auf dem Peloponnes, die 100.874 Hektar Pinienwälder, Wälder und Olivenhaine zerstörten und drei Menschen töteten. Das gleiche Bild in der Türkei, wo mehr als 95.000 Hektar Land in Rauch aufgingen und acht Menschen beim Absturz eines Canadair-Löschflugzeugs starben. In Algerien starben in diesem Sommer mindestens 69 Menschen im Norden des Landes. Auch Marokko, Spanien, Italien und einige Mittelmeerregionen Frankreichs erlebten einen Sommer mit mehreren Waldbränden.
Das IPCC bezeichnet eine Zunahme der Bedingungen, die Brände in der Mittelmeerregion begünstigen, als sehr wahrscheinlich.
Überschwemmungen und Erdrutsche in Indien In diesem Herbst kam es in Indien zu heftigen Überschwemmungen und Erdrutschen, die teilweise ganze Familien in ihren Häusern begruben. Mindestens 102 Menschen starben im Oktober im Himalayastaat Uttarakhand und in Kerala. Im November starben mindestens 30 Menschen oder wurden aufgrund von Sturzfluten im Süden des Landes vermisst.
Die zunehmend unberechenbaren und extremen Wetterbedingungen, die Südasien in den letzten Jahren heimgesucht haben, werden laut Experten durch den Klimawandel verursacht und durch Abholzung, den Bau von Staudämmen und übermäßige Stadtentwicklung noch verschärft. Das IPCC stellte in den letzten Jahren eine Zunahme von Regenüberschwemmungen in der Region Asien fest und erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzt.
Hurrikan Ida in den USA Ende August und Anfang September traf der Hurrikan der Kategorie 4 „Ida“ zunächst auf den Süden und dann auf den Osten der USA. Obwohl er in Louisiana auf Land traf, forderte Ida die meisten Opfer, als er auf New York City traf und der Hurrikan nur noch ein Sturm war. Mindestens 47 Menschen starben in der Millionenmetropole und ihrer Umgebung an den Folgen der sintflutartigen Regenfälle, die zu Überschwemmungen führten. „Wir müssen auf Wissenschaftler, Ökonomen und Spezialisten für nationale Sicherheit hören, sie alle sagen uns, dass wir Alarmstufe Rot haben, dass das Land und die Welt aufgrund des Klimawandels in Gefahr sind“, sagte Präsident Joe Biden.
Der Sommer 2021 war zwar nicht so heiß wie die vorangegangenen, aber die globale Erwärmung hat sich dadurch nicht verlangsamt. Météo France hat seine Jahresbilanz gezogen, und 2021 als eines der zehn wärmsten Jahre eingestuft, die jemals weltweit gemessen wurden.
Im Jahr 2021 ähnelte kein Monat dem vorherigen. Unerwartete und heftige Wetterphänomene trafen verschiedene Regionen Frankreichs. „Man kann 2021 als ein Jahr nahe der Norm bezeichnen, aber mit vielen Kontrasten, wenn man es genauer betrachtet. Ein Jahr, das wahrscheinlich eine Atempause im Klimawandel darstellt, verglichen mit dem, was wir in den nächsten Jahren erleben werden“, erklärt Matthieu Sorel von Météo France gegenüber France 3.
Die Temperaturen lagen über dem Durchschnitt der letzten 30 Jahre. So gefährdete der Spätfrost im April die Ernte in den Weinbergen und Obstplantagen. Heftige Gewitter und Überschwemmungen verwüsteten das Departement Gard und den Südwesten. Der Sand aus der Sahara überzog den Südosten des Landes mit einer ockerfarbenen Schicht. Die Niederschlagssumme enstprach zwar den normalen Jahreswerten, aber trotz des regnerischen Sommers lagen die Temperaturen um 0,2% über dem Durchschnitt der letzten 30 Jahre. Der Temperaturanstieg in Frankreich liegt jedoch deutlich unter den europäischen und weltweiten Messwerten für 2021. Die Welt wird tatsächlich immer wärmer.
Emmanuel Macron hat angekündigt, in Frankreich neue Atomreaktoren bauen zu wollen. Im Land spaltet die Atomenergie jedoch die Meinungen, da sie zwar weniger Treibhausgase ausstößt, aber auch grosse Risiken birgt.
Die Kernenergie ist bereits eines der Kernthemen der nächsten Präsidentschaftswahlen im Jahr 2022. Die Kandidaten streiten sich bereits über dieses Thema. Während Emmanuel Macron ankündigte, den Bau von Atomreaktoren in Frankreich „wieder ankurbeln“ zu wollen, ist der Grünen-Kandidat Yannick Jadot seinerseits der Meinung, „immer denselben Unsinn zu wiederholen, wird nie zum Erfolg führen“. Die Befürworter der Kernenergie sind der Meinung, dass sie ein unverzichtbarer Verbündeter im Kampf gegen den Klimawandel ist.
Atomstrom ist die Stromerzeugung, die am wenigsten Treibhausgase ausstößt, mit nur sechs Gramm CO2-Kohlenstoff pro Kilowattstunde, im Vergleich zu sieben bei Windkraft, 55 bei Solarenergie oder noch schlimmer Kohle mit über einem Kilogramm.
Das IPCC (International Pa…
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