Kategorie: Politik

  • Präsidenten und Päpste: Frankreichs besondere Beziehung zu Rom

    Präsidenten und Päpste: Frankreichs besondere Beziehung zu Rom

    Frankreich ist laizistisch, stolz auf die Trennung von Kirche und Staat – und doch führt für seine Präsidenten seit Jahrzehnten ein erstaunlich beständiger Weg nach Rom. Vom katholisch geprägten Charles de Gaulle bis zu Emmanuel Macron erzählt die Beziehung zum Papst nicht nur von Religion. Sie erzählt von Diplomatie, Geschichte, Symbolen und einer Republik, die mit ihrem christlichen Erbe bis heute einen ziemlich komplizierten Tanz aufführt. Jeder Präsident tanzt ihn anders. Charles de Gaulle trennte seinen persönlichen katholischen Glauben streng von seinem Amt. Als er 1959 Papst Johannes XXIII. besuchte, begegneten sich weniger zwei Religionsvertreter als zwei Männer mit ausgeprägtem Geschichtsbewusstsein. De Gaulle nahm damals auch seinen traditionellen Titel als Ehrenkanoniker der Lateranbasilika an. 1967 folgte eine Begegnung mit Paul VI. Damit entstand ein Muster, das die Fünfte Republik prägen sollte: Der französische Präsident besucht nicht den geistlichen Oberhirten seiner ka…

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  • Comeback 2032? Macron hält die Tür zum Élysée offen

    Comeback 2032? Macron hält die Tür zum Élysée offen

    Ein Satz, ein Lächeln und plötzlich steht das Jahr 2032 im Raum. Emmanuel Macron hat Spekulationen über seine politische Zukunft neue Nahrung gegeben. In einem Ausschnitt aus einem Interview mit dem amerikanischen Magazin Variety, der am 25. September veröffentlicht wurde, schließt Frankreichs Präsident eine spätere Rückkehr in den Élysée Palast ausdrücklich nicht aus. Allerdings geht es dabei nicht um die Präsidentschaftswahl 2027. Das ist der entscheidende Unterschied. Macrons zweite Amtszeit endet im Mai 2027. Bei der anschließenden Wahl darf er nicht erneut antreten, denn Artikel 6 der französischen Verfassung begrenzt die Amtszeit eines Präsidenten auf höchstens zwei aufeinanderfolgende Mandate. Macron, 2017 erstmals gewählt und 2022 im Amt bestätigt, muss den Präsidentenpalast deshalb verlassen. Doch die Verfassung sagt eben nicht, dass ein Präsident insgesamt nur zweimal amtieren darf. Nach einer Unterbrechung wäre eine erneute Kandidatur grundsätzlich möglich. Für Macron öffnet…

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  • Macron widerspricht der CIA-Alarmmeldung – doch die russische Drohnengefahr bleibt

    Macron widerspricht der CIA-Alarmmeldung – doch die russische Drohnengefahr bleibt

    Eine angebliche Warnung der CIA vor russischen Drohnenangriffen auf Frankreich, Spanien und Italien sorgt in Europa für Unruhe. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat nun einen entscheidenden Teil der Geschichte ausdrücklich zurückgewiesen: Die französischen Dienste hätten keine entsprechende Warnung der CIA erhalten. Die Möglichkeit russischer Angriffe auf französische Infrastruktur hält Macron jedoch keineswegs für ausgeschlossen. Damit wird aus einer vermeintlichen Geheimdienstenthüllung eine kompliziertere Geschichte über hybride Kriegführung, Abschreckung und die wachsende Verwundbarkeit Europas. Eine spektakuläre Meldung aus Spanien Ausgangspunkt der Kontroverse ist eine Recherche der spanischen Tageszeitung El Mundo. Demnach sollen amerikanische Nachrichtendienste Informationen über eine mögliche russische Operation gegen Ziele in Südeuropa gesammelt haben. Als potenzielle Zielländer wurden Frankreich, Spanien und Italien genannt. Das beschriebene Szenario ist militärisc…

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  • Frankreich schickt Soldaten nach Yanbu – und macht den Ölpreis zur Frage der nationalen Sicherheit

    Frankreich schickt Soldaten nach Yanbu – und macht den Ölpreis zur Frage der nationalen Sicherheit

    Frankreich will Soldaten, Radarsysteme und Luftabwehr nach Saudiarabien verlegen. Was auf den ersten Blick wie ein weiterer Schritt in den Nahostkonflikt aussieht, verfolgt ein eng umrissenes Ziel: Paris will eine der wichtigsten verbliebenen Ausweichrouten für saudisches Erdöl schützen. Hinter der Entscheidung Emmanuel Macrons steht damit auch eine innenpolitische Rechnung. Die Sicherung eines Hafens am Roten Meer soll helfen, die Versorgung der Weltmärkte zu stabilisieren – und damit indirekt den Druck auf die französischen Tankstellenpreise zu mindern. Yanbu wird zum strategischen Nadelöhr Am 24. September kündigte Macron an, Frankreich werde militärische Mittel nach Yanbu an der saudischen Westküste entsenden. Vorgesehen seien Soldaten, Radare und Verteidigungssysteme. Die Mission, so die französische Darstellung, solle defensiven Charakter haben. Französische Streitkräfte würden nicht in die Kämpfe zwischen Saudiarabien und den Huthi im Jemen eingreifen, sondern eine für den Energ…

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  • Trump gegen Macron: In New York prallen zwei Weltordnungen aufeinander

    Trump gegen Macron: In New York prallen zwei Weltordnungen aufeinander

    Selten lässt sich der Wandel der internationalen Ordnung so anschaulich beobachten wie an diesem Dienstag in New York. Im Abstand weniger Stunden traten Donald Trump und Emmanuel Macron vor die Generalversammlung der Vereinten Nationen. Beide sprachen über Frieden, Sicherheit und Souveränität. Doch hinter denselben Begriffen stehen zwei nahezu gegensätzliche Vorstellungen davon, wie die Welt im Jahr 2026 funktionieren soll. Trump setzt auf Macht, Abschreckung und nationale Handlungsfreiheit. Macron verteidigt eine Ordnung, in der Macht durch Recht eingehegt und nationale Souveränität durch internationale Zusammenarbeit ergänzt wird. Es ist mehr als ein rhetorischer Gegensatz zwischen einem amerikanischen und einem französischen Präsidenten. In New York standen sich zwei konkurrierende Antworten auf eine grundsätzliche Frage gegenüber: Was bleibt von der regelbasierten internationalen Ordnung, wenn ihre Regeln von den mächtigsten Staaten zunehmend nur noch dann akzeptiert werden, wenn s…

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  • Macrons Abrechnung in New York: Gaza wird zum Prüfstein der internationalen Ordnung

    Macrons Abrechnung in New York: Gaza wird zum Prüfstein der internationalen Ordnung

    Mit ungewöhnlich scharfen Worten hat Emmanuel Macron vor der Uno-Generalversammlung die Lage im Gazastreifen zum Symbol einer internationalen Ordnung erklärt, die an ihren eigenen Ansprüchen zu scheitern droht. Was sich dort vor den Augen der Weltöffentlichkeit abspiele, sei ein «Schauspiel, das uns alle beschämt», sagte der französische Präsident in New York. Hinter der moralischen Anklage steht jedoch mehr als Empörung über das Leiden der Zivilbevölkerung. Macron formulierte eine grundsätzliche Kritik an einer Diplomatie, deren Friedensversprechen nach französischer Auffassung zunehmend von der Realität vor Ort entkoppelt sind. Eine Rede mit ungewöhnlicher Schärfe Macrons Auftritt am 22. September vor der 81. Generalversammlung der Vereinten Nationen war in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Es handelte sich um seine letzte Rede vor der Uno-Generalversammlung vor dem Ende seiner zweiten Amtszeit im Frühjahr 2027. Entsprechend grundsätzlich fiel seine Botschaft aus. Der französische P…

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  • Frankreich weitet Tankhilfen aus – der teure Kampf gegen den neuen Energieschock

    Frankreich weitet Tankhilfen aus – der teure Kampf gegen den neuen Energieschock

    Frankreich reagiert auf den erneuten Anstieg der Kraftstoffpreise mit einem deutlich ausgeweiteten Hilfspaket. Die Regierung verlängert die Unterstützung für Vielfahrer, erweitert den Kreis der Anspruchsberechtigten und stellt zusätzliche Hilfen für besonders energieabhängige Berufsgruppen bereit. Insgesamt sollen weitere 450 Millionen Euro mobilisiert werden. Damit versucht Paris, die sozialen Folgen der Krise im Nahen Osten abzufedern – zu einem Zeitpunkt, an dem der finanzielle Spielraum des französischen Staates so begrenzt ist wie seit Jahren nicht mehr. Die Kraftstoffpolitik wird damit erneut zu einer Gratwanderung zwischen Kaufkraft, sozialem Frieden und Haushaltsdisziplin. Gerade in Frankreich besitzt der Preis an der Zapfsäule eine politische Bedeutung, die weit über die unmittelbaren Kosten des Autofahrens hinausgeht. Die Gelbwesten-Proteste von 2018 haben gezeigt, wie rasch sich steigende Mobilitätskosten in eine grundsätzliche gesellschaftliche Auseinandersetzung über Steue…

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  • Trump und Macron treffen sich in New York – ein Gespräch im Schatten dreier Krisen

    Trump und Macron treffen sich in New York – ein Gespräch im Schatten dreier Krisen

    Donald Trump und Emmanuel Macron treffen sich am Montag, 21. September, in New York zu einem bilateralen Gespräch am Rande der hochrangigen Woche der Vereinten Nationen. Das Weisse Haus hat den Termin bestätigt; nach dem veröffentlichten Zeitplan des amerikanischen Präsidenten ist die Begegnung für 17.35 Uhr Ortszeit angesetzt. Sie findet damit unmittelbar vor Beginn der Generaldebatte der 81. UN-Generalversammlung statt, die am Dienstag eröffnet wird. Eine detaillierte Tagesordnung haben weder Washington noch Paris veröffentlicht. Doch der internationale Kontext lässt erkennen, welche Fragen das Treffen prägen dürften: der Krieg in der Ukraine und mögliche Sicherheitsgarantien für Kiew, die eskalierte Lage im Nahen Osten und die Energieversorgung Europas sowie die weiterhin störanfälligen Handelsbeziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union. Ein dicht gedrängter diplomatischer Kalender Für Trump ist das Gespräch mit Macron Teil eines eng getakteten diplomatis…

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  • Frankreichs Schulden steigen auf 121,7 Prozent des BIP – der Spielraum in Paris schrumpft

    Frankreichs Schulden steigen auf 121,7 Prozent des BIP – der Spielraum in Paris schrumpft

    Frankreich steuert auf einen neuen Höchststand seiner Staatsverschuldung zu. Nach den jüngsten Regierungsprojektionen dürfte die öffentliche Verschuldung 2027 auf 121,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts steigen. Bereits 2026 werden 119,3 Prozent erwartet. Die zweitgrösste Volkswirtschaft der EU kämpft damit nicht nur mit einem hohen Schuldenstand, sondern vor allem mit dessen Dynamik: anhaltend grosse Defizite, schwaches Wachstum, steigende Zinskosten und politisch schwer veränderbare Staatsausgaben treiben die Quote weiter nach oben. Das Defizit bleibt deutlich zu hoch Für 2026 erwartet die Regierung ein Haushaltsdefizit von 5,4 Prozent des BIP, 2027 sollen es noch 5 Prozent sein. Damit bleibt Frankreich klar über dem europäischen Referenzwert von 3 Prozent. Paris befindet sich deshalb weiterhin im EU-Verfahren wegen eines übermässigen Defizits. Ziel ist es, die Neuverschuldung bis 2029 wieder unter Kontrolle zu bringen. Das Problem: Solange Frankreich Jahr für Jahr hohe Defizite schre…

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  • Frankreich und Kanada machen den Nordatlantik zur strategischen Nahtstelle

    Frankreich und Kanada machen den Nordatlantik zur strategischen Nahtstelle

    Der Besuch des kanadischen Premierministers Mark Carney in Saint-Pierre-et-Miquelon ist mehr als eine diplomatische Geste an Frankreich. Er zeigt, wie sich die strategische Geografie des Nordatlantiks verändert. Frankreich und Kanada wollen ihre Zusammenarbeit bei Fischerei, Energie, Verteidigung, Raumfahrt und digitalen Technologien erheblich ausweiten. Das kleine französische Archipel vor der Küste Neufundlands soll dabei vom Randgebiet zu einem Bindeglied zwischen Kanada und Europa werden. Ein kleines Archipel mit neuer strategischer Bedeutung Saint-Pierre-et-Miquelon zählt nur wenige tausend Einwohner und liegt rund 25 Kilometer vor der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador. Politisch gehört die Inselgruppe jedoch zu Frankreich. Damit besitzt die Europäische Union faktisch einen französischen Außenposten unmittelbar vor der kanadischen Atlantikküste. Dass Mark Carney am 20. September als erster kanadischer Premierminister zu einem offiziellen Besuch auf das Archipel reiste, …

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