Kategorie: International

  • Ukraine-Krieg: Die New York Times konnte die Urheber des Massakers von Butscha identifizieren

    Ukraine-Krieg: Die New York Times konnte die Urheber des Massakers von Butscha identifizieren

    Eine Untersuchung der „New York Times“ beweist auf die Verantwortung der russischen Streitkräfte für die Massaker in Butscha zu Beginn des Krieges und ermöglichte es, einige der Verantwortlichen für die Übergriffe zu identifizieren.

    Die New York Times hat eine umfassende Untersuchung auf ihrer Website veröffentlicht. Es ist das Ergebnis von acht Monaten Arbeit. Der Artikel enthält vernichtende Enthüllungen über die Beteiligung der russischen Streitkräfte an den Massakern, die in den ersten Kriegswochen in Butscha, einem Vorort von Kiew, verübt wurden.

    Diese Untersuchung war ein regelrechtes Eintauchen in ein Butscha unter russischer Besatzung. Die Journalisten hatten das Gefühl, die Schrecken so zu erleben, als wären Sie selbst Einwohner der Stadt: verschanzt in ihren Kellern, versteckt hinter ihren Fenstern, bei dem Versuch, die Übergriffe der Armee von Wladimir Putin zu dokumentieren. Die Einwohner waren in gewisser Weise die ersten Ermittler. Sie waren es, die Videos, die sie unter grossem persönlichen Risiko mit ihren Smartphones gedreht hatten, manchmal durch Mauerlöcher hindurch, den Journalisten übergaben. Auch Bilder privater Videoüberwachungskameras wurden zur Verfügung gsetsellt. Es sind allesamt genau datierte, zeitlich abgestimmte und georeferenzierte Blickwinkel auf die berüchtigte Yablonska-Straße.

    Das für die Massaker verantwortliche Regiment wurde identifiziert
    Die Reportage geht ganz speziell auf verschiedene Ereignisse ein. Da ist zum Beispiel dieser Panzer, der auf eine Frau schießt, die auf ihrem Fahrrad um eine Straßenecke biegt. Männer, die von einem Einwohner von Butscha gefilmt wurden, wie sie auf dem Boden knieten während Soldaten mit ihren Waffen auf sie zielten. Und dann, einige Minuten später, gibt es diese Drohnenbilder, die am selben Ort dieselben Männer zeigen, wie sie leblos auf dem Boden liegen. Alles erscheint insgesamt sehr methodisch zu sein, es handelt sich nicht um Gewalttaten einzelner Soldaten.

    Die Journalisten der New York Times konnten genaue Angaben, wie etwa Abzeichen auf den russischen Uniformen, die aufgemalten Markierungen auf den Panzern, dokumentieren. All diese Details weisen auf das 234. Fallschirmjägerregiment hin, das im Westen Russlands stationiert ist. Und ein weiteres brutales Detail gab absolute Gewissheit: Die Journalisten stellten fest, dass fast jedes Mal, wenn in Butscha ein Zivilist starb, sein Telefon benutzt wurde, um Anrufe nach Russland zu tätigen. Dies geschieht meist in den Minuten unmittelbar nach den Tötungen. Und alle Anrufe gehen an Angehörige von Mitgliedern des 234. Fallschirmjägerregiments!

    Russischen Soldaten ist es verboten, ihre privaten Telefone zu benutzen oder ihre Familien anzurufen. Sie nutzten daher die Geräte ihrer Opfer, um mit ihren Frauen oder Eltern zu sprechen.

    Die Rolle des „Kameraden Oberst“.
    In den Straßen von Butscha sprechen die Soldaten einen „Kameraden Oberst“ an, wie es auf einem Video zu hören ist. Nur hochrangige Offiziere werden auf diese Weise angesprochen. Der einzige, der diese Bezeichnung im 234. Regiment für sich beanspruchen kann, heißt Artyom Golodirov. Er wird dabei beobachtet, wie er an den Leichen von Zivilisten vorbeimarschiert, ohne seinen Männer wegen der Tötungen Vorhaltungen zu machen. Ganz so, als ob er die Massaker gutheißen würde.

    Abgesehen von der Ermittlungs- und Dokumentationsarbeit, die zweifellos von Nutzen sein wird, wenn diese Männer eines Tages wegen Kriegsverbrechen vor Gericht gestellt werden, ermöglicht es diese Arbeit der Journalisten auch, vielen der Leichen von Zivilisten, die wir alle im Fernsehen auf dieser Straße liegend gesehen haben, Namen zu geben. Der Mann, der tot neben seinem Fahrrad lag, hieß Vladimir Brovchenko und war 68 Jahre alt. Und derjenige, dessen Körper mit einem weißen Tuch auf dem Rücken gefesselt auf der Straße lag, war Oleksander Tschumak…

  • Im Iran inhaftierte Französin Cécile Kohler darf zum ersten Mal seit sieben Monaten mit ihrer Familie sprechen

    Im Iran inhaftierte Französin Cécile Kohler darf zum ersten Mal seit sieben Monaten mit ihrer Familie sprechen

    Die Französin Cécile Kohler, die von Teheran der Spionage beschuldigt wird, wird seit Mai letzten Jahres zusammen mit ihrem Lebensgefährten im Iran festgehalten. Die französische Lehrerin konnte am 18. Dezember zum ersten Mal seit sieben Monaten Kontakt zu ihren Eltern aufnehmen. Wie erst jetzt bekannt wurde, konnte Cécile Kohler am Sonntag, dem 18. Dezember, einige Minuten lang über WhatsApp mit ihren Eltern sprechen. Ein Gespräch unter Aufsicht, bei dem sie einen Schleier tragen musste. Die französische Lehrerin, die zusammen mit ihrem Lebensgefährten seit Mai letzten Jahres im Iran inhaftiert ist, wird von Teheran der Spionage beschuldigt. Seitdem wird sie in einem Hochsicherheitsgefängnis festgehalten, das für seine extrem schwierigen Haftbedingungen bekannt ist. Bisher wurde kein Datum für den Prozess bekannt gegeben.Ihre Familie zeigt sich alarmiert. „Wir haben gespürt, dass sie psychisch sehr angeschlagen ist. Sie leidet sehr darunter, dass sie in mehr als sieben Monaten keinen …

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  • Wintersturm in den USA: Mindestens 32 Tote und Zehntausende Haushalte ohne Strom

    Wintersturm in den USA: Mindestens 32 Tote und Zehntausende Haushalte ohne Strom

    Ein Wintersturm, der eisige Winde mit sich führte und seit Tagen über das Zentrum und den Osten der USA fegt, forderte bereits mehr als 30 Todesopfer und ließ Zehntausende Amerikaner am Weihnachtstag ohne Strom in kalten Wohnungen frieren.

    „Das ist nicht das Weihnachten, das wir uns vorgestellt haben“: Ein Wintersturm mit eisigen Winden fegt schon seit Tagen über das Zentrum und den Osten der Vereinigten Staaten und hat schon mehr als 30 Menschenleben gefordert. Zehntausende Amerikaner sassen am Weihnachtstag ohne Strom in kalten Wohnungen.

    Zweiunddreißig Todesfälle wurden in neun Bundesstaaten bestätigt, darunter allein 13 in Erie County im Bundesstaat New York, zu dem auch die Stadt Buffalo gehört, wo die Schneehaufen inzwischen stellenweise bis zu drei Meter hoch sind. Einige Opfer wurden in ihren Autos gefunden, andere auf der Straße inmitten der Schneemassen.

    „Menschen sitzen seit über zwei Tagen in ihren Autos fest“
    Seit Mittwochabend werden die USA von diesem ungewöhnlich starken Wintersturm heimgesucht, dessen polare Winde vor allem in der Region der Great Lakes (Großen Seen) zu starken Schneefällen führten. „Es gibt Menschen, die seit mehr als zwei Tagen in ihren Autos festsitzen und andere in ihren Häusern mit frostigen Temperaturen“, berichtet Mark Poloncarz, ein Verwaltungsbeamter des Landkreises Erie County. Er befürchtet, dass es bald weitere Todesfälle in seinem County geben könnte.

    Trotz Fahrverbot sassen Hunderte von Menschen in ihren Fahrzeugen fest. Die Rettungskräfte gingen am Sonntag von Auto zu Auto, um zu sehen, „ob sie Leichen finden“, beschreibt Mark Poloncarz die Situation auf CNN.

    „Das ist eine große Krise“, sagt die Gouverneurin des Bundesstaates New York Kathy Hochul, selbst eine gebürtige Buffaloerin. „Ich habe alle großen Winterstürme der letzten 60 Jahre erlebt. Das hier ist der schlimmste.“

    Mehr als 48.000 Haushalte waren am Sonntag an der Ostküste der USA ohne Strom. Das Unwetter hatte laut der Website Poweroutage.us ursprünglich rund 150.000 Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten.

    Mehr als 3.000 Flüge wurden am Sonntag gestrichen, zusätzlich zu den etwa 3.500 am Samstag und weiteren 6.000 am Freitag, wie die Webseite Flightaware.com berichtete.

    In Städten, wie Denver oder Chicago, wurden Notunterkünfte eröffnet, um Bedürftige aufzunehmen, damit sie sich aufwärmen können und vor Unterkühlung geschützt sind.

    Kanada ebenfalls betroffen
    Der Wintersturm betraf auch Kanada, wo ein Busunfall auf einer vereisten Straße in British Columbia nach Angaben der Behörden mindestens vier Todesopfer und Dutzende Verletzte forderte. Mehr als 150.000 Menschen waren auch i9n Kanada ohne Strom, vor allem in den Provinzen Ontario und Quebec. Zudem mussten alle Züge von Toronto nach Ottawa und Montreal am Weihnachtstag nach der Entgleisung eines Zuges eingestellt werden, wie die kanadische Eisenbahngesellschaft mitteilte.

    Laut dem National Weather Service der USA sollen die Temperaturen „bis Mitte nächster Woche auf jahreszeitlich normale Werte“ zurückgehen.

    https://twitter.com/NWXweather/status/1605993104804151296
  • Krieg in der Ukraine: Drohnenangriff auf russischen Stützpunkt – mindestens drei tote Soldaten

    Krieg in der Ukraine: Drohnenangriff auf russischen Stützpunkt – mindestens drei tote Soldaten

    Die russische Luftabwehr meldet, eine ukrainische Drohne abgeschossen zu haben, deren Trümmer drei Menschen am Boden getötet haben.

    Neuer Angriff auf russischem Territorium. Mindestens drei Menschen wurden auf dem Militärflugplatz Engels im Südosten Moskaus bei der Explosion einer ukrainischen Drohne getötet, wie russische Nachrichtenagenturen am Montag, dem 26. Dezember, berichteten. „Am 26. Dezember wurde ein ukrainisches unbemanntes Luftfahrzeug aus geringer Höhe abgeschossen, als es sich dem Militärflugplatz Engels in der Region Saratow näherte“, meldete die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. „Infolge des Absturzes des Wracks der Drohne wurden drei russische Techniker, die sich auf dem Flugplatz befanden, tödlich verletzt.“

    Kiew will den Ausschluss Moskaus aus dem UN-Sicherheitsrat beantragen. Die Ukraine plane, heute den Ausschluss Russlands als ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrats zu fordern, sagte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba gestern. Der mächtige Sicherheitsrat besteht aus 15 Mitgliedern, deren Aufgabe es ist, globale Krisen durch die Verhängung von Sanktionen, die Genehmigung von Militäraktionen und die Genehmigung von Änderungen der UN-Charta zu bewältigen.

    Putin wirft dem Westen vor, Russland „spalten“ zu wollen. Der Westen versucht, „zu spalten, um besser zu beherrschen“, kritisierte der russische Präsident gestern und rechtfertigte den seit über zehn Monaten andauernden Krieg des Kremls gegen die Ukraine, um, wie er sagte, eine „Vereinigung des russischen Volkes“ zu ermöglichen.

  • WhatsApp: Wird die App bald auf vielen Telefonen nicht mehr laufen?

    WhatsApp: Wird die App bald auf vielen Telefonen nicht mehr laufen?

    Die Instant-Messaging-Anwendung WhatsApp wird in Kürze ein Update durchführen. Der Messenger wird dann mit einer Reihe von Geräten nicht mehr kompatibel sein.

    Achtung WhatsApp-Nutzer: In Kürze könnte der Messenger mit dem grünen Logo nicht mehr von Ihrem Smartphone aus erreichbar sein! Die App wird bald ein Update erhalten, das die Nutzung auf vielen Handys beeinträchtigen könnte. Wie die Fachzeitschrift Phonandroid berichtet, wird der Messenger auf einigen Telefonmodellen, die bereits mehrere Jahre alt sind, nach dem Update nicht mehr verfügbar sein.

    Bislang hat WhatsApp noch keinen bestimmten Termin für das neue Update bekannt gegeben. Wahrscheinlich ist vor allem die Marke Apple betroffen. Das iPhone 5 und das iPhone 5c sollen die ersten Telefone sein, die von der Änderung betroffen sind. Die App könnte nur noch auf Geräten mit dem Betriebssystem iOS 12 funktionieren.

    Wie seiht es mit Android-Geräten aus?
    Bei Smartphones, die das Android-Betriebssystem verwenden, werden nur Geräte, die Versionen älter als 4.1 verwenden, WhatsApp nicht mehr nutzen können. Nutzer müssen in diesem Fall eine neuere Version des Betriebssystems herunterladen oder sogar einen Wechsel des Handys in Betracht ziehen… „Wenn wir die Unterstützung für Ihr Betriebssystem einstellen, werden Sie darüber informiert und mehrmals daran erinnert, Ihr Gerät zu aktualisieren, um WhatsApp weiterhin nutzen zu können“, erklärt WhatsApp auf seiner Website.

    „Um mit den neuesten technologischen Entwicklungen Schritt zu halten, stellen wir regelmäßig die Unterstützung für ältere Betriebssysteme ein, um unsere Ressourcen auf die Unterstützung der neuesten Systeme zu konzentrieren“, so WhatsApp.

  • Papst Franziskus: „Bringt die Waffen zum Schweigen“ – in der Ukraine und in der Welt

    Papst Franziskus: „Bringt die Waffen zum Schweigen“ – in der Ukraine und in der Welt

    Immer am Mittag des Weihnachtstages spricht der Papst seinen Segen Urbi et Orbi. Dieses Jahr wies er auf den Ernst der aktuellen Kriege hin, die zusammengenommen seiner Meinung nach auf einen Dritten Weltkrieg hinauslaufen.

    Auch an diesem Weihnachtstag hielt Papst Franziskus die traditionelle Urbi et Orbi-Ansprache, um seinen Segen an die Welt zu richten. Er sprach vom Balkon des Petersdoms im Vatikan, um seine Weihnachtsbotschaft vor 70.000 Gläubigen zu überbringen.

    Wie lautet die Botschaft von Papst Franziskus?
    In einem ersten Teil seiner Ansprache auf dem Balkon des Petersdoms ging der Papst auf die Geburt Christi ein und konzentrierte sich auf die religiöse Bedeutung von Weihnachten. Dann wollte Papst Franziskus eine Botschaft des Friedens an die Welt senden. Er erinnerte an all die Kriege und Katastrophen, die auf der Welt stattfinden, und erwähnte insbesondere Syrien, den Libanon und Myanmar. Er forderte dazu auf, Nahrungsmittel nicht „als Waffe“ einzusetzen und bezog sich dabei insbesondere auf die Konflikte am Horn von Afrika. „Jeder Krieg verursacht Hunger und benutzt Nahrung selbst als Waffe, indem er die Verteilung an Menschen, die bereits leiden, verhindert“, beklagte der aus Argentinien stammende Pontifex und forderte dazu auf, sich „dafür einzusetzen, dass Nahrung nur ein Instrument des Friedens ist“. Der Papst nannte zehn von Gewalt oder Spannungen betroffene Länder – darunter zum ersten Mal auch den Iran -, die er als „Schauplätze dieses dritten Weltkriegs“ bezeichnete.

    „Sinnloser Krieg“
    Mit ernster Miene stellte das Oberhaupt der katholischen Kirche „mit Traurigkeit fest, dass die Winde des Krieges weiterhin die Kälte über die Menschheit blasen“. „Mögen sich unsere Augen mit den Gesichtern unserer ukrainischen Brüder und Schwestern füllen, die dieses Weihnachten in Dunkelheit, Kälte oder weit weg von zu Hause verbringen, aufgrund der Zerstörungen durch den zehnmonatigen Krieg“, sagte der Papst. „Möge der Herr uns zu konkreten Gesten der Solidarität bereit machen, um den Leidenden zu helfen, und möge er den Geist derer erleuchten, die die Macht haben, die Waffen zum Schweigen zu bringen und diesen sinnlosen Krieg sofort zu beenden!“, fügte der Pontifex hinzu, der seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine Ende Februar unermüdlich für den Frieden plädiert.

    Was bedeutet eigentlich Urbi et Orbi?
    Dieser lateinische Ausdruck bedeutet „an die Stadt (gemeint ist Rom) und an das Universum“. Der lateinische Begriff ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass der Papst als Bischof von Rom und als universeller Vertreter für alle Christen spricht. Es handelt sich um eine feierliche Ansprache des Papstes, bei der er vom Balkon des Petersdoms im Vatikan aus seine Segenswünsche an die Welt richtet. Das Urbi et Orbi wird nur zur Feier der christlichen Feste Weihnachten und Ostern sowie zu seltenen Anlässen wie der Wahl eines neuen Papstes oder zuletzt während der Covid-19-Pandemie gesprochen. Jedes Jahr reisen Tausende von Gläubigen zum Vatikan, um den Segen direkt auf dem Petersplatz zu empfangen.

  • USA: Was ist eine „Zyklonbombe“? Teile der USA über Weihnachten lahmlegt – 23 Tote

    USA: Was ist eine „Zyklonbombe“? Teile der USA über Weihnachten lahmlegt – 23 Tote

    Starker Schnee, heftiger Wind und eine „tödliche Kälte“ beeinträchtigen das Leben von Dutzenden Millionen Amerikanern am Ende des Jahres 2022. Insgesamt bestätigten die Behörden bereits mindestens 23 Todesfälle, verteilt auf acht Bundesstaaten.

    Die USA befinden sich laut dem National Weather Service (NWS) in einem „Sturm, der nur einmal pro Generation auftritt“. Die private Wetterseite AccuWeather berichtet von einer besorgniserregenden „Zyklonbombe“. Und das in einer Zeit, in der viele Millionen Amerikaner über die Feiertage Familie und Freunde besuchen wollen. Insgesamt bestätigten die Behörden mindestens 17 Todesfälle in acht Bundesstaaten. Was aber ist eine „Zyklonbombe“?

    Bei diesem Wetterphänomen handelt sich um einen Sturm, der ein bestimmtes Kriterium erfüllen muss. Laut dem amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Service (NOAA) muss der Luftdruck in seinem Inneren sehr schnell sinken, um mehr als 24 Hektopascal (hPa) in 24 Stunden, damit die Bezeichnung „Zyklonbombe“ zutreffend ist. „Der Druck fällt sehr stark und sinkt in nur 24 Stunden von 1013 hPa auf 978 hPa, also 35 bis 40 Hektopascal in nur einem Tag. So etwas nennt man eine explosive Zyklogenese“, erklärt Yann Amice, Meteorologe bei Weather’n’Co, gegenüber der Zeitung Ouest-France.

    Wie lässt sich so ein schneller Druckabfall erklären? Er kann auftreten, „wenn eine kalte Luftmasse mit einer warmen Luftmasse kollidiert, wie zum Beispiel kalte Luft über warmem Ozeanwasser“, so beschreibt es die NOAA.

    Blizzard und drastischer Temperaturabfall
    In den USA kommen mehrere Phänomene zusammen: Der NWS warnt vor starkem Schneefall, stürmischem Wind und „tödlicher Kälte“. Das Zusammenspiel der ersten beiden Elemente bildet einen sogenannten Blizzard, einen heftigen Nordwind mit Schneesturm, der den Auto- und Flugverkehr stark beeinträchtigt. Seit Mittwoch sind allein in Oklahoma bereits drei Menschen bei wetterbedingten Verkehrsunfällen ums Leben gekommen, und landesweit wurden seit Beginn des Blizzards bereits mehrere tausend Flüge gestrichen.

    Ein weiteres Merkmal einer „Zyklonbombe“ ist der drastische Temperaturabfall. Der NWS meldete, dass man beeindruckende Temperaturstürze „innerhalb einer Stunde oder weniger“ beobachtet habe. Die gefühlte Temperatur in der Region der Great Plains soll bis zu -55°C betragen. „Eine Kälte dieses Ausmaßes könnte innerhalb von Minuten zu Erfrierungen auf der exponierten Haut führen, sowie zu Unterkühlung und Tod, wenn die Exposition länger andauert“, warnte der NWS.

    Auch wenn die Intensität und das Timing dieser „Zyklonbombe“ zum Jahresende in den USA diesmal besonders kritisch sein mögen, ist das Phänomen an sich gar nicht so selten. Eine amerikanische Studie aus dem Jahr 2021 ergab, dass etwa 7% aller nicht tropischen Tiefdrucksysteme in Nordamerika zwischen 1979 und 2019 „Zyklonbomben“ waren, das bedeutet durchschnittlich etwa 18 pro Jahr über und in der Nähe von Nordamerika.

    Die US-Behörden rufen dien Bevölkerung dazu, äußerst wachsam zu sein. „Bitte nehmen Sie diesen Sturm extrem ernst“, forderte US-Präsident Joe Biden. Zu Weihnachten waren mindestens 240 Millionen Amerikaner, also etwa 60% der Bevölkerung, von verschiedenen Wetterwarnungen betroffen, betont der NWS.

  • 24. Februar – 24. Dezember: Zehn Monate Krieg in der Ukraine

    24. Februar – 24. Dezember: Zehn Monate Krieg in der Ukraine

    Vor genau zehn Monaten begann Wladimir Putin seinenÜberfall auf die Ukraine, damit den Krieg auf europäischen Boden zurückzubringen und die schwerste geopolitische Krise seit dem Zweiten Weltkrieg auszulösen. Doch die Ukraine leistet Widerstand und kämpft für Freiheit und Demokratie. Es war der 21. Dezember 1941. Während sich der Zweite Weltkrieg ausweitete und die Vereinigten Staaten unter dem Schock des Angriffs auf Pearl Harbour standen, machte sich Winston Churchill auf die Reise nach Washington. Er folgte der Einladung von Präsident Roosevelt und nahm das Risiko auf sich, trotz der Bedrohung durch deutsche U-Boote den Atlantischen Ozean zu überqueren. Der britische Premierminister sollte anschliessend vor dem US-Kongress eine bemerkenswerte Rede halten. „Wir stehen enormen Mächten gegenüber. Sie sind verbissen, sie sind skrupellos“, sagte er vor den amerikanischen Abgeordneten und fügte hinzu: „Und wir stehen zusammen, um alles zu verteidigen, was den freien Menschen am Herzen lie…

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  • Der Serienmörder Charles Sobhraj alias „die Schlange“ nach Frankreich zurückgekehrt

    Der Serienmörder Charles Sobhraj alias „die Schlange“ nach Frankreich zurückgekehrt

    Der Franzose Charles Sobhraj, der in den 1970er Jahren in Asien wegen mehrerer Morde verurteilt worden war, kehrte am Samstagmorgen nach Frankreich zurück, nachdem er aus dem Gefängnis in Nepal entlassen worden war, wo er fast 20 Jahre lang in Haft verbracht hatte. Er ist wieder in Frankreich. Der 78-jährige französische Serienmörder Charles Sobhraj alias „Die Schlange“, der von den nepalesischen Behörden ausgewiesen wurde, nachdem er 20 Jahre lang wegen des Mordes an zwei nordamerikanischen Touristen im Gefängnis gesessen hatte, ist am Samstag, dem 24. Dezember, nach Paris zurückgekehrt. Der Mann, der in den 1970er Jahren in Asien etwa 20 Morde begangen haben soll und als Vorlage für eine Netflix-Serie diente, kam mit einem Flugzeug aus Doha (Katar) am Flughafen Roissy Charles-de-Gaulle an und wurde sofort von der Grenzpolizei in Empfang genommen. Nach „Identitätsprüfungen“ verließ Charles Sobhraj den Flughafen unauffällig und ließ zahlreiche Journalisten vergeblich warteten. Der 78-jährige Charles Sobhraj, der in Thailand als „Bikinimörder“ und „die Schlange“ bekannt war, wurde aus dem Gefängnis in Nepal entlassen, wo er fast 20 Jahre in Haft verbracht hatte. Der Oberste Gerichtshof Nepals ordnete am Mittwoch die Freilassung von Charles Sobhraj an und begründete dies mit seinem Alter. Ausserdem benötige er eine Operation am offenen Herzen. Diese Entscheidung steht im Einklang mit einem nepalesischen Gesetz, das die Freilassung von bettlägerigen Gefangenen erlaubt, die bereits drei Viertel ihrer Strafe verbüßt haben. „Ich bin unschuldig“ Im Flugzeug von Doha, wo er sich am Freitagabend auf der Durchreise befand, sagte Charles Sobhraj einem AFP-Reporter, dass er „unschuldig“ an den ihm zugeschriebenen Verbrechen sei. „Ich bin in all diesen Fällen unschuldig, okay? (…) Alles wurde auf gefälschten Dokumenten aufgebaut“, sagte er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. „Ich habe viele Dinge zu erledigen. Ich muss viele Leute verklagen, darunter auch den Staat Nepal“. „Der Richter hat, ohne auch nur einen einzigen Zeugen zu befragen (…) und ohne dem Angeklagten zu gestatten, auch nur ein einziges Argument vorzubringen, das Urteil geschrieben“, fügte er hinzu. „Die Gerichte in Nepal, (…) alle Richter, waren voreingenommen“. „Es hat mehr als 19 Jahre gedauert, bis er seine Freiheit wiedererlangt hat, und ich bin sehr glücklich und sehr schockiert darüber“, kommentierte seine französische Anwältin Isabelle Coutant-Peyre, die ihn am Flughafen abgeholt hatte, vor der Presse. „Er wurde ungerechtfertigt aufgrund einer Akte verurteilt, die von der nepalesischen Polizei mit gefälschten Unterlagen zusammengestellt wurde. Es ist ein Skandal, er wird als Serienmörder dargestellt, was völlig falsch ist„. Nach der Bekanntgabe seiner Entlassung hatte das französische Außenministerium mitgeteilt, dass Frankreich ihn aufnehmen würde, wenn ihm ein Auslieferungsersuchen „zugestellt“ würde. Charles Sobhraj, französischer Staatsbürger mit einer vietnamesischen Mutter und einem indischen Vater, begann Anfang der 1970er Jahre die Welt zu bereisen. Er gab sich als Edelsteinhändler aus und freundete sich mit seinen Opfern an, die oft westliche Rucksacktouristen auf den Spuren der Hippies der 1970er Jahre waren, bevor er sie unter Drogen setzte, beraubte und ermordete. Charles Sobhrajs Spitzname „Die Schlange“ rührt von seiner Fähigkeit her, andere Identitäten anzunehmen, um der Justiz zu entgehen. Er wurde zum Titel einer erfolgreichen Serie der BBC und Netflix, die auf seinem Leben basiert.
  • Deportation ukrainischer Kinder nach Russland: Assoziation fordert Untersuchung wegen „Völkermords“

    Deportation ukrainischer Kinder nach Russland: Assoziation fordert Untersuchung wegen „Völkermords“

    Hunderttausende ukrainische Kinder wurden ihren Eltern weggenommen und zwangsweise nach Russland deportiert. Die französische Vereinigung „Pour l’Ukraine, leur liberté et la nôtre“ fordert den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag auf, eine Untersuchung wegen „Völkermords“ einzuleiten. Die Zahlen sind schwindelerregend und die vorgebrachten Beweise sind furchtbar. Von den Hunderttausenden ukrainischen Kindern, die im Namen der „Entnazifizierung“ des Landes nach Russland deportiert wurden, sind bereits 13.000 identifiziert worden. Insgesamt sollen zwischen 200.000 und 700.000 Kinder betroffen sein. Für Emmanuel Daoud, Anwalt der Vereinigung „Für die Ukraine, ihre und unsere Freiheit“, ist es ein Völkermord-Verbrechen, das in der Ukraine gerade passiert. Zwangsdeportation von Hunderttausenden von Kindern, die aus Entbindungsstationen und Waisenhäusern in den von Russland besetzten Gebieten geholt oder der ihren geflüchteten Eltern in den Lagern bei deren Ankunft in Russland weggen…

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