Kategorie: International

  • Israel-Hamas-Konflikt: Israel kannte die Angriffspläne der Hamas mehr als ein Jahr im Voraus…

    Israel-Hamas-Konflikt: Israel kannte die Angriffspläne der Hamas mehr als ein Jahr im Voraus…

    Auf der Grundlage interner Dokumente behauptet die New York Times, dass israelische Beamte den Plan der Hamas, einen beispiellosen Angriff auf Israel zu beginnen, bereits mehr als ein Jahr im Voraus erhalten hätten. Hätte die israelische Armee den Angriff vom 7. Oktober verhindern können? Laut der New York Times haben hochrangige israelische Beamte mehr als ein Jahr im Voraus den Plan der Hamas erhalten, einen beispiellosen Angriff auf den jüdischen Staat durchzuführen. Dieses Szenario sei jedoch als unrealistisch eingestuft worden, so die große New Yorker Tageszeitung.

    Die Untersuchung der US-Journalisten basiert hauptsächlich auf der Analyse eines von der Hamas herausgegebenen und später von der israelischen Armee beschlagnahmten 40-seitigen Dokuments mit dem Codenamen „Jericho Wall“. Auf diesen Seiten wird Punkt für Punkt beschrieben, wie ein massiver Angriff aussehen könnte. Es werden die genauen Zielpunkte der palästinensi…

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  • Israel: Wiederaufnahme des Korruptionsprozesses gegen Premierminister Benjamin Netanjahu

    Israel: Wiederaufnahme des Korruptionsprozesses gegen Premierminister Benjamin Netanjahu

    Der Prozess war aufgrund des Angriffs der Hamas vom 7. Oktober unterbrochen worden. Das Gerichtsverfahren gegen den amtierenden israelischen Premierminister Netanjahu wird nach zweimonatiger Unterbrechung wieder aufgenommen. Der Korruptionsprozess gegen Benjamin Netanjahu wurde am Montag, dem 4. Dezember, in Jerusalem wieder aufgenommen, rund zwei Monate nachdem er wegen des blutigen Angriffs der Hamas vom 7. Oktober ausgesetzt worden war. Der Regierungschef wird verdächtigt, von prominenten Persönlichkeiten Bestechungsgelder im Gesamtwert von rund 700.000 Schekel (etwas mehr als 173.000 Euro) angenommen zu haben. Bei den Geschenken handelte es sich um Zigarren, Champagnerflaschen und Schmuck, die zwischen 2007 und 2016 verteilt wurden. Benjamin Netanjahu wird verdächtigt, im Gegenzug eine neue Steuerregel gefördert zu haben, die dem bekannten Hollywood-Produzenten Arnon Milchan Millionen von Dollar hätte einbringen können. Das israelische Finanzministerium hatte jedoch sein Veto einge…

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  • Auto: Das Handy als Autoschlüssel der Zukunft

    Auto: Das Handy als Autoschlüssel der Zukunft

    Haben die Fernbedienung und der Zündschlüssel bald ausgedient? Die JUMPWG arbeitet an einem Standard, der die Automobil-, Telekommunikations- und Mobilfunkbranche zusammenbringt. Künftig wird man von seinem Telefon aus die Autotüren öffnen oder die Zündung einschalten.

    Nach der Kurbel, dem Zündschlüssel und der Fernbedienung ist es nun das Telefon, das unsere Autos in Zukunft öffnen und starten wird. Seltsamerweise könnte der gute alte physische Schlüssel zu einer kostenpflichtigen Option werden, die man extra bestellen muss. Ansonsten wird alles mit dem Telefon erledigt, sei es das Öffnen der Türen oder das Einschalten der Zündung.

    Das wird genau so funktionieren wie heute: entweder indem man das Handy neben den Schalthebel legt, um den Motor zu starten, oder indem man es in der Tasche mit sich führt. Möglich wird dies durch einen Standard, der von der Joint ultra-wideband mac phy working group (JUMPWG) festgelegt wurde, in der alle Giganten der Automobil-, Telekommunikations- und Mobilfunkbranche vertreten sind. Ihr Ziel ist es, alle Hersteller an einen Tisch zu bringen, um sich auf einen einzigen, für alle gültigen Standard zu einigen. Denn heute machen zwar Tesla, Apple, Ford, Samsung et cetera alle etwas. Aber jeder kocht sein Süppchen in seiner eigenen Ecke.

    Sicherer als ein kontaktloser Schlüssel
    Wenn man sein Telefon verliert oder es einem gestohlen wird, wird es leider so sein wie heute, wenn einem die Autoschlüssel gestohlen werden. Mit einer Nuance: Man wird den Schlüssel sehr schnell in ein anderes Telefon umprogrammieren können (ähnlich wie man es mit Bankkarten tun kann).

    Man hat sich allerdings für das Telefon entschieden, weil es schwerer zu hacken ist als ein Schlüssel. Es ist ein echter Computer, es hat einen Code, Gesichtserkennung oder Fingerabdrücke. Fast jeder Autobesitzer kennt die Autohack-Wettbewerbe auf TikTok und hat schon mal von all den Geräten gehört, die die Signale von kontaktlosen Schlüsseln abfangen können. Bei Telefonen ist die Wahrscheinlichkeit, dass dies geschieht, wesentlich geringer.

    Funktioniert auch bei leerem Akku.
    Sogar wenn der Akku des Telefons leer ist, funktioniert es immer noch, aber nicht mehr aus der Ferne. Man wird das Telefon auf die Tür legen müssen, um zu öffnen, und auf das Armaturenbrett, um zu starten. Im Grunde wird dann nur von der drahtlosen Technologie auf die NFC-Technologie (bekannt von der kontaktlosen Bezahlung mit Bankkarten) umgestellt. Das bedeutet, dass man keinen Strom für die Übertragung des Signals braucht.

    Es gibt noch viele weitere Vorteile, die sich aus der Digitalisierung von Autoschlüsseln ergeben. Man denke nur an Autovermieter oder Carsharing-Dienste, die es einfacher haben, zeitlich begrenzte Schlüssel zu vergeben oder Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Beschränkungen für den Bereich, in dem sich das Auto bewegen darf, einzuführen. Ein Problem, das jedoch nicht vergessen werden sollte, ist ine verstärkte Abhängigkeit von unseren Telefonen.

  • Israelische Botschafterin in Frankreich: Die Hamas hält noch 137 Geiseln gefangen

    Israelische Botschafterin in Frankreich: Die Hamas hält noch 137 Geiseln gefangen

    Alona Fischer-Kamm, die israelische Botschafterin in Frankreich, war am Montag, dem 4. Dezember, Gast in der Sendung „4 Vérités“ des Senders France 2. „Es sind noch 137. […] Wir haben die Bestätigung des Todes von 6 Geiseln erhalten“, erklärte Alona Fischer-Kamm, die israelische Botschafterin in Frankreich, am Montag, dem 4. Dezember, als Gast in der Sendung „4 Vérités“ auf dem Sender France 2. Und: „Ich glaube, dass die Wiederaufnahme des Krieges oder der Militäroperationen mit dem Ziel der Befreiung aller Geiseln vereinbar ist“, präzisierte sie. Auf die Frage: Geht Israel in die Falle der Hamas, die Zivilisten als Schutzschilde benutzt?, antwortete die Botschafterin: „Es ist die Verantwortung der Hamas, nicht die Verantwortung Israels. Sie sind es, die ihre eigene Bevölkerung als Geiseln genommen und sie als menschliche Schutzschilde benutzt haben“. Der französische Präsident stellte am Wochenende öffentlich die Frage nach dem militärischen Ziel Israels, nämlich der Zerstörung der Ha…

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  • Telefonie: Die SMS-Nachricht wird heute 31 Jahre alt

    Telefonie: Die SMS-Nachricht wird heute 31 Jahre alt

    Am Sonntag, dem 3. Dezember, ist es genau 31 Jahre her, dass die erste SMS verschickt wurde. Heute ist sie eine der am häufigsten genutzten Kommunikationsformen, trotz des Aufkommens der sozialen Netzwerke.

    Die SMS hat sich in den letzten 31 Jahren zu einer der am häufigsten verwendeten Kommunikationsarten entwickelt. Weltweit werden jede Sekunde über 200.000 SMS ausgetauscht. Ob zur Geburtstagsfeier oder als Liebeserklärung, dieses Kommunikationsmittel ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Die meisten Menschen sind sich über die Bedeutung, die die SMS angenommen hat, einig.

    Ein englischer Ingenieur verschickt die erste SMS.

    Die SMS hat ihren Ursprung im Jahr 1992. Ein englischer Ingenieur hatte diese Art der Kommunikation als Erster getestet. Er hat damals einfach „Merry Christmas“ gesendet. „Ich hätte nie gedacht, dass die Kurznachricht zu einem solchen Phänomen werden würde“, sagte damals Neil Papworth, der Absender der ersten SMS. Das „Short Message System“ kurz SMS, das anfangs nur eine begrenzte Anzahl von Zeichen zuließ, war von Anfang an bei jungen Leuten sehr beliebt, sehr zum Leidwesen der Eltern, die die Kosten dafür tragen mussten. Seitdem es soziale Netzwerke gibt, schreiben sich Jugendliche allerdings weitaus weniger SMS-Nachrichten, sondern bevorzugen „Posts“ mit Bildern und Videos.

  • Messerattacke in Paris: Deutsche Aussenministerin würdigt das 23-jährige deutsche Opfer

    Messerattacke in Paris: Deutsche Aussenministerin würdigt das 23-jährige deutsche Opfer

    Noch sind die Reaktionen der Presse und der Regierung in Deutschland, was den Tod des jungen Deutschen Touristen bei einer Messerattacke am Samstagabend in Paris betrifft, eher zurückhaltend. Er hatte „sein Leben noch vor sich“. Ein Deutscher im Alter von 23 Jahren starb bei einer Messerattacke am Samstagabend, dem 2. November, in Paris. Der Verdächtige, ein Franzose mit psychischen Problemen, war bereits wegen eines geplanten islamistischen Anschlags im Jahr 2016 verurteilt worden. Die Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft ist mit den Ermittlungen befasst. Die deutsche Außenministerin war die erste, die am Sonntagmorgen reagierte. „Erschütternde Nachrichten aus Paris“, schrieb Annalena Baerbock auf X (ehemals Twitter). „Meine Gedanken sind bei den Freunden und der Familie des jungen Deutschen, der bei diesem mutmaßlich islamistischen Anschlag getötet wurde“, schrieb die Außenministerin. „Er hatte fast sein ganzes Leben noch vor sich. Hass und Terror haben keinen Platz in Europa“.

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  • 2023 wird laut Météo-France nach 2022 das zweitwärmste je gemessene Jahr in Frankreich sein

    2023 wird laut Météo-France nach 2022 das zweitwärmste je gemessene Jahr in Frankreich sein

    Das Jahr 2023 wird nach 2022 das zweitwärmste Jahr sein, das jemals in Frankreich gemessen wurde. „Alle Warnlampen stehen auf Rot“, sagt Météo-France, während am Donnerstag, dem 30. November, die Weltklimakonferenz COP28 in Dubai eröffnet wird.

    Das Jahr ist noch nicht zu Ende, aber die Meteorologen von Météo-France sind sich schon jetzt sicher: 2023 wird nach 2022 das zweitwärmste Jahr sein, das jemals in Frankreich registriert wurde, mit einer Durchschnittstemperatur von 14,2°C. Das sind +1,3°C mehr im Vergleich zu den Normalwerten der drei vorangegangenen Jahrzehnte (1991-2020).

    Jährliche Durchschnittstemperatur in Frankreich. (Quelle: Météo France)

    „In den Projektionen ist zu beobachten, dass 2023 ein ‚klassisches‘ Jahr in der Mitte dieses Jahrhunderts sein könnte, d. h. mit noch höheren Hitzewerten und Sommern, die sich von Juni bis Ende Oktober verlängern“, stellt Matthieu Sorel, Klimatologe bei Météo-France, fest. „Es ist wirklich ein emblematisches Jahr für das, was uns erwartet“.

    Unter den Highlights der letzten Monate erinnern sich manche an einen glühend heißen Sommer, den viertwärmsten seit dem Jahr 1900, insbesondere mit der längsten und intensivsten Hitzewelle, die in Frankreich nach einem 15. August je beobachtet wurde. In Toulouse wurde beispielsweise am 23. August eine Temperatur von 42,4°C gemessen, womit der bisherige Höchstwert von 40,7°C, gemessen im August 2023, regelrecht pulverisiert wurde. Virginie Schwarz, CEO von Météo-France, wies darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es in einer vorindustriellen Welt (vor 1850) zu einem solchen Ereignis kommt, nach den Prognosen von Météo-France um ein Hundertfaches geringer gewesen wäre. Mit anderen Worten: in einer Welt, die nicht mit der menschengemachten globalen Erwärmung konfrontiert ist.

    Rekord der Rekorde
    Mit dem wärmsten September seit Beginn des 19. Jahrhunderts in Frankreich und einem außergewöhnlich warmen Spätherbst, der vom 27. September bis zum 13. Oktober im gesamten Land festgestellt wurde, steuert Frankreich auf den wärmsten Herbst zu, der jemals gemessen wurde, obwohl der Monat Oktober hinter dem Oktober des Jahres 2022 „nur“ den zweiten Platz belegt. Alle Warnlampen stehen auf Rot, nicht nur in Frankreich, sondern auch auf dem gesamten Planeten, da seit Anfang November bekannt ist, dass dieses Jahr das wärmste sein wird, das jemals weltweit aufgezeichnet wurde, warnen die Wissenschaftler von Météo France.

    Um den festgestellten Trend, der langsam zur Norm wird, noch zu unterstreichen, weist Météo-France darauf hin, dass neun der zehn wärmsten Jahre nach 2010 stattfanden.

    Aber die Rekorde betreffen nicht nur die Temperaturen. Im vergangenen Winter gab es in Frankreich zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar 32 aufeinanderfolgende Tage ohne jeglichen Niederschlag. Das war seit 1959 in keiner Jahreszeit mehr der Fall. Umgekehrt regnete es dieses Jahr vom 18. Oktober bis zum 18. November 32 Tage lang ununterbrochen. „Nie zuvor wurden solche Regenmengen (243 Liter / m2) in 30 aufeinanderfolgenden Tagen landesweit gemessen“, betont Météo-France.

    In diesem Kontext einer Vielzahl an alarmierenden Informationen, die von Experten veröffentlicht werden, wird das Außergewöhnliche banalisiert. Es besteht die Gefahr, dass die Öffentlichkeit nicht mehr auf all diese Rekorde achtet, die sich selbst übertreffen. Die Meteorologen stehen vor der schwierigen Aufgabe, das Bewusstsein wach zu halten.

    Es gibt immer mehr Rekorde, und wir brechen sie jedes Jahr erneut.

  • Israel-Hamas-Konflikt: Emmanuel Macron trifft auf der COP28 mit Politikern des Nahen Ostens zusammen

    Israel-Hamas-Konflikt: Emmanuel Macron trifft auf der COP28 mit Politikern des Nahen Ostens zusammen

    Der französische Präsident, der in Dubai zur Weltklimakonferenz erwartet wird, wird seine Reise in die Region nutzen, um Gespräche über die Lage in Gaza und Israel zu führen. Der französische Präsident Emmanuel Macron wird am Samstag nach der COP28-Klimakonferenz in Dubai nach Katar reisen, wie der Elysée-Palast am Donnerstag, dem 30. November, bekannt gab. Dort wird der französische Präsident mit dem Emir des Landes zusammentreffen, das eine Schlüsselrolle bei der Befreiung der von der Hamas festgehaltenen Geiseln spielt. Am Rande der UN-Klimakonferenz in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die Macron ab Donnerstag besucht, wird der französische Präsident auch Gespräche mit mehreren führenden Politikern der Region im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt führen, darunter voraussichtlich der Ägypter Abdel Fattah al-Sissi, der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman oder auch der israelische Präsident Isaac Herzog. Die Einzelheiten seines Programms sollen erst im Laufe des Tages bekannt …

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  • Henry Kissinger stirbt mit 100 Jahren: Das fränkische Gesicht der US-Diplomatie während des Kalten Krieges

    Henry Kissinger stirbt mit 100 Jahren: Das fränkische Gesicht der US-Diplomatie während des Kalten Krieges

    Als Initiator der Annäherung an Moskau und Peking in den 1970er Jahren wurde sein Image auch durch dunkle Seiten der US-Geschichte geprägt, wie etwa die Unterstützung des Staatsstreichs in Chile 1973 oder die Invasion in Osttimor 1975 und natürlich den Vietnamkrieg. Henry Kissinger, eine große und umstrittene Figur der US-Diplomatie und Außenminister unter Richard Nixon und Gerald Ford, starb im Alter von 100 Jahren am Mittwoch, den 30. November. Er war ein wichtiger Akteur der Weltdiplomatie während des Kalten Krieges und starb „in seinem Haus in Connecticut“, wie seine Beratungsfirma Kissinger Associates mitteilte, ohne die Todesursache zu nennen. Die Familie des Diplomaten werde eine private Beerdigung organisieren, hieß es in der Erklärung, die auch eine spätere öffentliche Ehrung in New York erwähnte. Mit seinem Tod „hat Amerika eine seiner sichersten und meistgehörten Stimmen in der Außenpolitik verloren“, begrüßte der ehemalige US-Präsident George W. Bush, ein Republikaner wie e…

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  • Schweiz: Falsch kalibrierte Radargeräte blitzten fälschlicherweise fast 10.000 Autofahrer

    Schweiz: Falsch kalibrierte Radargeräte blitzten fälschlicherweise fast 10.000 Autofahrer

    Aufgrund einer schlecht programmierten Software haben vier neue Radargeräte in der Region rund um Bern in etwas mehr als einem Monat 9.604 vermeintliche Temposünder geblitzt.

    Die Schweizer Polizei musste am Montag, dem 27. November, einen peinlichen Fehler in einem Land zugeben, das Präzision zu seinen höchsten Prinzipien erhoben hat. Vier falsch kalibrierte Radargeräte hatten in etwas mehr als einem Monat fast 10.000 Autofahrer in den Straßen in und um die Hauptstadt Bern fälschlicherweise geblitzt. Aufgrund eines Programmierfehlers in einer Software erfassten die vier neuen Radargeräte so viele Verstöße, dass dies sogar der Berner Kantonspolizei auffiel.

    „Insgesamt wurden zwischen dem 12. September 2023 und dem 19. Oktober 2023 genau 9’604 Fehlmessungen registriert. Alle betroffenen Personen werden in den nächsten Tagen angeschrieben und rund 6.000 bezahlte Ordnungsbussen werden zurückerstattet“, kündigt die Polizei an, ohne die Höhe der zu Unrecht eingenommenen Beträge zu nennen.

    Die Beamten stellten an den vier Standorten der falsch programmierten Geräte überdurchschnittlich viele Verstöße fest und „immer mehr betroffene Personen meldeten sich“, um gegen die Strafen zu protestieren. Die Behörden wandten sich daher an das Eidgenössische Institut für Metrologie, das die erste Konfiguration validiert hatte, um nochmals Kontrollen durchzuführen. Diese ergaben, dass die gemessene Geschwindigkeit zu hoch angegeben wurde. „Diese vier Geräte sind die einzigen, die in der Schweiz mit dieser Konfiguration verwendet werden und somit auch die einzigen, die von diesem Fehler betroffen sind“, erklärte die Polizei, um weitere Missverständnisse sofort auszuschließen.