Kategorie: International

  • Französische Marine beschlagnahmt über 8 Tonnen Kokain bei 4 Einsätzen seit dem 20. Februar

    Französische Marine beschlagnahmt über 8 Tonnen Kokain bei 4 Einsätzen seit dem 20. Februar

    Die vier Einsätze wurden von der französischen Marine in internationalen Gewässern vor der Küste der Antillen durchgeführt. „Bisher wurden acht Personen in Untersuchungshaft genommen“ und wegen bandenmäßigen Drogenhandels angeklagt, teilte die Staatsanwaltschaft von Martinique am Samstag mit.

    Seit dem 20. Februar wurden bei vier Einsätzen der französischen Marine in internationalen Gewässern vor den Antillen 8,3 Tonnen Kokain beschlagnahmt, so die Bilanz der französischen Behörden am Samstag, dem 2. März. Das ist „fast so viel wie die Gesamtbeschlagnahme im Jahr 2023“, die bei 11 Tonnen lag, so die Staatsanwaltschaft von Martinique. Der Wert der beschlagnahmten Drogen „geht in die Hunderte Millionen Euro“, heißt es in der Erklärung des Armeeministeriums, des Präfekten von Martinique, der auf die Bekämpfung der Kriminalität spezialisierten interregionalen Gerichtsbarkeit in Fort-de-France, der Hauptstadt von Martinique, und durch das französische Amt für Betäubungsmittelbekämpfung (Office français antistupéfiants).

    „Bisher wurden acht Personen in Untersuchungshaft genommen“ und wegen bandenmäßigen Drogenhandels angeklagt, so die Staatsanwältin von Martinique. Es sind britische, südafrikanische, deutsche, russische, spanische und kolumbianische Staatsbürger. „Ihnen droht eine Haftstrafe von bis zu 30 Jahren und eine Geldstrafe von bis zu 7,5 Millionen Euro.“ Drei Personen, die beim jüngsten Einsatz festgenommen wurden, befinden sich noch immer in Polizeigewahrsam bei der französischen Anti-Drogen-Behörde.

    Beim ersten Einsatz am 20. Februar wurden etwa 2.000 km südöstlich von Martinique auf einem panamaischen Fischereischiff 3 Tonnen Kokain sichergestellt. Beim zweiten Einsatz am 22. Februar etwa 1.500 km östlich von Martinique auf einem venezolanischen Schiff konnten die französischen Behörden weitere 3 Tonnen beschlagnahmen. Die Besatzung wurde den venezolanischen Behörden übergeben und die Kokainbündel wurden vernichtet.

    Am 26. Februar beschlagnahmten die französischen Behörden 600 km südöstlich von Martinique eine Tonne, die auf einem in Jersey registriertem Segelboot versteckt war. „Schließlich wurde eine Jolle mit mehr als einer Tonne Kokain an Bord abgefangen“, heißt es in der Erklärung. Das auf den Schiffen aus Panama und Jersey beschlagnahmte Kokain und die Besatzungsmitglieder wurden den französischen Behörden übergeben.

    Es handelt sich um Kokain, das hauptsächlich aus Kolumbien stammt und über Suriname transportiert wird, bevor es auf Schiffe nach Europa verladen wird, erklärt die Staatsanwältin des französischen Überseedepartements Martinique.

  • Wegen eines technischen Fehlers seiner Bank kann er 90.000 Euro abheben…

    Wegen eines technischen Fehlers seiner Bank kann er 90.000 Euro abheben…

    Ein Mann aus Gent in Belgien nutzte einen Fehler in seiner Bank und hob mit insgesamt 46 Abhebungen fast 90.000 Euro ab. Das Problem ist, dass die Bank diese Summe nun vor Gericht zurückfordert und dem 24-Jährigen bis zu 18 Monate Gefängnis drohen.

    Wie die belgischen Zeitungen HLN und Het Nieuwsblad berichten, musste sich ein Mann am Montag, dem 26. Februar, vor dem Strafgericht in Gent (Belgien) verantworten, weil er einen technischen Fehler seiner Bank ausgenutzt hatte und fast 90.000 Euro aus dem Automaten holte, ohne dass der Betrag von seinem Konto abgebucht wurde.

    Tatsächlich wurden die Geldabhebungen mehrerer Kunden von BNP Paribas Fortis aufgrund eines technischen Problems eine Zeit lang nicht registriert. „Ich schaue nicht oft auf mein Konto, ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, dass die Geldabhebungen nicht registriert wurden“, verteidigte sich der junge Mann.

    Nach mehreren Abhebungen bemerkte der 24-Jährige jedoch den Fehler. Er benachrichtigte die Bank allerdings nicht und nutzte die Situation aus, um noch mehr Geld abzuheben. Fast 90.000 Euro mit mindestens 46 Abhebungen, die er mit seiner Karte und der seiner Freundin getätigt hat. „Mein Klient wollte einem Freund helfen, seine Hochzeitsfeier zu finanzieren. Das kostete viel Geld, weshalb er die Limits auf seinem Bankkonto erhöhte. Es handelt sich nicht um einen vorsätzlichen Diebstahl oder eine Art Bankraub“, erklärte der Anwalt des Beklagten.

    Bei der Urteilsverkündung am 11. März droht dem fleissigen Geldautomatenbenutzer eine Haftstrafe von 18 Monaten. Die Staatsanwaltschaft fordert außerdem die vollständige Rückzahlung der 90.000 Euro. Das Problem: Der Mann gab an, die gesamte Summe ausgegeben zu haben. Er habe seinem Freund 30.000 Euro für die Hochzeit gespendet und den Rest für persönliche Ausgaben verwendet.

  • Martinique: Französische Marine beschlagnahmt 3 Tonnen Kokain und verhaftet 4 Personen

    Martinique: Französische Marine beschlagnahmt 3 Tonnen Kokain und verhaftet 4 Personen

    Vier Besatzungsmitglieder eines von der französischen Marine in der Karibik kontrollierten Schiffes werden verdächtigt, an einem transatlantischen Kokainschmuggel beteiligt gewesen zu sein.

    Drei Tonnen Kokain wurden vor einer Woche, am 20. Februar, auf einem von der französischen Marine in der Karibik geenterten Schiff beschlagnahmt, wie der Sender Franceinfo meldet. Vier Männer im Alter zwischen 30 und 61 Jahren befinden sich seit Montag in Fort-de-France auf Martinique in Polizeigewahrsam.

    Die Männer sind Mitglieder der Besatzung: ein Mann stammt aus Südafrika, einer it Russe und zwei Briten. Alle werden verdächtigt, an einem transatlantischen Kokainschmuggel beteiligt gewesen zu sein. Aus einer mit dem Fall vertrauten Quelle verlautete, dass das Schiff in internationalen Gewässern unweit der französischen Antillen aufgegriffen wurde. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Schiff die klassische Route des transatlantischen Kokainschmuggels von Südamerika nach Europa nahm.

    7 Tonnen Kokain in wenigen Tagen beschlagnahmt.
    Das aufgegriffene Schiff wurde am Montag den Ermittlern des Office antistupéfiants (Ofast) in Fort-de-France übergeben. Das beschlagnahmte Schiff fuhr unter panamaischer Flagge. Laut übereinstimmenden Quellen wurden auch bei weiteren Operationen in den letzten Tagen große Mengen Kokain beschlagnahmt, insgesamt ist von 7 Tonnen Kokain die Rede. Die Ermittlungen werden unter der Aufsicht der JIRS (Juridiction interrégionale spécialisée) in Fort-de-France geführt. Im Dezember hatte die französische Marine in der Karibik 3,5 Tonnen Kokain beschlagnahmt.

  • Israel-Hamas-Konflikt: Hamas meldet 104 Tote und 760 Verletzte bei Verteilung von Hilfsgütern

    Israel-Hamas-Konflikt: Hamas meldet 104 Tote und 760 Verletzte bei Verteilung von Hilfsgütern

    Israelische Schüsse töteten 104 Palästinenser, die sich in Gaza um Lastwagen mit humanitärer Hilfe scharten, wie die Terrororganisation Hamas am Donnerstag mitteilte und ein „Massaker“ anprangerte. Der kriegerische Konflikt zwischen Israel und der islamistischen Hamas hat in dem mittlerweile vom Hunger bedrohten Gebiet bereits weit mehr als 30.000 Menschenleben gefordert.

    Das Gesundheitsministerium der Hamas gab am Donnerstag, dem 29. Februar bekannt, dass israelische Schüsse 104 Palästinenser im Norden von Gaza getötet hätten, als diese auf dem Weg zu Lastwagen mit humanitärer Hilfe waren. Nach Angaben der palästinensischen Terrororganisation, die von einem „Massaker“ spricht, wurden ausserdem mehr als 760 Menschen verletzt.

    Augenzeugen berichteten der Nachrichtenagentur AFP von tumultartigen Szenen, in denen Tausende von Menschen in einem Kreisverkehr in Gaza-Stadt, der größten Stadt im Norden des Gebiets, zu Hilfslastwagen eilten. Ein Gebiet, in dem Zerstörungen, Kämpfe und Plünderungen es fast unmöglich machen, humanitäre Hilfe zu leisten.

    Israelische Soldaten, die sich „bedroht“ fühlten, schossen mit scharfer Munition auf die Palästinenser, wie israelische Quellen gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP erklärten. Die israelische Armee wies die Verantwortung zurück und sprach von Todesfällen unter Personen, die von der Menge niedergetrampelt wurden.

    Das Gesundheitsministerium der Hamas hatte am Donnerstag, dem 29. Februar, bekannt gegeben, dass inzwischen „mehr als 30.000 Menschen“ bei den israelischen Militäroperationen in Gaza seit Beginn des Konfliktes am 7. Oktober getötet worden seien.

  • Erdbeben in den Pyrenäen: „Als ob ein Güterzug vorbeifuhr…“

    Erdbeben in den Pyrenäen: „Als ob ein Güterzug vorbeifuhr…“

    In den spanischen Pyrenäen, im Val d’Aran, ereignete sich am Montagabend ein Erdbeben der Stärke 3,5. Es war auch auf der französischen Seite zu spüren.

    Während in der Nacht von Montag auf Dienstag in den Pyrenäen dicke Schneeflocken fielen, bebte auf spanischer Seite die Erde. Im Val d’Aran war am Montagabend um 23.06 Uhr ein Erdbeben zu spüren. Ein Erdbeben der Stärke 3,5, wie das spanische Seismische Institut berichtet. Das französische Institut spricht von einer Magnitude von 3,4. Das Epizentrum befand sich in Benasque in der spanischen Provinz Aragon.

    Ein Bewohner des Benasque-Tals sagte in der Zeitung Heraldo de Aragón: „Es war, als ob ein Güterzug vorbeifahren würde“. Andere Einwohner berichten: „Es hat sich nichts bewegt, aber wir haben die Erschütterungen gespürt und Lärm gehört“.

    Das Erdbeben war am Montagabend auch in den französischen Pyrenäen in der Nähe von Luchon zu spüren, wie mehrere Internetnutzer in den sozialen Netzwerken berichten.

    Das letzte nennenswerte Erdbeben in der Region fand im April 2023 mit einer Stärke von 4,7 statt. Das Epizentrum lag damals etwa 30 km südlich von Tarbes in Richtung des Skiortes La Mongie.

    In den Pyrenäen ereignen sich jedes Jahr etwa 500 kleine und kleinste Erdbeben.

  • Laut Wolodymyr Selenskyj hat sein Land nur 30% der von der EU versprochenen Granaten erhalten

    Laut Wolodymyr Selenskyj hat sein Land nur 30% der von der EU versprochenen Granaten erhalten

    Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky erinnerte am Sonntag, dem zweiten Jahrestag des Krieges in der Ukraine, an die Abhängigkeit Kiews von westlichen Waffenlieferungen. Am Montag Emmanuel Macron mit 20 Staats- und Regierungschefs zusammen, um die Unterstützung der Europäischen Union für die Ukraine zu bekräftigen.

    Rund 20 Staats- und Regierungschefs, hauptsächlich aus Europa, trafen sich am Montag auf Initiative des französischen Präsidenten in Paris, um ihre Unterstützung für die Ukraine zu bekräftigen, deren Schicksal entscheidend von der westlichen Hilfe abhängt.
    Vor den europäischen Staats- und Regierungschefs sagte Emmanuel Macron, dass „die Ukraine uns braucht, über das hinaus, was wir bereits getan haben“.
    Der Sieg oder die Niederlage der Ukraine „hängt von euch ab“, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj, der per Videokonferenz an dem im Elysee-Palast abgehaltenen Treffen zugeschaltet war.

    Emmanuel Macron spricht von einem „notwendigen Aufschwung“.
    Am Montagabend versammelten sich viele europäische Staats- und Regierungschefs im Elysée-Palast, um an einem Treffen zur Unterstützung der Ukraine teilzunehmen. Emmanuel Macron ergriff das Wort, um den Willen der Europäischen Union zu bekräftigen. „Wir befinden uns im Moment eines Aufbruchs, der von uns allen gefordert ist. Die wichtigste Feststellung ist, dass heute unser aller Sicherheit auf dem Spiel steht“, bevor er hinzufügte, dass die Ukraine „uns über das hinaus braucht, was wir bereits mit unseren Haushalts-, Wirtschafts- und Kapazitätsanstrengungen, die bereits beträchtlich sind, getan haben.“

    Die Ukraine hat nur ein Drittel der von der EU versprochenen Granaten erhalten.
    „Von einer Million Granaten, die uns die Europäische Union versprochen hat, sind nicht 50%, sondern leider nur 30% geliefert worden“, sagte der ukrainische Präsident am Sonntag auf einer Pressekonferenz in Kiew mit dem bulgarischen Premierminister Nikolai Denkow.

    Die ukrainische Armee gab bekannt, sie habe sich aus dem Dorf Lastotschkyné in der Nähe von Avdiïvka zurückziehen müssen.
    Die ukrainische Armee gab am Montag bekannt, dass sie sich aus dem kleinen Dorf Lastotschkyné nahe der vor über einer Woche gefallenen Stadt Avdiïvka (Ostukraine) zurückgezogen habe, da die russischen Streitkräfte zu strak geworden seien. „Die ukrainischen Streitkräfte haben sich aus dem Dorf Lastotschkine zurückgezogen, um die Verteidigung neu zu organisieren“, sagte Dmytro Lykhovy, der Sprecher des ukrainischen Einsatzkommandos in diesem Gebiet, im Fernsehen. Das russische Verteidigungsministerium erklärte auf Telegram, es habe das Dorf „befreit“ und setze seinen Vorstoß in dem weiter Gebiet fort, nachdem es Mitte Februar bereits die Kontrolle über Awdijewka übernommen hatte.

    Abrams-Panzer in der Region Avdiivka eingesetzt.
    Die von den USA gelieferten Abrams M1A1-Panzer befinden sich inzwischen an der Frontlinie in der Nähe von Avdiivka im Gebiet Donezk. Zumindest zeigen dies die ersten Videos der 47. mechanisierten Brigade, einer großen Infanterieeinheit der ukrainischen Armee.

  • Französischer Zoll zerschlägt Schmugglerring für antike Münzen

    Französischer Zoll zerschlägt Schmugglerring für antike Münzen

    Die Hauptverdächtigen wurden in der Türkei festgenommen, sie hatten eine Organisation so ähnlich wie Drogenhändler aufgebaut, so die Informationen von France Inter, die am Montag veröffentlicht wurden.

    Nach dreijährigen Ermittlungen hat der französische Zollnachrichtendienst einen großen Ring zerschlagen, der mit antiken Münzen handelte, wie France Inter am Montag, dem 26. Februar berichtete. Im Frühjahr 2022 entdeckten die Zollbeamten „in einer Wohnung in Zentralfrankreich“ 8.597 Münzen, die aus der Region Anatolien in der Türkei stammten und zum Teil aus dem 6. Jahrhundert stammten.

    Die Münzen wurden überall im Haus gefunden: „in einem Fernsehmöbel, in Gefrierbeuteln, in Schachteln in allen vier Ecken der Wohnung“, erinnert sich eine der Ermittlerinnen, die auf den Handel mit Kulturgütern spezialisiert ist, wie France Inter berichtet. Nicht mitgerechnet sind die mehr als 7.000 Stücke, die nach Angaben des Zolls bereits in den Verkauf gelangten und verschwunden sind. Die Gesamtbeute bei 15.000 Objekten wird auf mehr als 1,5 Millionen Euro geschätzt. In der Wohnung wurden außerdem eine magische Beschwörungsplakette und eine Befreiungsplakette, mit der kaiserliche Tiere keine Frondienste leisten mussten – ein äußerst seltenes Objekt von unschätzbarem Wert für das Kulturerbe – beschlagnahmt.

    Die Hauptverdächtigen wurden in der Türkei von türkischen Behörden festgenommen. Nach Angaben der französischen Zollbeamten hatten sie eine Organisation, die „Drogenhändlern würdig war“ aufgebaut, berichtet France Inter. Eine auf den Handel mit Kulturgütern spezialisierte Ermittlerin beschreibt das Vorgehen der Bande so: „Normalerweise werden die Stücke in Dörfern von Menschen eingesammelt, die sich in prekären Situationen befinden. Die Mafiosi haben ihnen Metalldetektoren zur Verfügung stellen, damit sie in ihrem Ort und der Umgebung nach Schätzen suchen können, je nach den Hinweisen, die sie gehört haben und die zwischen den Generationen weitergegeben worden sein könnten. Sobald solche Schätze gefunden wurden, fahren Bandenmitglieder von Dorf zu Dorf, um die Gegenstände zu einem niedrigen Preis zu kaufen, ganz sicher nicht zum europäischen Marktpreis“.

    Der Mann, bei dem der Schatz gefunden wurde, ein Familienvater, der als „Monsieur tout le monde“ beschrieben wird, muss mit bis zu zehn Jahren Haft und einer Geldstrafe von 15 Millionen Euro rechnen, weil er verbotene Waren geschmuggelt und nachweispflichtige Waren besessen hat. Er wird demnächst vor Gericht angehört. Die geschmuggelten Gegenstände sollen auf diplomatischem Weg an die Türkei zurückgegeben werden.

  • Frankreich: Konferenz zur Unterstützung der Ukraine in Anwesenheit von 21 anderen Ländern

    Frankreich: Konferenz zur Unterstützung der Ukraine in Anwesenheit von 21 anderen Ländern

    Am Montag, dem 26. Februar 2024, werden 21 Staats- und Regierungschefs im Élysée-Palast zu einer Konferenz zur Unterstützung der Ukraine zusammenkommen. Ziel ist die dringend benötigte weitere militärische und finanzielle Unterstützung für Kiew, das sich im dritten Jahr des Krieges mit Moskau befindet.

    Am Montag, dem 26. Februar 2024, zwei Jahre nach Beginn der russischen Offensive, wird im Élysée-Palast ab 17 Uhr eine „Konferenz zur Unterstützung der Ukraine“ stattfinden. Sie soll in Anwesenheit von 21 internationalen Staatsoberhäuptern stattfinden, wie die Zeitung Le Parisien berichtet. Unseren Informationen zufolge haben die Staats- und Regierungschefs von 17 Ländern bereits ihr Kommen bestätigt.

    Es handelt sich um Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Griechenland, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien und die Tschechische Republik. Ministerialbeamte aus Kanada, den USA, dem Vereinigten Königreich und Schweden werden ebenfalls an der Konferenz teilnehmen.

    Ziel des Treffens ist die weitere finanzielle und militärische Unterstützung für die Ukraine, um „Russland, Präsident Putin und seinen Militärapparat zum Zweifeln zu bringen“, so der Élysée-Palast. Am 16. Februar hatte Emmanuel Macron anlässlich des Besuchs des ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelensky in Paris bereits zu einem „kollektiven Aufbruch“ aufgerufen. Die beiden Staatsoberhäupter hatten damals ein bilaterales Sicherheitsabkommen unterzeichnet, das Frankreich dazu verpflichtet, der Ukraine im Jahr 2024 „bis zu 3 Milliarden Euro“ an „zusätzlicher“ Militärhilfe zukommen zu lassen.

    Der Élysée-Palast ist von der Bedeutung dieses internationalen Treffens überzeugt und versichert: „Unsere Botschaft am Montag wird sein, unsere Entschlossenheit zu zeigen, alles Notwendige zu tun, um Russland in die Schranken zu weisen. Wir sind nicht fatalistisch, wir sind entschlossen“.

  • 95% der auf der chinesischen Plattform Temu verkauften Spielzeuge sind gefährlich für Kinder

    95% der auf der chinesischen Plattform Temu verkauften Spielzeuge sind gefährlich für Kinder

    Der Französische Verband der Spielzeugindustrie meldet: „Die Spielzeuge können zu Schnittverletzungen, Blockierung der Atemwege, Erstickung, Strangulation, Perforation und chemischen Risiken führen“.

    „95% der Spielzeuge“, die auf der Plattform Temu getestet wurden, „entsprechen nicht den europäischen Sicherheitsvorschriften“, warnt der französische Verband der Spielzeug- und Kinderpflegeindustrie (FJP) in einem kürzlich veröffentlichten Bericht. Temu ist eine chinesische E-Commerce-Anwendung, die es Verbrauchern ermöglicht, Produkte zu unschlagbar günstigen Preisen zu kaufen.

    Ende 2023 kaufte der Europäische Verband der Spielzeugindustrie 19 Spielzeuge auf der Plattform Temu. Anschließend wurden diese an „ein unabhängiges und akkreditiertes europäisches Testlabor zur Bewertung nach den Europäischen Sicherheitsstandards für Spielzeug“ geschickt. Und das Ergebnis war, dass von diesen 19 Spielzeugen „keines den EU-Vorschriften entsprach und 18 ein echtes Sicherheitsrisiko für Kinder darstellten“.

    Die Vizepräsidentin der FJP, Julie Chaboud, erwähnte am vergangenen Donnerstag im Gespräch mit dem Sender France Inter das Beispiel eines Spielzeugs aus einem „Ring mit kleinen Bändern in Regenbogenfarben“. Sie erklärt, dass „spitze Metallteile aus dem Spielzeug herausragen“ und somit „potenziell das Kind schneiden“ können. Einige Teile könnten sich auch lösen und vom Kind verschluckt werden“. Julie Chaboud kritisiert, dass „solche Produkte nicht kontrolliert werden, weil sie direkt vom chinesischen Hersteller an die französischen Verbraucher versandt werden“. Dies verhindert ihrer Meinung nach jede Überprüfung der „Konformität dieser Produkte“.

    Nach diesen Ergebnissen hat Temu mitgeteilt, dass man Maßnahmen ergriffen habe, um diese Spielzeuge auf der Plattform nicht mehr verfügbar zu machen. Der Europäische Verband der Spielzeugindustrie begrüßt diese „Reaktionsfähigkeit“, ist jedoch der Ansicht, dass diese Korrekturmaßnahmen nicht ausreichen. „Für jedes gefährliche Spielzeug, das auf der Plattform identifiziert wird, gibt es unzählige andere, die nicht entdeckt werden und sich irgendwann in den Händen von Verbrauchern in der gesamten EU befinden“, kritisiert er in einer Erklärung.

    Angesichts dieser Tatsache fordern der europäische und der französische Spielzeugverband die Behörden auf, hart gegen skrupellose Händler außerhalb der Europäischen Union vorzugehen, die sich über die hier geltenden Regeln hinwegsetzen und gefährliches Spielzeug nach Europa verkaufen. Der französische Verband prangert ein „rechtliches Vakuum“ an und fordert europäische Rechtsvorschriften, „die sowohl zum Schutz der Kinder als auch dazu geeignet sind, seriösen und renommierten Spielzeugunternehmen zu ermöglichen, in einem fairen Wettbewerbsumfeld zu arbeiten“.

  • Cyberkriminalität: Internationaler Schlag gegen LockBit – eine der gefährlichsten Hacker-Gruppen der Welt

    Cyberkriminalität: Internationaler Schlag gegen LockBit – eine der gefährlichsten Hacker-Gruppen der Welt

    Die Hackergruppe LockBit, die sich auf Datendiebstahl mit Lösegeldforderungen spezialisiert hat, wurde von einer gemeinsamen Operation von zehn Ländern, darunter Frankreich, ins Visier genommen. Zwei Mitglieder wurden festgenommen und zahlreiche Daten beschlagnahmt.

    Ein schwerer Schlag für eine der gefährlichsten Hackerbanden der Welt. Die Gruppe LockBit, die für mehrere hundert groß angelegte Hackerangriffe in Frankreich und weltweit verantwortlich ist, war am Montag, den 19. Februar, Ziel einer internationalen Polizeiaktion, bei der mehrere Websites der Gruppe im Dark Web beschlagnahmt wurden.

    Die Operation, die von Ermittlern aus mehreren Ländern, darunter auch Frankreich, durchgeführt wurde, führte zur Festnahme von zwei Mitgliedern der Hackerbande und zur Beschaffung zahlreicher Daten.

    Die aktivste Hackergruppe der Welt
    LockBit ist eine russischsprachige Hackergruppe, die mehrere Generationen der gleichnamigen Ransomware (oder „Lösegeld-Software“) entwickelt hat. Mit dieser Malware werden Daten auf Geräten in einem Netzwerk verschlüsselt, sodass sie nicht mehr lesbar sind, es sei denn, man verfügt über einen speziellen Code – den LockBit nur gegen ein Lösegeld liefert. Wenn das Opfer nicht zahlt, drohen die Hacker damit, die Daten zu veröffentlichen oder weiterzuverkaufen.

    Im November 2022 hatten die USA behauptet, dass die LockBit-Ransomware die „aktivste und zerstörerischste Variante der Welt“ sei. Allein in den USA hat die Gruppe seit 2020 mehr als 1.700 Angriffe durchgeführt, bei denen insgesamt fast 91 Millionen US-Dollar Lösegeld erpresst wurden, wie eine US-Behörde berichtete. Im Gegensatz zu anderen Gruppen hat sich LockBit zu einem echten Unternehmen entwickelt, das seine Dienste gegen eine prozentuale Beteiligung an Auftraggeber und andere Hacker verkauft.

    In Frankreich war LockBit laut der Pariser Staatsanwaltschaft an über 200 Angriffen beteiligt, z. B. gegen das Krankenhaus von Corbeil-Essonnes (Departement Essonne) im Oktober 2022, um eine Million Dollar Lösegeld zu fordern. Ausserdem gegen La Poste Mobile im Juli desselben Jahres oder gegen die Gruppe Voyageurs du monde im Juni 2023. Eine seiner Ransomware, die auch von anderen Gruppen verwendet wird, könnte bei dem Cyberangriff auf das Krankenhaus in Armentières (Nordfrankreich) am 10. Februar 2024 zum Einsatz gekommen sein, wie Valéry Rieß-Marchive, Chefredakteur der Fachseite LeMagIT, auf X erklärt.

    Etwa zwanzig der Gruppe bekannte Websites im Dark Web wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag, den 20. Februar offline geschaltet und beschlagnahmt, wie das auf Cybersicherheit spezialisierte Konto vx-underground auf dem sozialen Netzwerk X berichtet. Das LockBit-Team bestätigte die Beschlagnahmung seiner Seiten durch das FBI, wie die spezialisierte Website Zataz berichtet.

    Die Webseiten wurden alle durch die gleiche englischsprachige Nachricht ersetzt, in der erklärt wird, dass „diese Seite nun unter polizeilicher Kontrolle steht“. Die Beschlagnahme wurde durch die gemeinsame Aktion von Ermittlern in 10 Ländern ermöglicht, die an der „Operation Cronos“ beteiligt sind, darunter die USA, Großbritannien oder auch Frankreich, Deutschland und Japan.

    In einer am Dienstagmittag veröffentlichten Erklärung veröffentlichte Europol, es habe „die kriminellen Operationen von LockBit auf allen Ebenen gestört und ihre Kapazität und Glaubwürdigkeit schwer beschädigt“. Die internationale Polizeiorganisation spricht von einer „monatelangen Operation“, bei der 34 Server in mehreren Ländern abgeschaltet wurden.

    Die britischen Behörden erklärten in einer Pressemitteilung, dass sie den Quellcode der LockBit-Plattform sowie zahlreiche Informationen über die Fähigkeiten der Gruppe erhalten hätten. Man habe auch die Kontrolle über die Umgebung übernommen, in der die LockBit-Mitglieder ihre Angriffe durchführen, sowie über die „Wand der Schande“, auf der die Hacker unter anderem die Namen ihrer Opfer veröffentlichen.

    Zwei „Akteure“ der Gruppe wurden „auf Ersuchen der französischen Justizbehörden“ festgenommen, so Europol, das darauf hinweist, dass auch zwei internationale Haftbefehle und fünf Anklagen von den französischen und US-amerikanischen Behörden ausgesprochen wurden. Mehr als 200 Kryptowährungs-Wallets, die mit LockBit in Verbindung stehen, wurden laut Europol eingefroren.

    Um den Opfern von LockBit zu helfen, haben die Behörden der an der Operation beteiligten Länder auch Entschlüsselungstools zur Verfügung gestellt, mit denen die durch die Angriffe beschädigten Daten wiederhergestellt werden können. Diese sind kostenlos auf dem Portal No More Ransom erhältlich.

    Die Beschlagnahmung der LockBit-Seiten ist ein schwerer Schlag für die Operationen der Gruppe. Diese beschlagnahmten Server und Webseiten dienten dazu, die Namen der Opfer anzuzeigen, Lösegeld zu fordern, aber auch gestohlene Daten zu veröffentlichen. Die Daten, die die Behörden zur Entschlüsselung der beschädigten Seiten erhalten haben, verringern natürlich ebenfalls die Auswirkungen der LockBit-Angriffe.

    Es wurden offensichtlich aber nicht alle Server beschlagnahmt, auf einem seiner Kommunikationskanäle behauptet LockBit, Ersatzserver zu besitzen, die von der Operation nicht betroffen seien.