Kategorie: Europa

  • Steuerbetrug: Shakira vor der spanischen Justiz

    Steuerbetrug: Shakira vor der spanischen Justiz

    Am Montag, dem 20. November, beginnt in Barcelona (Spanien) der Prozess gegen Shakira wegen Steuerhinterziehung in Höhe von schätzungsweise fast 14,5 Millionen Euro. Drastischer Szenenwechsel für Superstar Shakira. Schluss mit den Musikvideos und dem Glitzer. Am Montag, den 20. November, geht es für…

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  • Italien: Urteil in Groß-Prozess gegen 338 Mitglieder der kalabrischen Mafia ‚Ndranghetta erwartet

    Italien: Urteil in Groß-Prozess gegen 338 Mitglieder der kalabrischen Mafia ‚Ndranghetta erwartet

    Am Montag, dem 20. November, wird das Urteil im Prozess gegen die ‚Ndranghetta erwartet, die in Kalabrien (Italien) ansässig ist und sich vor allem dank des Kokainhandels zur mächtigsten kriminellen Bewegung Italiens entwickelt hat.

    Es ist ein Prozess der Superlative, der größte in Italien seit dem Prozess gegen die sizilianische Mafia Cosa Nostra in Palermo in den 1980er Jahren. Diesmal steht die ‚Ndranghetta vor Gericht, die in Kalabrien ansässig ist und durch Kokainhandel zur mächtigsten kriminellen Bewegung des Landes geworden ist. Die ‚Ndranghetta erzielt weltweit einen Jahresumsatz von rund 50 Milliarden Euro.

    Tausende von Stunden vor Gericht und jahrelange Haftstrafen, die gegen die 338 Angeklagten gefordert werden: Das sind nur einige Daten, die den vor fast drei Jahren eröffneten Prozess zusammenfassen. Ihnen allen wird vorgeworfen, dem Mancuso-Clan anzugehören oder mit ihm verbunden zu sein, der die Region Vibo Valentia in Kalabrien unter seine Kontrolle gebracht hat. Bei den Ermittlungen im Vorfeld des Prozesses waren unter der Leitung des Staatsanwalts Gratteri, der heute in Neapel lebt, mehr als 300 mutmaßliche Mafiosi festgenommen worden.

    Um den Clan und seine mutmaßlichen Mitglieder und Unterstützer, darunter ein ehemaliger Parlamentsabgeordneter, vor Gericht zu stellen, wurde in Lamezia Terme, im Herzen Kalabriens, eigens ein Bunker gebaut. Auffällig ist die Zahl der aussagewilligen Personen, es sind etwa 50. Die Anklagepunkte sind zum Beispiel: mafiöse Vereinigungen, Drogenhandel, Erpressung und Geldwäsche. Vor Gericht erklärten einige Angeklagte detailliert, wie die ‚Ndrangheta funktioniert, wie sie die lokale Bevölkerung beeinflusst, wie sie Erpressungen durchführte, Ausschreibungen und Wahlen manipulierte, Waffen erwarb und vieles mehr. Sie lüfteten Geheimnisse über Waffenverstecke auf Friedhöfen oder in Krankenwagen und verrieten, wie städtisches Wasser zur Bewässerung von Marihuanaplantagen umgeleitet wurde.

    Dieser spektakuläre Prozess wird jedoch nicht die Folgen des Prozesses aus den 1980iger Jahren in Palermo haben. In Sizilien waren die damals Anführer einer pyramidenförmigen Struktur, der Cosa Nostra, verurteilt worden. In dem aktuellen Prozess wurde nur eine von über 150 Familien der ‚Ndranghetta vor Gericht gestellt.

  • Umwelt: Die Europäische Union will den Tatbestand des Ökozids in ihrem Recht verankern

    Umwelt: Die Europäische Union will den Tatbestand des Ökozids in ihrem Recht verankern

    Dies soll es ermöglichen, zum Beispiel massive Ausbringung von Pestiziden, Ölverschmutzungen oder die Zerstörung von Ökosystemen als Straftatbestände zu verurteilen, erklärt die Europaabgeordnete Marie Toussaint auf dem Sender France Inter. Die Europäische Union bereitet sich darauf vor, den Begriff des Umweltverbrechens oder des Ökozids in ihrem Recht zu verankern. Das Europäische Parlament, die Europäische Kommission und der Europäische Rat treffen sich am Donnerstag, dem 16. November um 15.30 Uhr zu einem Trilog, um den Gesetzestext zu bestätigen, der am 29. März von den Europaabgeordneten einstimmig angenommen wurde, berichtet der Sender France Inter. Es wird davon ausgegangen, dass der Gesetzestext bestätigt wird, was die Staaten anschließend dazu verpflichten wird, ihn auch in ihr nationales Recht zu übernehmen. Es ist „ein revolutionäres Rechtsinstrument“, freut sich die Europaabgeordnete Marie Toussaint, die diese Initiative vorangetrieben hat. Das Europäische Parlament schlägt…

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  • Barcelona: Die Baustelle der Sagrada Familia wird nach mehr als 140 Jahren Arbeit bald beendet sein

    Barcelona: Die Baustelle der Sagrada Familia wird nach mehr als 140 Jahren Arbeit bald beendet sein

    Seit über 140 Jahren wird an der majestätischen Sagrada Familia in Barcelona gearbeitet. Die Bauarbeiten sollen nun aber bald beendet werden und die Einweihung der Kathedrale ist für 2025 oder spätestens 2026 geplant.

    Mehr als 140 Jahre nach Baubeginn beginnt für das Meisterwerk von Antoni Gaudí eines der letzten Kapitel seiner Baugeschichte. Am Sonntagabend wurden die vier Türme der Evangelisten der Sagrada Familia zum ersten Mal beleuchtet, nachdem sie vom Erzbischof von Barcelona in einer außergewöhnlichen Feier gesegnet worden waren. „Das ist der Anfang vom Ende der Arbeiten an der Sagrada Familia. Wir haben die wichtigste Phase abgeschlossen“, erklärte der Präsident der Stiftung der Sagrada Familia, Esteve Camps, gegenüber der Zeitung La Dépêche du Midi.

    Die beiden Fassaden, die der Geburt und die der Passion Christi, sind nun fertiggestellt. Nach der Einweihung des Marienturms vor zwei Jahren und mit diesen vier Türmen jetzt, sind auch die mittleren Türme fertiggestellt. Jetzt fehlt nur noch der Turm von Jesus Christus, der größte. Er ist 172 Meter hoch und soll, wenn alles gut geht, bis Ende 2025 oder Anfang 2026 zum hundertsten Todestag von Gaudí eingeweiht werden. Der geniale und weltberühmte katalanische Architekt war 1926 gestorben, als er auf dem Weg zur Baustelle der Kirche von einer Straßenbahn überfahren wurde.

    Die Türme von St. Lukas und St. Markus, die 2022 fertiggestellt werden, und der Turm von St. Matthäus und St. Johannes, der im September letzten Jahres fertiggestellt wurde, sind jeweils 135 Meter hoch und werden von einer riesigen, 4,5 Meter hohen Statue aus weißem Stein gekrönt: einem Engel, einem Adler, einem Löwen und einem Stier. Sie werden bis zum Dreikönigsfest Anfang Januar jeden Abend beleuchtet.

    „Mein Kunde hat es nicht eilig. Gott hat alle Zeit der Welt“, sagte Antoni Gaudi damals mit einem Lächeln auf den Lippen. Doch nach 141 Jahren Bauzeit rückt die Übergabe immer näher und die Kräne werden bald verschwinden. Im Jahr 2026, wenn der imposanteste der Türme, der Turm von Jesus Christus, fertiggestellt sein wird, dann wird fast die gesamte Kathedrale Sagrada Familia, die als „Hymne an Gott“ konzipiert wurde, fertiggestellt sein. Dann muss nur noch die Fassade der Herrlichkeit, der Haupteingang, gestaltet werden, was bis spätestens 2033 geplant ist.

    Nach Ende der Covid-Pandemie und der Rückkehr der Besucher, beschleunigte die erstarkte Finanzierung durch Spenden den Bau wieder. Mit der Eröffnung der Basilika im Jahr 2010 wurde die Aufnahmekapazität deutlich erhöht und die Einweihung der Kirche durch Papst Benedikt XVI. im Jahr 2010, die in die ganze Welt übertragen wurde, war eine großartige Werbung. „Die Menschen werden von überall her kommen, um zu sehen, was wir gemacht haben“, hatte Gaudi vorausgesagt. Er hatte sich nicht geirrt: Wer heute das meistbesuchte Bauwerk Spaniens besichtigen will, muss Tage oder sogar Wochen im Voraus buchen.

  • Belgien: 1992 tot aufgefunden – Leiche der „Frau mit der tätowierten Blume“ 31 Jahre später identifiziert

    Belgien: 1992 tot aufgefunden – Leiche der „Frau mit der tätowierten Blume“ 31 Jahre später identifiziert

    Rita Roberts, eine Britin, konnte 31 Jahre nach der Entdeckung ihrer Leiche auf dem Grund eines Flusses in Antwerpen endlich identifiziert werden. Ihr Fall gehört zu den 22 „Cold Cases“, für die Interpol die Öffentlichkeit in einer beispiellosen Kampagne um Hilfe gebeten hat.

    31 Jahre nach ihrem Tod wurde ihr endlich ihre Identität zurückgegeben. Eine Frau, deren Leiche Anfang der 1990er Jahre in Belgien gefunden worden war, wurde nun identifiziert, wie Interpol am Dienstag, dem 14. November bekannt gab.

    Im Mai hatte die Internationale Kriminalpolizeiliche Organisation eine beispiellose Öffentlichkeitskampagne gestartet, um die Leichen von 22 Frauen zu identifizieren, die über mehrere Jahrzehnte hinweg in Deutschland, Belgien und den Niederlanden gefunden worden waren, und um die Ermittlungen in diesen „Cold Cases“ wieder anzukurbeln oder voranzutreiben.

    „Die Frau mit der tätowierten Blume“, deren Leiche auf dem Grund eines Flusses in Antwerpen gefunden worden war, gehörte zu diesen ungelösten Fällen. Rita Roberts, eine Britin, die 1992 nach Belgien gegangen war, konnte schließlich 31 Jahre später anhand einer „schwarzen tätowierten Blume auf ihrem linken Unterarm mit grünen Blättern und ‚R’Nick‘ darunter“ identifiziert werden, wie es in einer Erklärung von Interpol hieß. Ein Familienmitglied in Großbritannien erkannte die Tätowierung in den Medien und benachrichtigte Interpol und die belgischen Behörden über die Identify Me-Webseite.

    Mehr als 1.200 Hinweise aus der Öffentlichkeit
    Die bahnbrechende Kampagne von Interpol hat in diesem Fall also Früchte getragen. Die Organisation veröffentlicht auf ihrer Website und in ihren sozialen Netzwerk-Accounts eine Auswahl von Informationen, die bislang nur für den internen Gebrauch bestimmt waren und in den sogenannten „Black Notices“ enthalten sind, die der Identifizierung von menschlichen Überresten gewidmet sind. Fast 1.250 Hinweise aus der Öffentlichkeit wurden bereits gesammelt.

    Im Fall von Rita Roberts haben ihre Angehörigen sie jetzt „formell identifiziert“, so Interpol. „Auch wenn die Nachricht extrem schwer zu akzeptieren war, sind wir sehr dankbar, dass wir wissen, was mit Rita passiert ist“, erklärte die Familie in einer Pressemitteilung. Die belgischen Behörden wenden sich nun an die Öffentlichkeit, um die Umstände von Rita Roberts‘ Tod aufzuklären.

  • Schrecken in Italien: Löwe entkommt aus Zirkus und läuft mehrere Stunden lang frei in der Stadt herum

    Schrecken in Italien: Löwe entkommt aus Zirkus und läuft mehrere Stunden lang frei in der Stadt herum

    Die Bewohner der Stadt Ladispoli in Italien wurden am Samstagabend aufgefordert, in ihren Häusern bleiben. Ein Löwe war aus einem Zirkus ausgebrochen. Am späten Abend konnte er schließlich wieder eingefangen werden.

    „Ein Löwe ist aus dem Zirkus ausgebrochen“. Ich wiederhole: „Ein Löwe ist aus dem Zirkus ausgebrochen“. Das war die nicht alltägliche und erschreckende Nachricht, die der Bürgermeister von Ladispoli, einer Stadt mit 40.000 Einwohnern in Italien, am Samstag in den sozialen Netzwerken veröffentlichte. Alessandro Grando forderte seine Bürger auf, nicht aus dem Haus zu gehen.

    Die Warnmeldung war alles andere als ein Scherz. Einwohner konnten den Löwen von ihrem Fenster oder ihrem Auto aus filmen, wie er gemütlich und mit königlicher Würde durch die Straßen der Stadt spazierte.

    Am späten Samstagabend teilte Bürgermeister Alessandro Grando auf Facebook mit, dass der Löwe seine Flucht beendet habe: „Der Löwe wurde sediert und eingefangen“. Er wurde von Zirkusmitarbeitern abgeholt.

    In einem gesellschaftlichen Kontext, in dem das Halten von Wildtieren in Zirkussen stark kritisiert wird, hatte der italienische Bürgermeister klar gesagt, er habe den Besuch eines Zirkus mit Löwen in seiner Gemeinde zwar nicht genehmigt, habe aber auch nicht die Macht, dies zu verhindern.

  • Gran Canaria: 8 Millionen Km auf dem Tacho – seit über 35 Jahren ist dieses Taxi im Dienst

    Gran Canaria: 8 Millionen Km auf dem Tacho – seit über 35 Jahren ist dieses Taxi im Dienst

    Ein spanisches Taxi, das auf der Insel Gran Canaria unterwegs ist, hat in 35 Jahren etwa acht Millionen Kilometer zurückgelegt, was 175 Erdumrundungen entspricht.

    Es ist ein Mercedes-Benz W123 Typ Limousine, der absolut nicht in Rente gehen will. Dieses Taxi ist inzwischen eine Institution in der Stadt Maspalomas auf den spanischen Kanarischen Inseln. Aus gutem Grund: Das Auto hat seit 1988 über acht Millionen Kilometer zurückgelegt, ohne seine Insel jemals zu verlassen. Diese Strecke entspricht der neunfachen Entfernung zwischen der Erde und dem Mond.

    Wie die spanische Zeitung Telecinco berichtet, legt das achtsitzige Taxi immer noch 700 Kilometer pro Tag zurück und befördert jährlich über eine Million Fahrgäste. Es fährt dreimal am Tag zwischen dem Flughafen und dem Hafen von Maspalomas hin und her, um Touristen zu befördern.

    Der Besitzer sagt, dass das Fahrzeug einmal im Jahr inspiziert wird und dass er in 35 langen Jahren nur einmal den Motor austauschen musste. Der betagte Mercedes-Benz ist nach wie vor sehr beliebt bei seinen Fahrgästen, die ihn einem moderneren Auto vorziehen. Derzeit möchte sein Fahrer und Besitzer auch auf keinen Fall auf ein anderes Fahrzeug umsteigen. Der W123 wird also hoffentlich noch viele Jahre auf der Insel herumfahren!

  • Italien will Aufnahme von Migranten über das Mittelmeer in Zentren in Albanien auslagern

    Italien will Aufnahme von Migranten über das Mittelmeer in Zentren in Albanien auslagern

    Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni hat ein Abkommen mit Albanien geschlossen, um dort zwei Aufnahmezentren für Migranten einzurichten. Rom hofft, jedes Jahr 36.000 Migranten, die an der italienischen Mittelmeerküste ankommen, dorthin bringen zu können. Nach Albanien ausgelagerte Migrantenzentren: Das ist der neueste Plan der italienischen Premierministerin Giorgia Meloni. Die beiden Zentren, die unter italienischer Gerichtsbarkeit stehen werden, sollen vollständig von Rom finanziert werden, sowohl die Struktur als auch das Personal. Die albanische Polizei werde sich ihrerseits an der Überwachung beteiligen. Die Zentren sollen im Frühjahr 2024 eröffnet werden und könnten nach Angaben der italienischen Ministerpräsidentin jährlich rund 36.000 Migranten aufnehmen. Dieses Projekt, das die Auslagerung der Aufnahme von Migranten in ein Land außerhalb der Europäischen Union vorsieht, wirft jedoch viele rechtliche und praktische Fragen auf. „Ich denke, dass diese Vereinbarung se…

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  • „Ich könnte die ganze Nacht damit verbringen, dir zu schreiben“ – 265 Jahre alte Liebesbriefe entdeckt

    „Ich könnte die ganze Nacht damit verbringen, dir zu schreiben“ – 265 Jahre alte Liebesbriefe entdeckt

    Nachdem sie zwischen 1756 und 1763 von der britischen Royal Navy beschlagnahmt worden waren, tauchten über hundert Briefe von Angehörigen französischer Seeleute wieder auf und werden nun von Historikern untersucht. Renaud Morieux, Historiker an der Universität Cambridge in England, wurde mit einer e…

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  • Europäische Juden „leben wieder in Angst“ – beklagt die Europäische Kommission

    Europäische Juden „leben wieder in Angst“ – beklagt die Europäische Kommission

    Die Europäische Union verurteilte am Sonntag ein „Wiederaufleben“ antisemitischer Handlungen seit dem Beginn des kriegerischen Konflikts zwischen der Hamas und Israel.

    Die Europäische Kommission verurteilte am Sonntag, 5. November, das „Wiederaufleben“ antisemitischer Akte seit dem Beginn des bewaffneten Konflikts zwischen der Hamas und Israel und sagte, dass „die Juden in Europa heute wieder in Angst leben“. „Der Anstieg antisemitischer Vorfälle in ganz Europa in den letzten Tagen erreicht ein außergewöhnlich hohes Niveau und erinnert an einige der dunkelsten Zeiten der Geschichte“, schrieb die EU-Kommission in einer Erklärung.

    „In diesen schwierigen Zeiten steht die EU an der Seite ihrer jüdischen Gemeinden. Wir verurteilen diese schändlichen Taten in schärfster Form. Sie stehen im Widerspruch zu allem, wofür Europa steht, zu unseren Grundwerten und unserer Lebensweise“, hieß es in der Erklärung weiter. Insbesondere genannt wurden Molotowcocktails, die auf eine Synagoge in Deutschland geworfen wurden, Tags mit Davidsternen auf Gebäuden in Frankreich, die Schändung eines jüdischen Friedhofs in Österreich, Angriffe auf Geschäfte und Synagogen in Spanien und antisemitische Slogans, die bei Demonstrationen skandiert wurden.

    Allein in Frankreich wurden seit dem 7. Oktober 857 antisemitische Vorfälle gezählt, das sind „so viele in drei Wochen“ wie im „gesamten vergangenen Jahr“, wie der französische Innenminister Gérald Darmanin betonte. Der Pariser Polizeipräfekt Laurent Nuñez berichtete seinerseits am Sonntag von 257 antisemitischen Handlungen im vergangenen Monat im Großraum Paris. Eine junge Frau jüdischen Glaubens wurde am Samstag in ihrem Haus in Lyon mit einem Messer angegriffen, wobei die Staatsanwaltschaft von einem möglichen „antisemitischen Motiv“ ausging. Antisemitische Tags wurden auch am Freitag wieder in der Nähe eines Schulgeländes in Straßburg entdeckt.