Kategorie: Gesellschaft

  • Rentenreform: Gewerkschaften planen neuen Streiktag für den 31. Januar

    Rentenreform: Gewerkschaften planen neuen Streiktag für den 31. Januar

    Für den 31. Januar ist ein neuer Mobilisierungstag mit Streiks und Demonstrationen geplant. Die Gewerkschaft CFDT veröffentlichte eine entsprechende Ankündigung auf dem Sender BFMTV.

    Die Gewerkschaft CFDT hat gegenüber dem Sender BFMTV angekündigt, dass für den 31. Januar ein neuer Mobilisierungstag gegen die Rentenreform geplant ist.

    Am 19. Januar protestierten „mehr als zwei Millionen“ Menschen in mehr als 200 Demonstrationszügen in ganz Frankreich, darunter etwa 400.000 allein in Paris, wie die Gewerkschaft CGT erklärte. Das Innenministerium spricht von 1,12 Millionen Demonstranten, davon etwa 80.000 in der Hauptstadt.

    Gestärkt durch diese Zahlen planen die acht großen Gewerkschaftsverbände (CFDT, CGT, FO, CFE-CGC, CFTC, Unsa, Solidaires und FSU) nun einen zweiten Aktionstag, der am Donnerstagabend auf den 31. Januar festgelegt wurde. Auch für die Tage vor diesem Datum rufen die Gewerkschaften und mehrere Jugendbewegungen dazu auf, „die Aktionen zu vervielfachen“, insbesondere um den 23. Januar herum, an dem der umstrittene Gesetzentwurf dem Ministerrat vorgelegt werden soll.

  • George Clooney unterstützte das kleine Dorf Le Val (Var) mit einer Spende über 20.000 Euro

    George Clooney unterstützte das kleine Dorf Le Val (Var) mit einer Spende über 20.000 Euro

    Das Dorf Le Val im Departement Var, das im Oktober 2021 Opfer einer Überschwemmung wurde, erhielt, was erst jetzt bekannt wurde, damals eine Spende über 20.000 Euro von dem amerikanischen Schauspieler George Clooney. 

    Das kleine Dorf Le Val (Var) mit 4.400 Einwohnern erfuhr jetzt erst, dass George Clooney im Oktober 2021 die Summe von 20.000 Euro für die Flutopfer gespendet hatte. „Er hat ein gutes Herz“, versichert ein Mann dem Sender France 2. Am 4. Oktober 2021 waren sintflutartige Regenfälle über der Gemeinde niedergegangen, was die Evakuierung von rund 100 Menschen zur Folge hatte. „Drei Viertel aller Sachen aus dem Haus musste ich wegwerfen“, sagt Pierre Berthélémy, ein geschädigter Bewohner von Le Val (Var).

    Die Betroffenen wurden für sechs Monate umquartiert.
    George Clooney, der nur wenige Kilometer vom Dorf entfernt ein Anwesen besitzt, war von den Schicksalen der betroffen Bewohner sehr gerührt und beschloss, der Gemeinde 20.000 Euro zu spenden. Mit dieser Spende konnten etwa zehn betroffene Familien sechs Monate lang umgesiedelt werden. „Damals wussten wir nicht, wer diese Person war, die diese tolle Spende gemacht hat“, berichtet Pierre Berthélémy, ein Geschädigter, der von der Maßnahme profitierte. Der Bürgermeister hatte den Spender geheim gehalten. „Durch die Spende konnten wir schneller helfen“, sagt Jérémy Giuliano, Bürgermeister von Le Val, der die Gesamtkosten der Überschwemmungen auf 200.000 Euro schätzt.

  • 214 Milliarden Dollar: Reichster Franzose ist reicher als Bill Gates und Warren Bufffett zusammen

    214 Milliarden Dollar: Reichster Franzose ist reicher als Bill Gates und Warren Bufffett zusammen

    Der französische Milliardär Bernard Arnault ist heute reicher als Bill Gates und Warren Bufffett zusammen.

    Der Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer des Luxusgüterkonzerns LVMH ist der reichste Mann der Welt. Die börsennotierte LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton SE ist weltweiter Branchenführer in der Luxusgüterindustrie, der Rechte an 75 verschiedenen Marken hält, die weltweit in etwa 5.000 Geschäften in rund 80 Ländern vertrieben werden. Laut der aktuellen Forbes-Rangliste in „Echtzeit“ beläuft sich das Vermögen der Familie Arnault heute auf 214 Milliarden US-Dollar. Das sind 40% mehr als das heutige Vermögen von Elon Musk.

    Ein Vermögen, das, wie BFM Business herausgefunden hat, nun dem der beiden ehemals reichsten Menschen der Welt zusammen entspricht: Warren Buffett und Bill Gates. Das Vermögen des Geschäftsmanns und Vorstandsvorsitzenden von Berkshire Hathaway (109 Milliarden US-Dollar) und des Microsoft-Gründers (104 Milliarden US-Dollar) beträgt zusammen 213 Milliarden US-Dollar, was leicht unter dem der Arnault-Familie liegt.

  • Der älteste Mensch der Welt, die Französin Schwester André, starb gestern mit 118 Jahren

    Der älteste Mensch der Welt, die Französin Schwester André, starb gestern mit 118 Jahren

    Die älteste Frau der Menschheit, die Französin Schwester André in Toulon, starb in der Nacht von Montag auf Dienstag, den 17. Januar.

    Das Paradies konnte nun nicht mehr länger auf sie warten: Die älteste Frau der Menschheit, Schwester André aus Frankreich, starb am Dienstag, dem 17. Januar, im Alter von 118 Jahren, nachdem sie ein Leben geführt hatte, das bis zum Schluss von Hilfsbereitschaft gegenüber anderen Menschen und ihrem grossartigen Humor geprägt war. Wenige Tage vor ihrem 119. Geburtstag „ist sie um 2 Uhr morgens gestorben. Wir sind alle sehr traurig, aber sie wollte es, es war ihr Wunsch, zu ihrem geliebten Bruder zu gehen. Für sie ist es eine Befreiung“, sagte David Tavella, Kommunikationsbeauftragter des Pflegeheims Sainte-Catherine-Labouré in Toulon (Südfrankreich) an der Mittelmeerküste, wo Schwester André lebte, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Seit mehreren Jahren zeigte die am 11. Februar 1904 in Alès (Südfrankreich) als Lucile Randon geborene Frau eine gewisse Müdigkeit: Sie wollte sich „aus dieser Angelegenheit zurückziehen“. Aber „der liebe Gott hört mich nicht“, hatte sie der Agentur AFP im Januar 2022 in einem Interview anvertraut. An einen Rollstuhl gefesselt und annähernd blind, bedauerte Schwester André, dass sie zum Schluss weniger mobil war und ihre Fähigkeiten teilweise verloren hatte. „Sie sagte im April 2022, als sie zur Ältesten der Menschheit ernannt wurde, nachdem die Japanerin Kane Tanaka im Alter von 119 Jahren gestorben war: „Man sagt, dass Arbeit tötet. Bei mir war das ganz anders, meine Arbeit hat mich am Leben gehalten.“

    Es gibt keine offizielle Stelle, die den „Ältester Mensch“ vergibt, aber Statistik-Experten waren sich einig, dass Schwester André bislang die älteste lebende Person war, deren Familienstand überprüft werden konnte. Auch das Guinness-Buch der Rekorde hat diesen Rekord bestätigt.

    In ihrem Altersheim in Toulon liebte sie es, ein wenig Schokolade zu knabbern und ein Glas Portwein zu trinken. Ihr Leben fing jeden Morgen mit einer Messe an. Sie erschien immer in ihren Ordenskleidern zu den Gottesdientsen, mit einem blauen Haartuch.

    Im Jahr 2021 hat Schwester André ohne grosse Probleme eine Covid-Ansteckung hinter sich gebracht und war so zu einem Symbol der Hoffnung geworden, was eine Flut von Briefen aus der ganzen Welt auslöste. Schwester André beantwortete fast alle Anfragen, nur nicht die nach Haarsträhnen oder DNA-Untersuchungen! Sie scherzte regelmäßig über den zu brechenden Rekord von Jeanne Calment, die 1997 im Alter von 122 Jahren auch in Südfrankreich in Arles starb. Nun bleibt Jeanne Calment die Person, die in der Geschichte der Menschheit nachweislich am längsten gelebt hat.

    Schwester André war in ihrer Jugend Gouvernante in Paris, bevor sie später in den Orden der Töchter der Nächstenliebe eintrat. Ihr Gedächtnis war bis zuletzt vollständig intakt und gerne teilte sie ihre vielen Erinnerungen, wie etwa den Verlust ihrer Zwillingsschwester Lydie oder ihre Ankunft in Paris.

    „Ich hatte bisher nur im Departement Gard gelebt, in einer kleinen, hässlichen Stadt, und nun kam ich in eine strahlende grosse Stadt. Ich kümmerte mich um zwei Kinder“. Sie war offiziell bis Ende der 1970er Jahre berufstätig und verbrachte dann 30 Jahre in einem Altenheim in Savoyen, wo sie sich um die Bewohner kümmerte, die oft jünger waren als sie selbst, bevor sie in die Einrichtung in Toulon kam, in der mehrere Ordensschwestern lebten. Sie freute sich immer auf den Besuch ihrer Groß- und Urgroßneffen oder des Bürgermeisters von Toulon, Hubert Falco, den sie sehr schätzte, vor allem, weil er einmal nicht gezögert hatte, auf die Knie zu gehen, um ihr die Schnürsenkel zu binden.

    Schwester André forderte ihre Mitmenschen unermüdlich dazu auf, „immer ohne Einschränkungen zu lieben, zu lieben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, denn wenn man andere liebt, wenn man auf andere zugeht, hat man keine Angst vor dem Unbekannten“. Denn wie sie sagte, gibt es zwei Ziele im Leben, nämlich „eine große Liebe zu teilen und bei seinen Bedürfnissen keine Kompromisse einzugehen“.

  • Demografie: Starker Rückgang der Geburtenrate in Frankreich im Jahr 2022

    Demografie: Starker Rückgang der Geburtenrate in Frankreich im Jahr 2022

    Laut Statistikinstitut Insee gab es in Frankreich 723.000 Geburten im Jahr 2022, 19.000 weniger als im Vorjahr. Das ist wahrscheinlich auf die schwierigere wirtschaftliche Lage der Franzosen zurückzuführen, aber nicht nur.

    Baby Elven wurde vor einigen Tagen in einer Entbindungsstation im Département Val-d’Oise geboren. Für seine Eltern wird dieses Kind das erste und das letzte sein. „Es geht auch darum, Zeit für uns zu haben, für unsere Beschäftigungen, unsere Hobbys“, sagt Charline Houdin, Elvens Mutter, auf dem Sender France 3. Die Entscheidung, nur ein Kind, höchstens zwei, zu bekommen, wird laut Gynäkologen Dr. Zied Takali von französischen Paaren immer häufiger getroffen. „Die wirtschaftliche Konjunktur spielt eine sehr wichtige Rolle. Kinder zu haben ist gut. Sie gut zu erziehen und ihnen eine angemessene Zukunft zu sichern, ist aber viel wichtiger“, erklärt er.

    19.000 weniger Geburten als 2019.
    Die Franzosen bekommen aus beruflichen, finanziellen, umwelt- oder gesundheitsbedingten Gründen immer weniger Kinder. Es gab laut Insee im Jahr 2022 etwa 723.000 Geburten, das sind immerhin 19.000 weniger als im Jahr 2021. „Die Frauen bekommen ihre Kinder immer später. Der beobachtete Rückgang der Geburtenrate kann auch darauf zurückzuführen sein, dass sich das Alter, ab dem man Kinder bekommt, nach hinten verschiebt“, erklärt Sylvie Le Minez, Leiterin der Abteilung für demografische und soziale Studien beim Statistikinstitut Insee. Das Durchschnittsalter bei der ersten Mutterschaft steigt immer weiter an und liegt mittlerweile bei 31 Jahren.

  • Rechtsextreme Aktivisten in Paris vor Gericht: Sie wollten Emmanuel Macron töten

    Rechtsextreme Aktivisten in Paris vor Gericht: Sie wollten Emmanuel Macron töten

    Dreizehn Personen, die einer rechtsextremen Gruppierung angehören, stehen ab Dienstag in Paris vor Gericht. Sie werden verdächtigt, eine Reihe von Gewaltaktionen vorbereitet zu haben, darunter einen geplanten Angriff auf Emmanuel Macron Ende 2018 anlässlich der Hundertjahrfeier des Waffenstillstands 1918. Dreizehn Personen – elf Männer und zwei Frauen im Alter von 26 bis 66 Jahren -, die einer rechtsextremen Gruppierung („Les Barjols“) angehören, müssen sich ab Dienstag, dem 17. Januar, in Paris vor Gericht verantworten. Sie werden verdächtigt, eine Reihe von Gewaltaktionen vorbereitet zu haben, darunter ein Attentat auf Emmanuel Macron. Im Internet, am Telefon oder bei paramilitärischen Treffen sollen die Verdächtigen einen „Putsch“, die Ermordung von Migranten oder Angriffe auf Moscheen geplant haben, so die Anklageschrift. „Macron töten“ Die Affäre beginnt Ende 2018 mit einem Tipp. Der Inlandsgeheimdienst erhält Informationen, wonach der rechtsextreme Aktivist Jean-Pierre Bouyer aus…

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  • In Lyon können Passanten mit dem Smartphone Geld an Obdachlose spenden

    In Lyon können Passanten mit dem Smartphone Geld an Obdachlose spenden

    Franzosen haben immer weniger Bargeld bei sich. Das ist besonders schlecht Obdachlose, die auf der Strasse um Geld betteln. Studenten einer Ingenieurschule und ein Unternehmen aus Lyon haben jetzt ein bargeldloses Spendensystem mit dem Namen Vagadons entwickelt.

    Der Obdachlose Alexandre sitzt auf einer Fußgängerbrücke im Stadtzentrum von Lyon, die über die Saône führt. Er spricht Spaziergänger an. „Guten Tag, haben Sie schon von dem Vagadons-System für kontaktlose Spenden für Obdachlose gehört?“, fragt er. Auf einem Schild, das zu seinen Füßen liegt, steht der QR-Code, den die großzügigen Spender einscannen sollen. Der QR-Code ist mit einem Online-Pool verbunden und individualisiert. Jeder Obdachlose, der an diesem Test teilnimmt, hat seinen eigenen Code. Innerhalb einer Woche hat Alexandre auf diese Weise 150 Euro gesammelt. „So können auch Leute spenden, die kein Kleingeld haben. Abends kann ich eine Pizza oder einen guteEssen zu mir nehmen“, freut er sich gegenüber France Télévisions.

    Das Vagadons-System wurde von elf Studenten der ECAM LaSalle mit Hilfe des Unternehmens Dynergie, das auf Innovationsberatung spezialisiert ist, entwickelt. Vier Obdachlose erklärten sich sofort bereit, das System zu testen. Zurzeit verteilen noch die Studenten das gesammelte Geld an die Obdachlosen. Ziel ist es, in Zukunft eine autonomere Nutzung zu ermöglichen. „Das Ziel ist, dass der Obdachlose eine Prepaid-Karte oder ein Zahlungs-Armband hat, damit er in Geschäfte gehen und das gesammelte Geld ausgeben kann“, erklärt Angélique Gemeto, Studentin im fünften Jahr an der ECAM LaSalle.

    Die erste Experimentierphase war für die Initiatoren sehr lehrreich. „Wir haben in einer Woche sehr viel gelernt. Erstens: Die Menschen sind bereit, bargeldlos zu spenden. Zweitens: Die durchschnittliche Spende wird höher. Sie liegt bei Vagadons bei vier Euro. Mit Bargeld liegt sie weit darunter“, erklärt Emmanuel Théry von der Firma Dynergie. Vor der endgültigen Einführung von Vagadons sind noch einige Experimente erforderlich. In den nächsten Monaten soll eine eigene App entwickelt werden.

  • Blue Monday: Gibt es den deprimierendsten Tag des Jahres wirklich?

    Blue Monday: Gibt es den deprimierendsten Tag des Jahres wirklich?

    der Blue Monday tauchte erstmals 2005 unter dem Deckmantel einer pseudomathematischen Formel auf. Es handelt sich aber um eine reine Marketing-Erfindung ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage.

    Es besteht die Gefahr, dass wir dem Blue Monday auch in diesem Jahr nicht entkommen. Wie schon seit ein paar Jahren werden wir wahrscheinlich hören oder lesen, dass dieser Montag – immer der dritte im Januar – der deprimierendste Tag des Jahres ist. Ein Tag, der einen Namen hat: Blue Monday. Dabei handelt es sich aber um eine reine Marketing-Erfindung.

    der Blue Monday wurde 2005 mithilfe der folgenden mathematischen Formel definiert: [W = (D-d)] x TQ : M x Na. Dabei steht „W“ für das Wetter, „D-d“ für die Schulden, die während der Feiertage gemacht wurden, und die Fähigkeit, diese mit dem Januargehalt zurückzuzahlen, „T“ für die Zeit seit Weihnachten, „Q“ für die Zeit seit den Vorsätzen zu Beginn des Jahres. Das Ganze wird durch den Motivationsmangel „M“ geteilt, der wiederum mit dem Handlungsbedarf „Na“ multipliziert wird.

    Werbegag für ein Reisebüro
    Natürlich gibt es keine wissenschaftliche Grundlage für diese Formel. Sie war in einer Pressemitteilung enthalten, die von der Kommunikationsagentur Porter Novelli im Auftrag der britischen Reisekette und -agentur Sky Travel, die von 1994 bis 2010 existierte, verfasst worden war. Man behauptete, den traurigsten Tag des Jahres mithilfe des Psychologen Cliff Arnall berechnet zu haben. Cliff Arnall wurde in der Pressemitteilung als Psychologe an der Universität von Cardiff (Vereinigtes Königreich) vorgestellt, was er jedoch nicht wirklich war. Er hatte lediglich für kurze Zeit Abendkurse an einer mit der Universität verbundenen Einrichtung gegeben.

    Die Werbeagentur Porter Novelli hatte bei mehreren Akademikern nachgefragt, um ihrer Idee durch deren Unterschrift Glaubwürdigkeit zu verleihen. Und das gegen Bezahlung. Dies berichtete der britische Psychiater und Autor Ben Goldacre im Dezember 2006 in der britischen Tageszeitung The Guardian. Er sagte, er habe zahlreiche Nachrichten von Forschern erhalten, die ihm von dem Werbemanöver berichteten.

    Das Ziel der Aktion: Die Menschen sollten glauben, dass an einem bestimmten Tag im Januar ein Tiefpunkt erreicht ist und dass das Heilmittel darin besteht, den nächsten großen Urlaub zu planen und sich ein Flugticket zu kaufen, um dem Alltag zu entfliehen. Am besten weit weg und in die Sonne. der vermeintliche Universitätswissenschaftler Cliff Arnall bestätigte das bereits 2010 gegenüber dem britischen Telegraph.

    „Ich wurde ursprünglich gebeten, den meiner Meinung nach besten Tag für die Buchung eines Sommerurlaubs zu bestimmen.“ Das sagte Cliff Arnall gegenüber der britischen Tageszeitung „The Telegraph“.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Blue Monday aus dem Hut gezaubert wurde, um den Konsum anzukurbeln. Bis heute nutzen Marken und Händler weiterhin diesen „gefälschten“ besonderen Tag, um zu versuchen, ihre Produkte zu verkaufen. Eine italienische Kaffeemarke teilte im Jahr 2020 ein Video auf Facebook, in dem sie die Vorteile ihrer Getränke bei der Bewältigung des „deprimierendsten Tages des Jahres“ anpries.

    Die Winterdepression allerdings existiert tatsächlich.
    Psychologen weisen darauf hin, dass es zwei Arten von Depressionen gibt: einige sind saisonal bedingt, andere nicht. In der nördlichen Hemisphäre kann eine winterbedingte Depression aufgrund des Lichtmangels zwischen Ende Dezember und Ende März auftreten. Es gibt vielleicht keinen Blue Monday, aber sehr wohl den Blue Winter. Menschen reagieren empfindlich auf Lichtschwankungen, was zur Entwicklung von Lichttherapien gegen Depressionen geführt hat. Der Blue Monday könnte jedoch auch als Einladung verstanden werden, nach draußen zu gehen, sich dem Licht auszusetzen und Menschen zu treffen, um gegen den Winterblues anzukämpfen.

    Cliff Arnall seinerseits scheint den Blue Monday, zu dessen Popularisierung er beigetragen hat, inzwischen mit Abstand zu betrachten. „Eines Tages wurde mir klar, dass die Idee des blue monday der Welt nicht so geholfen hatte, wie ich es mir erhofft hatte“, erklärte er 2016 in einem auf YouTube zu sehenden Clip des Fremdenverkehrsamtes der Kanarischen Inseln. Damals setzte er sich für ihre „Abschaffung“ ein und startete in sozialen Netzwerken den Hashtag #Stopbluemonday, um „das Internet mit optimistischen Posts zu füllen“.

    Inzwischen gibt es sogar den Yellow Day, der der glücklichste Tag des Jahres sein soll und auf den dritten Freitag im Juni fällt. Dieser Tag, der ebenfalls 2005 mithilfe einer anderen pseudowissenschaftlichen Formel entstand, war in Zusammenarbeit mit der Eisdiele Wall’s entwickelt worden, berichtet der Guardian. 

  • Italien: Enthüllungen des Privatsekretärs von Papst Benedikt XVI. sorgen für Aufsehen

    Italien: Enthüllungen des Privatsekretärs von Papst Benedikt XVI. sorgen für Aufsehen

    Monsignore Georg Gänswein, der Privatsekretär von Benedikt XVI., hat ein Buch herausgebracht, das im Vatikan und Italien bereits für Polemik sorgt. Die Journalistin Raphaële Schapira berichtet am Freitag, dem 13. Januar, für den Sender France 2 live aus Rom und berichtet über dieses Buch.

    In Rom sorgt die Veröffentlichung des Buches des Privatsekretärs von Benedikt XVI. für großes Aufsehen, denn „in der geschlossenen Welt des Vatikans ist man eher an Schweigen und Zurückhaltung gewöhnt. Doch mit der Veröffentlichung dieses Buches legt Monsignore Georg Gänswein einige der Absprachen zwischen Benedikt XVI. und Franziskus offen. Er war der engste Berater des ehemaligen Papstes“, erklärt die Journalistin von France Télévisions in Rom, Raphaële Schapira, am Freitag, 13. Januar, in der 8-Uhr-Nachrichtensendung.

    Papst Franziskus hat „das Herz von Benedikt XVI. gebrochen“.

    Das „Buch Nichts als die Wahrheit, mein Leben an der Seite von Benedikt XVI.“ erschien nur zehn Tage nach dem Tod des ehemaligen Papstes. „Darin wird insbesondere auf eine prägende Episode des Pontifikats eingegangen, als Franziskus beschloss, die Verwendung von Messen in lateinischer Sprache zu begrenzen (…). Der Sekretär behauptet, dass der argentinische Papst damit damals ‚das Herz von Benedikt XVI. gebrochen‘ habe“, so die Journalistin weiter. In seinem Buch vermittelt Monsignore Georg Gänswein „eine weniger glatte Version des Zusammenlebens zwischen den beiden Päpsten, obwohl der Vatikan all die Jahre sehr darauf bedacht war, eine friedliche Beziehung zu zeigen“, so Raphaële Schapira.

  • Jean-Luc Mélenchon: Wir sollten nicht mit dem Kinderkriegen aufhören, um den Planeten zu schützen.

    Jean-Luc Mélenchon: Wir sollten nicht mit dem Kinderkriegen aufhören, um den Planeten zu schützen.

    „Es ist Sache der Menschen, das zu entscheiden. Und meiner Meinung nach, wenn sie Lust darauf haben, wüsste ich nicht, was sie daran hindern kann“, sagte der Chef von La France insoumise am Donnerstagabend in der Sendung „L’Evénement“ auf dem Sender France 2. Sollte man angesichts der Folgen der globalen Erwärmung „aufhören, Kinder zu zeugen, um den Planeten zu retten“? „Die Idee, auf Kinder zu verzichten, erscheint mir ziemlich absurd, aber jeder entscheidet, wie er es für richtig hält“, antwortete Jean-Luc Mélenchon, Vorsitzender der Partei „La France insoumise“, als er am Donnerstag, dem 12. Januar, Gast in der politischen Sendung „L’Evénement“ auf dem Sender France 2 war. „Ich glaube, das ist eine sehr persönliche Frage. Das müssen die Leute entscheiden. Und meiner Meinung nach, wenn sie Lust darauf haben, wüsste ich nicht, was sie davon abhalten kann, denn das hat noch nie jemand irgendwo geschafft“, meinte der ehemalige Präsidentschaftskandidat der Wahl 2022. „Besteht das größte …

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