Kategorie: Gesellschaft

  • Ferienbeginn in Frankreich: Dürfen Sie Ihre Kinder früher aus dem Unterricht nehmen?

    Ferienbeginn in Frankreich: Dürfen Sie Ihre Kinder früher aus dem Unterricht nehmen?

    Die großen Sommerferien beginnen in Frankreich offiziell am Freitag, dem 7. Juli. Wie jedes Jahr wird ein Teil der Familien ihre Kinder nicht bis zum letzten Tag in die Schule schicken. Ist das erlaubt?

    Während ein Teil der Schülerinnen und Schüler in der Mittel- und Oberstufe nach den Prüfungen bereits in den Ferien ist, ist der letzte Schultag offiziell auf Freitag, den 7. Juli 2023, festgelegt. Alle Schülerinnen und Schüler sollen bis zu diesem Datum in den Unterricht gehen. In Wirklichkeit werden in der letzten Schulwoche die Tage der jüngeren Schüler mit Spielen verbracht, und die Mittel- und Oberschüler wissen, dass die Prüfungen und Zeugnisentscheidungen vorbei sind und nichts mehr auf dem Spiel steht.

    Aus all diesen Gründen ist die Versuchung für einen Teil der Familien in Frankreich groß, ihre Kinder nicht bis zum Ende in die Schule zu schicken. Aus der Sicht dieser Familien gibt es noch andere Vorteile, die Schule ausfallen zu lassen: Die Preise für Hotels und Ferienwohnungen sind in diesen Tagen günstiger, die Touristenorte sind noch nicht so überfüllt und es gibt weniger Verkehr auf den Straßen.

    Haben die Familien das Recht dazu und was riskieren sie?

    Was das Gesetz sagt
    Das Gesetz sieht eine Schulpflicht für Kinder von 3 bis 16 Jahren vor. Es gibt vier offiziell anerkannte Gründe für das Fernbleiben vom Unterricht, heißt es auf der Website service-public.fr: Krankheit des Kindes oder einer seiner Verwandten, feierliche Familienversammlung (Hochzeit, Beerdigung), Verhinderung durch einen Unfall oder für ein Kind, das mit seinen gesetzlichen Vertretern außerhalb der Ferienzeiten umzieht. Außerhalb dieser Gründe wird das Fernbleiben vom Schulleiter, Rektor oder Direktor als unentschuldigt angesehen. Die vorzeitige Abreise in die großen Ferien ist kein gültiger Grund für eine Abwesenheit, auch wenn die Eltern einen Buchungsnachweis vorlegen.

    Was sagt die Schulbehörde?
    Die Éducation nationale muss sofort über jede Abwesenheit informiert werden. „Wenn ein Kind vorübergehend den Unterricht versäumt, müssen die verantwortlichen Personen dem Direktor oder der Direktorin der Bildungseinrichtung unverzüglich die Gründe für diese Abwesenheit mitteilen“, heißt es in Artikel L131-8 des Bildungsgesetzbuchs (Code de l’éducation). Bei mehr als vier unentschuldigten Fehltagen muss sich der Schulleiter mit den Familien in Verbindung setzen und bei mehr als zehn Fehltagen die Behörde (Directeur académique des services de l’Education nationale) benachrichtigen.

    Was droht den Familien?
    Bei wiederholten unentschuldigten Fehlzeiten droht den Familien gemäß Artikel R624-7 des Strafgesetzbuchs eine Geldstrafe von 135 EUR. Wenn die Fehlzeiten wiederholt auftreten und die Erziehung des Kindes gefährden, kann die Strafe sogar bis zu zwei Jahren Gefängnis und 30.000 Euro Geldstrafe betragen (Artikel 227.17 des Strafgesetzbuchs). In der Praxis werden jedes Jahr aber nur äußerst selten Sanktionen verhängt, zumal die Verwaltungsverfahren langwierig sind. Im Mai 2018 wurden gegen einen Notar in Sables-d’Olonne in der Vendée, der sein Kind in der Vor- und Grundschule zweimal eine Woche hatte fehlen lassen, um in den Urlaub zu fahren, zwei Geldstrafen von jeweils 135 Euro verhängt.

    Aus Respekt vor den Lehrkräften und damit das Kind alle seine Sachen abholen kann, ist es in jedem Fall dringend angeraten, das Lehrpersonal im Vorfeld darüber zu informieren, dass ein Kind nicht bis zum letzten Tag am Unterricht teilnehmen wird. Der Dialog ist immer noch die beste Lösung.

  • Einwanderung: Frankreich zählt mehr als 547.000 Flüchtlinge – 56.000 Asylanträge in 2022 angenommen

    Einwanderung: Frankreich zählt mehr als 547.000 Flüchtlinge – 56.000 Asylanträge in 2022 angenommen

    Im fünften Jahr in Folge beantragten afghanische Staatsangehörige mit 17.000 von 131.000 Anträgen am häufigsten Asyl in Frankreich.

    Mit 56.276 angenommenen Asylanträgen im Jahr 2022 hat Frankreich die Grenze von einer halben Million Flüchtlingen überschritten. Insgesamt leben 547.102 Personen im Asyl in Frankreich, wie aus dem am Montag, dem 3. Juli, veröffentlichten Jahresbericht des französischen Amtes für den Schutz von Flüchtlingen und Staatenlosen (Ofpra) hervorgeht. Im Einzelnen wurden im Jahr 2022 56.276 Personen „neu unter den Schutz“ Frankreichs gestellt, sei es nach einer erstinstanzlichen Entscheidung des Ofpra oder einer Berufung beim Nationalen Asylgerichtshof (CNDA), heißt es in dem Dokument.

    Im fünften Jahr in Folge waren es afghanische Staatsangehörige, die in Frankreich am häufigsten Asyl beantragten: 17.000 der 131.254 gestellten Anträge entfielen auf sie. Ein Trend, der sich seit der Rückkehr der Taliban an die Macht im Sommer 2021 noch verschärft hat (+37% zwischen 2021 und 2022). Es folgten Bangladeschi (8.611 Erstanträge, +68%) und Türken (8.463 Erstanträge, +87%).

    Anstieg der ukrainischen und russischen Flüchtlinge.
    Diese Zahlen hätten mit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine im Februar 2022, der den größten Flüchtlingsstrom nach Europa seit dem Zweiten Weltkrieg auslöste, eigentlich explodieren müssen. Doch die Ukrainer profitierten von einer besonderen Regelung, die als „vorübergehender Schutz“ bezeichnet wird. Dieses befreit die ukrainischen Kriegsflüchtlinge in Frankreich (etwa 100.000 Personen) davon, einen Asylantrag zu stellen. Sie erhalten automatisch ein Aufenthaltsrecht und Sozialleistungen.

    Der Ukraine-Krieg hatte jedoch „indirekte Auswirkungen“, wie die Ofpra betont. So haben „die Langfristigkeit und die Verhärtung des russischen Regimes einen Strom von Asylanträgen aus Russland (+75%) erzeugt, der größer ist als in den letzten Jahren“. Insgesamt beantragten 2022 2.617 Russen in Frankreich Asyl, die „ihre Befürchtungen aufgrund ihrer politischen Ansichten gegen den Krieg und ihrer Ablehnung der Einberufung oder Mobilisierung in den russischen Streitkräften zum Ausdruck bringen“, so die Ofpra weiter.

  • „Gerechtigkeit für Nahel“: Hunderte Menschen marschieren in Nanterre

    „Gerechtigkeit für Nahel“: Hunderte Menschen marschieren in Nanterre

    Mehrere hundert Menschen nahmen am Donnerstagnachmittag in Nanterre an einemTrauermarsch zum Gedenken an Nahel teil. Die Mutter des Teenagers hatte zu dem Marsch aufgerufen. Die Staatsanwaltschaft beantragte inzwischen, den Polizisten wegen vorsätzlichen Mordes in Haft zu nehmen.

    „Keine Gerechtigkeit, kein Frieden!“, „Gerechtigkeit für Nahel“, „Alle hassen die Polizei“. Das waren die Slogans, die von der Menge skandiert wurden, die an dem Trauermarsch teilnahm, der am Donnerstagnachmittag in Nanterre im Departement Hauts-de-Seine organisiert wurde. Der Demonstrationszug startete an der Präfektur. Die Mutter des 17-jährigen Jugendlichen, der am Dienstag von einem Polizisten getötet wurde, hatte dazu aufgerufen.

    Die Mutter des Opfers saß auf einem Lieferwagen und trug ein T-Shirt mit der Aufschrift „Gerechtigkeit für Nahel“. Sie eröffnete die Demonstration, gefolgt von Hunderten von Teilnehmern, die hinter einem Banner mit demselben Slogan marschierten.

    Nahels Mutter hat am Donnerstag in einem Video des Online-Mediums Blast gesprochen. Die Tante des Teenagers und einer seiner besten Freunde erzählen, wer Nahel war und welche Qualitäten er besaß.

    Vertreter der Linken und der Grünen im Demonstrationszug.
    Auch Abgeordnete und Politiker waren anwesend, darunter Manuel Bompard, der Koordinator von La France insoumise, und Marine Tondelier, die Vorsitzende der französischen Grünen, EELV. „Dieser Marsch ist ein Moment der Besinnung und der Trauer für die Familie, es ist wichtig, dies zu respektieren“, sagte die Abgeordnete Sabrina Sebaihi (EELV) aus Nanterre.

    Assa Traoré, eine bekannte Figur im Kampf gegen Polizeigewalt, war an der Seite von Nahels Mutter zu sehen: „Die ganze Welt muss es sehen (…). Wenn man für Nahel marschiert, marschiert man für alle, die keine Kamera hatten“, sagte sie zu Beginn des Marsches.

    Am Donnerstagmorgen gab die Staatsanwaltschaft von Nanterre bekannt, dass mittlerweile gegen den Polizisten, der den tödlichen Schuss abgegeben hatte, ein Ermittlungsverfahren wegen vorsätzlicher Tötung eingeleitet wurde. Es wurde beantragt, ihn in Untersuchungshaft zu nehmen. „Die Staatsanwaltschaft ist der Ansicht, dass die rechtlichen Voraussetzungen für den Gebrauch der Waffe nicht gegeben sind“, sagte der Staatsanwalt Pascal Prache vor der Presse. Innenminister Gérald Darmanin forderte die administrative Suspendierung des Polizisten.

  • Jugendlicher in Nanterre von Polizist getötet: Gewalt in den Pariser Vorstädten

    Jugendlicher in Nanterre von Polizist getötet: Gewalt in den Pariser Vorstädten

    Der Tod eines 17-jährigen Jugendlichen, der am Dienstagmorgen in Nanterre bei ein er Kontrolle durch einen Schuss eines Polizisten getötet wurde, führte zu heftigen Reaktionen und Gewalt gegen die Polizei in Nanterre, aber auch in anderen Städten im Großraum Paris. Der Polizist, der den Schuss abgegeben hatte, befindet sich zur Zeit in Polizeigewahrsam.

    Die Wut über den Tod des 17-jährigen Nahel, der am Dienstagmorgen in Nanterre westlich von Paris durch die Schüsse eines Polizisten getötet worden war, führte am Dienstagabend zu Gewalttätigkeiten. Im Viertel Vieux-Pont in Nanterre und in der Siedlung Pablo-Picasso kam es zu heftigen Auseinandersetzungen mit den Ordnungskräften.

    Anwohner feuerten Feuerwerkskörper ab, die Sicherheitskräfte erwiderten das Feuer mit Tränengas und Gummigeschossen. Entlang der Gleise der Linie RER A zwischen Nanterre und Rueil-Malmaison wurden mehrere Feuer entzündet. Mindestens drei Autos und Mülltonnen wurden in Brand gesetzt. In einer Musikschule brach ein Feuer aus. Um 21 Uhr versammelten sich Anwohner vor einer Polizeistation und skandierten: „Die Polizei verstümmelt, die Polizei mordet“. Gegen 22.30 Uhr errichteten Anwohner sogar Barrikaden in mehreren Straßen.

    https://twitter.com/VictorStrand75/status/1673814269492690944

    In der Region Hauts-de-Seine wurden etwa 20 Personen festgenommen, so eine Bilanz der Präfektur Hauts-de-Seine um 3 Uhr morgens. Die Behörden mobilisierten für die Nacht zwei Einheiten mobiler Einsatzkräfte in Nanterre.

    Auch in Gemeinden in den nördlichen Vororten von Paris, in Asnières, Colombes, Suresnes (Hauts-de-Seine), Clichy-sous-Bois (Seine Saint-Denis) und Mantes-la-Jolie (Yvelines), kam es zu heftigen Spannungen.

    Ein Polizist in Polizeigewahrsam, zwei Untersuchungen eingeleitet.
    Nach dem Tod von Nahel M. wurde eine Untersuchung wegen Befehlsverweigerung und versuchter vorsätzlicher Tötung einer Person, die Träger der öffentlichen Gewalt ist, eingeleitet. Eine weitere Untersuchung, die wegen vorsätzlicher Tötung durch eine Person, die Träger der öffentlichen Gewalt ist, eingeleitet wurde, wurde der IGPN (Inspection générale de la police nationale), anvertraut. Der 38-jährige Polizist, der der Abgabe des tödlichen Schusses verdächtigt wird, wurde wegen des Verdachts der vorsätzlichen Tötung in Polizeigewahrsam genommen.

    Die Familie des getöteten Jugendlichen wird zwei Klagen einreichen: eine gegen den Schützen wegen Totschlags und seinen Kollegen wegen Mittäterschaft, die zweite wegen Falschaussage durch Polizisten, „die behauptet haben, der junge Mann habe versucht, einen Mord an ihnen zu begehen, indem er versucht habe, sie zu rammen, was durch die Sichtung des Videos formell widerlegt wird“, wie der Anwalt ankündigte.

    Im Jahr 2022 gab es in Frankreich 13 Todesfälle nach Befehlsverweigerungen bei Verkehrskontrollen. Das ist eine Rekordzahl.

  • Marseille: Bürger machen gegen den Drogenhandel mobil

    Marseille: Bürger machen gegen den Drogenhandel mobil

    In der Siedlung Campanules in Marseille beschlossen die Bewohner jetzt, selbst gegen den Drogenhandel vorzugehen, indem sie Zäune und Überwachungskameras aufstellten. Diese Maßnahmen haben sich als erfolgreich erwiesen.

    In einer Wohnsiedlung im Süden von Marseille (Bouches-du-Rhône) wurden von der Eigentümergemeinschaft Zäune und Videoüberwachungssysteme installiert, um gegen den Drogenhandel vorzugehen. Fatima Benalia, Mitglied des Vereins „Nouvelle ère au sein des Campanules“, sagt gegenüber dem Sender France 3: „Wir haben die Wohnanlage geschlossen. Wir sind eine private Wohnsiedlung. Bei uns lässt es sich gut leben.“ Vorher hatten die Anwohner wochenlang gegen die Unsicherheit in ihrer Siedlung kämpfen müssen.

    Mobilisierung der Bürger
    Die Bewohner waren verärgert und hatten beschlossen, abwechselnd die Eingangshallen ihres Gebäudes selbst zu bewachen und so den Drogenhandel, der von jungen Teenagern organisiert wurde, zu unterbinden. Diese Mobilisierung der Menschen in Verbindung mit Polizeipatrouillen hat sich als erfolgreich erwiesen. Die Stadtverwaltung ist jedoch besorgt: Ist es die Aufgabe der Bürger, die Ordnung wiederherzustellen? Sylvain Souvestre, Bürgermeister des XI. und XII. Arrondissements von Marseille: „Was ich gerne hätte, ist, dass man es vermeidet, auf die Mobilisierung der Bürger zurückzugreifen. […] Was ich verlange, sind polizeiliche Maßnahmen.“ Die Polizei ihrerseits ist der Ansicht, dass diese Bürgermobilisierung eine Bereicherung für ihre Arbeit darstellt.

  • Immersive Restaurants: Das Rezept hinter dem Erfolg dieses Konzepts

    Immersive Restaurants: Das Rezept hinter dem Erfolg dieses Konzepts

    Immer mehr Restaurants bieten multisensorische Erlebnisse an, bei denen der Geschmack durch totales Eintauchen in eine andere Sinneswelt ergänzt wird. Diese Mode, die in Asien entstanden ist, schwappt nun auch nach Frankreich über. Mitten in Paris bietet ein immersives Restaurant ein Spektakel, das …

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  • Marseille: Emmanuel Macrons Maßnahmen gegen den Drogenhandel

    Marseille: Emmanuel Macrons Maßnahmen gegen den Drogenhandel

    Am Morgen des 26. Juni kündigte der Präsident der Republik an, dass Drogenkonsumenten ihre Bußgelder künftig direkt an die Polizisten zahlen müssen, die deshalb mit Kartenlesegeräten ausgestattet sein werden. Eine Ankündigung, die für Diskussionen sorgt.

    In Marseille (Bouches-du-Rhône) stößt die Idee der direkten Bezahlung von Bußgeldern für Drogenkonsum nicht auf ungeteilte Zustimmung. Die Pauschalstrafe beträgt 200 Euro, aber nur etwas mehr als ein Drittel davon wird tatsächlich bezahlt. Die Konsumenten werden künftig sofort bei den Ordnungskräften per EC-Karte oder in bar bezahlen. „Ich finde es eher positiv, dass die Leute diese Möglichkeit haben, denn so können sie ihre Schulden sofort begleichen und der Rechtsweg ist weniger lang“, meint eine Frau aus Marseille gegenüber dem Sender France 2. Ein Mann meint, die Maßnahme sei nutzlos, wenn die Leute nicht zahlen wollen.

    300 zusätzliche Polizisten
    Marseille leidet sehr stark unter dem Drogenhandel. Seit Anfang des Jahres gab es dort bereits 23 Morde im Drogenmilieu. Seit der Einführung des Plans „Marseille en grand“ sind 300 zusätzliche Polizisten in Marseille eingetroffen. In einigen Vierteln von Marseille sind es inzwischen die Bewohner selbst, die sich auflehnen. Sie haben sich zusammengeschlossen und fordern, dass die Drogenhändler, die sich in ihren Gebäuden eingenistet haben, sofort verschwinden.

  • Nur 88 geweihte Priester im Jahr 2023: Katholische Kirche in Frankreich steckt in Berufungskrise

    Nur 88 geweihte Priester im Jahr 2023: Katholische Kirche in Frankreich steckt in Berufungskrise

    Im Jahr 2022 waren es 122, an diesem Sonntag waren es nur 88 Seminaristen, die die Priesterweihe empfangen. Dies ist der niedrigste Stand seit mindestens einem Jahrzehnt. Nach siebenjähriger Ausbildung wurden am Sonntag, dem 25. Juni, 88 Seminaristen bei den jährlichen Zeremonien in den Kathedralen …

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  • Realschulabschluss: Die schriftlichen Prüfungen beginnen am Montag für 860.000 Schülerinnen und Schüler

    Realschulabschluss: Die schriftlichen Prüfungen beginnen am Montag für 860.000 Schülerinnen und Schüler

    Die Mittelschüler müssen am Montag die schriftlichen Prüfungen in Französisch und Mathematik ablegen, bevor am Dienstag die Fächer Geschichte-Geografie und Naturwissenschaften anstehen. In Frankreich legen rund 860.000 Schüler der Sekundarstufe I am Montag, dem 26. Juni, die ersten schriftlichen Prü…

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  • Paris: Der Pride-Parade – der lange Kampf der LGBT-Community

    Paris: Der Pride-Parade – der lange Kampf der LGBT-Community

    Am Samstag, den 24. Juni, fand in Paris die Pride-Parade statt. Früher wurden diese Märsche „Gay Pride“ genannt und haben dazu beigetragen, dass sich die Mentalität der Menschen verändert hat.

    Die Pride-Parade ist zu einem der wichtigsten Termine im Frühsommer in Paris geworden. Nicolas Pirat-Delbrayelle hat seit den 80er Jahren keinen einzigen verpasst. „Vor 40 Jahren bin ich für meine Rechte marschiert, zusammen mit Lesben und Schwulen. Jetzt sind alle Ausrichtungen dabei“, sagt er gegenüber dem Sender France 3.

    Den Blick der Gesellschaft ändern
    Im Laufe der Jahre hat die Pride-Parade dazu beigetragen, den Blick der Gesellschaft auf LGBT-Personen zu verändern. Die ersten Märsche gab es in Paris Anfang der 1980er Jahre, allerdings unter einer gewissen Geheimhaltung. Damals war eine der Hauptforderungen der Märsche die Entkriminalisierung der Homosexualität. Heute werden überall in Frankreich derartige Märsche organisiert. Auf Korsika fand der erste Marsch am Samstag, den 17. Juni, in Bastia (Haute-Corse) statt. Insgesamt werden im Jahr 2023 in Frankreich 87 Pride-Paraden veranstaltet.