Kategorie: Gesellschaft

  • Olympiade Paris 2024: Dem mongolischen Olympia-Delegationsleiter wurden 600.000 Euro gestohlen

    Olympiade Paris 2024: Dem mongolischen Olympia-Delegationsleiter wurden 600.000 Euro gestohlen

    Drei Männer wurden vergangene Woche verhaftet, weil sie in Seine-Saint-Denis eine Tasche des Leiters der mongolischen Olympiadelegation gestohlen hatten, der am 11. Oktober zur Vorbereitung der Olympischen Spiele 2024 in Paris war. Der Wert des Diebesguts wird auf 600.000 Euro geschätzt.

    Bereits in der vergangenen Woche wurden drei Männer verhaftet, weil sie in Seine-Saint-Denis eine Tasche des Leiters der mongolischen Olympiadelegation, der sich zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2024 in Paris aufhielt, mit einem geschätzten Inhalt im Wert von 600.000 Euro gestohlen hatten. Sie wurden in Erwartung ihrer baldigen Gerichtsverhandlung in Untersuchungshaft genommen.

    Am Morgen des 11. Oktober wurden das Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees und seine Frau, die nach Frankreich gekommen waren, um an einem Sicherheitskomitee zur Vorbereitung der Olympischen Spiele teilzunehmen, mit einem Kleinbus vom Flughafen Roissy zu ihrem Hotel gefahren, als sie im Landy-Tunnel in Saint-Denis, am Fuße des Stade de France, ausgeraubt wurden, wie die Staatsanwaltschaft jetzt berichtete.

    Ein Motorroller mit zwei Personen an Bord näherte sich laut einer Polizeiquelle dem Auto. Einer der Diebe schlug eine Scheibe ein und ergriff eine Tasche mit wertvollem Schmuck, die auf der Rückbank lag.

    Der von dem mongolischen Paar angegebene Schaden beläuft sich auf 570.000 Euro. In der gestohlenen Tasche sollen sich neben anderem Schmuck zwei Ohrringe aus Gold und Diamanten mit einem Einzelwert von 165.000 Euro befunden haben, so die Staatsanwaltschaft. Laut der Website des IOC leitet das Opfer mehrere große Unternehmen in der Mongolei.

    Die mit den Ermittlungen betrauten Polizisten der Brigade de répression du banditisme (BRB) nahmen am 25. Oktober drei Männer im Alter zwischen 22 und 25 Jahren in einem Haus in Saint-Denis fest.

    „Es gibt ein Team, das wohlhabende Opfer am Flughafen Roissy ausfindig macht und die Nachricht an einen sogenannten Roller weitergibt, der dem Auto dann folgt. Der „Roller“ greift in einem günstigen Moment ein, wenn das Auto auf einer Fahrspur abgebremst wird“, erklärte die Staatsanwaltschaft von Bobigny gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Die Ermittler brachten einen Diebstahl von Schmuck und Lederwaren von zwei saudi-arabischen Reisenden nach demselben Muster am 2. Oktober mit einem geschätzten Schaden von 50.000 Euro mit demselben Team in Verbindung. Der Schmuck wurde bei den Hausdurchsuchungen nicht gefunden, aber auf den Handys der Verdächtigen wurden zahlreiche Fotos von Schmuckstücken entdeckt, so die Polizei.

    Die Angeklagten gaben lediglich zu, mit dem Weiterverkauf von Uhren 6.000 Euro verdient zu haben, schwiegen sich aber über den Verbleib des Schmucks des mongolischen Paares aus.

    Der Prozess gegen die mutmaßlichen Diebe findet bereits am 30. November im Gericht von Bobigny statt.

  • Kaufkraft: Manche Franzosen können sich nicht mehr genug zu essen kaufen

    Kaufkraft: Manche Franzosen können sich nicht mehr genug zu essen kaufen

    Aufgrund der Inflation haben ine ganze Reihe von Franzosen nicht mehr genug zu essen. Das Département Nord organisierte jetzt eine Verteilung von Lebensmitteln, um bedürftigen Menschen zu helfen.

    Gefüllte Einkaufstaschen warten nur noch auf ihre Empfänger. Zwiebeln, Kartoffeln, Karotten, Eier, Milch und vieles mehr. Es sind nicht weniger als 10 kg Lebensmittel, die in die Taschen gepackt wurden. Für Familien mit einem knappen Budget ist diese im Departement Nord angebotene Hilfe ein wahrer Glücksfall.

    Frisches Gemüse für die Ärmsten der Armen
    Das Departement Nord bietet frisches Gemüse für die Ärmsten der Armen an. Der Wert der Hilfsaktion beläuft sich auf eine Million Euro. Auch Ghislaine Gambier gehört zu den Franzosen, die den Gürtel enger schnallen müssen. Dank der Hilfsaktion konnte sie sich nun ein Essen aus frischen Zutaten zubereiten. Ghislaine Gambier lebt hauptsächlich von gemeinnützigen Organisationen. Um besser über die Runden zu kommen, will sie jetzt versuchen, ihre Gasverträge neu auszuhandeln.

  • Allerheiligen: Fast jeder dritte Franzose glaubt laut einer Umfrage an ein Leben nach dem Tod

    Allerheiligen: Fast jeder dritte Franzose glaubt laut einer Umfrage an ein Leben nach dem Tod

    Immer mehr Menschen, vor allem junge Leute, glauben, dass die menschliche Seele wiedergeboren wird.

    Die Rätsel um das Leben nach dem Tod sind noch lange nicht gelöst. Und jeder hat seine eigene Theorie über das „Danach“. An diesem Allerheiligentag hat das französische Meinungsforschungsinstitut Ifop eine Umfrage unter mehr als 1.000 in Frankreich lebenden Menschen durchgeführt, die einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung* darstellen.

    Laut dieser Studie glauben 31 % der Befragten an ein Leben nach dem Tod. Eine ähnliche Zahl wie im Jahr 2018, die jedoch in den letzten 50 Jahren leicht gesunken ist. Dagegen hat sich der Anteil der Befragten, die von Zweifeln beherrscht sind, im selben Zeitraum verdoppelt: Während sich 1970 16 % nicht entscheiden wollten, waren es 2023 33 %, die keine eindeutige Meinung zu dem Thema hatten. „Das wachsende Interesse an paranormalen und esoterischen Themen kann die Zunahme dieser Unsicherheit erklären“, meint das Institut.

    Übrigens sind junge Menschen am empfänglichsten für diese Fragen und glauben auch am häufigsten an ein mögliches anderes Leben. 41 % der unter 35-Jährigen glauben an ein Weiterleben nach dem Tod, gegenüber 27 % der 35-Jährigen und Älteren.

    Reinkarnation ist attraktiver als das ewige Leben
    Im Jahr 1948 waren fast 6 von 10 Franzosen Anhänger der Idee des ewigen Lebens. 75 Jahre später, „vor dem Hintergrund eines abnehmenden Einflusses der Religion im Alltag“, erklärt das Ifop-Institut, hat sich diese Zahl auf 27 % halbiert.

    Der Glaube an die Reinkarnation hat allerdings in den letzten 20 Jahren zugenommen und ist von 22 % im Jahr 2004 auf 32 % im Jahr 2023 gestiegen. Es ist übrigens der einzige Glaube, der einen Anstieg der Zustimmung unter den Franzosen verzeichnet. Dieser Anstieg wird von der jüngeren Generation getragen, da in der Altersgruppe unter 35 Jahren mehr als 4 von 10 Personen die Idee einer Reinkarnation befürworten.

    Die Vorstellungen von Himmel und Hölle sind in der öffentlichen Meinung mit rund 30 % stabil geblieben. Auch hier sind die jungen Menschen besonders stark vertreten, da fast die Hälfte der unter 35-Jährigen an Himmel und Hölle glauben.

    Was die Bestattung betrifft, so hat auch hier jeder seine eigenen Vorlieben. Die Einäscherung war in diesem Jahr beliebter als die Erdbestattung. Zum ersten Mal wünscht sich eine knappe Mehrheit der Franzosen eine Einäscherung.

    Zwei Drittel der vom Ifop befragten Franzosen sind dafür, die Asche in der Natur oder an einem für die verstorbene Person symbolischen Ort zu verstreuen. Außerdem möchten 44 % eine Beisetzung außerhalb eines Friedhofs vornehmen lassen, was allerdings gesetzlich verboten ist. Ein weiterer Wunsch, diesmal legal, aber nicht für jeden erschwinglich: 1 von 10 Franzosen (11 %) möchte, dass seine Asche auf eine lange Reise in den Weltraum geht.

    In Frankreich gelten strenge Regeln für die Beerdigung und die Einäscherung. Die Beisetzung muss auf einem Friedhof oder unter sehr speziellen Bedingungen auf einem Privatgrundstück erfolgen. Bei der Einäscherung ist es möglich, die Urne auf einem Friedhof zu beerdigen oder in einem dafür vorgesehenen Kolumbarium beizusetzen, sie auf einem Privatgrundstück zu beerdigen oder die Asche des Verstorbenen in der Natur zu verstreuen. Die Aufbewahrung der Urne in der eigenen Wohnung ist hingegen seit 2008 verboten.

    *Die Studie wurde von IFOP für Plaquedeces.fr vom 5. bis 6. September 2023 mittels eines Fragebogens unter einer Stichprobe von 1.013 Personen im Alter von 18 Jahren und mehr durchgeführt, die einen repräsentativen Querschnitt der französischen Bevölkerung darstellt.

  • Immer mehr Franzosen entscheiden sich für das Verstreuen ihrer Asche in der Natur

    Immer mehr Franzosen entscheiden sich für das Verstreuen ihrer Asche in der Natur

    Eine Umfrage von OpinionWay ergab, dass 45% der Franzosen inzwischen eine Einäscherung bevorzugen, während nur 19% sich für eine traditionelle Beerdigung entscheiden.

    Die Verbrennung und das Verstreuen der Asche ist eine Alternative, die von Franzosen immer mehr bevorzugt wird, da dafür keine Grabstätte oder gar ein Grabstein notwendig ist. Im Jahr 1980 nutzte nur 1% diese Möglichkeit, heute sind es fast 40%. „Ich würde meine Asche gerne in der Natur verstreut haben“, sagt ein Mann gegenüber dem Sender France 2. In einem Krematorium, das von einem Kamera-Team des Senders France 2 besucht wurde, sind die Anfragen so zahlreich, dass Arbeiten für eine Vergrößerung geplant sind.

    Ein ökologischer Vorteil
    Für eine Erd- oder Feuerbestattung muss man im Durchschnitt 3.000 Euro rechnen. Bei der Einäscherung fallen jedoch keine zusätzlichen Kosten wie etwa die für eine Grabkonzession an. Die Wahl ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch ökologischer, da die Einäscherung nur halb so große Auswirkungen auf die Umwelt hat.

  • Tennisspieler Alexander Zverev wegen häuslicher Gewalt zu einer Geldstrafe von 450.000 Euro verurteilt

    Tennisspieler Alexander Zverev wegen häuslicher Gewalt zu einer Geldstrafe von 450.000 Euro verurteilt

    Im Januar hatte die ATP eine weitere Untersuchung wegen angeblicher häuslicher Gewalt eingestellt, nachdem seine Ex-Freundin Olga Sharypova Anschuldigungen gegen Zverev, der derzeit in Paris spielt, erhoben hatte.

    Das Amtsgericht Berlin verhängte Anfang Oktober 2023 gegen den Tennisspieler Alexander Zverev wegen häuslicher Gewalt eine Geldstrafe von 450.000 Euro. „Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im Mai 2020 in Berlin eine Frau im Rahmen eines Streits körperlich misshandelt und ihre Gesundheit geschädigt zu haben“, hieß es in einer Erklärung. Das Gericht nannte zunächst nicht den Namen der Klägerin. In einer separaten Erklärung reagierten die Verteidiger des Tennisspielers jedoch auf des Urteil des Gerichts und nannten den Namen von Brenda Patea, seiner ehemaligen Lebensgefährtin, als Klägerin.

    Alexander Zverev „bestreitet die Anklage und hat gegen den Beschluss des Gerichts Einspruch eingelegt“, erklärte das Gericht, was den Weg für einen Prozess mit persönlichem Erscheinen der Parteien vor Gericht ebnet. „Die zuständige Abteilung des Amtsgerichts Tiergarten wird zunächst die Parteien erneut anhören (…) und dann aller Voraussicht nach einen Termin für die Verhandlung ansetzen“, erklärte das Gericht. Die Anwaltskanzlei Schertz Bergmann, die den Spieler vertritt, behauptete in einem Statement auf X (ehemals Twitter), dass die Fakten, wie sie von seiner ehemaligen Lebensgefährtin beschrieben wurden, „und die allein dem Beschluss zugrunde liegen, bereits durch ein ärztliches Gutachten widerlegt wurden“.

    Im Januar hatte die ATP, der Verband, der die internationale Tennistour der Herren verwaltet, eine Untersuchung wegen angeblicher häuslicher Gewalt gegen Alexender Zverev eingestellt, die damals von eine Tennisspielerin ausgelöst worden war, da keine ausreichenden Beweise vorlagen. Die Untersuchung war eingeleitet worden, nachdem Olga Sharypova, ebenfalls eine ehemalige Lebensgefährtin Zverevs, Ende 2020 Gewaltvorwürfe gegen ihn erhoben hatte.

  • Französische Gefängnisse sind mit 122,2% deutlich überbelegt – mit 74.342 Häftlingen am 1. Oktober

    Französische Gefängnisse sind mit 122,2% deutlich überbelegt – mit 74.342 Häftlingen am 1. Oktober

    Frankreich verfügt derzeit eigentlich nur über 60.850 Plätze in seinen Strafvollzugsanstalten.

    Die Zahl der Häftlinge in Frankreich ist wieder leicht angestiegen. Am 1. Oktober waren 74.342 Personen inhaftiert, gegenüber 73.693 im September, wie aus am Dienstag, dem 31. Oktober veröffentlichten Daten des Justizministeriums hervorgeht. Es ist das dritte Mal seit Jahresbeginn, dass die Zahl der Häftlinge die 74.000er-Marke überschreitet, obwohl die Zahl der Plätze in französischen Gefängnissen am 1. Oktober gerade mal bei 60.850 lag.

    Die Überbelegung der Gefängnisse lag damit bei 122,2 % gegenüber 119,2 % im Vorjahr. In den Haftanstalten, in denen Häftlinge, die auf ihr Urteil warten, also eigentlich noch als unschuldig gelten, und solche, die zu kurzen Strafen verurteilt wurden, inhaftiert sind, liegt die Belegungsrate sogar bei 146,3%. In zehn Anstalten erreicht oder übersteigt sie sogar die 200%. Von den inhaftierten Personen sind 19.909 Angeklagte, die bis zu ihrem Urteil in Haft genommen wurden. Sie machen wie im Vorjahr 26,8% der Gesamtzahl der Inhaftierten aus.

    Insgesamt sind derzeit 16.574 Inhaftierte im Vergleich zu den verfügbaren Plätzen in den französischen Gefängnissen überbelegt. Aufgrund dieser Überbelegung sind 2.480 Häftlinge gezwungen, auf einer Matratze auf dem Boden zu schlafen. Vor einem Jahr waren es 2.053.

    Insgesamt befanden sich am 1. Oktober 89.646 Personen in Haft. Davon waren 15.304 Personen nicht in einem Gefängnis sondern wurden mit einer elektronischen Fußfessel zu Hause oder außerhalb eines Gefängnisses untergebracht. Die Zahl der weiblichen Häftlinge blieb mit 3,7% der Gefängnisinsassen und der Minderjährigen mit 0,8% stabil.

    Angesichts der chronischen Überbelegung der Gefängnisse – wegen der Frankreich im Juli erneut vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt wurde – plant die Regierung bis 2027 15.000 neue Gefängnisplätze zu bauen.

  • Antisemitismus: Davidkreuze auf Wohnhäuser in der Ile-de-France gesprüht – Rathäuser erstatten Anzeige

    Antisemitismus: Davidkreuze auf Wohnhäuser in der Ile-de-France gesprüht – Rathäuser erstatten Anzeige

    Nachdem die Stadtverwaltung von Saint-Ouen über gesprühte Davidsterne an den Wänden des Hauses eines ihrer Einwohner berichtete, teilte auch die Stadtverwaltung von Aubervilliers mit, dass Wände in der Gemeinde „mit auffällig antisemitischen Inschriften besprüht“ worden seien. Das Rathaus des 14. Arrondissements von Paris berichtet ebenfalls von „mit Schablonen aufgetragenen Davidsternen“.

    Sie bringt ihr „Entsetzen“ zum Ausdruck. Carine Petit, grüne Bürgermeisterin des 14. Arrondissements von Paris, prangert auf X (ex-Twitter) „antisemitische und rassistische Handlungen“ an, nachdem am Dienstag „mehrere Meldungen über Davidsterne, die mit Schablonen an zahlreichen Wänden aufgesprüht wurden“, in ihrem Arrondissement entdeckt worden waren.

    Die Bürgermeisterin erklärte, dass „die Staatsanwaltschaft bereits eingeschaltet wurde“. Sie wies auf einen „Antisemitismus in unseren Straßen in Paris wie in den dunkelsten Stunden“ hin.

    „Solche Tags wurden in mehreren Straßen in Paris gemeldet. Es wird Anzeige erstattet und die Stadtreinigung wird sie entfernen. Der Antisemitismus tötet weiterhin, wir werden den Kampf niemals aufgeben“, kündigte Emmanuel Grégoire, der erste Stellvertreter der PS-Bürgermeisterin von Paris Anne Hidalgo, an.

    „Diese Tags wurden in mehreren Straßen in Paris gemeldet. Es wird eine Anzeige erstattet und die Stadtreinigung wird sie entfernen. Der Antisemitismus tötet weiterhin, wir werden den Kampf niemals aufgeben“, kündigte Emmanuel Grégoire, der erste Stellvertreter der PS-Bürgermeisterin von Paris Anne Hidalgo, an.

    Die Pariser Staatsanwaltschaft berichtet gegenüber dem Sender Franceinfo, dass „etwa 60“ Davidsterne in der Nacht von Montag auf Dienstag auf Mauern im 14. Arrondissement gesprüht worden seien. „Das Kommissariat des 14. Arrondissements ist mit den Ermittlungen wegen Sachbeschädigung an fremdem Eigentum befasst, die durch den Umstand erschwert wird, dass sie aufgrund der Herkunft, der Rasse, der Ethnie oder der Religion erfolgt“, so die Staatsanwaltschaft.

    In einer am Montag veröffentlichten Erklärung gab die Stadtverwaltung von Saint-Ouen-sur-Seine im Département Seine-Saint-Denis ihrerseits bekannt, dass „empörte Mitbürger“ den PS-Bürgermeister Karim Bouamrane „auf das Vorhandensein von mit Schablonen aufgetragenen Davidsternen an den Wänden des Hauses eines Einwohners im Viertel Debain“ aufmerksam gemacht hätten.

    „Die städtischen Dienste wurden sofort mobilisiert, um die Tags zu entfernen, und die Polizeibehörden wurden aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um diese schändlichen Taten aufzuklären und die Täter zu finden. Es wurde eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet. Die Täter müssen von der Justiz mit größter Strenge und Unnachgiebigkeit verfolgt und bestraft werden“, schrieb die Stadt.

    Antisemitische Tags und Inschriften auch in Aubervilliers
    Ebenfalls in Seine-Saint-Denis veröffentlichte Karine Franclet, die UDI-Bürgermeisterin von Aubervilliers, am Montag eine Erklärung zu „antisemitischen Tags und Inschriften“, die in ihrer Gemeinde entdeckt worden waren. „Im Laufe des Wochenendes vom 28. und 29. Oktober wurden Wände in unserer Stadt mit auffällig antisemitischen Inschriften besprüht“, schrieb die Politikerin.

    „Die städtischen Dienste wurden sofort mobilisiert, um diese Inschriften zu entfernen, und die Polizeibehörden sind am Werk, um diese schändlichen Taten vollständig aufzuklären. Die Täter müssen von der Justiz mit aller Härte verfolgt und bestraft werden“, fuhr sie fort.

    „Ich möchte in meinem Namen und im Namen der Stadtverwaltung diese abscheulichen Taten aufs Schärfste verurteilen. Ich erinnere daran, dass Antisemitismus eine Straftat darstellt: Das Gesetz verbietet und bestraft Rassismus und Antisemitismus in all Formen. Diese Taten stehen in völligem Widerspruch zu den Grundwerten, die wir vertreten, wie Toleranz, Gleichheit und gegenseitiger Respekt, ganz besonders im aktuellen Kontext“, schrieb die Bürgermeisterin.

    Die folgenden Fotos wurden von der Union des étudiants juifs de France (UEJF) auf X veröffentlicht:

  • Ehepaar verkauft afrikanische Maske an einen Trödler für 150 € – dieser verkauft sie für 4 Millionen € weiter…

    Ehepaar verkauft afrikanische Maske an einen Trödler für 150 € – dieser verkauft sie für 4 Millionen € weiter…

    Fast jeder hat schon einmal davon geträumt, einen Schatz in den Tiefen seines Kellers oder auf dem Dachboden zu finden. Genau das ist einem Rentnerpaar in Frankreich passiert. Bei dem Schatz handelte es sich um eine Fang-Maske aus Gabun. Sie wurde für 150 Euro an einen Trödler verkauft, war aber in Wirklichkeit über 4 Millionen Euro wert.

    Die Geschichte endet am Dienstag, dem 31. Oktober, vor dem Gericht in Alès. Vor zwei Jahren räumte ein älteres Ehepaar sein Ferienhaus im Departement Gard, um es zum Verkauf anzubieten. In einer staubigen Abstellkammer fanden die Rentner eine alte afrikanische Maske, die sie von einem Vorfahren, der Gouverneur in Gabun war, geerbt hatten.

    Sie beschlossen, die Maske loszuwerden, und wenden sich an einen Trödler. Der Verkaufspreis, auf den man sich einigt, beträgt 150 Euro. Allerdings lesen sie einige Monate später in der Zeitung, dass diese – äußerst seltene – Maske anschliessend für 4,2 Millionen Euro versteigert wurde. „Meine Mandanten sind vom Stuhl gefallen“, erzählt der Anwalt des Paares, Frédéric Mansat-Jaffré, gegenüber dem Sender Franceinfo. „Die Maske befand sich in einer Abstellkammer… Meine Mandanten haben ihr keine Aufmerksamkeit geschenkt“, so der Anwalt.

    Wusste der Trödler von Anfang an, welchen Wert die Maske wirklich hatte? Nachdem das Paar vergeblich versucht hatte, mit dem Trödler einen finanziellen Ausgleich auszuhandeln, beschloss es schließlich, Klage gegen den Trödler einzureichen. Die Rentner hoffen, die Millionen aus dem Verkauf der Maske, die sich nun in den Händen eines reichen ausländischen Sammlers befindet, zugesprochen zu bekommen.

    „Ein schändlicher Zirkus“, meint nun auch das „Kollektiv Gabon Okzitanien“. „Das ist eine Beleidigung für unser Volk. Heute wird diese Maske für Geld zur Schau gestellt, während sie für uns eine Seele darstellt, die nicht wie Vieh oder Spielzeug ausgestellt und verkauft werden sollte“, erklärt dessen Vorsitzende Solange Boizeau.

    Es handelt sich um eine Maske, die bei geheimen Riten des Ngil-Volkes verwendet wird, um „Gerechtigkeit zu üben“, erklärt Solange Boizeau. „Wenn es in unseren Dörfern Verbrechen oder Probleme gab, die die Menschen nicht lösen konnten, wurde der Ngil-Chef des Dorfes angerufen und diese Maske half, die Gerechtigkeit wiederherzustellen. Und jedes Mal kam diese Maske aus geheimen Ecken des Dorfes, um den Täter zu befragen, es war die Maske, die die Wahrheit ans Licht brachte“, erklärt Solange Boizeau, die die Rückgabe des Kunstwerks an Gabun fordert: „Diese Maske stand nicht zum Verkauf, sie wurde zur Zeit der Kolonialisierung gestohlen.“

    Der Anspruch Gabuns auf die Maske könnte später Gegenstand eines weiteren Gerichtsverfahrens sein, da der Verein Gabon Occitanie sowie der Staat Gabun nach eigenen Angaben die Justiz eingeschaltet haben. Diese „Maske der Gerechtigkeit“, die Picasso und Modigliani inspiriert haben soll, bleibt also vorerst in den Händen ihres letzten Käufers. Bisher wurden weltweit nur etwa zehn ähnliche Masken gefunden.

  • Pas-de-Calais: Die Bruderschaft der Charitables in Béthune hilft den Einsamen und Armen

    Pas-de-Calais: Die Bruderschaft der Charitables in Béthune hilft den Einsamen und Armen

    In Béthune (Departement Pas-de-Calais) helfen die Charitables den Bedürftigsten und begleiten Familien in der Trauer. Es handelt sich um eine weltliche Tradition, die seit Jahrhunderten fortgeführt wird.

    Ihre Erscheinung ist rätselhaft, aber auf einen Blick erkennbar. Mit Zweispitzhut, schwarzem Mantel und weißen Handschuhen sind die Charitables heute in einer Kirche in Béthune (Pas-de-Calais) im Einsatz. Sie begleiten eine 103-jährige Bewohnerin zu ihrer letzten Ruhestätte. Dies geschieht seit acht Jahrhunderten auf die gleiche Weise. „Unsere Bruderschaft hat zwei Rollen in der Gesellschaft, nämlich die Toten zu bestatten, seit 1188, und wir haben eine soziale Rolle: Wir bringen Lebensmittelpakete zu den Menschen, die in Not sind“, sagt Michel Leclercq, Propst der Bruderschaft, gegenüber dem Sender France 2.

    Die Bruderschaft wurde im 12. Jahrhundert während der Pestepidemie gegründet. Seitdem haben die Charitables ihre Mission nie vernachlässigt, immer ihrem Motto folgend: „Exaktheit, Gemeinsamkeit und Nächstenliebe“. Auch heute noch nehmen sie ohne Unterschied jedes Jahr an fast 300 Beerdigungen und Einäscherungen teil. Bei jedem Wetter, auf ihrem einzigartigen Karren, schieben die Charitables die Särge zum Friedhof…

  • Olympiade Paris 2024: Menschenrechtsorganisationen warnen vor „sozialer Säuberung“ in Paris

    Olympiade Paris 2024: Menschenrechtsorganisationen warnen vor „sozialer Säuberung“ in Paris

    Sie starten eine Aufklärungskampagne und haben einen offenen Brief verfasst, um das „Organisationskomitee, seinen Präsidenten Tony Estanguet, die Athleten und die Verbände, Sponsoren und Partner der Spiele“ zu sensibilisieren. Sie befürchten eine „soziale Säuberung“ der Straßen von Paris während der Olympischen und Paralympischen Spiele 2024. Mehr als 60 Organisationen starten am Montag, dem 30. Oktober, eine Sensibilisierungskampagne. Auf Initiative von Médecins du Monde wird in einem offenen Brief an das „Organisationskomitee, seinen Präsidenten Tony Estanguet, die Athleten und die Verbände, Sponsoren und Partner der Spiele“ appelliert. Für dieses Kollektiv bringen große Sportveranstaltungen ein „erwiesenes Risiko einer sozialen Säuberung der Straßen“ mit sich, mit „Vertreibung von Obdachlosen, Abbau von Notunterkünften, Schließung von Anlaufstellen, Einstellung der Verteilung von Lebensmittelhilfe usw.“. Die Unterzeichner fordern die staatlichen Behörden daher auf, „eine ehrgeizige …

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