Kategorie: Südwest

  • Unwetter im Südwesten: Autobahn A9 überflutet

    Unwetter im Südwesten: Autobahn A9 überflutet

    Ein schweres Gewitter verursachte Überschwemmungen in den Straßen der Stadt und des Großraums Montpellier. Die Autobahn A9 wurde überflutet.

    Ein heftiges Gewitter fegte am Sonntag, dem 14. August 2022, über Montpellier und den Osten des Departements Hérault hinweg. Laut Keraunos, der französischen Beobachtungsstelle für Gewitter und Tornados, war es ein „sehr aktives Gewittersystem“, das ab 9 Uhr über das Departement zog und zu ersten Überschwemmungen führte. Es wurden mehr als 7.000 Blitzeinschläge gezählt.

    Sturzbäche ergossen durch die Straßen von Montpellier und dem Umland. Internetnutzer teilten eindrucksvolle Bilder von diesem heftigen Gewittersturm in den sozialen Medien.

    Autobahn A9 teilweise überflutet
    Ein Teil der Autobahn A9 ist nach den heftigen Gewittern, die heute Morgen im Departement Hérault aufgetreten sind, unter Wasser gesetzt worden. Betroffen ist vor allem der Abschnitt Baillargues – Montpellier.

    Die Feuerwehr des Departements Hérault rief Autofahrer dazu auf, ihre Fahrweise anzupassen und das Tempo zu verlangsamen, falls sie in den kommenden Stunden in Montpellier und Umgebung unterwegs sein müssen.

    In Frontignan, in der Nähe von Sète, wurde eine Wasserhose beobachtet, berichtet France 3. Als der Wirbel auf Land traf, richtete er Schaden an und beschädigte Hausdächer und Bäume. Zwei Personen wurden leicht verletzt.

    Météo France hatte aufgrund der starken Gewitter, die zwischen dem Languedoc und dem Rhonetal ausbrechen können, eine orangefarbene Warnung herausgegeben. Diese gilt für acht Departements: Bouches-du-Rhône, Drôme, Ardèche, Haute-Loire, Isère, Rhône, Loire und Ain.

  • Aveyron: Starkes Aufflammen des Feuers – weitere 500 Hektar verbrannt – 1.000 Menschen evakuiert

    Aveyron: Starkes Aufflammen des Feuers – weitere 500 Hektar verbrannt – 1.000 Menschen evakuiert

    Ein erneutes Feuer am Samstag in Mostuéjouls im Département Aveyron verbrannte weitere 500 Hektar Vegetation. Damit wurden seit Montag insgesamt 1.260 Hektar vernichtet und mindestens 1.000 Menschen mussten vorsorglich evakuiert werden, wie die Präfektur des Départements am Sonntag, dem 14. August, mitteilte.

    Das Feuer, das seit Montag in den Departements Aveyron und Lozère wütete, schien am Samstag, dem 13. August, gegen Mittag „auf dem Weg zur Eindämmung und bald zum Erlöschen“ zu sein. Nach Angaben der Präfektur des Departements Aveyron brach das Feuer am Samstagnachmittag jedoch erneut aus und zerstörte weitere 500 Hektar Land. 

    Mindestens 1.000 Menschen wurden aus dem Dorf Mostuéjols, etwa 20 km nordöstlich von Millau, und aus sechs Weilern in der Umgebung des Dorfes evakuiert. Seit Montag hatte das Feuer bereits zur Evakuierung von fast 3.000 Menschen geführt, die zwischenzeitlich wieder in ihre Häuser oder, wenn es sich um Urlauber handelte, in ihre Unterkünfte zurückkehren konnten.

    „Das Feuer breitet sich weiter nach Osten (in Richtung des Departements Lozère) und nach Süden (in Richtung des Ortes La Muse in Mostuéjouls) aus“, erklärte die Präfektur am Sonntagmorgen.

    Am Mittwoch war gegen einen Mann Anklage wegen „fahrlässiger Zerstörung durch Brandstiftung“ erhoben worden. Er wird verdächtigt, das Feuer versehentlich ausgelöst zu haben, als ein Metallteil seines Anhängers beim Schaben über den Asphalt Funken schlug und die Vegetation am Straßenrand an der Grenze zwischen den Departements Aveyron und Lozère in Brand setzte.

    Um der Brandgefahr vorzubeugen, verbot die Präfektur des Departements Aveyron außerdem inzwischen unter anderem vorübergehend „Sportveranstaltungen in Naturgebieten, Feuerwerke oder Jagden beziehungsweise Veranstaltungen mit Feuerwaffen, die in der freien Natur stattfinden“.

    https://twitter.com/jerome_clam/status/1558742208764846080
  • In Südfrankreich trifft Welle von Bankterminalbetrügereien die Restaurantbesitzer

    In Südfrankreich trifft Welle von Bankterminalbetrügereien die Restaurantbesitzer

    In Südfrankreich geben viele Restaurantbesitzer an, dass sie Opfer eines Bankterminalbetrugs geworden sind. Die Täter wenden dabei eine bekannte Methode an.

    Das wurde in diesem Sommer zu einer Plage für Restaurantbetreiber. In Südfrankreich klagen viele Restaurantbesitzer darüber, dass sie mit ihren elektronischen Zahlungsterminals betrogen wurden. Das Phänomen begann während der Filmfestspiele in Cannes im Mai dieses Jahres. Aber auch in den Pyrénées Orientales wurden in letzter Zeit immer mehr Vorfälle dieser Art registriert, wie der Sender France 3 berichtet.

    Dabei gehen die Betrüger sehr dreist vor: Sie das Zahlungsterminal des Restaurants, mit einem identischen Gerät aus. Das neue Zahlungsterminal ist jedoch mit einem Bankkonto der Ganoven verbunden. Wenn ein Gast seine Rechnung bezahlt, fließt der Betrag direkt in die Taschen der Betrüger.

    Das Problem: Restaurantbesitzer brauchen oft mehrere Tage, um den Schwindel zu bemerken. Manche kontrollieren ihre Kartengutschriften nur einmal pro Woche heisst es in der Reportage des Senders France 3. Sobald der Gastwirt den Betrug bemerkt und Anzeige erstattet, ist das Konto, auf das das Geld tatsächlich überwiesen wurde, bereits geschlossen und die Ganoven sind längst über alle Berge.

    Die Gendarmerie des Departements Pyrénées-Orientales hat daher am Samstag, dem 13. August, einen Aufruf gestartet, um die Restaurantbesitzer zu sensibilisieren. Sie sollten sich bei jeder Bezahlung vergewissern, dass der Name des Lokals auf dem Beleg steht, was beweist, dass das Kartenterminal nicht ausgetauscht wurde.

  • Feuer in der Gironde: Regen verschafft Atempause – „Gefahr des Wiederaufflammens besteht weiter“

    Feuer in der Gironde: Regen verschafft Atempause – „Gefahr des Wiederaufflammens besteht weiter“

    Seit Dienstag hat das Feuer in der Gegend von Hostens nochmals 7.400 Hektar verbrannt. Jetzt haben Niederschläge eingesetzt, was den Feuerwehrleuten Erleichterung verschafft.

    Der Brand mit der Bezeichnung „Landiras-2“, der seit Dienstag im Süden der Gironde wütet, gilt als „unter Kontrolle“, ist aber „noch nicht gelöscht“, wie die Präfektur am Sonntag, dem 14. August, mitteilte. Die Bilanz dieses zweiten gigantischen Brandes in Landiras wird mit 7.400 Hektar angegeben. „Die Risiken eines Wiederaufflammens bestehen weiterhin“, warnt die Präfektur in ihrer Erklärung.

    Die Situation habe sich dank des Regens in der Nacht „erheblich verbessert“, sagte Oberstleutnant Arnaud Mendousse vom Brand- und Rettungsdienst des Departements Gironde gegenüber Franceinfo. „Es sind zwischen 10 und 30 Liter pro Quadratmeter im gesamten Gebiet gefallen, aber auf einen Boden, der extrem trocken war“. „Wir wissen, dass dies eine Atempause verschafft, aber es bedeutet nicht das Ende des Kampfes gegen das Feuer. Wir wissen, dass, wenn es in 48 bis 72 Stunden nicht weiter regnet, die Gefahr wieder groß werden wird.“

    „Der Boden bleibt extrem heiß“
    In der Umgebung von Hostens waren am Sonntagmorgen die von der Trockenheit gelb gewordenen Felder wieder feucht. Dicke Wolken hingen noch am frühen Morgen über dem Kommandoposten der Feuerwehr, die die Lage für den Tag als „günstig“ einschätzte. „Die Luftfeuchtigkeit ist hoch und die Temperatur relativ niedrig, um die 25°C, was uns erlauben wird, unsere Bemühungen fortzusetzen. Das Feuer ist aber absolut nicht gelöscht, der Boden bleibt extrem heiß“, sagt Arnaud Mendousse.

    In dem Brandgebiet werden weiterhin umfangreiche Mittel zu Land und in der Luft mobilisiert. Rund 400 Feuerwehrleute aus Deutschland, Rumänien, Polen, Österreich, Griechenland und Italien unterstützen weiterhin die französischen Feuerwehrleute.

  • Brände in der Gironde und in den Landes: Feuerwehrleute fürchten Gewitter und Blitzschlag

    Brände in der Gironde und in den Landes: Feuerwehrleute fürchten Gewitter und Blitzschlag

    Auch während der Gewitter sind die Feuerwehrleute in der Gironde und in den Landes weiterhin massiv gegen die Brände im Einsatz.

    Ein Pensionär und Freiwilliger fährt mit seinem Lieferwagen durch die Gemeinde Hostens (Gironde), um nach wieder aufflammenden Brandherden zu suchen. „Ich bin sozusagen ein rollender Kommandoposten“, kommentiert er auf dem Sender France 3. Sobald er Flammen entdeckt, ruft er professionelle Hilfe, die innerhalb weniger Minuten eintrifft. Solche Brandherde gibt es jeden Tag. Auf den Straßen sind auch Landwirte als Patrouille unterwegs. Der 23-jährige Louis Vandenburie ist seit sechs Tagen dabei. Aus dem Gers kommend, hilft er mit seinem Tanklaster. „Wir schlafen, wenn wir können, versorgen die Feuerwehrleute ständig mit Nachschub und bewässern die Feuerschneisen“, erklärt er.

    Gewitter von den Feuerwehrleuten gefürchtet
    Die vor 24 Stunden eingetroffenen ausländischen Feuerwehrleute sind ebenfalls voll im Einsatz. Deutsche Feuerwehrleute wühlen die Erde um und bewässern die Waldränder. „Das ist der schlimmste Brand, den ich je gesehen habe. In Deutschland kennen wir keine so großen Brände“, stellt Simon Fritz, ein deutscher Feuerwehrmann, fest. Die Situation ist immer noch heikel, das Feuer schreitet zwar nicht weiter voran, ist aber noch nicht unter Kontrolle

    Die Feuerwehrleute fürchten sich vor den eintreffenden Gewittern. „Nach Aussage der Feuerwehrleute ist es die Nacht aller Gefahren“, sagt der Journalist Jean Poustis, der für France 3 aus Hostens berichtet. „Was sie am meisten fürchten, sind trockene Gewitter ohne Regen, mit Windböen und vor allem Blitzen“, fährt der Journalist fort. Die Feuerwehrleute bleiben die ganze Nacht über mit Meteo France in Kontakt, um herauszufinden, wo genau die Blitze einschlagen könnten.

  • Feuer in der Gironde: Lage stabilisiert sich am Samstag

    Feuer in der Gironde: Lage stabilisiert sich am Samstag

    In der Gironde legt das Monster-Feuer am Samstag, dem 13. August, eine Pause ein.

    Am Samstag, den 13. August, legt das Feuer in der Gegend von Hostens (Gironde) offensichtlich eine Pause ein. Die Situation scheint sich stabilisiert zu haben. Die Nacht war ziemlich ruhig. Seit über 36 Stunden halten die Feuerwehrleute das Feuer in Schach. Ein Feuer, das 7.400 Hektar Wald vernichtet hat und das zur Evakuierung von 10.000 Menschen führte. Die Feuerwehrleute hoffen auf Grund der sinkenden Temperaturen das Feuer eindämmen zu können.

    Ein weiteres Feuer
    Ein weiterer Brand brach in der Nacht in den Landes, in der Nähe von Sore, aus. Auch dorthin wurden Feuerwehrleute aus der Gironde zur Unterstützung geschickt. Sie konnten das Feuer eindämmen, das nun unter Kontrolle ist. Es hat etwa 15 Hektar Vegetation zerstört. Inzwischen konnte auch der Verkehr auf der A63 Bordeaux-Bayonne wieder freigegeben werden. Andere Straßen in der Region bleiben aber weiterhin gesperrt. In Hostens hat die Feuerwehr Unterstützung aus europäischen Nachbarländern erhalten. In der Nacht sind österreichische Feuerwehrleute eingetroffen und polnische Feuerwehrleute werden in Kürze erwartet. Es ist weiterhin grosse Wachsamkeit geboten, da die Gewitter, die für dieses Wochenende angekündigt sind, durch Blitzschlag weitere Brände entfachen könnten.

  • Brände in der Gironde: Deutschen Feuerwehrleute sind zur Unterstützung eingetroffen

    Brände in der Gironde: Deutschen Feuerwehrleute sind zur Unterstützung eingetroffen

    In ihrem erbitterten Kampf gegen die Flammen können die französischen Feuerwehrleute seit Donnerstagabend, 11. August, auf Verstärkung aus Deutschland zählen. Die deutschen Feuerwehrleute sind bereits seit Freitagmorgen in Belin-Béliet im Einsatz.

    Kaum sind die deutschen Feuerwehrleute am Brandort in Belin-Béliet (Gironde) angekommen, sind sie auch schon bei der Arbeit. Ausgerüstet mit Wassersäcken löschen sie heiße Stellen, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Die fast ungezähmten Waldbrände sind für sie ein ungewohntes Terrain. „Die Landschaft, die Pflanzen, die hier wachsen, sind anders als bei uns, und auch der Boden ist anders. Also sind wir gezwungen, unsere Arbeitsweise anzupassen“, kommentiert Teamleiter Simon Friz gegenüber France 2.

    Neue Techniken erlernen
    Die Organisation ist noch nicht perfekt, und die Sprachbarriere macht die Arbeit nicht einfacher. „Es ist eine Fachsprache, also schaffen wir es, uns gegenseitig zu verstehen. Das zwingt einen, sich vielleicht ein bisschen mehr zu konzentrieren“, meint ein französischer Feuerwehrmann. Die anwesenden Deutschen haben sich alle freiwillig gemeldet, um die Flammen im Südwesten Frankreichs zu bekämpfen. „Wir sind stolz, hier zu sein. Alle Kollegen haben große Lust, zu lernen, sich zu verbessern und natürlich auch, den französischen Feuerwehrleuten effektiv zu helfen“, sagt der deutsche Feuerwehrmann Heiko Basten. Etwa 60 deutsche Feuerwehrleute wechseln sich bei der Brandbekämpfung in der Gironde ab. Bald werden sich 300 Feuerwehrleute aus anderen europäischen Ländern zu ihnen gesellen.

  • Dürre: Wird das heilige Wasser in Lourdes bald knapp?

    Dürre: Wird das heilige Wasser in Lourdes bald knapp?

    Während der Großen Wallfahrt zu Mariä Himmelfahrt strömen jeden Tag Zehntausende Pilger zum Heiligtum, und das Wasser von Lourdes wird in einer Zeit, in der die Wetterbedingungen alarmierend sind, stark verbraucht. Muss man sich Sorgen machen? 

    In Frankreich herrschte in diesem Sommer eine historische Dürre. In allen Departements wurden Warnstufen ausgerufen, die Regierung legte mehrere strenge Regeln für den Wasserverbrauch fest. Auch in Lourdes stiegen die Temperaturen in dieser Woche öfters auf über 35 °C an. Der Wallfahrtsort muss daher besonders wachsam sein, um die Gesundheit seiner Besucher zu schützen, von denen viele körperlich eingeschränkt sind. Aber auch die Verteilung von Weihwasser bleibt ein Muss. In der Grotte von Lourdes gibt es mehrere Punkte, an denen an das Quellwasser bekommt. Zunächst gibt es die 18 Brunnen, in denen zwar nur ein kleines Rinnsal fliesst, denn wie die Heilige Bernadette sagte: „Nur ein paar Tropfen sind genug“. Dann gibt es die Schwimmbäder, wo die Gläubigen die Waschungen vollziehen. Schließlich gibt es den symbolträchtigen Ort, an dem die Kanister gefüllt werden können, zwischen den Arkaden und dem Gave de Pau. Zur Freude eines jeden Pilgers, der sein geweihtes Wasser aus Lourdes als Andenken mitnehmen möchte.

    Aber wie soll man bei 40.000 Menschen, die täglich die heilige Stätte besuchen, auf Dauer genügend Wasser bereitstellen, wenn die Hitzewelle nicht abreißt?

    Die Quelle der Grotte gibt mit 978 L Wasser pro Stunde eine relativ geringe Menge Wasser ab. Das ist niedrig, aber Lourdes hat schon viel Schlimmeres erlebt. Vor vier Jahren erreichte die Quelle nur noch einen Wert von 656 L pro Stunde. Daher sehen die Verantwortlichen die aktuellen Zahlen zwar als sehr niedrig, aber nicht alarmierend an. Und: Auch mit einem Durchfluss von etwa 1 m3 pro Stunde hat, d. h. 1000 L pro Stunde, und gleichzeitig täglich 40 000 Pilgern, die die heilige Stätte besuchen, hat man nicht genügend Wasser, wenn es nicht zusätzlich eine gewisse Wasserreserve gibt. Also bestand die Lösung darin, das Wasser der heiligen Quelle zu speichern. Ein technisches System sorgt dafür, dass das Wasser die ganze Saison über gleichmäßig verteilt werden kann. Durch ein Zusammenspiel von Becken und Pumpen hat man eine Vorrichtung geschaffen, die alle Verteilungsstellen mit der nötigen Menge Wasser versorgt.

    Für den technischen Leiter der Kultstätte steht fest: „Es kann zugesichert werden, dass jeder Pilger, der bis zum Ende des Jahres kommt, Wasser aus den Wasserhähnen entnehmen kann.“ Anschliessend hofft man auch in Lourdes, dass der Winter dafür sorgen wird, dass die Wasserreserven wieder aufgefüllt werden. In den Monaten November und Dezember beträgt der Ertrag der Wasserquelle in der heiligen Grotte etwa 1400 Liter pro Stunde, und das zu einer Zeit, in der außerhalb der Saison nur wenige Pilger Lourdes besuchen. Auf diese Weise kann die Reserve wieder aufgefüllt werden. Die im letzten Winter angelegten Reserven sind gross genug, dass das heilige Wasser auch in diesem trockenen Sommer in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Problematisch wird es erst, wenn es eine sehr monatelange Dürreperiode gibt, die die Behörden dazu zwingt, einen Teil der Reserven zu requirieren.

    Lourdes hat allerdings das Glück, in den Hautes-Pyrénées und damit in einem Gebiet zu liegen, in dem es viel Wasser gibt. In einer Region, die reich an Seen und Wasserläufen ist, glaubt man, die Pilger, die auf der Suche nach dem für sie so wertvollen Wasser sind, auch in Zukunft ausreichend versorgen zu können.

  • Brände in der Gironde: „Keine signifikante Ausbreitung, das ist die gute Nachricht der Nacht“

    Brände in der Gironde: „Keine signifikante Ausbreitung, das ist die gute Nachricht der Nacht“

    Die verbrannte Fläche liegt immer noch bei etwa 7.500 Hektar.

    Die Brände in der Gironde schritten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, den 12. August, nicht weiter voran, wie die Präfektur bei einer Pressekonferenz um 8.30 Uhr mitteilte. Die verbrannte Fläche beträgt weiterhin etwa 7.500 Hektar. „Das ist die gute Nachricht der Nacht“, sagte Ronan Léaustic, Unterpräfekt von Arcachon. Allerdings „mahnen uns die Wetterbedingungen, heute sehr wachsam zu sein“. Rund 1.100 Feuerwehrleute bekämpfen den Brand.

    Fast 7.500 Hektar verbrannte Fläche in der Gironde. Das wieder aufgeflammte Feuer in Landiras vernichtete innerhalb der ersten 48 Stunden ungefähr 7.400 Hektar Land, nachdem dort im Juli bereits 14.000 Hektar verbrannt waren. Angesichts der fortschreitenden Flammen mussten etwa 10.000 Menschen in der Gironde und im benachbarten Departement Landes evakuiert werden.

    Auch das Jura ist betroffen. Seit Dienstag haben zwei Brände im Süden des Departements rund 660 Hektar Wald vernichtet. Das Fortschreiten eines der Brände in den Gemeinden Vescles und Cernon konnte am Donnerstagnachmittag „verlangsamt“ werden, während der andere nach Angaben der Präfektur „fixiert“ wurde.

    Günstige Wetterbedingungen für Brände. Die heißen Temperaturen, die „voraussichtlich bis Samstag anhalten werden und sehr trockene Luft mit sich bringen“, schaffen laut der Präfektur des Departements Gironde ein „sehr ernstes Risiko für den Ausbruch von Bränden“.

  • Brände in der Gironde und in den Landes: Feuerwehrleute kämpfen gegen Flammenwände

    Brände in der Gironde und in den Landes: Feuerwehrleute kämpfen gegen Flammenwände

    Am Donnerstag, dem 11. August, kämpften in der Gironde und in den Landes noch immer mehr als tausend Feuerwehrleute an mehreren Fronten. An manchen Orten standen sie riesigen Flammenwänden gegenüber.

    Am Boden und in der Luft kämpfen die Feuerwehrleute gegen ein Feuer, das in der Gironde und in den Landes alles zerstört, was sich ihm in den Weg stellt. Innerhalb von nur wenigen Minuten kann das Feuer erneut ausbrechen, nachdem es zunächst unter Kontrolle schien. Dann muss man versuchen, sich einen Vorsprung zu verschaffen. Die Feuerwehrleute positionieren sich vor den Flammen und warten auf sie, um sie zu stoppen. „Es ist beeindruckend, selbst für uns. Niemand kann wissen, was passieren wird, mit dem Wind, der sich ständig ändert, es ist ein Horror“, sagt ein Feuerwehrmann gegenüber Franceinfo.

    Komplizierte Bedingungen
    Wenn sich der Wind dreht, müssen sie sich bewegen, um sich neu zu positionieren. Seit zwei Tagen findet eine Jagd statt, bei der die Feuerwehrleute unter komplizierten Bedingungen dem Feuer hinterherjagen. „Es ist heiß, trocken, windig und irgendwie bösartig“, beschreibt Kommandant Matthieu Jomain, Leiter der Kommunikationsabteilung des SDIS 33, die Situation. Der Walzer der roten Löschfahrzeuge wird weitergehen, bis das Feuer besiegt ist.