Kategorie: Südwest

  • Wasserpreis: Französische Gemeinden führen progressive Tarife ein

    Wasserpreis: Französische Gemeinden führen progressive Tarife ein

    In einer Gemeinde im Departement Tarn sind die ersten Liter Wasser für die Einwohner kostenlos. Aber die Preise für diejenigen, die am meisten verbrauchen, steigen deutlich. Seit drei Jahren zahlen die Einwohner von Burlats (Tarn) nur einen Teil ihrer Wasserrechnung. Auf diese Weise erhalten sie pro Haushalt 20.000 Liter Wasser von der Gemeindeverwaltung geschenkt. „Bei all den Rechnungen, die auf uns zukommen, tut das dem Geldbeutel gut“, freut sich die Rentnerin Monique Seince auf dem Sender France 3. Seit drei Jahren schon kommen die 2.000 Einwohner dieser Gemeinde in den Genuss einer teilweisen Kostenfreiheit. Der Bürgermeister hält die Ausgabe der Gemeinde in Höhe von 40.000 Euro für seine Bürger für notwendig. Fünfzehn kostenlose Kubikmeter „Man schätzt, dass man praktisch 50 L Wasser pro Person und Tag braucht, um leben zu können. (…) Unseren Bürgern Wasser zu schenken, war eine Geste, die wir machen mussten“, erklärt Serge Serieys, Bürgermeister von Burlats. Auch in der Stadt…

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  • Junger Mann tot: Jäger wegen Totschlags nur zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt

    Junger Mann tot: Jäger wegen Totschlags nur zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt

    Das Strafgericht in Cahors folgte nicht den Forderungen des Staatsanwalts, der für den Jäger aus dem Departement Lot eine sechsmonatige Haftstrafe gefordert hatte. Keine Gefängnisstrafe für den Jäger, der 2020 im Departement Lot den Franco-Briten Morgan Keane erschossen hat. Er wurde am Donnerstag, dem 12. Januar vom Strafgericht in Cahors zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einem lebenslangen Jagdverbot verurteilt. Der Leiter der Treibjagd, bei der sich der Jagdunfall ereignet hatte, wurde zu 18 Monaten Haft auf Bewährung und einem fünfjährigen Entzug des Jagdscheins verurteilt. Das Gericht folgte im Grossen und Ganzen den Anträgen des Staatsanwalts hinsichtlich des Strafmaßes, verhängte jedoch keine unbedingte Haftstrafe, obwohl die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von sechs Monaten für den Schützen gefordert hatte. Am 2. Dezember 2020 hackte der 25-jährige Morgan Keane auf einem ihm gehörenden Grundstück in der Nähe des Dorfes Calvignac Holz, als er von einer Kugel getroffen wurde, die von einem Jäger abgefeuert wurde, der ihn für ein Wildschwein gehalten hatte. Der Tod des Franco-Briten wurde zum Sinnbild für die Probleme zwischen Jägern und anderen Landbewohnern, die oft gegen die Jagd sind. Bei der Gerichtsverhandlung am 17. November hatte der 35-jährige Jäger, dem seine Tat „leid tat“, zugegeben, dass er „das Ziel nicht richtig erkannt“ habe. Die Ermittlungen ergaben, dass er nicht ortskundig war, dass er an einem schlecht gewählten Ort postiert worden war, ohne die notwendigen Sicherheitsanweisungen erhalten zu haben, und dass mehrere Unregelmäßigkeiten beim Ablauf der Treibjagd festgestellt werden mussten.
  • Airbus bleibt mit 661 in 2022 ausgelieferten Flugzeugen gegenüber Boeing die weltweite Nr. 1

    Airbus bleibt mit 661 in 2022 ausgelieferten Flugzeugen gegenüber Boeing die weltweite Nr. 1

    Trotz aller Lieferschwierigkeiten gelang es Airbus, im Jahr 2022 immerhin 661 Flugzeuge auszuliefern (geplant waren 700). Boeing hingegen lieferte nur 480 Flugzeuge aus.

    Airbus holt sich erneut den Titel des Weltmarktführers in der Zivilluftfahrt. Am Dienstagabend gab der Flugzeughersteller aus Toulouse bekannt, dass er im Jahr 2022 661 Flugzeuge (+8% im Vergleich zu 2021) an 84 Fluggesellschaften ausgeliefert hat. Das sind 181 Flugzeuge mehr als der Erzrivale Boeing, der im vergangenen Jahr aufgrund von Schwierigkeiten mit seinen beiden Hauptprodukten, der 737 und dem 787 Dreamliner, nur 480 Flugzeuge ausliefern konnte. Airbus ist daher zwar nach wie vor die Nummer eins der Welt, hat seine Ambitionen jedoch nach unten korrigiert.

    661 Auslieferungen und 820 Nettobestellungen im Jahr 2022 für Airbus. Grafik: Airbus

    Vor einem Jahr hatte der Flugzeughersteller aus Toulouse noch mit 720 Auslieferungen gerechnet. Im Laufe des Jahres war das Ziel aufgrund von Lieferverzögerungen, insbesondere bei den LEAP-Triebwerken, auf 700 Flugzeuge korrigiert worden. Auch dieses Ziel wurde schließlich um 39 Flugzeuge verfehlt, so dass die Zahl der ausgelieferten Flugzeuge auf 661 zurückging. Bei den nicht ausgelieferten Flugzeugen handelt es sich hauptsächlich um den A320. Das Modell litt besonders unter der Unterbrechung der Lieferkette mehrerer Komponenten, insbesondere bei der Kabinenausstattung. Im Jahr 2022 wurden nur 483 A320 ausgeliefert, gegenüber 516 im Jahr 2021. Bei den Langstreckenflugzeugen hingegen bestätigte sich der starke Aufschwung mit 32 ausgelieferten A330 (gegenüber 18 im Jahr 2021) und vor allem 60 A350 (gegenüber 55 im Jahr 2021).

    Im vergangenen Jahr verzeichnete Airbus 1.078 Brutto-Neubestellungen bzw. 820 Nettobestellungen, wenn man die Stornierungen abzieht. Am 31. Dezember 2022 belief sich der Auftragsbestand von Airbus auf 7.239 Flugzeuge, was einer Produktionszeit von fast zehn Jahren für die Werke in Toulouse, Deutschland, den USA und China entspricht. „Die beträchtlichen Auftragseingänge für alle unsere Flugzeugfamilien, einschließlich der Frachtflugzeuge, spiegeln die Stärke und Wettbewerbsfähigkeit unserer Produktpalette wider. Wir setzen unsere Anstrengungen fort, um unseren Auftragsbestand zu erfüllen“, sagte Guillaume Faury, Chief Executive Officer von Airbus.

    Auch 2023 bleibt noch ein schwieriges Jahr
    Laut Airbus-Chef Guillaume Faury werden die Probleme in den Lieferketten noch mindestens bis Juni 2023 andauern, da „die chaotische Situation in China“ und die Energiekrise die Produktion vieler Zulieferer stören. „2023 wird ein sehr komplexes Jahr für unsere Zuliefererkette bleiben“, warnte er gestern Abend auf einer Pressekonferenz. Für 2023 will das Airbus-Management noch keine Lieferprognose abgeben.

  • „Déferlantes“ geht nicht nach Perpignan: Bürgermeister Louis Aliot spricht von „Erpressung“

    „Déferlantes“ geht nicht nach Perpignan: Bürgermeister Louis Aliot spricht von „Erpressung“

    Angesichts der Polemik der vergangenen Tage verzichtet das Musikfestival Les Déferlantes nun doch darauf, von Céret nach Perpignan umzuziehen. Mehrere Künstler hatten angekündigt, ihre Konzerte in einer Stadt, die von einem Bürgermeister des Rassemblement National verwaltet wird, abzusagen. Der neue Ort ist noch nicht bekannt. Nach vier Tagen voller Diskussionen und Polemiken kündigt die Organisation des bekannten Festivals „Les Déferlantes“ nun an, doch nicht nach Perpignan umzuziehen. Zum jetzigen Zeitpunkt hat Frontera Production noch keinen Veranstaltungsort für 2023 bekannt gegeben. Nachdem es im letzten Jahr am bisherigen Veranstaltungsort Céret Probleme gab, sollte das Festival aus Sicherheits- und Platzgründen auf den Parkplatz des Parc des Expositions in Perpignan verlegt werden, so die Organisatoren. Es sollte vom 6. bis 9. Juli 2023 stattfinden. Eine Entscheidung, die mehrere Künstler sofort kritisierten. Die Gruppe Indochine hat bereits am Samstag, dem 7. Januar in den sozi…

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  • Wird Indochine wegen dem Rassemblement National nicht am Festival Les Déferlantes teilnehmen?

    Wird Indochine wegen dem Rassemblement National nicht am Festival Les Déferlantes teilnehmen?

    Die französische Band Indochine droht, nicht am Festival Les Déferlantes teilzunehmen, wenn das Festival nach Perpignan umzieht, einer Stadt, in der die Mairie von einem RN-Bürgermeister geleitet wird. Die Gruppe Indochine droht, ihren Auftritt beim Festival Les Déferlantes im Juli in den östlichen Pyrenäen abzusagen. Das festival soll aus logistischen Gründen nach Perpignan verlegt werden, einer Stadt, die von dem RN-Bürgermeister Louis Aliot geleitet wird. Die rechtsextreme Partei ihrerseits kritisiert eine „sektiererische und respektlose“ Positionierung der Musiker. Die drohende Absage hat eine große Polemik ausgelöst. „Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt, dass das Festival Les Déferlantes, bei dem wir am 8. Juli auf dem Programm stehen, in Perpignan statt an dem ursprünglich geplanten Ort stattfinden wird“, postete die Band Indochine am Wochenende auf ihren Social-Media-Konten. Die Musiker von Indochine sind bekannt dafür, dass sie sich gegen rechtsextreme Ideen engagieren…

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  • Nach sechs Wochen fällt endlich Schnee in den Skigebieten der Pyrenäen

    Nach sechs Wochen fällt endlich Schnee in den Skigebieten der Pyrenäen

    Es fiel Schnee, endlich, das erste Mal seit mehr als fünf Wochen. Schnee, auf den die Skigebiete der Pyrenäen so lange gewartet haben. Die ersten Flocken fielen gestern am Ende des Tages und die Schneefallgrenze lag am Montagmorgen bei 1.500 m Höhe und könnte noch ein wenig tiefer fallen.

    Seit dem 25. November hatte es nicht mehr geschneit. Vor ein paar Tagen gab es ein wenig Schnee, aber seit eineinhalb Monaten ist eigentlich nichts mehr passiert. In den Wintersportorten der Pyrenäen ist ein breites Lächeln auf den Gesichtern der Wintersportler und der Eiheimischen zu sehen. Dank einer Abkühlung, die am Sonntag die Schnee-Regen-Grenze auf 2.000m sinken ließ, wurden die Hänge in den Pyrenäen am späten Sonntagabend und in der Nacht zum Montag deutlich weißer. Die Skistationen und die Gipfel wurden winterlich dekoriert, allerdings sind die Täler der Gebirgskette von den Schneefällen kaum betroffen.

    „Die ersten Schneefälle traten bereits am Samstag im Grenzgebiet auf“, erläutert Thomas Bouffon, Prognostiker und Schneeforscher bei Météo France in Tarbes. Am Montagmorgen wurden in 1.800 m Höhe zwischen 5 und 10 cm gemessen, wie zum Beispiel in La Mongie. Météo France erwartet bis zum Ende des Tages etwa 10 cm auf 1.800 m mit einer Schneefallgrenze, die sich auf 1.300 m stabilisiert.

  • Frankreich-Spanien: Geschlossene Grenzposten

    Frankreich-Spanien: Geschlossene Grenzposten

    An der Grenze zwischen Frankreich und Spanien wurde eine Straße mit Felsblöcken versperrt, um illegalen Handel und illegale Einwanderung zu erschweren. Doch die Straßensperre erschwert insbesondere den Alltag der Menschen in der Region. Im Herzen der spanischen Pyrenäen ertönt die Stimme von Marta Carola. Es ist Fütterungszeit für ihre 300 Kühe, die in Halbfreiheit gehalten werden. Ihr Betrieb befindet sich nahe der französischen Grenze am Col de Banyuls (Pyrénées-Orientales), der durch Felsblöcke für den Verkehr gesperrt ist. Früher fuhr sie zweimal täglich über diese Straße, um ihre Produkte auf die andere Seite der Grenze zu liefern. „Das hindert uns daran, zu unserem Kunden zu gelangen.“ Jetzt muss sie grosse Umwege fahren, bedauert die Bäuerin auf dem Sender France 3. Durch die Blockade der Strasse verliert sie eineinhalb Stunden. Der Pass wurde durch einen Präfekturbeschluss zur Bekämpfung des Schmuggels oder der illegalen Einwanderung geschlossen. Diese Entscheidung erschwert da…

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  • Aude: Sohn schießt aus nächster Nähe auf seinen Vater und tötet ihn

    Aude: Sohn schießt aus nächster Nähe auf seinen Vater und tötet ihn

    Am späten Vormittag des Donnerstags, dem 5. Januar, ereignete sich in der kleinen Gemeinde Laurac ein schreckliches Familiendrama, das die Nachbarschaft in Trauer versetzt. Um 11 Uhr am Donnerstag, dem 5. Januar, ereignete sich in der kleinen Gemeinde Laurac im Lauragais, einem kleinen Dorf mit 171 Einwohnern, eine schreckliche Tragödie. Der Sohn Nicolas schoss aus nächster Nähe auf seinen Vater Régis und verletzte ihn schwer. Das Opfer starb eine halbe Stunde später trotz des sofortigen Eingreifens der Rettungskräfte. Die Lebensgefährtin des Vaters und die Schwester des Schützen waren Zeuginnen des Geschehens. Der Sohn flüchtete zunächst. Gemeindearbeiter fanden ihn in der Nähe des Stadions, außerhalb seines Fahrzeugs, leblos am Boden liegend und alarmierten die Gendarmerie. Er hatte sich in die Brust geschossen. der Sohn des Opfers und mutmassliche Schütze wurde in ernstem Zustand mit einem Hubschrauber in das Universitätsklinikum Toulouse geflogen. Ein alter Streit um ein Erbe Das 65-jährige Opfer war Rentner, er hatte in einer Fabrik in Ségala gearbeitet. Gleichzeitig besass er einen Bauernhof in Laurac, den er bewirtschaftete und auf den er sich in den letzten Jahren zurückgezogen hatte. Der Rentner hatte drei Kinder, einen Sohn und zwei Töchter. Mit dem Sohn war er seit vielen Jahren wegen eines Erbschaftsstreits und der Trennung der Eltern zerstritten. Der Sohn und mutmassliche Täter, selbst Vater von zwei Kindern, wohnt in Ségala und arbeitet im Großraum Toulouse in einem Bauunternehmen. Er ist ein aktives Mitglied im Vereinsleben seines Wohnortes, wo alle von einem sehr netten Paar sprechen und von der Tat des bisher unbescholtenen Mannes überrascht und entsetzt sind.
  • Korsika: Hier leben die Menschen in Europa am längsten

    Korsika: Hier leben die Menschen in Europa am längsten

    Die neuen Statistiken von Eurostat geben Aufschluss darüber, in welchen Regionen Frankreichs und Europas die Lebenserwartung am höchsten ist.  Wo wird man in Frankreich am ältesten? In welchen Regionen ist die Lebenserwartung in Europa am höchsten? Der Südwesten Frankreichs gehört zu den Regionen, in denen die Menschen am längsten leben. Dies geht aus den neuen Statistiken von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, hervor. In Korsika ist die Lebenserwartung in Frankreich am höchsten: 84 Jahre im Durchschnitt und sogar 87 Jahre für Frauen gegenüber 81 Jahren für Männer. Korsika wird bis 2050 sogar mehr als 1.500 Hundertjährige auf seinem Gebiet zählen. Midi-Pyrénées steht mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 83,6 Jahren (86,4 Jahre für Frauen, 80,7 Jahre für Männer) an zweiter Stelle. Aquitanien liegt mit durchschnittlich 83,5 Jahren (86,2 Jahre für Frauen, 80,6 Jahre für Männer) auf dem dritten Platz. Eurostat hat die alten französischen Regionen in se…

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  • Montpellier: Mann am Dienstagmorgen im Stadtzentrum erschossen

    Montpellier: Mann am Dienstagmorgen im Stadtzentrum erschossen

    Ein Mann wurde am frühen Dienstagmorgen in der Nähe des Rathauses von Montpellier mit mehreren Schüssen getötet. Verdächtige wurden festgenommen. Ein Mann wurde am frühen Dienstagmorgen in Montpellier auf der Avenue du Pont-Trinquat in der Nähe des Rathauses erschossen, wie die Zeitung Midi Libre berichtete. Um 10 Uhr war die Polizei noch vor Ort, nachdem sie mehrere Verdächtige festgenommen hatte. Es wird vermutet, dass es sich um eine Abrechnung im Drogenmilieu handelte.