Kategorie: Südwest

  • Dürre: Im Departement Aude sind die Nadelbäume besonders stark betroffen

    Dürre: Im Departement Aude sind die Nadelbäume besonders stark betroffen

    Im Departement Aude sind die Tannen der Region aufgrund der herrschenden Dürre sehr geschwächt. Sie könnten im Laufe der Zeit vollständig verschwinden.

    In Belvis im Departement Aude sind die rostroten Flecken im Wald des Plateau de Sault immer deutlicher zu erkennen. Holzfressende Insekten haben die durch die Trockenheit des letzten Sommers geschwächten Tannen zerfressen. „Man stellt fest, dass es in der Umgebung viele Gebiete gibt, in denen es Regenschauer und Gewitter gab, und wir auf dem Plateau de Sault hatten überhaupt nichts. Zusammen mit den Auswirkungen von Trockenheit und vergangenen Hitzewellen ist das fatal“, sagt Dominique Micaud, ONF-Leiter der Gebietseinheit des Plateau de Sault, gegenüber France 2.

    „Es gibt Gebiete, in denen die Tanne aussterben wird“.
    Da sie schwer zugänglich sind, wird nur die Hälfte der toten Bäume genutzt werden können. Die Dürre wird klaffende Wunden in den Wäldern hinterlassen und den Rückgang der Tanne als Opfer der Klimaerwärmung – ohne Hoffnung auf Wiederkehr – noch ein wenig beschleunigen. „Es gibt Gebiete, in denen die Tanne ganz aussterben wird“, sagt Dominique Micaud. Die Tannen, die bereits an den exponierteren Südhängen fehlen, verschwinden nun allmählich auch von der Ost- und Westseite des Plateaus von Sault.

  • Schwere Gewitterstürme mit Hagel in Südfrankreich

    Schwere Gewitterstürme mit Hagel in Südfrankreich

    Seit Anfang der Woche fällt immer wieder schwerer Hagel in Frankreich, viele Pflanzenkulturen können dem nicht standhalten.

    Am späten Nachmittag des Donnerstags, 25. Mai, gingen in Génois (Haute-Garonne) sintflutartige Regenfälle nieder. Ein Feld hat sich in einen See verwandelt und Landwirte in ihren Traktoren eingeschlossen. Innerhalb weniger Stunden fiel der Regen von zwei Wochen. Der Bürgermeister wurde, wie alle anderen auch, von den heftigen Unwettern überrascht.

    In den Departements Gard und Hérault kam es zu beeindruckenden Hagelschauern. Am Montagmorgen wurde das Departement Allier als erstes getroffen, wo innerhalb weniger Stunden 10 Zentimeter Regen fielen und Straßen überschwemmt wurden. In Tulle (Corrèze) stand ein Supermarkt im Wasser: Für die Kunden war es über eine halbe Stunde lang unmöglich, das Geschäft zu verlassen. Auch in der Region Bouches-du-Rhône kam es zu starkem Hagelschlag, wie in Aix-en-Provence. Die Straßen im Stadtzentrum von Nîmes standen unter Wasser. Am Donnerstag, dem 25. Mai, hatte der ganze Südwesten Frankreichs mit Gewittern zu kämpfen, beeindruckende Blitze wurden nördlich von Marseille gesichtet.

  • Umwelt: Hubschrauber befreien Flüsse von Autowracks

    Umwelt: Hubschrauber befreien Flüsse von Autowracks

    Der Fluss „Le Galeizon“, der das Label „Site rivière sauvage“ trägt, müsste eigentlich strenge Umweltstandards erfüllen. Doch nach heftigen Überschwemmungen im Jahr 2002 tauchen immer wieder Autowracks auf. Jetzt werden sie in einer spektakulären Hubschrauberaktion entfernt.

    Das klare Wasser des Galeizon fließt durch die Cevennen. Ein zauberhafter Ort, doch an einer Biegung des Flusses stehen am Dienstag, dem 23. Mai, Autowracks im Mittelpunkt des Interesses. Nach über 20 Jahren sollen sie endlich entfernt werden. „Wir fahren regelmäßig an diesen Wracks vorbei und es stimmt, dass sie inmitten dieses völlig unberührten Gebiets einen Schandfleck darstellen“, meint Reynald Vagner, Flusstechniker, gegenüber France 3. Ziel ist es, die Wasserverschmutzung durch die Autowracks zu begrenzen.

    Um das Wasser, die Fauna und Flora zu schützen, gibt es keine andere Wahl: Der Abtransport der Wracks erfolgt per Hubschrauber. Eine heikle Operation, die monatelange Vorbereitungen erforderte. Der Transport von Autowracks mit einem Gewicht von jeweils etwa zwei Tonnen erfordert große Wachsamkeit. Da der Galeizon seit 2018 als Wildfluss eingestuft ist, wird er jetzt endlich von diesen Wracks befreit, auch um dieses Label auch künftig behalten zu können. Die Wracks waren bereits nach nach Überschwemmungen im Jahr 2002 in den Fluss gelangt.

  • Gironde: Passagierschiff verursacht große Schäden am Ufer der Garonne

    Gironde: Passagierschiff verursacht große Schäden am Ufer der Garonne

    In der Gironde verursachte ein Kreuzfahrtschiff eine riesige Welle, die am Ufer des Flusses Garonne große Schäden anrichtete.

    Am Samstag, dem 20. Mai, verursachte ein Kreuzfahrtschiff der Linie „Regent Seven Seas Cruises“ als es den Hafen Bordeaux verließ, eine große Welle. Eine Welle, die über die Deiche, die normalerweise die Ufer in einer Höhe von 4,80 m schützen, schwappte. Gesperrte Straßen, beschädigte Wohnhäuser – die Welle verursachte große Schäden in Saint-Louis-de-Montferrand, berichtet die Zeitung Sud Ouest.

    „Wir hörten dieses Geräusch, ein schreckliches Geräusch, und dann dieses Wasser, das kam. Ich habe gefragt: ‚Was ist das?’“, berichtet eine Anwohnerin gegenüber dem TV-Sender TF1. Eine angrenzende Mauer und alles, was sich um ihr Haus am Ufer der Garonne befand, wurden zerstört. „Sogar den Flaschencontainer hat es weggetragen. Es hat mir sogar die Terrasse kaputt gemacht“.

    Straßen in Saint-Louis-de-Montferrand, die nach der Welle mit Steinen und Baumstämmen bedeckt waren, mussten gesperrt werden. Mehr als 70 Personen waren am Montag mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

    Die Ursache für den Vorfall wird derzeit noch untersucht. Nach Angaben der Stadtverwaltung ist es aber möglich, dass das Kreuzfahrtschiff einfach viel zu schnell vorbeigefahren ist.

  • Südlich von Toulouse tötet sich ein 72-Jähriger durch Selbstverbrennung

    Südlich von Toulouse tötet sich ein 72-Jähriger durch Selbstverbrennung

    Ein 72-jähriger Mann stirbt südlich von Toulouse qualvoll an seinen Verletzungen. Die Feuerwehr und der Notarzt haben alles versucht, um ihn zu retten.

    Ein 72-jähriger Mann starb am späten Donnerstagvormittag in Pinsaguel, südlich von Toulouse, nachdem er am ganzen Körper Verbrennungen erlitten hatte. Nach ersten Erkenntnissen hatte sich der 72-Jährige gegen 11 Uhr freiwillig das Leben genommen, indem er sich selbst in Brand setzte. Er soll seinen Körper mit Benzin übergossen und dann ein Feuerzeug angezündet haben.

    Seine Familie bestreitet diese Version jedoch entschieden. Ihrer Meinung nach hätte sich der Mann niemals auf diese Weise das Leben nehmen wollen. Seine Angehörigen sind der Meinung, dass es sich um einen Unfall handelte und er sich vielleicht unbeabsichtigt mit Benzin übergossen hatte, als er den Rasenmäher im Garten benutzte.

    Ein Nachbar wurde Zeuge des Vorfalls und hat sofort die Rettungskräfte alarmiert. Als die Feuerwehr und der Notarzt eintrafen, war das Opfer bereits bewusstlos. Die Ärzte versuchten alles, um den 72-Jährigen wiederzubeleben. Trotz ihrer Bemühungen starb der Mann einige Minuten später.

    Mehrere Nachbarn sagten gegenüber der Gendarmerie aus, der Rentner sei psychisch labil gewesen, aber die Ermittlungen konnten diese Aussagen bisher nicht bestätigen.

  • Literatur: Der Kleine Prinz feiert seinen 80. Geburtstag!

    Literatur: Der Kleine Prinz feiert seinen 80. Geburtstag!

    Es ist kein Geburtstag wie jeder andere. In diesem Jahr wird das berühmte Buch „Der kleine Prinz“ 80 Jahre alt. In Toulouse kann man erfahren, wie ein einfaches Buch zum weltweiten Mythos wurde. In einem Geschäft in Toulouse (Haute-Garonne) findet man den Kleinen Prinzen in vielen verschiedenen Spra…

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  • Südwesten: Gericht stoppt Wiederaufleben der Stierkämpfe in der Nähe von Montpellier

    Südwesten: Gericht stoppt Wiederaufleben der Stierkämpfe in der Nähe von Montpellier

    Das Verwaltungsgericht in Montpellier setzte die Durchführung eines Beschlusses des Gemeinderats von Pérols aus, der die Veranstaltung einer „Novillada“ am 15. Juli vorsah. In Pérols wird es keine Stierkämpfe geben. Das Verwaltungsgericht stoppte am Dienstag die Rückkehr des Stierkampfes in die Gemeinde in der Nähe von Montpellier, da es in dieser Stadt keine ununterbrochene Tradition gebe, die es erlaube, Veranstaltungen mit getöteten Stieren zu genehmigen. Das Verwaltungsgericht Montpellier setzte deswegen jetzt die Durchführung eines Beschlusses des Gemeinderats von Pérols aus, der für den 15. Juli die Veranstaltung einer „Novillada, bei der junge Stiere gegen junge Toreros antreten, mit Tötung der Stiere“ vorsah. Der Bürgermeister von Pérols, Jean-Pierre Rico, hatte im Februar die Rückkehr des Stierkampfs in die Arenen dieser Stadt in der Nähe von Montpellier und den Badeorten Carnon, Palavas-les-Flots und La Grande-Motte angekündigt. Zwei Tierschutzorganisationen, das „Comité radicalement anticorrida“ (Crac Europe) und die „Alliance anticorrida“, sowie drei Einwohner von Pérols beantragten beim Verwaltungsgericht die Aussetzung der entsprechenden Beschlüsse des Stadtrats. Seit 20 Jahren keine Stierkämpfe mehr In einer Eilentscheidung erinnerte der Verwaltungsrichter zunächst daran, dass „schwere Misshandlung oder Grausamkeit gegenüber einem Tier (…) mit drei Jahren Gefängnis und 45.000 Euro Geldstrafe bestraft wird“. Er betonte aber auch, dass es eine Ausnahme gibt: Stierkämpfe sind erlaubt, wenn eine „ununterbrochene lokale Tradition geltend gemacht werden kann“. Nun hat „seit 2003, also seit 20 Jahren, auf dem Gebiet der Gemeinde Pérols keine Stierkampfveranstaltung mehr stattgefunden“, stellte der Verwaltungsrichter in diesem Fall fest. Das grüne Licht für die Rückkehr des Stierkampfs wurde daher „bis zur Entscheidung in der Hauptsache über die Rechtmäßigkeit“ des Beschlusses des Gemeinderats ausgesetzt.
  • Unfall zweier Minibusse mit Kindern: ein Toter und mehrere Verletzte

    Unfall zweier Minibusse mit Kindern: ein Toter und mehrere Verletzte

    Der 27-jährige Fahrer eines Kleinbusses starb am Sonntag, 14. Mai, bei einem Verkehrsunfall nördlich von Rodez im Département Aveyron. Ein 26-jähriger Mann wurde und zwei 13-jährige Jugendliche wurden schwer verletzt. Bei dem Unfall wurden insgesamt mindestens elf Personen verletzt.

    Insgesamt gab es elf Verletzte, darunter zwei 13-jährige Teenager. Einer von ihnen war in einem der Kleinbusse eingeklemmt und musste befreit werden.

    Der Fahrer eines der Minibusse, in dem sieben Personen, darunter auch Kinder, saßen, soll die Kontrolle verloren haben und überschlug sich. Der Bus beförderte Jugendliche des Vereins Avenir Foot Lozère.

    Die Feuerwehr setzte sieben Fahrzeuge ein, um den zahlreichen Verletzten zu helfen, und wurde dabei von zwei Notarzt-Teams unterstützt.

  • Umwelt: Grüne Biokohle als Rettung des Planeten?

    Umwelt: Grüne Biokohle als Rettung des Planeten?

    Biokohle ermöglicht unter anderem die Speicherung von Kohlendioxid. Sie gilt als der neue Star unter den Investoren.

    Mitten im Wald von Les Landes in Lacanau (Gironde) ist eine neue Produktion entstanden: eine Lösung, um Kohlenstoff zu speichern. Biochar, eine Pflanzenkohle, gilt als Produkt der Zukunft, um den Klimawandel zu bekämpfen. Diese sehr feine Holzkohle wird aus abgebrannten Wäldern hergestellt. Jede Tonne Biokohle bindet das Äquivalent von 2,5 Tonnen Kohlendioxid, dem wichtigsten Treibhausgas.

    Ersetzen von Zement
    Die Umwandlung erfolgt durch Pyrolyse. Holz oder andere landwirtschaftliche Rückstände werden gesammelt, in einen Ofen gelegt und bei sehr hohen Temperaturen ohne Sauerstoff erhitzt. Die dabei entstehenden Gase werden zur Stromerzeugung genutzt. Übrig bleiben herkömmliche Holzkohle und Biokohle, die gesammelt und dann 24 Stunden lang abgekühlt werden. Das neue Produkt wird insbesondere im Bauwesen eingesetzt. Zum ersten Mal wird in Frankreich auf einer Baustelle in der Nähe von Lyon (Rhône) Biokohle, die viel weniger Energie verbraucht als Zement, verwendet. „Wir haben einen Zement, der ein Kohlenstoffspeicher ist und dessen Netto-Kohlenstoffbilanz negativ ist“, erklärt Laurent Legay, Direktor für Märkte und Angebot bei der Firma Vicat.

    Die Landwirtschaft greift ebenfalls immer öfter auf Dünger aus Biokohle zurück, wie in Brasilien, wo mehrere Investoren mehr als 10 Millionen Euro auf ein junges französisches Unternehmen gesetzt haben, das gerade eine der größten Biokohle-Produktionsstätten der Welt eingeweiht hat.

  • Exotische Tier- und Pflanzenarten machen sich wegen der globalen Erwärmung in Südfrankreich breit

    Exotische Tier- und Pflanzenarten machen sich wegen der globalen Erwärmung in Südfrankreich breit

    Aufgrund der globalen Erwärmung besiedeln Hunderte von invasiven, exotischen Arten die Flora und Fauna Frankreichs. Wissenschaftler beobachten das Phänomen und versuchen, zu verhindern, dass eine dieser Arten alle anderen überrollt. 

    „Seit zehn Jahren werden wir von Quallen überschwemmt. Warum?“ Fragt sich der Fischer Roland Guerrero in einer Reportage von Radio France, als er sein Fischnetz einholt. Eine invasive Art, die mit der Qualle verwandt ist, hat sich im Étang de l’Or in der Nähe von Montpellier eingeschlichen und wiegt schwer im Netz des Fischers. Es sind sogenannte Meerjohannisbeeren, kleine, durchscheinende, gallertartige Kugeln, die in großer Zahl vorhanden sind. „Selbst zu zweit können wir die Netze nicht mehr mit der Hand einholen. Statt 100 Kilo sind es jetzt drei Tonnen, weil es so viele sind. Man muss zwei Stunden lang arbeiten. Sie vermehren sich rasend schnell“.

    In den 40 Jahren, in denen Roland Guerrero am Étang de l’Or fischt, hat er diese exotischen invasiven Arten kommen, bleiben und manchmal auch wieder gehen sehen. Als Beispiel zeigt er kleinwüchsige weiße Krabben. „Das sind amerikanische Krabben mit weißen Beinen. Sie sind nicht groß. Sie sind seit mindestens drei oder vier Jahren hier“. Diese Art ist wie die meisten exotischen Arten hierher gekommen: mit dem Menschen, an ein Boot hängend und von anderen Kontinenten. Ein anderes Beispiel ist der amerikanische Flusskrebs, der inzwischen hier ebenfalls häufig vorkommt. Der Fischer bestätigt, dass er „recht reichliche Fänge“ mit diesen Krebsen macht.

    Eine Gefahr für lokale Arten

    Experten machen keinen Hehl aus ihrer Besorgnis über diese invasiven Arten. Sie haben Angst vor eingewanderten Arten, die das Gleichgewicht aller anderen Arten stören.

    Mit der globalen Erwärmung beginnen viele exotischen Tiere, sich in unseren Breitengraden wohlzufühlen. Es gibt immer häufiger Winter, die nicht sehr streng sind, und das ermöglicht es exotischen Arten, auch in unseren Breitengraden zu gedeihen und im Winter nicht von Frösten getötet zu werden, was früher regelmäßig der Fall war.

    Die globale Erwärmung beschleunigt ausserdem den Vermehrungszyklus der Tiere, insbesondere den der invasiven Blaukrabbe. Diese Art sorgt in Südfrankreich für Angst, weil sie alle anderen Arten zu fressen scheint. Nathalie Barré, Spezialistin für die Blaukrabbe am Conservatoire d’espaces naturels, sieht ernsthaften Grund zur Sorge: „Der Fortpflanzungszyklus der Blaukrabbe kann durch die Klimaerwärmung dazu gebracht werden, schneller zu laufen. Dies konnte man zum Beispiel in Sizilien beobachten. Weibliche Blaukrabben können relativ früh in der Saison und auch mehrmals im Jahr eiertragend sein.“

    Blaukrabben legen sehr viele Eier, manche sogar mehr als 2,5 Millionen. Und um die Anwesenheit der Blaukrabbe, die Fischer regelmäßig im Étang de l’Or sehen, zu überwachen, wollen Wissenschaftler des Ministeriums für den ökologischen Übergang in einigen Tagen Umwelt-DNA-Proben aus dem Wasser entnehmen.