Kategorie: Südwest

  • Seit 10 Tagen auf dem Gang: Patient begeht Selbstmord in der psychiatrischen Notaufnahme in Toulouse

    Seit 10 Tagen auf dem Gang: Patient begeht Selbstmord in der psychiatrischen Notaufnahme in Toulouse

    Ein Patient, der sich seit Tagen in der psychiatrischen Notaufnahme des Purpan-Krankenhauses in Toulouse befand, nahm sich am Mittwoch, den 14. Februar, das Leben. Es handelte sich um das dritte dramatische Ereignis in diesem Krankenhaus innerhalb von drei Tagen. Nach einer Vergewaltigung und einem sexuellen Übergriff am vergangenen Wochenende im Krankenhaus Purpan in Toulouse ereignete sich dort am Mittwochmorgen ein weiteres Drama. Ein 49-jähriger Mann, der in die psychiatrische Notaufnahme eingeliefert worden war, nahm sich am frühen Morgen das Leben. Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Aufnahmebedingungen für Patienten in diesem Krankenhaus. Der am Mittwochmorgen Verstorbene lag seit zehn Tagen auf einer Behandlungsliege im Gang. Er war dort gelagert – weil es nicht genügend Plätze auf den Stationen gibt, bleiben die Patienten in der Notaufnahme. Das liegt nicht an den Pflegern, sondern an der regionalen Gesundheitsbehörde, die nach Meinung der Gewerkschaften ihre „Verantw…

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  • Sand aus der Sahara über 32 französischen Departements…

    Sand aus der Sahara über 32 französischen Departements…

    Für das Jahr 2024 wird am Donnerstag, dem 15. Februar, zum ersten Mal Sand aus der Sahara angekündigt. Die Wolke aus feinem Sandstaub soll sich über 32 französische Departements erstrecken. Ein Warmluftstrom, der diese feinen Partikel mit sich bringt, ist auch für den Anstieg der Temperaturen an diesem 15. Februar verantwortlich.

    Der Himmel über Frankreich wird sich mal wieder gelb färben, da ab Donnerstag, dem 15. Februar, Sandstaub aus der Sahara eintreffen wird.

    Warum wird Saharasand am Himmel über Frankreich zu sehen sein?
    Nachdem schon der Winter nicht sehr kalt war, durchläuft Frankreich derzeit eine echte Wärme-Periode. Die hohen Temperaturen, die weit über den jahreszeitlichen Normalwerten liegen werden, wie z. B. in Biarritz, wo sogar bis zu 26 °C erwartet werden, werden von Sandstaub aus der Sahara begleitet. Warme Luft und Sandpartikel werden durch einen Südwind und eine warme Luftmasse aus Marokko nach Frankreich gebracht.

    Die Folgen beschränken sich aber nicht nur auf milde Temperaturen. In der Tat wird eine Wetterwarnung ausgelöst, insbesondere in mehr als dreißig Departements in Südfrankreich. Diese Regionen dürften am stärksten betroffen sein und der Himmel eine gelbliche Färbung annehmen, die örtlich sogar mit einer eingeschränkten Sicht für Autofahrer einhergehen kann.

    Autofahrer werden zur Vorsicht aufgerufen, da der Saharasand die Autos mit einer dünnen Staubschicht überziehen kann. Personen mit empfindlichen Atemwegen wird empfohlen, intensive Anstrengungen zu vermeiden.

    Dieses Wetterphänomen wird auch zu einer vorübergehenden Spitze der Luftverschmutzung führen. Ab Freitag oder Samstag ist jedoch mit einer Rückkehr zu besseren Bedingungen zu rechnen.

    In diesen Tagen wird es möglich sein, ein seltenes Wetterspektakel zu beobachten: Die Skipisten in den Pyrenäen dürften sich mit einer leichten orangen Schicht einfärben.

  • Departement Hérault: Archäologie-Fan entdeckt Dinosaurierskelett im Wald

    Departement Hérault: Archäologie-Fan entdeckt Dinosaurierskelett im Wald

    Ein über 70 Millionen Jahre altes und fast vollständiges Skelett eines Dinosauriers wurde in einem Wald im Departement Hérault von einem Spaziergänger mit einer Leidenschaft für Archäologie gefunden. Damien Boschetto spazierte gemütlich durch den Wald von Montouliers im Departement Hérault, als er e…

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  • Südwesten Frankreichs: Am Donnerstag bis zu 25°C – das wird normalerweise  erst im April erreicht

    Südwesten Frankreichs: Am Donnerstag bis zu 25°C – das wird normalerweise erst im April erreicht

    Die Temperaturen in Südfrankreich sollen am Donnerstag sehr mild sein und im Südwesten sogar die Schwelle von 25 Grad erreichen, die normalerweise erst im Frühling erreicht wird.

    Schon der Valentinstag stand ganz im Zeichen des milden Wetters und die Temperaturen sollen für die Jahreszeit besonders mild bleiben. Am Donnerstag, dem 15. Februar, werden die Temperaturen im Südwesten Frankreichs sogar auf fast 25 Grad steigen.

    Trotz Morgennebel und einigen Wolken wird der Tag in ganz Frankreich überwiegend heiter und die Temperaturen sind in weiten Teilen des Landes für die Jahreszeit recht hoch.

    Schon am frühen Morgen werden in Bordeaux, Toulouse, Nantes wie auch in Rennes 11 Grad erwartet. Am Nachmittag wird es in den meisten Regionen zwischen 14 und 18 Grad warm, lokal 19 bis 20 Grad in der Mitte des Landes und sogar bis zu 21 bis 25 Grad im Süden Aquitaniens.

    Die Schwelle von 25 Grad entspricht, dürfte somit entlang des westlichen Pyrenäenrandes erreicht werden. Das ist für diese Region jedoch nicht neu, sagt Météo France, „aber es kommt nicht jedes Jahr im Februar vor“. „Diese Temperatur wird im Allgemeinen um die zweite Aprilhälfte im Südwesten, gegen Ende April im Rest des Landes und sogar noch später in der Nähe der Kanalküste erreicht“, so die Météo France.

    Auf nationaler Ebene wird die Durchschnittstemperatur wieder auf 12 °C steigen, ein Wert, der bereits am 8. und 9. Februar erreicht wurde.

    In der südlichen Hälfte Frankreichs wird es allerdings recht windig sein, mit einem Südwind, der in Böen um die 60 km/h im Rhonetal und um die 70 km/h in den westlichen Pyrenäen weht. Der Autan-Wind wird im Landesinneren Spitzenwerte um 70 bis 80 km/h erreichen können. Einige vereinzelte Regenfälle sind am Morgen nördlich der Seine und im Laufe des Tages auch in der Bretagne möglich.

  • Greta Thunberg protestiert in Bordeaux gegen umstrittenes Öl-Projekt im Bassin d’Arcachon

    Greta Thunberg protestiert in Bordeaux gegen umstrittenes Öl-Projekt im Bassin d’Arcachon

    Die Umweltaktivistin Greta Thunberg wird am Sonntag, dem 11. Februar, in der Gironde erwartet, wo sie an einer Demonstration gegen die Ölförderung im Becken von Arcachon teilnehmen wird.

    Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg setzt ihren Aufenthalt in Frankreich fort, um gegen Projekte zu demonstrieren, die sie für umweltschädlich hält. Nachdem sie sich am Samstag, dem 11. Februar, mit anderen Aktivisten gegen den Bau der Autobahn A69 im Departement Tarn protestiert hatte, wird sie am Sonntag um 14 Uhr in Bordeaux zu einer Demonstration gegen die Erschliessung neuer Ölquellen im Becken von Arcachon erwartet.

    Ein Projekt des kanadischen Unternehmens Vermilion sieht vor, in La Teste-de-Buch im Becken von Arcachon acht neue Ölbohrungen durchzuführen. Der Antrag, der 2023 eingereicht wurde, sieht vor, dass die neuen Bohrungen von bereits bestehenden Plattformen aus vorgenommen werden.

    Laut der Mission Régionale d’Autorité Environnementale (MRAE) de Nouvelle-Aquitaine haben neuere Studien bisher unerschlossene Ölreserven identifiziert. Diese sollen sich in einer Tiefe von 2.200 bis 3.200 Metern befinden.

    Am 13. November gab die für die öffentliche Untersuchung des Projekts zuständige Kommissarin eine positive Stellungnahme zur Förderung dieses Erdölvorkommens ab.

    Das kanadische Unternehmen betreibt bereits rund 40 Bohrlöcher in der Nähe von Cazaux ebenfalls in der Gironde. Auf dem Gelände sollen täglich etwa 1.500 Barrel Öl gefördert werden.

    Das Cazaux-Vorkommen wurde 1959 entdeckt. Das Unternehmen Esso erhielt damals eine Konzession, die fünfzig Jahre lang laufen sollte. Im Jahr 2006 wurde diese jedoch von Vermilion aufgekauft. Im Jahr 2010 wurde die Konzession schließlich bis 2035 verlängert.

    „Das Vorkommen von Cazaux befindet sich in einem Gebiet mit vielfältigen Umweltsensibilitäten“, so die MRAE. In der Tat weist das betroffene Gebiet, das sich im Wald befindet, zahlreiche Umweltbesonderheiten auf: Natura-2000-Gebiete, Trinkwasserentnahmen, hohe Waldbrandgefahr.

    Für das Umwelt-Kollektiv „Stop Pétrole Bassin d’Arcachon“ ist das Projekt inkohärent mit dem Vorhaben der Regierung, den Verbrauch fossiler Energieträger bis 2028 um 35 % zu senken.

    Im Gespräch mit unseren Kollegen von 20 Minutes meinte der französische Umweltminister Christophe Béchu, dass man „aus einer Form von Umweltheuchelei herauskommen muss, die darin bestünde, die Förderungen in Frankreich zu schließen, um den Anteil des Öls, den wir importieren, zu erhöhen.“

    Das Hulot-Gesetz von 2017 schreibt vor, dass alle Öl- und Gasbohrlöcher in Frankreich bis 2040 stillgelegt werden müssen. Aber bis dahin „kann man in Frankreich noch etwas mehr als 15 Jahre lang fossile Brennstoffe fördern“, erklärt Francis Perrin, Forschungsdirektor am Iris (Institut für internationale und strategische Beziehungen), gegenüber 20 Minutes. Also könnte auch die Dauer der Ölförderung im Cazaux-Feld bis 2040 verlängert werden.

  • Greta Thunberg will am Wochenende in Südfrankreich gegen Neubau der Autobahn A69 demonstrieren

    Greta Thunberg will am Wochenende in Südfrankreich gegen Neubau der Autobahn A69 demonstrieren

    Die schwedische Klima- und Umweltaktivistin Greta Thunberg wird am Samstag, dem 10. Februar 2024, an einer Demonstration gegen die geplante Autobahn A69 in Saïx (Departement Tarn) teilnehmen. Die Demonstration soll trotz des Verbots der Präfektur stattfinden.

    Die Gerüchte kursierten schon seit einigen Tagen und nun ist die Information bestätigt worden: Die schwedische Aktivistin gegen die globale Erwärmung, Greta Thunberg, wird an diesem Wochenende im Departement Tarn eintreffen und an einer von den Gegnern der A69 in Saïx organisierten Protestaktion teilnehmen. Und das trotz eines Verbots des Präfekten wegen „der Gefahr größerer Störungen der öffentlichen Ordnung“.

    „Dies ermöglicht es, den Kampf gegen die A69 voll und ganz auf eine internationale Ebene zu heben“.
    Die Autobahngegner sind begeistert, denn dieser Besuch der jungen schwedischen Klima-Aktivistin, ist eine gewichtige Unterstützung für die Bewegung, die sich zum Ziel gesetzt hat, das Autobahnprojekt zu stoppen. Mitglieder von der Gruppierung „No Macadam“ erklärten, dass „der Kampf gegen die A69 auf internationaler und nationaler Ebene fortgesetzt wird und dass die Politiker die Konsequenzen ihres Starrsinns zu tragen haben“.

    Chrisophe Ramond, Präsident des Departementsrats des Tarn schrieb: „Liebe Greta Thunberg, im Hinblick auf Ihren Besuch im Departement Tarn möchte ich Sie einladen, sich die Zeit zu nehmen, um zu sehen, was wir alles tun, um im Alltag gegen die globale Erwärmung zu kämpfen (z. B. Pflanzung von mehr als 44.000 Bäumen in diesem Jahr, Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern aller unserer Schulen, Einrichtung von mehr als 40 Fahrgemeinschaftsplätzen, Entwicklung der sanften Mobilität usw.). ) Wir sind in unserem Departement in Aktion, um konkrete und nützliche Antworten zu geben!“, erklärte der Präsident des Departementsrats des Tarn und fügte hinzu: „Die Autobahn A69 entspricht einer lebenswichtigen Notwendigkeit für den Tarn und seine Bewohner. Ja, dieses von allen Ebenen unserer Demokratie bestätigte Bauvorhaben ist für uns unverzichtbar und wir brauchen keinen Nachhilfeunterricht in Sachen nachhaltige Entwicklung.“

    Greta Thunberg wird am Samstagmittag am Ort der Demonstration erwartet, wo die Aktivisten bis zum Abend eine ganze Reihe von Veranstaltungen geplant haben: Reden, gemeinsame Mahlzeiten und Konzerte. Diese Veranstaltungen werden auch am Sonntag fortgesetzt, allerdings ohne Greta, die ihre Reise durch den Südwesten Frankreichs nutzen will, um auch in Bordeaux an einer Demonstration gegen neue Ölförderungen teilzunehmen.

  • Toulouse: Betrüger legt Senioren an Parkscheinautomaten rein – 18.000 Euro gestohlen

    Toulouse: Betrüger legt Senioren an Parkscheinautomaten rein – 18.000 Euro gestohlen

    Ein 35-jähriger Mann wurde jetzt wegen einer Reihe von Betrügereien zum Nachteil älterer Menschen an Parkscheinautomaten in Toulouse überführt.

    Wieder einmal hat sich ein Betrüger seine Opfer unter den Schwächsten ausgesucht. Ein 35-jähriger Mann wurde nach monatelangen Ermittlungen von den Spezialisten der Finanzbrigade der örtlichen Kriminalpolizei Rive Droite überführt.

    Zwischen Januar 2022 und Juli 2023 häuften sich in Toulouse die Anzeigen. Jedes Mal wurden sie von älteren Menschen eingereicht. Alle waren nach einem bereits bekannten Muster betrogen worden. Der Mann näherte sich ihnen, als sie sich in der Nähe eines Parkscheinautomaten befanden. Der Unbekannte erklärte, dass er seine Bankkarte nicht dabei habe.

    Er bot seinem zukünftigen Opfer an, ihm Bargeld zu geben, wenn er dafür seine Parkgebühren mit der Bankkarte des künftigen Opfers bezahlen könne. Nachdem die Menschen Vertrauen gefasst und ihm ihre Karte anvertraut hatten, gab der Dieb vor, die Karte sei verschluckt worden, und ließ sein Opfer ratlos zurück, nicht ohne sich die PIN eingeprägt zu haben.

    Sofort danach wurden Abhebungen mit den vermeintlich eingezogenen Karten vorgenommen. Auch Zahlungen bei Glücksspielen oder Sportwetten fanden statt. Insgesamt gab es zwölf Opfer mit einem Schaden von insgesamt etwa 18.000 €. Die Ermittler arbeiteten eng mit der Abteilung für Videoüberwachung zusammen.

    Sie identifizierten schließlich einen Verdächtigen, den sie ohne Schwierigkeiten ausfindig machen konnten, da er sich in einem anderen Departement wegen ähnlicher Taten bereits im Gefängnis befand.

    Im Dezember bereits war eine 35-jährige Frau nach ähnlichen Diebstählen festgenommen worden. Sie hatte bei 35 Opfern zugeschlagen. Vor Gericht wurde sie zu 24 Monaten Haft verurteilt, von denen sechs auf Bewährung ausgesetzt wurden.

  • Montpellier: Teenager auf offener Straße erstochen –  sechs Personen wurden festgenommen

    Montpellier: Teenager auf offener Straße erstochen – sechs Personen wurden festgenommen

    Der 16-Jährige erhielt eine Verletzung mit einer „Stichwaffe im Brustbereich“, wie die Staatsanwaltschaft von Montpellier mitteilte.

    Ein 16-jähriger Jugendlicher erlag seinen Verletzungen, nachdem er bei einer Schlägerei auf offener Straße unweit des Gymnasiums Jules Guesde am Dienstag, dem 6. Februar, gegen 18.45 Uhr durch einen Messerstich schwer verletzt worden war, wie die Sender France Bleu Hérault und Franceinfo unter Berufung auf Polizeikreise meldeten. „Die Auseinandersetzung fand zwischen zwei Gruppen junger Männer und Mädchen statt“, erklärte die Staatsanwaltschaft von Montpellier in einer Pressemitteilung. Sechs Personen wurden festgenommen.

    Der Jugendliche, der „zu einer der beiden Gruppen gehörte“, wurde „von mehreren Personen verfolgt“, so die Staatsanwaltschaft weiter. „Er wurde nach etwa 100 Metern eingeholt und eine Person mit Helm versetzte ihm einen Stich mit einer langen Stichwaffe mitten in die Brust und flüchtete dann.“

    Das Opfer wurde in ernstem Zustand in die Universitätsklinik von Montpellier gebracht, wo der Junge in der Nacht verstarb. Das Opfer „wohnte im Departement Hérault, aber außerhalb der Metropole Montpellier“, so die Staatsanwaltschaft.

    Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen wurde der Jugendliche vor dem Hintergrund einer sentimentalen Rivalität erstochen. Fünf Personen im Alter von 15 bis 21 Jahren seien festgenommen worden, so die Staatsanwaltschaft. Eine sechste Person habe sich in der Nacht „spontan“ gemeldet und sei daraufhin auch in Polizeigewahrsam genommen worden.

  • Gironde: 8.000 Hektar Weinberge sollen wegen Überproduktion von Rotwein gerodet werden

    Gironde: 8.000 Hektar Weinberge sollen wegen Überproduktion von Rotwein gerodet werden

    In der Region Gironde fuhren am Mittwoch, den 7. Februar, die Bagger mitten in den Weinbergen auf. Um die Weinproduktion zu reduzieren, sollen 8.000 Hektar in den Weinbergen des Bordeaux gerodet werden.

    Der Bagger reißt Meter für Meter die Früchte einer lebenslangen Arbeit aus der Erde. In der Nähe von Saint-Émilion in der Gironde lässt Luc Bergerie drei Hektar Merlot-Reben roden, die die kontrollierte Herkunftsbezeichnung (AOC) Bordeaux tragen. Stattdessen wird der Weinbauer, der gerade erst den Familienbetrieb übernommen hat, jetzt Mais säen, eine rentablere Art der Landwirtschaft. „Das ist nie ein gutes Gefühl. Man hat so viele Kosten pro Hektar und bekommt dafür keinen Lohn“, bedauert Luc Bergerie auf dem Sender France 2.

    1.200 Weinbauern haben sich für den staatlichen Hilfsplan zur Rodung beworben. Der 58 Millionen Euro schwere Notfallplan wurde von den Weinfachleuten am 6. Dezember 2022 bei einer Demonstration in Bordeaux (Gironde) gefordert. Die Branche befindet sich aufgrund von Überproduktion und einem drastischen Rückgang des Rotweinkonsums in großen Schwierigkeiten. Trotz einer Entschädigung von 6.000 EUR pro gerodetem Hektar ist die Aufgabe von Weinanbauflächen für viele Landwirte eine traurige Notwendigkeit. Die Gironde wird 10 % ihrer Weinberge verlieren, was aber nach Ansicht des Kollektivs Viti 33 nicht ausreichen, um den Berufsstand zu retten.

  • Pyrenäen: Schneefall diesen Winter so gering wie seit 24 Jahren nicht mehr

    Pyrenäen: Schneefall diesen Winter so gering wie seit 24 Jahren nicht mehr

    Der Schneemangel bereitet Sorgen. In den Pyrenäen wurde eine kritische Schwelle erreicht. Experten schätzen, dass es seit 24 Jahren noch nie so wenig Schnee gegeben hat.

    Mitten im Februar weht ein Hauch von Frühling durch die Pyrenäen. Der Schnee ist knapp und die Gipfel der Berge werden grün. Das Ausmaß dieses Phänomens wird einem erst bewusst, wenn man in die Höhe steigt. In der gesamten Gebirgskette hat die Schneedecke zwischen 2021 und heute deutlich abgenommen. Wenn man auf das Departement Ariège schaut, ist der Schnee in nur einem Jahr fast ganz verschwunden.

    In Font-Romeu, (Departement Pyrénées-Orientales) zeichnen sich nur die Pisten von der ansonsten grünen Landschaft ab, die von Schneekanonen beschneit werden. „Es beginnt ein wenig zu schmelzen, aber letztendlich gibt es noch genug Schnee, um einigermaßen Ski zu fahren und die Bedingungen sind gut, es gibt Sonne“, meint eine Touristin auf dem Sender France 2. Mehrere Skigebiete waren in diesem Jahr bereits gezwungen, zu schließen.

    In den Pyrenäen hat es seit 24 Jahren nicht mehr so wenig geschneit. Dies könnte schwerwiegende Folgen wie eine starke Dürre im Sommer haben. Der Schnee ist eine wichtige Wasserreserve, die im Frühjahr die Flüsse und das Grundwasser speist.