Kategorie: Südost

  • Schock in Belfort: Freund der Tochter unter Verdacht – Nathalie R. brutal erstochen

    Schock in Belfort: Freund der Tochter unter Verdacht – Nathalie R. brutal erstochen

    Freitag, der 27. Juni 2025. Eine Szene, so grausam, dass Worte kaum reichen. Nathalie Richard, 51 Jahre alt, wurde in ihrer Wohnung in der Rue du 4-Septembre leblos aufgefunden. Sie lag in einer Blutlache, ein Messer noch immer in ihrer Kehle. Ihr Ehemann kam gemeinsam mit einer ambulanten Pflegekraft am späten Nachmittag nach Hause. Was er sah, lässt sich kaum in Worte fassen: Seine Frau, reglos, der Körper von zahlreichen Messerstichen gezeichnet. Der tödliche Stich – direkt in die Halsschlagader. Eine Nachbarin, die nach dem Fund alarmiert wurde, steht noch immer unter Schock. „Es war eine Szene des Grauens. Ich glaube, ich werde niemals vergessen, was ich gesehen habe.“ Kurz nach der Tat entdeckten Polizisten in der Nähe der Wohnungstür die Tochter der Getöteten. Neben ihr: ihr Freund. 23 Jahre alt. Seine Hände – blutüberströmt. Er sagte aus, er habe sich selbst verletzt. Doch ein Arzt, der ihn untersuchte, fand keinerlei Wunden. Was bleibt, ist ein junger Mann, über und über mit…

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  • Sechs Verletzte bei Schiesserei in Nîmes: Angst, Wut und ein Stadtviertel am Rand des Abgrunds

    Sechs Verletzte bei Schiesserei in Nîmes: Angst, Wut und ein Stadtviertel am Rand des Abgrunds

    Freitagabend, kurz nach 19 Uhr. Im Viertel Valdegour in Nîmes peitschen Schüsse durch die Straßen. Sechs junge Menschen brechen zusammen, getroffen von einer Salve aus einem Kaliber, das sonst eher bei der Jagd verwendet wird: .222 Remington. Unter den Opfern – drei Minderjährige. Die beiden Jüngsten, 15 und 17 Jahre alt, schweben nicht mehr in Lebensgefahr, ihr Zustand bleibt dennoch besorgniserregend. „Wir, wir haben genug. Wir haben Angst. Wir sind hier nicht mehr sicher… Sie haben ein Polizeirevier hingestellt, aber das bringt nichts. Wir sehen nie Polizisten, nie eine Patrouille. Nichts. Das ist nicht normal.“ Die Worte eines Anwohners klingen nach Wut, aber noch mehr nach Resignation. Valdegour, Nachbarviertel von Pissevin, ist seit Jahren als Brennpunkt des Drogenhandels bekannt. Augenzeugen berichten, dass die Angreifer in einem Fahrzeug kamen, aus dem Auto heraus das Feuer eröffneten und ebenso schnell wieder verschwanden. Rund zwanzig Patronenhülsen fanden Ermittler am Tatort…

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  • Marseille ächzt unter der Hitze – Stadt öffnet alle Schwimmbäder kostenlos

    Marseille ächzt unter der Hitze – Stadt öffnet alle Schwimmbäder kostenlos

    36 Grad im Schatten.

    Schulhöfe flirren, Klimaanlagen ächzen, die Stadt vibriert unter der brennenden Sonne. In Marseille wurde nun ein Entschluss gefasst, der vielen Bewohnern wortwörtlich Kühlung verschafft. Die Stadtverwaltung hat beschlossen, alle städtischen Schwimmbäder kostenlos zugänglich zu machen, solange die aktuelle Hitzewarnung von Météo France in Kraft bleibt.

    Ein kühler Zug in glühender Zeit.

    Die Maßnahme soll den Bewohnern einen sicheren Ort bieten, um sich zu erfrischen und vor den extremen Temperaturen zu schützen. Seit Tagen zeigt das Thermometer über 36 Grad Celsius an – ein Wert, der für ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke schnell lebensgefährlich werden kann.

    Doch ist ein Sprung ins Wasser wirklich genug?

    Die Stadt hat weitergedacht. Neben der Freigabe der Schwimmbäder wurden auch die Öffnungszeiten aller Parks und Gärten erweitert: Bis zum 31. August sind sie nun täglich von 7 Uhr bis 21 Uhr geöffnet. Damit können Spaziergänge oder Aufenthalte im Grünen ohne die Mittagshitze besser geplant werden.

    Zusätzlich hat die Stadt eine interaktive Karte aller klimatisierten öffentlichen Orte veröffentlicht. Ein Klick – und schon wissen die Menschen, wo sie sich abkühlen können. Bibliotheken, Kulturzentren, Verwaltungsgebäude mit Klimaanlage: alles übersichtlich verzeichnet.

    Hinter diesen Entscheidungen steht der nationale Hitzeaktionsplan Frankreichs. Sein Ziel: die gesundheitlichen Folgen von Hitzewellen zu begrenzen und vor allem vulnerable Gruppen zu schützen.

    Erinnerungen an frühere Sommer tauchen auf.

    Wie etwa 2003, als eine Hitzewelle in Frankreich über 15.000 Todesopfer forderte. Seitdem wurde der Umgang mit Extremtemperaturen systematisch in Notfallplänen verankert. Die Stadt Marseille ruft ihre Bürger auf, sich über alle aktuellen Maßnahmen und die Öffnungszeiten der Schwimmbäder auf der offiziellen Website zu informieren.

    Denn wer nicht genug trinkt, wer sich nicht abkühlen kann, der wird im schlimmsten Fall zur stillen Zahl in einer traurigen Statistik.

    Doch für viele bedeutet diese Entscheidung zunächst etwas anderes: Ein Moment unbeschwertes Plantschen im Becken, ein paar Stunden ohne brennende Hitze, ein Lächeln hinter beschlagenen Schwimmbrillen.

    Solche kleinen Inseln der Erholung inmitten glühender Großstadtbetonwüsten sind so wichtig…

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Alpes-Maritimes: Streit um Stellplätze für Wohnwagen – Kommunen in der Klemme

    Alpes-Maritimes: Streit um Stellplätze für Wohnwagen – Kommunen in der Klemme

    Sommer in Südfrankreich. Sonne, Hitze, Touristenströme – und ein Konflikt, der schon lange leise schwelt und nun offen ausbricht. Im Département Alpes-Maritimes eskaliert die Frage, wo und wie Menschen aus der Gemeinschaft der „Gens du voyage“ („Fahrende“ oder „Fahrendes Volk“) ihre Wohnwagen abstellen dürfen. Der Staat greift hart durch, Kommunen fühlen sich übergangen. Doch worum geht es genau? Besonders angespannt ist die Lage in Saint-Laurent-du-Var, direkt bei Nizza. Dort hat Präfekt Laurent Hottiaux 22 Grundstücke requiriert, um rund 120 Familien der Gens du voyage in den Sommermonaten aufnehmen zu können. Die Reaktion des Bürgermeisters Joseph Ségura (Les Républicains)? Empörung. Die Flächen seien ungeeignet, teilweise kontaminiert, schwer zugänglich und keinesfalls vorbereitet für einen geordneten Aufenthalt. Trotz eines Eilantrags vor dem Verwaltungsgericht bleibt die Beschlagnahme jedoch vorerst bestehen. Die Gemeinde ist in einer Zwangslage. Hintergrund ist die gesetzliche L…

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  • Hitzetod im Auto: Wie ein Vater in Istres seinen zweijährigen Sohn vergaß – was wir daraus lernen müssen

    Hitzetod im Auto: Wie ein Vater in Istres seinen zweijährigen Sohn vergaß – was wir daraus lernen müssen

    Ein Albtraum, der kaum vorstellbar ist. Doch genau das ist am Donnerstag, den 26. Juni 2025, in Istres (Bouches-du-Rhône) geschehen: Ein zweijähriges Kind starb, weil es stundenlang in einem Auto in der prallen Sonne zurückgelassen wurde. Sein Vater hatte ihn auf dem Weg zur Arbeit schlicht vergessen. Ein tragisches Versagen – mit tödlichem Ausgang. Der Vater, Angestellter bei Dassault Aviation, wollte seinen Sohn morgens in der Krippe absetzen. Doch er fuhr direkt weiter zur Arbeit auf die Luftwaffenbasis von Istres. Er parkte sein Auto, stieg aus und ging zu seinem Arbeitsplatz. Der Junge blieb auf dem Rücksitz sitzen. Ohne Wasser. Ohne Klimaanlage. Ohne Chance. Erst gegen 16 Uhr erhielt der Vater einen Anruf seiner Frau: Der Kindergarten hatte ihr mitgeteilt, dass ihr Sohn nicht dort angekommen war. In diesem Moment schoss es dem Vater durch den Kopf. Er rannte zu seinem Auto. Doch es war zu spät. Der Zweijährige lag leblos im Kindersitz. Jede Hilfe kam zu spät. Todesursache: Dehydr…

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  • „Cucina Bianca“ – Frandura: Der bäuerliche Kartoffelauflauf der weißen Küche

    „Cucina Bianca“ – Frandura: Der bäuerliche Kartoffelauflauf der weißen Küche

    Die „Cucina Bianca“ – die weiße Küche – erzählt von den einfachen, kraftspendenden Speisen der Hirten, Bauern und Müller aus den ligurischen Tälern (Alta Valle Arroscia, Valle Argentina, Valle Tanaro) bis hinein ins piemontesische und okzitanische Hinterland bei Nizza. Charakteristisch sind helle Zu…

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  • Marseille Saint-Charles: Evakuierung wegen verdächtigem Paket legt Bahnhof lahm

    Marseille Saint-Charles: Evakuierung wegen verdächtigem Paket legt Bahnhof lahm

    Es ist kurz nach acht an diesem sonnigen Freitagmorgen in Marseille. Pendler eilen durch die weitläufigen Hallen von Saint-Charles, als plötzlich – alles stillsteht. Ein herrenloses Gepäckstück reicht aus, um das pulsierende Herz des südfranzösischen Bahnverkehrs für Stunden zum Stillstand zu bringen. Drei Stunden Ausnahmezustand Gegen 8:30 Uhr entdeckten Sicherheitskräfte den verdächtigen Koffer im Bahnhofsgebäude. Die Reaktion folgte prompt. Polizei und Entschärferteams rückten an, ein Sicherheitsperimeter wurde eingerichtet, und die Evakuierung begann – zügig, umfassend, alternativlos. Innerhalb kurzer Zeit war Saint-Charles menschenleer. Keine Züge fuhren mehr. Auch die Busse, die den Bahnhof normalerweise anfahren, mussten ihre Routen ändern.

    TGV und TER stark betroffen Für die SNCF begann ein schwieriger Vormittag. Der TGV INOUI Nr. 6805 von Lyon nach Nizza fuhr in Marseille kurzerhand ohne Halt durch. Weitere TGV-Verbi…

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  • „Cucina Bianca“: Sciusceddu di Latte – Milchsuppe als wärmender Seelenbalsam

    „Cucina Bianca“: Sciusceddu di Latte – Milchsuppe als wärmender Seelenbalsam

    Die Cucina Bianca erzählt die Geschichte einer archaischen Küche, die auf den schlichten, hellen Zutaten der Hirten basiert: Milch, Mehl, Kartoffeln, Lauch, Käse, Knoblauch. Sie ist die Küche des Transhumanzvolks, das zwischen dem ligurischen Alpenbogen und den Seealpen bis ins Hinterland von Nizza …

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  • Hitzewelle, Trockenheit, Wind: 14 Wälder in den Bouches-du-Rhône gesperrt – Frankreichs Kampf gegen die Feuergefahr

    Hitzewelle, Trockenheit, Wind: 14 Wälder in den Bouches-du-Rhône gesperrt – Frankreichs Kampf gegen die Feuergefahr

    Es ist ein vertrautes Bild im Süden Frankreichs. Ein Bild, das jedes Jahr mehr Sorgen bereitet. Vertrocknete Büsche, flimmernde Hitze – und rote Verbotsschilder an den Waldwegen.

    An diesem Freitag, dem 27. Juni 2025, hat die Präfektur der Bouches-du-Rhône erneut drastische Maßnahmen ergriffen:

    14 Waldmassive sind vollständig gesperrt.

    Grund dafür sind die aktuellen Wetterbedingungen – eine gefährliche Mischung aus hohen Temperaturen, starkem Wind und anhaltender Trockenheit. Die Behörden wollen verhindern, dass ein kleiner Funke ein Inferno entfacht.

    Denn 90 % aller Brände entstehen durch menschliches Verhalten. Meist unabsichtlich, aber mit verheerenden Folgen.

    Welche Gebiete sind betroffen?

    Folgende Massive dürfen heute nicht betreten, befahren oder überhaupt betreten werden:

    • Alpilles
    • Arbois
    • Castillon
    • Chaîne des Côtes
    • Chambremont
    • Côte Bleue
    • Lançon
    • Les Roques
    • Montagnette
    • Pont de Rhaud
    • Quatre Termes
    • Rougadou
    • Sulauze
    • Montagnette

    Wälder ohne Spaziergänger, Radfahrer, Förster, Jäger oder Picknickgruppen. Es geht nicht um Schikane. Es geht darum, Leben, Häuser und Natur zu schützen.

    Einschränkungen auch in weiteren Wäldern

    Neben den kompletten Sperrungen gelten in sieben weiteren Waldgebieten Teilbeschränkungen:

    • Concors
    • Trévaresse
    • Collines de Gardanne
    • Montaiguet
    • Regagnas
    • Sainte-Victoire
    • Étoile

    Hier sind Arbeiten nur zwischen 5 und 13 Uhr erlaubt – ausschließlich mit spezieller Ausrüstung zur Vermeidung und Bekämpfung von Bränden.

    Spaziergänge, Sport und Freizeitaktivitäten sind zwar noch möglich, doch die Präfektur mahnt zu äußerster Vorsicht. Denn schon ein glimmender Zigarettenstummel am Wegesrand kann zur Katastrophe führen.

    Warum ist das Risiko aktuell so hoch?

    Die Bouches-du-Rhône sind einer der französischen Hotspots für Wald- und Buschbrände. Rund 250 Brände pro Jahr werden hier gezählt. Im Schnitt brennen pro Jahr 1.900 Hektar Land – das entspricht fast 2.700 Fußballfeldern.

    Die Gründe?

    • Langanhaltende Dürreperioden
    • Steigende Durchschnittstemperaturen
    • Starke Winde (wie der Mistral), die Flammen in Windeseile vorantreiben

    Der Klimawandel verschärft diese Dynamik zusätzlich.

    Welche Regeln gelten jetzt konkret?

    Die Präfektur ruft eindringlich dazu auf, folgende Grundregeln zu respektieren:

    • Zugangssperren strikt einhalten
    • Kein offenes Feuer oder Grillen in Waldnähe
    • Rauchverbot im Wald
    • Keine Zigarettenstummel aus dem Autofenster werfen – Zigaretten immer in Aschenbechern entsorgen
    • Keine Arbeiten mit Funkenflug in der Nähe von Vegetation
    • Im Ernstfall sofort die Nummer 18 (Feuerwehr) oder 112 (europaweiter Notruf) wählen

    Eine Karte mit den tagesaktuellen Sperrungen wird jeden Abend um 17 Uhr für den Folgetag aktualisiert. Wer Ausflüge plant, sollte sie vorab prüfen.

    Was droht bei Verstößen?

    Neben teils hohen Geldstrafen riskiert man für Verstöße vor allem eines: Einen Flächenbrand, der in Minuten außer Kontrolle gerät.

    Warum ist das Thema so brisant?

    Stellen wir uns eine rhetorische Frage: Wie viele Bäume müssen brennen, bis wir lernen, keinen glühenden Zigarettenstummel achtlos fallen zu lassen?

    Vielleicht klingt das drastisch. Aber diese drastische Realität erleben die Bewohner dieser Region jeden Sommer. Die Sperrungen sind keine lästige Pflicht.

    Sie sind ein notwendiger Schutzschild – für die Natur, für die Menschen, für die Zukunft der Provence.

    Von C. Hatty

  • „Cucina Bianca“: Turle – rustikale Eleganz in Teig gehüllt

    „Cucina Bianca“: Turle – rustikale Eleganz in Teig gehüllt

    Inmitten der stillen Alpentäler zwischen Ligurien und dem Piemont, wo Ziegen über kräuterduftende Hänge klettern und der Wind nach Thymian, Heu und frischgebackenem Brot riecht, entstand eine Küche, die sich nicht durch Luxus, sondern durch Tiefe und Feinheit auszeichnet: die Cucina Bianca. Diese „w…

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