Kategorie: Südost

  • 1944: Widerstand aus den Bergen – Der Maquis du Vercors und seine ungewöhnlichen Kämpfer

    1944: Widerstand aus den Bergen – Der Maquis du Vercors und seine ungewöhnlichen Kämpfer

    Ein abgelegenes Bergmassiv. Ein zähes Volk. Und eine Idee, die stärker war als jede Waffe: Freiheit. Im Sommer 1944 wurde das französische Vercors-Plateau zum Schauplatz einer der eindrücklichsten Episoden der Résistance gegen die deutsche Besatzung. Männer und Frauen unterschiedlichster Herkunft sc…

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  • Feuer im Süden Frankreichs – Zwei Waldbrände erschütterten Castellar und den Gard

    Feuer im Süden Frankreichs – Zwei Waldbrände erschütterten Castellar und den Gard

    Ein Funke genügt. Und wenn der Wind pfeift und die Vegetation knochentrocken ist, entfaltet sich binnen Minuten ein Inferno. Genau das ist am Samstagabend, dem 25. Oktober, im Süden Frankreichs geschehen.

    Zwei Waldbrände – einer in den steilen Hängen von Castellar nahe der italienischen Grenze, der andere im Département Gard, unweit eines gut besuchten Campingplatzes – haben Feuerwehr, Bevölkerung und Behörden gleichermaßen in Atem gehalten.

    Ein Feuer in den Felsen: Castellar im Ausnahmezustand

    Castellar, ein malerischer Ort im Departement Alpes-Maritimes, liegt auf einem Bergrücken über Menton. Idyllisch, abgeschieden – und verwundbar. Als bei Einbruch der Dunkelheit plötzlich Flammen aus dem dichten Wald schlugen, griffen sie rasend schnell um sich. Der Ort war schwer zugänglich, die Brandstelle lag in extrem steilem Gelände.

    40 Feuerwehrleute kämpften die ganze Nacht gegen das Feuer. Unterstützt wurden sie von Waldarbeitern, die mit Motorsägen und Äxten Schneisen schlugen, um das Gelände zu sichern. Ihre Mission: verhindern, dass sich das Feuer bei aufkommendem Wind erneut ausbreitet. Denn obwohl der Brand am nächsten Tag unter Kontrolle war – Ruhe herrschte keine. Der Mistral, jener tückische Fallwind, könnte jederzeit zum Brandbeschleuniger werden.

    Der Wald wird deshalb weiterhin per Drohne überwacht. Jeder Schritt ist durchdacht, jede Bewegung präzise – denn ein Fehler kann tödlich sein.

    Sperrgebiet für Mensch und Tier

    Der Zugang zum betroffenen Gebiet bleibt streng untersagt. Auch Jäger und Wanderer wurden aus dem Gelände geholt. Einige fanden notdürftig Unterschlupf im Dorf.

    Besonders heikel: Der Herbst ist Hochsaison für italienische Jäger, die die Region wegen der durchziehenden Wildtauben frequentieren. „Wir mussten alle an der Straße stoppen – Jäger, Spaziergänger, Neugierige“, berichtet Anne-Marie Curti, die Bürgermeisterin von Castellar. Die Gendarmerie ist im Einsatz, blockiert Zufahrten, sorgt für Sicherheit. Niemand darf mehr hinein – zum Schutz aller.

    Der zweite Brand – Campingplatz im Gard evakuiert

    Während sich Castellar gegen das Feuer stemmte, brach über 300 Kilometer weiter westlich, in der Nähe von Le Grau-du-Roi im Département Gard, ein zweites Feuer aus. Hier standen keine steilen Hügel, sondern ein Campingplatz im Fokus – und fast 200 Menschen mitten in der Nacht vor der bangen Frage: Rette ich mein Gepäck oder nur mein Leben?

    Eine Urlauberin erzählt: „Wir haben schnell unsere Sachen genommen, die Kinder geweckt und sind raus auf den Parkplatz. Von dort aus sahen wir die Flammen. Dann sind wir zurück zum Bungalow, haben das Nötigste gepackt und sind geflohen.“ Angst, Chaos, Panik – aber keine Opfer. Das Feuer zerstörte „nur“ 800 Quadratmeter, verletzt wurde niemand.

    Trotz des glimpflichen Ausgangs: Das Erlebnis bleibt. Der Schock sitzt tief. Urlauber, die eben noch am Meer lagen, fanden sich plötzlich im Licht der Flammen wieder. Ein Moment, der bleibt.

    Zwei Brände – ein deutliches Signal

    Die Brände vom 25. Oktober zeigen auf erschreckende Weise, wie verletzlich die südfranzösische Landschaft geworden ist. Klimatische Veränderungen, zunehmende Trockenperioden und der dichte Bewuchs vieler Waldgebiete machen weite Teile des Südens zu Pulverfässern.

    Frankreich hat in den letzten Jahren bereits massiv in Waldbrandprävention investiert. Drohnenüberwachung, Frühwarnsysteme, spezialisierte Einsatzteams – vieles ist in Bewegung. Doch wie so oft liegt die eigentliche Herausforderung nicht in der Technik, sondern in der Koordination, im Verhalten der Menschen – und in der Natur selbst, die sich nicht bändigen lässt.

    Was bleibt: Wachsamkeit – und Respekt vor der Natur

    Die Feuerwehr bleibt weiter im Einsatz, auch wenn die akute Gefahr vorerst gebannt ist. Die Menschen in Castellar und im Gard werden diesen Herbst nicht so schnell vergessen.

    Und vielleicht, ja vielleicht, führt genau dieser Moment zu einem kollektiven Umdenken. Nicht erst löschen, wenn es brennt – sondern verhindern, dass es überhaupt so weit kommt.

    Autor: Andreas M. Brucker

  • Millionenbeute im Morgengrauen – Wenn 2 Millionen Walnüsse spurlos verschwinden

    Millionenbeute im Morgengrauen – Wenn 2 Millionen Walnüsse spurlos verschwinden

    Still ist es in der Drôme, wenn die Nacht ihren kühlen Schleier über die Felder legt. Doch in der Mitte dieses Oktobers 2025 hat sich in dieser Stille ein Vorfall ereignet, der Landwirte aufhorchen lässt: Fast zwei Millionen Walnüsse wurden einem Produzenten in La Roche-de-Glun gestohlen – in einer einzigen Nacht. Ein dreister Coup – präzise geplant, lautlos durchgeführt. Die Tat, die Staunen lässt Betroffen ist die „Domaine des Granges“, ein landwirtschaftlicher Betrieb direkt am Rhône-Ufer, geführt von einem erfahrenen Landwirt, der seit 1992 dort tätig ist. Rund 10 % seiner Jahresernte sind über Nacht verschwunden – das entspricht drei bis vier Tonnen Walnüssen. Kein Radabdruck, kein zerstörter Zaun, keine durchwühlte Parzelle. Nur leere Bäume, dort, wo gestern noch die Früchte hingen. Und als wäre das nicht schon kurios genug: Die ersten Reihen entlang der Straße wurden nicht angerührt. Ein kalkulierter Zug – Tarnung durch Zurückhaltung? Der stille Schaden, der laut wirkt Auf dem P…

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  • Drama auf der Bahnstrecke in Hochsavoyen: Zug rast in Rinderherde – 15 Tiere tot

    Drama auf der Bahnstrecke in Hochsavoyen: Zug rast in Rinderherde – 15 Tiere tot

    Ein schockierender Zwischenfall erschüttert die Alpenregion: Auf der Linie des Léman-Express zwischen Annecy und La Roche-sur-Foron kam es am Donnerstagabend zu einem tragischen Unfall. Ein Regionalzug erfasste eine Herde junger Kühe – 15 Tiere starben. Was nach einem skurrilen Einzelfall klingt, offenbart bei näherem Hinsehen die Schwachstellen ländlicher Infrastruktur in Frankreich. Die Nacht, in der alles stillstand Donnerstag, 19 Uhr, irgendwo zwischen Évires und Groisy. Ein TER-Zug mit rund 50 Passagieren an Bord nähert sich dem kleinen Bahnhof Évires, als plötzlich eine Gruppe Rinder auf den Gleisen steht. Der Lokführer kann nicht mehr rechtzeitig bremsen. Der Aufprall ist massiv – 14 der Tiere sterben sofort, eines überlebt schwer verletzt und wird später durch einen Tierarzt eingeschläfert. Wie durch ein Wunder bleibt es bei einem rein materiellen Schaden: Keine Verletzten unter den Fahrgästen oder beim Lokführer. Doch der Zug erleidet beträchtliche Schäden. Der Schienenverkehr…

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  • Winter an der Côte d’Azur – zwischen Goldlicht und kaltem Schatten

    Winter an der Côte d’Azur – zwischen Goldlicht und kaltem Schatten

    Wenn die letzten Sonnenhüte verstaut, die Strandliegen gestapelt und die Motoren der Yachten verstummen, schaltet die Côte d’Azur um – von Hochglanz auf Understatement. Was bleibt, ist ein Landstrich zwischen Eleganz und Einsamkeit, Sonne und Stille, Illusion und Realität. Klingt widersprüchlich? Ist es auch. Aber genau darin liegt ihr winterlicher Reiz.

    Der Süden im Ruhezustand

    Die ersten Male fühlt es sich fast gespenstisch an: Die berühmte Promenade des Anglais in Nizza – leer. Kein Gedränge vor der Eisdiele, kein Summen mehr in der Altstadt. Stattdessen Licht, das wie flüssiger Honig an den Hausfassaden klebt.

    Winter an der Côte d’Azur bedeutet nicht, dass alles stillsteht – aber alles atmet anders. Der Rhythmus verlangsamt sich, das Meer klingt rauer, die Möwen lauter. Wer jetzt reist, erlebt den Süden fast wie ein offenes Buch, das sonst in Touristenhänden rasch durchgeblättert wird.

    Und doch: Nicht jeder liebt diese Stille.

    Sehnsuchtsorte mit Schatten

    Nizza, Antibes, Menton – die Namen klingen nach Sonne, Lebenslust, Côte d’Azur eben. Und im Winter? Wird aus der Bühne ein Wohnzimmer. Cafés schließen nicht – aber sie verdichten sich. Es gibt Plätze. Gespräche dauern länger. Die Bedienung hat Zeit für ein Lächeln – nicht aus Pflicht, sondern weil es Raum dafür gibt.

    Saint-Tropez? Ein Kapitel für sich. Im Sommer überlaufen, im Winter fast eine Filmkulisse. Leere Gassen, geschlossene Boutiquen, ein Hauch von Melancholie. Man wandert durch das Zentrum und hört nur den eigenen Schritt – und vielleicht, ganz leise, das Flüstern vergangener Partynächte.

    Der Reiz dieser Orte? Ganz klar: Sie gehören plötzlich dir allein. Du teilst sie nicht mehr mit Hunderten. Aber du merkst auch: Der Glanz bröckelt ohne Publikum.

    Kultur im Wintermodus

    Doch Winter heißt nicht automatisch Winterschlaf. Die Städte der Côte d’Azur geben sich Mühe – und das spürt man. Der Karneval in Nizza etwa bringt Farbe und Fantasie mitten in die graue Jahreszeit. Menton feiert die Zitrone, als gäbe es keine Kälte. Cannes organisiert Kunst- und Musikveranstaltungen. Monaco? Setzt auf edle Weihnachtsmärkte mit Glitzerfaktor.

    Wer jetzt kommt, bekommt Kultur ohne Gedränge. Museen sind geöffnet, Tickets leichter zu bekommen, Events weniger überlaufen. Das Flair? Dezent. Die Qualität? Hoch. Man muss nur ein bisschen genauer hinschauen – und den Kalender im Blick behalten.

    Gaumenfreuden abseits der Saison

    Wer glaubt, im Winter gäbe es kulinarisch wenig zu holen, täuscht sich gewaltig. Die Märkte in Nizza oder Antibes duften anders, aber nicht weniger verführerisch. Zitrusfrüchte, Wild, Trüffel – jetzt hat all das Saison.

    Und die Küche? Bleibt exzellent. Frischer Fisch, warme Tartes, herzhafte Eintöpfe – kein Sommertheater, sondern ehrliche Küche für echte Gäste. Und ja, man findet Tische ohne Reservierung.

    Tipp am Rande: Wer im Winter hier isst, spricht häufiger mit Einheimischen als im Sommer. Die Atmosphäre ist direkter, offener. Und manchmal verrät einem der Kellner, wo es den besten Rosé gibt – fernab des Katalogs.

    Realität abseits der Postkarte

    So schön das alles klingt – die Côte d’Azur hat im Winter auch ihre Schattenseiten. Der Tourismus ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn im Sommer die Kassen klingeln, wird es im Winter still – zu still.

    Hotels und Restaurants schließen nicht immer freiwillig, sondern aus Not. Für viele Saisonarbeiter bedeutet der Winter: kein Einkommen, keine Perspektive, keine Sicherheit. Gleichzeitig steigen die Immobilienpreise, angetrieben von internationalen Käufern, während Einheimische oft nicht mehr mithalten können.

    Es ist eine Region der Kontraste: Jetset gegen Prekariat, Villa gegen Einzimmerwohnung, Vollzeitjob gegen Kurzzeitvertrag. Und dieser Gegensatz wird im Winter besonders sichtbar.

    Wer kommt eigentlich im Winter?

    Lange waren es die Briten und Russen, die sich in der kalten Jahreszeit an der Côte d’Azur einquartierten – die sogenannten „Hivernants“. Heute kehren sie zurück, in anderer Form: wohlhabende Rentner, digitale Nomaden, Langzeiturlauber.

    Sie schätzen das milde Klima, die Lebensqualität, das Licht. Keine Touri-Massen, kein Club-Lärm – dafür Sonne, Spaziergänge, Kunst, Küche. Man überwintern wieder – leise, stilvoll, dauerhaft.

    Und irgendwie wirkt das Ganze wie ein Revival – eine Neuauflage des alten Luxus. Aber diesmal ohne Pomp. Sondern mit Understatement.

    Ein Ort für Entdecker

    Die Côte d’Azur im Winter ist nichts für Instagram-Jäger. Wer nur Sonne und Selfies sucht, wird enttäuscht. Wer aber Natur, Kultur, Essen und Ruhe in einem sucht – kommt auf seine Kosten.

    Die Küstenwege bei Cap d’Antibes? Leer. Der Jardin Exotique in Eze? Fast privat. Die Gärten von Grasse? Still, duftend, meditativ.

    Und dazwischen? Kleine Entdeckungen: eine geöffnete Buchhandlung in Menton. Eine Kunstausstellung in einem verlassenen Villenflügel. Ein alter Fischer, der seine Geschichten erzählt – wenn man sich traut, zu fragen.

    Also – Paradies oder Problemzone?

    Weder noch. Oder beides. Der Winter an der Côte d’Azur ist widersprüchlich – und genau darin liegt sein Zauber. Er ist nicht die kleine Schwester des Sommers, sondern eine eigenständige Jahreszeit mit Charakter, Tiefe und – ja – Herausforderungen.

    Es ist kein Ort für schnelle Glücksmomente, sondern für langsames Entdecken. Kein Spot für Jetset, sondern für Menschen mit Zeit.

    Denn die Frage ist nicht: Lohnt sich die Côte d’Azur im Winter?

    Sondern: Wer bist du, wenn die Kulisse nicht mehr für dich spielt?

    Ein Reisebericht von V.O.Yager

  • Marseille, Tränengas und ein Sturz: Wenn das Demonstrationsrecht mit Gewalt beantwortet wird

    Marseille, Tränengas und ein Sturz: Wenn das Demonstrationsrecht mit Gewalt beantwortet wird

    Ein warmer Spätsommertag in Marseille. Menschen versammeln sich auf den Straßen, um ihre Meinung kundzutun – laut, aber friedlich. Mitten unter ihnen: eine junge Frau, Anfang zwanzig, Studentin, engagiert, wach. Was dann geschieht, wird nicht nur ihr Leben kurzzeitig aus dem Gleichgewicht bringen, sondern auch eine öffentliche Debatte neu entfachen: über Gewalt, Verantwortung – und Gerechtigkeit. Denn was sich am 18. September abspielt, ist auf Video dokumentiert. Die Bilder gehen viral: Die Studentin wird von der Polizei mit Tränengas besprüht, taumelt, wird gestoßen – zweimal. Sie stürzt zu Boden. Ohne ersichtlichen Grund, ohne Bedrohung, ohne Aggression ihrerseits. Was bleibt, ist mehr als nur ein blauer Fleck.

    Anzeige gegen Unbekannt – aber mit klarer Botschaft Am 22. Oktober, gut einen Monat nach dem Vorfall, reicht sie Anzeige ein – gegen Unbekannt, aber mit einer sehr klaren Anschuldigung: unverhältnismäßige Polizeige…

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  • Parken in Gold: Wie Nizza mit Strafzetteln und Gebühren Millionen verdient – und was mit dem Geld passiert

    Parken in Gold: Wie Nizza mit Strafzetteln und Gebühren Millionen verdient – und was mit dem Geld passiert

    Ein Parkplatz in der Innenstadt von Nizza ist wie ein Schatz, der nie lange unentdeckt bleibt. Kaum fährt ein Auto davon, schlüpft das nächste in die Lücke. Das hat seinen Preis – buchstäblich. Denn wer hier sein Fahrzeug abstellt, muss zahlen. Und zwar kräftig. 17 Millionen Euro nahm die Stadt 2024 allein durch Parkgebühren und Strafzettel ein. Damit liegt sie direkt hinter Paris auf Platz zwei der einträglichsten Innenstädte Frankreichs. Doch wohin fließt all dieses Geld? Wer in Nizza parken will, zahlt 2 Euro für rund eineinhalb Stunden. Eine Stunde ist meist kostenlos – danach wird es teuer. Wer länger bleiben will, muss tiefer in die Tasche greifen. Das nervt viele Autofahrer, doch noch größer ist der Ärger, wenn die Parkscheibe fehlt. Dann kostet es gleich 25 Euro – Tendenz steigend, falls man nicht rasch zahlt. Kein Wunder also, dass mittlerweile 90 Prozent der Autofahrer die Regeln einhalten. Denn das Risiko, erwischt zu werden, ist hoch: Jede der 14.000 kostenpflichtigen Parkb…

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  • Tragödie im Kinderparadies: Als ein Ausflug ins Spielzentrum tödlich endete

    Tragödie im Kinderparadies: Als ein Ausflug ins Spielzentrum tödlich endete

    Ein Nachmittag voller Lachen, Toben und unbeschwertem Spiel – so sollte der Donnerstag für zahlreiche Kinder im Indoor-Spielpark Okidok in Audincourt aussehen. Doch um 14:20 Uhr kippte die ausgelassene Stimmung schlagartig. Ein dreijähriger Junge sackte plötzlich zusammen. Wenige Stunden später war er tot. Die Ursache: ein Herz-Kreislauf-Stillstand. Ohne Vorwarnung. Ohne erkennbare äußere Einwirkung. Die Rettungskräfte waren schnell zur Stelle. Feuerwehr, Notarzt, Reanimation. Das volle Programm. Alles in Bewegung gesetzt – doch es half nichts. Im Krankenhaus wurde der Tod des kleinen Jungen festgestellt. Seine Eltern sind fassungslos. Laut ihren Aussagen war ihr Sohn kerngesund, hatte keinerlei bekannte Vorerkrankungen. Auch äußerlich gab es keine Hinweise auf ein Trauma, keinen Sturz, keine äußere Verletzung. Die erste Vermutung: ein plötzlicher, nicht erkennbarer innerer Defekt. Eine Autopsie soll nun Klarheit bringen. Der Ort des Geschehens, das Okidok in Audincourt, ist ein farben…

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  • Sturmtief „Benjamin“: Stromausfälle, Verwüstung und ein toter deutscher Tourist

    Sturmtief „Benjamin“: Stromausfälle, Verwüstung und ein toter deutscher Tourist

    Wenn der Wind zum Gegner wird, zeigt sich die ganze Zerbrechlichkeit moderner Infrastruktur. Sturmtief „Benjamin“ hat Frankreich mit voller Wucht getroffen – und hinterlässt ein Bild der Verwüstung.

    Am Donnerstagabend meldete der französische Wirtschaftsminister Roland Lescure im Abendnachrichtenmagazin von France 2: Noch immer sind 38.000 Haushalte ohne Strom. In Spitzenzeiten saßen sogar 140.000 Haushalte im Dunkeln. Besonders hart traf es die Regionen Nouvelle-Aquitaine, Okzitanien und Auvergne-Rhône-Alpes – ein weiter Bogen von der Atlantikküste bis zu den Alpen, in dem Bäume knickten, Straßen gesperrt wurden und der Strom flächendeckend ausfiel.

    Lescure nutzte die Gelegenheit, um den Einsatzkräften von Enedis zu danken. Die Techniker hätten, so der Minister, „mit vollem Einsatz“ daran gearbeitet, die Versorgung wiederherzustellen. In vielen Regionen herrschte Ausnahmezustand: Straßen überflutet, Leitungen beschädigt, Menschen in ihren Häusern eingeschlossen. Ein ganz normaler Herbststurm? Mitnichten.

    Denn „Benjamin“ war mehr als nur ein starker Wind.

    Ein besonders tragisches Kapitel spielte sich auf Korsika ab. Dort verlor ein 45-jähriger deutscher Tourist sein Leben. In der Region Galeria, an der Brücke „Pont des Cinq Arcades“, wurde er von den reißenden Fluten des Flusses Fango überrascht und mitgerissen. Sein lebloser Körper wurde später flussabwärts entdeckt. Urlaub in der Natur – mit tödlichem Ausgang.

    Innenminister Laurent Nuñez, der am Donnerstag das nationale Krisenzentrum aufsuchte, sprach von einem „Ereignis, das nachlässt“. Doch die Bilanz ist deutlich: 1.200 Feuerwehrleute waren im Dauereinsatz, halfen bei Evakuierungen, entfernten umgestürzte Bäume und kümmerten sich um Verletzte.

    Denn auch abseits Korsikas kam es zu dramatischen Szenen: In Royan, einem Küstenort in der Charente-Maritime, stürzte ein Baum auf ein Fahrzeug – drei Personen wurden verletzt. Glück im Unglück: Keine von ihnen musste ins Krankenhaus. In der Gironde traf es einen Busfahrer und eine Feuerwehrfrau, beide erlitten leichte Verletzungen durch herabfallende Äste.

    Immerhin: Der Sturm verliert an Kraft.

    Météo-France gab am Abend bekannt, dass nur noch zwei Départements unter „Vigilance Orange“ stehen – beide auf Korsika: Haute-Corse und Corse-du-Sud. Für den Rest des Landes hat sich die Lage weitgehend beruhigt. Der Wind pfeift leiser, doch die Aufräumarbeiten beginnen erst.

    Was bleibt, ist das mulmige Gefühl, wie schnell Naturgewalten den Alltag aus den Angeln heben können. Binnen Stunden wurde aus einem herbstlichen Tief ein nationales Krisenereignis. Die Frage drängt sich auf: Müssen wir uns an solche Extremwetterlagen gewöhnen?

    Die Meteorologen sagen Ja.

    Stürme wie „Benjamin“ sind kein Einzelfall mehr. Ihre Häufung, ihre Intensität – sie passen ins Bild eines sich wandelnden Klimas, in dem Wetterextreme keine Ausnahme, sondern die neue Regel sind. Besonders die Atlantikküste trifft es in den letzten Jahren immer häufiger. Häuser, die gestern noch sicher schienen, bekommen plötzlich nasse Keller und beschädigte Dächer.

    Und mittendrin: Menschen, die improvisieren, retten, helfen.

    Vielleicht ist das die einzige Konstante in all dem Chaos: der Zusammenhalt. Techniker, Feuerwehr, Nachbarn – sie alle werden in solchen Momenten zu stillen Heldinnen und Helden. Es sind ihre Hände, die die Schäden beheben, Leitungen reparieren, Menschen aus Autos bergen oder einfach eine Taschenlampe reichen, wenn das Licht ausgeht.

    Denn wenn der Strom ausfällt, bleibt uns nichts als ein wenig Kerzenlicht – und die Hoffnung, dass der Sturm bald weiterzieht.

    Von C. Hatty

  • Zwischen Kokosfasern und Olivenöl – Ein Tag in der Scourtinerie von Nyons

    Zwischen Kokosfasern und Olivenöl – Ein Tag in der Scourtinerie von Nyons

    Nyons. Wer diesen Ort im Herzen der Drôme Provençale besucht, entdeckt mehr als nur das bekannte Olivenöl oder die sanft geschwungenen Hügel mit ihren endlosen Olivenhainen. Man stolpert hier – im besten Sinne – über eine kleine, ehrwürdige Institution, die es so kein zweites Mal in Frankreich gibt: La Scourtinerie. Ein Ort, an dem das […]

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