Es ist ein Moment mit Symbolkraft: Die letzten Skiliftpylone verlassen die Hänge von Céüze – Stück für Stück, per Helikopter abgetragen, wie aus einer anderen Zeit. Der einst blühende Wintersportort in den französischen Hautes-Alpes beendet offiziell seine Geschichte als Skistation. Was zurückbleibt, ist keine Ruine, sondern ein Ort im Aufbruch. Der Abschied vom weißen Traum […]
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In Marseille überschlagen sich die Ereignisse. Das Büro einer stellvertretenden Staatsanwältin wurde durchsucht – nicht etwa von Einbrechern, sondern von der Polizei selbst. Dahinter steckt eine Affäre, die inzwischen weite Kreise zieht: Der Fall „Trident“, eine spektakulär geplante, aber kläglich gescheiterte Anti-Drogen-Operation, bringt die französische Drogenfahndung ins Wanken. Mehrere Beamte sitzen bereits auf der Anklagebank, und nun geraten auch Justizbehörden ins Visier.
Frankreich schaut nach Marseille – und fragt sich: Wie konnte das passieren?
Der Plan: 360 Kilo Kokain als Falle
Es klang nach einem klassischen Manöver aus dem Drehbuch der organisierten Verbrechensbekämpfung: Eine „Lieferung unter Aufsicht“, bei der Ermittler eine große Menge Kokain kontrolliert durch das Land schleusen lassen, um die Hintermänner dingfest zu machen.
360 Kilogramm reinstes Kokain, aus Kolumbien nach Marseille verschifft. Das Ziel: der Drogenboss Mimo, berüchtigt in der Hochhaussiedlung La C…
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Mitten in der Altstadt von Aix-en-Provence, verborgen in einer ruhigen Seitengasse, liegt ein Ort, der sich nicht auf den ersten Blick aufdrängt – und genau darin liegt sein Charme. Les Galinas ist kein hipper Szeneladen und kein protziges Gourmetrestaurant, sondern ein wohltuender Rückzugsort für alle, die echtes, unverfälschtes Essen lieben. Keine Experimente, kein Chichi, sondern […]
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Im Herzen der französischen Alpen liegt eine grüne Welt, die einst als wasserreiches Naturparadies galt. Die Chartreuse – ein imposanter Gebirgszug zwischen Grenoble und Chambéry – beherbergt eine der ursprünglichsten und faszinierendsten Bergwälder Frankreichs. Doch dieser grüne Schatz ist bedroht. Die Dürre nimmt zu, Parasiten wüten, und die einst mächtigen Baumriesen fallen reihenweise. Was hier […]
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Montag, 17 Uhr, eine leicht geschwungene Landstraße in der südlichen Saône-et-Loire. Die Sonne steht tief, der Feierabendverkehr ist im Gange – und plötzlich prallt ein SUV frontal auf einen Citroën C3. Fünf Menschen sterben noch an der Unfallstelle. Es sind erschütternde Szenen, wie man sie eigentlich nur aus Albträumen kennt – oder aus Polizeiberichten.
Was in der Gemeinde Curbigny zwischen La Clayette und Saint‑Symphorien‑des‑Bois passiert ist, wirkt wie ein grausames Déjà-vu: ein scheinbar banaler Streckenabschnitt, zwei Fahrzeuge, eine falsche Bewegung – und am Ende fünf Menschen, die ihr Leben verlieren.
Das Unglück im Detail
Was bisher bekannt ist: Der Unfall ereignete sich auf der Départementstraße D985, kurz hinter einer leichten Kurve. Ein großer SUV und ein Citroën C3 krachten frontal ineinander. Alle fünf Insassen – ein Mann im SUV, vier Frauen im Kleinwagen – waren sofort tot. Die Opfer waren zwischen 60 und 80 Jahre alt. Es handelte sich um Menschen aus der Region, was de…
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Wie ein illegaler Musikvideodreh bei Lyon ein Wohnhaus in Brand setzte – und ein ganzes Viertel erschütterte
Ein Samstagnachmittag in Rillieux-la-Pape. Herbstsonne über dem Quartier Les Alagniers, einem der sensibleren Bezirke am nördlichen Rand der Métropole Lyon. Was als Szene für einen energiegeladenen Rap-Clip gedacht war, endet in einem Inferno. Fassaden brennen, Familien fliehen, die Polizei wird angegriffen – und am Ende stehen 39 Menschen vor dem Nichts.
Les habitants de Rillieux-la-Pape sous le choc, deux jours après l'incendie d'un immeuble en marge du tournage d'un clip de rap pic.twitter.com/sheg6OlQJW
Es ist der 8. November, am Nachmittag, als sich eine Gruppe junger Männer im Viertel versammelt. Weiße und schwarze Overalls, auffällige Fahrzeuge, Pyrotechnik. Der Dreh beginnt ohne Genehmigung, wild, aufgeladen, selbstbewusst. Was in manchem Vorort längst zum Modus Operandi der urbanen Szene gehört – spontane Videodrehs mit Effekten und Lautstärke – eskaliert hier binnen weniger Minuten zur öffentlichen Gefahr.
Denn es dauert nicht lange, bis Anwohner die Polizei rufen….
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In den frühen Morgenstunden des 9. November wandelte sich die sonst lebhafte Ausgeh‑Atmosphäre rund um den Vieux‑Port in der Altstadt von Marseille in eine Tragödie: Ein 47‑jähriger Mann erlag einer Stichverletzung an der Brust, nachdem er gegen 1 Uhr nachts vor einer Bar im Quartier Opéra in eine Auseinandersetzung geraten war. Die Rettungskräfte konnten ihn bei Eintreffen nicht mehr reanimieren. Ein 43‑jähriger Mann wurde zusätzlich durch einen Stich an der Hand verletzt. Er befindet sich in ärztlicher Behandlung. Ein Tatverdächtiger wurde umgehend festgenommen.
Die Tat ereignete sich vor dem Pub Little Temple Bar in der Rue de la Paix Marcel Paul – unweit des beliebten Ausgehviertels am Hafen. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass ein vor dem Einlass abgewiesener Gast den Türsteher mit einem Messer attackiert haben könnte. Laut lokalen Medien war der Festgenommene bereits polizeibekannt.
Was bisher feststeht
Der Tote: 47 Jahre alt, ist kurz nach dem Angriff noch am Tatort ver…
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Man sagt, wer auf dem Mont d’Or steht, sieht halb Frankreich und einen guten Teil der Schweiz. Vielleicht ist das übertrieben – aber wer einmal dort oben war, weiß, warum sich solche Geschichten halten. Zwischen den schroffen Felsen und den sanft geschwungenen Weiden des Haut-Doubs entfaltet sich eine Landschaft, die sich nicht einfach beschreiben lässt. Man muss sie spüren: den Wind, der über die Grate pfeift, das Rascheln des Herbstlaubs, den Geruch von feuchtem Holz und kaltem Käse.
Der Mont d’Or ist kein Gipfel, der sich mit reißerischem Pathos ins Gedächtnis brennt. Er ist leiser, fast demütig. Mit seinen gut 1.460 Metern wirkt er eher wie ein langgestreckter Rücken, der sich vorsichtig an die Wolken lehnt. Doch seine Schönheit liegt gerade in dieser Sanftheit.
Der Aufstieg über die Crêtes
Der Weg hinauf beginnt unscheinbar. Ein schmaler Pfad, der sich durch Weiden und Nadelwälder schlängelt, begleitet vom Läuten der Kuhglocken. Dann wird es steiler. Der Himmel weitet sich, die Luft wird klarer. Und plötzlich – steht man oben.
Ein paar Meter weiter öffnet sich der Blick auf ein Panorama, das fast unwirklich erscheint: Im Osten die Alpen, schimmernd wie eine ferne Illusion; im Westen das Jura, wellig, gedämpft, vertraut. An Tagen ohne Dunst reicht der Blick bis zum Mont-Blanc, dessen weiße Kappe über der Erde schwebt wie eine Verheißung.
Eine Familie aus Besançon steht staunend auf der Plattform, die Haare zerzaust vom Wind. „Schau mal, wie sich das Licht verändert“, ruft die Tochter, „das sieht ja aus wie gemalt!“ Der Vater nickt still – und für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen.
Sieben Kilometer dauert die Wanderung entlang der Crêtes, vorbei an grasenden Schafen, kleinen Holzschuppen und Weiden, die im Herbst in tausend Farben leuchten. „C’est trop beau“, ruft jemand, und man versteht sofort, dass hier keine Übertreibung im Spiel ist.
Zwischen Wildnis und Handwerk
Im Doubs lebt man mit den Jahreszeiten, nicht gegen sie. Wer sich auf den Mont d’Or einlässt, begegnet dieser Ruhe auf Schritt und Tritt. Und doch schlägt das Herz der Region kräftig, besonders in den kleinen Dörfern rund um Métabief und Mouthe.
Hier bereitet man sich schon im Herbst auf den Winter vor. Fanny, eine junge Skilehrerin mit Sonnenbrand auf der Nase, zeigt Touristen das „ski-roue“, eine Art Sommertraining auf Rollen. „Man bleibt in Bewegung“, sagt sie lachend, „und die Beine vergessen den Winter nicht.“
Ringsum dehnen sich Wälder und Almwiesen, durchzogen von klaren Bächen. Wer einen Moment innehält, hört das ferne Rauschen der Quelle des Doubs – dieser Fluss, der der Region ihren Namen gibt und an manchen Stellen so geheimnisvoll aus der Erde tritt, dass man fast an Märchen glaubt.
Im Sommer schwimmt man im Lac de Saint-Point, im Herbst spaziert man durch das Farbenspiel der Wälder. „Hier ändert sich alles, aber auf eine sanfte Weise“, sagt ein alter Bauer. „Nie abrupt, immer mit Gefühl.“
Der Käse, der den Namen des Berges trägt
Wer „Mont d’Or“ sagt, meint oft nicht den Gipfel, sondern den Käse. Ein runder Laib, cremig und weich, in Rinde von Fichtenholz gebettet – so duftet er nach Wald, nach Rauch, nach Zuhause. Seit Jahrhunderten wird er hier im Haut-Doubs hergestellt, aus der Milch jener Kühe, die an den Hängen des Mont d’Or grasen.
Im kleinen Dorf Les Longevilles-Mont-d’Or steht Fabien in seiner Küche. Auf dem Herd blubbert ein Topf, in der Ecke ein Stück Comté, daneben die runden, hellen Kisten des Mont d’Or. „C’est le moment“, sagt er, und bohrt mit geübter Hand ein Loch in den Käse. Ein Schuss Vin du Jura, ein paar Scheiben Knoblauch – und schon duftet der ganze Raum.
Diese Version, warm, goldgelb und leicht zerlaufen, wird mit Kartoffeln und Charcuterie serviert. „Il a du goût“, meint ein Besucher aus Nancy, „et il tient chaud au cœur.“ Genau darum geht es: um Wärme, um dieses Gefühl, das von innen kommt, wenn draußen der Wind über die Jurakämme zieht.
Fabien wagt sich auch an Neues: eine Mousse de Mont d’Or auf einem leichten Gemüsevelouté, garniert mit knuspriger Tuile de Morteau. „Das ist unsere Art, Tradition lebendig zu halten“, sagt er. „Nichts versteinern – immer weiter erfinden.“
Der Mont d’Or als Seele des Doubs
Vielleicht ist der Mont d’Or deshalb so besonders: weil er beides verkörpert – die Ruhe der Natur und die lebendige Kraft der Menschen, die hier leben.
In Métabief sitzt man abends auf der Terrasse eines kleinen Gasthauses, das Holz knarzt, die Gläser klirren. Draußen leuchtet der Himmel in dunklem Orange, und irgendwo muht eine Kuh träge. Eine Frau aus Pontarlier sagt: „Hier oben hat man das Gefühl, dass die Zeit sich dehnt. Nicht stillsteht, aber langsamer läuft.“
Was sucht man, wenn man auf einen Berg steigt? Aussicht? Ruhe? Eine Art von Wahrheit? Vielleicht alles zusammen. Der Mont d’Or antwortet nicht mit Spektakel, sondern mit stiller Geste. Mit einem Licht, das die Landschaft streichelt, statt sie zu blenden. Mit einer Weite, die nicht einschüchtert, sondern atmen lässt.
Und wenn man am Ende des Tages unten im Tal sitzt, mit einem Glas Vin jaune und einem Teller dampfender Mont d’Or-Kartoffeln, dann begreift man: Dieser Berg ist kein Ziel, sondern eine Stimmung.
Wer Lussan kennt, vergisst es nicht. Das kleine Dorf im Gard, auf einem Felsvorsprung thronend, umgeben von Mauern und mit einem Blick, der bis zur Garrigue reicht, wirkt, als habe sich hier die Zeit in die Provence verliebt. Zwischen Olivenbäumen und Lavendelduft versteckt sich ein Schatz, der längst über die Grenzen Frankreichs hinaus schillert: die Pintade de Lussan – jene charmanten Keramik-Perlhühner, die in Werkstätten geboren werden, in denen Handwerk noch Herzschlag hat.
Was als kleine, fast vertrauliche Dorfgeschichte begann, ist heute ein Symbol französischer Kreativität, das selbst in New York oder San Francisco auf Designerregalen steht. Doch wie schafft es ein simples Huhn aus Ton, die Welt zu verzaubern?
Ein Dorf, das Kunst atmet
In Lussan spürt man diesen ganz eigenen Rhythmus – leise, fast meditativ. Die schmalen Gassen, die alten Steinhäuser, die Sonne, die über die Steinmauern streicht. Und dann, in einem dieser Häuser, klopft und schleift, pinselt und modelliert ein kleines Team um Adrien Caillard seine besonderen Vögel. Hier duftet es nach Erde, nach Ton, nach Arbeit – nach Leben.
Lussan im Departement Gard
Adrien, ein Mann mit ruhigem Blick und kräftigen Händen, führt das Atelier, das seine Mutter vor einem halben Jahrhundert gegründet hat. „Ma mère voulait faire un objet simple, joyeux, universel“, erzählt er mit einem Lächeln. Ein Objekt, das allen gefällt – vom provenzalischen Nachbarn bis zum kalifornischen Sammler.
Die Formel? Nichts weniger als Poesie in Ton.
Vom Gips zum Glanz
Wer das Atelier betritt, betritt eine kleine Welt der Geduld. In der Hand eines Handwerkers liegt ein Gipsmodell, gefüllt mit Barbotine, dieser flüssigen Tonmischung, die so zart ist wie Schokolade im Wasserbad. Dann beginnt das Warten. Das Ziehen. Das Atmen des Materials.
Und schließlich – ein Moment fast wie eine Geburt. Der Gips öffnet sich, und eine neue Pintade erblickt das Licht des Tages.
Bevor sie in Farbe getaucht wird, bekommt sie eine liebevolle Behandlung: Géraldine Fumey, Céramiste mit einem Auge für Eleganz, glättet sorgsam jede Naht, zeichnet die feinen Konturen nach, formt die drei charakteristischen „Bosses“ über dem Kopf. „C’est là qu’elle prend vie“, sagt sie – hier beginnt das Leben.
Jede Pintade ist anders. Eine leichte Neigung des Halses, eine zartere Linie am Rücken, ein Lächeln, das man fast zu spüren meint. Es ist diese Einzigartigkeit, die sie unwiderstehlich macht.
Die Kunst der Naivität
In der Welt des Designs liebt man oft das Perfekte, das Glatte, das Berechenbare. Doch die Pintade de Lussan bricht mit dieser Logik. Sie ist schlicht – aber niemals simpel. Naiv – aber voller Charme.
Muriel Lods, Dekorateurin der Werkstatt, sagt es treffend: „Elles ont été tellement synthétisées dans leur naïveté… qu’elles plaisent à tout le monde.“ Eine Form, so reduziert, dass sie universell geworden ist.
Wie kann ein Objekt, das scheinbar „altmodisch“ wirkt, plötzlich Kultstatus erlangen? Vielleicht, weil es echt ist. Weil man in jeder Kurve, in jeder Farbspur den Abdruck einer Hand erkennt.
Und sind es nicht genau diese kleinen, menschlichen Unvollkommenheiten, die uns berühren?
Ein Flug über den Atlantik
Heute verlassen jedes Jahr rund 15.000 dieser Keramiktiere das Atelier. Über die Hälfte davon fliegt in die Vereinigten Staaten. Von Paris bis Portland, von Lyon bis Los Angeles – überall finden sich kleine Boutiquen, die stolz „Made in Lussan“ ins Schaufenster schreiben.
In den sozialen Netzwerken zeigen Sammler ihre „pintades“ auf Sideboards, Terrassen oder neben Sukkulenten. Manche posieren mit ihnen wie mit Haustieren, andere sprechen sogar mit ihnen. Verrückt? Vielleicht. Aber wer einmal eine dieser kleinen Figuren betrachtet, versteht, warum.
Da ist etwas Tröstliches an dieser runden Form, an diesem stillen, fast meditativen Blick der Pintade. Als würde sie sagen: „Nimm’s leicht, das Leben ist schön.“
Zwischen Tradition und Zukunft
Adrien Caillard und sein Team ruhen sich nicht auf ihrem Erfolg aus. Immer wieder entstehen neue Farbreihen – pastellige Blautöne, erdige Ocker, mutige Schwarz-Weiß-Kontraste. So bleibt die Pintade de Lussan modern, ohne ihre Wurzeln zu verlieren.
Gleichzeitig bleibt das Herz des Unternehmens unverändert: Handarbeit, lokale Materialien, Nähe zur Natur. Die Tonerde kommt aus der Region, die Glasuren aus französischen Werkstätten, die Ideen aus langen Gesprächen bei einem Café auf der Dorfterrasse.
Könnte das der wahre Luxus unserer Zeit sein – ein Gegenstand, der Zeit, Zuwendung und Geschichte in sich trägt?
Lussan, das kleine Wunder im Gard
Wer das Dorf besucht, versteht schnell, warum Kunst und Landschaft hier so eng miteinander verschmelzen. Die Sonne spiegelt sich in den Keramikfarben, der Wind streicht durch Pinien, und manchmal hört man aus einer Werkstatt ein leises Lachen, wenn wieder eine Pintade gelungen ist.
Vielleicht ist genau das der Geist von Lussan: eine Mischung aus Ernsthaftigkeit und Lebensfreude, aus Handwerk und Poesie, aus Dorf und Welt.
Und wenn in New York eine Designliebhaberin ihre Pintade streichelt, dann fliegt – zumindest symbolisch – ein Stück südfranzösische Seele über den Atlantik zurück nach Hause.
Eine kleine Geschichte mit großem Herz
Die Pintade de Lussan ist mehr als ein Dekorationsobjekt. Sie ist ein Symbol für das, was Frankreich ausmacht: Stolz auf das Handwerk, Liebe zum Detail, Freude am Schönen.
In einer Welt, die immer schneller, digitaler und lauter wird, erinnert sie uns daran, dass wahre Schönheit leise spricht.
Und vielleicht – ganz vielleicht – steckt in jedem von uns ein kleines Perlhuhn, das einfach in Ruhe träumen will.
Was wie ein Hightech-Traum klingt, sorgt im Süden Frankreichs für hitzige Debatten: Ein neues Rechenzentrum soll vor den Toren Marseilles entstehen – groß, energiehungrig, modern. Doch viele Menschen vor Ort sehen in dem Projekt eher eine Belastung als einen Fortschritt.
117.000 Menschen – oder ein einziges Rechenzentrum?
Diese Zahl steht wie ein Mahnmal im Raum. Die geplante Anlage in der Gewerbezone „Les Sybilles“ in Pennes-Mirabeau, einem Vorort von Marseille, soll so viel Strom verbrauchen wie eine mittlere Stadt. Der Betreiber Telehouse INT Corporation Europe Limited plant auf mehreren Hektar Fläche ein sogenanntes Hyperscale-Datacenter, komplett mit Technikbauten, Parkplätzen, Stromaggregaten – ein massiver Komplex im Schatten von Autobahn und Flughafen.
Während die Projektträger von Innovation und Nachhaltigkeit sprechen, warnen Anwohner, Umweltverbände und selbst staatliche Stellen vor den Folgen.
Energie, Wasser, Boden – was steht auf dem Spiel?
Gleich mehrere Kritikpunkte erh…
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