Kategorie: Südost

  • Umwelt: Eine geplante künstliche Insel in der Nähe von Cannes sorgt für Kontroversen

    Umwelt: Eine geplante künstliche Insel in der Nähe von Cannes sorgt für Kontroversen

    Die geplante Errichtung einer künstlichen Insel, einer Art schwimmendes Resort, einige hundert Meter von der Küste entfernt, in der Nähe von Cannes an der Côte d’Azur, wird wegen ihrer ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen kontrovers diskutiert.

    Es handelt sich um ein in Frankreich ganz neuartiges Projekt. Eine künstliche Insel könnte bald 600 Meter von der Küste entfernt zwischen den Lérins-Inseln und dem Esterel-Massiv entstehen. Ein Projekt, das die ortsansässigen Fischer sprachlos macht. „Das wird Verschmutzung bringen, das wird nicht gut sein“, beklagt sich einer von ihnen auf dem Sender France 2. Die Bilder, die der Bauunternehmer liefert, sind dagegen grandios. Ein Restaurant, eine Suite, eine Loungebar, zwei Swimmingpools und bis zu 350 Gäste gleichzeitig. Marc Audineau, einer der Designer des Canua Island-Projekts, verspricht eine umweltfreundliche Einrichtung, die das Bewusstsein der Gäste für den Meeresboden schärfen soll. „Wir werden den Müll an Bord sammeln und sortieren“, verspricht er.

    Vereine protestieren
    In Théoule-sur-Mer (Alpes-Maritimes) haben einige Vereine nun eine Petition gegen das Projekt gestartet. Sie fürchten die ökologischen Auswirkungen, da täglich Pendelboote zum Resort fahren werden. Die Meerespräfektur muss noch eine Genehmigung für das Anlegen der Pendelboote erteilen.

  • Marseille: 18 Menschen starben seit Jahresbeginn durch Tötungsdelikte

    Marseille: 18 Menschen starben seit Jahresbeginn durch Tötungsdelikte

    In Marseille im Departement Bouches-du-Rhône wurde am Mittwochabend, dem 3. Mai, erneut ein 32-jähriger Mann erschossen. Seit Anfang des Jahres starben in der Stadt am Mittelmeer 18 Menschen durch Mord.

    Am Mittwochabend, dem 3. Mai, wurde ein 32-jähriger Mann in Marseille (Bouches-du-Rhône) mit einer Pumpgun erschossen. Er wurde an seinem Auto, das vor einem Lebensmittelgeschäft im 13. Arrondissement der Stadt geparkt war, getroffen. Das Opfer verstarb kurz nach dem Eintreffen der Rettungskräfte. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen hatte der Mann gerade selbst eine Gefängnisstrafe wegen Beihilfe zum Mord verbüßt. Für die Bewohner des Viertels war es ein Schock. „Wir hatten hier noch nie eine Schießerei oder Ähnliches“, sagte einer von ihnen auf dem Sender France 2.

    Seit Anfang des Jahres sind in Marseille 18 Menschen durch Tötungsdelikte im Rahmen von Abrechnungen im Drogenmilieu gestorben. Zu den am meisten betroffenen Stadtvierteln gehört die Cité Félix Pyat im dritten Arrondissement der Stadt, wo allein im letzten Monat drei Menschen ihr Leben verloren. Die Menschen des Viertels fühlen sich im Stich gelassen. Aus Solidarität mit den Opfern der Morde wurde am Mittwoch in Marseille ein Marsch organisiert.

  • Ein Mann in den Dreißigern im 13. Arrondissement von Marseille erschossen

    Ein Mann in den Dreißigern im 13. Arrondissement von Marseille erschossen

    Der oder die Täter sind auf der Flucht, die Kriminalpolizei von Marseille hat die Ermittlungen übernommen.

    Ein Mann in den Dreißigern wurde am Mittwoch, dem 3. Mai, gegen 19.30 Uhr im 13. Arrondissement von Marseille erschossen, wie France Bleu Provence und Franceinfo berichteten. Der Mann wurde beschossen, als er zu seinem Fahrzeug am Chemin de Château-Gombert zurückkehrte.

    Die herbeigerufenen Feuerwehrsanitäter konnten nur noch den Tod des jungen Mannes feststellen. Der oder die Täter sind flüchtig und die Kriminalpolizei in Marseille wurde eingeschaltet. Nach Informationen des Senders France Bleu Provence handelte es sich diesmal wohl nicht um einen Fall im Zusammenhang mit Drogenhandel, sondern eher um die Vergangenheit des Opfers. Der Mann war erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassen worden, wo er eine Strafe wegen Beihilfe zu einem Mord verbüßte, der 2015 im 13. Arrondissement begangen worden war.

    Seit Anfang des Jahres sind in Marseille 18 Menschen durch Mord gestorben, die meisten von ihnen laut France Bleu Provence im Zuge von Abrechnungen im Drogenmilieu. Der neue Todesfall ereignete sich just einem Zeitpunkt, als am Mittwochnachmittag im Stadtteil La Joliette ein Marsch organisiert wurde, um den Opfern von Schießereien zu gedenken, insbesondere einem 16-jährigen Jugendlichen, der vor einem Monat getötet wurde.

  • Dürre: Wassereinschränkungen auf 31 weitere Gemeinden im Puy-de-Dôme ausgeweitet, darunter Volvic

    Dürre: Wassereinschränkungen auf 31 weitere Gemeinden im Puy-de-Dôme ausgeweitet, darunter Volvic

    Der Danone-Konzern, der das berühmte Mineralwasser von Volvic anbietet, verpflichtete sich, seine vom Staat genehmigten monatlichen Entnahmen um 5% zu reduzieren.

    Dürre und Trockenheit nehmen in einigen Regionen Frankreichs überhand. Die Präfektur des Departements Puy-de-Dôme weitete am Dienstag, 2. Mai, die Maßnahmen zur Einschränkung der Wasserversorgung auf 31 Gemeinden aus, womit die Zahl der betroffenen Orte in diesem Departement auf 44 anstieg. Darunter befindet sich auch die Gemeinde Volvic, in der Danone das berühmte Mineralwasser abfüllt. Die Maßnahmen gelten ab Mittwoch und bis zum 30. Juni. Ziel ist es, „präventiv zu handeln und das Risiko einer Trinkwasserknappheit zu begrenzen“, wie es in einer Mitteilung der Präfektur heißt.

    Das Waschen von Fahrzeugen, das Füllen von Swimmingpools und das Bewässern von Terrassen, Wegen, Spielplätzen oder Sportplätzen sind zu jeder Zeit untersagt. Die Bewässerung von Grünflächen, Gärten, Obstgärten sowie von Pflanzen von Blumenhändlern und Baumschulen ist zwischen 10 Uhr und 18 Uhr verboten.

    Industrielle, die Wasser aus dem Trinkwassernetz entnehmen, müssen ihre Entnahme um 25 % reduzieren. Unternehmen, die einen Plan zur rationellen Wassernutzung unterzeichnet haben, müssen ihrerseits die Maßnahmen umsetzen, die normalerweise im Falle eines Alarms vorgesehen sind, so die Präfektur. Dies gilt für die Société des eaux de Volvic, die zum Danone-Konzern gehört, die sich verpflichtet hatte, ihre monatlichen Entnahmen im Falle eines Alarms um 5% zu reduzieren. Man werde dies im Mai und Juni tun, bestätigte ein Sprecher des Unternehmens.

  • Fünfjähriges Mädchen vor seiner Schule in Spanien entführt und in Frankreich wiedergefunden

    Fünfjähriges Mädchen vor seiner Schule in Spanien entführt und in Frankreich wiedergefunden

    Am Freitag, dem 28. April, wurde die fünfjährige Saray Muñoz Gorreta vor ihrer Schule in Tavernes Blanques, in der Provinz Valencia, Spanien, entführt. Sie wurde am Dienstag, dem 2. Mai, in Frankreich von der Polizei aufgefunden.

    Die fünfjährige Saray Muñoz wurde am Freitag, dem 28. April, vor ihrer Schule in Tavernes Blanques, in der Provinz Valencia, Spanien, von ihrem Großvater mütterlicherseits und einem weiteren unbekannten Mann gewaltsam entführt. Gegen 9 Uhr morgens, als Saray Muñoz mit ihrem Vater und Großvater väterlicherseits auf dem Weg zu ihrer Klasse war, sollen sie auf den Großvater mütterlicherseits und einen weiteren Mann gestoßen sein. Zwischen den vier Erwachsenen brach ein Streit aus.

    In Nîmes gefunden
    Seit 2020 fechten die beiden Elternteile des Mädchens einen Sorgerechtsstreit um ihre Tochter aus. Das Mädchen wurde ihrem Vater aus den Armen gerissen und – laut Bildern aus einer Videoüberwachung – in einen weißen Renault Scenic gezerrt, der dann mit hoher Geschwindigkeit davon fuhr.

    Sarays Vater gab an, dass seine Ex-Frau hinter der Tat stecke. Der Mann war überzeugt, dass seine Tochter nach Frankreich verschleppt wurde, wo deren Familie lebt. Seine Ex-Frau habe damit gegen einen Gerichtsentscheid verstoßen, indem sie ihre Tochter außer Landes gebracht hat. Es wurde eine Klage eingereicht.

    Am Dienstag, dem 2. Mai, gab die spanische Guardia Civil schließlich bekannt, dass sie das Kind in Frankreich gefunden hatte. Genauer gesagt in Nîmes, wo die Familie mütterlicherseits ansässig ist.

  • Vaucluse: Zwei getrennte Schießereien fordern am Montagabend in Cavaillon zwei Tote und einen Verletzten

    Vaucluse: Zwei getrennte Schießereien fordern am Montagabend in Cavaillon zwei Tote und einen Verletzten

    Zwei Männer im Alter von 20 und 26 Jahren starben am Montagabend bei einer Schießerei in Cavaillon, während zur gleichen Zeit am anderen Ende der Stadt Schüsse fielen, die einen 36-jährigen Mann verletzten.

    Zwei verschiedene Schießereien haben am Montagabend, 1. Mai, in Cavaillon (Vaucluse) zwei Tote und einen Verletzten gefordert, berichtet der Sender France Bleu Vaucluse. Die ersten Schüsse fielen zwischen dem Bahnhof und der Veranstaltungshalle La Garance.

    Zwei Männer im Alter von 20 und 26 Jahren starben bei dieser ersten Schießerei. Sie wurden kurz vor 23 Uhr von Kugeln getroffen, als sie in einem Fahrzeug in der Nähe des Bahnhofs von Cavaillon unterwegs waren, wie die Staatsanwaltschaft gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mitteilte.

    Nahezu zur gleichen Zeit wurde bei einer weiteren Schießerei im Norden der Stadt ein Mensch verletzt. Ein 36-jähriger Mann wurde in das Krankenhaus von Cavaillon gebracht, schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Seine Verletzungen seien nicht lebensbedrohlich, teilte die Staatsanwaltschaft von Avignon der Nachrichtenagentur AFP mit. Die Staatsanwaltschaft konnte bislang nicht bestätigen, ob die Opfer wegen Drogenhandels bereits in Erscheinung getreten seien. Die Ermittlungen wurden von der Kriminalpolizei übernommen.

  • Achtung Frankreich-Urlauber: In diesen Departements werden die meisten Strafzettel ausgestellt

    Achtung Frankreich-Urlauber: In diesen Departements werden die meisten Strafzettel ausgestellt

    Im Jahr 2021 wurden in Frankreich fast 40 Millionen Bußgeldbescheide ausgestellt. Besonders viele Strafzettel entfielen auf die Departements der Regionen PACA und Île-de-France.

    Überhöhte Geschwindigkeit, verbotenes Parken: Im Jahr 2021 wurden in Frankreich wieder so viele Strafzettel ausgestellt wie vor der Covid-Krise. Die Agence nationale de Traitement des Infractions (ANTAI) hat insgesamt 39,53 Millionen Strafzettel an die Franzosen verschickt, was fast der Anzahl der Autofahrer im ganzen Land entspricht. Insgesamt wurden im selben Jahr rund 22,1 Millionen Fahrzeuge von einem automatischen Radargerät geblitzt, was einem Anstieg von 19% im Vergleich zum Vorjahr entspricht…

    Allerdings fällt auf, dass die Strafzettel nicht gleichmäßig über Frankreich verteilt sind. In den neuesten Zahlen des Observatoire Nationale de la Sécurité Routière, die kürzlich veröffentlicht wurden, stechen zwei Regionen deutlich hervor: In den Regionen Ile-de-France und Provence-Alpes-Côte-d’Azur wurden besonders viele Strafzettel ausgestellt. In der Bretagne, im Département Loire Atlantique und generell in der Mitte des Landes sind die Strafzettel seltener…

    Paris und der Südosten an der Spitze des Feldes
    Was die Zahl der Verstöße betrifft, ist die Hauptstadt absoluter Spitzenreiter. In Paris wurden im Jahr 2021 unglaubliche 591.339 Bußgeldbescheide ausgestellt, das sind etwas mehr als 279 Bußgeldbescheide pro 1.000 Einwohner, die höchste Rate im ganzen Land.

    Das Departement Seine-Saint-Denis folgt in der Rangliste mit 269.427 verhängten Strafzetteln im Jahr 2021 (das entspricht etwas mehr als 160 verhängten Strafzetteln pro 1.000 Einwohner). Ebenfalls ganz oben auf der Liste stehen die Departements der Region Provence-Alpes-Côte-d’Azur: Alpes-de-Haute-Provence kommt auf 110 Strafzettel pro 1.000 Einwohner und Bouches-du-Rhône auf rund 185.015 Strafzettel im Jahr 2021 (das entspricht 89 Strafzetteln pro 1.000 Einwohner). Im Departement Côte d’Or haben die Verstöße zwischen 2020 und 221 jedoch am stärksten zugenommen. Dort wurden mehr als 31.0000 Strafzettel ausgestellt: eine Zahl, die um mehr als 30% gestiegen ist. Die Departements Creuse (+29%) und Loire (+24%) vervollständigen das Podium.

    Zu hohe Geschwindigkeit immer noch an erster Stelle
    Die Franzosen treten immer noch ein wenig zu stark aufs Gaspedal: Insgesamt wurden laut der Nationalen Interministeriellen Beobachtungsstelle für Straßenverkehrssicherheit im Jahr 2021 etwa 15 Millionen Verstöße wegen überhöhter Geschwindigkeit registriert, was einem Anstieg um 13,2 % innerhalb eines Jahres entspricht. Die Geschwindigkeit betrifft somit mehr als 55% der Verstöße, die im ganzen Land registriert werden. Weitere 7,1 Millionen Verstöße betrafen behinderndes oder gefährliches Parken.

    Im Jahr 2021 wurden insgesamt 14,6 Millionen Führerscheinpunkte verteilt.

  • Donnerstagabend: Es brennt im Departement Var – 5 Hektar zerstört

    Donnerstagabend: Es brennt im Departement Var – 5 Hektar zerstört

    „Ein Feuer ist in einem dichten Waldgebiet ausgebrochen“, teilte die Feuerwehr des Departements Var am Donnerstagabend mit. Die Feuerwehr setzt erhebliche Mittel ein, um den Brand bei Saint-Paul-en-Forêt schnellstmöglich unter Kontrolle zu bringen. In der Gegend von Fayence ist der Verkehr teilweise unterbrochen.

    Am Donnerstag, dem 27. April, brach gegen Abend in Saint-Paul-en-Forêt ein Waldbrand aus.

    Die Feuerwehr gab gegen 20 Uhr eine Lageeinschätzung ab, wonach bereits 5 Hektar Land zerstört worden waren. Bei dem betroffenen Gebiet handelt es sich um eine dicht bewaldete Stelle. Der Brand ist laut den Feuerwehrleuten noch aktiv.

    Problem mit der Wasserversorgung
    In ihrer Meldung berichtete die Feuerwehr, dass „die Wasserbehörden unter der Leitung der Gemeindebehörden ihr Möglichstes tun, um die Wasserversorgung“ für die Brandbekämpfung sicher zu stellen.

    Die Region um Fayence ist aufgrund der Dürre von Wasserbeschränkungen betroffen, was die Gefahr einer schwierigen Sommersaison für Feuerwehren in diesem Gebiet nach Ansicht von Wissenschaftlern zusätzlich erhöht.

    Straßen gesperrt, Verstärkung wird erwartet
    Die Feuerwehr des Departements Var setzte sofort umfangreiche Mittel zur Brandbekämpfung ein und es werden weitere Feuerwehren zur Verstärkungen erwartet.

    Bei Einbruch der Dunkelheit waren mehr als 70 Feuerwehrleute im Einsatz.

    Die Feuerwehr hat die Bevölkerung aufgefordert, sich nicht an den Ort des Geschehens zu begeben. Die Straße nach Fayence wurde für den Verkehr gesperrt, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

  • Marseille: Drei Männer nach einer Schießerei verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen

    Marseille: Drei Männer nach einer Schießerei verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen

    Die drei festgenommenen Personen sind 22, 24 und 25 Jahre alt und der Polizei bereits wegen Drogenhandels, Gewalttätigkeiten und Verstößen gegen das Waffengesetz bekannt.

    Nach einer Schießerei in Marseille am Dienstagabend, dem 24. April, wurden drei Männer von der BRI (Brigade de recherche et d’intervention) verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen. Die Schießerei ereignete sich gegen 23.20 Uhr auf dem Boulevard Louis Villecroze im 14. Arrondissement. Es gab keine Opfer.

    Fünfzehn Minuten später wurde im 13. Arrondissement von Marseille ein ausgebranntes Auto gefunden. Im Inneren des Wracks wurde ein AK47-Sturmgewehr gefunden. Das Auto wurde von der Kriminalpolizei bereits überwacht. Drei Verdächtige wurden anschließend festgenommen.

    Die drei festgenommenen Personen sind 22, 24 und 25 Jahre alt und den Behörden bereits wegen Drogenhandels, Gewalttätigkeiten und Verstößen gegen das Waffengesetz bekannt. Die drei Männer befinden sich wegen versuchten Mordes in einer organisierten Bande in Polizeigewahrsam, ihr Gewahrsam kann bis zu vier Tage dauern.

  • Waldbrände: Die Bewohner der Alpes-Maritimes bereiten sich auf den Sommer vor

    Waldbrände: Die Bewohner der Alpes-Maritimes bereiten sich auf den Sommer vor

    Um die Schäden durch Waldbrände zu begrenzen, ist das Entfernen von Büschen und Sträuchern um Häuser herum in vielen Departements Pflicht. Die Regeln sind genau wie bei öffentlichen Flächen sehr präzise. Beispiele aus dem Departement Alpes-Maritimes.

    Die Sommersaison hat noch nicht begonnen, aber in Levens (Alpes-Maritimes) sind die Forstbeamten bereits an der Arbeit. „Ideal wäre es, wenn wir bis Ende Mai so viel Präventionsarbeit wie möglich leisten könnten, damit wir Mitte Juni unter guten Bedingungen mit den Patrouillen zur Waldüberwachung beginnen können“, sagt Damien Giribaldi, der Gebietsleiter, auf dem Sender France 2. An diesem Morgen des 25. April reinigen sie mit einem großen Team den Wald, um eine Brandschutzzone zu schaffen.

    46 Brandausbrüche seit Anfang des Jahres.
    Das ganze Jahr über pflegen die 184 Forstbeamten der Alpes-Maritimes die Bergmassive, um Brände zu verhindern. Aber auch Privatpersonen haben ihren Anteil an der Arbeit. In bewaldeten Gebieten und bis zu 200 m vom Wald entfernt müssen Hausbesitzer bis zu 50 m um ihr Haus herum das Gelände von Büschen befreien. Die Arbeiten müssen vor dem 1. Juli durchgeführt werden, andernfalls droht eine Geldstrafe. Die Maßnahme ist präventiv, aber entscheidend. In den Alpes-Maritimes kam es seit Jahresbeginn bereits zu 46 Brandausbrüchen.