Kategorie: Südost

  • Bouches-du-Rhône: 43-jährige Frau in Marseille erschossen

    Bouches-du-Rhône: 43-jährige Frau in Marseille erschossen

    Das Opfer befand sich mit ihrer Tochter in ihrem Auto, das im 14. Arrondissement geparkt war.

    Eine 43-jährige Frau wurde in der Nacht vom 10. auf den 11. Mai bei einer Schießerei in den nördlichen Stadtteilen von Marseille getötet, wie France Télévisions unter Berufung auf Polizeikreise meldete. Das Opfer befand sich mit ihrer Tochter in ihrem Auto, das auf der Traverse du Vieux-Moulin in der Nähe der Cité Saint-Joseph (14. Arrondissement) geparkt war. Die genauen Umstände des Todes der Frau sind bislang nicht bekannt.

    In den letzten Monaten häufen sich die Morde in der zweitgrößten Stadt Frankreichs. In der Nähe des Drogenumschlagplatzes Vieux-Moulin und in den Siedlungen Paternelle und Micocouliers, ereigneten sich mehrere solcher Morde. Anfang April hatte die Staatsanwältin von Marseille nach drei Schießereien, bei denen drei Menschen, darunter ein 16-jähriger Jugendlicher, getötet worden waren, von einer „Logik der Vendetta“ zwischen rivalisierenden Banden gesprochen, die den Drogenhandel in Marseille beherrschen.

    Bereits das Jahr 2022 war in der Region Bouches-du-Rhône besonders tödlich verlaufen. Laut den Zahlen der Staatsanwaltschaft wurden 32 Menschen durch organisierte Bandenmorde getötet, davon 28 in Marseille. Die meisten standen direkt „mit dem Drogenhandel in Verbindung“, so die Polizeipräfektur.

  • 8. Mai: Emmanuel Macron zur Ehrung des Widerstandskämpfers Jean Moulin in Lyon

    8. Mai: Emmanuel Macron zur Ehrung des Widerstandskämpfers Jean Moulin in Lyon

    Emmanuel Macron reiste am Montag, 8. Mai, nach Lyon, um das Gedenken an Jean Moulin und die Résistance zu ehren. Vor Ort war das Polizeiaufgebot sehr groß. Am Montag, dem 8. Mai, dem 78. Jahrestag des Waffenstillstands von 1945, ist Emmanuel Macron nach Lyon (Rhône) gereist, um  Frankreichs bekanntem Widerstandskämpfer Jean Moulin zu gedenken. Demonstranten werden in sicherer Entfernung gehalten. Die Justiz hat heute Morgen die Klage der Gewerkschaft CGT gegen das Verbot von Demonstrationen in der Nähe der nationalen Gedenkstätte für das Gefängnis Montluc abgewiesen. Einige Politiker der Opposition sind der Ansicht sind, dass dies weder der richtige Ort noch der richtige Tag für eine solche Veranstaltung ist. In Lyon ehrt Emmanuel Macron insbesondere Jean Moulin, der im Gefängnis von Montluc inhaftiert war. Es ist ein ganz besonderer Ort, denn 1983 wurde Klaus Barbie, Chef der örtlichen Gestapo während des Zweiten Weltkriegs, nach seiner Verhaftung hier symbolisch eine Woche lang inhaf…

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  • Mit einem Messer und einer Eisenstange bewaffnet ruft er „Allah Akbar“ und greift Gendarmen an

    Mit einem Messer und einer Eisenstange bewaffnet ruft er „Allah Akbar“ und greift Gendarmen an

    Eine Person griff in der Nähe der Raststätte Mornas im Departement Vaucluse an der Autobahn A7 Gendarmen der Autobahngendarmerie Orange an. Während des Angriffs rief er „Allah Akbar“. Er wurde durch Schüsse außer Gefecht gesetzt.

    Ein Mann wurde am Sonntagnachmittag, dem7. Mai, in der Gemeinde Mornas in der Nähe von Orange (Vaucluse) von Gendarmen angeschossen und schwer verletzt, nachdem er sie bedroht hatte.

    Der Mann sei auf die Gendarmen, die ihn kontrollieren wollten, zugestürmt, habe eine Eisenstange und ein Messer geschwungen und „Allah Akbar“ gerufen, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. „Trotz der Aufforderungen, stehen zu bleiben, rannte er weiter auf sie zu und seine sehr aggressive Haltung zwang die Gendarmen, mehrmals das Feuer zu eröffnen“, teilte die Gendarmerie ihrerseits mit.

    Der Mann könnte am Vortag einen Unfall verursacht haben.
    Die Identität des Mannes, der in ernstem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert wurde, wurde derzeit noch nicht veröffentlicht. Die Ereignisse ereigneten sich aber einen Tag nach einem Busunfall auf der Autobahn A7 in derselben Gemeinde Mornas, der von einem der Fahrgäste verursacht wurde, der „das Lenkrad ergreifen wollte“. In diesem Stadium der Ermittlungen ist es jedoch nicht möglich, formell eine Verbindung zwischen dem Busunfall, bei dem nach Angaben der Feuerwehr 14 Personen leicht verletzt wurden, und der Person, die von den Gendarmen am Sonntag verletzt und festgenommen wurde, herzustellen.

    Die Staatsanwaltschaft von Carpentras hat drei Ermittlungen eingeleitet, eine im Zusammenhang mit dem Busunfall wegen fahrlässiger Körperverletzung, eine weitere wegen der Gewalt gegen die Gendarmen und eine weitere wegen Gewalt durch Amtsträger der öffentlichen Gewalt.

  • Tourismus: Frankreich zieht auch nach Covid wieder viele Menschen an

    Tourismus: Frankreich zieht auch nach Covid wieder viele Menschen an

    Nach drei Jahren, die von der Covid-19-Pandemie geprägt waren, kehren die ausländischen Touristen in großer Zahl nach Frankreich zurück. Die Auslastung der Beherbergungsunternehmen ist im Vergleich zu 2022 um 21% gestiegen.

    In Nizza (Alpes-Maritimes) hat die Promenade des Anglais in den letzten Wochen wieder viele Besucher angezogen. „Es ist eine sehr schöne Stadt, es ist angenehm“, sagt eine französische Touristin auf dem Sender France 2. Aber auch viele Ausländer strömen an die Côte d’Azur. Im letzten Jahr brachten sie Frankreich 58 Milliarden Euro ein. „Die Ausländer lassen sich gehen. Vielleicht haben sie größere Mittel als wir. Die Chinesen, die dieses Jahr stark zurückkommen, haben Lust zu entdecken. Sie probieren alle Gerichte durch“, erklärt der Besitzer eines Privatstrands.

    „Wir sind wieder auf Vor-Covid-Niveau“
    Auch auf nationaler Ebene waren die Hotels und Campingplätze in den Frühjahrsferien wieder voll belegt. Die Belegungsrate ist im Vergleich zum Vorjahr um starker 21% gestiegen – am verlängerten Wochenende des 8. Mai sogar +78 %. In Rocamadour im Departement Lot sind ebenfalls viele Touristen unterwegs und die Gassen der Stadt versetzen die Besucher in Staunen. „Wir erleben einen starken Anstieg und sind wieder auf dem Niveau von vor Covid“, freut sich ein Restaurantbesitzer. Eine positive Tourismusbilanz, die sich voraussichtlich den ganzen Mai über mit den Brückentagen zu Christi Himmelfahrt und Pfingsten fortsetzen wird.

  • Grasse: 80-jähriges Ehepaar tot in seinem Haus aufgefunden

    Grasse: 80-jähriges Ehepaar tot in seinem Haus aufgefunden

    Ein achtzigjähriges Ehepaar wurde in seinem Haus in Grasse, Alpes-Maritimes, tot aufgefunden. Es wurde eine Untersuchung wegen zweifachen vorsätzlichen Mordes eingeleitet.

    Nachdem am Samstag, dem 6. Mai, die leblosen Körper eines achtzigjährigen Ehepaars in ihrem Haus in Grasse in den Alpes-Maritimes entdeckt worden waren, wurde eine Untersuchung wegen vorsätzlicher Tötung eingeleitet, wie die Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilte.

    Die Ermittlungen seien der Kriminalpolizei von Nizza übertragen worden, fügte die Staatsanwaltschaft von Grasse ohne weitere Details hinzu und bestätigte damit eine Meldung der Website Actu 17. Laut Actu 17 soll ein Verdächtiger mit dem Fahrzeug der Opfer geflüchtet sein.

  • Wird die Bouillabaisse bald von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erklärt?

    Wird die Bouillabaisse bald von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe erklärt?

    Die Bouillabaisse gehört zu den kulinarischen Spezialitäten des Südostens Frankreichs. Chefköche setzen sich dafür ein, dass dieses traditionelle Gericht jetzt in das Unesco-Kulturbe aufgenommen wird. Die Schönheit des Ortes eignet sich für diese Veranstaltung. Sausset-les-Pins (Bouches-du-Rhône), „…

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  • Dürre: Im Departement Var soll eine religiöse Zeremonie den Regen bringen

    Dürre: Im Departement Var soll eine religiöse Zeremonie den Regen bringen

    Die Kirche lässt die alte Tradition der Rogations wieder aufleben, die aus Ritualen bestehen, die das Gedeihen der Ernte fördern sollen.

    Um Regen fallen zu lassen, ist offensichtlich jede Methode gut genug, ausprobiert zu werden. Am Sonntag, dem 7. Mai, findet in Draguignan (Var) eine Prozession in Anwesenheit des Bischofs statt, um „um Regen zu bitten“. In einer Region, die stark von der Dürre betroffen ist. „Notfall Dürre. Wir werden die Traditionen unserer Vorfahren wieder aufnehmen und in einer Prozession den Himmel bitten, an uns zu denken“, kündigt die Pfarrei von Draguignan, einer Stadt mit rund 40.000 Einwohnern im Hinterland des Departements Var, auf ihrer Facebook-Seite an.

    Die Gläubigen sind am Sonntag um 16.30 Uhr zu einer „großen provenzalischen Prozession“ aufgerufen, bei der der Bischof von Fréjus-Toulon und einige Bürgermeister der Region anwesend sein werden, wie die regionale Tageszeitung Var Matin gemeldet hat. Die Kirche lässt damit die Tradition der Rogations wieder aufleben, die aus Ritualen (religiöse Lieder, Fürbittengebete, Prozessionen) bestehen, um das Gedeihen der Ernte zu fördern. Die Prozession am Sonntag wird mit „einer Segnung der Traktoren und einem ländlichen Buffet“ enden.

    Angesichts der außergewöhnlichen Situation in diesem Jahr wurde für den Großteil des Departements Var eine verstärkte Dürrewarnung verhängt, für die Küstengemeinden des Departements wurde eine einfache Warnung ausgesprochen. Ein Teil des benachbarten Departements Alpes-Maritimes wurde am Freitag ebenfalls in verstärkte Dürrewarnung versetzt, die dritte von vier Warnstufen, nachdem die Niederschläge im März um 76% hinter den Normalwerten zurückgeblieben waren.

  • Dürre: Der Fluss Ardèche trocknet aus

    Dürre: Der Fluss Ardèche trocknet aus

    Die Dürre in Frankreich hält an. Der Fluss Ardèche ist besonders betroffen und die Präfektur ruft für die Ardèche höchste Alarmbereitschaft aus.

    In den Schluchten der Ardèche sind zwar immer noch Kanus unterwegs, aber Vorsicht: Die Wassermenge beträgt nur 6 m³ pro Sekunde, wie in einem Juli. „Die Dürre wird von einem Jahr zum nächsten immer präsenter und ausgeprägter werden“, befürchtet eine Frau auf dem Sender France 2. Damit der Fluss im Sommer noch befahrbar ist, halten zwei Dämme flussaufwärts das Wasser der Winterregenfälle zurück. Doch auch diese Stauseen sind inzwischen vom Wassermangel betroffen.

    Auch wenn der Fluss seit jeher an Hitzeperioden gewöhnt ist, hat seine Widerstandsfähigkeit ihre Grenzen. „Wenn diese Phänomene zu lange andauern, sich zu oft wiederholen und wie in diesem Jahr im Frühjahr beginnen, wird auf lange Sicht die Umwelt darunter leiden“, sagt Sophie Ferraris, Referentin beim Établissement public territorial du bassin versant de l’Ardèche. Eines steht unmittelbar bevor: Die Präfektur wird den Fluss Ardèche in Alarmbereitschaft versetzen. Es ist also mit Einschränkungen bei der Wassernutzung zu rechnen.

  • Trockenheit: Planschbecken sollen in den Pyrénées-Orientales ab dem 10. Mai verboten werden

    Trockenheit: Planschbecken sollen in den Pyrénées-Orientales ab dem 10. Mai verboten werden

    Das Department Pyrénées-Orientales wird in Kürze in die Dürrekrisenstufe wechseln. In Kürze wird es einen Erlass geben, der neue Einschränkungen für das Departement vorsieht.

    Die Departements rund um das Mittelmeer liegen in einer roten Zone. Die Trockenheit des Winters, die in Frankreich immer wieder Anlass zur Sorge gibt, hat viele Kommunen dazu veranlasst, verschärfte Verordnungen zu erlassen, um der Wasserkrise zu begegnen.

    Insgesamt sind derzeit in 20 Departements Einschränkungen erlassen worden, im Vergleich zu 8 Departements im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Drei Departements – Bouches-du-Rhône, Var und Gard – befinden sich in der sogenannten „Krisenphase“, ein viertes Departement könnte in Kürze folgen.

    Bei dem vierten Departement handelt sich um die Pyrénées-Orientales. Laut dem Minister für den ökologischen Übergang, Christophe Béchu, hat dieses Departement „seit einem Jahr keinen richtigen Regentag mehr gehabt. […] Wenn man sich in so einer Krise befindet, ist es einfach, nichts ist erlaubt außer Trinkwasser“, so der Minister im Gespräch mit dem Sender RTL.

    In diesen vier Departements wird es also verboten sein, den Garten zu bewässern, das Auto in Waschanlagen zu reinigen oder auch den Swimmingpool zu füllen. Der Minister Christophe Béchu erklärte außerdem, dass „der Verkauf von oberirdischen Pools (große Planschbecken, die im Garten aufgestellt werden) in den Pyrénées-Orientales verboten werden“ wird: „Das ist die Realität der Situation, in der wir uns befinden. Der Klimawandel ist angekommen, wir müssen aus der Kultur des Überflusses ausbrechen. […] Wir müssen sparsam sein und unsere Wassernutzung optimieren“.

    Während die Landwirtschaft im Großen und Ganzen von den starken Einschränkungen verschont bleiben sollte, „wird es Auswirkungen auf Golfplätze, Waschanlagen, den Verkauf von Aufstellschwimmbecken und Wasserbohrungen geben“, kündigte der Präfekt der Pyrénées-Orientales an.

    Einzelheiten zu den Einschränkungen werden bei der Veröffentlichung eines neuen Erlasses am 9. Mai bekannt gegeben.

  • Dürre: Frankreichs Honigerträge werden stark beeinträchtigt sein

    Dürre: Frankreichs Honigerträge werden stark beeinträchtigt sein

    Aufgrund der Trockenheit gibt es für die Bienen weniger Nektar zum Sammeln. Außerdem sind auch sie durch den Wassermangel geschwächt. Die Imker im Departement Gard bereiten sich auf einen starken Rückgang ihrer Produktion vor.

    Sie fliegen von Blüte zu Blüte, um Nektar zu sammeln, diese wertvolle Mischung aus Wasser und Zucker, aus der Honig hergestellt wird. Aber bei dieser großen Hitze und dem Wassermangel ist es für die Bienen immer schwieriger, Nektar zu finden. „Während einer Trockenperiode werden sich die Pflanzen in Sicherheit bringen. Die Nektarabsonderung ist für die Pflanzen ein Wasserverlust, also werden sie es vorziehen, weniger Nektar abzusondern“, sagt der Imker Pierre-Emmanuel Coste auf dem Sender France 3.

    Normalerweise werden hier fünf bis sechs Tonnen Honig geerntet, aber durch die Dürre sind die Erträge stark beeinträchtigt. „Beim Garrigue-Honig macht sich das sofort bemerkbar. In diesem Jahr bin ich mir nicht sicher, ob ich überhaupt Garrigue-Honig machen kann“, sagt der Imker. Nur 20 Meter von den Bienenstöcken entfernt befindet sich eine Wasserquelle, die den Durst der Bienen stillen soll und die Temperatur im Inneren der Bienenstöcke zu regulieren. 35 Grad ist die ideale Temperatur, aber der Wassermangel schwächt Tausende von Bienen. De Imker Pierre-Emmanuel Coste muss sich also anpassen und seine Bienen bis ins Nachbardepartement Ain wandern lassen.