Kategorie: Paris, Ile de France

  • Mann klettert auf den Eiffelturm und springt  mit einem Fallschirm von der Spitze des Turms

    Mann klettert auf den Eiffelturm und springt mit einem Fallschirm von der Spitze des Turms

    Ein Mann kletterte am Donnerstagmorgen auf den Eiffelturm und stürzte sich dann mit einem Fallschirm in die Tiefe. Die Öffnung des Turms für die Öffentlichkeit wurde verzögert. Nach seinem Sprung wurde er von der Polizei festgenommen. Es handelte sich um die dritte Störung des Touristenbetriebs rund um das Pariser Wahrzeichen innerhalb nur weniger Tage.

    Die Eiserne Lady ist in letzter Zeit immer wieder Opfer von seltsamen Dingen geworden. Zum Beispiel kletterte am Donnerstag, 17. August, morgens ein Mann auf den Eiffelturm und sprang anschließend mit einem Fallschirm von dem Pariser Wahrzeichen ab.

    Der 24-jährige Kletterer betrat das Gelände kurz nach 5 Uhr morgens und wurde „in weniger als einer Minute vom Sicherheitsdienst“ der Betreibergesellschaft des Eiffelturms (Sete) entdeckt, wie diese in einer Pressemitteilung veröffentlichte. Er war mit einem Rucksack auf dem Rücken über den Ostpfeiler auf den Turm geklettert, so eine Polizeiquelle.

    Trotz der Versuche der Einsatzbrigade, ihn in dem 330 Meter hohen Bauwerk abzufangen, sprang der Mann mit einem Base-Jump-Fallschirm von der Spitze des Turms ab. Er landete in der Nähe auf dem Stadion Emile Anthoine und wurde laut einer Polizeiquelle wegen Gefährdung des Lebens anderer Personen festgenommen und zur Polizeiwache gebracht.

    Die Betreibergesellschaft Sete erklärte, sie bedauere „diese Art von unverantwortlichem Handeln, das die Personen, die sich an oder unter dem Bauwerk aufhalten, in Gefahr bringt“. Der Eiffelturm wurde 2022 von 5,9 Millionen Besuchern frequentiert. Die Öffnung des Turms für die Öffentlichkeit wurde durch den Vorfall „leicht“ verzögert, so die Sete. Die Betreibergesellschaft kündigte ausserdem an, dass sie Anzeige wegen Gefährdung des Lebens anderer und Eindringens in eine denkmalgeschützte Anlage erstattet habe.

    Der Eiffelturm wurde für die die Weltausstellung von 1889 gebaut.

    Es handelte sich durch den heutigen Vorfall um eine weitere Störung des Betriebs nach zwei Evakuierungen am 12. August, die durch zwei Bombendrohungen ausgelöst worden waren. Am Montag dann wurden zwei alkoholisierte amerikanische Touristen schlafend in dem Gestänge des Turms aufgefunden, nachdem sie eine Nacht unter freiem Himmel in halber Höhe des Turms verbracht hatten.

  • Frankreich: Nicolas Sarkozy unterstützt Gérald Darmanin bei der Präsidentschaftswahl 2027

    Frankreich: Nicolas Sarkozy unterstützt Gérald Darmanin bei der Präsidentschaftswahl 2027

    Der ehemalige Staatschef Nicolas Sarkozy veröffentlicht am 22. August sein neues Buch „Le temps des combats“ (Zeit der Kämpfe). Darin spricht er über seine Absicht, Gérald Darmanin bei den Präsidentschaftswahlen 2027 zu unterstützen, und thematisiert den Krieg in der Ukraine oder die Führung des Landes durch den derzeitigen Präsidenten Emmanuel Macron. Nach „Passions“ und „Le Temps des Tempêtes“ veröffentlicht der ehemalige Präsident der französischen Republik Nicolas Sarkozy ein neues Buch, das am 22. August dieses Jahres erscheinen wird. Dieses wird den Titel „Le temps des combats“ (Zeit der Kämpfe) tragen, aus dem bereits zahlreiche Auszüge veröffentlicht wurden. In den sozialen Netzwerken erklärt der ehemalige Präsident, er wolle „den Leser an die Hand nehmen“, um „ihn die Jahre im Élysée-Palast so erleben zu lassen, als wäre er an meiner Seite gewesen“.

    Das Buch umfasst 560 Seiten und deckt den Zeitraum zwischen 2009 un…

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  • Im Alter von 102 Jahren kündigt die Versicherung ihre Sterbegeldversicherung nach 35 Jahren Beitragszahlung

    Im Alter von 102 Jahren kündigt die Versicherung ihre Sterbegeldversicherung nach 35 Jahren Beitragszahlung

    Nachdem sie 35 Jahre lang brav ihre Beiträge gezahlt hatte, wurde der Versicherungsvertrag der 102-jährigen Jacqueline von ihrer Versicherungsgesellschaft jetzt gekündigt. Der Grund: das zu hohe Alter der Versicherten. Im November 1986 hatte Jacqueline, damals 65 Jahre alt, eine „Todesfallversicherung“ abgeschlossen. „All das, um ihr drei Jahrzehnte später die Garantie zu entziehen! Das ist eine Schande“, empört sich ihr Enkel Nicolas in der Zeitung Le Parisien. Seitdem ihr Vertrag im Oktober 2021 gekündigt wurde, besitzt die heute 102-jährige Jacqueline keine Sterbeversicherung mehr. Diese hätte es ihren Angehörigen ermöglicht, ein bei ihrem Tod ausgezahltes Kapital für die Beerdigungskosten in Anspruch nehmen zu können. Die Versicherungsgesellschaft möchte sich nicht speziell zu Jacquelines Situation äußern, verteidigt sich aber gegenüber den Journalisten von Le Parisien: „Wir haben Bedingungen in unsren Verträgen. Wie bei vielen anderen Versicherern muss auch bei uns eine Sterbeversicherung vor dem 70. Lebensjahr abgeschlossen werden, mit einer Deckung bis zum 80. Lebensjahr.“ In den Augen der Versicherungen deckt eine Sterbeversicherung einen unerwarteten Tod ab, aber ab einem bestimmten Alter sind die Versicherer der Ansicht, dass das Risiko zu groß wird. Jacqueline hat über 35 Jahre hinweg insgesamt rund 8.785 Euro eingezahlt, eine Summe, die seit der Kündigung ihres Vertrags verloren ist. Im Moment ist die Situation zwischen Jacqueline und dem Versicherer Malakoff Humanis festgefahren, obwohl der Ombudsmann der Mutualité Française eingeschaltet wurde. Ihr Enkel überlegt nun, ob er das Unternehmen gerichtlich verklagen soll, „aber angesichts des fortgeschrittenen Alters meiner Großmutter wäre ein Gerichtsverfahren zu langwierig und zu mühsam“, meint Nicolas und fügt hinzu: „Der Versicherer weiß das und nutzt die Situation aus“.
  • Paris: Zwei amerikanische Touristen verbringen betrunken die Nacht im Eiffelturm

    Paris: Zwei amerikanische Touristen verbringen betrunken die Nacht im Eiffelturm

    Laut Franceinfo hielten sich die beiden Personen die Nacht von Sonntag auf Montag in einem für die Öffentlichkeit gesperrten Bereich zwischen dem zweiten und dritten Stock des Eiffelturms auf.

    Sie wurden am frühen Montagmorgen schlafend von Sicherheitsbeamten entdeckt. Zwei amerikanische Touristen, die über Eintrittskarten verfügten, verbrachten die Nacht von Sonntag auf Montag auf dem Eiffelturm. Dies meldete Franceinfo am Dienstag, dem 15. August, unter Berufung auf die Pariser Staatsanwaltschaft.

    Die beiden Personen hielten sich die ganze Nacht über in einem normalerweise für die Öffentlichkeit gesperrten Bereich des Turms auf, zwischen der zweiten und dritten Etage. Sie wurden am Montagmorgen gegen 8.30 Uhr schlafend gefunden und von der Feuerwehr aus dem Turm geholt.

    Nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft sollen die amerikanischen Touristen „aufgrund ihrer Alkoholisierung an dieser Stelle steckengeblieben sein“. Die Staatsanwaltschaft erklärt weiter, dass keine Schäden am Turm festgestellt wurden und dass ein Strafverfahren wegen Eindringens in einen historischen oder kulturellen Ort somit ohne weitere Maßnahmen eingestellt wurde.

    Der Vorfall ereignete sich in einem ganz besonderen Kontext. Am Samstag zuvor erst hatten zwei falsche Bombendrohungen zu zwei Evakuierungen des Eiffelturms geführt. Es wurde eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet, wie die Pariser Staatsanwaltschaft am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Auch am Montagmorgen erhielten drei verschiedene Polizeistationen in Paris per E-Mail eine Bombendrohung, die sich gegen den Eiffelturm richteten, wie Franceinfo berichtet.

  • Hauts-de-Seine: Video einer Festnahme mit erheblicher Gewaltanwendung in Bagneux geht viral

    Hauts-de-Seine: Video einer Festnahme mit erheblicher Gewaltanwendung in Bagneux geht viral

    In einem Video, das in den sozialen Netzwerken verbreitet wird, rammt ein Auto mit Blaulicht mit erheblicher Gewalt einen Mann in Shorts und T-Shirt.

    Die Staatsanwaltschaft von Nanterre gab am Sonntag, dem 13. August, bekannt, dass „am Samstagabend in Bagneux eine Untersuchung eingeleitet wurde, nachdem ein Video von einer gewalttätigen Festnahme in Bagneux (Hauts-de-Seine) in sozialen Netzwerken verbreitet worden war, insbesondere wegen des Tatbestands der erschwerten Befehlsverweigerung“.

    Die Aufnahmen zeigen, wie ein Auto mit Blaulicht mit großer Wucht einen dunkelhäutigen Mann in Shorts und T-Shirt rammt. Zwei weitere Männer – einer in Uniform mit Polizeiaufdruck und der andere in Zivil – stürzen sich auf ihn, als er sich aufrichten will, bringen ihn erneut zu Fall und halten ihn mit dem Gesicht gegen das Pflaster gedrückt fest. Der Mann in Uniform hebt seinen Arm, als wolle er zuschlagen, als das Video endet.

    Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass eine Person in Polizeigewahrsam genommen worden sei, ohne zu sagen, ob es sich dabei um den Mann handelte, der auf den Bildern am Boden liegend zu sehen ist. Nach einem psychiatrischen Gutachten sei diese Person am Sonntag zwangsweise in ein Krankenhaus eingewiesen worden, so die Staatsanwaltschaft, ohne Einzelheiten über den Gesundheitszustand des Mannes zu nennen.

    Der festgenommene Mann ist nach Angaben der Präfektur „nicht verletzt“.
    Die Bilder der von Le Parisien aufgedeckten Ereignisse wurden am Sonntagabend auf Twitter fast eine Million Mal angeklickt. Die Nachrichtenagentur AFP konnte bestätigen, dass das Video an der Stadtgrenze zwischen den Städten Bagneux und Fontenay-aux-Roses (Hauts-de-Seine) aufgenommen wurde.

    Die Präfektur des Départements Hauts-de-Seine erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP, dass der Mann sich zuvor geweigert hätte, für eine Polizeikontrolle anzuhalten und mit seinem Zweirad, eine Ampel überfahren und dann ein Polizeiauto gerammt habe. Die Präfektur versicherte, dass der Mann „unruhig und verwirrt“ gewesen, aber bei der Aktion nicht verletzt worden sei.

    Laut der Präfektur wurden bei der Festnahme aber zwei Polizisten verletzt, denen ein bzw. sieben Tage vollständige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wurde. Die Präfektur wollte keinen weiteren Kommentar zu den Umständen der Festnahme abgeben.

  • Bombendrohung: Eiffelturm nach dreistündiger Schließung für die Öffentlichkeit wieder geöffnet

    Bombendrohung: Eiffelturm nach dreistündiger Schließung für die Öffentlichkeit wieder geöffnet

    Nach zweistündiger Schließung und einem Einsatz des Bombenkommandos aufgrund einer Bombendrohung am Nachmittag des 12. August wurde der Eiffelturm nach 3 Stunden wieder für die Öffentlichkeit geöffnet.

    Die drei Stockwerke des Eiffelturms wurden am Samstag für fast zwei Stunden evakuiert und die Sprengstoffexperten der Polizei suchten wegen einer Bombendrohung nach verdächtigen Dingen, wie die Betreibergesellschaft des Eiffelturms (Sete) berichtete.

    „Die Polizei ist vor Ort, die Bombenexperten sind vor Ort“, hatte eine Sprecherin der Sete am Samstagmittag erklärt und damit eine Meldung des Senders BFMTV bestätigt. „Es ist ein übliches Verfahren in dieser Art von Situation“, hatte sie betont.

    Die Evakuierung, die um 12:15 Uhr begann, betraf alle drei Stockwerke des Monuments, einschließlich des Turmrestaurants, sowie den Vorplatz, fügte die Sprecherin hinzu. Der Verkehr der umliegenden Strassen wurde umgeleitet.

    Gegen 15.30 Uhr wurde Entwarnung gegeben und das Wahrzeichen von Paris wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die letzte Bombendrohung, die eine Evakuierung des Turms zur Folge hatte, war im September 2020 aufgrund eines anonymen Anrufs bei der Polizei erfolgt.

    Damals hatte „ein Mann angerufen, „Allah Akbar“ gerufen und erklärt, dass er den Eiffelturm „in die Luft jagen“ werde“, so die Polizei im Jahr 2020. Im Jahr 2022 zählte das symbolträchtigste Bauwerk von Paris mehr als 5,8 Millionen Besucher.

  • In Paris werden Airbnb-Vermietungen  immer schärfer kontrolliert

    In Paris werden Airbnb-Vermietungen immer schärfer kontrolliert

    Paris setzt die Jagd auf illegale Airbnbs immer schärfer fort. Der Kampf gegen betrügerische Touristenvermietungen scheint Früchte zu tragen. 

    Bußgelder spülten der Stadt Paris aufgrund häufigerer Kontrollen von illegalen Airbnb-Vermietungen mehr als 6 Millionen Euro in die Kasse. „3,5 Millionen Euro im Jahr 2021, 2,5 Millionen Euro im Jahr 2022 und 500.000 Euro seit Anfang des Jahres 2023. Das sind die Bußgelder, die an Privatpersonen ausgestellt wurden“, erklärt die Journalistin Eléonore Bailly. Bußgelder gegen Vermietungsplattformen, brachten 10 Millionen Euro ein.

    Nicht mehr als 120 Tage pro Jahr vermieten.
    Laut der Pariser Stadtverwaltung sind die Bußgelder wirksam. Sie erklärt, dass „das Regelwerk gut funktioniert. Das sieht man an der rückläufigen Zahl der Widersprüche. Von mehreren Hundert in den Jahren 2021 und 2022 sind sie auf 65 in diesem Jahr gesunken“, sagt die Journalistin. Was abschreckend wirkt, sind die Kosten für die Bußgelder, die immer weiter steigen. Sie stiegen von einigen hundert Euro auf über 30.000 Euro im Jahr 2023.

    In Paris ist es verboten, seine Wohnung mehr als 120 Tage im Jahr zu vermieten.

  • Explosion in einer Wohnung in Paris fordert fünf Verletzte – der Grund für die Detonation ist unbekannt

    Explosion in einer Wohnung in Paris fordert fünf Verletzte – der Grund für die Detonation ist unbekannt

    In einer Wohnung im XVIII. Arrondissement der französischen Hauptstadt kam es am Samstag, dem 5. August, gegen 14.30 Uhr zu einer Explosion. Fünf Personen wurden verletzt.

    Bei einer Explosion in einem Wohnhaus im Norden von Paris wurden am Samstagnachmittag fünf Personen verletzt, eine davon schwer, aber nicht lebensbedrohlich, wie Feuerwehr und Polizei berichteten.

    Gegen 14.30 Uhr kam es in der Rue du Nord 26 im 18. Arrondissement zu einer Explosion in einem Wohngebäude, dessen Fassade laut Feuerwehr teilweise zerstört wurde. Das schmale Gebäude weist auf Höhe des dritten Stockwerks ein klaffendes Loch auf.

    Vier Personen wurden leicht und eine fünfte sehr schwer verletzt, sie schwebt aber nicht in Lebensgefahr, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Ursache der Explosion ist bisher nicht bekannt.

    Augenzeugen berichteten von einem großen Knall und einer Staubwolke, die die ganze Straße füllte.

    Auf dem Höhepunkt des Einsatzes waren nach Angaben der Rettungsdienste rund 100 Feuerwehrleute mit 20 Löschfahrzeugen im Einsatz. Die Einsatzkräfte blieben mehrere Stunden lang vor Ort, um sicherzustellen, dass keine Gefahr eines Brandausbruchs bestand.

    Am 21. Juni war in der Rue Saint-Jacques im 5. Arrondissement ein Gebäude, in dem sich eine Modeschule befand, nach einer Explosion und einem Brand eingestürzt, wobei drei Menschen ums Leben kamen und Dutzende verletzt wurden. Damals hatte eine starke, durch ein Gasleck verursachte Explosion ein Gebäude in der Rue de Trévise im 9. Arrondissement von Paris vollständig zum Einsturz gebracht, wobei vier Menschen, darunter zwei Feuerwehrleute, ums Leben kamen, 66 weitere verletzt wurden und etwa 400 Menschen wurden obdachlos.

  • Pariser Flughäfen: Riesenpanne in Orly beendet

    Pariser Flughäfen: Riesenpanne in Orly beendet

    Am Donnerstag, dem 3. August, brachte eine gigantische Panne das Gepäcksystem am Flughafen Orly durcheinander. Inzwischen soll die Panne wieder behoben sein.

    Als am Donnerstag, dem 3. August, eine gigantische Panne das Gepäcksystem am Flughafen Orly (Val-de-Marne) teilweise lahmlegte, bezeichnete der Verkehrsminister dieses Ereignis als „inakzeptabel“. Inzwischen sei jedoch alles wieder in Ordnung. Der Sender France 2 berichtet über die Situation. „Die Panne ist behoben und die Gepäckbänder im Terminal 4 von Orly konnten nach mehr als 16 Stunden Stillstand wieder in Betrieb genommen werden“, berichtet der Sender.

    Fluggesellschaften zeigen sich erleichtert
    Die Reisenden haben am Donnerstagabend nach und nach begonnen, ihr Gepäck wieder aufzugeben, und die Situation hat sich wieder normalisiert. Eine große Erleichterung für die Fluggesellschaften, da dem Flughafen Orly ein sehr arbeitsreiches Wochenende mit vielen Urlaubsreisenden bevorsteht. Aber: Die Herausforderung besteht nun darin, die Tausenden von Gepäckstücken, die am Donnerstag liegen geblieben sind, weiterzubefördern. Das verspricht sehr kompliziert zu werden: Die Flüge sind aktuell sehr voll und kein Platz für das Gepäck vorhanden, das nun zusätzlich befördert werden muss.

  • Aéroports de Paris: „beispielloser“ Ausfall des Gepäcksystems in Orly

    Aéroports de Paris: „beispielloser“ Ausfall des Gepäcksystems in Orly

    Von dem Ausfall könnten etwa 40 Flüge und 10.000 Passagiere betroffen sein.

    Am Donnerstag, dem 3. August, kommt es am Flughafen Orly 4 zu einer „beispiellosen“ Panne im Gepäcksystem, wie die Kommunikationsabteilung des Flughafens mitteilte. Es handelt sich um einen Ausfall des Gepäckfördersystems, der über den ganzen Tag verteilt etwa 40 Flüge und 10.000 Passagiere betreffen und zu Verspätungen führen wird.

    Konkret handelt es sich um das System, das die Koffer gleich nach dem Einchecken aufnimmt und sie bis zur Gepäckverteilung befördert. Dort werden die Koffer von Flughafenmitarbeitern abgeholt und zum richtigen Flugzeug transportiert. Im Terminal 4 werden Fluggesellschaften abgefertigt, die nach Übersee oder ins Ausland, insbesondere nach Nordafrika in den Maghreb, fliegen.

    Der Ausfall begann am Donnerstagmorgen mit dem Beginn des Flugbetriebs und dauert derzeit noch an. Daher mussten Lösungen gefunden werden, wie etwa die Verlegung bestimmter Flüge in die Terminals 1, 2 und 3 des Flughafens Orly, wo das System ordnungsgemäß funktioniert. Einige Flüge wurden gar auf den Flughafen Roissy-Charles-de-Gaulle verlegt. Die Flugzeuge der Gesellschaften Air Caraïbes und French Bee mussten ohne das aufgegebene Gepäck starten, sagte ein Verantwortlicher dieser Fluggesellschaften und sprach von einer „kritischen Situation“.

    Auf Twitter bestätigt Paris Aéroport die Panne im Gepäckabfertigungssystem und präzisiert, dass nur das Terminal 4 in Orly betroffen sei. Weiter heißt es, dass Verzögerungen bei der Auslieferung des Gepäcks möglich seien. Paris Aéroport entschuldigt sich bei den betroffenen Passagieren. Es seien Techniker im Einsatz, um zu versuchen, das Problem zu lösen und das Gepäck ordnungsgemäß weiterzuleiten.

    „Ich habe bereits heute Morgen mit dem Vorstandsvorsitzenden von Aéroports de Paris gesprochen, was in Orly passiert, ist nicht akzeptabel“, sagte der französische Verkehrsminister Clément Beaune gegenüber dem Sender Franceinfo. Der Minister ist der Ansicht, dass „man nicht stundenlang Probleme mit der Gepäcksortierung haben kann“. Der Minister gibt sich aber auch beruhigend: „Wir sind dabei, das Problem zu beheben und Lösungen für die Leute zu finden, die Verspätungen oder Probleme mit ihrem Flug erleben“.

    Was heute in Orly passiert ist, habe aber nichts dem zu, was man letztes Jahr erlebt habe, erklärt der Minister und erinnert an die Schwierigkeiten im Transportwesen und die 35.000 Gepäckstücke, die letztes Jahr auf den Pariser Flughäfen verloren gingen. „So etwas darf man nicht noch einmal erleben, wenn man an die Rugby-Weltmeisterschaft oder die Olympischen Spiele denkt oder es ganz einfach um die Franzosen und die ausländischen Touristen geht, die unter guten Bedingungen reisen wollen“, so Clément Beaune.