Kategorie: Paris, Ile de France

  • Eric Dupond-Moretti: Französischer Justizminister wird für nicht schuldig befunden und freigesprochen

    Eric Dupond-Moretti: Französischer Justizminister wird für nicht schuldig befunden und freigesprochen

    Die Richter des obersten Gerichtshofs der Republik, der als einziges Gericht befugt ist, über von einem Regierungsmitglied begangene Taten zu urteilen, folgten nicht den Forderungen der Staatsanwaltschaft, die ein Jahr Haft auf Bewährung gegen den amtierenden Justizminister gefordert hatte. Es ist eine große Erleichterung für die Regierung von Premierministerin Elisabeth Borne. Ihr amtierender Justizminister Eric Dupond-Moretti wurde am Mittwoch, dem 29. November, vom Gerichtshof der Republik (CJR) freigesprochen. Ihm wurde vorgeworfen, in zwei verschiedenen Fällen seine Funktion als Minister genutzt zu haben, um mit vier Richtern abzurechnen, mit denen er in seiner Zeit als Anwalt Probleme hatte. „Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass er sich eines Interessenkonflikts schuldig gemacht hat“, erklärte der Vorsitzende des CJR. „Das ist das, was wir erhofft hatten, das sich das Recht durchsetzt“, reagierte Jacqueline Laffont, eine der Anwältinnen von Eric Dupond-Moretti. Die Anklage hat…

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  • Paris 2024: Der Preis für das Metroticket wird sich während der Olympischen Spiele fast verdoppeln

    Paris 2024: Der Preis für das Metroticket wird sich während der Olympischen Spiele fast verdoppeln

    Vom 20. Juli bis zum 8. September 2024 wird ein Metro-Pass für die Olympischen Spiele Paris 2024 mit einem Einheitstarif von 70 Euro pro Woche (derzeit sind es 30 Euro) eingeführt.

    Ile-de-France Mobilités, die Regulierungsbehörde für den Verkehr in der Region rund um Paris, hat am Montag, dem 27. November, ihre Tarifpalette für den Zeitraum der Olympischen Spiele vorgestellt, berichtet der Sender France Bleu Paris. Vom 20. Juli bis zum 8. September 2024 wird es nicht mehr möglich sein, die Ticktes „Navigo Jour“ und „Semaine“ zu kaufen. Stattdessen wird ein Pass Paris 2024 mit einem Sonderpreis eingeführt: 70 Euro pro Woche, im Vergleich zu derzeit 30 Euro.

    Die unbegrenzte Tageskarte wird auf 16 Euro steigen. Mehrtageskarten kosten 30 Euro für zwei Tage, 42 für drei Tage und 10 Euro pro Tag für sieben Tage. Der Preis für einen Einzelfahrschein für die Metro wird von 2,10 Euro auf 4 Euro erhöht. Inhaber eines monatlichen oder jährlichen Navigo-Passes sind von diesen neuen JO-Tarifen allerdings nicht betroffen. Die Tariferhöhung soll dazu beitragen, dass die Busse, Metros und RER während der Olympischen Spiele häufiger verkehren können. Während der zweimonatigen Wettkampfzeiten wird das Verkehrsangebot um 15 % höher sein als normal, was Mehrkosten von 200 Millionen Euro bedeutet. Eine Summe, die Île de France Mobilités mit dieser zeitlich begrenzten Preisgestaltung refinanzieren möchte. Gelegenheitsreisende sollten Vorkehrungen treffen, um nicht den höchsten Preis zahlen zu müssen. Um dem 4-Euro-Metro-Ticket zu entgehen, müssen sie vor dem 20. Juli Fahrkarten auf eine Navigo Easy-Karte laden. Nach Ablauf dieses Datums wird es nur noch möglich sein, mit der Pauschale Liberté+ für 1,73 € pro Fahrt zu reisen.

    Die Präsidentin der Region Ile-de-France, Valérie Pécresse, erklärt die Einführung dieses Paris 2024-Passes in einem auf X geposteten Video: „Es kommt nicht in Frage, dass die Bewohner der Region die Kosten alleine tragen.“

  • Wittwe des Serienmörders Michel Fourniret wegen Beihilfe zu 3 Frauenmorden angeklagt

    Wittwe des Serienmörders Michel Fourniret wegen Beihilfe zu 3 Frauenmorden angeklagt

    Monique Olivier, die Wittwe des Serienmörders Michel Fourniret, steht ab Dienstag, dem 28. November, wegen Beihilfe zum Mord an Estelle Mouzin, Joanna Parrish und Marie-Angèle Domèce vor dem Schwurgericht des Departements Hauts-de-Seine.

    Am heutigen Dienstag beginnt vor dem Schwurgericht des Departements Hauts-de-Seine ein mit Spannung erwarteter Prozess. Monique Olivier, die Wittwe des Serienmörders Michel Fourniret, steht wegen Mittäterschaft an der Entführung und Ermordung von drei Frauen, Joanna Parrish, Marie-Angèle Domèce und Estelle Mouzin, vor Gericht.

    Da die Leiche seiner Tochter, die am 9. Januar 2003 verschwand, nie gefunden wurde, fürchtet Éric Mouzin den Moment, in dem er Monique Olivier gegenüberstehen wird. „Es ist sehr kompliziert, sich in der Gegenwart der Person wiederzufinden, die zur Entführung Ihres Kindes beigetragen hat und die genau weiß, was in den Stunden oder Tagen nach der Entführung passiert ist“, sagte er gegenüber dem Sender RTL. „Sie ist eine Person, die Dinge nicht sagt, die Dinge verheimlicht, man sieht, dass ihre Persönlichkeit komplex ist“, beschreibt Eric Mouzin die Angeklagte Monique Olivier.

    Laut Aussagen von Monique Olivier im August 2020 hielt Michel Fourniret Estelle Mouzin in Ville-sur-Lumes (Ardennen) in dem Haus, das er von seiner Schwester geerbt hatte, gefangen, vergewaltigte und tötete sie. Teil-DNA des Mädchens wurde auf einer Matratze gefunden, die 2003 in diesem Haus von der Polizei beschlagnahmt worden war.

    Im Jahr 2021 gab die Ex-Frau von Michel Fourniret zum ersten Mal eine Rolle bei der Entführung von Estelle zu und erklärte, sie habe ihren Ex-Mann in der Nähe des Waldes von Issancourt-et-Rumel (Ardennen) begleitet, um die Leiche des Mädchens zu vergraben.

  • „Riesiger globaler Abwasserkanal“: Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo verlässt X (Twitter)

    „Riesiger globaler Abwasserkanal“: Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo verlässt X (Twitter)

    Der X-Account der Stadt Paris bleibt aber offen, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Anne Hidalgo schlägt die Tür zu Twitter zu. Die Oberbürgermeisterin von Paris gab am Montag, dem 27. November, bekannt, dass sie ihr Konto auf dem sozialen Netzwerk X, das von dem umstrittenen Milliardär Elon Musk aufgekauft wurde und ihrer Meinung nach zu einem „riesigen globalen Abwasserkanal“ geworden ist, löschen werde. Der X-Account der Stadt Paris bleibt hingegen bestehen, wie die Stadtverwaltung gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte. „Ich habe die Entscheidung getroffen, X zu verlassen. Weit davon entfernt, das revolutionäre Werkzeug zu sein, das ursprünglich den Zugang zu Informationen für eine möglichst große Zahl von Menschen ermöglichte, ist X in den letzten Jahren zur Massenvernichtungswaffe unserer Demokratien geworden“, schrieb Hidalgo in einem Gastbeitrag in der französischen Tageszeitung Le Monde. Anne Hidalgo hatte sich 2009 bei Twitter angemeldet.

    https://twitter.com/Anne_Hid…

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  • Mord an dem Lehrer Samuel Paty: Prozess gegen sechs seiner ehemaligen Schüler beginnt heute in Paris

    Mord an dem Lehrer Samuel Paty: Prozess gegen sechs seiner ehemaligen Schüler beginnt heute in Paris

    Sechs ehemalige Schüler des ermordeten Lehrers Samuel Paty stehen ab Montag in Paris unter Ausschluss der Öffentlichkeit wegen einer möglichen Beteiligung an der Ermordung des Lehrers Samuel Paty im Jahr 2020 vor Gericht – der erste von zwei geplanten Prozessen in diesem Fall.

    Der erste Prozess im Fall der Enthauptung des Lehrers Samuel Paty im Jahr 2020 durch einen jungen Dschihadisten beginnt am Montag, dem 27. November, in Paris. Sechs seiner ehemaligen Schüler stehen jetzt unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor dem Jugendgericht.

    Ein zweiter Prozess, in dem acht Erwachsene angeklagt sind, wird Ende 2024 vor dem Pariser Schwurgericht stattfinden.

    Der Anschlag auf den Lehrer Samuel Paty hatte in Frankreich und im Ausland große Bestürzung ausgelöst. Am 16. Oktober 2020 war der 47-jährige Lehrer für Geschichte und Geografie in der Nähe seiner Schule in Conflans-Sainte-Honorine bei Paris von Abdullakh Anzorov, einem russischen Flüchtling tschetschenischer Herkunft, erstochen und anschließend enthauptet worden. Der 18-jährige radikalisierte Islamist war im Anschluss von der Polizei getötet worden.

    Der Attentäter warf dem Lehrer vor, in einer Vorlesung über Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt zu haben. In einer Audiobotschaft auf Russisch hatte er sich selbst dazu beglückwünscht, „den Propheten gerächt“ zu haben.

    Fünf Jugendliche – zum Zeitpunkt der Ermordung von Samuel Paty 14 und 15 Jahre alt – werden wegen krimineller Vereinigung zur Vorbereitung schwerer Gewalttaten vor Gericht gestellt. Ihnen wird vorgeworfen, die Umgebung des Collège überwacht und Samuel Paty gegen Bezahlung an den Angreifer verraten zu haben.

    Eine sechste Jugendliche, die zum Zeitpunkt der Tat 13 Jahre alt war, steht wegen verleumderischer Denunziation vor Gericht. Die Schülerin hatte fälschlicherweise behauptet, Samuel Paty habe muslimische Schüler aufgefordert, sich zu melden und das Klassenzimmer zu verlassen, bevor er die Mohammed-Karikaturen gezeigt habe. In Wirklichkeit hatte sie an dieser Unterrichtsstunde gar nicht teilgenommen.

    Ihre Lüge war der Auslöser einer gewalttätigen Kampagne, die von ihrem Vater Brahim Chnina und dem islamistischen Aktivisten Abdelhakim Sefrioui, der Videos gedreht hatte, die auf den Lehrer aufmerksam gemacht hatten, in den sozialen Netzwerken angeheizt wurde. Die beiden Männer werden in dem zweiten Prozess vor Gericht gestellt.

    Die Familie von Samuel Paty hat diesen ersten Prozess mit Spannung erwartet. „Die Rolle der Minderjährigen ist wesentlich für die Spirale, die zur Ermordung des Lehrers geführt hat“, sagte Rechtsanwältin Virginie Le Roy, die die Eltern und eine der Schwestern von Samuel Paty vertritt.

    Die Ermittlungen hatten gezeigt, wie die Falle innerhalb von zehn Tagen für Samuel Paty zuschnappte: von der Lüge der Schülerin über die Online-Attacken bis hin zur Ankunft des Angreifers vor der Schule am 16. Oktober.

    Der Attentäter Abdullakh Anzorov hatte einem der Jugendlichen 300 Euro angeboten, um Samuel Paty zu identifizieren, den der Angreifer angeblich „filmen wollte, wie er sich entschuldigt“.

    Der Schüler prahlte mit dem Auftrag – vier weitere Schüler schlossen sich ihm an, wie aus Zeugenaussagen hervorgeht.

    Beim Verlassen des Klassenzimmers wird Samuel Paty von den Jugendlichen mit den Worten „Er ist hier“ identifiziert. Kurz vor 17 Uhr wird er ermordet.

    Die angeklagten Jugendlichen sind heute Schüler der Oberstufe. Ihnen droht eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren. Der Anwalt eines der Schüler sagt: „Sein ganzes Leben lang wird er der Junge bleiben, der in diesen Fall verwickelt ist.“

    Die Dauer des Prozesses ist bis zum 8. Dezember angesetzt.

  • Val-de-Marne: Mann wegen Mordes an seinen drei Töchtern in Polizeigewahrsam

    Val-de-Marne: Mann wegen Mordes an seinen drei Töchtern in Polizeigewahrsam

    Der 41-jährige Mann stellte sich am Sonntag selbst der Polizei und teilte den Beamten mit, seine drei Kinder getötet zu haben. Die Leichen der Mädchen wurden kurz darauf im Haus der Familie im Departement Val-de-Marne entdeckt.

    Ein Mann meldete sich am Sonntag, dem 26. November, in Dieppe (Departement Seine-Maritime) bei der Polizei und gestand den Mord an seinen drei Töchtern. Die Leichen der Kinder wurden kurz darauf in Alfortville (Departement Val-de-Marne) in der Wohnung des Mannes tot aufgefunden. Die Polizei fand vor Ort „die leblosen Körper von drei Mädchen im Alter von 4, 10 und 11 Jahren“, heißt es in einer Erklärung der Staatsanwaltschaft von Créteil.

    Der 41-jährige Mann wurde in Polizeigewahrsam genommen. Er ist der Justiz bereits aufgrund einer Verurteilung im April 2021 wegen häuslicher Gewalt bekannt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Er war damals zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden, davon 12 Monate auf Bewährung, und hatte seine Strafe „in Form eines elektronisch überwachten Hausarrests“ verbüßt. Außerdem war er 2021 Gegenstand einer Untersuchung wegen Vergewaltigung an seiner Ehefrau, die laut Staatsanwaltschaft aufgrund einer „unzureichend charakterisierten Straftat“ eingestellt wurde.

  • Obdachlose Kinder in Pariser Schulen untergebracht: Senator kritisiert das als „Notlösung“

    Obdachlose Kinder in Pariser Schulen untergebracht: Senator kritisiert das als „Notlösung“

    Der Senator der kommunistischen Partei Ian Brossat fordert die Schaffung von weiteren „10.000 Plätzen für Notunterkünfte“.

    Familien mit Kindern, die in Paris auf der Straße schliefen, wurden im Herbst in Schulen untergebracht. „Da sind alles bloß Notlösungen“, reagierte Ian Brossat, Senator von Paris und Sprecher der kommunistischen Partei PCF, am Sonntag, dem 26. November, auf dem Sender Franceinfo. „Man schätzt, dass es in Paris 400 Kinder gibt, die auf der Strasse schlafen“, so Ian Brossat. „Das ist eine Situation, die unerträglich und unwürdig ist“. Der kommunistische Senator sagt: „Der Staat und die Regierung müssen dringend Unterbringungsmöglichkeiten schaffen. Wir gehen davon aus, dass uns landesweit 10.000 Unterbringungsplätze fehlen“.

    Bei den obdachlosen Familien, handelt es sich meist um Menschen, die keine Papiere haben und deswegen keine Möglichkeit haben, in Sozialwohnungen zu leben. „In der Zwischenzeit brauchen wir zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten. Schätzungen zufolge gibt es in Paris 400 Kinder, die im Freien schlafen. Landesweit schätzt Unicef, dass es 3000 sind. Das ist eine unerträgliche und unwürdige Situation in der siebtgrößten Wirtschaftsmacht der Welt.“

    Die Stadt Paris hatte die die Öffnung von leerstehenden Gymnasien gefordert. Laut Ian Brossat verfolgt die Regierung ein zynisches Kalkül, das darin besteht, die Aufnahmebedingungen für Familien zu verschlechtern, die aus dem Ausland kommen. Die Regierung sei davon überzeugt, dass eine Verschlechterung der Aufnahmebedingungen die Menschen davon abhalten werde, nach Frankreich zu kommen. Die Realität sei aber, dass die Aufnahmebedingungen seit Jahren verschlechtert werden und trotzdem immer noch Familien nach Frankreich kommen. Brossat hält es für unwürdig, dass Frankreich nicht in der Lage ist, diesen Menschen eine Unterkunft zu bieten. „Wir sprechen hier von Kindern, die manchmal nur wenige Monate alt sind, die ein oder zwei Jahre alt sind und die sich auf der Straße oder in Notunterkünften wiederfinden. All das kann so nicht weitergehen.“

    Senator Brossat fordert, dass den lokalen Gebietskörperschaften das Recht auf Requisition übertragen wird. Dass die Gebietskörperschaften, die Städte, die Möglichkeit haben, seit langer Zeit leerstehende Gebäude wie Büros oder Hotelgebäude zu requirieren, damit niemand mehr im Freien schlafen muß. Derzeit liegt das Recht zur Beschlagnahmung in der Hand des jeweiligen Präfekten und bislang wenden es die Präfekturen nie an.

    „Jedes Mal, wenn wir den Präfekten auf leerstehende Gebäude hinweisen, antwortet er uns, dass er nur beschlagnahmen würde, wenn der Eigentümer damit einverstanden sei…“

  • Seine-et-Marne: Ein Dorf hat Dutzende gleiche Strassennamen – und alle sind richtig …

    Seine-et-Marne: Ein Dorf hat Dutzende gleiche Strassennamen – und alle sind richtig …

    Im Departement Seine-et-Marne wurde eine Gemeinde zum Albtraum der Postboten. Fünf Dörfer haben beschlossen, sich zu einer einzigen Gemeinde namens Moret-Loing-et-Orvanne zusammenzuschließen, in der nun 40 Straßennamen doppelt oder sogar dreifach vergeben sind.

    Alle vier Kirchen in derselben Gemeinde haben die gleiche Adresse. Dies kann zu Verwechslungen führen, wenn Sie nach der Rue de l’Eglise suchen. Moret-Loing-et-Orvanne (Seine-et-Marne) ist eine neue Gemeinde, in der 40 Straßen denselben Namen haben: drei Rue Grande, zwei Avenue Clémenceau, zwei Rue de la République usw. Kein Problem für altgediente Briefträger, die ihre Touren kennen, aber oft müssen die Einwohner ihre Post suchen gehen.

    Seit sechs Jahren schon ist Moiret-sur-Loing mit vier Nachbargemeinden fusioniert und niemand hat an die doppelten Straßennamen gedacht. Das GPS von Besuchern kommt natürlich auch nicht mit den mehrfachen Strassenbezeichnungen zurecht. In einer Straße mit demselben Namen, aber einige Kilometer weiter, wartet verirrte Post auf ihren richtigen Empfänger. Kunden können die Adresse einer Pizzeria nicht finden. Für Paketzusteller kann das alles zu einem Martyrium werden. 950 Wohnungen sind betroffen. Die Stadt führt derzeit Beratungen durch, um eine Lösung zu finden. „Was wir uns für die vier Rue de l’Église vorstellen können, ist, den Straßennamen mit dem Namen der betroffenen Kirche zu ergänzen“, sagt Jean-Philippe Fontugne, stellvertretender Bürgermeister und zuständig für Bürgerbeteiligung. Bei allen anderen Strassennamen muss man halt seine Fantasie walten lassen…

  • Gewalt gegen Frauen: Demonstrationen in ganz Frankreich

    Gewalt gegen Frauen: Demonstrationen in ganz Frankreich

    Am Samstag, dem 25. November, fanden in ganz Frankreich Demonstrationen anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt gegen Frauen statt. 244.000 Fälle von häuslicher Gewalt in Frankreich wurden im Jahr 2022 gezählt, was einem Anstieg von 15% gegenüber 2021 entspricht. Slogans und zahlreiche violette Plakate waren am 25. November in den Straßen von Paris zu sehen. Anlass war eine Demonstration zum Tag gegen Gewalt gegen Frauen. An der Spitze des Demonstrationszuges standen Familien von Opfern von Frauenmorden. Auf ihren Schildern hielten sie die Porträts ihrer ermordeten Angehörigen hoch und appellierten an die Regierung. „Die Gesetzgebung muss sich ändern“, sagte eine Sprecherin. In diesem Jahr wurden von entsprechenden Verbänden bislang 121 Frauenmorde durch Ehe- oder Lebenspartner gezählt, eine Zahl von Feminiziden, die bereits über den 118 im Jahr 2022 gezählten liegt. Die Demonstranten hoffen, dass ihre Zahl die Regierung zum Handeln veranlasst. Durch ihren Kampf gegen die Gew…

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  • Essonne: So rettete die achtjährige Kalli ihre Großmutter

    Essonne: So rettete die achtjährige Kalli ihre Großmutter

    Einem achtjährigen Mädchen gelang es, ihre Großmutter zu retten, die einen Herzanfall erlitten hatte. Sie rief die Feuerwehr an und befolgte genauestens deren Anweisungen am Telefon.

    Auf einem Foto ist ein lächelndes kleines Mädchen und seine Großmutter zu sehen. Die achtjährige Kalli hat dank ihrer außergewöhnlichen Kaltblütigkeit ihrer Großmutter das Leben gerettet. Am 25. Oktober erlitt die 64-jährige Georgette in ihrem Haus in der Essonne einen Herzanfall. Ihre Enkelin greift beherzt zum Telefon und ruft den Notruf an. Anschließend befolgt sie ruhig und genau die Anweisungen der Telefonistin am anderen Ende der Leitung. Sechs Minuten später treffen Notarzt und Feuerwehr ein: Georgette ist dank des Eingreifens ihrer Enkelin da schon außer Lebensgefahr.

    Kallis Mutter ist sehr stolz. „Sie ist ruhig geblieben und hat das Richtige getan (…) Die ersten Schritte, die sie unternommen hat, haben Georgette gerettet“, sagt sie. Die Handlungen und Reflexe der kleinen Kalli wurden von den Feuerwehrleuten gelobt. „Es ist erstaunlich, wie sie es geschafft hat, die Situation zu meistern, Erste-Hilfe-Maßnahmen zu ergreifen, uns zu rufen und die Hilfe, die nötig war, um ihre Großmutter zu retten, richtig einzusetzen“, staunte Leutnant Jérôme Cailleaux, Leiter des Rettungszentrums von Lisses im Departement Essonne. Kalli hat von der Rettungsbrigade Essonne ein Diplom als Mini-Helferin erhalten. Das bringt sie auf Ideen: Sie könnte sich vorstellen, auch einmal Feuerwehrfrau zu werden.