Kategorie: Paris, Ile de France

  • Parken in Paris: Verdreifachte Gebühren für SUVs mit fast 55% Zustimmung der Anwohner beschlossen

    Parken in Paris: Verdreifachte Gebühren für SUVs mit fast 55% Zustimmung der Anwohner beschlossen

    Die Pariser stimmten am Sonntag, 4. Februar, mit 54,55% für den Vorschlag ihrer Oberbürgermeisterin Anne Hidalgo, die Parkgebühren für große und schwere Autos zu verdreifachen. Dies geht aus den offiziellen Ergebnissen der Abstimmung hervor, an der allerdings nur 5,68% der registrierten Wähler teilgenommen haben.

    Bald werden in Paris dreimal höhere Preise für SUVs und andere schwere private Fahrzeuge gelten. Dies ist das Ergebnis einer Bürgerabstimmung, die von der Stadtverwaltung am Sonntag, dem 4. Februar, abgehalten wurde. Nach dem Entwurf des pariser Rathauses muss der Nutzer eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor oder Plug-in-Hybridantrieb, das mehr als 1,6 Tonnen bzw. zwei Tonnen bei einem Elektrofahrzeug wiegt, in den zentralen Arrondissements der Hauptstadt bald 18 Euro pro Stunde für das Parken bezahlen, in den äußeren Arrondissements sind es 12 Euro. Anwohner, die in ihrem Viertel parken, und Gewerbetreibende, darunter auch Taxis, sind davon jedoch nicht betroffen.

    Der Beschluss werde im Mai in der Abgeordnetenversammlung von Paris vorgelegt, um ab 1. September Anwendung zu finden, sagte Anne Hidalgo bei der Bekanntgabe der Ergebnisse im Rathaus und begrüßte eine „klare Entscheidung der Pariser“ zugunsten einer Maßnahme, die „gut für unsere Gesundheit und gut für den Planeten“ sei.

    Nur etwas mehr als 78.000 der rund 1,3 Millionen in Paris registrierten Wähler begaben sich in eines der 38 Wahllokale, um sich „für oder gegen die Einführung eines speziellen Tarifs für das Parken von schweren, sperrigen, umweltschädlichen Individualfahrzeugen“ auszusprechen. Im April 2023 hatten sich bei der ersten Abstimmung dieser Art in Paris rund 103.000 Personen oder 7,46 % der registrierten Wähler für die Abschaffung von Selbstbedienungs-Tretrollern in der französischen Hauptstadt ausgesprochen.

    Diesmal sei die Beteiligung „etwas geringer“ als bei den Rollern, aber es sei ein „sehr gutes Ergebnis“, kommentierte Anne Hidalgo, die weitere Abstimmungen ankündigt, um „über Fragen zu entscheiden, die unser tägliches Leben betreffen“.

    Die Ergebnisse nach Arrondissements folgen de facto der politischen Landkarte: In den von der Rechten geführten Arrondissements überwiegt die Ablehnung des Sondertarifs, während in den von der Linken oder Grünen geführten Arrondissements die „Pro“-Mehrheit vorherrscht.

    Die Abstimmung richtete sich vor allem gegen SUVs (Sport Utility Vehicle), deren Eigenschaften „die eines PKWs mit denen eines Nutzfahrzeugs“ kombinieren, und Geländewagen.

    In der Hauptstadt, die bereits die Uferstrassen der Seine zur Fußgängerzone erklärt und 200 Straßen begrünt hat, begründete die Bürgermeisterin die Abstimmung mit dem Kampf gegen die Umweltverschmutzung, einer besseren Aufteilung des öffentlichen Raums und der Verkehrssicherheit.

    Nicht betroffen sind „Pariser Bewohner und sesshafte Gewerbetreibende, die in ihrer Parklizenzzone parken, Taxifahrer an speziellen Taxiständen, Handwerker, Angehörige der Gesundheitsberufe“ und Menschen mit Behinderungen, so die Stadtverwaltung. Die Entscheidung, den erhöhten Tarif nicht auf Anwohner anzuwenden, war Gegenstand zahlreicher Kritiken. „Die Pariser werden denselben Preisen unterliegen“, erklärte der für den Verkehr zuständige Vizebürgermeister David Belliard, da die Ausnahmeregelung nur gilt, wenn sie in ihrem Viertel mit ihrem Anwohner-Parkausweis parken.

    Nach Angaben des Bürgermeisteramts betreffen die Zusatzgebühren etwa 10 % der in Paris parkenden Fahrzeuge und könnten der Stadt etwa 35 Millionen zusätzliche Einnahmen pro Monat in die Kassen spülen.

  • Französische humanitäre Helfer in der Ukraine getötet: Russischer Botschafter ins Außenministerium einbestellt

    Französische humanitäre Helfer in der Ukraine getötet: Russischer Botschafter ins Außenministerium einbestellt

    Am 2. Februar waren zwei französische Staatsbürger bei einem Luftangriff in Beryslav im Süden der Ukraine ums Leben gekommen. Emmanuel Macron hatte den Angriff als eine „feige und unwürdige Tat“ kritisiert. Der russische Botschafter in Frankreich, Alexej Mechkow, wird am Montag, dem 5. Februar, ins Außenministerium einbestellt, wie der Sender Franceinfo unter Berufung auf diplomatische Quellen meldet. Zwei französische humanitäre Mitarbeiter sind in der Ukraine bei russischen Luftangriffen am vergangenen Donnerstag ums Leben gekommen. Das Ministerium will den Botschafter auch auf „die Desinformation, die auf Frankreich abzielt“, ansprechen. Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen eingeleitetAm 2. Februar wurden zwei französische humanitäre Helfer bei einem Luftangriff in Beryslav im Süden der Ukraine getötet. Drei weitere französische Staatsbürger wurden bei dem Bombardement verletzt, so eine diplomatische Quelle. Emmanuel Macron verurteilte am Freitag auf X (ex-Twitter) den Angriff als ei…

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  • Mit einem SUV nach Paris kommen? Das kann künftig teuer werden!

    Mit einem SUV nach Paris kommen? Das kann künftig teuer werden!

    Die Bürger von Paris sind an diesem Sonntag dazu aufgerufen, sich „für oder gegen die Einführung eines speziellen Tarifs für das Parken von schweren, sperrigen und umweltschädlichen Autos“ auszusprechen.

    Auf großen Plakatwänden ruft das Pariser Rathaus seine Bürger dazu auf, am Sonntag, dem 4. Februar, zu einer Wahl zu gehen. Der von der Stadt gewählte Slogan ist jedoch irreführend. Zwar werden auf den Wahlplakaten die „sport utility vehicle“ – diese modischen Freizeit-Geländewagen – namentlich genannt, doch in Wirklichkeit wird über alle schweren PKWs abgestimmt, unabhängig davon, ob sie als SUV bezeichnet werden oder nicht.

    Die Frage, die den Parisern heute gestellt wird, lautet: „Sind Sie für oder gegen die Einführung eines speziellen Tarifs für das Parken von schweren, sperrigen, umweltschädlichen Privatautos?“. SUVs, diese höhergelegten Autos, die irgendwie nach Abenteuer aussehen sollen, haben die Herzen vieler Autofahrer trotz zahlreicher Kritik an ihrer Umweltverschmutzung oder ihrem Platzbedarf erobert. Heute schlägt die Pariser Stadtverwaltung ihren Bürgern die Einführung eines speziellen Parktarifs – eine Verdreifachung des Preises – für „Besucher, die ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor oder Plug-in-Hybridantrieb mit einem Gewicht von 1,6 Tonnen oder mehr“ oder ein Elektrofahrzeug „mit einem Gewicht von 2 Tonnen oder mehr“ fahren, vor, so die Stadtverwaltung. Vom 1. bis zum 11. Arrondissement würde eine Stunde Parken dann 18 EUR kosten (gegenüber 6 EUR für andere Fahrzeuge). Für das 12. bis zum 20. Arrondissement würde die Stunde künftig auf 12 Euro steigen (gegenüber 4 Euro für andere).

    Es wäre jedoch nicht korrekt, diese Abstimmung als Referendum „für oder gegen SUVs“ zu bezeichnen. Denn die vorgeschlagene Maßnahme würde, wenn sie angenommen würde, de facto nicht die meistverkauften Modelle auf dem Markt betreffen, wie den Peugeot 2008 und 3008, den Renault Captur oder den Dacia Duster. Warum ist das so? Weil diese Modelle je nach Version meist unter die 1,6-Tonnen-Grenze fallen und daher nicht betroffen sind.

    Wie viele Autofahrer wären von der Erhöhung der Parkgebühren betroffen und wer wäre davon befreit?
    Laut David Belliard, dem für Mobilität zuständigen Vizebürgermeister von Paris, machen Autos mit Verbrennungsmotoren und Hybridautos über 1,6 Tonnen ungefähr 10 % aller Fahrzeuge aus, die die Hauptstadt frequentieren. Von den rund 70.000 Parkscheinen, die täglich bezahlt werden, wären also etwa 7.000 Fahrzeuge betroffen, erklärte Belliard gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Laut Oberbürgermeisterin Anne Hidalgo könnten diese Tariferhöhungen der Stadt monatliche Mehreinnahmen in Höhe von 35 Millionen Euro bringen.

    Die Stadtverwaltung hat jedoch zahlreiche Ausnahmeregelungen vorgesehen: „Pariser Anwohner und sesshafte Gewerbetreibende, die in ihrer Parklizenzzone parken, Taxifahrer an speziellen Taxiständen, Handwerker, Angehörige von Gesundheitsberufen und Personen, die für den Pro-Tarif in Frage kommen, sowie Personen mit eingeschränkter Mobilität, die im Besitz einer Carte Mobilité Inclusion – stationnement sind“, sind von dieser Erhöhung nicht betroffen.

    Außerdem betrifft die Preiserhöhung nur das Parken auf den Straßen der französischen Hauptstadt und hat keine Auswirkungen auf unterirdische Parkplätze und Parkhäuser. Ebenso bleibt das Parken für große und kleine Fahrzeuge abends nach 20 Uhr bis 9 Uhr des Folgetages sowie sonntags kostenlos.

    Um am heutigen Sonntag abstimmen zu können, muss man am 8. Januar in Paris in den Wählerlisten eingetragen gewesen sein. Auch EU-Bürger, die in der Wählerliste für die Kommunalwahlen eingetragen sind, können teilnehmen, erklärt die Bürgermeisterin.

    Die Wahl findet von 9.00 bis 19.00 Uhr in insgesamt 222 Wahllokalen in allen Arrondissements der Hauptstadt statt. Die Stadt Paris hat auf ihrer Website eine Liste dieser Orte sowie eine Liste der Dokumente, die als Identitätsnachweis dienen können, veröffentlicht.

    Die Initiative des Rathauses „zielt darauf ab, den ökologischen Übergang zu beschleunigen, in dem wir die Luftverschmutzung angehen“, denn „je größer, desto schmutziger“ sind unsere Autos, erklärte Anne Hidalgo am 8. Dezember. Neben dem Umweltschutz ziele die Begrenzung von SUVs auch darauf ab, die „Verkehrssicherheit zu verbessern, denn je größer, desto höher das Unfallrisiko“. Der dritte Grund sei die „bessere Aufteilung des öffentlichen Raums“, fügte die Pariser Bürgermeisterin hinzu und erklärte, dass die durchschnittliche Größe und das Gewicht von SUVs, die „mittlerweile 40 % der PKW-Verkäufe“ ausmachen, ständig gestiegen seien.

    In Paris beträgt die Mindestbreite der Stellplätze 1,80 Meter einschließlich der Markierungen. Die 100 meistverkauften Automodelle in Europa sind jedoch seit 2018 durchschnittlich 2,5 Zentimeter breiter geworden, von 177,8 auf 180,3 cm, so ein Bericht der NGO Transport & Environment (T&E), der am 22. Januar veröffentlicht wurde. Einige Arten von Luxus-SUVs überschreiten sogar die Zwei-Meter-Marke bei eingeklappten Spiegeln, so die Studie. Diese Fahrzeuge „ragen in Gehwege oder auf die Straße hinein“, erklärte Nicolas Raffin, Sprecher von T&E Frankreich, der von der Nachrichtenagentur AFP zitiert wurde. „Sie gefährden Radfahrer, Fußgänger, insbesondere Kinder, und alle anderen Autofahrer.“

    Schließlich betont die NGO, dass die schwersten Autos, selbst wenn sie elektrisch betrieben werden, bei der Herstellung „dreimal so viel Kupfer und Aluminium und fünfmal so viel Lithium, Nickel und Kobalt verbrauchen als ein kleines elektrisches Stadtauto“.

    Was denken die Pariser Bürger über diese Maßnahme?
    Laut einer im Januar von OpinionWay auf Initiative der NGOs Respire und Clean Cities durchgeführten Umfrage unterstützen 61 % der Pariser Bürger die Einführung von Parkgebühren, die sich nach dem Gewicht des Fahrzeugs richten. Mehr als die Hälfte der befragten Pariser gab an, diesen großen Autos kritisch gegenüber zu stehen (56 %). Sie kritisierten vor allem ihre sperrigen Ausmaße (75 %), ihre Belastung der Luftqualität (61 %) und ihre negativen Auswirkungen auf das Klima (58 %).

    Paris ist nicht die einzige französische Stadt, die Autofahrer dazu ermutigen will, kleinere Fahrzeuge zu bevorzugen. Auch in Lyon wird darüber nachgedacht, eine neue progressive Parkgebühr einzuführen, berichtet France 3 Rhône-Alpes.

    In Grenoble werden die Abonnements in den 21 Parkhäusern der Metropole ab dem 1. März insbesondere für schwere Autos ebenfalls teurer werden. Die Stadtverwaltung hat dies mit dem zusätzlichen Wartungsaufwand für diese Fahrzeuge begründet, berichtet France 3 Rhône-Alpes und nennt Kosten für die Erneuerung der Beläge und Parkplätze, da die Flächen oftmals zu schmal geworden sind.

    Die heutige Abstimmung ist bereits die zweite Bürgerabstimmung, die vom Pariser Rathaus organisiert wird, nachdem im April 2023 eine Abstimmung über elektrische Tretroller in Selbstbedienung stattgefunden hat. An der Abstimmung im vergangenen Jahr nahmen etwas mehr als 100.000 Wähler teil (7,46 % der registrierten Wähler), die mit 89,03 % die Verlängerung der Verträge mit den Unternehmen ablehnten, die diese Elektro-Tretroller anboten.

    Trotz der sehr hohen Wahlenthaltung hatte Anne Hidalgo damals zugesagt, „das Ergebnis schlicht und einfach zu respektieren“. Seitdem sind die Selbstbedienungs-Tretroller von den Pariser Straßen verschwunden.

  • Messerattacke in Paris: Mann verletzt drei Personen mit einem Messer – ein Opfer schwebt in Lebensgefahr

    Messerattacke in Paris: Mann verletzt drei Personen mit einem Messer – ein Opfer schwebt in Lebensgefahr

    Nach einer vorläufigen Bilanz der Polizeipräfektur wurden bei einem Messerangriff am Gare de Lyon, der sich am frühen Samstagmorgen ereignete, eine Person schwer und zwei weitere leicht verletzt.

    Ein Mann, der verdächtigt wird, am Samstag, dem 3. Februar, um 7:35 Uhr am Gare de Lyon in Paris mehrere Personen mit einem Messer angegriffen zu haben, wurde festgenommen. Dies teilte die Polizeipräfektur mit und bestätigte damit eine Meldung der Nachrichtenagentur AFP. Der Angreifer wurde in Polizeigewahrsam genommen. Die Pariser Staatsanwaltschaft ist mit dem Sachverhalt befasst und hat eine Untersuchung wegen versuchten Mordes eingeleitet. Ein terroristischer Hintergrund der Tat wurde bisher nicht festgestellt.

    „Drei Passanten wurden Opfer von Verletzungen mit einer Waffe durch den mutmaßlichen Täter. Die Verletzungen sollen mit einem Hammer und einem Messer verursacht worden sein“, so die Pariser Staatsanwaltschaft gegenüber dem Sender Franceinfo. „Die genaue Identität des Beschuldigten sowie die Umstände und Motive der Tat müssen noch bestätigt werden“, so die Pariser Staatsanwaltschaft weiter. Der Täter ist 32 Jahre alt und leidet wohl an psychischen Problemen, wie Franceinfo unter Berufung auf mit den Ermittlungen vertrauten Quellen meldet. Er soll ein malischer Staatsbürger sein und einen italienischen Führerschein und eine Aufenthaltsgenehmigung besitzen.

    Laut einer vorläufigen Bilanz der Pariser Polizeipräfektur wurden bei dem Angriff eine Person schwer und zwei Personen leicht verletzt. Die drei Personen befänden sich derzeit zu medizinischen und forensischen Untersuchungen im Krankenhaus, so die Pariser Staatsanwaltschaft. Eine Polizeiquelle erklärte gegenüber France Télévisions, dass es sich bei den Opfern um zwei Reisende sowie einen Sicherheitsbeamten handelt, der versucht habe, den Angreifer zu entwaffnen.

    Der Innenminister bestätigte die Tat auf X und dankte „denjenigen, die den Autor dieser unerträglichen Tat überwältigt haben“.

    Es gibt keine Verspätungen im TGV-Verkehr, meldete die SNCF gegenüber dem Sender Franceinfo. Die Bahngesellschaft erklärt, dass die Halle 1 und die Halle 2 des Gare de Lyon normal geöffnet sind. Nur die Halle 3 ist auf Anweisung der Pariser Polizeipräfektur geschlossen. Die Linie R der Regionalbahnen ist jedoch gestört. Es muss „mit Änderungen der Verbindungen, Verspätungen und Zugausfällen gerechnet werden“, heißt es in einer auf X veröffentlichten Nachricht.

  • Paris 2024: Sie könnten Sicherheitsmitarbeiter für die Olympischen Spiele werden – interessiert?

    Paris 2024: Sie könnten Sicherheitsmitarbeiter für die Olympischen Spiele werden – interessiert?

    Eine Informationskampagne für Rentner wurde gestartet, um diese zu ermutigen, als Sicherheitspersonal für die Olympischen und Paralympischen Spiele in diesem Sommer tätig zu werden, da die Branche mit Einstellungsschwierigkeiten zu kämpfen hat.

    Nach Studenten und Arbeitslosen wird nun eine neue Kategorie der Bevölkerung für die Olympischen Spiele in Paris in diesem Sommer herangezogen. Da die Sicherheit der Veranstaltung sechs Monate vor ihrem Beginn noch viele Fragen aufwirft und die Branche Schwierigkeiten hat, neue Mitarbeiter einzustellen, haben die zuständigen Behörden beschlossen, jetzt selbst Arbeitskräfte zu suchen – unter den Senioren.

    Die nationale Rentenversicherungskasse und die Arbeitsagentur France Travail haben jetzt eine Informationskampagne für Rentner gestartet, um sie angesichts der großen Schwierigkeiten bei der Einstellung von Personal im Sicherheitssektor dazu zu bewegen, bei den Olympischen Spielen in Paris als private Sicherheitskräfte tätig zu werden. Die interministerielle Delegation für die Olympischen und Paralympischen Spiele erklärte am Mittwoch, dem 31. Januar: „Ziel ist es, Rentner über die Möglichkeit zu informieren, während der Spiele Sicherheitsaufgaben im Veranstaltungsbereich zu übernehmen“.

    Bis zu 22.000 Sicherheitsleute pro Tag erforderlich
    Für die Olympischen Spiele am 26. Juli bis 11. August und die Paralympics am 28. August bis 8. September werden durchschnittlich 17.000 private Sicherheitskräfte pro Tag benötigt, mit punktuellen Spitzen von bis zu 22.000 allein für die Sicherung der olympischen Sportstätten. Seit September 2022 wurden verschieden Kampagnen gestartet, um Bewerber anzuziehen, darunter auch eine spezielle Ausbildung für Veranstaltungen, die 106 Stunden über drei Wochen umfasst und hauptsächlich darauf abzielt, zu lernen, wie man Zuschauer kontrolliert und filtert, die ein Wettkampfgelände betreten wollen. Zu dieser Spezialausbildung haben sich bisher 1.488 Personen angemeldet (Stand Mitte Januar).

    Nach den jüngsten Zahlen der Präfektur der Region Ile-de-France wurden seit Beginn der Anwerbekampagnen etwa 9.500 Personen speziell im Hinblick auf die Olympischen Spiele eingestellt, mit dem Ziel, im Juni die Marke von 15.000 zu erreichen.

  • Waffen und Töpferwaren: In Paris zeigt eine Ausstellung mehr als 100 in der Seine gefundenen Objekte

    Waffen und Töpferwaren: In Paris zeigt eine Ausstellung mehr als 100 in der Seine gefundenen Objekte

    Die Ausstellung „Dans la Seine“ öffnete am Mittwoch im Museum der archäologischen Krypta auf der Île de la Cité in Paris. Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Nutzung des Flusses Seine und der Besiedlung ihrer Ufer seit der Vorgeschichte. Seit Mittwoch, dem 31. Januar, kann man im Museum der a…

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  • Frischgebackener Handball-Europameister Benoît Kounkoud wegen versuchter Vergewaltigung verhaftet

    Frischgebackener Handball-Europameister Benoît Kounkoud wegen versuchter Vergewaltigung verhaftet

    Eine junge Frau beschuldigt den Spieler der französischen Nationalmannschaft, in einer Pariser Diskothek versucht zu haben, sie zu vergewaltigen. Kounkoud wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag festgenommen, der Polizeigewahrsam des Handballspielers wurde jedoch am Mittwoch wieder aufgehoben.

    Der Handballer Benoît Kounkoud, frischgebackener Handball-Europameister mit der französischen Nationalmannschaft, wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag, 30. Januar, wegen versuchter Vergewaltigung in einer Diskothek im 8. Arrondissement von Paris in Polizeigewahrsam genommen. Dies meldete der Sender Franceinfo unter Berufung auf eine mit dem Fall vertrauten Quelle. Der Polizeigewahrsam des Spielers der französischen Nationalmannschaft wurde am Mittwoch im Laufe des Tages wieder aufgehoben. „Die Ermittlungen werden fortgesetzt, insbesondere um mehr Zeugenaussagen zu sammeln“, erklärte die Staatsanwaltschaft gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Der Europameister war am Dienstag gegen 4 Uhr morgens in betrunkenem Zustand festgenommen worden. Die Pariser Staatsanwaltschaft erklärte, dass eine etwa 20-jährige Frau Kounkoud einen „Vergewaltigungsversuch“ während eines alkoholisierten Abends in einem Nachtclub im achten Arrondissement vorwirft.

    In einer Erklärung am Mittwoch erklärte der französische Handballverband (FFH), dass er von der Verhaftung des Nationalspielers „Kenntnis genommen“ habe und „aufmerksam auf die von den Justizbehörden ergriffenen Maßnahmen“ achte. „Die FFHandball bekräftigt ihre Entschlossenheit, gegen jede Form von Gewalt zu kämpfen, und möchte daran erinnern, dass sie solche Taten, wenn sie nachgewiesen sind unabhängig von der beschuldigten Person, scharf verurteilt“, so der Verband weiter.

    Nach ihrem Sieg gegen Dänemark am Sonntag in Köln kehrten die französischen Handballer am Montag nach Frankreich zurück und wurden von Präsident Emmanuel Macron im Élysée-Palast zu einer Zeremonie empfangen, bei der der Präsident das „sportliche und mentale“ Engagement der Spieler lobte.

    Der 26-jährige französische Handball-Nationalspieler Benoît Kounkoud, ein ehemaliger Spieler von Paris Saint-Germain, spielt derzeit für den polnischen Verein Kielce.

  • Frankreich: Handel mit gefälschten Ausweispapieren in 20 Departements aufgedeckt

    Frankreich: Handel mit gefälschten Ausweispapieren in 20 Departements aufgedeckt

    Gegen drei Männer wurde Anklage erhoben wegen bandenmäßiger Bereitstellung und unrechtmäßiger Beschaffung von gefälschten Ausweispapieren und Aufenthaltsgenehmigungen.

    Ein kriminelles Netzwerk, das in 20 französischen Departements gefälschte Identitätsdokumente hergestellt und an illegale Migranten verkauft hatte, wurde jetzt ausgehoben, wie die Behörden am Dienstag, dem 30. Januar, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bekannt gaben. Drei Männer, ein Franzose und zwei Algerier, wurden am Montagabend festgenommen und inhaftiert. Sie waren vor einer Woche in Marseille (Bouches-du-Rhône), Grenoble (Isère) und Rosny-sous-Bois (Seine-Saint-Denis) im Besitz mehrerer französischer Identitätspapiere aufgegriffen worden. Ihnen wird Beihilfe zum illegalen Aufenthalt in einer organisierten Bande sowie die Bereitstellung und der unrechtmäßige Erwerb gefälschter Dokumente vorgeworfen.

    Das Netzwerk ermöglichte durch die Erstellung von gefälschten Geburtsurkunden aus rund 20 verschiedenen französischen Gemeinden den Erhalt von echten französischen Dokumenten. Einige der „Kunden“ hatten bis zu acht verschiedene Identitäten beantragt. Mehr als 75 Betrugsfälle in ganz Frankreich wurden von den Ermittlern aufgedeckt. Sie schätzen die erzielten Gewinne der Fälscher auf 200.000 bis 480.000 Euro.

    Gegen eine Zahlung 1.700 bis 8.000 Euro pro Person stellten sie die gefälschten Dokumente zur Verfügung, vereinbarten Termine in den Standesämtern kleiner Gemeinden und versorgten die Antragsteller mit nützlichen Ratschlägen. An den Ermittlungen, die vor neun Monaten mit einer Anzeige in Anglet (Departement Pyrénées-Atlantiques) begannen und später in Bayonne aufgenommen wurden, waren 34 Polizisten für die Festnahmen, Spezialisten für Dokumentenbetrug und Ermittler für Cyberkriminalität beteiligt. Die Ermittlungen zu Kryptowährungskonten, die von den Kriminellen im Ausland gehalten wurden, sind noch im Gange.

  • Olympia Paris 2024: Innenminister verspricht Prämie bis zu 1.900 Euro für mobilisierte Polizisten

    Olympia Paris 2024: Innenminister verspricht Prämie bis zu 1.900 Euro für mobilisierte Polizisten

    Der französische Innenminister garantiert außerdem jedem Staatsbediensteten in diesem Sommer 15 Tage zusätzlichen Urlaub außerhalb des Zeitraums vom 24. Juli und 11. August. Innenminister Gérald Darmanin kündigte am Dienstag, dem 30. Januar, in einem Brief an die Mitarbeiter der nationalen Polizei die Einführung einer „spezifischen Prämie“ für die Beamten an, die in die Vorbereitung oder Durchführung der Olympischen Spiele in Paris im nächsten Sommer eingebunden sind. Die Polizeigewerkschaften hatten bereits seit mehreren Wochen einen finanziellen Ausgleich für den Einsatz während der Olympiade gefordert hatten. „Eine Prämie wird allen Bediensteten des Ministeriums gezahlt, die in die Vorbereitung oder Durchführung der Spiele eingebunden sind“, schrieb Gérald Darmanin. Dem Minister zufolge werden drei Prämienstufen eingeführt: eine Prämie von 1.000 Euro „für Bedienstete, die ihre Urlaubszeit während der Spiele eingeschränkt haben“, eine Prämie von 1.600 Euro „für Bedienstete, die in ei…

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  • Paris: Ermittlungen wegen Polizeigewalt gegenüber chinesischstämmiger Geschäftsfrau eingeleitet

    Paris: Ermittlungen wegen Polizeigewalt gegenüber chinesischstämmiger Geschäftsfrau eingeleitet

    Die Ermittlungen werden von der Generalinspektion der nationalen Polizei durchgeführt, wie die Pariser Staatsanwaltschaft mitteilte.

    Die Pariser Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, nachdem eine chinesischstämmige Geschäftsfrau eine Anzeige wegen Gewaltanwendung durch Polizisten bei einem Einsatz erstattet hatte, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.

    Die Ermittlungen betreffen „den Tatbestand der Gewalt durch eine Person, die Träger der öffentlichen Gewalt ist und die zu zwei Tagen Arbeitsunfähigkeit geführt hat“, erklärte die Staatsanwaltschaft. „Wir verstehen nicht, warum die Polizei im Rahmen eines einfachen Handelsstreits so eingreift“, reagierte Yassine Bouzrou, Anwalt der Klägerin, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    In der von der AFP eingesehenen Klageschrift klagt die Geschäftsführerin einer Pariser Firma erschwerte vorsätzliche Gewalt, Verletzung der persönlichen Freiheit und Diskriminierung durch eine Person, die Trägerin der öffentlichen Gewalt ist, an. Laut ihrer Schilderung waren am 22. Januar vier Polizisten im Rahmen einer Auseinandersetzung mit dem Geschäftsführer einer anderen Firma, an die die Klägerin Räumlichkeiten untervermietet hatte, in ihrem Unternehmen erschienen.

    Sie behauptet, die vier Polizeibeamten hätten ihr mitgeteilt, „dass sie sich nicht auf dem Gelände dieser Firma aufhalten dürfe und dass sie ‚ohne Papiere‘, also eine Illegale, sei“. Die Klägerin behauptet auch, dass einer Polizisten ihr gesagt habe, dass sie ‚in ihr Land zurückkehren solle‘, wenn sie nicht zufrieden sei, hier zu sein“. Laut der Klageschrift wurde sie dann von einem Polizisten „gewaltsam gepackt“, der sie mit einem „gewaltsamen Armschlüssel“ und „mit den Knien auf dem Boden“ gegen ein Sofa drückte.