Die Vereinigten Staaten galten lange als unangefochtener Spitzenreiter in der internationalen Wissenschaftslandschaft. Amerikanische Universitäten dominierten die Rankings, Forschungseinrichtungen erhielten großzügige staatliche Förderungen, und das Land zog die klügsten Köpfe aus aller Welt an. Doch unter der Regierung von Donald Trump kam es zu einem tiefgreifenden Wandel: Wissenschaftsbudgets wurden gekürzt, Forschungsprojekte gestoppt und der Einfluss der Politik auf wissenschaftliche Institutionen nahm zu.
Diese Entwicklung birgt Risiken für die Vereinigten Staaten, doch sie bietet zugleich eine historische Chance für Europa. Insbesondere Deutschland und Frankreich könnten von der amerikanischen Wissenschaftspolitik profitieren, wenn sie die richtigen Weichen stellen, um talentierte Forscher anzuziehen und ihre eigenen Forschungslandschaften weiterzuentwickeln.
Ein Paradigmenwechsel in den USA
Unter der Trump-Regierung kommt es zu deutlichen Einschnitten in der Wissenschaftsförder…
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Die Côte d’Azur bleibt ein Besuchermagnet – selbst in den Wintermonaten. Von der berühmten Promenade des Anglais in Nizza bis zu den Stränden von Saint-Raphaël zieht die französische Mittelmeerküste immer mehr Touristen an.
Und das ist kein Zufall. Frankreich behauptet sich weiterhin als das meistbesuchte Land der Welt, was auch den positiven Effekten der Olympischen Spiele zu verdanken ist.
Winter, Sonne, Côte d’Azur
Die klassischen Postkartenmotive der Côte d’Azur – Palmen, türkisblaues Wasser und charmante Altstädte – verfehlen ihre Wirkung auch im Winter nicht. Während andere Urlaubsregionen in der kalten Jahreszeit einen Besucherrückgang erleben, boomt der Tourismus hier.
Fast 50 % der touristischen Unterkünfte waren in der späten Wintersaison belegt. Auch Restaurants verzeichneten eine hohe Nachfrage, was bestätigt, dass viele Urlauber die milde Mittelmeerluft der französischen Riviera genossen haben.
Hotels profitieren von steigenden Buchungen
Ein Hotel in Hafennähe erreichte 2024 eine beeindruckende Auslastung von 80 %. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Plus von 3,5 %. Mit dem Frühling vor der Tür stehen Hoteliers und Gastronomen nun vor der Herausforderung, zusätzliches Personal zu rekrutieren.
Olympische Spiele als Wachstumsmotor
Die touristische Erfolgswelle betrifft nicht nur die Côte d’Azur. Dank der Olympischen und Paralympischen Spiele konnte Frankreich im Jahr 2024 beeindruckende 100 Millionen internationale Besucher begrüßen.
Kein Zweifel – Frankreich bleibt die unangefochtene Nummer eins im weltweiten Tourismus. Und mit seinen sonnenverwöhnten Küsten ist die Côte d’Azur ein strahlendes Aushängeschild dieses Erfolgs.
Der Diebstahl von Kupferkabeln nimmt in Frankreich dramatische Ausmaße an. Besonders betroffen: die französische Staatsbahn SNCF und der Telekommunikationsriese Orange. In den Hauts-de-France kämpfen Polizei und Unternehmen gegen gut organisierte Banden, die auf das begehrte Metall aus sind – mit teils verheerenden Folgen für den Bahn- und Kommunikationsverkehr.
Der wachsende Markt für gestohlenes Kupfer
Kupferdiebstahl ist kein neues Phänomen, doch der aktuelle Preis von rund 9.000 Euro pro Tonne macht das Metall für Kriminelle besonders attraktiv. Die Folgen spüren Unternehmen wie Orange und die SNCF besonders heftig.
Um dem Problem Herr zu werden, führten die Behörden am 18. März eine großangelegte Kontrollaktion durch. Zeitgleich wurden in Nordfrankreich und Belgien Metallhändler überprüft – in der Hoffnung, einen kriminellen Ring auszuheben oder gestohlene Kabel sicherzustellen.
Bereits beim ersten Kontrollbesuch in einem Metallverwertungsbetrieb nahe Lille wird die Polizei fündig. Ein erfahrener Techniker von Orange erkennt auf den ersten Blick gestohlenes Material: Verkohlte Kabelreste, die nach seiner Schätzung rund 300 Kilo wiegen. Das bestätigt den Verdacht, dass hier illegal gehandelt wird.
Bahnverkehr lahmgelegt
Die Auswirkungen dieser Diebstähle sind enorm. Ein einziges gestohlenes Kabel kann den Zugverkehr ganzer Regionen lahmlegen.
Das zeigt sich eindrücklich in Arras, einer Stunde südlich von Lille. Noch in der Nacht vor den Razzien wird dort ein neuer Diebstahl entdeckt. Marie-Céline Masson, Verantwortliche für SNCF Réseau in den Hauts-de-France, beschreibt das Problem drastisch: „Ein paar hundert Meter gestohlene Kabel – und schon steht der gesamte Bahnverkehr am Bahnhof Lille-Flandres still.“
Das ist nicht nur für Bahnkunden ärgerlich. Auch Autofahrer leiden darunter: Fallen die Bahnsignale aus, schließen sich die Schranken an Bahnübergängen automatisch und bleiben unten – bis das Problem behoben ist.
Millionenverluste und lebensgefährliche Folgen
Für Orange ist der Schaden ebenfalls enorm. Laut Pierre Couture, Regionalleiter des Unternehmens, wurden allein 2024 bereits 2.500 Kupferdiebstähle registriert. Der finanzielle Schaden? In Millionenhöhe.
Doch das eigentliche Problem geht über wirtschaftliche Verluste hinaus. „Wenn diese Kabel durchtrennt werden, sind viele Menschen betroffen – Unternehmen, Notfalldienste, ältere Menschen. Manche sind noch immer auf Kupferleitungen angewiesen, etwa für medizinische Notrufe“, warnt Couture. In manchen Fällen könne das sogar lebensgefährliche Konsequenzen haben.
Hohe Strafen – aber reicht das?
Kupferdiebstahl ist kein Kavaliersdelikt. Wer erwischt wird, muss mit bis zu fünf Jahren Gefängnis und 375.000 Euro Geldstrafe rechnen. Doch die Aussicht auf hohe Gewinne scheint viele nicht abzuschrecken.
Die Frage bleibt: Wie können Unternehmen und Behörden diesen kriminellen Kreislauf effektiv stoppen? Die bisherigen Maßnahmen – verstärkte Kontrollen, Überwachung der Schrottplätze, härtere Strafen – zeigen nur begrenzten Erfolg. Solange Kupfer ein gefragter Rohstoff bleibt, dürfte der Kampf gegen die Diebe weitergehen.
Ein ehemaliger Gendarm ist in Frankreich zu 30 Jahren Haft verurteilt worden, weil er seine Frau mit 21 Messerstichen getötet hat. Die grausame Tat ereignete sich 2022 in Boulazac, einer kleinen Stadt in der Dordogne. Am Mittwoch sprach die Cour d’Assises der Dordogne das Urteil – und folgte damit den Forderungen der Staatsanwaltschaft, die eine Strafe zwischen 28 und 30 Jahren gefordert hatte.
Eine fünfstündige Beratung und ein klares Urteil
Nach einer fünfstündigen Beratung kamen die Geschworenen zu ihrem Entschluss: 30 Jahre Gefängnis. Der Angeklagte, ein 55-jähriger Ex-Gendarm, hatte die Tat bereits gestanden. Doch während des Prozesses versuchte er, sich als Opfer darzustellen. Er behauptete, seine Frau habe ihn tyrannisiert, sei gewalttätig und alkoholabhängig gewesen.
Doch diese Darstellung wurde von den Angehörigen der getöteten Frau heftig bestritten. Sie zeichneten ein völlig anderes Bild der Beziehung.
Sechs Jahre Ehe – eine Spirale der Gewalt
Das Paar war sechs Jahre verheiratet, doch die Ehe schien von Beginn an konfliktgeladen. Bereits in der Vergangenheit hatte die Frau ihren Mann angezeigt – und er sie ebenfalls. Ein toxisches Verhältnis, das schließlich in einer Tragödie endete.
Im August 2022 eskalierte die Situation endgültig. In der gemeinsamen Wohnung in Boulazac stach der Mann 21 Mal auf seine 52-jährige Frau Nadia ein – in ihrem eigenen Bett. Eine brutale Tat, für die ihm ursprünglich eine lebenslange Freiheitsstrafe drohte.
Berufung möglich – aber wenig Aussicht auf Erfolg?
Der Verurteilte hat nun zehn Tage Zeit, um Berufung einzulegen. Ob er diese Chance nutzt, bleibt abzuwarten. Angesichts der eindeutigen Beweislage dürfte es jedoch schwierig sein, das Urteil wesentlich zu mildern.
Ein weiteres tragisches Beispiel für häusliche Gewalt, das zeigt, wie tödlich eskalierende Konflikte sein können.
Eine geplante Gesetzesänderung sorgt in Frankreich für heftige Diskussionen. Der Senat hat eine Vorlage der konservativen Partei Les Républicains angenommen, die den Zugang zu bestimmten Sozialleistungen für Ausländer einschränken soll. Konkret sollen Menschen ohne französische Staatsbürgerschaft erst nach einer Aufenthaltsdauer von mindestens zwei Jahren Anspruch auf Leistungen wie Wohnbeihilfe (APL), Familienbeihilfe oder die Unterstützung für ältere Menschen (APA) haben.
Die Organisation Médecins du Monde warnt eindringlich vor den Folgen. Sie sieht in dem Vorstoß eine „getarnte nationale Bevorzugung“ und eine „schwerwiegende Bedrohung des französischen Sozialmodells“.
Eine grundlegende Veränderung des Sozialstaats
Matthias Thibeaud, Experte für Gesundheitsrechte bei Médecins du Monde, erklärt, dass bereits heute einige Sozialleistungen – etwa das Arbeitslosengeld RSA oder die Aktivitätsprämie – an einen legalen Aufenthalt geknüpft sind. Diese Regelung sei jedoch mit der Integration…
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Die gefährliche Überfahrt über den Ärmelkanal hat erneut ein Menschenleben gefordert. Am 19. März wurde die Leiche eines jungen Mannes vor Equihen-Plage, nahe Boulogne-sur-Mer, aus dem Wasser geborgen. Ein weiterer Migrant, ein 16-jähriger Jugendlicher, überlebte nur knapp – er wurde mit schwerer Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht.
Eine Flucht mit tödlichem Ausgang
In der Nacht versuchte eine Gruppe von Menschen, mit einem Schlauchboot von der französischen Küste aus Richtung Großbritannien zu gelangen. Doch das Vorhaben endete in einer Katastrophe. Die raue See und die eisigen Temperaturen wurden den Geflüchteten zum Verhängnis.
Als die Rettungskräfte – darunter Boote der Gendarmerie und der maritimen Behörden – am Unglücksort eintrafen, fanden sie zwei Menschen im Wasser. Einer von ihnen, ein 25-jähriger Mann, war bereits leblos. Der andere, ein Teenager, war stark unterkühlt, konnte aber gerettet werden.
Der siebte Todesfall in diesem Jahr
Diese Tragödie ist kein Einzelfall. Seit Jahresbeginn ist dies bereits der siebte bekannte Todesfall bei versuchten Überquerungen des Ärmelkanals. Die Zahlen zeigen, wie gefährlich diese Fluchtroute ist – und dennoch nehmen immer mehr Menschen das Risiko auf sich.
Die französischen Rettungskräfte, koordiniert vom Überwachungs- und Rettungszentrum Cross Gris-Nez, haben zwei Boote eingesetzt, um weitere Überlebende zu suchen. Doch die Hoffnung, noch jemanden lebend zu finden, schwand schnell.
Warum riskieren Menschen ihr Leben?
Die verzweifelte Lage von Migranten in Nordfrankreich zwingt viele, gefährliche Wege in Richtung Großbritannien einzuschlagen. Die Hoffnung auf ein besseres Leben, auf Sicherheit oder auf eine Wiedervereinigung mit Familienmitgliedern lässt sie alles riskieren.
Doch die Überfahrt ist brandgefährlich. Die eisigen Temperaturen des Meeres, die unvorhersehbaren Wetterbedingungen und die oft überfüllten, nicht seetüchtigen Boote machen jede Überquerung zu einem lebensgefährlichen Unterfangen.
Ein Problem ohne einfache Lösung
Frankreich und Großbritannien versuchen seit Jahren, die gefährlichen Überfahrten zu verhindern – bisher mit wenig Erfolg. Mehr Patrouillen, strengere Kontrollen, Abkommen zwischen beiden Ländern: All das konnte nicht verhindern, dass immer mehr Menschen in instabilen Booten den Ärmelkanal überqueren wollen.
Solange es keine sicheren und legalen Alternativen gibt, werden verzweifelte Menschen weiterhin ihr Leben aufs Spiel setzen. Die Frage bleibt: Wie viele müssen noch sterben, bis sich etwas ändert?
In der ländlichen Region um Dieppe (Seine-Maritime) brennt es – und das nicht nur sprichwörtlich. Innerhalb von anderthalb Jahren wurden dort neun landwirtschaftliche Hallen und zwei Strohlager Opfer der Flammen. Besonders erschreckend: Der jüngste Brand am 16. März kostete rund dreißig Tieren das Leben.
Die Bauern stehen unter Schock. Viele fühlen sich gezielt ins Visier genommen. Doch wer steckt hinter diesen Feuern, die nicht nur Existenzen, sondern auch Tierleben bedrohen?
Flammeninferno in Tôtes
Am Abend des 25. Februar wird Jean-René Maurouard, ein Landwirt aus Tôtes, Zeuge eines Albtraums. Sein Stall steht in Flammen – während seine Tiere noch im Inneren sind. Geistesgegenwärtig handelt er sofort, rennt in das brennende Gebäude und versucht, so viele Tiere wie möglich zu retten. Ein verzweifelter Kampf gegen das Feuer.
„Das kann kein Zufall sein“, ist Maurouard überzeugt. „Die Täter kommen im Schutz der Dunkelheit und wissen genau, was sie tun.“ Besonders verdächtig: Die Brände treffen gezielt Gebäude mit leicht entzündlichem Material wie Heu oder Stroh.
Ein Muster zeichnet sich ab
Maurouards Erlebnisse stehen nicht allein. Die Spur der Zerstörung zieht sich durch das gesamte Hinterland von Dieppe. Wiederholt stehen landwirtschaftliche Gebäude in Flammen, häufig nachts oder in den frühen Morgenstunden. Die betroffenen Landwirte sind sich einig: Das sind keine tragischen Unglücke, sondern vorsätzliche Taten.
Die Verluste sind enorm. Neben dem materiellen Schaden wiegt vor allem der Verlust von Tieren schwer. Ein Landwirt aus der Region beschreibt den Moment, als er die verkohlten Überreste seiner Herde fand: „Man fühlt sich hilflos. Diese Tiere sind Teil unserer Familie.“
Die Gendarmerie ermittelt mit Hochdruck
Die Behörden nehmen die Vorfälle ernst. Eine Spezialeinheit der Gendarmerie ist mit dem Fall betraut. Zehn Ermittler arbeiten rund um die Uhr daran, die Brandserie aufzuklären. Doch bisher gibt es keine konkreten Verdächtigen.
Eine entscheidende Frage bleibt: Warum sind es immer Bauernhöfe? Ist es ein persönlicher Racheakt? Ein gezielter Angriff auf die Landwirtschaft? Oder ein pyromanischer Serientäter?
Die Angst geht um
Die Landwirte der Region fühlen sich schutzlos. Viele fürchten, dass ihr Hof der nächste sein könnte. Einige haben bereits Alarmanlagen installiert, andere übernachten sogar in ihren Ställen, um ihre Tiere zu schützen.
„Es ist beängstigend“, gibt ein Bauer zu. „Wir wissen nicht, wann es wieder passiert – nur, dass es passiert.“
Während die Ermittlungen laufen, hoffen die Bauern auf schnelle Antworten. Bis dahin bleibt die Angst ein ständiger Begleiter.
Noch vor wenigen Jahren stand das französische Unternehmen Les Forges de Tarbes kurz vor der Schließung. Heute jedoch brummt die Produktion wie nie zuvor. Getrieben von der steigenden Nachfrage nach Munition – insbesondere durch den Krieg in der Ukraine und den allgemeinen Wiederaufrüstungsbedarf Europas – ist die Fertigung von 155-mm-Artilleriegranaten zur obersten Priorität geworden.
Die Forges de Tarbes, die zum Unternehmen Europlasma gehören, sind der einzige Produktionsstandort in Frankreich für diese Art von Artilleriemunition. Ihre Aufgabe: Die Herstellung der hohlen Granatenkörper, die später mit Sprengstoff gefüllt und in den Einsatz geschickt werden.
Doch wie konnte sich dieses Unternehmen aus der Krise zu einem unverzichtbaren Bestandteil der europäischen Verteidigungsindustrie entwickeln?
Von der Schließung bedroht – jetzt unverzichtbar
Noch 2021 stand Les Forges de Tarbes vor dem Aus. Ohne große Aufträge war das Überleben des Betriebs fraglich. Doch mit dem Kriegsausbruch in der Ukraine 2022 änderte sich alles.
Die Nachfrage nach Artilleriemunition explodierte förmlich, und plötzlich waren Produktionsstätten wie die in Tarbes heiß begehrt. Im Jahr 2024 wird das Werk fast 60.000 Granatenkörper herstellen – ein rasanter Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Derzeit liegt die Produktionsrate bei 2.000 Granaten pro Woche, doch bis Ende des Jahres soll diese Zahl auf 15.000 pro Monat steigen.
Und das ist erst der Anfang. Langfristig könnte die Kapazität auf 20.000 Granaten pro Tag erhöht werden – eine enorme Zahl, aber im Vergleich zu Russland dennoch bescheiden. Dort liegt die Produktionskapazität bei 50.000 Granaten täglich.
Doch Europlasma produziert nicht nur für die Ukraine. Auch andere europäische Länder bestellen Artilleriemunition, darunter die Tschechische Republik, die kürzlich einen Auftrag über 50.000 Granatenkörper erteilt hat.
Neue Standorte für die europäische Rüstungsproduktion
Die Forges de Tarbes sind mittlerweile ein zentraler Akteur, aber das reicht nicht aus. Um die Produktion weiter zu steigern, plant Europlasma den Ausbau zusätzlicher Standorte.
Ein vielversprechendes Projekt ist die Wiederbelebung des Unternehmens Valdunes in Nordfrankreich. Ursprünglich spezialisiert auf die Produktion von Eisenbahnrädern, soll das Werk künftig auch großkalibrige Granaten fertigen.
Doch damit nicht genug: Europlasma zeigt auch Interesse an den Fonderies de Bretagne, einem ehemaligen Zulieferer der Automobilindustrie. Falls die Übernahme gelingt, könnte hier täglich die Produktion von über 20.000 mittleren Kalibergranaten (120 mm) aufgenommen werden.
Diese Expansion ist mehr als nur ein geschäftlicher Schritt – sie ist eine Antwort auf die drängende Frage nach der europäischen Verteidigungsfähigkeit.
Die Herausforderungen der Hochskalierung
Trotz der wachsenden Nachfrage gibt es zwei große Hürden, die das Wachstum der Rüstungsproduktion bremsen:
Fachkräftemangel Die Forges de Tarbes kämpfen mit einem akuten Mangel an gut ausgebildeten Arbeitskräften. Besonders gefragt sind Schweißer, Schmiede und Kesselbauer – Berufe, die in den letzten Jahrzehnten immer weniger junge Menschen erlernen wollten.
Fehlende Maschinen und lange Lieferzeiten Ein weiteres Problem ist die Anschaffung der notwendigen Maschinen. Besonders die Spezialwerkzeuge und Formen für die Produktion der Granaten sind schwer zu bekommen. Die steigende Nachfrage nach diesen Anlagen hat die Lieferzeiten verdoppelt, was den Produktionshochlauf verzögert.
Europas neue Rüstungsstrategie
Der Krieg in der Ukraine hat die europäische Verteidigungspolitik nachhaltig verändert. Während vor 2022 in Europa jährlich 300.000 bis 400.000 Artilleriegranaten produziert wurden, liegt die Zahl heute bei fast zwei Millionen pro Jahr – und sie soll weiter steigen.
Das Ziel ist klar: Europa will unabhängiger von externen Rüstungsproduzenten werden und eine eigene, leistungsfähige Rüstungsindustrie aufbauen. Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission, brachte es kürzlich auf den Punkt:
„Wir brauchen eine sehr schnelle Erhöhung der europäischen Verteidigungsfähigkeiten – und wir brauchen sie jetzt!“
Auch der Militärexperte Léo Péria-Peigné vom Institut Français des Relations Internationales (IFRI) sieht eine drastische Veränderung:
„Die Nachfrage ist enorm, und wenn die politischen Versprechen in die Tat umgesetzt werden, wird der Bedarf weiter steigen.“
Fazit: Europas Rüstungsindustrie vor einem neuen Zeitalter
Die Forges de Tarbes stehen sinnbildlich für die neue europäische Realität: Von der Krise zur Hochkonjunktur – angetrieben von geopolitischen Spannungen und der Notwendigkeit, die eigene Verteidigungsfähigkeit zu stärken.
Ob dieser Boom von Dauer sein wird, hängt jedoch von vielen Faktoren ab. Wird Europa seine strategische Unabhängigkeit sichern können? Und wird es gelingen, genug Fachkräfte und Maschinen zu finden, um die Produktion weiter hochzufahren?
Fest steht: Die „Schmieden von Tarbes“ sind nicht mehr das vergessene Unternehmen von 2021. Sie sind heute ein Symbol für den Wandel der europäischen Verteidigungsindustrie – und für eine Zukunft, in der Rüstungsgüter wieder ein wirtschaftlicher Motor sind.
Die Fastenzeit ist eine wunderbare Gelegenheit, den Körper zu entlasten und gesunde, leichte Gerichte in den Speiseplan zu integrieren. Die französische Küche bietet viele köstliche, aber dennoch bekömmliche Optionen, die den Gaumen verwöhnen, ohne zu beschweren. Eines dieser Gerichte ist das Gratin…
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Die Fastenzeit ist eine Zeit der Besinnung – nicht nur spirituell, sondern auch kulinarisch. Viele Menschen nutzen diese Wochen, um bewusster zu essen, den Körper zu entlasten und sich auf leichte, gesunde Speisen zu konzentrieren. Die französische Küche bietet hierfür viele elegante, aber einfache …
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